Kommentare - Lockdown: Douglas schließt wieder alle Filialen

17. Dezember 2020 - 12:18 Uhr

Verwirrung in den Douglas-Filialen: Gestern noch widersetzte sich die Parfümeriekette dem harten Lockdown und öffnete einige Filialen - als Drogerien. Nun rudert das Unternehmen zurück und entschuldigt sich.

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Kommentare

Wenn ich jemals vorgehabt

Wenn ich jemals vorgehabt hätte, ein Parfüm bei Douglas zu kaufen, werde ich das gewiß nicht tun.

Nur wenn alle sehr vorsichtig sind und sich an die Regeln halten, wird der Lockdown funktionieren. Sonst drohen Verschärfungen.

Ist doch ok, gibt es nichts

Ist doch ok, gibt es nichts zu meckern. Flexibilität ist ein höheres Gut als Starrsinn.

Ich habe aber gemerkt, dass Wochenmärkte noch stattfinden (die ja zum Teil Gastgewerbe sind). Ich habe ja auch Mitleid, aber irgendwie scheint mir das alles inkonsequent.

das Weihnachtsgeschäft ist sowieso gelaufen

Danke Douglas? Nein, das Weihnachtsgeschäft ist sowieso gelaufen und die Parfümeriekette hofft wahrscheinlich auf Zuwendungen aus der Corona-Hilfe.
Denn wer jetzt noch seinen Laden offenhält, der kann sich kaum noch um Gelder wegen entgangener Verluste bewerben.

15:17 von OrwellAG

Ich habe aber gemerkt, dass Wochenmärkte noch stattfinden (die ja zum Teil Gastgewerbe sind). Ich habe ja auch Mitleid, aber irgendwie scheint mir das alles inkonsequent.

Auf einen Einkauf im Freien auf dem Wochenmarkt möchte ich nicht verzichten. Das Gemüse ist frischer und die Infektionsgefahr hoffentlich geringer als im Supermarkt. Ob die Kaffee- und Imbissstände dort weiter verkaufen dürfen, entzieht sich meiner derzeitigen Kenntnis.

Sich austricksen

Es bringt überhaupt nichts, den Lockdown austricksen zu wollen. Wir tricksen uns nur selbst aus.

@Yanaba um 12:46

>>Wenn ich jemals vorgehabt hätte, ein Parfüm bei Douglas zu kaufen, werde ich das gewiß nicht tun.<<

Wie gut, dass die Drogeriekette Müller auch im Lockdown geöffnet bleibt. Dort gibt es nicht nur Parfums, sondern sogar auch Spielwaren.

Was lernen wir daraus? Zu Corona-Zeiten sind alle gleich, aber einige sind eben gleicher.

Lockdown: Douglas schließt wieder alle Filialen

Am ersten Tag des Lockdowns hielt Douglas etwa ein Viertel seiner 450 Filialen offen. Mit der Begründung, man sei ein Drogerieunternehmen und falle deshalb nicht unter die Regelungen. Dazu ließ man Beauty-Produkte aus dem Sortiment verschwinden (Darmstädter Echo).
Das tarifvertragslose Unternehmen kam aber damit offensichtlich nicht durch.

15:42 von draufguckerin das Weihnachtsgeschäft ist sowieso gelau

Douglas wird das Geschäft nun sicherlich über das Internet und Versand weiter führen. Da geht bis Heiligabend bestimmt noch was. (könnte Spuren von Sarkasmus enthalten...) Andererseits will man den Versandhandel auch verbieten? Da wäre ich sehr gespannt auf ein Umfrageergebnis.

Zu den Abgrenzungen, wer was noch verkaufen darf: Baumärkte dürfen anscheinend weiterhin Weihnachtsbäume verkaufen, Blumengeschäfte hingegen nicht.

Douglas schließt wieder alle Filialen...

Douglas hatte am Mittwoch gut ein Viertel seiner 450 Filialen offen gehalten, die kurzerhand zu Drogerien erklärt wurden.
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Gut zu wissen !
Dann weiß ich ja in welcher Drogerie ich demnächst mein Klopapier und Toilettenreiniger kaufen kann...
Ich hoffe doch, die entsprechenden Filialen werden nun auch eine Ordnungsstrafe wie jeder andere der sich nicht an die Maßnahmen hält abdrücken müssen ! Denn mit eine Entschuldigung ist es hier nicht getan...

@15:53 von paedo

//Es bringt überhaupt nichts, den Lockdown austricksen zu wollen. Wir tricksen uns nur selbst aus.//

Schön gesagt und leider wahr. Für einen weiteren Anstieg der Infektionen haben auch gestern und vorgestern viele kaufwütige Bürger gesorgt.

