Bayer wegen Agent Orange in Frankreich vor Gericht

Kommentare

Ein Kapitel Kriegsverbrechen kommt doch noch vor Gericht?

Monsanto hat seinerzeit dem renommierten Wissenschaftler (Tabakfolgen etc.) Sir Richard Doll täglich 1500 Dollar bis ans Lebensende bezahlt. Im Gegenzug lieferte er Gutachten, die es der australischen und der US-Regierung erleichterte, Klagen wegen Agent-Orange-Folgen abzuweisen. Da ging es aber nur um alliierte Soldaten.
Dass es jemand von den Hauptopfern überhaupt bis an ein westliches Gericht geschafft hat, ist geradezu eine Sensation.

Bayer und die Giftstoffe !

Es wäre mehr als gut, wenn solche Unternehmen, die nur an ihre Gewinne denken, und dafür Menschenleben gefährden, endlich mal zur Rechenschaften gezogen werden.
Nur sollten sollte die Strafe so saftig sein, dass selbst derjenige, der es immer noch nicht kapieren will, vielleicht kapiert.
Leider haben diese Konzerne so viel Macht und Einfluss, oft viel zu viel !!!

Zahltag

"Auch ein anderes Erbe Monsantos - angeblich mit der Chemikalie PCB verseuchte Gewässer in den USA - belastet Bayer weiter. Ein Bundesgericht in Los Angeles nannte die dabei getroffene Vergleichssumme in Höhe von 650 Millionen Dollar "bescheiden" und annulierte die Einigung."

Unglaublich, wie die USA es schaffen ihre Altlasten zu externalisieren und damit auch nich Kasse machen. Auf einmal, wie durch ein Wunder, sind Klagen gegen diese mächtigen Konzerne möglich und eine Einigung wird sogar vom Gericht ausgeschlagen weil zu wenig Geld auf dem Tisch liegt.
Anderseits muss man in Richtung Bayer wirklich sagen, dass Dummheit nun mal bestraft wird.

Absurd

>>Der Anwalt von Monsanto, Jean-Daniel Bretzner, argumentierte, die USA hätten Agent Orange für die nationale "Verteidigung" eingesetzt, ein ausländisches Gericht könne sich deshalb nicht mit der Sache befassen.<<

Absurd. Wenn das Bestand haben sollte, dass sich die USA in Indochina mit getürkter Angriffsbegründung nur verteidigt haben, dann hat es noch nie einen Angriffskrieg gegeben und wird auch keinen geben können. Dann wäre qua Definition kein Krieg möglich und der Frieden ausgebrochen.

Dass Bayer sich mit einem extrem unsauberen Unternehmen eingelassen hat, haben sie vorher gewußt.

Bayer wegen Agent-Orange in Frankreich vor Gericht...

Da zeigt sich: Die Übernahme von Monsanto durch Bayer hat sich um ein weiteres mal "gelohnt".
Wobei sich Bayer in der Sache heraus redet. Schuld an der Entlaubung und den Umweltschäden sei die damalige US-Regierung und die Armee.

Das und die Glyphosat-Prozesse in San Francisco, sie könnten auf die Profitrate drücken.

Westlich oder östlich?

@ krittkritt:
Dass es jemand von den Hauptopfern überhaupt bis an ein westliches Gericht geschafft hat, ist geradezu eine Sensation.

Was hat das mit der Himmelsrichtung zu tun? Außerdem handelt es sich hier im völkerrechtlichen Sinne nicht um Kriegsverbrechen.

Was hat das mit Bayer zu tun?

Zitat: "Monsanto wird für Bayer nun auch in Frankreich zu einem Problem. Dort klagt eine 78-Jährige gegen die Hersteller des giftigen Entlaubungsmittels Agent Orange, das im Vietnam-Krieg eingesetzt wurde."

Was hat das mit Monsanto zu tun?
Was hat das mit Bayer zu tun?

Die haben das Zeug ja nicht versprüht.

