Ihre Meinung zu: Worauf Spender in der Vorweihnachtszeit achten sollten

21. Dezember 2020 - 18:17 Uhr

In der Vorweihnachtszeit wird oft geteilt und gespendet. Doch worauf sollten Spender achten, damit ihr Geld an der richtigen Stelle ankommt? Die wichtigsten Regeln im Überblick. Von Kristina Dumas.

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Kommentare

Naja, spenden sammeln wird

Naja, spenden sammeln wird dieses Jahr do h eh ausfallen.
Und als Mitglied beim Finanzamt, spende ich eh schon mehr, als ich vertragen kann.
Ich würde ja gerne was geben, aber wovon?

Bitte nicht vergessen - Blutspende rettet Leben !

Die Blutspende kommt immer an
dazu muß man nur nicht aktuell Covid 19 infiziert,
oder aus dem Ausland gekommen sein.

Spenden , an wen ?

Entschuldigung , ..wer glaubt denn noch an solche Märchen vom Geld welches auch da ankommt wo man es braucht ?
Bitte nennen Sie mein lieber Herr oder Sie liebe Dame die vertrauensvolle Organisation der hilfreichen Hände .
Mir fällt spontan ein , dass die DLRG im Jahr 2019 ihre Mitglieder mal eben mit neuen Mitgliedsbeiträgen für 2020 überrascht hat ; ..welche
Erhöhung ?
Satte 50% , ..man könnt sich ja sonst nichts ...
Die willigen Spender wird es immer geben , ..aber die willigen Helfer nicht ...

Am 21. Dezember 2020 um 18:27 von Hennes Conrad

Zitat: Ich würde ja gerne was geben, aber wovon?

von Herzen ?

Indem man es direkt an Bedürftige

gibt. Nicht an falsche Polizisten!!!

Re : Karl Klammer !

Ja eine Blutspende rettet tatsächlich Leben, aber ich persönlich würde nur in einer Uni- Klinik spenden gehen, und nicht beim Roten Kreuz, denn in der Uni- Klinik erhalte ich eine kleine Entschädigung dafür, werde zuvor auch ordentlich durch gecheckt, während beim Roten Kreuz es nur ein Vesper gibt, und dieser Verein das Blut für viel Geld verhökert !
Das finde ich so nicht in Ordnung !
Auch in anderen Bereichen ist das Rote Kreuz nicht ganz ehrlich !

Habe gerade

letzte Tage ein Spende an Wikipedia überwiesen. Da ich diese Medium auch sehr oft aufrufe ist es mir eine Spende wert.

@falsa demonstratio, 19:51

Zitat: "Ich würde ja gerne was geben, aber wovon?"

von Herzen ?

Genau daran mangelts ja den meisten.

@falsa demonstratio, 19:51 @ 20:07 von frosthorn

>>@falsa demonstratio, 19:51

Zitat: "Ich würde ja gerne was geben, aber wovon?"

von Herzen ?<<

>>20:07 von frosthorn
Genau daran mangelts ja den meisten.<<

Erinnert mich immer an eine Szene aus einer bekannteren Serie. Dort wird auch nach dem Tod einer Mitabeiterin unter den Kollegen gesammelt. Eine Ausrede nicht auch nur einen müden Cent abzugeben war: " Ich spare gerade auf einen neuen Satz Felgen!"

Jeder kann spenden und jede Spende hilft, weil die Menge den Unterschied macht. Aber sich so ("Ich würde ja gerne was geben, aber wovon?") rauszureden ist schon erbärmlich.

Guter Artikel bzw. schön,

Guter Artikel bzw. schön, dass man diesem Thema Platz eingeräumt hat.

