Ihre Meinung zu: Wirecard: Hat Marsalek eine halbe Milliarde veruntreut?

9. Januar 2021 - 9:55 Uhr

Der ehemalige Wirecard-Finanzvorstand Marsalek soll mit Komplizen gut eine halbe Milliarde Euro veruntreut haben. Das geht aus dem Haftbefehl gegen ihn hervor. Von L. Kampf und R. Pinkert.

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Kommentare

Den letzten Halbmilliardär beißen die Hunde

Weitaus angenehmer als im Staatsanwaltschaftsschwitzkasten wäre Marsalek zu ein paar Milliarden Euros gekommen, wenn er in einem Lufthansa-Subventionierungsboot mit Heinz Hermann Thiele gesessen hätte.

„Eingeschworene Banden“ gibt es viele

„Marsaleks Anwälte äußern sich nicht zu dem Haftbefehl und zu den Vorwürfen gegen ihren Mandanten. Marsalek selbst ist und bleibt verschwunden“

Na, aber Anwälte hat er. Die werden schon wissen, wie sie an ihr Geld kommen.

Immer auf die Kleinen drauf

Ob Marsalek eine halbe Milliarde Euros veruntreut hat, kann nicht mal ein Buchprüfer feststellen, weil das einfach zu viel Geld auf einen Haufen ist. Da wäre ein unterschlagener 25 Cents-Flaschenpfand-Bon bei Aldi weitaus übersichtlicher zur Anklage-Erhebung.

Bedarfsermittlung ganz nach Christoph Butterwegge

Marsalek muß ja offenbar sehr viele Komplizen gehabt haben, damit von der halben Milliarde nichts über bleibt.

Und Tschüss : Ex-Wirecard-Finanzvorstand Marsalek

Aus dem Artikel:
"... Der ehemalige Wirecard-Finanzvorstand Marsalek soll mit Komplizen gut eine halbe Milliarde Euro veruntreut haben. Das geht aus dem Haftbefehl gegen ihn hervor ... Der 40-jährige Österreicher Jan Marsalek befindet sich seit Juni 2020 auf der Flucht ..."

Ex-Wirecard-Finanzvorstand Marsalek werden die Behörden eh niemals mehr wieder finden.

Der ist längst irgendwo in der Welt mit falschem Namen und Pass und sonst. falschen Papieren unterwegs.

Das hat er lange vor seine Flucht vorbereitet.

Es ging "nur" noch darum die ca. 1/2Milliarde in den Wirkungsbereich zu bekommen, sicher zu stellen, um dann sofort abzuhauen, - auf Dienstreise - versteht sich.

Wahrscheinlich lenkt er sein neues Imperium von einer unauffälligen Hochseejacht aus. Mobiles Internet gibt es heute fast überall. Home-Office macht's möglich.

Und selbst wenn er nach D. zurückkehren wollte, geht es u.U. wg. Corona nicht:
Entweder nicht ausreisen, oder nicht einreisen.

Wie viele ähnliche unentdeckte Fälle gibt es bei uns noch?

Und: Wir sollten nicht die Betriebsprüfer zu den Kleinen schicken, sondern nur zu den Großen!
Wie man am Fall wirecard sieht, sind die Wirtschaftsprüfer nicht in der Lage, Firmen und deren Bilanzen wirklich zu prüfen.
Ich rate dazu, dass man Betriebsprüfer der Steuerverwaltungen mit langjähriger Erfahrungen gezielt schult, um Großbetriebe effektiv zu prüfen.
Diese Prüfer sollten aus dem gehobenen Dienst der Steuerverwaltungen kommen, d. h. kein Hochschulstudium haben.
Ich glaube nämlich nicht, dass ein Hochschulstudium eine gute Voraussetzung für effektive Prüfungen ist, sondern es bedarf viel Erfahrung auf dem Gebiet der Betriebsprüfung. Die wiederum haben die Prüfer des gehobenen Dienstes am allermeisten.

Fragen Sie vielleicht mal Frau Schwesig. Die hat diese Ausbildung durchlaufen. Sie hat daher auf diesem Gebiet Erfahrungen und wird das sicher bestätigen können.

Ich vermute, dass es noch einige Fälle mehr geben wird in D, die wie Wirecard nur "Luftblasen" sind.

Hinweise gab es reichlich ...

wie schon bei CumEx, dem Dieselskandal und hundert anderen Wirtschaftsskandalen in Deutschland. Der Umgang der deutschen Regierungspolitik mit Wirtschaftskriminalität ist der bekannte der "ruhigen Hand": man läßt die Wirtschaft also so lange gewähren, bis der Skandal da ist, woraufhin man sich medienwirksam empört, in oft vielen Scheinhandlungen erkennbar aktiv wird und parallel die Anklagen möglichst verjähren läßt, damit nicht zu viel Staub aufgewirbelt wird. Vielleicht liegt es ja daran, dass schon das gewöhnliche Wirtschaften im Kapitalismus auf heimliche Übervorteilung hinausläuft und sich also immer an oder jenseits der Grenze des sozial statthaften bewegt.

Welches Strafmaß bei diesen volkswirtschaftlichen Schaden?

Ich bin sehr gespannt ob und wie diese "Herren" zur Rechenschaft gezogen werden. Nach einer verschleppten juristischen Aufarbeitung kann man mit ein bisschen Kleingeld in der Hinterhand, leicht mal ein, zwei oder drei Jahre absitzen. Leider steht das in keinem Verhältnis zum angerichteten Schaden. Vermutlich ist auch das den Herren(Und Damen) egal. Vielleicht sollten wir darüber nachdenken solche Kapitalverbrechen auch so zu benennen und entsprechend zu bestrafen. Ich glaube das eine Privatinsolvenz für das weitere Leben ist deutlich einschneidende Folgen(Schufa etc.) hat. Für das als das Abgreifen von Peanuts in Form von hunderten Millionen Euro und den daraus resultierenden Schaden für eine Gesellschaft ist "Lebenslänglich" durchaus angemessen.

Wirecard: Hat Marsalek eine halbe Milliarde veruntreut ?

Und inzwischen gibt es ja auch einen Untersuchungsausschuss des Bundestages zu Wirecard. Es geht um Luftbuchungen in Höhe von 1,9 Milliarden Euro. Wirecard hatte Verbindungen in die höchsten Kreise. Und die machten sich noch 2019 in China für das Unternehmen stark. Jörg Kukies, Staatssekretär im Finanzministerium (früher Goldman-Sachs-Chef Deutschland) gratulierte am 5. November 2019 dem Wirecard-Chef Markus Braun zum 50. Geburtstag....

Hoffentlich werden die ganzen Täter verurteilt

Na hoffentlich werden diese ganzen Täter bei Wirecard vor Gericht verurteilt und die ganzen Anleger entschädigt. Auch dieser Marsalek - nach dem gefahndet wird - gehört genauso zur Verantwortung gezogen wie viele verwickelte Politiker ebenfalls.

Zusätzlich ist die Frage aufzuklären, wie so eine Geheimdienst-Firma überhaupt in den DAX gelangen und die Anleger so derart schädigen konnte und warum diese Firma ihre Bilanzen dermaßen frisieren durfte.

Weiterhin müssen diese ganzen veruntreuten Gelder von den Verantwortlichen zurückgeholt werden.

Eine halbe Milliarde...

sind 500 Millionen , das sind etwa 50% von der Summe mit dem Harz 4 Aufgestockt wurde....
Aber das sind ja nur Peanuts in Anbetracht der Summen die uns alle die Pandemie auf Generationen kosten wird....

Merkel hat für Wirecard in China lobbiiert.

Und Guttenberg hatte dazu offensichtlich die Türen geöffnet.

Benutzt wurde eine Firma in Singapur, die Geld nach Litauen, also in der EU weitergab etc.

Aber auch Deutschland wollte bisher ja die Finanzwirtschaft z.B. mit ihren Steuersparmodellen gar nicht so richtig kontrollieren.

Wirecardskandal

Wenn Marsalek eine halbe Milliarde veruntreut hat , konnte er das sicher nicht allein ! Denn so einfach geht das nicht. Es muss also Helfer gegeben haben und die könnten sogar aus der Politik kommen! Auffällig ist jedenfalls , dass man wenig von Erfolgen im Fall Wirecard hört ! Das riecht schon nach Helfers Helfer damit bloß nichts entdeckt werden kann. Das erinnert sehr an Maut, BER oder Beraterverträge in schwindelnden Höhen und tausende andere Fälle.

2015 bis 20

Es ist schon erstaunlich das Marsalek so lange unerkannt solche betrügerischen Finanztransaktionen vollziehen konnte ,ohne das Kontrolleure etwas davon gemerkt haben sollen .Vor allem das Gewähren eines 35 Millionen Kredits durch den Chef von Wirecard um einer Privatbank Schulden zu begleichen ,welcher Art bleibt offen , hätte doch den Finanzkontrolleuren auffallen müssen . Das ganze Geflecht war doch in jeden Fall mehr Schein als sein . Wieso konnten die so lange Weltweit agieren ohne aufzufallen ?

Bertolt Brecht kreativ umgesetzt

Braun, Marsalek und Co. scheinen BB wohl intensiv studiert und kreativ umgesetzt haben.
" Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?" (Dreigroschenoper)

Der legendäre große britische Postraub von 1963 erscheint dagegen als ein "minder schweres Vergehen".

Und wie toll war es dann für Deutschland?
Endlich einen neuen "global player".

Aufklären wer alles von den Überwachern und Kontrolleuren bezüglich wirecard etwas falsch gemacht hat?
W.C. (wohl kaum)

Gruß, Wolfgang

Und wieder....

bewahrheitet sich das alte Sprichwort: Gelegenheit macht Diebe! Nur daß es sich nicht mehr um Diebstahl handelt, sondern raffinierte Kriminalität! Auffallend ist dann immer das totale Versagen der nach gesetzlicher Vorschrift (z.B. HGB etc.) installierten Prüfebenen. Völlig ahnungslos, weil eben von fast nichts eine Ahnung habend, ist dann immer der z.B. Vorstands- oder Aufsichtsratvorsitzende. Deren Aufgaben sind die Pflege zu politischen Ebenen und das Tragen feinen Zwirns. Sie sind auch die Ersten, die sich lautstark darüber beklagen, daß sie von eindeutig intelligenteren, aber "bösen" Menschen betrogen wurden. Wer beruflich mit der durch Nichts gerechtfertigten Überheblichkeit und Arroganz dieses Personenkreises zu tun hatte, wird der "Erfolg" des Herrn Marsalek nicht überraschen.

Wirecard

Mit freundlicher Unterstützung der Politik.
Das IT Vorzeigeunternehmen gefördert und beworben von einem L.-Baron und einer bald Heiliggesprochene.

Kein Datenschutz für Finanzjonglage

Auch an diesem Beispiel kann man sehen, wie wichtig es ist, dass sämtliche Finanztransaktionen und sämtliche Privatkonten der Akteure lückenlos überwacht werden.
Wenigstens auf diesem Gebiet muß der Datenschutz rückstandsfrei aufgehoben werden.
China ist da meilenweit voraus, wie man am Beispiel Alibaba sehen kann.

Re : Bernd Kevesligeti !

