Ihre Meinung zu: Neue Freihandelszone ist große Chance für Afrika

31. Dezember 2020 - 18:22 Uhr

Am 1. Januar startet die innerafrikanische Freihandelszone - mit 54 Ländern die größte der Welt. 90 Prozent aller Zölle sollen wegfallen. Doch der Binnenmarkt muss noch viele Hürden überwinden. Von Caroline Hoffmann.

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Kommentare

Eine große Chance

Wenn Sie sich all die Staaten der Gutmenschen, die sie seit Jahrhunderten zugrunde richten, vom Leib halten könnten. Auch den Chinesen sollten sie nicht vertrauen.

Stimmt das so

"Am 1. Januar startet die afrikanische Freihandelszone (AfCFTA). 54 Staaten mit 1,2 Milliarden Menschen sollen am Ende des Prozesses einen Binnenmarkt bilden. Dann wäre es die größte Freihandelszone der Welt."

Wenn ich das richtig weiß, gibt es den
" die Unterzeichnung zum Abschluss des virtuellen Gipfels der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean in Vietnams Hauptstadt Hanoi. Die "regionale, umfassende Wirtschaftspartnerschaft" oder RCEP, wie der Pakt abgekürzt wird, umfasst 2,2 Milliarden Menschen und rund ein Drittel der weltweiten Wirtschaftsleistung. "

Erst wird vermeldet, China hat den größten Packt, jetzt Afrika mit einer Milliarde Menschen weniger, kommt mir persönlich jetzt unlogisch vor.

Aber davon abgesehen, das ist gut für Afrika, 30 Millionen Arbeitsplätze werden aber bei den Wachstumsraten der Bevölkerung nicht so gravierend sein wie das klingt.
Trotzdem ist das natürlich gut.
Mal sehen wie lange es dauert bis das alles klappt.

Neoliberale Ideologie

Neoliberale Ideologen leugnen soziales u kulturelles Kapital. Menschliche Praxis wird auf primitiven Warenaustausch reduziert. Der Markt würde alles regeln. Demokratie, Kultur u Sozialstaat wird geleugnet. Individuelle Raffgier u Profitmaximierung wird als einziges menschliche Motiv von den schlichten Gemütern der Neoliberalen anerkannt.

Soziale Normen und Werte sind aber in der Realität gegeben. Die Weltwirtschaftskrise u die aktuelle Pandemie zeigen die alternativlose staatliche Interventionen. Neoliberale leugnen somit nicht nur Soziale Normen,Kultur, Gesellschaft u Staatlichkeit sondern die Realität insgesamt.

Der Kommentar basiert auf der neoliberalen Ideologie u der Illusion einer auf einem freien Markt reduziertem Weltbild.

Damit etwas für alle gleichermaßen nicht nur Sinnvolles, sondern Notwendiges nicht länger „schwierig“ ist, sondern einfach um jede Menge für jedermann ohne Weiteres zugänglicher Möglichkeiten erweitert wird:

„Einfach Waren über die Grenze bringen, war zwischen vielen afrikanischen Ländern bisher oft schwierig. Intra-afrikanischer Transport: Das ist zeitraubend, teuer und auf dem Kontinent gibt es einen Flickenteppich an Handelsregeln und Zöllen. Das führt zu langen Wartezeiten an den Grenzen, endlosem Papierkrieg für den Import, immer wieder wird Schmiergeld verlangt“

Gut, dass dieser Spuk endlich ein Ende hat. Von freiem Austausch und Handel untereinander und einem größeren Markt mit freiem Zugang für die Bürger aller Länder profitiert schließlich ganz Afrika.

Grundsätzlich...

... eine sehr gute Idee.

Das größte Problem Afrikas ist aber nicht der Mangel an innerafrikanischem Freihandel, sondern der Mangel an außerafrikanischen Freihandel, vor allem mit dem reichen globalen Norden (der mit der "Solidarität"!).

Dieser wird, etwa durch die elitaristischen, unsolidarischen EU-Agrarsubventionen, nämlich effektiv verhindert.

Hat der Autor wohl vergessen zu erwähnen. Ich reiche es als kritischer Beobachter deshalb gerne nach.

Dieses "solidarische" Problem wird durch den EU-Austritt von GB eher größer als kleiner.

@wenigfahrer, 17:44

Die asiatisch-ozeanische Freihandelszone RCEP ist nach dem Bevölkerungsanteil am größten, die afrikanische nach Anzahl der beteiligten Länder.

Ist aber völlig wurscht. Am besten wäre sowieso, die beiden Freihandelszonen würden sich (eventuell plus MERCOSUR) noch einmal zusammen schließen, so könnte man den unsolidarischen westlichen Solidaritätsgesellschaften eventuell wirtschaftlich langfristig einmal zeigen, wo der Hammer hängt.

Neue Freihandelszone ist große Chance für Afrika....

Und das ist tatsächlich so.
Aber dazu gehört auch, daß sich die Länder abwenden von den Economic Partnership Agreements (EPA) , die mit der der EU bestehen. Dadurch wird Entwicklung gehemmt, weil subventionierte Landwirtschaftsprodukte aus dem Norden die afrikanischen Produzenten verdrängen. Auch der Austritt aus der Franc-Afrique-Zone würde die Länder nach vorne bringen. Die afrikanischen Länder müssen die Hälfte ihrer Devisenreserven bei der französischen Zentralbank hinterlegen. Auch der Kurs ist so festgelegt, daß er den französischen Handel bevorzugt.

@17:47 von Initiative Neue...

Neoliberale Ideologen leugnen soziales u kulturelles Kapital. Menschliche Praxis wird auf primitiven Warenaustausch reduziert. Der Markt würde alles regeln. Demokratie, Kultur u Sozialstaat wird geleugnet. Individuelle Raffgier u Profitmaximierung wird als einziges menschliche Motiv von den schlichten Gemütern der Neoliberalen anerkannt.