@Boxtrolls: Gerne: SOS-Kinderdorf, durchaus auch UNICEF, diverse kleinere Einrichtungen in der eigenen Umgebung.
Und den Hinweis auf Blutspende eines anderes Kommentators kann man auch in Betracht ziehen, auch wenn das eigentlich ein anderes Thema ist.

um 19:47 von Boxtrolls

Spenden , an wen ?
Entschuldigung , ..wer glaubt denn noch an solche Märchen vom Geld welches auch da ankommt wo man es braucht ?
Bitte nennen Sie mein lieber Herr oder Sie liebe Dame die vertrauensvolle Organisation der hilfreichen Hände .
Mir fällt spontan ein , dass die DLRG im Jahr 2019 ihre Mitglieder mal eben mit neuen Mitgliedsbeiträgen für 2020 überrascht hat ; ..welche
Erhöhung ?
Satte 50% , ..man könnt sich ja sonst nichts ...
Die willigen Spender wird es immer geben , ..aber die willigen Helfer nicht ...
------------
Ich glaube noch daran, zur Weihnachtszeit bekommen jedes Jahr 3 Organisationen Spenden. Jeder gibt im Jahr Geld aus für Unnützes aus da sollten auch am Ende des Jahres ein paar Euro für wirklich Bedürftige übrig sein.

ich persönlich spende

für Zeitungs-Abos für Strafgefangene. Allerdings gibt es hier, wie ich festgestellt habe, unseriöse Vereine. Ich ordere das Abo deshalb bei den Verlagen selbst und lasse mir nachweisen, wer der Begünstigte ist. Auf diese Weise verschaffe ich einem Menschen eine Tageszeitung und einem weiteren ein Satiremagazin.

Wir spenden für..

Tiere, deren Unterstützer wir persönlich kennen..
..unsere Kirchengemeinde, da sehen wir vor Ort, wo das Geld hinfliesst..

Und meine Frau für Greenpeace, damit die Welt lebenswert bleibt..

@ frosthorn

ich persönlich spende für Zeitungs-Abos für Strafgefangene.

Schad, dass das so wnig Mnschn machn. Ich würd mich abr auch übr in Vidospil frun.

@19:52 von FritzF

>> Nicht an falsche Polizisten!!!

Ähh, ich schnorre mich (punkmäßig) seit 3 Jahrzehnten durch. Was bitteschön sollen "falsche Polizisten" sein? oO

Diese Formulierung ist mir bisher echt(!) noch NIE untergekommen. -.-

@ Hennes Conrad

Spenden können Sie von der Steuer absetzen. Wenn Sie, wie Sie sagen, viel Steuern zahlen, sparen Sie beim Spenden auch viel...

Man muss sich zur Zeit ...

... ja seine Freude suchen. Das gelingt (vorausgesetzt es ist einem möglich), indem man sich umsieht, wie man seine Spendenaufträge (für die benachteiligten Erdteile) etwas erweitern kann. Da sind die kleinen Lieblings- und Puppenspieltheater, die nicht spielen dürfen. Da ist das fehlende Zuhause der Obdachlosen im Coronawinter. Da sind der Paketbote und der Lieferant des Essensbingdienstes. Welthunger und Weltkatastrophen verschärfen sich mit Corona noch. ...
Also Möglichkeiten gibt es genug und wenn man genau guckt, kommt das Geld auch an.

@20:05 von schiebaer45

>> Spende an Wikipedia überwiesen

Ich ebenfalls.

@frosthorn 20:29

Das ist ja lustig, diese Idee habe ich auch gerade bei der taz entdeckt und umgesetzt, war mir bisher noch unbekannt.

@20:20 von David Séchard

>> Aber sich so ("Ich würde ja gerne was
>> geben, aber wovon?") rauszureden ist
>> schon erbärmlich.

Sie schreiben mir aus dem Herzen!

Am besten direkt spenden und

Am besten direkt spenden und Organisationen links liegen lassen, so kommt das Geld tatsächlich bei den bedürftigen an. Im Internetzeitalter und diversen spenden Plattformen ist das alles kein Problem mehr. Ich spende für 2 Familien in der Elfenbeinküste, direkt über deren gofundme und das läuft super. Bin in persönlichen Kontakt mit denen, bekomme oft Fotos zugesandt und stelle so sicher das jeder einzelne Cent dort ankommt.

@ johnl

Am besten direkt spenden und Organisationen links liegen lassen, so kommt das Geld tatsächlich bei den bedürftigen an.

Welche Bedürftigen kennen Sie denn?

Hauptsache ...

... Querdenken-Gründer Michael Ballweg bekommt nicht noch mehr „Schenkungen“, so nennt er nämlich die Spenden an ihn (inzwischen über eine Million), da man die Verwendung von Spenden transparent machen muss, Schenkungen aber nicht.

@20:48 von JVA Butzbach

Ich spende Ihnen eine 'e'-Taste. (Kein Witz) ^^

DZI ?

Das letzte Drittel meines Berufslebens war ich in einer psycho-sozialen Einrichtung tätig und u. a. für die Finanzen zuständig. Daher erlaube mir einige Hinweise.

Das DZI verlangt für die Überprüfung und Erteilung des Spendensiegels eine nicht unerhebliche Summe.
.
Die Spendenaquise ist mittlerweile ein eigener Studiengang.
.
Ich spende daher nur an kleine gemeinnützige Vereine in meiner Umgebung, die mich auch gerne über die Verwendung der Spende informieren.
.
Wichtig ist folgender Vermerk auf Spendenquittung oder Überweisung: "Die Spende ist für gemeinnützige, satzungsgemäße, nicht bezuschussbare Zwecke zu verwenden". D. h. öffentliche Zuschüsse dürfen um die Spendensumme nicht gekürzt werden.
.
Werde ich auf der Straße angesprochen gibt es 2 belegte Brötchen, für Hunde 2 Dosen Futter.
.
Ich bitte alle User, mit offenen Augen durch die Straßen zu gehen, denn auch in Deutschland gibt es große Not.
.
1000 Zeichen sind leider zu wenig.
.
Gruß
K. E.

Spende

Ich spende monatlich einem Verein in meiner Stadt der sich für Obdachlose einsetzt. Dort gibt es dann allabendlich warmes Essen. 3x im Monat helfe ich bei der Ausgabe selbst.

Selbst wenn man keine monetäre Geldspende einreicht, so kann man trotzdem auch mit etwas Arbeit oder Zeitaufwand z.b. sozial schwächer gestellten Menschen etwas unter die Arme greifen.

Mir gibt es ein gutes Gefühl.

19:51 von falsa demonstratio

das war jetzt ne sehr passende Antwort

21:12 von kritt. / @johnl

am besten direkt spenden und Organisationen links liegen lassen, so kommt das Geld tatsächlich bei den bedürftigen an.

Welche Bedürftigen kennen Sie denn?
.....
damals als das große Hurrikan über Leyte/ Takloban tobte
kamen Nachbarsleute zu meiner Schwägerin und gaben ihr Geld
weil sie ja als "Philippina" bestimmt bedürftige kennt
also das wäre jetzt ein Beispiel

21. Dezember 2020 um 21:08 von johnl

Waren Sie schon mal dort?

Gruß K. E.

@ schneegans

Hauptsache ... Querdenken-Gründer Michael Ballweg bekommt nicht noch mehr „Schenkungen“ ...

Das gibt noch ein böses Erwachen, da ist das Finanzamt nämlich relativ humorlos.

@ Kein Einstein

Das letzte Drittel meines Berufslebens war ich in einer psycho-sozialen Einrichtung tätig

Ok. Keine weiteren Fragen.

20:51 von saschamaus75

>>Was bitteschön sollen "falsche Polizisten" sein?<<

Lesen Sie keine Tageszeitung? Da wurde gerade wieder in letzter Zeit vor falschen Polizisten gewarnt
Für sie: das sind Verbrecher die sich für Polizisten ausgeben und (hauptsächlich ältere) Menschen um ihr Erspartes bringen.

@ David Séchard 21:18

„Mir gibt es ein gutes Gefühl.“

Das ist die Freude, die ich meine, es muss einfach ein gutes Gefühl auslösen.

Ich kann etwas absetzen? ABER

Ich kann etwas absetzen? ABER mit 19% Mehrwertsteuer, 40%Einkommenssteuer, Soli, Rentenbeiträge, kirchensteuer, Krankenkasse, Miete, Strassenbeiträge, usw, bleibt nichts übrig. Das müssen einfach Menschen machen, die mehr Geld haben, als ich.
Ich kann auch nichts für unsere Billigstlöhne.

Zum Thema spenden ist mir

Zum Thema spenden ist mir gleich ein Zitat eingefallen, (keine Ahnung wer es gesagt hat) von dem ich denke, dass es hier gut passt:
"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es."

Jeder, der eine bessere Welt haben möchte, kommt nicht drum herum, seinen eigenen Beitrag dazu zu leisten.