@OrwellAG 15:17

Wochenmärkte verkaufen Grundnahrungsmittel, zum größten Teil aus regional naher Produktion und das im Freien (für Leute, die nicht zu einem Hofladen fahren können). Ich wüsste nicht, warum Lidl oder Aldi in geschlossenen Räumen den heimischen Landwirten noch mehr das Wasser abgraben sollten.

omg

Douglas ist doch der perfekte Beweis, wie lange sich Aerosole(!) in geschlossenen Räumen in der Luft halten können. -.-

@16:02 von Kaneel

//Zu den Abgrenzungen, wer was noch verkaufen darf: Baumärkte dürfen anscheinend weiterhin Weihnachtsbäume verkaufen, Blumengeschäfte hingegen nicht.//

Da erinnere ich mich mit Wehmut an die kleine Gärtnerei 'um die Ecke'. Der Familienbetrieb (seit 150 Jahren) gab vor gut zwei Jahren auf. "Die gegenüber bieten Blumen und Gestecke so billig an, da können wir nicht mithalten", erklärten die Besitzer. ("Die gegenüber" = Edeka)
Und so wird es immer weitergehen. Es sind wir Kunden, die Monopole nicht nur zulassen, sondern geradezu fördern.

@15:57 von Bernd Kevesligeti

//Am ersten Tag des Lockdowns hielt Douglas etwa ein Viertel seiner 450 Filialen offen. Mit der Begründung, man sei ein Drogerieunternehmen und falle deshalb nicht unter die Regelungen. Dazu ließ man Beauty-Produkte aus dem Sortiment verschwinden (Darmstädter Echo).//

Dann ist es aber nicht zu verstehen, dass Supermärkte sich nicht auf die Waren des täglichen Bedarfs beschränken müssen. Staubsauger usw. gehören sicher nicht dazu. So schwächen einmal mehr die Supermärkte den Fachhandel.
Tja - "super" eben. So bekommt die Bezeichnung wenigstens einen Sinn, wenn auch keinen guten.

jeder wird was finden

einen Staubsauger in seinem Lebensmittelsupermarkt
ebenso wie Bücher in einem Zeitungskiosk
und wenn ich keine Schrauben und Dübel beim Obi kriege,
dann fahre ich eben zum Würth und behaupte eine Firma zu haben

von Anna-Elisabeth 17:17

Ja, Supermärkte sind halt Supermärkte und gehören zu großen Ketten (Lidl,Aldi,Rewe,Netto)

Inzwischen ist aber die Chefin der deutschen Douglas-Filialen zurückgerudert und hat sich auf Twitter entschuldigt.

Am 17. Dezember 2020 um 16:02 von Kaneel

Zitat: Zu den Abgrenzungen, wer was noch verkaufen darf: Baumärkte dürfen anscheinend weiterhin Weihnachtsbäume verkaufen, Blumengeschäfte hingegen nicht.

Der Verkauf von Weihnachtsbäumen ist generell gestattet, gleichgültig durch wen.

17:47 falsa demonstratio von Kaneel

Zitat: Zu den Abgrenzungen, wer was noch verkaufen darf: Baumärkte dürfen anscheinend weiterhin Weihnachtsbäume verkaufen, Blumengeschäfte hingegen nicht.

Der Verkauf von Weihnachtsbäumen ist generell gestattet, gleichgültig durch wen.

Ich sah gestern eine Sendung im ÖR, wo dies anscheinend nicht möglich war und der Blumenhändler alles wegschmeißen bzw. vernichten musste. Möglicherweise bekam dieser von seiner Stadt eine falsche Info oder es ist regional unterschiedlich geregelt.

Am 17. Dezember 2020 um 17:10 von Anna-Elisabeth

Es sind wir Kunden, die Monopole nicht nur zulassen, sondern geradezu fördern.
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Ja klar, es sind die Kunden die es zulassen das die Monopolisten Steuervermeidung ermöglichen. Es sind die Kunden die den Hebesatz senken damit die Monopolisten weniger Gewerbesteuer bezahlen.
Und zu guter Letzt ist es auch der Bürger der entschieden hat, das u. a. Starbucks 75% seines Umsatz für Nov/Dez. bezahlt obwohl diese weiterhin einen Straßenverkauf anbieten.