Der freie Warenaustausch zwischen Menschen ist nicht nur die Basis von Wohlstand, sondern auch von Freiheit und Demokratie. Der Markt kann tatsächlich fast alles regeln. Der Markt ist echte Basisdemokratie. Jeder kann so für sich selbst täglich entscheiden/wählen ohne mit seiner Entscheidung andere Menschen zu gängeln. Mehr als alles andere bedeutet der Markt Freiheit. Menschlicher geht's kaum.
Ohne Gewinnstreben wäre die Menschheit bettelarm.
Ich wünschen den Afrikanern hier alles Gute, hoffentlich können die Länder so zu mehr Wohlstand kommen.

Wer glaubt, dass sich dadurch

etwas verbessert, der glaubt auch das Zitronenfalter Zitronen falten.
Es werden weiterhin die korrupten Regime das Geld einstecken, der "Friedensnobelpreisträger" Krieg führen, der "Westen" Schuld sein und die NGO's weiterhin mehr Entwicklungsgelder fordern, dass Deutschland gerne bezahlt und nichts wird sich ändern.

Viel wichtiger, als

Viel wichtiger, als Binnenhandel wäre es, die Ausbeutung duch China und Europa zu beenden.
Da die beiden das niemals von alleine machen werden, müssen sich die Afrikaner dagegen verbünden.
Die EU würde sich umsehen, wenn sie ihre Überproduktion nicht mehr los würde und für Rohstoffe weltmarktpreise zahlen müsste.

An dem Bericht irritieren die Schlusssätze:

“Eigens dafür versammelten sich die afrikanischen Bauarbeiter und die chinesischen Ingenieure des Projekts. Denn hier baut das Reich der Mitte ein weiteres Großprojekt für Afrika.“

So weit - so gut. Dann aber folgt des Pudels Kern:

“China weiß schon längst, wie wichtig der afrikanische Markt bereits ist - und wie viel wichtiger er in Zukunft noch werden wird.“

So vielversprechend alles im Artikel zuvor Gesagte klingt:
Hier zeichnet sich die von China gesteuerte wirtschaftliche Zukunft des geplanten afrikanischen Binnenmarktes ab.

Man darf gespannt sein, zu dessen Wohl sich der entwickeln wird.

17:35 von Letzeburger

Auch den Chinesen sollten sie nicht vertrauen.
.
es würde genügen die als Vorbild zu nehmen.
Zumindest haben die ihr Bevölkerungswachstum im Griff,
dort hungert - zumindest verhungert keiner

17:44 von wenigfahrer

Dann wäre es die größte Freihandelszone der Welt."
.
viel Land
noch mehr Menschen
aber keine Wirtschaftsleistung

@Enlightenment. - wirtschaftliche vs. politische Systeme

18:15 von Enlightenment.:
"Der freie Warenaustausch zwischen Menschen ist nicht nur die Basis von Wohlstand, sondern auch von Freiheit und Demokratie."
> Das mit dem Wohlstand mag ja für die Profiteure des Handels stimmen, aber dass zwischenstaatliche Handelsbeziehungen die Grundlage für ein politisches System legen, ist schlichtweg absurd.

"Der Markt ist echte Basisdemokratie."
> Nein. Das eine ist Wirtschaft, das andere ein politisches System.

"Jeder kann so für sich selbst täglich entscheiden/wählen ohne mit seiner Entscheidung andere Menschen zu gängeln. Mehr als alles andere bedeutet der Markt Freiheit. Menschlicher geht's kaum."
> Es ist alles andere als menschlich, wenn EU-Staaten mit billigen (weil subventionierten) Produkten den afrikanischen Markt fluten und somit die lokale Landwirtschaft unrentabel machen.

@ rossundreiter, um 17:57

“Hat der Autor [der heißt übrigens Caroline Hoffmann] wohl vergessen zu erwähnen. Ich reiche es als kritischer Beobachter deshalb gerne nach.“

Ja, von Leuten, die nicht nur kritisch sind, sondern gern alles besser wissen, kann die Welt eine Menge lernen.

@ Sisyphos3, 18:30

re 17:35 von Letzeburger

“...dort hungert - zumindest verhungert keiner“

Kühne Behauptung, woher nehmen Sie die?

Große Chance für Afrika?

Wohl doch mehr für Aktionäre und durch sie gesteuerte Großkonzerne und die endgültige Verabschiedung der letzten naturbelassenen Gebiete.

Ja, genau

Und vielleicht, aber auch nur vielleicht können wir dann aufhören, Afrika wie ein unmündiges Kind zu behandeln.

Faire Handelsbeziehungen statt entwürdigender, paternalistischer Entwicklungshilfe. Keine Gelder, die nur zu Korruption und unsinnigen Projekten führen.

Und nein, die EU ist hier NICHT der Gute. Mit Subventionen geförderte europäische Agrarprodukte zerstören heimische Märkte in Afrika. Gegen diese Dumpingpreise kann kein afrikanischer Bauer konkurrieren. Der Niedergang der heimischen Landwirtschaft und der Aufstieg der Nahrungsmulris wie Nestlé ist die Folge.

Und hört endlich auf, Eure abgewetzten Klamotten nach Afrika zu entsorgen. Kein Kleidungsproduzent in Afrika kann Arbeitsplätze schaffen, wenn Klamotten verschenkt werden.

Gut gemeint ist halt meist schlecht gemacht.

So, und in diesem Sinne einen Guten Rutsch!

@18:34 von Nachfragerin

aber dass zwischenstaatliche Handelsbeziehungen die Grundlage für ein politisches System legen, ist schlichtweg absurd.

Überhaupt nicht absurd. Die Freiheit der Menschen das eigene Leben zu gestalten und unabhängiger zu sein, ist größer, wenn der Staat den Handel mit Menschen in anderen Ländern nicht verbietet oder einschränkt.

Nein. Das eine ist Wirtschaft, das andere ein politisches System.

Doch. Ohne Marktwirtschaft ist Demokratie unmöglich, weil die Menschen dann von der Regierung für ihr Unterhalt abhängig wären. Ein System der freien Entscheidungen für das eigenen Leben (Marktwirtschaft) ist sehr wohl ein politisches System, sogar das beste.

