Ihre Meinung zu: Wie Corona die Filmindustrie getroffen hat

26. Dezember 2020 - 8:54 Uhr

Die Unterhaltungsindustrie gehört zu den großen Verlierern der Corona-Krise. Auch in Hollywood hat die Pandemie vieles auf den Kopf gestellt. Katharina Wilhelm zieht eine Bilanz des Filmjahres 2020.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
1.5
Durchschnitt: 1.5 (2 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

rer Truman Welt

Ich gehe davon aus, daß die Beschreibung dessen, was den Kinos passiert, gleichzeitig eine Blaupause für Entwicklungen in vielen anderen Lebensbereichen darstellt. Sowie eine Vielzahl an Kinos verschwinden wird, werden auch in anderen Bereichen gewohnte Dinge verschwinden wie bspw. grosse Teile des stationären Einzelhandels, bestimmte Amüsement Tempel, Reisen (in Massen), etc., etc.
Corona wird ins noch lange Begleiten und starke Spuren im unseren Gesellschaften zurücklassen, so wie es den obligatorischen Handschlag in unseren westlichen Gesellschaften für immer verschwinden lassen wird. Wir werden uns daran gewöhnen und anpassen und Neues daraus entwickeln. Dazu müssen wir jedoch zunächst durch den Prozess des Akzeptierens und Loslassens, um die Anhaftung an unseren materialistischen Überzeugungen und Glauben lösen zu können und uns dabei nicht betrogen fühlen. Jedes Ende ist auch immer ein neuer Anfang!

Als essentielle Arbeitskräfte eingestuft?

"eine von tausenden Arbeitskräften, die in Kalifornien seit November als wichtige, essenzielle Arbeitskräfte eingestuft wurden. Der neue Status macht es für Produktionen einfacher, Drehs zu organisieren. Denn eigentlich sollen größere Menschenansammlungen, vor allem in Los Angeles, unterbunden werden."

*

Solche Einstufungen erklären zumindest, warum in den USA die Infektionszahlen so hoch sind.

Allerdings gibt es da auch nicht die staatlichen Hilfen, wie hier. Jeder ist doch selbst "seinen Glückes Schmied" meint man.

Nicht Geld ist „essentiell“, sondern Rücksichtnahme -

aufeinander und auf die gemeinsame Lebensgrundlage, die Natur.

„Cruise klagt an, dass an den Filmprojekten Menschen hingen, die Häuser abbezahlen müssten. Und er müsse sich vor Produzenten und Versicherungen rechtfertigen“

Mit der Offenlegung dieses „Rechtfertigungszwangs“ vor Geldgebern hat Cruise (wohl eher unfreiwillig) das eigentliche Problem aufgezeigt: Die Abhängigkeit von ihnen. Zumal die auf mangelnder Rücksichtnahme resultierenden Nöte - unter anderem der Gefahr, sein Zuhause zu verlieren - nicht nur den (im Großen und Ganzen gesehen relativ kleinen) Teil der Bevölkerung betreffen, der seinen Lebensunterhalt durch die Mitarbeit an Filmprojekten bestreitet.

Na endlich einen Sündenbock gefunden

Hollywood steckte schon lange vor Corona in der Krise und hat seine immer weiter niveau-verflachte, auf plumbe Gewalt und Rumsbums Action-Langeweile statt auf Kreativität getrimmte Filmindustrie kaputt gewachstumelt, sodaß allenfalls nur noch Bollywood daran etwas verdient hat.

Vorübergehende Schließung der Kommentarfunktion

Liebe User,

diese Meldung kann im Moment nicht kommentiert werden.
Wir bitten um Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation

Kritik an der Redaktion

Wieder ein Thema, was vollkommen unwichtig ist, aber wo die Redaktion von tagesschau.de Leserkommentare zulässt. Die wichtigen Berichte werden von ihr dafür geblockt. Unverständlich!