Für die etwas bequemeren, wie mich, ist Spenden dafür eine gute Möglichkeit. Noch besser wäre es natürlich, direkt vor Ort zu helfen.

Und ganz wichtig dabei ist: Sich über die Organisation informieren, denen man sein Geld anvertraut, z.B. beim DZI

Info

Es gibt da einen Verein, fröhliches Kunterbunt in Bad Bergzabern, einfach in eine Suchmaschine eingeben für mehr Infos.
.
Ich bin weder in diesem Verein angestellt noch ehrenamtlich tätig. Aber ich weis, dass dieser Verein dieses Jahr kein großes Sommerfest veranstalten konnte (wg. Corona). Mit dem Reinerlös hat der Verein
3 Entwicklungsprojekt über viele Jahre unterstützt.
.
Wer Langeweile hat, kann sich ja gerne mal informieren.

Wenn jemand schreibt ...

... Ich würde ja gerne was geben, aber wovon?

... dann ist das der blanke Hohn gegenüber den Leuten, die wirklich so gut wie nichts haben und trotzdem geben.
————————

Wir spenden der Rettungshundestaffel in unserem Landkreis. Wir kennen sie sehr gut, weil wir selbst jahrelang dort ehrenamtlich gearbeitet haben und daher genau wissen, was mit den Spenden passiert, wofür das Geld verwendet wird.

In Hessen sind die RHS - soweit sie nicht den großen Hilfsorganisationen angehören - zwar teilweise in den Katastrophenschutz der Landkreise eingebunden, erhalten aber keinerlei finanzielle Unterstützung.

@21:24 von kritt.

>> da ist das Finanzamt nämlich relativ
>> humorlos.

Sie schreiben mir aus dem Herzen!

Dass viele dringend auf Spenden angewiesen sind, ist ein Skandal

Ich spende zwar auch regelmäßig, aber ganz grundsätzlich bin ich der Meinung, dass etwas in unserer globalen Wirtschaft etwas ganz gewaltig schiefläuft, wenn Sinnvolles und Notwendiges (oft sogar absolut Überlebensnotwendiges) nur durch Spenden ermöglicht wird. Und dass es dabei, wie die Erfahrung oft genug gezeigt hat, auch noch unbedingt notwendig ist, vieles zu beachten (bzw. „gesundes Misstrauen“ walten zu lassen). Der Fokus sollte deshalb für alle sein, nach geeigneten Mitteln und Wegen zu suchen, um die Notwendigkeit von Spenden schnellstmöglich abzustellen.

PS: Hier ein Beispiel für eine nicht nur ganz besonders großzügige, sondern auch ganz besonders sinnvolle (da sich sozusagen „von selbst multiplizierende“, also unerschöpfliche) Spende: daserste.de/information/politik-weltgeschehen/weltspiegel/videos/schweiz-erfinder-hand-desinfektionsgel-video-100.html

21:31 von Hennes Conrad

Ich kann etwas absetzen? ABER mit 19% Mehrwertsteuer, 40%Einkommenssteuer, ...
Ich kann auch nichts für unsere Billigstlöhne.

40% Einkommensteuer? Bei Billigstlohn? Wollen Sie uns für dumm verkaufen?

Es wirft Ihnen niemand vor, wenn Sie nichts spenden! Das ist Ihre eigene Entscheidung! Aber Ihre Ausreden sind billig!

Thomas D

Ich gebe genug.
Meine Steuern und Abgaben sind höher, als das, was mir bleibt. Dann liegt es an denen, die mein Geld einsammeln, damit etwas zu machen.

"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es."

@ 21. Dezember 2020 um 21:32 von Ka2
.
Danke für dieses Zitat. Ich wollte auch es gerade schreiben.
.
Gruß
K. E.

@ Am 21. Dezember 2020 um 21:30 von schneegans

Am 21. Dezember 2020 um 21:30 von schneegans
@ David Séchard 21:18

„Mir gibt es ein gutes Gefühl.“

>>Das ist die Freude, die ich meine, es muss einfach ein gutes Gefühl auslösen.<<

Das Gefühl stellt sich erst als eine Art Nebeneffekt ein. Aber wichtiger ist mir erst einmal die Hilfe an sich zu leisten, weil ich, zumindest bei der Essensausgabe auch in der Härte der Gesichter so manches mal eine Linderung der eigenen Situation sehe/fühle. Und auch wenn es nicht ausgesprochen wird, so weiß ich das diese Menschen dankbar sind. Ein Lächeln ist sehr viel mehr wert.