Es ist alles andere als menschlich, wenn EU-Staaten mit billigen (weil subventionierten) Produkten den afrikanischen Markt fluten und somit die lokale Landwirtschaft unrentabel machen.

Zustimmung.
Die EU sollte Agrarsubventionen sofort beenden. Diese sind schlecht für Europa, Afrika und alle anderen

18:26 von harry_up

«So vielversprechend alles im Artikel zuvor Gesagte klingt:
Hier zeichnet sich die von China gesteuerte wirtschaftliche Zukunft des geplanten afrikanischen Binnenmarktes ab. Man darf gespannt sein, zu dessen Wohl sich der entwickeln wird.»

Der Hafen in Kenia ist wie der Hafen in Dschibouti einer der ganz wichtigen Häfen in Afrika, die für China Perlen auf der Perlenkette "Silk Road 2.0" sind. Beide in Ostafrika, wo die Containerschiffe aus China den kürzesten Weg aus dem Reich der Mitte zum Anlanden haben.

Dschibouti ist für Äthiopien, das ja keinen eigenen Hafen mehr hat, seit Eritrea (wieder) ein eigenständiger Staat ist. ÄTH ist der bevölkerungsreichste Binnenstaat der Erde, und Kenia der wirtschaftlich am weitesten entwickelte in Ostafrika.

Dazu gehörige Infrastruktur von Häfen ins Landesinnere bauen auch die Chinesen (Straßen, evtl. Eisenbahn). Damit die China-Waren gut voran kommen.

Silk Road 2.0 ist das am besten geplante Infrastrukturprojekt der Welt.
Zieljahr: 2050.

@ Sisyphos3, 18:32

re 17:44 von wenigfahrer

“viel Land
noch mehr Menschen
aber keine Wirtschaftsleistung“

Im Moment ist es so.
Aber lassen Sie Chinesen mal werkeln.
In 10 Jahren kann das mit der Wirtschaftsleistung ganz anders aussehen, hoffentlich auch zum Wohle der Afrikaner..
Dazu muss sicher auch noch eine Menge gegen Korruption getan werden.

Da kennen die Chinesen kein Pardon. :-)

Afrika und Europa (zu RossundReiter)

Im Prinzip richtig, doch haben die Staaten Afrikas auch Eigenverantwortung und sollen sich selbt besser organisieren.
Aber die EU ist wirklich ein besonders egoistischer Verbund wenn es um Afrika geht. Das Handelsabkommen EU-Afrika ist eine Schande!

Neue Freihandelszone ist große Chance für Afrika....

Dem Land Kenia wurde vor einigen Jahren der zollfreie Zugang von Blumen und Bohnen zur EU gestrichen, damit das Land ein Economic Partnership Agreement unterschreibt. Heute darf Kenia nur noch ein Fünftel seiner im-und exportierenden Waren kontrollieren (Zollabbau). Durch die verpflichtende Anwendung der Meistbegünstigungsklausel ist außerdem das Eingehen von Handelsbeziehungen mit anderen Ländern reglementiert. Die EU sichert sich so Marktvorteile für ihre mit mehr als 40 Milliarden Euro subventionierten Agrarprodukte (Großunternehmen).

18:49 von Einfach Unglaublich

Einfach unglaublich, aber diesmal muss ich Ihnen vollinhaltlich zustimmen! Wer hätte das gedacht? :-))
Guten Rutsch!

Am 20. Dezember 2020 um 10:56 von Keveslegeti

Zitat:
"...Wenn Sie sich all die Staaten der Gutmenschen, die sie seit Jahrhunderten zugrunde richten, vom Leib halten könnten..."

...und es gab schon einmal die Vision von den Vereinigten Staaten Africas, leider ist es bei dem Traum Gaddafis geblieben, er wurde ermordet und ich hoffe, das Freihandelsabkommen wird nicht auch beerdigt.

18:46 von harry_up

“...dort hungert - zumindest verhungert keiner“
Kühne Behauptung, woher nehmen Sie die?
.
haben sie von Bettelaktionen gehört - dort ?
auch ruft China nicht nach der Welt
scheinbar haben die ihre Probleme
(wie auch immer) dort im Griff

Bin kein China Spezialist war nur 2 mal dort
aber Bettler habe ich auf den Straßen nirgends gesehen

Re : Letzeburger !

Ja auch ich wünsche den afrikanischen Staaten viel Glück, dass sie hoffentlich Erfolg haben.
Dazu wäre es sinnvoll, all die unnötigen Waren, die sie bisher aus Europa und anderen Staaten importieren, am Besten gleich wieder zurück schicken.
Ja und auch die Chinesen verfolgen ihre eigene Strategie der Hilfe, die nicht wirklich eine Hilfe ist, weil bei den meisten Projekten der Chinesen in Afrika zu viele Chinesen diese bauen, und sich die afrikanischen Länder verschulden und dann abhängig werden. Das ist keine Hilfe, sondern Lug und Betrug, weil kaum ein afrikanischer Arbeiter auf einer der Baustellen zu finden ist, und somit nichts lernen kann, und die Chinesen sich dies teuer bezahlen lassen.
Aber auch die EU und die USA sind nicht gerade zimperlich, was die Ausbeutung des Kontinentes angeht. Da kann man nur hoffen, dass die Afrikaner dies so schnell wie möglich in die eigenen Hände nehmen!

17:44 von wenigfahrer

Aber davon abgesehen, das ist gut für Afrika, 30 Millionen Arbeitsplätze werden aber bei den Wachstumsraten der Bevölkerung nicht so gravierend sein wie das klingt.
.
nicht so negativ sehen
heute leben dort 1,2 Mrd Menschen in 2050 rechnet die UN mit 2 Mrd
ob es 4 Mrd werden in 2100, wie diese Organisation vermutet ??
Was ist da an Produktion möglich
jeder ein Häuschen zumindest ne Hütte,
wenn kein Auto; ein Moped zumindest ein Fahrrad,
Kühlschränke, Fernseher, Klimaanlagen, da ist viel Potential

Lamu, armes Lamu

Weltkulturerbe. Habe dort war Jahren gewohnt und es war wie im Märchen. Die Menschen in Lamu, die Fischer haben gekämpft und den Kampf verloren. Was soll werden? Das Nächste wird die Infrastruktur, die dann durch die Serengeti führt.. Dieser Hafen ist fragwürdig, da Mombasa bereits den grössten Hafen Afrikas betreibt. Und, ja wer baut? Die Chinesen...

@ 19:20 von Postquestioner

Üblicherweise waren die Träume Gaddafis die Albträume aller anderen Menschen ... Nach Idi Amin und Mobutu gab es wohl kaum einen brutaleren Gewaltherrscher in Afrika, der sich länger halten konnte. Dass Gaddafi irgendetwas positives für andere Menschen wollte, wäre echt neu. Es wäre schön, wenn Sie auch für all die von Gaddafi ermordeten Menschen ein ähnliche Haltung aufbringen würden, wie für den Täter, der dann selbst schließlich zum Opfer seiner Verfolger wurde.

Freier Handel

Der freie und faire Handel innerhalb Afrikas ohne störende Zölle und verzerrende Subventionen ist eine große Chance für den Kontinent und seine Menschen.
Hier ist Europa Vorreiter.

18:23 von Augustus Cäsar

«Wer glaubt, dass sich dadurch etwas verbessert, der glaubt auch das Zitronenfalter Zitronen falten.»

Und wer vom Kontinent Afrika gar keinen Plan hat, der behauptet halt einfach mal was. Müsste man sich ja ansonsten mit Afrika näher auseinandersetzen.

Schwierig … da außer Badeurlaub bei Afrika-Mittelmeer + evtl. Großwild-Gucken in Reservaten im Süden Touristisch-Afrika unbekannt, und teils auch sehr schwierig bis unmöglich zu bereisen ist.

Außerdem … au weia. Mehr als 50 Staaten. Viel zu anstrengend … boah ey. Besser irgendwas behaupten. Viel einfacher … und schneller fertig ist man dann auch.

Dabei ist gerade Afrika wegen unbekannt sehr interessant. Das war mal der Antrieb der Entdecker aus früheren Epochen, Unbekanntes zu entdecken. Seit es das doofe Internet gibt, macht man das nicht mehr. Obwohl es einfacher als je zuvor ist. Vor allem zum irgendwas Behaupten.

Sonst müsste man sich gar mit Realität konfrontieren.
Mit Gutem wie Ruanda.
Oder mit ganz Miesem: Agbogbloshie.

@Sisyphos3

„ ... es würde genügen die als Vorbild zu nehmen.
Zumindest haben die ihr Bevölkerungswachstum im Griff,
dort hungert - zumindest verhungert keiner.“

Da sind Sie über die Armut im chinesischen Lande aber schlecht informiert.

19:35 von Pipilangstrumpf

Lamu, armes Lamu .... Weltkulturerbe.
.
Buddha-Statuen von Bamiyan ... Weltkulturerbe
jeder hat seinen Kummer
das hätte ich jetzt gerne noch angeschaut
wird wohl nix in diesem Leben

Angst vor Ideologen

@ Initiative Neue...:
Neoliberale Ideologen leugnen soziales u kulturelles Kapital.

Ich bin kein Ideologe, aber an dem Satz stört mich das Wort Kapital, das passt da nicht hin. Können wir nicht von sozialen und kulturellen Ressourcen sprechen? Und ich glaube nicht, dass es jemanden gibt, der das leugnet.

@ 18:53 von harry_up

Es kann sehr stark bezweifelt werden, dass China irgendeinen guten Einfluß bzgl. der Korruptionsproblematik in Afrika haben wird. China liegt an 87. Stelle des Korruptionsindexes, einige afrikanische Länder liegen z.T. deutlich drüber. Diktaturen wie China sind überlicherweise ein hervorragender Nährboden für Korruption, da man sich über Wohlverhalten und Beziehungen vor jeder Strafverfolgung schützen kann. Ehrlichkeit schützt hingegen vor gar nichts.

@ wenigfahrer

Sie haben es richtig verstanden, es entsteht die größte Freihandelszone der Welt. Aber man kann ja nicht überall rum kommen.

Das Erbe des Kolonialismus

sind ohne Rücksicht auf kulturelle Bindungen gezogene Grenzen, korrupte, durch nichts legitimierte Regime und Monokulturen, die allein dem Wohlstand Europas, Nordamerikas und Teile Asiens dienen. Diese Freihandelszone erlaubt den Menschen Afrikas ohne Rücksicht auf die kolonialen Grenzen wieder untereinander Handel zu treiben, die Möglichkeiten zu staatlicher Korruption sind etwas eingeschränkt und man ist etwas unabhängiger von den bisherigen Haupthandelspartnern. Das ist gut. Aber Afrika leidet immer noch unter dem, was fremde politische Mächte zu ihrem eigenen Vorteil diesen Völkern angetan hat und immer noch antut. Unser heutiger Wohlstand beruht auf Ausbeutung. Sind wir bereit auf Wohlstand zu verzichten? (Ich höre an der Stelle wohl besser auf, Entschuldigung, liebe Tagesschau, für meine Entgleisung gegen bestimmte, über alle Zweifel erhabenen Kreise.)

Totalitäre Unterdrückung

@ Autograf:
Üblicherweise waren die Träume Gaddafis die Albträume aller anderen Menschen ...

... vor allem die Albträume seines Volkes.

@harryup, 18:43

Ja, von Leuten, die nicht nur kritisch sind, sondern gern alles besser wissen, kann die Welt eine Menge lernen.

Danke, ich gebe mir weiterhin größte Mühe, bedauerlicherweise ist auch meine Zeit gemeinhin begrenzt.

Zum "Autor": Geschlechter ja sind sooowas von 2020...