@09:37 von Tada

>> Jeder ist doch selbst "seinen Glückes
>> Schmied" meint man.

Aber die Wenigsten bekommen zu ihrer Geburt einen Amboss geschenkt. -.-

um 12:44 von logo1

um 12:44 von logo1

,,Kritik an der Redaktion
Wieder ein Thema, was vollkommen unwichtig ist, aber wo die Redaktion von tagesschau.de Leserkommentare zulässt. Die wichtigen Berichte werden von ihr dafür geblockt. Unverständlich. "

Wieder so ein vollkommen unwichtiger Kommentar. Verständlich, daß er hier freigeschaltet wird. Er ist relevant, weil er nicht sagt, was ,,wichtig" sein soll und da stecken wir mitten im Dilemma der Kunst, die ja immer umwandeln kann oder muß, was im Alltag des gestressten Menschen nicht bewußt gelebt wird.

Anders sieht es da mit der Unterhaltung aus, die bei uns so prononciert wird, daß die Betonung auf der zweiten Silbe liegt. Sog. Blockbuster zielen darauf, den Kopf aber unter einer Linie zu halten, über der eine Auseinandersetzung mit der Realität möglich ist. Superhelden, Marvel und der ganze Klimbim hochaufgelöster, greller Voraussehbarbarkeit mit Happy End stehen mit den Machern auf dem Prüfstand und das nicht unter Laborbedingungen.

@12:44 von logo1

>> Die wichtigen Berichte werden von ihr
>> dafür geblockt. Unverständlich!

Ähh,weitere Themen am heutigen Tag waren bisher:
* Biden
* Spahn
* RKI-Zahlen

Welche anderen "wichtigen Berichte" meinen Sie? oO

könnte es nicht eine riesenchance ....

für die europäische film- und wirtschaft bedeuten.

aus dem schatten hollywood's treten, in den sich unnötigerweise hineinlaviert wurde.

die produktionen sind weniger geldgetrieben und wahrlich sehenswert.

@13:34 von adagiobarber

>> für die europäische film- und wirtschaft
>> bedeuten

Ähh, warum gucken Sie dann nicht:
* Bad Banks
* 4 Blocks
* Haus des Geldes
* ...

Es gibt doch gerade SEHR viele gute(!) europäische Serien. oO

Nur während Corona können die halt auch gerade nicht so richtig produzieren. -.-

13:29 von melancholeriker

«Anders sieht es da mit der Unterhaltung aus, die bei uns so prononciert wird, daß die Betonung auf der zweiten Silbe liegt. Sog. Blockbuster zielen darauf, den Kopf aber unter einer Linie zu halten, über der eine Auseinandersetzung mit der Realität möglich ist. Superhelden, Marvel und der ganze Klimbim hochaufgelöster, greller Voraussehbarbarkeit mit Happy End …»

Auch aus Hollywood-Made gibt es immer mal wieder gute + sehenswerte Filme, die eben nicht auf dem Blockbuster-Trail unterwegs sind, wo auch kein Superhero wen mit Happy End aus Schlamassel errettet. Diese Movies muss man aber suchen … und häufig sind sie auch nicht.

Ganz sicher bin ich kein "Cineast", aber wegen meiner Profi-Fotografie schon wer, der sehr visuell (auch) in Bildern denkt.

Sehr betrüblich die aktuelle + zu erwartende weitere Misere der vielen kleineren "Programmkinos". Dort liefen dann immer die Filme aus Iran / Chile / Japan / oder so … die Preise auf Festivals gewannen, ohne Blockbuster zu sein. Doof.

um 13:50 von saschamaus75

@13:34 von adagiobarber
>> für die europäische film- und wirtschaft
>> bedeuten

Ähh, warum gucken Sie dann nicht:
* Bad Banks
* 4 Blocks
* Haus des Geldes
* ...