Dieser Untersuchungsausschuss ist doch nicht wirklich erhellend, weil a keiner zu seiner Verantwortung steht, und b gelogen wird, dass die Balken sich biegen.
Mit Sicherheit gibt es noch weitere solche Vorkommnisse, aber etliche werden unter dem Deckel gehalten, weil zu vermuten ist, dass auch Politiker drin verwickelt sind.
Letztendlich ist es immer das Gleiche, die Kleinen verurteilt man, mit den Großen trinkt man Sekt und tut so, als würde man sich aufregen.
Im Grunde will ich langsam gar nicht mehr wissen, was die Politik so alles mit den Großen der Wirtschaft vertuscht, verheimlicht, und all die Gewinne friedlich aufteilt. Dann gibt es noch einen Lobby- Job gut datiert als Bonus oben drauf.
Deshalb wird sich auch in Sachen Klimaschutz nichts ändern, denn sonst müssten etliche auf hohe Gewinne verzichten und nur investieren. Man braucht nur den Fritzen der CDU zu hören, die haben doch kaum ein Interesse, es soll alles so weiter gehen !

11:16, Peter Kock

>>Wenn Marsalek eine halbe Milliarde veruntreut hat , konnte er das sicher nicht allein ! Denn so einfach geht das nicht. Es muss also Helfer gegeben haben und die könnten sogar aus der Politik kommen! Auffällig ist jedenfalls , dass man wenig von Erfolgen im Fall Wirecard hört ! Das riecht schon nach Helfers Helfer damit bloß nichts entdeckt werden kann.<<

Wenn so viel Geld im Spiel ist, dann gibt es immer ein Netzwerk.

Es geht gar nicht anders.

Selbstverständlich wird verdunkelt, was das Zeug hält. Bei solchen Summen...

@krittkritt,11:04 Uhr-Merkel unterstützt die Wirtschaft

Frau Merkel hat, wie immer, deutsche Unternehmen unterstützt, während sie in China Gespräche führte. Sie werden der Kanzlerin schwerlich vorwerfen wollen, dass sie nicht die Geschäftsberichte von Wirecard gelesen habe. Dafür sind Wirtschaftsprüfer u.a. zuständig. Ich jedenfalls finde es gut, dass sich die Kanzlerin für deutsche Unternehmen einsetzt. Sie etwa nicht...?

Mafia-Dimension

Bei diesem Umfang versucht der Beitrag die Schuld einem Kreis von 10 Leuten zuzuordnen, aber es sind wohl weit mehr verwickelt. Auch die BaFin und Olaf Scholz haben ihre Rolle gespielt. Statt Hinweisen nachzugehen, hat die BaFin die Reporter verklagt, Short Positionen kurzfristig verboten. Gleichzeitig haben die BaFin Mitarbeiter fleissig mit den Aktien Geld verdient. Passieren tut jetzt nichts, denn der Rechtsstaat ist bei diesen Dimensionen überfordert. Nicht umsonst ist Deutschland ein Mafia Paradies geworden. Man denke auch an die Russen-Mafia die mit der deutschen Bank Donald Trump unterstützt hat...

Wenn da die - hoffentlich vorhandene - ...

interne Revision nichts bemerkt hat, werden hoffentlich noch mehr Mitarbeiter und Vorstände der Beihilfe angeklagt werden.

Was für ein Armutszeugnis der handelnden Personen dort. Gerade in IT und im Finanzwesen/Buchhaltung hätte man das alles lange vorher erkennen können. Für eine gute interne Kommunikation mit der Möglichkeit, Mißstände anzusprechen, spricht das jedenfalls nicht.

Re : AufgeklärteWelt !

Sehr gut bemerkt !
Viele in der Politik haben doch ersten keinen Schimmer, was wo wie in der Wirtschaft so läuft. Dann kommt auch hinzu, dass sehr viele in der Politik leider so wenig verdienen, dass sie noch einen unterbezahlten Nebenjob brauchen, sie sich gute Ratschläge holen müssen, wie sie Steuern sparen können, um ihren Klein-Geist leben zu können.
Und wo kriegt man am Besten solche Informationen frei Haus ????? ............................
Richtig bei den mehr als schamlos gierigen in der Wirtschaft, die den Hals nicht voll kriegen, die eigenen Leute betrügen und belügen, die korrupt sind, und denen jedes Mittel recht ist.
Und da die Politik ja eh nur Interesse an der Kernwirtschaft hat, also die die große Begehrlichkeiten weckt, arbeiten auch beide Seiten eng zusammen.
Dass irgend welche Skandale aus gesessen werden, das gab es schon immer und wird es immer geben, solange unsere Politiker nicht endlich ihrer Verantwortung gerecht werden, und für alle Menschen sich einsetzen.

Eine halbe Milliarde

Eine halbe Milliarde unterschlagen? Da kann man ja eine saftige Belohnung zur Ergreifung dieser Typen ausloben. Das wird die Herrschaften erst schön in Bewegung halten, weil sich immer mehr das viele Geld holen wollen und irgendwann sind gilt dann auch für die Marsaleks :“Viele Hunde sind des Hasen Tod“...

von Traumfahrer 12:06

Man wüsste auch gern mehr dazu, warum Klaus-Dieter Fritsche, ehemaliger Vizepräsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz im Jahre 2019 für Wirecard lobbyierte. Am 13. August 2019 hat er um einen Termin in Berlin gebeten, der am 11. September d.J. auch zustande gekommen ist ( Rasanter Aufstieg, tiefer Fall,Jörg Kronauer, 31.7. 2020).

Re : nie wieder spd !

Im Grunde vollkommen richtig ! Und es bleibt ja auch immer die Frage, wer schreit das so laut, wenn es um den Datenschutz geht, was die Finanztransaktionen geht, das sind zum großen Teil die Politiker, die möglicherweise mit involviert sind, die davon profitieren, dass eben nicht so genau hingeschaut wird.
insgesamt gesehen, sollte das gesamte Steuersystem überarbeitet werden, damit eben mehr Gerechtigkeit einkehrt, und die Steuerbehörden müssten deutlich ausgebaut und verstärkt werden, um möglichst viele kontrollieren zu können. Aber ein wirklicher Willen unserer Politik für mehr Aufklärung und die vielen Milliarden zurück zu holen, ist nicht zu erkennen !
Was Alibaba angeht, da könnte auch was ganz anderes dahinter stecken, als das was jetzt so angegeben wird. Vielleicht, doch eher wahrscheinlich ist der Boss von Alibaba zu sehr von der Parteilinie weg gegangen und die offene Kritik war Xi zu viel, weshalb nun Ma nun verschwunden ist !

Die CDU, auch CSU sind von Spenden abhängig.

@12:07 von Adeo60
Und das erklärt viele (Fehl-) Entscheidungen.
- Glyphosat
- Verhinderung der EU-Abgas-Verschärfung etc.

In China hat sie sicher beim Einsatz für Wirecard auf die Menschenrechtssituation hingewiesen...

Viele internationale Firmen im Imperium Wirecard

Aus dem Artikel wird deutlich, dass es jede Menge internationale Firmen gab.

Ein verzweigtes Netz, dass eine Kontrolle fast unmöglich macht. Selbst wenn jeden Tag geprüft werden wollte.

Und an der Stelle fallen Unternehmen auf, die es offensichtlich mit der Ehrlichkeit nicht so genau nehmen wollen. Vielfach ist der Hintergrund die Steuervermeidung oder Steuerhinterziehung.
Ein bekanntes Ziel sind (u.v.a.) z.B. die Caymaninseln.
Tauchen in den Bilanzen Unternehmen auf, die eine geschäftliche Verbindung zu Unternehmen auf den Caymaninseln unterhalten, lohnt es sicherlich mal genauer hinzuschauen wie die Geschäfte so ablaufen.

Vielfach wird sich feststellen lassen, dass es sich um Abwicklungen von Geschäften handelt, die nur dem Zweck der Steuervermeidung dienen.

Wieso das bei den Behörden/Stellen, welche für die Prüfung solcher Umstände zuständig sind dies immer noch nicht aufgefallen ist, ist die Frage überhaupt.

Scheinbar wird an d. Wirklichkeit vorbei geschaut: wg. weniger Arbeit

@ um 12:07 von Adeo60

Es ist Aberkennung großer Unterschied, ob sich die deutsche Kanzlerin für deutsche Unternehmen einsetzt oder für deutsche Verbrecher.
Das sie vorher nicht ausreichend informiert war, liegt sicher an dem Personal, dass zur Untersuchung eingesetzt wurde.
Aber als Regierungschefin könnte sie Einfluss darauf über ihren Finanzminister nehmen.
Am Ende ist immer der Verantwortlich, der/die höchste Position inne hat. Und wenn der, die sich unfähiges Personal aussucht oder auch nur aussuchen läßt, entbindet sie/ihn das nicht von der eigenen Verantwortung.
Wozu sitzt eigentlich mit Jörg Kukies ein definitiver Insider als beamteter Staatssekretär im Finanzministerium, wenn er solche Dinge nicht durchschauen, abwehren und aufklären kann?
Etwa um genau das Gegenteil zu veranlassen?

Re : Adeo60 !

Nein, es ist nicht die Aufgabe der Kanzlerin, sich für EIN Wirtschaftsunternehmen ein zu setzen.
Es ist ihre Aufgabe gute Politik für alle zu betreiben, sich für die Menschenrechte, Meinungsfreiheit und Pressefreiheit ein zu setzen.
Eine wirklich gute und erfolgreiche Firma wird langsam aber bekannt, wirbt für sich selbst und sucht sich selbst Kontakte, wenn sich diese Firma in anderen Ländern etablieren will. Siehe VW und CO, wobei ich die Praktiken dieser Unternehmen in China nicht wirklich gut heiße, weil sie sich dort nur etablieren konnten, weil sie alles hinnehmen, was die KP ihnen aufbürdet.
Also haben sie in meinen Augen auch kein Rückrat, keine Scham, keine Moral, weil es wie immer nur um Absätze und hohe Gewinne geht, egal zu welchem Preis.
Auch die Kanzlerin hofiert die KP zu sehr, und zeigt NULL Konsequenz !

@10:03 von Nettie

"... Na, aber Anwälte hat er. Die werden schon wissen, wie sie an ihr Geld kommen ..."

Nee.

Wenn das Pflichtanwälte sind, dann bekommen die erst mal ihr Geld aus der Staatskasse.

@ Margitt um 1021 Uhr, unentdeckte Fälle

"Wie man am Fall wirecard sieht, sind die Wirtschaftsprüfer nicht in der Lage, Firmen und deren Bilanzen wirklich zu prüfen.
Ich rate dazu, dass man Betriebsprüfer der Steuerverwaltungen mit langjähriger Erfahrungen gezielt schult, um Großbetriebe effektiv zu prüfen.
Diese Prüfer sollten aus dem gehobenen Dienst der Steuerverwaltungen kommen, d. h. kein Hochschulstudium haben.
Ich glaube nämlich nicht, dass ein Hochschulstudium eine gute Voraussetzung für effektive Prüfungen ist, sondern es bedarf viel Erfahrung auf dem Gebiet der Betriebsprüfung. Die wiederum haben die Prüfer des gehobenen Dienstes am allermeisten."
Genauso ist es. Es reicht nicht, die Zahlen auf Plausibilität zu prüfen, man muss Erfahrung mit den zugrunde liegenden realen Vorgängen haben. Man muss sich auch mal die Dinge in der Realität anschauen. Prüfen und gegenprüfen, stichprobenartig die Vorgänge vom Ende (in den zu prüfenden Büchern) bis zum Anfang ( verbuchte Leistungen / Güter, deren Bewertung ...) anschauen

skrupellose Gier

Leider ist es in unserer Wirtschaft weit verbreitet, dass diejenigen Manger, die mit den gewagtesten Tricks den größten finaziellen Erfolg verbuchen, von den Kollegen und oft auch den Politikern gefeiert werden. Denn es geht ja immer um die Arbeitsplätze. Und so hat sich selbst Kanzlerin Merkel für das damals schon verdächtige Unternehmen Wirecard stark gemacht.

Wenn dann nachdem die Blase geplatzt ist genau diese Arbeitsplätze verloren gehen und der volkswirtschaftliche Schaden feststeht, werden Krokodilstränen vergossen. Es wäre nach mehreren solcher kriminellen Geschäfte (Wirecard, cum-ex, Dieselgate etc.) mal an der Zeit in Wirtschaft und Politik zu lernen und umzudenken. Ein Geschäft ist halt nur dann gut wenn es sauber ist.

Re : born- in- 1964 !

Ja, das ist leider schon länger so, und bekanntlich stinkt der Fisch vom Kopf her !
Und es ist auch bekannt, unter vor gehaltener Hand, dass viele Politiker ihre Pfoten drin haben, und viele wie immer vertuscht wird,
Würde all dieses Geld tatsächlich mal ein gesammelt werden, könnte dies für großartige Projekte, die vielen Menschen dienen, verwendet werden !
Aber wie immer steht der Staat sich selbst mit etlichen Gesetzen im Weg !

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Zahlen darf es mal wieder der brave Michel
der aber nicht dazu bereit ist der Politik einen klaren Auftrag zur Regulation zu geben.
Der Kapitalismus in Zeiten der neoliberalen Ordnung, ist ein Tiger der vom Staat zumindest an die Leine genommen werden muss, um ihn zu zähmen.
Aber genau dafür gibt der Souverän kein Einverständnis.
Beschweren über die Gier und die nicht vorhandene Ethik ist zu wenig, klare Geste und Aufträge an die Politik etwas gänzlich anderes. So bleibt letztendlich alles wie es ist.

@unbutu77, 11:04

„Eine halbe Milliarde...
sind 500 Millionen , das sind etwa 50% von der Summe mit dem Harz 4 Aufgestockt wurde....
Aber das sind ja nur Peanuts in Anbetracht der Summen die uns alle die Pandemie auf Generationen kosten wird....“

Ah so. Wenn ich Sie richtig verstehe, kommt es da Ihrer Meinung nach auf solche „Peanuts“ wie (hier) die rund um den Wirecard-Skandal auch nicht mehr an.
Da haben Sie m.E. sogar recht. Wenn auch vermutlich in einem ganz anderen Sinne als meinem.

Dann sage ich es mal anders

Irgendwo müssen die Oligarchen ihr Geld waschen.

omg

Die Tatsache, daß da nur ein BAFIN-Mitarbeiter zuständig war, heißt doch nicht, daß das Finanzamt von jeglicher Pflicht entbunden war!

Eine einzige(!) ordentliche Betriebsprüfung hätte das Netzwerk zu Tage fördern müssen.

@Adeo 60

egal was die Politik und speziell Frau Merkel versemmelt, Sie finden immer eine gute Erklärung.
Ihre Art erinnert mich an das Verhältnis der GOP zu Trump.
Es ist ein Unterschied ob Wirtschaftsvertreter mitkriegen und für ihre Firma werben oderob die " Chefin selbst für ein Unternehmen wirbt. Sie hat sich auf den Lobbyisten Graf von Tun und Hatnichts inspirieren lassen. Das Ausländische Wirtschaftsprüfer schon monatelang Wildcard kritisiert hat, ficht unser Kontollierer oder gar Merkel nicht an.

@ Schnutenpulliulli um 10.02 Uhr "Den letzten Halbmilliardär"

Es dürfte klar sein, dass es zwischen dem in krimineller Absicht gegründeten Unternehmen Wirecard und einem soliden, durch pandemische Ereignisse in Turbulenzen geratenen Unternehmen (wie Lufthansa) Unterschiede gibt.
Warum dieser Vergleich?

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