17:10 von Anna-Elisabeth @16:02 von Kaneel

Da erinnere ich mich mit Wehmut an die kleine Gärtnerei 'um die Ecke'. Der Familienbetrieb (seit 150 Jahren) gab vor gut zwei Jahren auf. "Die gegenüber bieten Blumen und Gestecke so billig an, da können wir nicht mithalten", erklärten die Besitzer. ("Die gegenüber" = Edeka)
Und so wird es immer weitergehen. Es sind wir Kunden, die Monopole nicht nur zulassen, sondern geradezu fördern.

Grundsätzlich stimme ich Ihnen sehr zu. Man kann z.Zt. als Kundin schauen, ob der regionale Handel auch online verkauft und diesen unterstützen. Ohne Shutdown natürlich erst recht. Selbst habe ich bspw. kein Amazonkonto und nur sehr wenige Male (5-6) jemanden gebeten etwas zu bestellen, was ich tatsächlich nur dort bekommen konnte.

In meinem Beispiel hat allerdings die Politik die Entscheidung getroffen.

18:02 von Kaneel 17:10 von Anna-Elisabeth

//Selbst habe ich bspw. kein Amazonkonto und nur sehr wenige Male (5-6) jemanden gebeten etwas zu bestellen, was ich tatsächlich nur dort bekommen konnte.//

DAS gehört zu dem, was mich am meisten ärgert: Nur noch bei Amazon zu bekommen.
Ich wollte mal eine bestimmte CD von/mit Max Rabe haben. Gab es nur bei Amazon. ("hat die Rechte gekauft" hieß es dazu) Ich habe mich dann für eine andere CD entschieden und bei buecher.de bestellt. Es gibt tatsächlich zu viele Waren, die man nur noch bei Amazon bekommt.

Am 17. Dezember 2020 um 17:57 von Kaneel

Zitat: Möglicherweise bekam dieser von seiner Stadt eine falsche Info oder es ist regional unterschiedlich geregelt.

Sorry - Sie haben Recht: Ich kann nur für Hessen sprechen. Dort ist der Weihnachtsbaumverkauf ausdrücklich erlaubt.

@Spider Jerusalem um 15.54 Uhr

Soweit mir bekannt, dürfen in "Gemischtwarenläden", wie z.B. Müller nur Drogerieartikel verkauft werden. Zumindest war das beim 1. shutdown so. Da konnte man in den betreffenden Geschäften nur diese Artikel kaufen; die anderen Sachen waren mit Flatterband oder anderen Barrieren separiert, in die betreffenden Gänge durfte man nicht.
War sogar bei "Kodi" so und die haben ja nur ganz wenige Lebensmittel, wie Nudeln, Gewürze, Tierfutter. Die Dinge konnte man kaufen, alles andere nicht.

wie sehen das die Mitarbeiter

dass sich ihre Chefin mit diesem Taschenspielertrick nicht durchsetzen konnte

Werbung für Douglas und den online Shop

Wer Douglas länger nicht mehr auf dem Radar hatte, die Parfümeriekette hat so zumindest kostenlose Werbung für ihren Onlineshop bekommen, wenn auch mit zweifelhaften Methoden, wie diese bei der (gezielt jüngeren) Ziegruppe wohl ankommen?

Es gibt Mitbewerber-Drogerien, wie zb. Müller, die Parfümerie, Drogerie und mehr sind, haben die denn nicht auch auf?

Ist schon ziemlich unfair, dass große Supermärkte alles verkaufen dürfen ua. Parfüm und kleinere, spezialisierte Läden das Hintertreffen haben.

Amazon ist der Gewinner des Lockdowns und zahlt keine Steuern in DE. Ansteckungen geschehen bei Amazon in den riesigen Lagerzentren und Verteilzentren massenhaft.
Der Lockdown muss sein aber trifft nur einen Teil sehr, sehr hart.

18:59 Anna-Elisabeth 18:02 Kaneel 17:10 von Anna-Elisabeth

DAS gehört zu dem, was mich am meisten ärgert: Nur noch bei Amazon zu bekommen.
Ich wollte mal eine bestimmte CD von/mit Max Rabe haben. Gab es nur bei Amazon. ("hat die Rechte gekauft" hieß es dazu) Ich habe mich dann für eine andere CD entschieden und bei buecher.de bestellt. Es gibt tatsächlich zu viele Waren, die man nur noch bei Amazon bekommt.

Das Amazon für bestimmte Waren die Rechte gekauft hat, wusste ich nicht. Nicht gut. Ein, zwei Bücher wollte ich unbedingt haben, außerdem ein Spiel und dann musste ich "in den sauren Apfel beißen". Ist dann auch okay, denke ich, aber grundsätzlich suche ich über andere Plattformen und aktuelle Bücher kaufe ich eh im regionalen Handel.

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