Es gibt doch gerade SEHR viele gute(!) europäische Serien. oO"

Gerade auf 'arte' verpasse ich den Seriendonnerstag so gut wie nie. Wenn sich die EU in einem Feld ganz besonders lohnt, ist es das in erstaunlicher Vielfalt zu Blüte und Reife gelangte Drehen und Senden international produzierter Serien mit so experimentierfreudigen Autoren und vielen neuen Gesichtern, daß ich mich nur verbeugen kann, was die wirklichen Bewahrer von Kultur und Sprache als deren Träger für das bißchen GEZ + das französische Pendant dazu auf die Beine stellen ohne den Werbeterror. Ganz zu schweigen von den keine Tiefe scheuenden Dokus.

14:42 von schabernack

Wie so oft von Ihnen, ein Kommentar dem man nur zustimmen kann. Danke dafür.

Milliarden-Verluste?

Ich denke dann kann man die Milliarden Gewinn der letzten Jahre jetzt mal gegenrechnen.

Besonders die überhöhten Gagen einzelner sollten jetzt zum wolle aller drastisch gekürzt und sinnvoll verteilt werden.

@Schabernack, Zitat: "Auch

@Schabernack,
Zitat:
"Auch aus Hollywood-Made gibt es immer mal wieder gute + sehenswerte Filme, die eben nicht auf dem Blockbuster-Trail unterwegs sind, wo auch kein Superhero wen mit Happy End aus Schlamassel errettet. Diese Movies muss man aber suchen … und häufig sind sie auch nicht."

vielleicht muss man weniger im klassischen Kino-Film suchen - sondern ehr bei Serien die fürs Streamen bzw. die TV-Ausstrahlung produziert wurden...

..und genau hier gibt es schon "Helden"-Geschichten die weit über den Marvel-Trash hinausgehen - wie z.B. "The Watchman" (von HBO)
Gerade wie hier der in der USA auch heute noch grassierende Rassismus thematisiert wurde...
..besonders heftig war wie das in den 1920er stattgefundene Massaker von Tulsa eingearbeitet wurde - ziemlich prophetisch wenn man bedenkt wer den seinen Wahlkampf 2020 genau dort gestartet hatte!!

Das Kino wird sich verändern - ich bin der Meinung das die Zeit der Blockbuster-Kinos vorbei ist - die Pandemie hat dies nur beschleunigt

um 14:42 von schabernack

,,Sehr betrüblich die aktuelle + zu erwartende weitere Misere der vielen kleineren "Programmkinos". Dort liefen dann immer die Filme aus Iran / Chile / Japan / oder so … die Preise auf Festivals gewannen, ohne Blockbuster zu sein. Doof."

Ja, leider. Programmkinos, die sich die Mühe machen, schwerpunktbezogene Filmreihen mit Autoren zu organisieren oder ganze
Werkschauen vergessener Regisseure, kämpfen nicht nur um ihr Überleben. Sie vergrößern auch das Loch im Angebot unabhängiger Kunst, die sich nicht nach Unterhaltungswert richtet oder Einschaltquoten. Da zeigt sich dann, was Kunst ist. Die findet immer einen Weg, sich auszudrücken. Wer nur die Strategie hat, noch irrsinnigere Effekte mit noch mehr Experten zur Absicherung von deren Credibility für die äußerst anspruchsvollen Netflixer zu designen, kommt doch früh an die Grenzen. Auch die Spieleindustrie gehört dazu. Eigentlich alle, die Psychologen beschäftigen, um genau zu ermitteln, was die Verbraucher sehen wollen. Kann weg.

15:54 von melancholeriker um 14:42 von schabernack

Ja, leider. Programmkinos, die sich die Mühe machen, schwerpunktbezogene Filmreihen mit Autoren zu organisieren oder ganze Werkschauen vergessener Regisseure, kämpfen nicht nur um ihr Überleben. Sie vergrößern auch das Loch im Angebot unabhängiger Kunst, die sich nicht nach Unterhaltungswert richtet oder Einschaltquoten.