Mit diesen Worten verabschiede ich mich in die Silvestersause und wünsche allen mir wohlgesonnenen Kommentatoren einen guten und feuchtfröhlichen Rutsch!

@ Postquestioner

...und es gab schon einmal die Vision von den Vereinigten Staaten Africas, leider ist es bei dem Traum Gaddafis geblieben ...

Die Träume korrupter und mittlerweile verblichener Potentaten können uns relativ egal sein.

19:20 von Postquestioner

«...und es gab schon einmal die Vision von den Vereinigten Staaten Africas, leider ist es bei dem Traum Gaddafis geblieben, er wurde ermordet und ich hoffe, das Freihandelsabkommen wird nicht auch beerdigt.»

Neben Herrn Gaddafi gab es gar nicht so wenige weitere durchgeknallte Diktatoren und Menschenverächter, die sich vorgnommen hatten, historisch Großartiges nur alleine zu ihrer eigenen Beweihräucherung zu erschaffen.

Aber fast irgendwie alle von denen wurden dann ermordet, weil sie selbst die Hände vom Morden gar nicht lassen konnten.

Klar verbessert sich was

@ Augustus Cäsar:
Wer glaubt, dass sich dadurch etwas verbessert, der glaubt auch das Zitronenfalter Zitronen falten.

Es ist mir relativ egal, was Ihre Zitronen tun, aber der Glaube des Menschen an eine bessere Welt ist unerschütterlich.

@ Autograf

Das Erbe des Kolonialismus sind ohne Rücksicht auf kulturelle Bindungen gezogene Grenzen ...

Davon haben wir in Deutschland auch jede Menge und das ist manchmal auch gar nicht so schlecht.

@Bernd Kevesligeti 18:12

>Und das ist tatsächlich so.
Aber dazu gehört auch, daß sich die Länder abwenden von den Economic Partnership Agreements (EPA) , die mit der der EU bestehen. Dadurch wird Entwicklung gehemmt, weil subventionierte Landwirtschaftsprodukte aus dem Norden die afrikanischen Produzenten verdrängen. Auch der Austritt aus der Franc-Afrique-Zone würde die Länder nach vorne bringen. Die afrikanischen Länder müssen die Hälfte ihrer Devisenreserven bei der französischen Zentralbank hinterlegen. Auch der Kurs ist so festgelegt, daß er den französischen Handel bevorzugt.<

Ich hoffe sehr, dass die innerafrikanischen Regelungen einer Wehrhaftigkeit gegen EPA und Co. zur Stärkung verhelfen (Synonym: Hühnerflügel aus Europa).
Die Ausbeutung des afrikanischen Kontinents muss aufhören und innere Stärke könnte helfen.

Floskel

@ Initiative Neue...:
Neoliberale leugnen somit nicht nur Soziale Normen,Kultur, Gesellschaft u Staatlichkeit sondern die Realität insgesamt.

Sorry, wo ist da der Inhalt? Was wollen Sie damit sagen?

19:41 von schneegans

Da sind Sie über die Armut im chinesischen Lande aber schlecht informiert.
.
verhungert man dort (wie in Afrika)
und um das ging es im Beitrag

abgesehen davon
16 % der Deutschen sind ja auch armutsgefährdet ...

19:54 von KowaIski

aber der Glaube des Menschen an eine bessere Welt ist unerschütterlich.
.
natürlich
bekanntlich stirbt die Hoffnung ja zuletzt

@Bernd Kevesligeti, 18.12h

Kann man so sehen.
Was ist aber mit China, dessen wirtschaftliches Engagement in Afrika deutliche kolonialistische Züge zeigt?
Nur vergessen?

19:22 von Sisyphos3

@harry_up:

«haben sie von Bettelaktionen gehört - dort ?
auch ruft China nicht nach der Welt
scheinbar haben die ihre Probleme
(wie auch immer) dort im Griff
Bin kein China Spezialist war nur 2 mal dort
aber Bettler habe ich auf den Straßen nirgends gesehen.»

"Wahre Armut" sieht man als Tourist nie, wenn man 2x für wie viele (?) Tage / Wochen vor (x) Jahren als Tourist in Land irgendwo war.

Sieht man nicht in China, nicht in Afrika, nicht sonstwo auf der Welt.
Man fährt als Tourist normalerweise ja nicht in Urlaub, um seine Zeit dann in "Slums" zu verbringen. Oder anderswo im Land, wo Lebensbedingungen besonders schlecht und gefährlich sind.

um 19:58 von Sisyphos3 19:41 von schneegans

,,Da sind Sie über die Armut im chinesischen Lande aber schlecht informiert.
.
verhungert man dort (wie in Afrika)
und um das ging es im Beitrag

abgesehen davon
16 % der Deutschen sind ja auch armutsgefährdet ..."

...für die in diesem Forum niemand mehr Häme und Verachtung übrig hat als Sie und das bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Im alten Jahr wäre nun noch Gelegenheit, im Rahmen dieser Diskussion einmal etwas von der Empathie zu zeigen, die Sie jüngst eingefordert hatten. Es wird auch nicht überall in Afrika an Hunger gelitten. Außer dem nach Respekt und Gerechtigkeit.

Freier und fairer Welthandel ohne Zölle

Ziel muss es sein, dass der gesamte Welthandel frei und fair wird und die Nationalstaaten auf Zölle und andere unfaire Vorteile der eigenen Wirtschaft verzichten. Die EU ist ein Vorreiter und so langsam bewegt sich Afrika auch in die richtige Richtung.

Armut ist relativ

@ melancholeriker:
abgesehen davon 16 % der Deutschen sind ja auch armutsgefährdet ..."