Noch ein Zitat

"Es gibt nichts gutes, es sei denn man tut es".
.
Leider fällt mir der Verfasser im Moment nicht.

@Hennes Conrad 21:31

Auf Billigstlöhne bezahlt man nicht 40% Einkommenssteuer.

@Hennes Conrad, 21:31

"... , 40%Einkommenssteuer, .... bleibt nichts übrig. Das müssen einfach Menschen machen, die mehr Geld haben, als ich. Ich kann auch nichts für unsere Billigstlöhne." -

Sorry, nehmen sie es mir nicht übel, aber wenn sie wirklich 40% Einkommenssteuer bezahlen dann fallen sie nicht in die Kategorie 'Billigstlöhne'.

@keinb einstein, 21.16h

Die Idee mit belegten Brötchen hatte meine Mutter auch mal.
Nachdem ihr aber zweimal die Brötchen hinterher geworfen wurden, hat sie diese Spendenform aufgegeben.

Danke...

...an alle die, gleichgültig an wen, spenden.
.
Sie zeigen damit, dass Sie ein Herz für Ihre Mitmenschen haben.
.
Gruß
K. E.

@Anna-Elisabeth, 21:38 (re @20:34 von kritt. @ Max-S)

„Ich halte diese Kosten-Diskussion zwar für nebensächlich, ...“

Ist sie auch.

„... aber Behauptungen ohne Quellennachweis bleiben einfach nur Behauptungen. So etwas finde ich ärgerlich“

Noch ärgerlicher finde ich, dass diese (im Grunde nicht nur völlig überflüssige, sondern geradezu absurde) „Kosten-Diskussion“ dem gesellschaftlichen Fortschritt immer wieder „entscheidend“ im Wege steht.

Am 21. Dezember 2020 um 21:42

Am 21. Dezember 2020 um 21:42 von Thomas D.
Wenn jemand schreibt ...

... Ich würde ja gerne was geben, aber wovon?

... dann ist das der blanke Hohn gegenüber den Leuten, die wirklich so gut wie nichts haben und trotzdem geben.
————————

(...)

So empfand ich das Geschriebene auch. Ich habe mal mitten in der Nacht in unserer Stadt eine Szene beobachtet die mich sprachlos machte. Ein Flaschensammler hatte ein paar Mülleimer an einer Strassenbahnhaltestelle durchsucht. Und eine obdachlose Frau hat ihn zu sich gerufen und ihm 3 Pfandflaschen geschenkt.
Ich bin zu ihr hin und habe Sie gefragt warum Sie das tat. Ihre Antwort war, Sie wüßte es auch nicht genau, Sie wollte nur seine Not lindern. Ist das zu glauben?
Und ich fühlte mich irgendwie elend und beglückt zugleich. Ich habe ihr dafür gedankt und etwas Geld dagelassen. Aber ich habe lange gebraucht um in dieser Nacht einzuschlafen.

21. Dezember 2020 um 21:31 von Hennes Conrad

>> Ich kann etwas absetzen? ABER mit 19% Mehrwertsteuer, 40%Einkommenssteuer, Soli, Rentenbeiträge, kirchensteuer, Krankenkasse, Miete, Strassenbeiträge, usw, bleibt nichts übrig. Das müssen einfach Menschen machen, die mehr Geld haben, als ich.
Ich kann auch nichts für unsere Billigstlöhne. <<
.
.
Zu Tränen gerührt, frage ich Sie, sollen wir ein Spendenkonto für Sie einrichten?

€s gibt genug Möglichkeiten

zu spenden.
Die meisten Organisationen sind bekannt und überprüfbar.
Ich spende monatlich an die DLRG, einen Jahresbetrag an den Tierschutz, meine Frau an mehrere kirchliche Einrichtungen.
Wir sind beide Rentner, aber es gibt immer noch viel zu viele, die noch weniger haben als wir.
Im immateriellen Bereich war ich über 30 Jahre Blutspender.

21:31 von Hennes Conrad

>>Ich kann etwas absetzen? ABER mit 19% Mehrwertsteuer, 40%Einkommenssteuer, Soli, Rentenbeiträge, kirchensteuer, Krankenkasse, Miete, Strassenbeiträge, usw, bleibt nichts übrig. Das müssen einfach Menschen machen, die mehr Geld haben, als ich.
Ich kann auch nichts für unsere Billigstlöhne.<<

Alles in Allem kommen Sie da auf fast 127% Abgaben auf Ihren Billigstlohn. Und von dem Rest müssen Sie auch noch leben, da können Sie gewiss nicht spenden, ist doch klar.

Ich spende auch nur in meinem kulturellen Umfeld und sonst nix, überhaupt nix. Allerdings versuche ich meinen Geiz nicht auch noch fadenscheinig zu rechtfertigen.

@David Séchard 21:55

„... Das Gefühl stellt sich erst als eine Art Nebeneffekt ein. Aber wichtiger ist mir erst einmal die Hilfe an sich zu leisten ....“
So meinte ich es auch, nicht als Pflicht oder „schaut her“, sondern mit dem warmem Gefühl der Freude.

Warum kann man mit

Warum kann man mit billigstlohn keine 40% zahlen? Eine Frage der Perspektive.
SPD sagt, ich bin Besserverdiener. Ich sage kurz vor knapp.
Und wozu spenden?
Um Abzocker zu finanzieren?(darum geht es hier ja)
Wozu ist der Staat da?
Warum unterstützt er nicht mit meinen Steuern und Abgaben?
Wenn euch spenden erfüllt, sei euch das gegönnt. Ich leiste mir immerhin Kirchensteuer. Die könnte ich auch sparen. Aber da sehe ich einen Sinn.

21. Dezember 2020 um 22:01 von DerVaihinger

>> Die Idee mit belegten Brötchen hatte meine Mutter auch mal.
Nachdem ihr aber zweimal die Brötchen hinterher geworfen wurden, hat sie diese Spendenform aufgegeben. <<
.
.
Ich biete immer an, mit mir in den nächsten Laden zu gehen und sich den Belag selbst aus zu suchen. Auf diese Idee bin allerdings erst gekommen, als es einem guten Bekannten so wie Ihrer Mutter ergangen ist.
.
Gruß
K. E.

@Der Vaihinger 22:01

„Die Idee mit belegten Brötchen hatte meine Mutter auch mal.
Nachdem ihr aber zweimal die Brötchen hinterher geworfen wurden, hat sie diese Spendenform aufgegeben.“

Wann immer ich einen Obdachlosen fragte, ob er meine belegten Brötchen mit mir teilen wolle, wurde das erfreut bejaht. Ich habe aber auch mit ihm gesprochen.

21:01 von saschamaus75

>> Spende an Wikipedia überwiesen

Ich ebenfalls.
#
Und ich dachte schon ich wäre ein Aussenseiter. Gruß

Schlimmer, als nichts zu

Schlimmer, als nichts zu geben, empfinde ich, mit seinen Spenden zu protzen.
Soll das irgendwie einen Zwang produzieren?
Und zählen hier auch Spenden für Sportvereine?
Da spende ich jedesmal für die Jugendmannschaften. Trotz Mitgliedsbeitrag und Eintritt. Muss man damit angeben? Nö. Is der Staat für sowas zuständig? Nö.
Also.

22:12 von Hennes Conrad

>>Ich leiste mir immerhin Kirchensteuer. Die könnte ich auch sparen. Aber da sehe ich einen Sinn.<<

Das so zu sehen ist auch ein Alleinstellungsmerkmal, das könnten Sie sich vermutlich patentieren lassen.

@Hennes Conrad

Kein Mensch zwingt Sie zu spenden. Aber bei über 100 000 € von Billigstlohn zu sprechen, ist einfach eine Lüge und zeigt, dass Sie keine Ahnung von Billigstlohn haben.

Noch ein Zitat

"Geteiltes Leid ist halbes Leid, geteilte Freude ist doppelte Freude"!
.
Allerdings mache ich immer wieder die Erfahrung, dass Leute, die 40% Einkommenssteuer zahlen, diesen Spruch nicht verstehen. Ich vermute mal, dass sie ihn nicht richtig lesen können, weil sie Dollarzeichen in den Augen haben.