Dass die Verantwortungen jetzt öffentlich geklärt werden ist

zwar unabdingbar und absolut überfällig, aber zu einem wirklichen Umdenken der Verantwortlichen über ihr "Geschäftsmodell" und eine Anpassung desselben an mit den Menschenrechten konforme wirtschaftliche Prinzipien würde wahrscheinlich selbst eine Verurteilung vor Gericht nicht führen.

"Die Unternehmen streiten die Zuständigkeit des Gerichts in Evry ab"

Dass ihre Wirtschaftskraft unter anderem darauf beruht, dass ein ganzes Land auf unabsehbare Zeit nachhaltig vergiftet wurde, weil sie mit dem Verkauf von Millionen Litern eines hochgiftigen Herbizids an die US-Armee deren Gemetzel ermöglicht haben, spielt für sie offenbar keine Rolle.

"Der Anwalt von Monsanto argumentierte, die USA hätten Agent Orange für die nationale "Verteidigung" eingesetzt, ein ausländisches Gericht könne sich deshalb nicht mit der Sache befassen. Der Ausgang des Verfahrens ist also völlig ungewiss"

Es wird aller bisherigen Erfahrung nach wahrscheinlich auch jetzt wieder an "unklaren Zuständigkeiten" scheitern

Man kann nur noch mit dem Kopf schütteln

wie hier einige die Klage gegen BASF Monsanto begrüßen.

Demnächst werden dann auch die Automobilhersteller verklagt , wenn jemand mit
ihren Fahrzeugen eine andere Person getötet hatte.

Wenn hier jemand Degesch wegen eines Blausäureproduktes verklagen würde,
so wären einige garantiert außer sich .

ein signal

für menschen mutig aufzustehen, um mehr als nur IHR Recht, sondern Recht für alle zu erstreiten. Unser Agent orange heißt Glyphosat. Es sollte wirklich jedem Manager klar sein, dass billigende Inkaufnahem von Schäden an Menschen keine Zukunft hat. Gut wäre, wenn die Täter auch mit Strafen rechnen müßten.

@17:54 von Bernd Kevesligeti

"Wobei sich Bayer in der Sache heraus redet. Schuld an der Entlaubung und den Umweltschäden sei die damalige US-Regierung und die Armee."

Das ist doch faktisch richtig nur versucht natürlich Niemand der bei Verstand ist die USA als Staat zu verklagen.
Dennoch wusste Monsanto natürlich wofür es Verwendung finden soll und trägt eine Teilschuld, ob´s juristisch so gesehen wir...?
Keine Ahnung wie das bei uns mit der Chemoindustrie bzgl. der Verbrechen des 3. Reichs gehandhabt wurde?

Unternehmen darf den Gewinn maximieren

@ Traumfahrer:
Es wäre mehr als gut, wenn solche Unternehmen, die nur an ihre Gewinne denken, und dafür Menschenleben gefährden, endlich mal zur Rechenschaften gezogen werden.

Wenn Bayer sich an das Gesetz hält, ist nichts dagegen einzuwenden, dass Bayer für seine Anteilseigner einen maximalen Gewinn heraus holt. Das ist ihr gutes Recht.

Einen Schuldigen muss es ja geben

Wenn diese Verbrechen zu schweren Gesundheitsschäden führten, muss einer die Verantwortung dafür übernehmen und natürlich auch die Opfer entschädigen.
Das Gericht wird das sicher klären.

Dass Bayer die Fa. Monsanto übernommen hat, trotzdem Bayer wußte, dass es Milliarden-Klagen geben wird, zeigt, dass Bayer wohl mehr als die zu leistenden Entschädigungen durch die Übernahme verdient.
Denn um Verluste zu machen, hat Bayer Monsanto sicher nicht übernommen.

Vietnamkrieg war die

Der Vietnamkrieg war die größte Verfehlung der Demokratien in den ansonsten gerechten Kampf gegen die Menschheitsbedrohung des Kommunismus, weil von Vietnam, kommunistisch oder nicht, keine Gefahr für andere Länder ausging.

Der angebliche Dominoeffekt war in Bezug auf Vietnam eine komplette Fehleinschätzung der USA, angesichts der Jahrtausend-alte Rivalität der Vietnamesen und Misstrauen gegenüber China.
Weiterer Beleg: Heute unterhält Vietnam bessere Beziehungen zu den USA als zu China!

Die Verwendung von Agent Orange ist eines in einer langen Liste von vielen furchtbaren Sachen, dass den Vietnamesen angetan wurde.

Ich wünsche

...dieser tapferen Frau viel Erfolg und Gesundheit.
Und ich hoffe, das es eine Wiedergutmachung für die Frau und auch für Vietnam gibt

17:42 von fathaland slim

«Agent Orange, ein großes Verbrechen im an Verbrechen nicht armen Vietnamkrieg.»

Wie sehr "großräumig-weitflächig" die US-Army damals Agent Orange auch über an Vietnam angrenzende Länder versprühte, wurde mir erst bewusst, als ich 2 Wochen in Laos in Urlaub war.

Das Grenzgebiet zu Vietnam war ja Rückzugsraum für die Kämpfer des Vietkong, die Verstecke in den Wäldern in Laos sollten auch entlaubt werden. Das sah man zwar im Jahr 2002 nicht mehr.

Aber Warnungen der Einheimischen (der Betreiber von Hostels) gab es, in bestimmten Wäldern besser erst gar nicht wandern zu gehen, oder Tiere beobachten zu wollen.

Agent Orange über Laos ist ein noch viel mehr verdrängt-vergessenes Thema als Agent Orange über Vietnam. Laos ist das finanziell ärmste Land in der Region. Schwer geschädigte Laoten gibt es auch viele. An Besitz, Leib, und Leben.

In diesem wuderschönen Land "hinter den Bergen" mit den bescheidenen und freundlichen Menschen. Von der Welt vergessen mit dem gleichen Erbe.

lalala

Monsanto hat viele schwehlende Prozesse anhaften. Mir war gleich als ich gehört habe Bayer kauft den Konzern klar, daß das einem Todesurteil gleich kommt und Bayer wird es auch nicht überleben, jetzt werden noch fleißig Dividenden ausgeschüttet und wenn die Prozesse durch sind werden sie sagen wir sind zahlungsunfähig, rettet uns mit Staatsgeldern oder wir gehen in Insovenz. So blöd kann kein Mensch sein wirklich nicht. Die führungsebene müsste das gewusst haben, ich unterstelle den Verantwortlichen Absicht.

Mehrere mit schmutzigen Händen.

Die das Gift geliefert haben stehen vor Gericht.

Die Lieferung ist die eine Seite der Grausamkeit.

Aber, die das Gift versprüht haben, stehen wieder mal unbehelligt da.
Das ist eine Schande.

Frankreich hat als ehemalige Kolonialmacht auch nicht gerade eine weiße Weste, wenn man sich die Entwicklung vor dem Vietnamkrieg mal genauer betrachtet.

17:43, Traumfahrer

>>Bayer und die Giftstoffe !
Es wäre mehr als gut, wenn solche Unternehmen, die nur an ihre Gewinne denken, und dafür Menschenleben gefährden, endlich mal zur Rechenschaften gezogen werden.
Nur sollten sollte die Strafe so saftig sein, dass selbst derjenige, der es immer noch nicht kapieren will, vielleicht kapiert.
Leider haben diese Konzerne so viel Macht und Einfluss, oft viel zu viel !!!<<

Das Problem ist hier nicht vorrangig die Macht der Konzerne, sondern daß Monsanto als Rüstungskonzern agierte. Also von der Regierung beauftragt wurde. Da ist es schwer mit dem zur Rechenschaft ziehen.

Bayer hat sich den Schlamassel erst durch die Übernahme von Monsanto eingebrockt. Da war Bayer extrem schlecht beraten.

@17:55 von schwer gestört

"Was hat das mit der Himmelsrichtung zu tun? Außerdem handelt es sich hier im völkerrechtlichen Sinne nicht um Kriegsverbrechen."

Das letzte westliche Kriegsverbrechen, dass ernsthaft juristisch behandelt wurde war wohl das des 3. Reichs, und dies auf Betreiben der Westmächte.
Einzige Ausnahme ist wohl der Kosovokrieg, ebenso juristisch von westlichen Ländern initiiert.
Meinem Eindruck nach funktioniert selbst Den Haag faktisch nur in eine Richtung.

@Am 26. Januar 2021 um 17:43 von Traumfahrer

Zitat: "Es wäre mehr als gut, wenn solche Unternehmen, die nur an ihre Gewinne denken, und dafür Menschenleben gefährden, endlich mal zur Rechenschaften gezogen werden.
Nur sollten sollte die Strafe so saftig sein, dass selbst derjenige, der es immer noch nicht kapieren will, vielleicht kapiert."

Jaja, raubtiersozialistisches Staaten, die an keiner Stelle auf betriebswirtschaftlich vernünftige Kriterien achten und das Geld, das Andere erwirtschaften, an Nicht-Leistungsträger umverteilen, funktionieren bekanntlich soooooooooooooooooooo gut, wie?

Newsflash: es sind Regierungen und Staaten gewesen, die Zeugs wie Agent Orange versprühen. Keine Unternehmen.

17:57 von Blitzgescheit

«Was hat das mit Monsanto zu tun?
Was hat das mit Bayer zu tun?
Die haben das Zeug ja nicht versprüht.»

Bayer hat Monsanto gekauft.
Und ist seither der Papa vom Monsanto.

Hätte Monsanto Bayer nicht gekauft.
Hätten sie mit den Schandtaten vom Filius nun auch nix am Hut.

Da aber gekauft … das verstehen Sie doch auch !?
Faktenbasiert und gut informiert.

@trevira zum vorblock

mein gutster, ich hatte ihren messerscharfen verstand unterschätzt. deshalb die klarstellung. moderna hat nicht nur verkauft sondern die 30 mio auch ausgeliefert in den USA. hoffe geholfen zu haben

@ um 17:57 von Blitzgescheit

Wenn mich meine Erinnerung und Wikipedia nicht trügt, lieferte Bayer ein Zwischenprodukt zur Herstellung von „Agent Orange“ und, Zitat Wikipedia: „Agent Orange wurde unter anderem von den US-Firmen Dow Chemical und Mobay,[7] einem Gemeinschaftsunternehmen von Monsanto und der Bayer AG, hergestellt und geliefert.“
Insofern ist der Bayer - Konzern direkt für einen versuchten Völkermord in Vietnam mitverantwortlich.
Delikat an der Sache ist, dass wieder einmal ein weiterer bundesdeutscher Würdenträger, Spitzenpolitiker und späterer Bundespräsident, nämlich Richard von Weizsäcker, in solche Verbrechen verwickelt ist. Der war damals erst Justiziar und später auch Mitglied der Geschäftsführung beim Chemiekonzern Boehringer Ingelheim. Zitat Wikipedia: „Boehringer Ingelheim lieferte im Folgejahr 1967 720 Tonnen Trichlorphenolatlauge, ein Zwischenprodukt für das im Vietnamkrieg eingesetzte Entlaubungsmittel Agent Orange, an Dow Chemical.
Und das alles knapp 20 Jahre nach den Nazis.
Unfassbar!

17:52, proehi Absurd

>> Wenn das Bestand haben sollte, dass sich die USA in Indochina mit getürkter Angriffsbegründung nur verteidigt haben, dann hat es noch nie einen Angriffskrieg gegeben und wird auch keinen geben können. Dann wäre qua Definition kein Krieg möglich und der Frieden ausgebrochen.<<

Nein.

Es wäre sogar noch absurder.

Es gäbe weiterhin Kriege. Aber jeder Krieg wäre ein Verteidigungskrieg, und zwar von jeder beteiligten Seite. Wer anfängt, der übt Präventivverteidigung.

So absurd wie es klingt, es wird aber tatsächlich so argumentiert.

@ Karl Klammer, um 18:01

Worüber man nur den Kopf schütteln kann ist Ihr hinkender Automobilhersteller-Vergleich.

17:57, Blitzgescheit

>>Was hat das mit Monsanto zu tun?
Was hat das mit Bayer zu tun?

Die haben das Zeug ja nicht versprüht.<<

Nein, natürlich nicht.

Monsanto hat das Zeug lediglich verkauft. Genau wissend, wo und zu welchem Zweck es versprüht werden sollte.

Haben Sie schon einmal den Begriff "Wirtschaftsethik" gehört?

Wahrscheinlich schon, aber, nach Ihren Kommentaren zu urteilen, geht er Ihnen am Allerwertesten vorbei.

18:17, Olivia59

>>@17:55 von schwer gestört
"Was hat das mit der Himmelsrichtung zu tun? Außerdem handelt es sich hier im völkerrechtlichen Sinne nicht um Kriegsverbrechen."

Das letzte westliche Kriegsverbrechen, dass ernsthaft juristisch behandelt wurde war wohl das des 3. Reichs, und dies auf Betreiben der Westmächte.
Einzige Ausnahme ist wohl der Kosovokrieg, ebenso juristisch von westlichen Ländern initiiert.
Meinem Eindruck nach funktioniert selbst Den Haag faktisch nur in eine Richtung.<<

Nein.

Den Haag funktioniert in fast alle Richtungen, bis auf etwa sechs.

Nämlich die Richtungen USA, Russland, Indien, China, Türkei und Israel.

Länder, die diesen Gerichtshof nicht anerkennen.

Aus machtpolitischer Sicht erfolgreich?

@18:10 von Enlightenment.
Ich glaube es war Naom Chomsky, der darauf hinwies, dass die USA in Vietnam eines ihrer Ziele erreicht haben: Vietnam konnte kein Vorbild für eine andere Gesellschaftsform werden. Es wurde so gründlich geschädigt, dass "sozialistische Experimente" auf lange Zeit keine Chance auf Verwirklichung in den asiatischen Nachbarländern haben würden.

Herbizide

Der Hersteller eines Herbizides soll verklagt werden, während die Hersteller von chemischen Kampfstoffen (Russland, Syrien, ...) ungeschoren davon kommen.

von Olivia59 18:04

Die Chemieindustrie hier wurde nach dem 2.Weltkrieg durch die Besatzungsmächte etwas entflochten (IG Farben).
Aber sehr bald konnte sie weitermachen. Anfang der fünfziger Jahre wurden die letzten Manager aus der Kriegsverbrecherhaft entlassen.

@18:22 von fathaland slim

"proehi Absurd: >>Wenn das Bestand haben sollte, dass sich die USA in Indochina mit getürkter Angriffsbegründung nur verteidigt haben, dann hat es noch nie einen Angriffskrieg gegeben und wird auch keinen geben können. Dann wäre qua Definition kein Krieg möglich und der Frieden ausgebrochen.<<

Nein.
Es wäre sogar noch absurder.

Es gäbe weiterhin Kriege. Aber jeder Krieg wäre ein Verteidigungskrieg, und zwar von jeder beteiligten Seite. Wer anfängt, der übt Präventivverteidigung.

So absurd wie es klingt, es wird aber tatsächlich so argumentiert."

Mit der Einschränkung, dass Präventivverteidigung nur bestimmten Ländern zugestanden wird, auch wenn Sie das Argument von "double standards" wohl wie üblich zurückweisen.

@ nie wieder trichlorphenolatlauge

Boehringer Ingelheim lieferte im Folgejahr 1967 720 Tonnen Trichlorphenolatlauge, ein Zwischenprodukt für das im Vietnamkrieg eingesetzte Entlaubungsmittel Agent Orange, an Dow Chemical.
Und das alles knapp 20 Jahre nach den Nazis. Unfassbar!

Versteh ich nicht. Was ist an der Lieferung von Trichlorphenolatlauge unfassbar?

Giftig war war in erster Linie ein

Beiprodukt (2,3,7,8 TCDD) und nicht das Agent selbst. Aufgrund unsauberer chemischer Reaktionsführung entstand dieses Seveso-Dioxin.Die Stoffgruppe (Phenoxyalkancarbonsäuren/(ester derselben) war auch hierzulande als Herbizid im Einsatz, z. B. "Mecoprop" und "2,4-D". Auch Glyphosat enthält meiner Ansicht nach produktionsbedingt ein Beiprodukt was für die krebserrengende Wirkung verantwortlich ist.

Monsanto hat viele Leichen im Keller

Die Bayer nun geerbt hat.

Natürlich war dem Bayer Management dies bewusst. Die Verantwortlichen für den Kauf haben aber längst ausgesorgt bis die ganze Sache hochkocht und die Wellen über Bayer zusammenschlagen.

Es mag zynisch klingen, aber so funktioniert Marktwirtschaft nun mal. Einfach mal wieder bei Marx nachlesen .,,

Klagewellen

Musste Monsanto eigentlich auch immer wieder Strafen in Millionenhöhe zahlen oder werden diese Altlasten erst aufgearbeitet, seit der Konzern zu Bayer gehört?

Was Agent Orange betrifft, würde ich zuerst den Staat belangen, der das Zeug so großzügig über Vietnam verteilt hat. Aber dieses Minimum an Gerechtigkeit ist in dieser Welt leider nicht durchsetzbar...

17:42 von fathaland slim

Agent Orange, ein großes Verbrechen
im an Verbrechen nicht armen Vietnamkrieg.
Ich drücke Frau Tran To Nga die Daumen
.
erstaunlich für was "Deutsche" den Kopf hinhalten müssen

natürlich ist das ein Verbrechen gewesen
aber warum wird jetzt geklagt
nachdem Bayer Rechtsnachfolger von diesem Ami Konzern ist

Was hat das mit Bayer zu tun?

Warum sollte der jetztige Eigentümer von Monsanto für eventuelle frühere Vergehen verantwortlich sein? Ich bin ja auch nicht verantwortlich, wenn der Vorbesitzer meines Wagens irgendwann geblitzt wurde.

Davor haben doch schon...

... hier im Forum viele gewarnt: Bayer beschert sich mit dem Kauf von montsanto sämtliche Klagen mit ein und muss nun vieles ausbaden. Hätte man vertraglich auch anders handhaben können..

@ um 18:15 von Willi Graf

Immerhin funktionierte damals die transatlantische Zusammenarbeit auch ohne TTIP ziemlich gut. Wenn auch nur, um Kriegsverbrechen zu begehen.
Da kannte sich die chemische Industrie Deutschlands einfach zu gut aus, als das man auf sie verzichten wollte.
Interessant wäre nun noch, inwieweit die damals aktiven Regierungspolitiker eingeweiht waren? Der ehemalige Nazi und ebenfalls spätere BP Carl Carstens war zu der Zeit Staatssekretär im Verteidigungsministerium und hatte als solcher schon 1965, beim Völkermord in Indonesien seine Finger tatkräftig im schmutzigen Spiel. Und beim späteren Untersuchungsausschuss dazu fleißig gelogen.
Ich glaube, da werden sich Abgründe deutscher Nachkriegspolitik auftun, wenn die Akten in 100 oder 200 Jahren mal zugänglich werden.

18:04, Olivia59

>>Keine Ahnung wie das bei uns mit der Chemoindustrie bzgl. der Verbrechen des 3. Reichs gehandhabt wurde?<<

Kein Unternehmen wurde jeweils wegen der Produktion und des Verkaufs von Cyclon B belangt.

Mein Onkel Walther war bei der IG Farben als Chemiker beschäftigt und dann später bei Hoechst im Aufsichtsrat. Ein ganz dunkles Kapitel meiner Familiengschichte.