Armut und Armut sind aber meilenweit voneinander entfernt, wenn es um Deutschland und Afrika geht.

um 20:09 von DerVaihinger

Was ist aber mit China, dessen wirtschaftliches Engagement in Afrika deutliche kolonialistische Züge zeigt?
Nur vergessen?
------------
Das wirtschaftliche Engagement Chinas ist vergleichbar mit den deutschen Engagement nach 1989 in den Staaten Osteuropas. Und ob China unter Bedingungen in Afrika produzieren lässt, wie EU Staaten in asiatischen Ländern, kann ich nicht beurteilen. Aber ich kann mir schlecht vorstellen das es noch schlimmere Zustände gibt wie in den Textilfabriken in Bangla desch

20:17 von melancholeriker

da hast du ausnamsweise mal recht. auch die afrikanischen despoten leben in saus und braus

19:56 @KowaIski @ Autograf

"Davon haben wir in Deutschland auch jede Menge und das ist manchmal auch gar nicht so schlecht."

Wovon haben wir eine Menge?
Was daran so schlecht nicht ist?

Wer waren die Kolonialherren von Deutschland, die das hinterlassen
haben?

von DerVaihinger 20:09

Angesichts der Tatsachen, gibt es natürlich die Tendenz, daß sich afrikanische Länder abwenden (vom Westen). Das ist eigentlich nur logisch.

Aber was ist mit China ? Das Handelsvolumen China-Afrika stieg von
10,6 Milliarden Dollar im Jahr 2000 auf 221 Milliarden Dollar 2014. Seit 2010 gibt es Ausbildungsprogramme in 54 afrikanischen Ländern und Regionen, für Personal in medizinischen, landwirtschaftlichen und industriellen Bereich. Die chinesischen Investitionen stiegen schnell an, von einer Milliarde Dollar im Jahre 2004 auf 35 Milliarden Dollar 2015.

Wenn Afrika jetzt den selben Fehler wie Asien macht,

... und auf andauerndes Wirtschaftswachstum und immer größer werdenden Wohlstand setzt, so wie West-, Mitteleuropa und Nordamerika seit 180 Jahren, dann sehe ich Schwarz für die Menschheit. Leider bin ich mit dieser Ansicht - auch global gesehen (vielleicht von Bhutan abgesehen) - recht einsam...

20:17 von melancholeriker

ist es wirklich notwendig Leute hier im Thread so anzugehen ?
Beleidige ich sie ?

20:38 von hesta15

«Und ob China unter Bedingungen in Afrika produzieren lässt, wie EU Staaten in asiatischen Ländern, kann ich nicht beurteilen. Aber ich kann mir schlecht vorstellen das es noch schlimmere Zustände gibt wie in den Textilfabriken in Bangladesch.»

Leider gibt es die. Und zwar exorbitant viel schlechtere.

Geben Sie das Stichwort: "Agbogbloshie" in die Suchmaschine Ihrer Wahl ein. "Agbogbloshie" ist in Ghana in der Hauptstadt: "Accra". Größte Müllkippe in ganz AFR für Elektronikschrott jeder erdenklichen Art aus EUR.

Von Kaffeemaschinen, über TV-Geräte, PCs, Mobiltelefone, bis hin zu Waschmaschinen. Alles, wo (vor allem) Kupfer aus Kabeln, oder andere Metalle drin sind.

Dazu ist auch einer dieser verstörenden Dokumentarfilme, die mit ästhetisch wunderschönen Bildern das nackte Grauen wiedergeben. 10.000-e von Menschen, die auf dieser Müllkippe leben + wohnen, lachen + lieben. Wo Kinder geboren werden, ältere Kinder in giftigen Dämpfen von Bränden Metalle aus EU-Wohlstand "recyclen."

20:54 von WM-Kasparov-Fan

«Wenn Afrika jetzt den selben Fehler wie Asien macht, … und auf andauerndes Wirtschaftswachstum und immer größer werdenden Wohlstand setzt … dann sehe ich Schwarz für die Menschheit. Leider bin ich mit dieser Ansicht - auch global gesehen (vielleicht von Bhutan abgesehen) - recht einsam...»

So sehr einsam sind Sie nicht mit Ihrer Einschätzung.

"Brutto-National-Glück" als Wert in der Verfassung macht aber auch die Menschen in Bhutan nicht satt … und auch nicht undurstig. Sie sind sehr bescheiden, die Lebensverhältnisse in Bhutan. In einem sehr kleinen und abgeschiedenen Land im Hinalaya mit ± 0,75 Mio. Einwohnern.

So abgeschieden vom Rest der Welt, dass es eine einzige größere Verbindungs- / Zugangsstraße nach Indien gibt. Und weltweit 26 Piloten mit der Lizenz, den auf der ganzen Welt am schwierigsten anzufliegenden Flughafen in der Hauptstadt: "Timphu" anzufliegen.

Sehr sympathisch mit dem Lebensansatz der Buthanesen.
Aber quasi unmögl., dies auf andere Länder zu übertragen.

20:54 von WM-Kasparov-Fan

vielleicht von Bhutan abgesehen
.
auch dort laufen die Menschen nicht übers Wasser !

Zugegeben das schönste Land und die interessantesten,
vorallem aber liebenswertesten Mensch die ich je erlebte
Warum ??
vielleicht weil kaum einer rein kommt, die Gesellschaft noch intakt
und auf ihre Weise zufrieden

@ schabernack, 18:52

re 18:26 von harry_up

Ebend.
Wie ich schon vermutete, werden die Chinesen die Europäer ablösen.
Ob zum Nutzen der Afrikaner...? Nee, wohl kaum.

@WM-Kasparov-Fan, 20:54

„Wenn Afrika jetzt den selben Fehler wie Asien macht,
... und auf andauerndes Wirtschaftswachstum und immer größer werdenden Wohlstand setzt, so wie West-, Mitteleuropa und Nordamerika seit 180 Jahren, dann sehe ich Schwarz für die Menschheit“

Ob soviel Pessimismus begründet ist, kommt ganz auf die Definition von Wohlstand an. Wenn man darunter versteht, dass es allen wohl ergeht - und nicht, dass jeder möglichst viele Besitztümer anhäuft -, das Wirtschaftswachstum sich demzufolge an der Abdeckung der realen bzw. wirklichen Bedürfnisse aller Menschen ausrichtet (und nicht, wie es heute oft der Fall ist, an künstlich geschaffenen bzw. „eingeredeten“), nicht. Alles letztlich eine Frage der individuellen (persönlichen) Wertmaßstäbe eines jedes Mitglieds der globalen Bevölkerung.
Die herauszufinden sich schon deshalb lohnen dürfte, weil immaterielle Werte, z.B. Dienstleistungen an Menschen genauso wie die Bewahrung und nachhaltige Gestaltung ihrer Umwelt, gewaltig im Kurs steigen würden.

@schabernack

Vieles ist nicht so, wie es scheint. Es liegt zwischen Baugefühl und Fakten auch die Welten:

In China gelten erstmals mehr als die Hälfte aller Erwachsenen als übergewichtig:

https://www.n-tv.de/wissen/Jeder-zweite-Chinese-ist-uebergewichtig-artic
le22254649.html

Bei der Anzahl der fettleibigen Kinder ist China auf dem Weg zum Weltrekordhalter:

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/chinas-dicke-kinder-die-sc
hattenseite-des-wirtschaftsbooms-102.html

Laut Albert-Schweitzer Stiftung:

"Der durchschnittliche Chinese isst heute 63 kg Fleisch pro Jahr, Tendenz steigend. In Deutschland liegt der Pro-Kopf-Verzehr von Fleisch bei etwa 60 kg pro Jahr."

https://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/china-fleischkonsum

20:49 von Bernd Kevesligeti

«Die chinesischen Investitionen [in Afrika] stiegen schnell an, von einer Milliarde Dollar im Jahre 2004 auf 35 Milliarden Dollar 2015.»

Es gibt so'ne … und so'ne … Investitionen.

Solche, die zu beiderseitigem Vorteil sind.
Und andere, die auf Kosten der wirtschaftlich Unterlegenen vor allem anderen den eigenen Nutzen mehren sollen.

"Silk Road 2.0" mit allem (!), was damit zusammenhängt, ist alles andere als Entwicklungshilfe von Seiten Chinas. Ist es nicht in Afrika, ist es schon gar nicht in Südost- und Zentralasien. Zahlen zu Investitionen sind Schall und Rauch, wenn man sie nicht auch gleichzeitig mit "Begleitumständen" eng verknüpft. Und sehr (!) genau hinschaut, warum Investitionen in (x) überhaupt getätigt werden.

Bei der EU + den USA tun Sie das immer.
Aber aus CHN kommen nur die Selbstlosen den Armen zur Hilfe.

Schauen Sie mal, was in "Sihanoukville" in Kambodscha ist.
Und mit dem CHN-Hafen auf Sri Lanka.
Dann sehen Sie auch, wo welche Interessen wie gelagert sind !

Bevor ich meinen Hunden...

...die Ohren zuhalte, weil ich befürchte, dass in der Nachbarschaft doch einige “Restbestände“ verböllert werden:

Danke für die vielen Kommentare, zustimmende (gerne) wie konträre (watt mutt, dat mutt), schwer verdauliche, die mich hin und wieder wütend, zuweilen zum Kopfschütteln gebracht, aber sehr oft nachdenklich gemacht und eines Besseren belehrt haben.
Ma lernt nie us :-)

Der Rotwein wartet - kommt's alle gut rüber!

22:17 von schabernack

Schauen Sie mal, was in "Sihanoukville" in Kambodscha ist.
.
auf was sprechen sie an ?
ich war das letzte mal vor 10 Jahren dort
da war das noch relativ verschlafen
obgleich fest in chinesisch (touristischer) Hand
ganz anders als z.B. Siem Reap

22:08 von Norbert1981

«In China gelten erstmals mehr als die Hälfte aller Erwachsenen als übergewichtig: …
Bei der Anzahl der fettleibigen Kinder ist China auf dem Weg zum Weltrekordhalter: …
Laut Albert-Schweitzer Stiftung:
"Der durchschnittliche Chinese isst heute 63 kg Fleisch pro Jahr, Tendenz steigend. In Deutschland liegt der Pro-Kopf-Verzehr von Fleisch bei etwa 60 kg pro Jahr."»

Wie fast überall auf der Welt gedeihen: "Wohlstandskrankheiten", wenn der materielle Wohlstand weiter Kreise der Bevölkerung zunimmt. Zunahme auf ganzer Linie "volle Kanone".

Auch für Afrika als Kontinent ist dies nicht auszuschließen für längerfristig. Aber eher erst mal ist zu erwarten, dass durch mehr Wohlstand mit besseren Lebensbedingungen bspw. Kindersterblichkeit abnimmt. Wie auch das Bevölkerungswachstum prozentual geringer wird. In der Gesamtzahl wird die Anzahl der in Afrika lebenden Menschen aber erst mal größer werden.

CHN ist nun an einem Punkt angelangt.
Wo bisher Unbekanntes im Land zum Problem wird …

Hauptsache...

die Natur die in Afrika noch in Resten vorhanden ist,wird auch nopch zerstört...die positiven Kommentare hier zeigen mir immer wieder,.,Umwelt,Tiere,Natur...das ist alles fehl am Platz...Hauptsache es gibt Menschen,Menschen und nochmal Menschen...

22:23 von harry_up

«Bevor ich meinen Hunden … die Ohren zuhalte, weil ich befürchte, dass in der Nachbarschaft doch einige “Restbestände“ verböllert werden: … Der Rotwein wartet - kommt's alle gut rüber!»

Die Kölsche Böllerköpp vun bei mir em Veedel sind schon seit Stunden dabei.
Bumm bumm krawumm.

Auch Ihnen nur das Beste für 2021.
Der sehr angenehme digitale Gesprächspartner, der Sie immer waren, seit ich seit etwas mehr als 3 Jahren hier schreibend zugange bin.

Alles Gute auch für die Ohren Ihrer Hunde.
Dazu ein Bonmot auf Japanisch zum Jahresausklang.
Der Japaner sagt:

犬中 inu-naka・Hund Drinnen

Er meint aber nicht den Hund, der wegen Böllerei nicht raus will oder darf.
Der "Hund Drinnen" ist für ihn … der Mops.
Nur für drinnen, aber nicht für draußen geeignet … der Hund.

Auch allen anderen hier einen guten Übergang ins Neue Jahr.
Ob mit Hund drinnen oder draußen.
Oder ob auch ganz ohne Hund …

um 21:01 von Sisyphos3 20:17 von melancholeriker

Ich kann leider immer nur gelegentlich antworten wg. Arbeit, Pflege und so. Aber wenn Sie schon mal direkt fragen und ich evtl. direkt antworten darf, bin nicht ich der Beleidigte. Gestern z. B. waren es die Frauen, die sich "in Kirchen herumtreiben" wie Sie sich ausdrücken. Regelmäßig sind es Alleinerziehende, über die Sie sich hämisch und verächtlich auslassen oder über "Hartz4ler" und sonstige, die nicht den Vorzug oder das Privileg haben, 16 Stunden- Tage in Chatrooms abzulästern.

von schabernack 22:17

Man kann viel sagen. Aber Tatsachen, die sprechen eine Sprache. Die auf keinen Fall Selbstlosen, sie verlieren an Terrain: Die EU weigerte mit allen afrikanischen Ländern gleichzeitig über die EPA-Verträge zu verhandeln, stattdessen wurden sie in fünf Gruppen eingeteilt.

Währenddessen stieg der Anteil des Handels mit Afrika am gesamten Außenhandel Chinas von 2,1 Prozent (2000) auf 4,3 Prozent. Der Wert der afrikanischen Exporte nach China stieg von 4,78 Milliarden Dollar 2014 auf 117,15 Milliarden Dollar 2014. Gleichzeitig stieg das Volumen afrikanischer Importe aus China von 5,02 Milliarden Dollar im Jahre 2000 auf 110,32 Milliarden Dollar im Jahre 2014.

Afrika, immer eine Reise Wert

Meine letzte Reise nach Afrika war 2019.
Ich war 7 1/2 Wochen in Tansania, mit einem Abstecher zu den Bergorillas nach Uganda.
Ich war mit keiner Reisegesellschaft unterwegs sondern buchte mir meine Guides vorab.
Diese Jahr wollte ich nach Madagaskar (Sche.. Corona)

Ps: Guten Rutsch und ein gesundes 2021.

22:30 von Sisyphos3 / @schabernack

«Schauen Sie mal, was in "Sihanoukville" in Kambodscha ist.»

«auf was sprechen sie an ?
ich war das letzte mal vor 10 Jahren dort
da war das noch relativ verschlafen
obgleich fest in chinesisch (touristischer) Hand.»

Eben das meine ich. "CHN-Bauboom" in Sihaonukville.
Nicht nur Hotels für chinesische Touristen.
Aber auch Aufkaufen von ganzen Geschäftsstraßen inkl. der Ladenzeilen.
Vertrieben werden die ehemals kleinen Läden, Restaurants, Take-Away-Food-Buden. Kambodschaner können sich die Mieten nicht mehr leisten.
Und schon gar nichts zu den immer höheren Preisen für Immobilien kaufen, bevor es an chinesische Eigentümer geht.

Für Kambodschaner bleibt der Stadtrand, in the City ist Little China.
Inkl. Shops mit Luxusartikeln aus chinesischer Produktion, die sich Kambodschaner erst recht nicht leisten können. In den Restaurants gibt es CHN Food. Unterscheidet sich trotz Asien von KAMB Food doch sehr.

Einmal wenige Tage in 2003 war ich dort.
"Sleepy village" mit viel Charme.

In Afrika, z. B. in Senegal,

In Afrika, z. B. in Senegal, gibt es in seit einiger Zeit aufregende Initiativen, die bereits Mikrowirtschaften entstehen lassen, die eine große Anzahl Menschen in den Küstenregionen nicht nur ernähren können und selbständiger machen. Sie führen exemplarisch vor, wie mit Wissenschaft und Begeisterung ökologischer Wiederaufbau zugunsten von Flora, Fauna und nicht zuletzt den Menschen der unaufhaltsame Anstieg des Meeresspiegels zum Vorteil der abgestorbenen Mangroven im Westen des Landes gelenkt werden kann. Es funktioniert. Konnte kürzlich in einer arte - Doku bewundert werden. Da tut sich was. Ich hoffe nur, daß das autark bleibt gegen die Heuschrecken u. a. aus China.

23:06 von Bernd Kevesligeti / @schabernack

«Aber Tatsachen, die sprechen eine Sprache. Die auf keinen Fall Selbstlosen, sie verlieren an Terrain: Die EU weigerte mit allen afrikanischen Ländern gleichzeitig über die EPA-Verträge zu verhandeln, stattdessen wurden sie in fünf Gruppen eingeteilt.»

Tatsachen teilen untrüglich mit, dass es China schon mal gar nicht in den Sinn kommt, mit allen Ländern in Afrika über was auch immer gleichzeitig zu verhandeln.

Sehr, sehr genau wägt man ab, welche chinesischen Interessen und / oder Vorteile in Land (x) in Afrika sind, die es in Land (y) dort gar nicht gibt. Evtl. aber demnächst auch geben wird. CHN als Verhandlungspartner "auf Augenhöhe" ist gerade mit den Ländern in Afrika der Treppenwitz zum Jahresausklang.
Sehr unbedarft ohne Böller.

Selbstredend nimmt auch der Handel Chinas mit Afrika zu, wenn er das überall sonst auf der Welt auch tut. Und es sind nun mal ± 1,4 Mrd. Chinesen auf der Welt. Ca. 18,5% der Weltbevölkerung bleiben ja nicht auf ewig "Entwicklungsland in besser".

Der Moderation viel Glück und

Der Moderation viel Glück und weniger Stress mit den notorischen Nörglern und Weltverbesserern im neuen Jahr. Dankeschön für's Regulieren. Ich kann mich nicht beschweren. Prosit!

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