19:47 von Boxtrolls

//Die willigen Spender wird es immer geben , ..aber die willigen Helfer nicht ...//

Es wird immer Betrüger geben, aber die willigen Helfer auch!

Googeln Sie mal: StrassenBLUES e.V.

Da habe ich u.a. in diesem Jahr gespendet. Wenn diese Spenden dazu beitragen, dass noch mehr Obdachlose (bisher sind es laut Presseberichten 20) über die Wintermonate ('Coronamonate') in Hotels untergebracht werden könnten, dann fände ich das ein wenig beruhigend.
Ich kann mir auch keine Großspende erlauben, aber ich bin mir ganz sicher, dass keiner von denen, die es sich leisten können, hier zu schreiben, nicht ein paar Euro für gute Zwecke und arme Menschen übrig hat.

@ Am 21. Dezember 2020 um 22:12 von Hennes Conrad

Das Sie bestimmt nicht auch nur annähernd den Bischof Bienvenu aus Hugo´s Die Elenden geben ist hier jedem nach ihren Zeilen klar.
Aber sich mit der Aussage "Eine Frage der Perspektive. SPD sagt, ich bin Besserverdiener. Ich sage kurz vor knapp." auch noch weiter aus dem Fenster zu lehnen halte ich für äußerst grenzwertig.
Ich wünsche Ihnen für die Zukunft Alles Gute und keine finanziellen Probleme. Und das sie es sich immer gut gehen lassen (können).

Am 21. Dezember 2020 um 18:27 von Hennes Conrad

Zitat:
"...Und als Mitglied beim Finanzamt, spende ich eh schon mehr, als ich vertragen kann.
Ich würde ja gerne was geben, aber wovon?..."

Wenn man in der Woche auf ein zwei Flaschen Bier oder sein tägliches Glas Wein verzichten würde, dann kommt am Jahresende ein kleines Sümmchen zum spenden raus. Und was das Finanzamt betrifft gebe ich ihnen nur zum Teil recht, denn dahinter steht der Staat.

Seit ich als 70jähriger Mann Brustkrebs habe, urteile ich über mein Leben anders und muss auf vieles verzichten.
Frohe Weihnacht Hennes Conrad

@Hennes Conrad 22:21

„Schlimmer, als nichts zu geben, empfinde ich, mit seinen Spenden zu protzen.“

Hier protzt keiner, es finden sich nur Beispiele, wo es ankommt, weil hier ja auch „das Versickern“ angesprochen wurde.

Am 21. Dezember 2020 um 20:51 von saschamaus75

"...Was bitteschön sollen "falsche Polizisten" sein? oO

Diese Formulierung ist mir bisher echt(!) noch NIE untergekommen. -.-..."

Ich lese regelmäßig die Polizeireporte meiner Heimat-PD und konnte schon solche Begriffe des öfteren dort lesen.

@22:32 von schneegans @Hennes Conrad 22:21

//„Schlimmer, als nichts zu geben, empfinde ich, mit seinen Spenden zu protzen.“

Hier protzt keiner, es finden sich nur Beispiele, wo es ankommt, weil hier ja auch „das Versickern“ angesprochen wurde.//

Jetzt überlege ich, ob ich nicht gerade geprotzt habe.

Trotzdem: Wenn man sich das Motto "Kleinvieh macht auch Mist" vor Augen führt, dann hat die übergroße Mehrheit der Bevölkerung zumindest einen kleinen Betrag für einen gut Zweck über. Und oftmals ist es ja auch nur Bequemlichkeit, die uns von einer Spende abhält.

21. Dezember 2020 um 22:32 von Postquestioner

Danke für Ihren Betrag.
.
.
Ich wünschen Ihnen viel innere Kraft und alles Gute.
.
Gruß
K. E.

@Anna-Elisabeth 22:44

Nee, keine Sorge, Sie haben nicht geprotzt!

21. Dezember 2020 um 22:44 von Anna-Elisabeth

Sie haben doch nicht geprotzt.
.
In Ihren Beiträgen erlebe ich Sie immer als Frau mit sehr viel Herzensbildung.
.
Gruß
K. E.

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