Ihre Meinung zu: Lockdown-Folgen: "Zunahme verhaltensauffälliger Kinder"

30. Januar 2021 - 16:31 Uhr

Viele Familien leiden unter den Corona-Beschränkungen. Ärzte berichten von einer massiven Zunahme verhaltensauffälliger Kinder. Doch bis Schulen und Kitas wieder öffnen, wird es noch dauern.

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Lockdown-Folgen: "Zunahme verhaltensauffälliger Kinder"

Wenn der zweite Lockdown, der insgesamt seit März bzw. November 2020 in der kommenden Woche mittlerweile den siebenten Monat beginnen wird, die Folge hat, dass es immer mehr verhaltensauffällige Kinder gibt, dann ist auch das keineswegs etwas, was noch jemanden zu verwundern braucht. Kinder sind nun einmal Kinder und wollen sich auch gerne an der frischen Luft aufhalten und andere Freunde bzw. Freundinnen sehen.
Wenn die Unzufriedenheit bei der Generation der Erwachsenen immer wieder auf die Probe gestellt wird, weil so ziemlich alles geschlossen ist, was man nur schließen kann, wie schwierig muss es denn dann für Kinder sein, die solche Begriffe wie Lockdown noch nicht im Grundwortschatz haben und das was mit ihnen geschieht, nicht einordnen können? Der Lockdown ist nun einmal permanent mit Begriffen wie "eintönig" behaftet.
Aus dem Tiefpunkt des Jahres 2020 scheint zur Zeit ein verlängerter Tiefpunkt zu werden, der beginnt mehr und mehr auch das Jahr 2021 in Anspruch zu nehmen.

so schnell wie vertretbar

"Schulen sollten so schnell wie vertretbar wieder geöffnet werden... Ähnliches gelte für den Handel: "Geschäfte und Restaurants mit guten Hygienekonzepten wird man bald öffnen können", meinte Gassen.

Ab 15.02. sollten Grundschule und Kita öffnen.
Alle anderen erst im Wechselunterricht.
Geschäfte können öffnen, Restaurants im zweiten Schritt.

Gleich kommt wieder einer...

" Früher war das ganz normal"
"Wie haben meine Eltern mich und meine Geschwister nur groß bekommen"

Ja, früher könnten die Kinder sich treffen und den halben Tag die Gegend unsicher machen. Das kenne ich auch noch aus meiner Kindheit. Aber da hatte fast jeder Kinder und man fand immer überall jemanden zum Spielen und die Geschwister gab es auch noch.

Damals gab es in meiner Umgebung mehr Kinder als Autos!

Man konnte auch Mal mit Freunden ins Kino, ins Theater, zum Schwimmen, feiern usw.

Aktuell darf die Familie keinen besuchen, weil: es darf nur ein Besucher kommen.
Alleinerziehende mit kleinen Kindern sind damit abgeschottet.
Familien, die nicht nah beieinander wohnen sind getrennt.

Die Frage ist eben, welche

Die Frage ist eben, welche Prioritäten man setzt. Jede Maßnahme zur Eindämmung des Virus hat irgendwelche Nebenwirkungen, das ist doch nicht erstaunlich. Auffälligkeiten bei Kindern sind ja wohl auch schon durch andere Dinge hervorgerufen oder verstärkt worden, z.B. auch durch Computerspiele, extensive Nutzung elektronischer Medien usw.

Wen wundert es

Diese Feststellungen gab es bereits im Frühjahr 2020. Es interessiert in Deutschland aber niemanden. Auch der Impfstoff geht an den Kindern vorbei. Ich finde die Zustände in Heimen und die Todeszahlen dort auch ganz furchtbar. Und genau da müsste der Ansatz liegen! Impfen reicht noch nicht. Hygienemassnahmen und vielleicht könnte ja der ein oder andere besorgte seinen Angehörigen kurzzeitig zuhause pflegen. Notbetreuung in Altenheimen könnte Leben retten. Würde mehr bringen, als Schulen und Kitas zu schließen und Kinder für das Leid durch diese Maßnahmen verantwortlich machen. Meine Tochter sagte neulich:“ Haben wir Kinder etwas falsch gemacht oder warum schließen die Schulen“?

Merkwürdig

Eltern sollten doch mit den eigenen Kindern gut zurecht kommen und diese verordnete Familienzeit so nutzen können, dass dies für alle positiv ist?

Zufriedenheit

Es wäre sehr hilfreich, wenn man die aktuelle pandemische Lage so nimmt wie sie ist und versucht diese bestmöglich zu meistern. Das ständige "Gemaule" und "Gemotze" - auch von einigen Politikern - verschärft unnötigerweise die Situation. Man sollte mit dem Zufrieden sein was man hat. Es ist doch vieles erlaubt nur nicht alles. Man muss sich halt auch bei den sozialen Kontakten auf das wesentliche beschränken.

@Mika D

"Ab 15.02. sollten Grundschule und Kita öffnen.
Alle anderen erst im Wechselunterricht.
Geschäfte können öffnen, Restaurants im zweiten Schritt" Am 30. Januar 2021 um 16:59 von Mika D

*

Ich wäre sogar für normalen Unterricht. Meinetwegen auch mit Mundschutz, auch wenn ich darauf nicht bestehen würde (hat bei uns mit Mundschutz vor dem Lockdown sehr gut funktioniert, keine Ansteckungen. Im Fall des Falles ist Nachverfolgung auch ohne das Gesundheitsamt gesichert. Nur die Bescheinigung für Arbeitgeber wegen Quarantäne müsste noch irgendwie ohne Gesundheitsämter geregelt werden.)

Wie bitte ?

Eltern sind mit dem Homeschooling ganz zufrieden-laut einer Studie?
Und so etwas trauen sich die Medien hier in DE auch noch zu schreiben.
Ich fasse es nicht!
Meine Situation habe ich ja schon dargelegt.
Und alle in meinem Umfeld-genau das selbe.
Und jetzt lese ich diesen Mist...

@ Robert Wypchlo, 16:49

“...wie schwierig muss es denn dann für Kinder sein, die solche Begriffe wie Lockdown noch nicht im Grundwortschatz haben und das was mit ihnen geschieht, nicht einordnen können.“

Da irren Sie sich wohl.
Als ich vor knapp einem Jahr einer jungen Frau mit Kinderwagen und 2 Knirpsen, die gerade mal laufen konnten, “krähten“ die den Begriff “Coronavirus“ heraus und erzählten, dass sie sich anstecken und krank werden könnten.

Den Begriff “Lockdown“ muss im Grunde kein Mensch kennen, und wenn ihn jeder kennen würde, wäre nicht automatisch damit ein Einsehen in seine Notwendigkeit verbunden.
Das sieht man ja genügend bei vielen Kommentaren hier, und die stammen aus der Hand Erwachsener.

Möchte man manchmal gar nicht glauben...

„Voraussetzung für gutes Homeschooling sei unter anderem ein unmittelbares Feedback der Lehrkräfte auf die Aufgaben und Fragen der Schülerinnen und Schüler, "Aus unserer Sicht sind deshalb mehr interaktive Formate oder eben die Rückkehr zum Wechselmodell mit halben Klassen sehr wichtig." Würden nur Materialien und Aufgaben verschickt und komme die unmittelbare Rücksprache mit den Lehrkräften zu kurz, litten vor allem die schwächeren Schülerinnen und Schüler (...)
>> Ganz wichtig seien auch für ältere Kinder und Jugendliche Feedback und Lob zu Lernfortschritten. "Mit solchen Maßnahmen lassen sich viele Konflikte umschiffen"

Zumindest ein Wechselmodell wäre wirklich im Interesse von Eltern und Kindern. Und da es, auch wenn Schulen nicht als Infektionstreiber aufgefallen sind auch dort zu Ansteckungen kam, deren genaue Quelle festzustellen und ggfs. das Lehrpersonal vorrangig zu impfen. Erfreulich, dass die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Kindern/Eltern über das Netz ganz gut klappt.

@ Margitt

"Merkwürdig Eltern sollten doch mit den eigenen Kindern gut zurecht kommen und diese verordnete Familienzeit so nutzen können, dass dies für alle positiv ist?" Am 30. Januar 2021 um 17:14 von Margitt

*

Machen wir Eltern schon fast 1 Jahr lang.

Nur brauchen Kinder auch Gleichaltrige und richtige Bildung.

Wir Eltern sind weder im gleichen Alter, wie unsere Kinder, noch sind wir Lehrer und Pädagogen.

Klar: man kann auch einfach in den Tag Hineinleben und dauernd "Familienzeit" machen. Aber man will für die Zukunft seiner Kinder mehr, als H4.

Kinder zahlen am meisten

Das größte Problem sind die älteren Menschen vor allem in Alters- oder Pflegeheimen. Durch die Schulschließungen helfen wir denen kaum, richten aber einen immensen Schaden bei den Kindern an, von den Schulden, die wir ihnen überlassen, ganz zu schweigen. Härtere Maßnahmen sollten in aller Intensität besser dort umgesetzt werden, wo das Problem ist.
Wenn Läuse im Kindergarten auftreten schließen wir ja auch nicht die Altersheime.

@ Tada, um 17:07

“Gleich kommt wieder einer...
“Früher war das ganz normal...“

Warum sollte da einer kommen und sowas erzählen? Das AS war früher ganz gewiss nicht normal.

Natürlich waren wir früher mehr draußen als drinnen, und klar ist das für die Kinder heute, die vielleicht nicht mehr wie wir auf Bäumen herumklettern oder unterirdische Häuschen bauen, trotzdem besch...en, wenn sie ihre gewohnten Freiheiten nicht haben und ausleben können.

Das ist ja nicht mal auf Kinder beschränkt, wie man den zunehmend dünnhäutigeren Kommentaren der letzten Tage ansehen kann.

Die Kinder müssen wieder herhalten

Wir schaffen es nicht die Alten zu schützen. Leiden müssen die Kinder. Super Maßnahmen!

Kinder stecken sich nachweislich seltener an Covid an, erkranken seltener und tragen die Krankheit nicht so weiter wie Erwachsene. Trotzdem müssen sie fremdnützig ihr noch kurzes Leben massiv einschränken. Das ist völlig überzogen. Die Regierung ist aus meiner Sicht mit ihren Maßnahmen komplett gescheitert

Alles Kolateralschäden

Da zeigt sich wieder, dass unsere Politiker und ihre Chef-Virologen in einer anderen Welt leben. Entweder haben sie keine Kinder oder sie leben in Umstäden, die mit einer normalen Familie nicht zu vergleichen sind. Und so wird die langfristige Schädigung oder sogar Zerstörung von Millionen von Existenzen in Kauf genommen.

Es wird immer gesagt, es geht um die Rettung von ein paar tausend Leben. Aber was ist das für ein Leben für die Millionen Anderen? Keine sozialen Kontakte, für Viele kein Job und kein Einkommen, keine Kultur, keine Reisen und jetzt setzt diese Regierung auch noch die einzige Perspektive, die Impfung, in den Sand.

Grade die nächste Generation, die jetzt mit diesen Schädigungen aufwachsen und dann noch unsere Schulden wegarbeiten müssen, wird es sehr schwer haben. Ist es das Alles Wert?

Die Politik hat sich für den

Die Politik hat sich für den bequemsten Weg entschieden und sich das schwächste Opfer ausgesucht. Was taktisch ja auch irgendwie nachvollziehbar ist.
Um zu zeigen, dass man was tut und die Meute zu beruhigen, verursacht sie Schäden, die nicht direkt sichtbar sind. Es ist leichter, diffuse Belastungen für und Auswirkungen auf zig Millionen an den Mann zu bringen, als konkrete und direkt sichtbare Folgen zu vermitteln.
Man betet Götzen wie den Inzidenzwert an, fabuliert von Überlastung des Gesundheitssystems, und hält die Leute mit Mutationen und Sterbezahlen auf Linie.
Anstatt Eigenverantwortung einzufordern (von denen, die bedroht sind), kriminalisiert man im Schnee spielende Kinder oder tanzende Jugendliche.
Nachvollziehbar in einer Welt der alten Leute, denen längst das Verständnis für alles außerhalb ihrer Realität abhanden gekommen ist.

Homeschooling vs. Homeoffice

Als Vater einer kinderreichen Familie kann ich sagen, es klappt mit dem Homeschooling inzwischen recht gut. Ein Problem sind allerdings die notwendigen Arbeitsplätze für mehrere Kinder zu Hause. Ich muss zwangsläufig aufs Homeoffice zugunsten der Kinder verzichten und werde dafür als Coronaleugner angegiftet, weil ich nicht zuhause bleibe.

Wo sind die Psychologen?

Ein begrüßenswerter Artikel, der sich endlich einmal der Realität im Land zumindest annähert.

Ich frage mich seit Monaten: Wo sind eigentlich die Psychologen?

Warum hauen die nicht auf Töpfe (so, wie wir das von den Virologen seit Monaten tagtäglich serviert bekommen)?

Was ist mit dieser Berufsgruppe los???

verhaltensauffällige Kinder.....

oder Ü80ziger die in Todesgefahr gebracht werden - da sollte die Antwort eindeutig sein

@Margitt

Nicht alle Kinder sind mit einem stabilen, liebevollen Elternhaus ausgestattet. Auch wenn es uns in Deutschland eigentlich gutgeht, gibt es Kinder und Familien, die andere existenzielle Sorgen und Nöte haben. Konflikte anderer Art gehören dort häufig zur Tagesordnung. Der Lockdown agiert da leider noch als Verstärker.

Die Krise...

zeigt in allen Bereichen das vieles in dieser Gesellschaft nicht mehr funktioniert.
Das die Kinder nun ihre Verhaltens-auffäligkeiten auch im häuslichen Umfeld
zeigen ist nichts was uns wundern sollte. Die Reizüberflutung in den Kinderzimmern durch digitales "Spielzeug" das digitale Homeschooling sind sicherlich Verstärker.
Aber in einer Gesellschaft die Kinder eher als Ballast empfindet, in der es die Politik versäumt hat den Eltern Hilfen anzubieten und schlimmer noch die Jugendhilfe aus Kosten gründen abgebaut hat, verwundert mich diese Meldung nicht.
Der Dank der Kanzlerin an die Familien ist genau so geheuchelt wie der Dank an die Krankenpfleger und Verkäufer. Den geändert hat sich nichts, das Geld wurde wie immer nur nach Oben verteilt. Ein BGE wäre eine Lösung gewesen, aber wen interessiert schon das wohl der Familien wenn die Konzerne betteln.

Margitt

Spätestens in der Pubertät verzichten die Kinder gerne auf zu viel familiäre Nähe. Und das müssen sie auch. Sie müssen eigenständige Wesen werden. Dafür muss man die Leinen loslassen. Wir sorgen uns lediglich um dass Wohl unserer Kinder, um die soziale Entwicklung und nicht zuletzt die Bildung. Familie zu sein ist das wertvollste überhaupt und das stellt hier auch niemand in Frage.

Ich kann es so langsam nicht mehr hören

Ich bin selber Lehrerin UND dreifache Mutter.
An meiner Schule ist es so, dass der überwiegende Teil der Kinder gut betreut wird. Wir Lehrer halten den Kontakt über regelmäßig stattfindende Videomeetings ab Klasse 1 und Telefonate und Mails mit den Eltern. Wir haben unsere Klassen da sehr gut im Blick!!!
Die Kinder, die zu Hause nicht oder schlecht versorgt sind, kommen täglich in die Notbetreuung, die wir sehr großzügig auslegen. Diese wird organisiert von uns Lehrkräften. Ich kann NICHT von vertanen Bildungschancen sprechen.
Die Eltern, die am lautesten nach baldigen Schulöffnungen schreien, sind oft die, denen schnell alles zu viel wird. Es geht bei diesem Aufschrei häufig nicht um das Wohl des Kindes, sondern um die eigene Bequemlichkeit. Un JA ich maße mir dieses Urteil an.
Mich ärgert, dass das Wohl des Kinde häufig auf offene oder eben „geschlossene“ (sind sie de facto nicht) Schulen reduziert wird. Viel bedenklicher finde ich, gerade bei Jugendlichen, andere Bereiche!

Schulöffnung

Schulöffnungen sofort - ohne Maske und Tests, nur mit Händewaschen und mal lüften. Ängstliche Lehrer können einen FFP-2 Maske tragen auf Staatskosten. Man probiere es aus - es wird nichts Schlimmes passieren.

ist das nicht ein bißchen übertrieben, @Tada

jetzt schon den Kindern eine Hartz-IV-Zukunft zu prophezeien, weil sie ein paar Monate keine Schule haben? Kürzlich schrieben Sie sogar von zu erwartenden 25% funktioneller Analphabeten.
Wenn ich die Zeit, die ich tatsächlich in der Schule verbracht habe, zu der ins Verhältnis setze, die ich dort eigentlich hätte verbringen müssen, dann hätte ich es nach Ihren Maßstäben höchstens bis zum Straßenkehrer gebracht. Ich kann aber ein Ingenieurdiplom vorweisen und habe mein Leben lang zu den Besserverdienern gehört. Und bin da nicht der einzige.
Lassen wir mal die Kirche im Dorf.

wer weiß was Kinder...

früherer Generationen mitgemacht haben sollte sich über solche Lappalien nicht aufregen v.a. dann wenn mit einem strengen Lockdown wertvolle Menschenleben gerettet werden können

@17:14 von Margitt.

//Eltern sollten doch mit den eigenen Kindern gut zurecht kommen und diese verordnete Familienzeit so nutzen können, dass dies für alle positiv ist?//

Nun ja, Kinder brauchen den Kontakt zu Gleichaltrigen. Das ist vor allem für Berufstätige nicht so leicht zu organisieren.
Bei meinen Nachbarn scheint das recht gut zu funktionieren.
Die Eltern von Klein-Johannes organisieren das so, dass Klein-Johannes (4 Jahre, 3 Monate) sich ca. 3 mal in der Woche mit jeweils einem anderen Kind trifft. Mal in der eigenen Wohnung, mal in einer anderen. Ansonsten ist die Mutter sehr viel mit "Jojo" draußen. Gestern war Schlittenfahren angesagt und in unserem Garten steht ein Schneemann - na ja, eher ein Männchen. (Ja, auch in Hamburg hat es gestern geschneit.) Jojo ist ein stinknormales, glückliches Kind.

Sind die

Sind die Verhaltensauffälligkeiten wirklich nur eine Folge des Lockdowns? Könnte es auch Dezfizite im pädagogische sozialen Umfeld geben, die bisher nicht sichtbar geworden sind, weil Kinder in Kindergärten und Schulen "abgeschoben" werden konnten? Welche Kompetenzen müssen Eltern vorweissen, um Eltern zu werden?

Plötzlich fallen "Abschiebeeinrichtungen", wie Kitas und Schulen weg. Waren die Probleme wirklich nicht vorherzusehen? Ein Ende des Lockdowns ändert nichts an diesen Problemen. Da sind gesellschaftliche Entwicklungen notwendig.

@Margitt

Komme mit meinen Kindern super aus!!!!!
Frau und ich arbeiten 24/7 in systemrelevanten Berufen.
Übernehmen in unserer Freizeit dann auch noch die Bildung und Erziehung nach dem 24 h Dienst, denn dann ist ja der andere weg .Alles klar?

Ein Jahr lang?

Ohne hier die Netikette verletzten zu wollen, das ist doch -mit Verlaub- Blödsinn.
Nach den Sommerferien bis zu den Weihnachtsferien, also quasi ein komplettes Halbjahr lang, fand uneingeschränkter Präsenzunterricht statt!
Ich stelle außerdem die Frage, wer unter den Eltern, die hier so laut nach vollständiger Öffnung schreien, sich in ein vollbesetztes Klassenzimmer begeben würde.
Mir fehlt für meine Jungs übrigens etwas anderes. Nämlich ihre Hobbys und der Sport! Gemeinsame Erlebnisse mit der Peergroup AUßER Schule!!!! Davon spricht nie jemand was bei mir die Frage aufwirft, ob es hier wirklich nur um das Wohl der Kinder geht!!!!!

@17:27 von FalkoBahia: Der Zahltag wird kommen. Sicher.

Der Zahltag dafür wird kommen. Ganz sicher.

Blick zum Nachbarn

Das ist wirklich gar nicht polemisch gemeint: Warum sind in Frankreich die Schulen seit Herbst nie geschlossen worden und auch jetzt bei doppelt so hoher Inzidenz geöffnet? Wer erklärt mir den Unterschied den die Politik hier macht? Es ist doch dieselbe Pandemie! Warum sind die Kinder in Frankreich wichtiger?

17:27 von FalkoBahia

. Ist es das Alles Wert?

Also dann, was sollen wir tun?

Konzentrieren auf das Wesentliche

Die Krise ... "Am 30. Januar 2021 um 17:33 von unbutu77" ... wäre die Chance sich auf das wesentliche zu konzentrieren.

@17:23 von germandragon

//Das größte Problem sind die älteren Menschen vor allem in Alters- oder Pflegeheimen.//

Ja, weg damit. Oder schließt sie wenigstens ein.

//Wenn Läuse im Kindergarten auftreten schließen wir ja auch nicht die Altersheime.//

Ich wusste noch gar nicht, dass Läuse über Aerosole übertragen werden. Wann war eigentlich die letzte Läuse-Pandemie? Kann mich gar nicht erinnern.

Todesgefahren für Ü80ziger....

sind real - Verhaltensauffälligkeiten von Kindern subjektiv - da sollte klar sein wo die Prioritäten liegen müssen

@ harry_up @ Tada

"Warum sollte da einer kommen und sowas erzählen?" Am 30. Januar 2021 um 17:26 von harry_up

*

Ich schrieb "wieder".
"kommt wieder einer".
Solches kann man sich gar nicht ausdenken.

Da gab es User, die sogar den Lockdown den Ferien gleich setzten und schrieben, dass man die Ferien auch abschaffen kann, wenn die Kinder Probleme mit Schulschließungen hätten.

@17:27 von Silverfuxx

//Man betet Götzen wie den Inzidenzwert an, fabuliert von Überlastung des Gesundheitssystems, und hält die Leute mit Mutationen und Sterbezahlen auf Linie.//

Ich finde auch, dass man wenigstens warten könnte, bis auch wir portugiesische Verhältnisse haben.

//...und hält die Leute mit Mutationen und Sterbezahlen auf Linie.//

Vermutlich auch nur gefälschte Zahlen? Meine Güte, ich habe Sie ganz anders in Erinnerung. Corona hat wirklich vielfältige Wirkung.

Psychologie

Der psychologische Aspekt sollte aber nicht der einzige sein. Man kann sich leider zu einfach vieles schlecht aber auch gut Reden.
Alles an alle Kopf hoch!

@rossundreiter, 17:29

„Was ist mit dieser Berufsgruppe los???“

Was soll mit der los sein? Die hat momentan bei der Hilfe zur Bewältigung der Auswirkungen der Pandemie meist mehr zu tun als sie schaffen kann. Sie ist sozusagen „ausgebucht“.

Gute Erfahrung mit Homeschooling???

Es soll Leute geben, die finanziell darauf angewiesen sind, arbeiten zu gehen und in ihrer Branche (in dem Fall glücklicherweise natürlich) keine Kurzarbeit haben. Man kann halt nicht gleichzeitig arbeiten und Kinder betreuen/unterrichten; Homeoffice hin oder her.

@qpqr27

"wer weiß was Kinder...früherer Generationen mitgemacht haben sollte sich über solche Lappalien nicht aufregen" Am 30. Januar 2021 um 17:39 von qpqr27

*

Ich orientiere mich nach oben, nicht nach unten und rege mich auf.

Mein verstorbener Großvater hat übrigens nie die Schule besucht. Mit 6 Jahren fing er als Aushilfe beim Schäfer an. Im Krieg war er Zwangsarbeiter. Nach dem Krieg hat er Kohlewagen aus der Tiefe geschoben bis er ein Unfall hatte bei dem ihm ein Bein zertrümmert wurde. Danach war es kürzer.

Er ist ohne irgendwelche Impfungen und Antibiotika aufgewachsen, Bisschen Lesen hat er sich selbst beigebracht.

Aber die Schulbildung seiner Kinder und Enkel fand er wichtig, auch wenn er dazu überhaupt nichts beisteuern konnte.

Auf seine Meinung gebe ich mehr, als auf Ihre.

Homeschooling gut ???

Ich kann dieser Studie Homeschooling NICHT folgen: AB 8-9 Klasse evtl. durchführbar. Für Eltern und erst recht für Berufstätige Eltern bei Kindern von der 5 bis 7 Klasse welche sich noch nicht organisieren können (das kann mir keiner erzählen das 10 jährige das locker können),ist diese Art des Unterrichts schlichtweg eine Herausforderung sondergleichen. Dazu jahrelang die Digitalisierung verschlafen und jetzt liest man hier sowas. Ich spreche ausnahmslos mit Eltern und KINDERN die erschöpft sind, vom Distanzunterricht. Sie sehnen sich nach ihrer Schule und Kontakten. Und das, wird meiner Ansicht nach zu wenig gewürdigt, was die Kinder und deren Eltern im Moment leisten!
Der Tag besteht aus, PC gucken/runterladen/ausdrucken/hochladen und wieder von vorne.Video Chat/ ausdrucken/hochladen usw. Und wenn dann noch das positive Feedback fehlt, dann haben die Kinder und die Erwachsenen Eltern irgendwann auch kein BOCK mehr!
Die Kinder leisten unsagbar viel momentan.

Schulkinder müssen sich jetzt....

noch etwas gedulden - sie haben noch so viel Zeit vor sich - Ü80ziger die durch einen strengen lockdown gerettet werden haben diese Zeit leider nicht mehr

@17:39 von qpqr27

Jetzt stellt sich nur die Frage, welche Menschenleben wertvoller sind?

Die, die noch ihr Arbeitsleben vor sich haben und die Wirtschaft in Zukunft am Laufen halten,
oder die, die am Bruttosozialprodukt nichts mehr beisteuern können.

Um es vorweg zu nehmen, es ist nur ein Gedankenspiel.

15 Laptops und kein WLAN

"Eltern mit Homeschooling recht zufrieden"....

Whaaaatttt???

Unsere Schule hat bei rund 500 Schülern gerade mal 15 Laptops und kein WLAN. Noch Fragen?...

mika D

Bei der gegebenen Wahrscheinlichkeit sind Fälle wie der ihre durchaus normal. Aus ihnen auf die Möglichkeit zu schließen, jetzt kurzfristig die Schulen für den Normaluntericht zu öffnen, entbehrt jeder Logik. Es isr zu hoffen, dass die beobachteten Verhaltensänderung revesibel sind. Mehr Sorgen nacht die Situation von Kinder in "Problemfamilien". Hier ist allerdings auch bisher zu wenig geschehen. Hier gäbe es durchaus Möglichkeiten zu helfen. Weshalb können nicht Kinder aus zwei oder drei Haushalten gemeinsam betreut werden. Auch sollten finanzielle Engpässe die soziale Situation nicht zusätzlich verschärfen.

@17:39 von frosthorn

//Wenn ich die Zeit, die ich tatsächlich in der Schule verbracht habe, zu der ins Verhältnis setze, die ich dort eigentlich hätte verbringen müssen, dann hätte ich es nach Ihren Maßstäben höchstens bis zum Straßenkehrer gebracht.//

Ich habe zwar nur den Sportunterricht sehr häufig geschwänzt, aber für eine "Siegerurkunde" und den "Freischwimmer" hat es dennoch gereicht. Was den übrigen Unterricht betrifft: Ich bin heute Expertin für "Donald Duck", "Mickey Mouse", "Fix und Foxy" und "Asterix". Zu den Besserverdienenden habe ich trotzdem nie gehört. Aber immerhin konnte ich schon Noten lesen, bevor ich zur Schule ging. Bin sehr zufrieden mit meiner Wenigkeit.

P.S.: Schön, wieder von Ihnen zu hören bzw. zu lesen.

Die Kinder brauchen nur Schnelltests wert sein

Selbst wenn nur in Halbklassen Präsenz ist, dann ist das zumindest für die Jüngsten wesentlich besser. Meist auch für die Eltern. Gute H-Konzepte haben die Kitas und Schulen bereits - es fehlen halt Schnelltests. Wenn die Verbünde nicht tgl wechseln, dann genügt es, jeden Tag zB nur ein Viertel der Kinder zu testen. Das aber im rollierenden System. Auftretende Inf wären damit schneller detektiert als auf Symptome zu warten, die vllt gar nicht auftreten. Dass Kinder weniger ansteckend seinen als Erwachsene ist eh erfundener Bullshit. Aber die Kinder müssen es uns auch wert sein, in die Schule gehen zu können und dann auch getestet zu werden. Nicht nur immer nur die Fußballer und Parteigänger. Für mich ist jeder Fußballer-Test ein Affront gegen die Kinder!

Nach der Pandemie

Natürlich ist es furchtbar, wenn Kinder und Jugendliche durch die Situation in einen solch desolaten Zustand geraten. Aber Unterricht mit Masken in Halbgruppen mit Abstand sind vom Alltag spielender und sozial interagierender Kinder und Jugendlicher weit entfernt. Besser als jetzt nach einer vorschnellen Lockerung zu schreien wäre es, schon jetzt Förderkonzepte für den Anschluss an die Pandemie zu überlegen. Mehr Klassenfahrten ermöglichen und finanzieren, Erlebnispädagogik und Teambuilding. Wenn wir jetzt die Kontrolle über die Pandemie verlieren, hat niemand gewonnen.

Die Grenze zur Kindeswohlgefährdung wird überschritten

Kindeswohlgefährdung liegt vor, wenn das körperliche, geistige und seelische Wohl eines Kindes durch Tun oder Unterlassen gravierende Beeinträchtigungen in der Entwicklung erleidet. Kindeswohl beinhaltet auch das Bedürfnis der Kinder, soziale Kontakte zu pflegen. Insbesondere den Kontakt zu wichtigen Personen, z.B. Großeltern.

Für mich sind die Grenzen der Kindeswohlgefährdung unserer Kinder längst überschritten. Man denke an 5-jährige, die 12 Monate ihres Lebens nur in Masken gucken und kein soziales Lernen in Kitas erfahren. Oder man denke an Teenager, die sich während der prägenden Pubertät nicht ausprobieren dürfen und so wichtige Lebenserfahrungen nicht machen können.

Für den Entzug von Grundbedürfnissen, den alle Kinder gerade erleben, wurden sonst bereits Familienhilfen installiert oder Kinder in Obhut genommen. Wir laufen Gefahr die sozial-emotionalen Kompetenzen der Kinder so zu schädigen, dass einem für unsere Gesellschaft angst und bange wird.

Nicht alle Kinder sind schon schulpflichtig

Ich höre immer nur "Schulkinder"! Mein ältester ist 3, meine jüngste ist 6 Monate alt.

Die Jüngsten hat noch nie eine Krabbelgruppe besucht oder konnte mal zum Babyschwimmen. Der ältesten vermisst seine Freunde und weint ständig.

Wir als Eltern bekommen deswegen auch schon Depressionen. Nicht, weil die Kinder anstrengend sind, sondern weil die Kinder soviel verpassen und uns diese Zeit niemand zurückgeben wird.
Und das alles für die Alten, die ihr Leben leben dürften.

Letzten Endes ist es doch so,

Letzten Endes ist es doch so, dass sich fast alle Eltern für Ihre Kinder geregelten Kita- und Schulbetrieb wünschen. Gastronomen, Geschäfte, Friseure, ...wünschen sich Lockerungen. Und diejenigen, die nichts zu verlieren haben, sehnen sich nach harten Maßnahmen. Ich kenne Menschen, denen lediglich ein geöffnetes Café fehlt. Ok und der Friseur, aber den kann man sich ja schwarz ins Haus holen...

@ harry_up 17.17 "Möchte man manchmal gar nicht glauben..."

Ja, so ist es! Vorschulkinder / KiTa Kinder /kleine Kinder verstehen soooooo viel - vorausgesetzt die Erwachsenen erklären kindgemäß! Gilt auch für das Tragen von Masken: Es mag Kinder geben, die eine Maske stört und deshalb "nachlässig" damit umgehen - das dann wohl meistens wegen schlechter Erwachsenen-Vorbilder! Gerade kleine Kinder orientieren sich logischerweise an ihren Eltern, aber auch an Lehrer*innen. Wenn sie ernstgenommen werden, d.h. wenn man ihnen erklärt, warum was wichtig / gut ist, sind sie mit Freude dabei!

@frosthorn

"ist das nicht ein bißchen übertrieben, @Tada
jetzt schon den Kindern eine Hartz-IV-Zukunft zu prophezeien, weil sie ein paar Monate keine Schule haben? Kürzlich schrieben Sie sogar von zu erwartenden 25% funktioneller Analphabeten" Am 30. Januar 2021 um 17:39 von frosthorn

*

Das mit funktionellem Analphabetismus sind die Befürchtungen des Arche Vorstand wegen Schulschließungen in der Pandemie.

Ist ja schön, dass Sie trotz Schuleschwänzen zu einem Ingenieurdiplom geschafft haben. Aber Schuleschwänzen ist nun mal keine Garantie für ein Ingenieurdiplom und ein Ingenieur ist kein Pädagoge oder Soziologe und beschäftigt sich sonst auch nicht viel mit Kindern.

Und es sind nicht nur "paar Monate" Lockdowns, es ist schon fast 1 Jahr, in dem das Soziale Leben eingeschränkt ist.

Es ist doch ein Unterschied, ob Sie als Ingenieur etwas zusammenrechnen, das nur "paar Monate" halten soll, oder 1 Jahr. Oder vielleicht noch ein 2. Jahr.

@frosthorn, 17:39

Es ist aber (auch gerade für die Psyche) ein Unterschied, ob man freiwillig keine sozialen Kontakte hat/Schule besucht, oder ob dies erzwungen geschieht.

Der zentrale Unterschied zwischen Freiwilligkeit und Zwang scheint in dieser Gesellschaft völlig verloren gegangen zu sein.

Mit dem Homeschooling zufrieden??

Viele Eltern sind mit dem Homeschooling zufrieden??
Ich kenne niemanden,der das so sieht...Die meisten Eltern beschweren sich darüber,weil das mit dem Unterricht in der Schule einfach nicht vergleichbar ist.In der Schule haben die Kinder den ganzen Tag mit Gleichaltrigen zu tun,sie können ihre Freunde sehen und werden von MEHREREN ausgebildeten Lehrern unterrichtet.Zu Hause ist das alles nicht der Fall,weswegen viele etwas überfordert sind.
Außerdem wird in diesem Artikel ja schon auch irgendwie den Eltern die Schuld daran gegeben,dass immer mehr Kinder verhaltensauffällig sind... So nach dem Motto:"Kein Wunder,dass es immer mehr Kindern schlecht geht.Sie müssen jetzt den ganzen Tag mit ihren Rabeneltern verbringen,die die Kinder tagelang durchzocken lassen"...Ja nee,is klar.

Letztlich ist alles, was

Letztlich ist alles, was aktuell angeordnet wird und umzusetzen ist, eine Belastung für alle. Jedoch sollte auch der Blick für die langfristige Realität frei sein. Wir werden mit der Implementierung des Virusgeschehens in den normalen Ablauf leben zu lernen müssen. Und auch wenn die Abwägung der Partikularinteressen einzelner Altersgruppen ethisch sicherlich schwierig ist, werden wir auch weiterhin mit schweren und tödlichen Verläufen leben müssen, selbst wenn alle geimpft wären.
Die Zukunft der Gesellschaft liegt aber in jedem Falle bei denen, die jetzt Kinder oder Jugendliche sind und eben nicht bei den Ü 80-Gruppen.
Daran wird sich orientieren müssen, wie wir mit diesen Menschen umgehen werden.

@B-Nutzer

"Plötzlich fallen "Abschiebeeinrichtungen", wie Kitas und Schulen weg" Am 30. Januar 2021 um 17:44 von B-Nutzer

*

In Kitas und Schulen werden die Kinder nita geschoben, dort wird mit den Kindern von fachlich geschulten Personen gearbeitet.

Wer früher Hyperaktiv war, der konnte Schäfer oder Hirte werden und den Rest seines Lebens unter freiem Himmel fern von anderen Leuten verbringen.

Allerdings gab es früher auch viel Armut und Hunger. Da ist es besser die Kinder möglichst früh aufzufangen und sie auf das Leben vorzubereiten.

Verhaltensauffällige jugendfeindliche Politik

Höchste Zeit, Schulen und Kitas wieder zu öffnen! Ursprünglich ging es um eine Verlängerung der Weihnachtsferien angesichts hoher und stark zunehmender Infektionszahlen. Das ist alles längst vorbei. Weiterhin Kinder und Jugendliche unter Hausarrest zu stellen, ist fragwürdig und menschenverachtend, weil es die elementaren Bedürfnisse der Jugend mit Füßen tritt. Außerdem wird die Bereitschaft eines Verzichts angesichts hoher Infektionszahlen missbraucht.
Merkels Politik ist an Kinderfeindlichkeit nicht zu überbieten und verhaltensauffällig. Bezeichnend, dass die Jugend in der Neujahrsansprache überhaupt gar nicht vorkam und auch jetzt Kinder und Jugendliche gar nicht direkt angesprochen werden, sondern nur die Familien. Erwachsene haben aber im Regelfall ihren Abschluss schon, sind weniger die Leidtragenden!
Wie bereits schon in Bezug auf das Klima offenbart sich eine jugendfeindliche Politik.
Frau Baerbock wäre nicht nur als Mutter eine deutlich bessere Besetzung im Kanzleramt!

@Anna-Elisabeth 17:41

Ein in solchen Lebenssituationen lebendes Kind kann auch wie Jojo werden und wachsen. Darum sind die Klagen der gut-situierten Leute (und diese kommen meist zu Wort - u.a. bei Q-Demos) auch auf hohem Niveau.
Die Geschädigten sind die Kinder, die schon immer benachteiligt waren (ob vom Schulsystem, von der Wohnsituation, Zugang zu Gesundheit und Kultur ....).
Diese FamilienKinder beschäftigen jedoch „nur“ die Sozialarbeiter, die Arche ect. und man kann nicht behaupten, dass diese „Kümmerer“ viel Hilfe hätten.
Ich befürchte so wird es auch bleiben.

@qpqr, 17:29

verhaltensauffällige Kinder.....
oder Ü80ziger die in Todesgefahr gebracht werden - da sollte die Antwort eindeutig sein (...)

Nein. Die Antwort ist eben alles andere als eindeutig.

Und genau aus diesem Grund (der Uneindeutigkeit) wäre es Aufgabe der Politik, die Füße still zu halten und durch grundrechtseinschränkende Maßnahmen eben nicht eindeutig Stellung zu beziehen.

Dass sie es trotzdem tut, ist ganz offensichtlich (!) in der Tatsache begründet, dass ältere Menschen im Gegensatz zu Kindern ein Wahlrecht haben und im Gegensatz zu jüngeren Erwachsenen davon auch recht oft Gebrauch machen.

16:49 von Robert Wypchlo

«… wie schwierig muss es denn dann für Kinder sein, die solche Begriffe wie Lockdown noch nicht im Grundwortschatz haben und das was mit ihnen geschieht, nicht einordnen können?»

Ja … schwierig ist es auch für Kinder.
In so manchen Aspekten schwieriger noch als für Erwachsene.

Aber sicher nicht, weil Wörter im Grundschatz (angeblich) fehlen, oder Kinder die Situation mit Corona nicht einordnen könnten. Die wissen sehr gut Bescheid, was das ist, "was das macht" … und wo die Gefahren dabei sind.

Sie stellen sehr kluge Fragen, auf die man als Erwachsener mitunter gar nicht weiß, wie man sie beantworten soll. Schon bei Kindern im frühen Grundschulalter und geringer ist das so. Zusätzlich können Kinder auch 3 Sprachen gleichzeitig lernen, wenn sie in einer solchen Situation sind.
Kleine Nimmersatt-Ich-Will-Was-Wissen-Und-Was-Lernen.

Ohne Präsenz-Schule verlagert sich das Stillen von Wissenshunger mehr auf Eltern + nahe Verwandte.

Ungewohnt + nicht einfach.
Oft sehr herausfordernd.

Es ist ein Armutsbild, wenn

Es ist ein Armutsbild, wenn man immer wieder liest, dass offensichtlich alleine die Schulen und Kitas sinnstifend und strukturbildend sind, sodaas Kinder einen geregelten Tagesablauf mit Aufstehen, Essen, Bewegung, Lernen usw. haben. Denn im Umkehrschluss hieße das ja, dass diese Strukturen in vielen Familien anscheinend fehlen...

Gesamtgesellschaftlich denken

Ich finde nicht, dass sich die Politik nur auf den Schutz der Aeltesten beschraenken sollte. Kinder sind nachweislich nicht immun gegen das Virus und auch wenn sie gluecklicherweise meist nicht schwer oder sogar symptomlos erkranken sind sie doch Teil der Gesellschaft und tragen auch zum Infektionsgeschehen bei. Ich wuerde mich auch ueber das Wechselmodel freuen aber ich finde es werden etwas einseitig die negativen Auswirkungen der Pandemiebekaempfung hervorgehoben. Es ist traurig dass es Kinder gibt denen es in ihrer eigenen Familie nicht gut geht, keine Frage. Aber der Tod der Grosseltern oder ein wochenlanger Aufenthalt eines Elternteil auf einer Intensivstation duerfte doch auch eine traumatische Erfahrung darstellen. Kinder haben genauso wenig Schuld an dieser Pandemie wie die Erwachsenen aber Normalitaet kann es eben leider erst geben wenn das Virus erfolgreich eingedaemmt ist.

Die Kristallkugel der niedergelassenen Ärzte

möchte ich auch mal haben. Der sogenannte Lockdown, in dem bis zu 30% der Kinder trotzdem in die Schulen gehen, ist gerade mal drei Wochen alt, da können sie schon schlimmste Folgen diagnostizieren. Warum passiert sowas in sechs Wochen Sommerferien nie und wie schaffen es diese Götter in Weiß so sicher auszuschließen, dass sie hier nicht die Folgen von fünf Monaten Chaos und Angst an den geöffneten Schulen feststellen?
Und wie schaffen die es, so sicher auszuschließen, dass Kinder genauso infiziert und infektiös sind wie Erwachsene, wenn sie selbst bei deutlichen Symptomen davon abraten, einen Abstrich bei Kindern zu machen und es fast keine relevanten Studien zu dem Thema gibt, außer denen, die ihnen fundamental widersprechen?

@summherum

.
"Nach den Sommerferien bis zu den Weihnachtsferien, also quasi ein komplettes Halbjahr lang, fand uneingeschränkter Präsenzunterricht statt!" Am 30. Januar 2021 um 17:46 von summherum

*

Wo genau war es so?
Sind Ihre Kinder wirklich normal jeden Tag in die Schule gegangen?
Hier jedenfalls war es nicht so.

(Kann aber an unterschiedlichen Bundesländern liegen.)

Der Sport und die Hobbies

Der Sport und die Hobbies fehlen den Kindern auch sehr. Falsche Bescheidenheit, sich nur offene Schulen und Kitas zu wünschen.

@Anna-Elisabeth

"@17:23 von germandragon
//Das größte Problem sind die älteren Menschen vor allem in Alters- oder Pflegeheimen.//

Ja, weg damit. Oder schließt sie wenigstens ein.

//Wenn Läuse im Kindergarten auftreten schließen wir ja auch nicht die Altersheime.//

Ich wusste noch gar nicht, dass Läuse über Aerosole übertragen werden". Am 30. Januar 2021 um 17:48 von Anna-Elisabeth

*

Die Anwohner der Altersheime sind sicher nicht so mobil, dass sie die Aerosole in den Schulen einatmen könnten.

In den Projekten der Schulen vor Corona gingen immer die Kinder in die Altersheime, nicht die Senioren in die Schulen.

@qpqr27

"Todesgefahren für Ü80ziger.... sind real - Verhaltensauffälligkeiten von Kindern subjektiv - da sollte klar sein wo die Prioritäten liegen müssen" Am 30. Januar 2021 um 17:51 von qpqr27

*

Ja, immer diese Kinderärzte mit ihren subjektiven Diagnosen.

Kopfschütteln

@RobertSchnecke

Könnte es vielleicht sein, dass die doppelt so hohe Inzidenz mit den geöffneten Schulen zusammen hängt?

Nicht nur Schulöffnungen entlasten Familien

Jedem ist bewusst, dass die aktuellen Maßnahmen Familien (Eltern und Kinder) sehr belasten. In dieser Situation ist es sehr eindimensional, nur Schulöffnungen als Entlastung in Betracht zu ziehen.

Mir als Mutter und meinen zwei Kindern würde es sehr helfen, wenn z. B. Sportvereine wieder Angebote an der frischen Luft machen dürften, was unter Infektionsschutzgesichtspunkten sicher sehr viel unbedenklicher möglich wäre als Schulunterricht mit den entsprechenden Schulwegen.

Das wären zwei bis drei Nachmittage Pause von 24/7-Verantwortung für Bildung/gesundes Essen/gesunder Medienkonsument/genug Bewegung und frische Luft....

Stattdessen ein bis zwei Stunden, in denen ich ungestört arbeiten, endlich einmal etwas zu Ende bringen könnte.

Danach im besten Falle einmal ausgepowerte glückliche Kinder, die auf eine gut gelaunte Mutter treffen.

Wenn man die Schulen nicht öffnen kann, sollte man unbedingt überlegen, was man stattdessen zur Entlastung der Familien ermöglichen könnte!

17:48 von Anna-Elisabeth

Es ist leider so, daß manche nicht wissen was sie von sich geben.
Meine Frau und ich lasen heute zum Frühstück wie immer unsere Zeitung. Plötzlich rollten bei meiner Frau die Tränen. Auf Nachfrage reichte sie mir ihren Zeitungsteil und ich mußte mannhaft gegen die Tränen kämpfen. Ein 59 jähriger Polizist mit einigen Vorerkrankungen bekam Corona und wußte, daß er das nicht überleben würde. Bei ihren letzten Besuch sagte er zu ihr:„ und gib unseren Kater einen Kuß von mir". In der Nacht kam dann der niederschmettende Anruf. Gut, das war jetzt eine Kurzfassung aus der Magdeburger Volksstimme, aber ich werde diese Geschichte nicht mehr los.

@ germandragon - Problem? Läuse?

Ich wünsche Ihnen sehr, dass Sie nicht irgendwann "zum größten Problem" werden. So viel Respektlosigkeit, Oberflächlichkeit und Menschenverachtung lässt mich schaudern.
Und: Läuse im Kindergarten vergleichen Sie mit einer Pandemie, die Millionen Menschen das Leben kostet?
Hoffentlich gibt es nicht so viele deutsche Drachen!

@17:47 von WirSindLegion

das kümmert das Virus wenig. Oder wollen Sie für dessen Ausbreitung andere verantwortlich machen? Oder sind Sie gar einer der Ignoranten, die demonstrieren gehen?

Zunahme von Magersucht unter Kindern und Jugendlichen

Der Chefarzt der örtlichen Kinder- und Jugendpsychiatrie spricht in einem Interview (NOZ) von einer Zunahme der anorektischen PatientInnen um etwas mehr als 50 Prozent. Das beginne bei elf bis zwölfjährigen. Das könne mit dem höheren Kontrollbedürfnis der Kinder und Jugendlichen zu tun haben, da die Tagesstrukturen weggebrochen wären.

Und - als Vorwegnahme der kommenden Anwürfe - ich bezweifele, dass die Entwicklung einer Magersucht unbedingt auf das Elternhaus zurückzuführen ist.

17:46 von summherum

Mit der Peergroup nennen Sie das Wesentliche auch von Schule. Der Stoff ist nicht so wichtig, es geht um die sozialen Kompetenzen, den Austausch und Interaktion mit Gleichaltrigen.
Sport und Hobbys in der Form stehen längst nicht allen Kindern zur Verfügung. Als Lehrerin sollte man wissen, wie die (auch finanziellen) Verhältnisse in vielen Familien sind. Es wohnen nicht alle im chicen Einfamilienhäuschen zwischen Waldrand und Spielplatz und die Kinder gehen zum Klavier, Fußball oder Voltigieren.
Kinder, die mit (oft nur einem) Eltern(teil) mit zwei Geschwistern auf 60m² in der Innenstadt leben und von derartigen Hobbys nur träumen können, haben in der Hinsicht nichts anderes als die Schule.

@17.17 skydiver Zufriedenheit

Diese Studie erscheint in der Tat fragwürdig, ob sie repräsentativ ist ?
Welche Eltern, welche Schülerklassen, freiwillig oder bestimmter Kreis?

Selbst der Bericht deutet an, dass Kinder verhaltensauffällig werden. Es erscheint höchst suspekt angesichts der Situation, dass es in der Tat auch meines Wissens kaum Eltern gibt, die nicht am Rande der Verzweiflung stehen.

Homeschooling klappt nirgendwo richtig gut, darüber gibt es zahllose Berichte, die stets gut getroffen erscheinen. Vermutliche Ausnahmen bestätigen die Regel.

Die Situation ist für Eltern, Kinder, selbst Lehrer unmöglich. Wobei die Hauptlast auf den Eltern liegt, Kinder wünschen sich oft lieber wieder Schule zurück. Lehrer ebenso.

Wer das abtut, nach dem Motto schöne tolle Zeit zuhause, dürfte die Situation mehr als fehl einschätzen.

@tobias2010 17:26

„.. Kinder stecken sich nachweislich seltener an Covid an, erkranken seltener und tragen die Krankheit nicht so weiter wie Erwachsene. ...“
Keineswegs „nachweislich“ belegt.

Nachweislich belegt ist aber die grundsätzliche Ungleichheit von sozialer und wirtschaftlicher Lebenssituation. Das ist die Lupenerkenntnis aus der Pandemie.
Und diese Menschen trifft es, Junge wie Alte.

@LadyLadybug

" Besser als jetzt nach einer vorschnellen Lockerung zu schreien wäre es, schon jetzt Förderkonzepte für den Anschluss an die Pandemie zu überlegen" Am 30. Januar 2021 um 18:06 von LadyLadybug

*

Sie sind wirklich süß (ehrlich gemeint).

Aber schon vor Corona fehlte es an Konzepten und Sozialarbeitern an den Schulen.
Sonst gebe es nicht solche Bezeichnung wie "Brennpunkteschule".

@17:27 von Silverfuxx

//Nachvollziehbar in einer Welt der alten Leute, denen längst das Verständnis für alles außerhalb ihrer Realität abhanden gekommen ist.//

Reden Sie da gerade von sich? Es gibt nämlich auch so etwas wie ein geistiges Alter. Bei manchen Individuen ist das deutlich höher als das rein physische Alter. Umgekehrt gibt es das übrigens auch. Letzteres legen Ihre heutigen Kommentar allerdings nicht nahe.

Damit wäre dann ja wohl eine Diskussion beendet

Nämlich die, dass man es den Familien auf Kosten der Steuerzahler ermöglichen muss, dass die Mutter zu hause bleiben kann, um sich dort im die Kinder zu kümmern.

Wie man sieht, werden Kinder verhaltensauffällig, wenn sie auch nur einige Wochen im Jahr mit der Familie zusammen sind.

Da sollte man dann doch eher über eine KITA-Pflicht nachdenken. Da wären die Steuergelder dann gut angelegt.

Elternpflicht u Lehrerpflicht

Jetzt sollen wieder die Lehrer* in die Bresche springen und sich dem Infektionsrisiko aussetzten. Warum können sich Eltern nicht nachmittags mit ihren Kindern beschäftigen? Warum können Kinder nachmittags keinen Freund treffen? Der Vormittag, teilweise auch Nachmittag, ist übrigens mit Distanzunterricht belegt, der wie in der Schule nach Stundenplan läuft.
Auch muss man fragen, seit wann die Inzidenzen sinken. Nämlich seit der Umstellung von Präsenz- auf Distanzunterricht.

17:23 von germandragon

«Wenn Läuse im Kindergarten auftreten schließen wir ja auch nicht die Altersheime.»

Wegen Haarbefall mit diesen lästigen, aber ungefählichen Kinderläusen muss auch niemand auf die Intensivstation im Hospital mit Beatmung. Ich hatte die auch mal vor ein paar Jahren von meiner Nichte aus dem Kindergarten mitgebracht. Nervig + doof.

Beim Zu-Viel-Zuhause-Sein scheinen manche auch die verstaubten Kisten auf dem Speicher beim Aufräumen wieder auszumotten, wo die vor 100 Jahren verstorbenen Vergleiche ruhen.

«Durch die Schulschließungen helfen wir denen [älteren Menschen] kaum, richten aber einen immensen Schaden bei den Kindern an …»

Natürlich ist das mit den Schulen ein komplex-schwieriges Thema.
Mir wäre es einerseits auch angenehmer, sie wären nicht geschlossen.
Angenehmer im Sinn der Kinder, die so gut wie gar keine Lobby haben.

Andererseits ist es schwierig, mögl. ungefährlich Präsenz-Schule zu erhalten. Besonders geschickt stellen sich Kultusministerien bisher nicht an.

@ Mäckie Messer

"Die Kristallkugel der niedergelassenen Ärzte
möchte ich auch mal haben. Der sogenannte Lockdown, in dem bis zu 30% der Kinder trotzdem in die Schulen gehen, ist gerade mal drei Wochen alt, da können sie schon schlimmste Folgen diagnostizieren. Warum passiert sowas in sechs Wochen Sommerferien nie" Am 30. Januar 2021 um 18:25 von Mäckie Messer

*

Die "Kristallkugel" der Ärzte ist dieselbe wie die der Virologen: solide Ausbildung in ihrem Beruf.

Was Ferien angeht:

Vor Corona : Kinos, Schwimmbad, Freibad, Ausflüge, Familienbesuche, Sportwochen im Verein, Übernachtungspartys, Ferienfreizeit mit Erlebnissen (ob nur tagsüber oder 1-2 Wochen wegfahren) usw.

Nach Corona: nichts

Da ja mittlerweile bestimmt

Da ja mittlerweile bestimmt alle Schulen mit professionellen Luftfiltergeräten ausgerüstet sein werden, ist es gar kein Problem die Schulen zu öffnen.
Schlimm mer aber ist, dass es auch ohne Corona eine Menge an Kindern gibt, die Verhaltensauffälligkeiten aufweisen. Und ca 50.000 Kinder bzw Jugendliche verlassen jedes Jahr unsere Schulen ohne Abschluss. Auch ganz ohne Corona.
Viele von denen waren ihr ganzes Leben Verhaltensauffällig.
Aber das war und ist egal.
Auch dass die Möglichkeiten von Kindern definitiv vom Elternhaus abhängen und somit viele Kinder kaum jemals eine Chance auf ein gutes Leben haben werden, hat nie zu größeren Maßnahmen geführt.
Aber der Lockdown für die Schulen ist jetzt besonders schlimm?
Mehr Lehrer, neue Konzepte, bessere Schulen, das ist schon lange dringend notwendig.

@Plexperte, 18:01

Jetzt stellt sich nur die Frage, welche Menschenleben wertvoller sind?
Die, die noch ihr Arbeitsleben vor sich haben und die Wirtschaft in Zukunft am Laufen halten, oder die, die am Bruttosozialprodukt nichts mehr beisteuern können.
Um es vorweg zu nehmen, es ist nur ein Gedankenspiel.

Den letzten Satz hätten Sie sich sparen können, er verbirgt kein bißchen, dass Sie hier eine ganz ekelhafte Abwägung von "wertvollen" und "wertlosen" Menschenleben vorschlagen.
Ich nehme stark an, Sie gehören zu der Gruppe der Wertvollen (oder jener, die Sie für wertvoll halten).

Verwunderung

Ich bin gerade etwas verwundert. Schlafen die Schüler nach durchgezockten Nächten in der Schule ein bzw. „brechen zusammen“ (Übelkeit, Kopfschmerzen, dehydriert), ruft man erst oftmals vergebens die Eltern an. Ich habe auch noch nicht gehört, dass sie dann im Krankenhaus gelandet sind.
Und dann noch eine kleine Anregung an alle besorgten Eltern, ich kann das gut nachvollziehen, gehöre selber dazu. Nach milden Verläufen zeigen sich bei immer mehr Patienten schwere Langzeitfolgen, aber das wird ja dann wohl für Kinder nicht gelten, oder. Weil wenn einer mit 20 dann an einer nichterkannten Herzmuskelentzündung verstirbt, dann kann das sicher keinen treffen, der jünger ist. Das Virus ist ja intelligent genug, um zu wissen, dass es das bei Kinder/Jugendlichen nicht auslösen darf.

Ich denke

Man sollte die Schule und Kitas spätestens Mitte Februar wieder öffnen damit die Kinder nicht den Anschluss am normalen Tagesablauf verlernen. Masken für Kinder gibt es ja auch schon und die sollten auch getragen werden,m.M.

18:08 von Christian Rol

Die Jüngsten hat noch nie eine Krabbelgruppe besucht oder konnte mal zum Babyschwimmen. Der ältesten vermisst seine Freunde und weint ständig.

Dann organisieren Sie bitte regelmäßige Treffen mit jeweils einem anderen Kind mal für die Jüngste, mal für den Älteren. Das ist wichtig für Ihre Kinder, obliegt aber Ihrer Initiative.

Wir als Eltern bekommen deswegen auch schon Depressionen. Nicht, weil die Kinder anstrengend sind, sondern weil die Kinder soviel verpassen und uns diese Zeit niemand zurückgeben wird.

Die Situation ist für alle fordernd und für viele in unterschiedlichen Lebenslagen deprimierend.

Und das alles für die Alten, die ihr Leben leben dürften.

Und hier kann ich Ihnen nicht mehr folgen. Haben Sie selbst keine Eltern bzw. Großeltern? Sind diese Ihnen so wenig wert? Auch Sie und Ihre Kinder werden irgendwann älter.

Für mich ist keine Altersgruppe mehr oder weniger wert !

@Anna-Elisabeth

Was die Wirkung von Corona, bzw. der Berichtungerstattung darüber und die Reaktion mancher Leute darauf angeht, gebe ich Ihnen Recht. Tatsächlich entpuppen sich so manche, von denen man das nie gedacht hätte, als -zumindest bei dem Thema- bemerkenswert unreflektiert und unkritisch.
Und werden bisweilen sogar unfair.
Aber ich glaube, bei manchen von denen kann man das mit dem Alter entschuldigen. Wäre ich dreißig Jahre älter, hätte ich vielleicht auch eine andere Wahrnehmung. Zumal man sich der Wirkung der bewusst gewählten fetten Schlagzeilen ja auch nicht entziehen kann. Aber man könnte zumindest ab und zu zwischen denen lesen oder die wirklichen Inhalte rausfiltern. Passiert aber schon seit letztem Frühjahr kaum.

@18:15 von rossundreiter @frosthorn, 17:39

//Der zentrale Unterschied zwischen Freiwilligkeit und Zwang scheint in dieser Gesellschaft völlig verloren gegangen zu sein.//

Wir hätten vermutlich weit weniger Probleme mit Corona, wenn das mit der freiwilligen Rücksichtnahme in den vergangenen Monaten funktioniert hätte. Stattdessen hackt man jetzt in höchst unanständiger Manier auf den Schwächsten der Gesellschaft herum.
Wenn man dann noch hört, was Besucher in Altenheimen für ein unverschämtes Theater machen, nur, weil sie einen MNS tragen sollen, verschlägt es mir die Sprache. Die Alten sind nicht schuld an der schwierigen Situation in vielen Familien.
Was für eine erbärmliche Gesellschaft!

@frosthorn 17:39

Wie sagte noch Robert Lemke:

"Manche erlangen die mittlere Reife.......

.....und behalten sie ihr Leben lang".

Man soll ja nicht von sich auf Andere schließen, aber mir hätte der Lockdown vor 55 Jahren überhaupt nichts ausgemacht. Außer in Chemie und Radiobasteln hab ich praktisch nur herumgetrant. D war damals für mich der Nordausleger des Imperium Romanum mit Duck'schem Geldspeicher. Was genau dem Sachstand meiner Comic-Kenntnisse entsprach und was ich als ausreichend erachtete. Selbst seitens der BS gab es da anfänglich noch scharfe Rückmeldungen in der Firma und endlose Litaneien in der Folge. Trotzdem was raus geworden.

@Wohlergehen

"@ germandragon - [..
] Läuse im Kindergarten vergleichen Sie mit einer Pandemie, die Millionen Menschen das Leben kostet?" Am 30. Januar 2021 um 18:39 von Wohlergehen

*

Wo sind denn in Deutschland Millionen Millionen gestorben, dass man hier die Schulen schließen muss?

Wenn Sie schon die Welt bemühen müssen:
Vor Corona sind weltweit täglich 400 Kinder allein an Masern gestorben, und das trotz Impf-Kampagnen.
Wegen Corona-Maßnahmen sind diese Impf-Kampagnen zum erliegen gekommen.

Ich Frage mich schon, woher die Kapazitäten für die Produktion der Impfstoffe gegen Corona herkommen.

Wir retten keine Menschenleben, jeder rettet nur sein eigenes.
Moralisch überlegen braucht sich keiner zu fühlen.

interessante Sichtweise

"In der Klinik würden Kinder behandelt, die kollabiert seien, weil sie nächtelang am Computer gespielt hätten. 'Wir müssen wirklich die Stimme der Kinder hören', sagte Schneider. In allen Schichten gebe es verwahrloste oder schlecht ernährte Jungen und Mädchen."

...und das alles nur weil die Schulen geschlossen sind...

...oder?

Ach, ich bin übrigens auch Mutter. Bisher dachte ich immer, ICH trage auch ein wenig Verantwortung dafür, dass sich mein Kind gesund ernährt, sich ausreichend an der frischen Luft bewegt und nicht nächtelang durchzockt.

@18:35 von Barbarossa 2 17:48 von Anna-Elisabeth

Danke für Ihren Kommentar. Sie haben ja bemerkt, wie sehr mich dieses Ausmaß an Respekt- und Empathielosigkeit ärgert. Jeder von uns muss sich doch darüber im Klaren sein, dass auch wir ohne die jeweils älteren Generationen gar nicht existieren würden.

18:55 von Mommsel

Da Die bislang noch nichts davon gelesen haben scheint es nun wirklich schlimmer geworden zu sein.

Offensichtlich haben die Schulen eine sehr wichtige Funktion.

@Barbarossa2, 17:47h

"Also dann, was sollen wir tun?"

Schulen und Kindergärten (mit entsprechenden Hygieneauflagen) öffnen, Senioren und Risikopatienten schützen, auf verständliche Art an die Eigenverantwortung apellieren und impfen was das Zeug hält.

@Tada

Wir leben in RLP und hier fand bis exakt drei Tage vor regulärem Beginn der Weihnachtsferien 100% uneingeschränkter Präsenzunterricht statt.

Kinder müssen raus.

"Kein Wunder, wenn sie über Wochen keine anderen Kinder zum Spielen und keine strukturierten Tage mehr haben."

Meine Kinder müssen jeden Tag mindestens einmal raus. Nicht selten treffen sie dort ihre Freunde und spielen mit denen.

Sowas sollte doch allen Kindern möglich sein? Man muss es nur zulassen.

was man hier von Schicksalen liest

mein Töchterlein 17, in der Abi Klasse, hat auch keinen Präsenzunterricht,
mit Freunden treffen is nix, auch nicht mit shoppen, was der Familienkasse zugute kommt
Es gibt keinen Streit (vorher auch schon nicht) auch keine häusliche Gewalt
dass sie jetzt Verhaltensauffällig wäre, ist meiner Frau und mir noch nicht aufgefallen
bin echt etwas erstaunt in welchem Elfenbeinturm meine kleine Familie eigentlich so lebt,
wenn ich von den Problemen höre über die aktuell hier berichtet wird

@ Observare 18.16

Die heute über 80-jährigen Menschen waren auch mal jung und was sie erwartete, war alles andere als eine gute Zukunft.
Die Zukunft der Gesellschaft liegt in jedem Fall darin, wie wir mit ALLEN Menschen weltweit umgehen! Und da sieht es wirklich nicht gut aus - nicht nur bzgl. des Virus.

@Gesunder.Mensch

Ganz meine Meinung: Man muss den Kindern Freiräume schaffen, wenn sie schon nicht zur Kita/Schule dürfen. Sport und Spiel im Freien mit Gleichaltrigen MUSS gefördert werden. Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Es gibt Waldkindergärten schon lange, die anderen Kitas müssten in diese Richtung denken und das wenigstens einmal pro Woche machen. Den Kindern würde das regelmäßige Treffen ihrer Spezln aus der Kita bestimmt gut tun. Unsere Kita hat per Post EIN Ausmahlbild geschickt! EIN BILD!!! Im ersten Lockdown wurde eine Steineschlange vorgeschlagen. Ach wie kreativ. Lasst Euch was einfallen. Vorschläge unsererseits werden sowieso abgelehnt wegen Versicherungsschutz und dergleichen. Einfach lächerlich, dass die Kultusministerkonferenz hier absolut nichts auf die Reihe bringt. Eine Erlaubnis zu solchen Dingen wäre das Mindeste, besser eine Aufforderung dazu. Handeln, liebe Politik, Freiräume schaffen z.B. bei Versicherungsschutzbedenken. IHR macht die Regeln - also macht

@ Maria Muratori

"Ach, ich bin übrigens auch Mutter. Bisher dachte ich immer, ICH trage auch ein wenig Verantwortung" Am 30. Januar 2021 um 18:59 von Maria Muratori

*

Es gibt Jugendliche, die in der Pubertät ihren Eltern völlig entgleiten. Das legt sich zwar wieder, aber bis dahin ist eine wegweisende Umgebung in der Schule wichtig.

Abgesehen davon kennen sich etliche Kinder besser mit der Technik aus, als ihre Eltern.
Erst heute hat mich mein 10-jähriger ausgelacht, weil ich sein Handy vom Internet getrennt habe. 2x tippen von ihm und das Handy war wieder im Internet und er lag fast am Boden vor lachen, weil ich das nicht kapiert habe.

18:45 von Anna-Elisabeth

Ich rede von denen, die Spielplätze und Kitas schließen lassen und Schlitten fahren für Mordversuche halten. Die Party machende Jugendliche ins Gefängnis stecken wollen. Denen, die ihr Leben schon gelebt haben und gesettelt von denen, die es noch vor sich haben, verlangen, auf ihres erstmal zu verzichten. Weil sie Angst vor einer minimalen Gefahr haben, weil sie dies oder das ohnehin nicht leiden können, oder weil ihnen schlicht die Lust oder die Empathie fehlen, sich in die Situation anderer hineinzuversetzen.
Die lieber gut aussehende anstatt sinnvolle Maßnahmen erlassen, die den bequemsten Weg (Sperrung) gehen anstatt Alternativen zu suchen und anzubieten.
Denen, denen es im Grunde egal ist, wie die Lebenswirklichkeit anderer aussieht und die ihre Ansichten für die einzig Wahren halten. Oder die derjenigen, die am lautesten auf sie einreden.

@DerOstbayer, 17:55h

"Der psychologische Aspekt sollte aber nicht der einzige sein. Man kann sich leider zu einfach vieles schlecht aber auch gut Reden."

Nein, natürlich nicht. Aber endlich kommt auch mal ein Psychologe zu Wort. Denn ansonsten hören wir ja nur, neben unserer uneinigen Politprominenz, einen Virologen nach dem Anderen und dazu noch unseren Reichs-Bedenkenträger Karl Lauterbach.

18:14 von Tada

«… und ein Ingenieur ist kein Pädagoge oder Soziologe und beschäftigt sich sonst auch nicht viel mit Kindern.»

Nein … Pädagoge oder Soziologe mit Ausbildung ist der Ingenieur nicht.
"Pädagoge im Selbstversuch" ist jeder, der mit Kindern umgeht. Umgehen muss als Elternteil … oder das ganz einfach gerne macht, weil er / sie Kinder (sehr) mag. Die aus der Verwandtschaft … oder die aus der Nachbarschaft.

"Ingenieure beschäftigen sich nicht viel mit Kindern" … ist eingekochter Mumpitz, der im Einweckglas im Keller vor sich hin schimmelt, weil der Mumpitz schon 100 Jahre lang im Glas hucken muss. Gerade so, als könnten Ingenieure gar keine Kinder zeugen … und Ingenieurinnen gar keine zur Welt bringen.

Ihr Wissen um Ingenieurwesen ist unterirdisch … wie auch das mit "… was zusammenrechen …" zusätzl. düngt. Leider nicht unterirdisch wenigstens mit Phantasie à la Jules Verne.

"Meine Kinder" aus beiden obigen Welten lieben den Ingenieur in mir.
Den mit tollen Ideen für Naturphänomene.

19:05 von summherum

Niedersachsen
Andere Maßnahmen.

@17:51 von qpqr27

//Verhaltensauffälligkeiten von Kindern subjektiv - da sollte klar sein wo die Prioritäten liegen müssen//

Stimmt. Zudem verzeichneten Neurophysiologen und Psychiater schon vor der Pandemie eine deutliche Zunahme von Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen.
Corona mag diese Probleme verschärfen, die Ursachen liegen woanders.
Rein prophylaktisch für eine paar andere User hier: Auch dafür sind die Senioren nicht verantwortlich.

Solidarität nur für die Alten?

Ich will nichts mehr von "Solidarität" hören. Diese Worte beschreiben die Realität falsch. Hauptsächlich Alte werden geschützt, Kinder müssen dafür leiden.

Das hat nichts mit Solidarität zu tun.

18:01 Plexperte

"Jetzt stellt sich nur die Frage, welche Menschenleben wertvoller sind?

Die, die noch ihr Arbeitsleben vor sich haben und die Wirtschaft in Zukunft am Laufen halten,
oder die, die am Bruttosozialprodukt nichts mehr beisteuern können.

Um es vorweg zu nehmen, es ist nur ein Gedankenspiel."

Schon mal mit dem Gedanken gespielt, dass die, die jetzt nichts mehr beisteuern, dieses Land wieder aufgebaut und zu einem reichen Land gemacht haben?

Uiuiui, ich kann nicht ausdrücken, was ich von Ihrem Gedankenspiel halte. Sollte es nicht ernst gemeint sein, bitte kennzeichen.

@ FalkoBahia

Schulen und Kindergärten (mit entsprechenden Hygieneauflagen) öffnen

Mich mundert, dass nicht alle Lehrer:innen in den unbefristeten Streik treten. Dann hätte sich die Öffnungsorgie.

Schulen in Frankreich

Werden hier gern als leuchtendes Beispiel angeführt. Auch dort mehren sich Zweifel, dass die Strategie, sie offen zu lassen, nicht mehr lange weitergeführt werden kann.
Auch in Deutschland wurde zu lange gewartet. In den Sommerferien gab das Ministerium den Plan heraus, dass ab einer Inzidenz von 50 der Wechselunterricht gestartet werden soll. Dies wurde aber später ignoriert. Erst, als der Karren komplett gegen die Wand gefahren war, blieb nur noch die komplette Schließung.
Mit Schulschließungen macht man sich eben keine Freunde. Umso ernster sollte man die Schließungen jetzt nehmen. Mit Sicherheit gibt es dafür gute Gründe.
Wichtig wären verbindliche Standards für die Arbeit der Schulen während der Schließung.

18:42 von Silverfuxx

das Leben ist eben kein Ponyhof ...

bei manchem hätte man als Verantwortlicher zumindest teilweise Eingriffsmöglichkeiten
sie schreiben ja 2 Geschwister daraus resultiert ne beengte Wohnung, ebenso dem Lebenskonzept
andere Dinge muß man eben in Kauf nehmen und das Beste versuchen daraus zu machen

18:08 Christian Rol

"Die Jüngsten hat noch nie eine Krabbelgruppe besucht oder konnte mal zum Babyschwimmen. Der ältesten vermisst seine Freunde und weint ständig.

Wir als Eltern bekommen deswegen auch schon Depressionen. Nicht, weil die Kinder anstrengend sind, sondern weil die Kinder soviel verpassen und uns diese Zeit niemand zurückgeben wird.
Und das alles für die Alten, die ihr Leben leben dürften."

Es wundert mich sehr, dass der letzte Satz durch die Kontrolle ging. Wissen Sie eigentlich, was Sie da sagen? Die Alten haben ihr Leben lang geschuftet und dieses Land nach dem Krieg aufgebaut. Jetzt sind sie nichts mehr wert, weil u.a. Ihr Baby noch nicht in die Kita darf? Immerhin hat es ein Geschwisterkind zum Spielen.

Wissen Sie eigentlich, was Depressionen sind und wie diese sich äußern? Seien Sie dankbar, dass Sie keine haben.

Ich mag behaupten, wir sind

Ich mag behaupten, wir sind eine normale Durchschnittsfamilie, die sich bisher recht gut durchgeschlagen hat.Ich kann allerdings nicht abstreiten, dass die Pandemie und das Krisenmanagement durchaus Spuren auch bei Kindern außerhalb von Brennpunkten hinterlässt. Ich mag gar nicht daran denken, wie es anderen geht. Unser Sohn (6 Jahre) ist mittlerweile so ängstlich geworden, so dass ich manche Tage nicht einmal alleine in den Nebenraum gehen kann , auch Schlafstörungen beobachten wir. Man ist schon beunruhigt, wie sich die Seele der Kinder abstrampelt, mit der Situation klar zu kommen. Die Eltern seines Freundes berichten, dass ihr Sohn nur selten fröhlich ist und auffallend weniger lacht. Das schmerzt, ist aber auch kein Wunder wenn die Eltern sich zerreißen müssen um Job und Familie gerecht zu werden und die Freunde der Kinder fehlen. Bei aller Liebe und viel Lieblingsessen (zum Glück schnell zubereitet) habe ich Angst um das Seelenwohl der Kleinsten unserer Gesellschaft

18:49 von schabernack

Natürlich ist das mit den Schulen ein komplex-schwieriges Thema.
Mir wäre es einerseits auch angenehmer, sie wären nicht geschlossen.
Angenehmer im Sinn der Kinder, die so gut wie gar keine Lobby haben.

Bedaure außerordentlich wie wenig Verständnis hier im Forum für andere Lebenslagen zu entdecken ist. Insbesondere diese starke Kluft zwischen Jüngeren und Älteren. In meinem Umfeld sieht das glücklicherweise anders aus. Auch bei Ihnen.

Andererseits ist es schwierig, mögl. ungefährlich Präsenz-Schule zu erhalten. Besonders geschickt stellen sich Kultusministerien bisher nicht an.

Für niedersächsische GrundschülerInnen läuft seit den Weihnachtsferien Schule im Wechselmodell.

(Korrektur)

19:05 von FalkoBahia

Die Nachkriegsgeneration entstammt meist aus kinderreichen Familien. Die Mutter zu hause mit 6- 8 Kindern, Essen Wäsche u.s.w.. Und es wurde bewerkstelligt. Diese Generation, ohne Kindergarten und gedöns, hat Deutschland wieder aufgebaut. Und jetzt ist man der Situation , wenn die Kinder zu hause sind, nicht mehr gewachsen?

Kollabiert?

In der Klinik würden Kinder behandelt, die kollabiert seien, weil sie nächtelang am Computer gespielt hätten. 'Wir müssen wirklich die Stimme der Kinder hören', sagte Schneider. In allen Schichten gebe es verwahrloste oder schlecht ernährte Jungen und Mädchen.

Das finde ich seltsam. Die Eltern bringen ihre Kinder nur deshalb nicht ins Bett, weil morgens keine Schule ist? Strange.

@zyklop - Smartphones sind schädlicher als der Lockdown

17:10 von zyklop:
"Auffälligkeiten bei Kindern sind ja wohl auch schon durch andere Dinge hervorgerufen oder verstärkt worden, z.B. auch durch Computerspiele, extensive Nutzung elektronischer Medien usw."

Das ist absolut richtig.
Das Suchtpotential von Tablet und Smartphone ist für die Kinder sehr groß und für Eltern gibt es keine bequemere Möglichkeit, als ihre Kinder damit ruhigzustellen. Die Kinder verlieren das Interesse am freien Spiel und der Bewegungsmangel entlädt sich in Aggressionen.

Der Lockdown bestärkt diese Entwicklung, ist aber nicht dessen Ursache.

18:16 Observare

"Die Zukunft der Gesellschaft liegt aber in jedem Falle bei denen, die jetzt Kinder oder Jugendliche sind und eben nicht bei den Ü 80-Gruppen.
Daran wird sich orientieren müssen, wie wir mit diesen Menschen umgehen werden."

Wer muss sich daran orientieren? Wie wir wie? mit "diesen Menschen" umgehen werden. "Diese Menschen" sind Ihre/meine/unsere Eltern und Großeltern, die uns zu den Menschen gemacht haben, die wir sind, die ihre Enkel unterstützen und gehütet haben. Aber jetzt sind sie zu nix mehr nutze ....

Über manche Kommentare hier könnte ich schreien.

Hat schon mal jemand an einer Bushaltestelle gestanden und beobachtet wie die Schulkinder aussteigen? Maske ab, kein Abstand mehr. Und da gibt es zu vielen anderen Menschen keinen Unterschied.

Schulöffnung jetzt

Die Schulen müssen (!) umgehend wieder geöffnet werden. Wir zerstören die Zukunft unserer Gesellschaft.

Die Eltern sind zufrieden mit Homeschooling

so sagt eine Umfrage.
Wer hat da wen gezielt befragt?
Ich kenne aus meinem Bekanntenkreis - Lehrer u.a. - keinen einzigen, der damit zufrieden ist.
Das Niveau ist rapide gesunken. Kinder aus einem sog. Bildungsnahen Haushalt haben noch die Chance, zu Hause vieles ausgleichen zu können, was jetzt nicht gelehrt werden kann. Kinder aus Bildungsfernen Haushalten, Migrantenkinder, Flüchtlingskinder gehen total den Bach runter, schon allein, weil das technische KnowHow fehlt. Nicht alle Schulen, besonders die in Problemgebieten, sind technisch gut ausgestattet.
Die Kinder haben jetzt ein Jahr verloren - wieviel sollen sie noch verlieren?
Sport in Sportvereinen fehlt, das ganz normale Auspowern fehlt. Wir ziehen eine Generation von psychisch und physisch kranken Kindern heran und wundern uns dann in 10 Jahren, wieso Deutschland auf internationalem Gebiet immer mehr an Boden verliert. Der Zustand der Schulen war schon vorher oft katastrophal - jetzt mit Corona geht die Bildung ganz verloren.

@19:05 von FalkoBahia @Barbarossa2, 17:47h

//...auf verständliche Art an die Eigenverantwortung apellieren//

Hat bisher ja prima funktioniert. Meinen Sie wirklich, dass man die Appelle noch verständlicher formulieren kann?

Ja: Impfen und beten - zu wem oder was auch immer.

Zu der Risikogruppe möchte ich auch jetzt wieder anmerken:

Viele Ärzte und KrankenpflergerInnen gehören ebenfalls in diese Gruppe, ebenso ist es in allen anderen systemrelevanten Berufen, auch bei Erziehern und Lehrern. Die können sich aber nicht einfach aus dem Arbeitsleben ausklinken.

geheuchelt

"Der Dank der Kanzlerin an die Familien ist genau so geheuchelt wie der Dank an die Krankenpfleger und Verkäufer. "

Leider muss ich zustimmen. Deshalb von mir: Vielen Dank liebe Verkäufer(innen) im Supermarkt, vielen Dank liebe Krankenschwestern und -pfleger und lieben Dank an alle die sich um Kinder kümmern: Mutter, Vater, Tante, Onkel, Oma, Opa, Nachbarn usw. Vielen Dank. Behalten Sie die Nerven. Auch diese Pandemie geht vorbei, so wie jede andere Pandemie zuvor!

18:56 von Kaneel / 18:08 von Christian Rol

Womöglich sollte man die Ü80jährige selbst fragen, was sie von Schulschließungen halten, die angeblich ihrem Schutz dienen.

Zumindest in meiner Familie seht das kein Senior gerne. Aber da geht es auch um ihre eigenen Enkeln.

[Bei uns in der Familie stirbt man entweder mit 60 an Krebs (oder auch früher) oder dann mit Ü90 an Altersschwäche.]

@ Kaneel

"Für niedersächsische Kinder läuft seit den Weihnachtsferien Schule im Wechselmodell." Am 30. Januar 2021 um 19:18 von Kaneel

*

Nein!
Nur für Grundschüler!

Gehen Mitarbeiter der Jugendämter z.Zt. überhaupt in Familien

In unserer Region in Südbaden fällt auf, dass weniger Kinder zur Zeit in Obhut genommen werden. Auffälligkeiten werden häufig in der Schule oder in der Kita bemerkt. Das fällt aktuell weg. Der berechtigte Schutz der Mitarbeitenden der Sozialdienste führt vermutlich zu weniger Hausbesuchen. Ob das verantwortlich ist?
Grundsätzlich nehme ich wahr, dass die Politik versucht, die Pandemie gut zu managen - hinterher ist man immer schlauer - und hat hoffentlich etwas gelernt. Der Blick in die anderen Länder zeigt m.E. dass es keinen Königsweg gibt.

Riss durch die Gesellschaft

Glückwunsch für alle LehrerInnen die davon ausgehen, dass das homeschooling gut funktioniert. Vielleicht lohnt es sich mal bei den Eltern mit Schulkindern nachzufragen, die weiter vor Ort arbeiten, z.B. in den Krankenhäusern oder Pflegeheimen. Die dann auf Tagesstruktur und Pausen ihrer Kinder achten sollen, während ihre Kinder allein zu Hause sind, da sie ab 12 Jahren kein Recht auf Notbetreuung mehr haben. Die Realität sieht gerade für diese auch so systemrelevanten Berufe anders aus als für die privilegierte home-office Gesellschaft. Diese home office Gesellschaft aber legt fest, welche Bildungschancen meine Kinder haben werden. Man könnte die vulnerablen Gruppen mit effektiven Masken und Tests und einer konsequenten Kontaktverfolgung schützen. Unterricht an Schulen kann auch mit FFP2 Masken problemlos erfolgen, wenn man sie den ganzen Tag trägt. Das machen wir im Krankenhaus seit Monaten.

um 19:07 von Sisyphos3

Ihr Beitrag basiert auf genau derselben Logik, die auch die Corona-Leugner anwenden:

"Was ich nicht selbst erlebe und auch in meinem Bekanntenkreis nicht sehe, das gibt es gar nicht!"

Je eine(r) von 1.500 Deutschen ist mittlerweile an den Folgen von Covid19 gestorben. Das heißt, den meisten von uns geht es so wie mir: sie kannten keines der Opfer persönlich.

Zum Glück verleitet das nur wenige, zu dem Schluss zu kommen, dass das alles gar nicht stimmt.
_

@ Christian Rol

"Und das alles für die Alten, die ihr Lebn leben dürften."

Dürften sie, wenn Menschen wie Sie es Ihnen nicht absprechen würden.
Wenn Sie nicht in der Lage sind, Ihr weinendes Kind zu trösten bzw. ihm die notwendige Unterstützung zu geben, würde ich Ihnen empfehlen, sich Hilfe zu holen - bei Fachpersonal. Evtl. hilft aber schon ein älterer oder sogar alter, erfahrener Mensch!

Schon erstaunlich, dass

Erwachsene das Honeschooling so befürworten. De facto sind die Schüler von Woche zu Woche weniger motiviert dabei. Verstehe ich gut: warum sollte ich mich als Schüler anstrengen für das unerreichbare Ziel der Rückkehr zur echten Schule? Die Zahlen sinken, trotzdem sind schon wieder Verschärfungen im Gespräch.
Ich habe mal gelernt, dass Belohnung ein gutes Motivationsziel ist - kann das mal jemand den Politikern sagen? Aktuell folgt auf Zusammenreißen weitere Verschärfung: Zuhause bleiben, trotzdem Noten, Faschingsferien fallen aus, neue Mutation, weiter zuhause bleiben. Die Impfkampagne bringt uns auch nicht voran, selbst im Idealfall wären erst in 4 Jahren 20% geimpft.
Wo ist denn da die Perspektive für Jugendliche? Wozu soll ich einen Abschluss machen, wenn ich die nächsten Jahre sowieso zuhause bleiben muss?
Wer jetzt schon älter ist, hat alles erlebt/ erreicht, worauf Jugendliche jetzt verzichten müssen.

@Huhn

"Die Alten haben ihr Leben lang geschuftet und dieses Land nach dem Krieg aufgebaut." Am 30. Januar 2021 um 19:17 von Huhn

*

Der Marshall-Plan hat das Land aufgebaut.
Und der wurde von Leuten entworfen, die durchgehend ohne Krieg und ohne Unterbrechungen die Schule besuchen dürften.

Plattitüden

Merkel sollte sich ihre Plattitüden sparen und Verantwortung für die Versäumnisse im Sommer und das Impfdesaster übernehmen. Zum Glück gibt es auch viele vernünftige Eltern, die ihre Kinder mit anderen Kindern zusammenbringen, draußen wie drinnen

18:35 von Barbarossa 2

«Es ist leider so, daß manche nicht wissen was sie von sich geben.
Meine Frau und ich lasen heute zum Frühstück wie immer unsere Zeitung. Plötzlich rollten bei meiner Frau die Tränen … aber ich werde diese Geschichte nicht mehr los.»

Sie haben sich Empathie bewahrt.
Dies ist gerade in der Corona-Situation ein unschätzbarer Wert.

Nur so kann es einer Gesellschaft in Gemeinsinn überhaupt gelingen.
Dass die Situation für alle wieder zum Besseren wird.

Für alle im Alter zw. eben erst zur Welt gekommen … und 111 Jahren.

@ Anna-Elisabeth 18.45

Vielen Dank! 100 Punkte! Sie haben das sehr treffend ausgedrückt - hätte ich nicht so hinbekommen.

Seht endlich die Schäden bei den Kindern

Ja wir brauchen Maßnahmen um dieses Virus einzudämmen. Aber seht endlich die Schäden, die diese Maßnahmen anrichten, auch bei unseren Kindern. Ja es gibt viele Familien, die das gut oder noch so einigermaßen wegstecken. Aber es gibt auch einige, bei denen dies nicht so ist. Aus den verschiedensten Gründen. Selbst verantwortet (von den Eltern) oder nicht. Dem, bei dem es gut läuft, seid froh!
Ich bin heilfroh, dass hier in BW die Kindergärten/Schulen für geistig Behinderte offen sind. Im Frühjahr musste mein Kind erst massiv gesteigerte Autoaggressionen entwickeln, bevor nach Unmengen Bürokratie er in die Notbetreuung durfte. Die von einigen als zu locker angesehenen Regeln der (Not-)betreuuung sind das Ventil, das momentan viel abfängt.

@ Barbarossa 2

"Die Nachkriegsgeneration entstammt meist aus kinderreichen Familien. Die Mutter zu hause mit 6- 8 Kindern, Essen Wäsche u.s.w.. Und es wurde bewerkstelligt. " Am 30. Januar 2021 um 19:18 von Barbarossa 2

*

Ja super wurde alles bewerkstellig!

Der ganze Kindermissbrauch wurde gesellschaftliche durchgehend ignoriert oder gar geduldet, "schwierige" Kinder grün und blau geschlagen und in Erziehungsheime gesteckt und da weiterhin geschlagen.

War aber alles "super" und keiner war überfordert.

Meine Güte! "Früher war alles besser", nicht war?

Maßnahmen oft wirkungslos und unsinnig.

@17:15 von DerOstbayer
Die Trainer des Fußballvereins unseres Nachwuchses hatten ein komplett durchdachtes Konzept entwickelt, Einzeltraining, Abstände etc. Sogar von anderen Vereinen angefordert.
Dann kam aber das totale Fußballverbot. Außer den Profis wieder.

Ähnlich: Blumenverkauf, sogar Kleidung, im Großmarkt möglich. Der Einzelhändler, auch mit teilweise soliderem, weil besser überprüfbarem Konzept darf nichts verkaufen.

Am Anfang in Bayern: Der einsame Leser auf der Parkbank wurde von der Polizei vertrieben.
Tischtennisspielen im Freien mit Familienangehörigen verboten, es sei denn man hat seinen privaten Park, Garten etc.

@19:11 von schabernack 18:14 von Tada

Ich möchte mich Ihren Ausführungen anschließen.

//"Pädagoge im Selbstversuch" ist jeder, der mit Kindern umgeht.//

Das haben Sie wunderbar gesagt. Übrigens ist die Mutter von "Jojo" (habe weiter oben von ihm erzählt) Ingenieurin und Papa ist IT-Fachmann (weiß nicht genau was).

@ Artemisia annua

...99,78% unserer Bevölkerung sind derzeit nicht davon betroffen...

Es gibt Länder, da sind nur 99% davon nicht betroffen und dort verbarrikadieren sich die Krankenhäuser.

auch geheuchelt?

@ Paul Falke:
Der Dank der Kanzlerin an die Familien ist genau so geheuchelt wie der Dank an die Krankenpfleger und Verkäufer.
Leider muss ich zustimmen. Deshalb von mir: Vielen Dank liebe Verkäufer(innen) im Supermarkt, vielen Dank liebe Krankenschwestern und ...

Und woran erkenne ich, dass das, was Sie sagen, jetzt nicht geheuchelt ist?

@18:59 von Maria Muratori

//"In der Klinik würden Kinder behandelt, die kollabiert seien, weil sie nächtelang am Computer gespielt hätten. 'Wir müssen wirklich die Stimme der Kinder hören', sagte Schneider. In allen Schichten gebe es verwahrloste oder schlecht ernährte Jungen und Mädchen."

...und das alles nur weil die Schulen geschlossen sind...

...oder?//

Das hat mit auch die Sprache verschlagen. Mein Vater wusste, dass wir abends gerne im Bett noch gelesen haben. Er ist dann in den Garten und hat gerufen: "Macht ihr da oben jetzt endlich mal das Licht aus?" Wir haben gewusst, dass er das erneut kontrollieren würde und waren dann auch meistens 'brav'.

@Sisyphos3

Hier geht es um Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern. Sie schreiben es aber ja selbst: Ihre Tochter ist bereits fast volljährig...

Noch dazu schreiben Sie, sie wäre Abiturientin. Somit wird sie dadurch bekanntlich auf selbständiges Lernen im Studium vorbereitet. Dass Sie sie dann jetzt nicht mehr intensiv im Homeschooling betreuen müssen, liegt auf der Hand.

Aber erinnern Sie sich doch mal an die Zeit, als sie noch klein und betreuungsintensiver war. Das hilft vielleicht beim Perspektivwechsel, um die Situation anderer nachempfinden zu können.

@Tada 18:52

„... Vor Corona : Kinos, Schwimmbad, Freibad, Ausflüge, Familienbesuche, Sportwochen im Verein, Übernachtungspartys, Ferienfreizeit mit Erlebnissen (ob nur tagsüber oder 1-2 Wochen wegfahren) usw. ...“

Für die Kinder, die die obigen Beschäftigungen pflegten, gibt es das auch wieder nach Corona. Kinder haben die Eigenschaft noch jung zu sein.

Für etliche Kinder: Vor Corona fast nichts davon, nach Corona fast nichts davon.

Übrigens: In meiner Jugend hatten ich (und viele andere) auch ohne Corona fast nichts von obiger Freizeitgestaltung, es gab nämlich wenig Geld und wenig Freizeit aber viel Verantwortung.

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