@18:18 von Blitzdings

>> Jaja, raubtiersozialistisches Staaten, die...

Eine Frage:
Was hat Ihr (wie immer sozialismusverachtender) Post auch nur annähernd mit dem Thema Klage gegen Bayer/Monsanto wegen agentOrange zu tun? oO

Was ist denn die Frage?

Dass Agent Orange eingesetzt werden sollte, um zu töten, ist ja selbstverständlich. Dafür kann Monsanto nicht belangt werden, oder man müsste jeden Rüstungskonzern verklagen.

Wenn Monsanto mögliche Langzeitfolgen nie geleugnet hat, gibt es keinen Klagegrund. Der wäre nur gegeben, wenn die U.S. Regierung beweisen kann, dass sie nicht wusste, dass Agent Orange Krebs und Geburtsschäden hervorrufen kann.

Die Klage scheint an die falsche Adresse zu gehen.
_

Westliche Medien tragen Mitschuld

Der Kampf gegen das vietnamesische Volk wurde auch in der westlichen Presse geführt. Artikel, die das Leid der Zivilbevölkerung thematisierten - Fehlanzeige. Bis zu dem berühmten Pressefoto Napalm verbrannter Kinder, das dann der Anfang vom Ende der US Intervention war ... (wobei die letzten Amerikaner aus Saigon per Hubschrauber flüchteten).

Einige Betonköpfe in Washington und Bonn haben gedacht, dass im Ringen um die Vormachtstellung in der Welt gegen die bösen „Kommunisten“ jedes Mittel recht sei. In USA wurde sogar der Abwurf der „Bombe“ erwogen.

Solange die EU

das Herbizid Glyphosat zulaesst kann man weder Monsanto noch Bayer einer Vorwurf machen.

Hebt doch endlich die Zulassung auf liebe Kollegen der EU Kommission.

@ um 18:33 von krittkritt

Schön, dass Sie Naom Chomsky erwähnen.
Gestern erst hat die „Wiener Zeitung“ ein Interview mit ihm veröffentlicht, in dem er über die USA, Faschismus und Trump spricht.

da hätte ich doch glatt ne Frage

da gab es doch dieses Zyklon B
hergestellt vor 80 Jahren von einer Tochterfirma von IG Farben und Degussa
könnten nicht auch Schadenersatzanspüche auf diese Firmen / Nachfolgefirmen zukommen ?
und um von der Chemie wegzukommen auf jede (nicht nur deutsche) Firma weil sie Waffen produziertE
mit denen man grässliches machtE

18:18 von Blitzgescheit

«Newsflash: es sind Regierungen und Staaten gewesen, die Zeugs wie Agent Orange versprühen. Keine Unternehmen.»

Mega-Newsflash:

Es war damals in Deutschland auch nicht das Pharmaunternehmen: "Grünenthal", das höchstpersönlich das Medikament: "Contergan" an Frauen verschrieb. Das waren Ärzte, und beim Apotheker konnte man es dann abholen gehen mit dem Rezept.

Die Schurken waren Ärzte und Apotheker.

"Grünenthal" hatte mit den Missbildungen der Kinder gar nichts zu tun.
Es waren die Ärzte und die Apotheker, die man hätte vor Gericht zur Verantwortung ziehen müssen. Sie waren es, die für Verbreitung des Medikaments überhaupt erst sorgten.

Hyper-Newsflash Beispiele ganz ähnlicher Art gibt es viele weitere.
Und die kennen Sie auch … was anderes nimmt Ihnen sowieso niemand ab.
Außer natürlich als bewusste Provokation.

@18:33 von krittkritt

Vietnam konnte kein Vorbild für eine andere Gesellschaftsform werden.

Das Problem mit der Argumentation ist, dass der Kommunismus in den anderen Staaten genauso kläglich versagt hat, obwohl die USA, im Gegensatz zu Vietnam, gegen sie keinen Krieg geführt hat.

Darstellung: