Kommentare - Bayer wegen Agent Orange in Frankreich vor Gericht

26. Januar 2021 - 17:33 Uhr

Monsanto wird für Bayer nun auch in Frankreich zum Problem. Dort klagt eine 78-Jährige gegen die Hersteller des giftigen Entlaubungsmittels Agent Orange, das im Vietnam-Krieg eingesetzt wurde.

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Kommentare

Die Opfer einer Übernahme.

Es ist unbegreiflich das Monsanto nicht vor der Übernahme durch Bayer zur Rechenschaft für die Kriegsverbrechen in Vietnam vor einem amerikanischen Gericht zitiert worden ist. Es gibt wohl sehr verschiedene Beurteilungen .
Das die deutsche Firma Bayer nun zur Verantwortung genommen für amerikanische Kriegsverbrechen ist problematisch. In Grunde genommen wird sie bestraft für ihre grenzenlose Dummheit. Insbesondere werden die Mitarbeiter und die viele Kleinaktionäre darunter zu leiden haben. Bayer wird zunehmend ein Übernahmeopfer.

Völkerrechtlich nicht zu beanstanden

Die südvietnamesische Regierung hat die USA zu Hilfe gerufen und um den Einsatz dieser Mittel gebeten. Völkerrechtlich ist das Eingreifen der USA also nicht zu beanstanden. Und Bayer ist im Nachhinein sicherlich auch nicht für irgend etwas verantwortlich zu machen, denn der deutsche Konzern hatte damals beim Einsatz von Agent Orange noch keinerlei Mitsprache.

@schwer gestört 18:37

Wenn es Pentachlorphenolat-Lauge gewesen wäre hätte man sie hier und anderweitig tonnenweise auf Dachsparren und anderes Gebälk verpinselt. Will sagen, auch aufgrund fehlender Kenntnisse dieser Substanzen und der Nicht-Möglichkeit nach giftigen Beiprodukten zu suchen kam vieles auf den Markt. Die EPA etwa wurde seinerzeit erst von Präsident Nixon gegründet.

@Martin Blank

"Dass Agent Orange eingesetzt werden sollte, um zu töten...."

Agent Orange sollte die dichte Bewaldung des Dschungel entlauben und damit den Feind sichtbar machen.

@ um 18:43 von MartinBlank

„Dafür kann Monsanto nicht belangt werden, oder man müsste jeden Rüstungskonzern verklagen.“
Ja, selbstverständlich. Muß man!
Nicht „müßte“.
Das einer der besten Gedanken zu diesem Thema.
Und sämtliche Politiker die in solche Kriegsverbrechen involviert sind.

Zitat: " die ig farben

Zitat:
" die ig farben existiert nicht mehr"

Falsch - die IG-Farben-AG existiert noch immer!
Deren Aktien werden sogar noch an der Börse gehandelt.
Natürlich ist die Firma nur noch eine leere Hülle - da gibt es keinerlei Produktionskapazität usw.
Aber einige der Aktien-Inhaber träumen von Rückgabe der "ausgelagerten" Firmen (wie z.B. Bayer)

Irre?
Natürlich!
Aber im Kapitalismus nix ungewöhnliches!

@ Am 26. Januar 2021 um 19:11 von Wilhelm Schwebe

>>Am 26. Januar 2021 um 19:11 von Wilhelm Schwebe
18:46 von Sisyphos3

Nein geht natürlcuch nicht. die ig farben existiert nicht mehr. und einer der nachfolger ist in französische hände gekommen. da kann keine klage gegen erhoben werden. ich glaube(ohne wie unsere alleswisser dr. google zu befragen) daß sanofi einer der nachfolger ist<<

Wenn Sie nur glauben würden, anstatt gleichzeitig ein Spitze gegen ihrer ironisch gedachten Meinung nach "alleswisser, die dr. google befragen" nachzuschieben, würde ich ihrem unschuldigen Glauben statt geben und ihn wortlos bestehen lassen.
Aber da Sie sich lustig machen über diejenigen, die sich ihrer Meinung nach über das Netz informieren, was wiederum eine reine Annahme ist, möchte ich Sie auf folgenden, gewichtigen Aspekt hinweisen.

Die, die nur glauben, aber trotzdem verlauten, sind weniger ernstzunehmen als diejenigen die wissen & sich vorher informieren.
Und eigentlich könnten Sie es sich ganz einfach machen, z.b. mal googlen. :-)

@ IBELIN

Oesterreich hat Glyposate 2019 verboten. Ein europaeischer Alleingang, wie man ihn von der Alpenrepublik kennt. Man schuetzt halt seine Buerger.

In Österreich sind aber auch Sachen zugelassen, die man in anderen Ländern längst nicht mehr spritzen darf. Alles eine Sache der Lobby-Arbeit und des Profits.

@ um 19:12 von Magic.fire

„ ... dann müßten erstmal alle Waffen Hersteller zahlen weil das direkt Kriegsmaterial ist.“
Völlig richtig.
Die Kosten, die durch den Einsatz von Waffen verursacht werden, sollten von den Waffenherstellern bezahlt werden.
Und die könnten diese Kosten auf die Preise ihrer Mordwerkzeuge umlegen.
Dann wäre jede Waffe unerschwinglich.
Aber wir leben ja in einer Marktwirtschaft, in der die Kosten immer sozialisiert werden und die Gewinne werden privatisiert.
Schade eigentlich. Andersherum wäre schöner.

Zumindest gibt es einen Prozess

Das ist doch eine gute Nachricht, dass es zumindest einen Prozess gibt.
Natürlich sind die Hersteller dafür mitverantwortlich. Was hätten die USA wohl gesagt, wenn ein Chemiekonzern vor 20 Jahren z. B. Al Qaida eine vergleichbar gefährliche Chemikalie verkauft hätte?
Da könnte der Konzern ja schlecht sagen, er habe nicht damit rechnen können, dass beim Einsatz unschuldige Menschen getötet werden.
Es ist somit etwas völlig anderes als beim Verkauf etwa eines haushaltsüblichen Messer, Auto etc., hier kann der Verkäufer im Fall eines Attentats tatsächlich sagen, er habe nicht damit rechnen können.

19:05 von proehi

Vielleicht hätte die Klägerin nicht geklagt, wenn Monsanto in den USA nicht zu packen gewesen wäre.
.
das will ich jetzt nicht behaupten !
allerdings wäre die Firma Monsanto bestimmt wegen ihrer anderen "Altlasten" in den USA weniger dran gekommen
aber das ist jetzt eine Mutmaßung von mir

das die Aktionäre nicht nur in Deutschland beheimatet sind .... logische
auch nicht alle Arbeitsplätze die bei der Menge von anhängenden Prozessen in Gefahr sind verloren zu gehen

18:32 von fathaland slim

Den Haag funktioniert in fast alle Richtungen, bis auf etwa sechs.
.
und genau diese 6 sind doch für 99 % aller "Schweinereien" weltweit verantwortlich

@enlightenment

Meine Theorie ist dass Glyphosat im unteren ppm Bereich ein Nitrosierungsprodukt enthält. Ausgerechnet die Brasilianer sind da recht emsig was die Analytik angeht. Aber wen wundert's bei den Mengen die dort eingesetzt werden.

Wer war Mobay ?

Ein Gemeinschaftsunternehmen von Bayer u. Monsanto, bis 1992.

Bayer hängt also ganz tief mit drin. Die haben das Zeug produziert, an dem Millionen von Vietnamesen litten u. leiden.

Warum versprühte man das Zeug?
Damit die Vietnamesen verhungern.
Keine chemische Waffe?

Merkwürdig,
gestern sollten alle vergangenen Verbrechen verurteilt werden.
Heute,
ach das ist so lange her, da können die doch nichts dafür.
Fast die gleiche Klientel.
Aber sich über Doppelmoral beschweren.
Widerlicher geht's
nicht mehr,
obwohl...

Übrigens hieß die Nationale Front für die Befreiung Südvietnams
>>... im allgemeinen Sprachgebrauch auch Vietcong
(vietnamesisch Việt cộng))...<<

Ich empfand das immer als Schimpfwort, aber Vietkong setzt noch einen drauf.

Warum wurden die GIs entschädigt, wenn es doch kein Kampfstoff war?

Ja,
auch Degussa sollte man zur Verantwortung ziehen. Der Chef steht für diese unrühmlichen Tradition.

Wünsche der Dame ebenfalls viel Erfolg.
Mrs. Dalloway
.

Auch die amerikanische Regierung trägt Schuld

"... und von der US-Armee im Kampf gegen den Vietkong eingesetzt."
"... im Vietnamkrieg Millionen Liter des hochgiftigen Herbizids an die US-Armee verkauft haben."
Schön klar, dass die US-Armee nicht die Absicht hatte, das Zeug zum Entlauben einzusetzen.
Amerika hat damit Krieg gegen Mensch und Umwelt geführt.
Und kein Geringerer als John F. Kennedy war Auftraggeber für die Entwicklung eines Mittels, dass den undurchdringlichen vietnamesischen Urwald durchsichtiger machen sollte. Dabei war der damaligen amerik. Regierung die Giftigkeit durch das enthaltene Dioxin durchaus bewusst.
Also bitte auch die USA als Hauptakteure auf die Anklagebank. Alle müssen zahlen.

Fassungslos

verfolge ich diese heutige Diskussion.
Die Vorgeschichte Vietnams ist eine furchtbare, und wechselseitig unterdrückten die Kolonialherren aus Frankreich, Japan, Großbritannien, Republik China noch nach 1945 das Land und spalteten es. Das Potsdamer Abkommen spielte hier keine rühmliche Rolle.
Frankreich entfesselte den Indochinakrieg in Ende der 40er Jahre. Nachdem F.
relativ wenig eigene Landsleute verheizt hatte, wurde die Fremdenlegion in großem Maßstab eingesetzt. Mehr als 80.000 Legionäre - nach unterschiedlichen Angaben 50 bis 60% davon Deutsche (Kriegsgefangene von Wehrmacht und SS) - prima Kanonenfutter! Sie mordeten und wurden ermordet.
Seit 1955 engagierten sich die USA bis hin dann zum offenen Vernichtungskrieg gegen Vietnam.

Allein für all die Aktionen nach 1945 gehörten die führenden Repräsentanten o.g. Länder vor ein Tribunal ähnlich Nürnberg.
Monsanto mit Agent Orange ist leider nur ein kleiner Teil der Verbrechen der ach so demokratischen Staaten.

Gruß, Wolfgang

17:43 von Traumfahrer - I have an dream

>>Es wäre mehr als gut, wenn solche Unternehmen, die nur an ihre Gewinne denken, und dafür Menschenleben gefährden, endlich mal zur Rechenschaften gezogen werden.<<

Menschenleben gefährden: das war für mich der Begriff, um mich in ihren Kommentar einzuklinken.

Ginge dies nicht nur mit Chemiekonzerne, sondern auch mit der weltweiten Rüstungsindustrie, die bekanntlich für zig Mio. Toten zur Veranwortung zu ziehen ist, wäre das eine großartige Sache.

Abrüstung weltweit von 100 auf Null!

Ich weiß, leider nur ein Traum....

18:48 von fathaland slim

>>Ich finde den Begriff "Präventivverteidigung" absurd und gestehe ihn niemandem zu.<<

Wo sie recht haben, haben sie recht.....

"für die nationale "Verteidigung" "

"Der Anwalt von Monsanto, Jean-Daniel Bretzner, argumentierte, die USA hätten Agent Orange für die nationale "Verteidigung" eingesetzt, ein ausländisches Gericht könne sich deshalb nicht mit der Sache befassen."

*

Meine Güte! "für die nationale "Verteidigung" " im Ausland wohlgemerkt.

So kann nun jeder den Eisatz chemischer Waffen rechtfertigen.

Wurde der Einsatz von Abend Orange wenigstens international geächtet oder etwas in der Art?

@fatherland slim

Jetzt verstehe ich Ihrerseits den verwendeten Begriff der Wirtschaftsethik.
Mein Onkel hatte als RA und Notar die vom Verbrechen gegen die Menschlichkeit betroffenen Juden als Mandanten, für die er Entschädigungen vom Deutschen Staat geltend gemacht hat.

@Am 26. Januar 2021 um 19:25 von Werner Krausss

Zitat: "Da ist was dran,

aber

man könnte es mit der Französische Revolution vergleichen.
Maximilien Robespierre als „Blutrichter“,
hat ja die Verurteilten nicht selber geköpft, sondern köpfen lassen,

bis er dann selber geköpft wurde."

Ihr Vergleich würde auch erst dann nur ansatzweise einen Sinn ergeben, wenn Monsanto oder Bayer, den Einsatz von Agent Orange befohlen hätten oder diesen mit dieser Absicht in den Markt gebracht hätten.

Und? Liegt ein entsprechender Sachverhalt vor?

Eben.

um 19:46 von Miauzi

Zitat: " die ig farben
Zitat:
" die ig farben existiert nicht mehr"

Falsch - die IG-Farben-AG existiert noch immer!
Deren Aktien werden sogar noch an der Börse gehandelt.
Natürlich ist die Firma nur noch eine leere Hülle - da gibt es keinerlei Produktionskapazität usw.
Aber einige der Aktien-Inhaber träumen von Rückgabe der "ausgelagerten" Firmen (wie z.B. Bayer)

Irre?
Natürlich!
Aber im Kapitalismus nix ungewöhnliches!
_______
Nein, Sie irren. IG Farben wurde "schon" 2012
amtsgerichtlich gelöscht. Und wenige Jahre später eine dubiose IG Farben-Stiftung.

Gruß, Wolfgang

20:03 von Parsec

Auch die amerikanische Regierung trägt Schuld
---
auch ??
ich täte doch sagen vor allem !
von daaher haben sie schon recht
"USA als Hauptakteure auf die Anklagebank."

So sehr ich den Opfern eine Wiedergutmachung

Wunsche, hoffe ich das die Klage kein Bestand hat.
Warum; es hätte fatale Folgen für frühere und zukünftige Verbrechen.
Der Focus würde sich dann auf die Industrie richten , Weill dort mehr Geld zu vollen ist als auf die wirklich verantwortlichen Kriegstreiber die dann viel einfacher sich "reinwaschen " könnten.
Beispiele hinken immer etwas, aber dann wäre auch ein Putin nicht mehr "schuldig" sondern das Labor oder der Hersteller. Wenn ein Konzern direkt Kriegsverbrechen begehen oder begangen haben , z.B bei Zwangsarbeitern , müssen sie zur Rechenschaft gezogen werden. Wenn ihr Produkt im Krieg angewendet wurde , ohne das es explizit für den Einsatz gegen Menschen produziert wurde ist die Rechtslage eine andere.

@ 18:33 von krittkritt

Mit Chomsky halte ich mal dagegen :

>> ... Chomsky predicts that Vietnamese opposition to U.S. involvement
in the war would continue and that the U.S. would be unable to defeat
the Viet Cong. ... <<

Zu
> American Power and the New Mandarins <
von Chomsky.

Er war ein erbitterter Gegner des Vietnamkrieges.

Mrs. Dalloway

Am 26. Januar 2021 um 18:17 von fathaland slim

Bayer hat sich den Schlamassel erst durch die Übernahme von Monsanto eingebrockt. Da war Bayer extrem schlecht beraten.

Genau,sehr Dumm von Bayer,hab das von anfang an nicht verstanden Monsanto zu kaufen.

um 18:27 von fathaland slim

>>
Monsanto hat das Zeug lediglich verkauft. Genau wissend, wo und zu welchem Zweck es versprüht werden sollte.

Haben Sie schon einmal den Begriff "Wirtschaftsethik" gehört?
<<

Trivial ist das Ganze nun aber doch nicht. Auch andere haben gewusst, was mit ihren Produkten geschieht, etwa die Bomber-Hersteller (Lockhead & Co) ohne die das Zeug nicht versprüht hätte werden können. Die Flugzeuge sind ja viel näher am Geschehen gewesen als der Gift-Lieferant.
Wer war denn der Hersteller des eingesetzten Napalms ? Und soll alles folgenlos bleiben, wenn der Staat selbst produziert (Atomwaffeneinsatz gegen Zivilisten) ?

19:50 von nie wieder spd @ um 19:12 von Magic.fire

alle Waffen Hersteller zahlen
.
sie erinnern sich WK 1
Vickers hatte 1902 von Krupp die Lizenzen zur Herstellung aller Kruppschen Zeitzünder für Granaten erworben
- was bizarre Folgen hatte:
Bei der Seeschlacht am Skagerrak 1916 zwischen deutschen und britischen Kriegsschiffen
feuerten beide Seiten Granaten mit Krupp-Zündern ab.
Das einträgliche Monopol wurde nach dem Krieg öffentlich bekannt,
als Krupp Vickers erfolgreich auf Zahlung der Lizenzgebühren verklagte
also sie sehen was alles so geht

RE: schiebaer45 um 19:30

***Das Ende mit dem Urteil wird die Klägerin wohl kaum noch erleben denn der wird sich über Jahre hinziehen. Einem Gutachten erfolgt ein Gegengutachten u.s.w. m.M.***

Damit werden Sie wohl recht behalten, bedauerlicherweise. Die Antwälteteams von internationalen Konzernen können solche Angelegenheit häufig genug bis auf den Sankt-Nim­mer­leins-Tag hinauszögern und haben damit auch noch Erfolg.
Kläger geben entnervt auf oder sind dann am Ende verstorben. Schändliche Strategie !

Gruß Hador

@20:00 von MrsDalloway

"Merkwürdig,
gestern sollten alle vergangenen Verbrechen verurteilt werden. Heute, ach das ist so lange her, da können die doch nichts dafür.
Fast die gleiche Klientel.
Aber sich über Doppelmoral beschweren."

Wovon bzw. von welchem "Klientel" reden Sie denn bitte?
Doppelmoral wird in der Regel dem Westen vorgeworfen. Wer den Agent-Orange Einsatz verteidigt oder sich gegen eine Haftung ausspricht bedient genau diese westliche Doppelmoral.

um 19:48 von schwer gestört

"In Österreich sind aber auch Sachen zugelassen, die man in anderen Ländern längst nicht mehr spritzen darf. Alles eine Sache der Lobby-Arbeit und des Profits."

Das glaub ich Ihnen nicht. Nach EU Recht kann man Vorreiter sein und einen besseren Verbraucherschutz haben, aber keinen schlechteren. Der Grund sind die wegfallenden Kontrollen im EU Binnenmarkt.

Ich denke, da haben Sie was behauptet, was keine Substanz hat.

Bayer wird gewinnen, so ist das leider

Privatfirmen sind nicht für staatliches Handeln haftbar zu machen.

Kein Hersteller des Zyklon B wurde belangt. Der „Verursacher“ des Contergan Skandals (die Firma Grünenthal) ebenfalls nicht.

Hätte eine Privatfirma die Atombombe entwickelt, wäre sie ebenfalls aus dem Schneider.

Deshalb hat Bayer nichts zu befürchten.

Moralisch sieht das schon anders aus. Aber „moralische Verpflichtungen“ lassen sich eben nur schlecht in Euro und Dollar beziffern.

Man sieht das gerade am Vorabend des Auschwitz-Gedenkens. Firmen, die am Holocaust verdienten oder diesen erst ermöglichten (DB als Rechtsnachfolger der Reichsbahn) überschlagen sich geradezu in Solidaritätsbekundungen mit Opferverbänden.

Aber was oft vergessen wird: ein Großteil des Vermögens auf dem der Wiederaufbau Nachkriegs(West)Deutschlands beruhte, stammt aus der einbehaltenen Profite der Ausbeutung von Zwangsarbeitern und KZ Häftlinge. Bis heute ist der Gewinn deutscher Betriebe von Haribo bis SIEMENS nicht zu beziffern..

@spax-plywood

Schon mal was von Cyanid gehört?

Da war doch was....

2.4 D 3.4.5 T das war der Agent, und als Pflanzenschutzmittel wurde es auch von Bayer noch bis in die 80er Jahre Produziert
und Vertrieben. So wurden z.B. Bundesbahngleise mit dieser Mischung lange "Unkrautfrei" gehalten. Das diese Mischung schwere Nebenwirkungen bei Säugetieren hervorrufen konnte war seit Mitte der 70er Jahre bekannt, trotzdem durfte diese Mischung weiter vertrieben werden.

Es ist nur Recht und Billig das Bayer nun endlich in Haftung genommen wird....
Leider viel zu spät und viel zu sanft.

Am 26. Januar 2021 um 19:23 von Bender Rodriguez

„Wie konnte man so einen Laden denn überhaupt kaufen?
Es freut mich, dass diese grenzenlose Gier nun so bestraft wird.“

Bestraft, ist noch die Frage.

2018, 1.6 Milliarden Jahresüberschuss
2019, 4,1 Milliarden Jahresüberschuss

Vorstand und Aufsichtsrat von Bayer sind ja nicht persönlich angeklagt sondern haben sogar für ihre Aktionäre ein gutes Geschäft gemacht.

Ihre Schadenfreude läuft daher ins Leere.

Zu Moebius um 19.45

Sie scheinen nicht viel zu wissen ueber den Vietnamkrieg. Der Feldzug der USA unter dem demokratischen Praesidenten L. B. Johnson begruendet mit einem fingierteten nordvietnamesischen Angriff auf ein US-Kriegsschiff und fortgesetzt u.a. mit massiven Bombenangriffen auf Hanoi war von Anfang an in der amerikanischen und internationalen Presse heftig diskutiert und umstritten. Sie muendete dann unter Nixon innenpolitisch in einen geradezu Kulturkampf und entzweite die amerikanische Bevoelkerung mit staendig wachsendem Anteil der Kriegsgegner. Also erzaehlen Sie bitte nicht so einen Unsinn von einer gleichgeschalteten westlichen Presse, die es, wie Sie sie immer wieder zu beschreiben versuchen, nie gegeben hat.

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