Die Filmfestivals, die kleineren, sind nicht zu vergessen. Da findet man die ein oder andere Perle und ein Q&A in Anwesenheit der Filmemacher eröffnet noch mal weitere Horizonte. Unvergessen für mich die Regisseurin Sung-Hyung Cho mit der Doku "Meine Brüder und Schwestern im Norden", die für den Dreh in Nordkorea ihre südkoreanische Staatsangehörigkeit ablegen musste, sich sehr gut vorbereitet hatte und die "Wächter" auch gerne mal etwas "ausgetrickst" hat.

P.S. Ob ich Sie aber als regelmäßigen "Platzanweiser" dazu buchen würde, muss ich mir noch gut überlegen... ;-)

Fans der Programmkinos...

...in Deutschland brauchen sich keine Sorgen machen, deren unabhängige Betreiber erhalten die gleichen Hilfen wie die Betreiber der großen Ketten. Heißt: Das Studi-Kino neben der Uni mit zwei Leinwänden und 10 Beschäftigten erhält den gleichen Festbetrag wie die Multiplex-Kette mit 30 oder 50 großen Häusern und 600 oder 1000 Beschäftigten. Abzüglich Kurzarbeitergeld natürlich. Womit das Programmkino mehrere Tausend Euro im Monat erhält, während die "Popcorn-Kinos" trotz staatlichem Arbeitsverbots, moment, lasst mich kurz meine Unterlagen prüfen, aha, NICHTS bekommen.

Und wenn Hollywood nicht mehr für große Leinwände, sondern kleine Bildschirme produziert, lohnen sich die Kosten für Effektfilme a la Star Wars und Avengers nicht mehr. Ohne die fehlen aber die Einnahmen, um die kleinen, aber feinen Kunstwerke zu finanzieren.

Am Ende kontrolliert dann Disney weltweit alles, von der Idee bis zur Programmauswahl zuhause. Und glaubt mir, das wollt Ihr nicht.

Großes Kino ...

... sind für mich eher sie leisen Filme mit guter Besetzung über "normale" Menschen.

Superhelden brauche ich nicht.

Der neue Film "Elise" mit Anthony Hopkins von dessen Ehefrau könnte dazu gehören.

Anderenorts habe ich gelesen, dass sich Tom Cruise gegen Coronaregeln aufgelehnt hat.

Ich bin bisher in Leipzig auch nur in ein Programmekino mit mehreren kleinen Sälen gegangen, das war immer ein schönes Erlebnis.

14:42 von schabernack

Ein Film, den ich in diesem Jahr gerne gesehen hätte, wäre der über die vier Hamburgerinnen gewesen, die im letzten Jahr um diese Zeit viele Wochen damit zu brachten über den Atlantik zu rudern. Seh zufällig stieß ich in der ZDF-Mediathek (Wellenbrecherinnen) darauf und habe deren Abenteuer sehr fasziniert verfolgt.

Fand ich grandios, mutig, vielleicht auch ein wenig verrückt und vor allen sehr inspirierend solch eine Idee in die Tat umzusetzen. Weiß nicht, ob Sie davon gehört haben - als Mensch mit Interesse an Bewegung auf dem Wasser vielleicht interessant. Der fertige Film lief dann leider (noch) nicht in meiner Stadt.

P.S. Um das kölsche Rätsel zu entschlüsseln, habe ich allerdings recht lange gebraucht. Aber immerhin ist es mir gelungen - es ließ mir keine Ruhe.

 15:54 @ melancholeriker

"Spieleindustrie"
Nichts gegen ein schönes Gesellschaftspielen - diese meinten Die sicher auch nicht, oder?

Ich habe gestern in kleiner Runde ein neues Spiel kennengelernt UMTATA, war spannend und lustig.

Darstellung: