Kommentare

Vor 3 Monaten galt die Erkenntnis:

'Wir haben sehr viel dazu gelernt. Einen Lockdown oder Schließung der Altenheime wird es nicht mehr geben.' Mittlerweile nur noch eine Glaubensfrage, nahe am Wunsch- bzw. Querdenken.

Immer das selbe. Die Heime sind schlecht geschützt

... und die Krankenhäuser werden immer voller. Auch die Zahl der Toten steigt.

Und die Politik meint man kann dem begegnen, indem man die 95% weiter einschränkt, die nichts mit den Heimen und mit der ambulanten Pflege zu tun haben.

Das Konzept mit dem indirekten Schutz ist gescheitert und das war schon von Anfang an klar so zu sehen.

Politik versagt schon wieder

„ Brysch sprach sich dafür aus, Pflegeheimen spezielle "Taskforces" an die Seite zu stellen. Die Bundeswehr und freiwillige Sanitätsdienste könnten hier aushelfen, sagte er. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz vertritt die Interessen von schwerkranken, pflegebedürftigen und sterbenden Menschen. “

Es ist erbärmlich, dass es das nicht schon seit dem Sommer gibt. Es gab genug warnende Stimmen, dass ein Impfstoff noch nicht im Herbst verfügbar sein wird.

Und nun müssen die Heime quasi selber sehen wie sie zurecht kommen.

Und der Politik fällt nichts anderes ein als die Maßnahmen außerhalb der Heime, die uns alle weiter einschränken, zu verlängern und zu verschärfen.

Man könnte nahezu alle Maßnahmen aufheben, würde man die Heime und die mobile Altenpflege besser unterstützen im Verhindern von Infektionen.

Task-Force gg. Corona in Alten- u. Pflegeheimen: Ist Superidee!!

Aus dem Artikel:
Das Vorstandmitglied der Deutschen Stiftung Patientenschutz Eugen Brysch "... sprach sich dafür aus, Pflegeheimen spezielle "Taskforces" an die Seite zu stellen. Die Bundeswehr und freiwillige Sanitätsdienste könnten hier aushelfen ..."
Ist auf jeden Fall eine gute Idee ...

Dazu wäre das Super-Böller-Bazooka-Batterie-Konzept(u.a.) gg. Corona in Form von Corona-Testzentren v. d. Alten- u. Pflegeheimen in D. die gute Ergänzung gewesen.
Die Task-Force hätte u.a. in d. Corona-Testzentren das Personal, die Besucher, d. Personal f. d. Wartung/Rep. d. technischen Anlagen u. der Bausubstanz, so wie d. Personal f. d. Anlieferung/Transport tagtäglich testen können.

Leider war dazu die Bundesregierung, die MPs, u. d. sonst. Verantwortlichen nicht in der Lage derartige Projekte umzusetzen.
Vielmehr lag der Fokus im Aufbau von Corona-Impfzentren (z.B. in Messehallen ...).

Was sind denn die Alternativen

Meiner Meinung nach ist die Alternative zu einer Abschottung das grosse Risiko sich Corona einzufangen mit allen Konsequenzen. Das heisst fuer viele Alte, Intensivstation, Folgeschaeden oder sogar Ableben.

Was sind das fuer Experten, die vor einer Isolierung warnen. Fuer welche Bewohner spricht man? Gibt es da representative Umfragen welches Risiko die Bewohner von Altersheimen auf sich nehmen wuerden? Zudem koennte man die Alten und Pflegeheime zuerst impfen, so dass man die Isolierung bald aufheben koennte.

Das waere fuer mich zuminmdest die akzeptablere Alternative.

Abschottung?

Eine komplette Abschottung ist schon deswegen nicht möglich, weil man ja wohl kaum das Personal dort kasernieren kann.

Bleiben die Besucher. Und da hätte man sicher durch Masken und Abstand, mehr erreichen können.

Gestern in TV (ich glaube Monitor) berichtete eine Altenpflegerin von Besuchern, die zu Pöbeln und Zetern beginnen, das Personal beleidigen und von ihren Grundrechten schwadronieren, wenn man sie auffordert eine Maske zu tragen.

3x darf man raten, auf welche Veranstaltungen solche Leute gehen.

Die Generation, die dieses Land aufgebaut

Die Generation, die dieses Land aufgebaut hat, muss erneut leiden, weil es die nachfolgenden Generationen nicht schaffen konsequent mit Ihren Problemen umzugehen.
Wann gibt es endlich einen richtigen Lockdown mit Ausgangssperre, Alkoholverbot auf Dauer, Schließung der Schulen und des Einzelhandels für einen Zeitraum von 3 Wochen. Diese Halbheiten über Monate tun mehr weh, vor allem den Schwachen, wie der Artikel zeigt. Selbst der Einzelhandel (ausgenommen Lebensmittel) wäre damit glücklicher. Im ländlichen Raum lohnt das Öffnen kaum.

Corona-Auflagen

Einfache, sinnvoll Auflagen nicht einzuhalten und Kontakte zu verbeiden bedeutet tot von Menschen in Riskogruppen.

Was sollte also besser als der tot sein ?

Ideen und Konzepte

gibt es doch eigentlich seit dem Frühjahr mehr als genug.
Wenn man jetzt die vielen Neuinfektionen und Todesfälle in den Alten- und Pflegeheimen sieht dann ist doch klar, dass es doch offensichtlich an deren Umsetzung fehlt.
Im Frühjahr hat man noch auf die bösen Schweden geschimpft die auch in den Heimen hohe Todeszahlen zu beklagen hatten - nun ist man hier kein Deut besser!

@13:40 von IBELIN

"... Zudem koennte man die Alten und Pflegeheime zuerst impfen, so dass man die Isolierung bald aufheben koennte ..."

Ja ... das geht nicht.

Es können nur die Bewohner v. Alten- u. Pflegeheimen u. d. dazugehörige Personal, wie auch ggf. z.B. d. Personal v. weiteren Dienstleistern f. d. Alten- u. Pflegeheime geimpft werden.

Aber das müssen erst mal alle v.g. Personen a. d. Bereichen wollen.

Dazu kommt noch, dass erst mal Impfzentren meist in d. Großstädten geben wird. Hier ist die Frage, wie die Bewohner v. Alten- u. Pflegeheimen dort hin kommen sollen.

Es sind auch mobile Impfzentren geplant.
Es hat aber noch niemand der Verantwortlichen gesagt, wie das genau laufen soll. Denn hierzu sind z.B. kleine Busse erst mal umzubauen, sodass hier mobile Impfzentren als Logistik zu Verfügung stehen (ähnlich Wohnmobil).

Und wo das geschulte Personal herkommen soll, dazu hat die Bundesregierung, die MPs, u. d. sonstigen Verantwortlichen auch noch nix dazu gesagt.

@ 13:31 von vriegel

Super Beitrag von Ihnen - spricht mir aus der Seele!
Man hat es noch nicht mal geschafft überall Schnelltests für Mitarbeiter einzuführen; wahrscheinlich hat man Angst davor dass der eine oder andere Test positiv ausfällt und dann keine Mitarbeiter mehr zur Verfügung stehen.

13:40 von IBELIN

"Was sind denn die Alternativen"

Die Alternativen sind u.a. harter Lockdown, Außengrenzen schließen, Reisen auch im Inland verbieten, Einzelhandel (außer Lebensmittel) schließen, Schulen schließen, Ausgangssperre, Alkoholverbot, Amazon besteuern (Wunschdenken) etc.
Dann können wir vielleicht in kurzer Zeit wieder innerhalb unserer lokalen Grenzen normal leben und wenigstens unsere Verwandten besuchen.

Hotte-Hüh!

Wem ist nicht schon aufgefallen, dass in unserem Lande zu jedem Tatbestand erst mal die möglichen negativen Konsequenzen aufgezählt werden, und zu jeder Verfügung kommt eine Gegenmaßnahme?
.
Im Motivationstraining heißt es: "Probleme gibt es nicht, es gibt nur Herausforderungen!". Bei uns scheint das Motto: "Nur wer nichts tut, macht keine Fehler!".

@ 13:57 von HaSieb

"Die Generation, die dieses Land aufgebaut hat, muss leiden, weil es die nachfolgenden Generationen nicht schaffen konsequent mit Ihren Problemen umzugehen"
Stimmt! Aber die Lösungen gerade für die Alten- u. Pflegeheime sind längst bekannt, werden nur nicht umgesetzt. Ein richtiger Lockdown bringt gar nichts weil die damit verbundenen Maßnahmen mit Heimbewohnern überhaupt nichts zu tun haben; vor allem wenn man nicht einmal das Heim-Personal konsequent vor Arbeitsbeginn mit Schnelltests testet. Die Pfleger(innen) tragen das Virus auch von Zuhause in die Heime (und umgekehrt).
Was brächten da Alkoholverbot, Ausgangssperren, Schulschließungen?...
Wir sehen ja gerade dass die ganzen Schließungen überhaupt nichts bringen weil es die falschen Maßnahmen sind

@IBELIN

"Meinung nach ist die Alternative zu einer Abschottung das grosse Risiko sich Corona einzufangen mit allen Konsequenzen. Das heisst fuer viele Alte, Intensivstation, Folgeschaeden oder sogar Ableben." Am 04. Dezember 2020 um 13:40 von IBELIN

*

Sie haben die 3. Alternative vergessen, die es so schon oft gegeben hat:
Man lebt abgeschottet und einsam in einem Altersheim, bekommt trotzdem Corona und stirbt einsam und abgeschottet in einem Altersheim.

Würden Sie so sterben wollen?
Ich nicht.

Ich persönlich würde lieber das Risiko Corona in Kauf nehmen, als einsam und abgeschottet zu leben und zu sterben, denn das ist überhaupt nicht so meins. Schon gar in einem Alter, in dem jeder weiterer Tag sowieso ein Geschenk ist.

Menschen reicht es nicht aus einfach zu überleben, Menschen brauchen andere Menschen. (Die meisten jedenfalls.)

Ich würde auch nicht wollen, dass man mich am leben erhält, wenn die Aussicht auf Genesung und halbwegs gesund und unabhängig werden sehr gering sind.

@ 14:06 von HaSieb

"Die Alternativen sind u.a. harter Lockdown..."
Die meisten Neuinfektionen u. Todesfälle finden derzeit in den Heimen statt - was selbst mit einem harten Lockdown nicht unterbunden würde.
So lange das Pflegepersonal nicht regelmäßig vor Arbeitsbeginn (mit Schnelltests) getestet wird und zB Pflegepersonal und Ärzte sogar arbeiten müssen wenn sie positiv getestet wurden, können Sie alle weiteren Verschärfungen getrost vergessen.
Ach und gestern hat man herausgefunden dass sich in den S-Bahnen des ÖV doch jede Menge Aerosole bilden. Meinen Sie dagegen hilft vielleicht ein Alkoholverbot und die Beschränkung der Öffnungszeiten auf 9-18 Uhr ??

Enkel schützen Großeltern

So lange die Politik die Enkel alter Leute weiter zwingt, sich mit 30 Kindern in enge Klassenräume zwängen zu müssen, wird man den schlimmsten Infektionsweg nicht stoppen können.

Die Kritik der Politik an den Coronaleugnern ist wichtig. Man sollte aber in den eigenen Reihen schauen, ob die Kultusminister nicht ganz vorne bei den Leugnern dabei sind. Sie gefährden durch ihre Leichtfertigkeit Millionen von Großeltern.

@ 14:06 von HaSieb

"... Die Alternativen sind u.a. harter Lockdown, ... "

Ja ... das wird ggf. nix.

Und wie lange u. wie oft soll das so laufen ?

Da liegen beim Bundesverfassungsgericht Klagen v. Verbänden u. Bürgerinnen/er vor, und diese Klagen sind z.T. schon anhängig u. sind in d. Prüfung.

Wird da noch mal so ein harter Lockdown seitens der Bundesregierung, den MPs, u. d. sonst. Verantwortlichen dem Volk aufgebürdet, darf damit gerechnet werden, dass das Bundesverfassungsgericht diese Maßnahmen sofort aufhebt.

D. g. Verantwortlichen d. Politik u. Verwaltung haben eh schon im ganzen Sommer nix gemacht, um z.B. mildere Mittel als einen harten Lockdown gg. Corona anzuwenden.

Übrig blieb bisweilen:
Durchhalteparolen, alle 14 Tage kommt irgend was als Vorordnung gg. Corona, und das Volk müsse mit AHA-Regeln+Lüften und sonst auch alles richtig machen ... Corona müsse so bekämpft werden.

Nichts

In den Sommermonaten wurde nichts verbessert.
Alle haben tolle Ideen. Nur davon wird es nicht besser.
Jeder will vor die Kamera und was sagen, wohl wissend das es keine Veränderung bringt.
Der Personalschlüssel wird sich nie erhöhen. Die Zustände nicht verbessern. Leider.
Alle Verantwortlichen wissen das, vor allem in der Politik.
Das ist die Tatsache.
Wo soll auch gutes Personal für wenig Geld so schnell herkommen.
Ich finde alle Diskussionen dazu mehr als sinnlos.
Wenn man sich mal die Tagesschau vor 20 Jahren anschaut. Man denkt es könnte gestern sein.

um 13:24 von vriegel

,,Immer das selbe. Die Heime sind schlecht geschützt
... und die Krankenhäuser werden immer voller. Auch die Zahl der Toten steigt.

Und die Politik meint man kann dem begegnen, indem man die 95% weiter einschränkt, die nichts mit den Heimen und mit der ambulanten Pflege zu tun haben."

Ja, immer dasselbe. Haben Sie sich evtl. in irgendeiner Weise verdient gemacht, die ,,Heime zu schützen" oder überlastetes Personal zu unterstützen, indirekt oder tatkräftig, daß Sie so großspurig Ihre Strafethik gegen die Schwächsten in diesem Land auszubreiten daherkommen? Da sollten Sie doch wenigstens mit der Idee eines Konzepts in Erscheinung treten, damit Ihre ,,95%" nicht belästigt werden während der von Ihnen stramm verlangten Immunarisierung über 2 sterbenslangweilige Jahre mit Coronaparties hinweg.

13:40 von IBELIN

<>

Nein, eben nicht. Die Isolation ist nicht nur menschenverachtend, sondern auch unnötig.b Sie ist nicht "alternativlos". Die Handreichung und viele praktische Erfahrungen zeigen, dass Kontakte mit Sicherheit möglich sind.

Kritisiert werden muss, dass
* die Handreichung erst jetzt kommt
* die materiellen Voraussetzungen z.T. noch nicht geschaffen wurden
* die Personalproblematik unabhängig von Corona besteht und die derzeitig Regierenden dafür auch mitverantwortlich sind.

Dennoch können Pflegebeürftige Besuche bekommen. U.a. sind Masken, Trennwände, Besuchshäuschen ... bewährte Möglichkeiten, um Besuch und Sicherheit in Einklang zu bringen. Alternativlos ist ideenlos.

Soweit wird man ja wohl geplant haben

"Hier ist die Frage, wie die Bewohner v. Alten- u. Pflegeheimen dort hin kommen sollen."

Naja, soweit wird man ja wohl gedacht haben, daß die Impfungen der Heimbewohner in den Heimen durchzuführen ist. Sollte auch ohne weiteres möglich sein. Zur Not nimmt man dafür das Sanitätspersonal der BW, alternativ kann dafür auch vorübergehend Personal angeworben werden. Um zu impfen, muss man kein Arzt sein, jedoch sollte ein Arzt als Aufsicht dabei sein, wenn ein Heim durchgeimpft wird.

Viel interessanter ist, wie verträglich ist die Impfung für die Hochrisikogruppe, denn meist ist das Immunsystem bei denen vollkommen den Bach runter. Darf/kann man jene überhaupt impfen? Die bisherigen Verlautbarungen über die Impstoffe treffen darüber keine Aussage.

Immer und immer wieder

Das Versagen bzw. der Unwille der Politik gegen Corona tatsächlich vorzugehen wird immer offensichtlicher.
Vielleicht ist die konsequente Vernachlässigung des Schutzes älterer Mitmenschen vor Corona aber auch einfach nur der einzige Beitrag zu Behebung des Pflegekräftemangels, der den zuständigen Politikern eingefallen ist.
Von Rechts wegen müßten ja auch alle Menschen und Familien, die eine ältere Person zu Hause pflegen, unter Quarantäne gestellt werden, bis die Pandemie vorbei ist.
Aber auch dazu hat die Politik wahrscheinlich noch nicht einmal nachgedacht.
Und Herr Westerfellhaus scheint auch nicht wirklich auf der Seite der Alten zu sein.

De-facto also Knast ?

Es ist Tradition, dass wir mit unserer Bläsergruppe in den Altenheimen und Betreuten Wohnungen Weihnachtslieder spielen. Ehrensache, versteht sich. Doch dieses Jahr darf man nicht mal mehr im Foyer spielen, sodass die Bewohner auf die Gänge treten und zuhören. Das sei eine Veranstaltung, nicht erlaubt!? Versteht das jemand? Es geht ums Hören und Sehen, nicht ums Versammeln? Diese rigoroseste Einschränkung der Kultur kann nicht im Sinn der Verfassung sein, das ist auch vollkommen unverhältnismäßig. Wird aber von der Polizei/Ordnungsamt SO geahndet! Ich darf nicht mal im öffentlichen Raum mit der erlaubten Anzahl Menschen (max 5 aus 2 HH) Musik spielen – ja wenn es eine Wahl-Veranstaltung wäre, dann ist das problemlos möglich, auch wenn wenig Abstand. Politik ist wohl hellgrüner als der Rest?
Und solange das so ist, sind die Alten so gut wie im Knast - schlimmer, denn die haben wenigstens noch Freilauf.

@Jerch

"Enkel schützen Großeltern So lange die Politik die Enkel alter Leute weiter zwingt, sich mit 30 Kindern in enge Klassenräume zwängen zu müssen, wird man den schlimmsten Infektionsweg nicht stoppen können." Am 04. Dezember 2020 um 14:31 von Jerch

*

Ich kenne nicht ein einziges Großelternteil, dass es wünscht, dass seine Enkelkinder ihretwegen auf die Schule verzichten.

Mein Eltern sowieso nicht und meiner Schwiegermutter empfängt schon seit jähren Besuch nur dann, wenn sie sich dafür fit genug fühlt - und der Besucht darf auch nicht krank sein. (Dieses Jahr fährt nur mein Mann hin.)

*

Soweit ich weiß vermissen die Senioren in Altersheimen die Schulprojekte, die sonst regelmäßig bei ihnen stattfanden. So ein Besuch wurde immer freudig erwartet.

@ 14:31 von 0_Panik

"Übrig blieb bisweilen: Durchhalteparolen, alle 14 Tage kommt irgend was als Vorordnung"
Damit wurde das Hotel- und Gaststättengewerbe geschlossen mit dem Hinweis dass die Politik die Maßnahmen regelmäßig auf Wirksamkeit überprüft...
Nach 4 Wochen immer noch kein Effekt (man könnte sagen Maßnahme war wirkungslos)
Reaktion der Politik: Alles bleibt geschlossen, zusätzlich Begrenzung der Personenzahl in den Läden (hatten wir zwar im Frühjahr schon mal...)
Mal schauen wie die Überprüfung in ein paar Wochen ausfällt.
Ach gestern hat man herausgefunden dass sich in den S-Bahnen wahnsinnig viele Aerosole bilden. Vielleicht kommt als Nächstes Begrenzung des ÖV auf 9-18 Uhr?

@14:23 von Tada

wg. hartem LockDown auch in Alten- u. Pflegeheimen:
"... Ich persönlich würde lieber das Risiko Corona in Kauf nehmen ,als einsam und abgeschottet zu leben und zu sterben ..."

Genau ! Ist richtig !

Es gibt zudem mildere Mittel anzuwenden, als einen harten LockDown m. Kontaktsperre.

Über die milderen Mittel sind von der Bundesregierung, den MPs, u. d. sonst. Verantwortlichen v. Frühjahr über den ges. Sommer bis dato. keinerlei Anstalten unternommen worden, um so was umsetzen.

Das Einzige was offensichtlich von vorne rein mit Vorsatz umgesetzt werden sollte:
Impfzentren u.a. z.B. in Messehallen ...
Denn um so was zu planen, auszuschreiben, und auch auszuführen (wird gerade gemacht) muss es eine lange Vorlaufzeit gegeben haben.
Anders geht das nicht.

14:22 von Advocatus Diabo

"Wir sehen ja gerade dass die ganzen Schließungen überhaupt nichts bringen weil es die falschen Maßnahmen sind"
Es geht doch nicht nur um den Schutz der Altenheime. Der Virus muss besiegt werden. Dann habe ich auch wieder mehr Freiheiten in den Altenheimen. Wir haben doch bislang nur die Gastronomie, das Veranstaltungsgewerbe und den Vereinssport geschlossen. Jeder weiss, das das nicht die entscheidenen Infektionsherde sind. Ausgangssperren, Alkoholverbot etc. sind nur aufgrund der Respekt- und Disziplinlosigkeit von Einigen notwendig. Wer jetzt schon verantwortungsvoll mit dem Thema umgeht, wird diese Maßnahmen kaum bemerken.
Und wir wissen nicht, was uns der Impstoff bringt, wann effizient geimpft werden kann und wer sich freiwillig impfen lässt.

14:23 von Tada

"Ich persönlich würde lieber das Risiko Corona in Kauf nehmen, als einsam und abgeschottet zu leben und zu sterben, denn das ist überhaupt nicht so meins"

Ich wusste nicht, dass Angehoehrige in Krankenhaeusern oder Intensivstationen wo Corona Patienten behandelt werden Zugang haben. Warum sollten sich Angehoehrige auch zusaetzlich infizieren?

Re : Jerch !

Es sollte aber auch Herr Altmaier in die Pflicht genommen werden, denn es ist ein echter Unsinn, zu glauben, es finden keine Infektionen in Firmen statt. Nicht nur die Schulen sollten dicht gemacht werden, sondern auch alle nicht lebensnotwenigen Betriebe, denn dann fahren viele nicht mehr mit dem ÖPNV, stehen nicht den ganzen Tag dicht an dicht.
Leider aber sind der Politik die Wirtschaft, vor allem der bisher Großen, und deren Gewinne und gute Zahlen wichtiger als viele Menschenleben.
Es war für das Corona- Kabinett kein Problem, mal schnell alle Freizeiteinrichtungen zu schließen, und viele Existenzen zu gefährden, sowie viele in finanzielle Nöte zu bringen, aber all die großen Player dürfen weiter wurschteln.
Und natürlich sollte die Politik sich mit all den Leugner und Verschwörern aus einander setzen, mit ihnen offen diskutieren und ihnen die Diskrepanz ihrer Handlungen auf zeigen !

Erwachsene sind dafür da, um Kinder zu schützen, nicht umgekehrt.

@Advocatus Diabo... - 14:22

"Wir sehen ja gerade dass die ganzen Schließungen überhaupt nichts bringen weil es die falschen Maßnahmen sind"

Na ja, Sie müssen auch nicht erklären wie damit umzugehen wäre, wenn wir alles offen gelassen hätten. Dass wir dann immer noch die gleichen Infektionszahlen hätten, dürfen Sie gerne als selbst gefasste Erkenntnis hier vortragen, ist aber virologisch nicht haltbar.

Also, was wären denn Ihrer Auffassung nach die "richtigen Maßnahmen"?

@ IBELIN

"Ich wusste nicht, dass Angehoehrige in Krankenhaeusern oder Intensivstationen wo Corona Patienten behandelt werden Zugang haben." Am 04. Dezember 2020 um 14:46 von IBELIN

*

Ich schrieb von Infektionsgefahr und vom Sterben.
Es ist Ihnen wohl entgangen, dass gerade ältere Menschen öfter sterben - das war schon vor Corona so.

In Schutzanzügen könnte man auch Angehörige zu Sterbenden Corona-Patienten lassen. Die Behandelnden gehen auch so hin.

Ps. Da ging letztens ein Foto durch das Internet:
Ein Arzt umarm einen Älteren Patienten zum Trost.
Das sollten Sie sich mal ansehen.

Es ist schrecklich, wenn niemand zum Trösten da ist.

Nett, dass das RKI und der

Nett, dass das RKI und der Pflegebeauftragte jetzt einen `Leitfaden´ verschicken will. Ziemlich flott gearbeitet...

Grundsätzlich stimme ich zwar zu, dass sinnlose und aktionistische Maßnahmen gelassen werden sollten, wie z.B. Geschenke erstmal irgendwo lagern oder keine Kinder reinlassen, aber es ist eben auch so, dass in den Heimen die (relevante) Risikogruppe lebt. Wie manche schon seit Monaten sagen: Die muss man schützen.
Und nicht Kinos oder Fitnessstudios...

Was die zu strengen Maßnahmen angeht: Stimme zu, da sollte man mehr Augenmaß haben. Aber das ist ja auch in anderen Bereichen so. Und in denen sind solche Maßnahmen viel weniger sinnvoll (z.B. Schulen und Kitas schließen). Von daher: Wenn irgendwo, dann doch am ehesten in Pflegeheimen.

@ alle "Kritiker"

...es bleibt mal wieder festzustellen, dass die selbsternannten Regierungs-/ Politikkritiker in diesem Forum null aber wirklich nullkommanull konstruktive Vorschläge bringen, wie man es denn besser machen könnte...einfach nur erbärmlich....

Viel abverlangt?

Ja, die Krise verlangt uns allen viel ab. Um die Alten zu schützen wird immerhin eine ganze Gesellschaft in die Pflicht genommen. Die Summen, die aktuell bewegt werden, muss auch jemand mal zurück zahlen, bitte nicht vergessen.
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Wir alle bringen Opfer, nicht nur die Alten.
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Manchmal habe ich den Eindruck alle anderen spielen in diesem Land keine Rolle mehr und solange ich jemanden über 65 ohne kostenlose Ftx32 Maske sehe, weil die Renter offenbar ja den 1 Euro zum Eigenschutz auch nicht mehr haben, solange scheint mir die ganze Debatte sehr merkwürdig.
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Erst jahrzehntelang Mist bauen und jetzt die breite Solidarität einfordern, wunderbar.
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Wie wäre es, vielleicht den eigenen Hintern mal 6 Wochen Zuhause zu parken, damit die anderen 80 Prozent der Gesellschaft irgendwie das Ding am Laufen halten können? Auch ne Idee oder.
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Aber jetzt erstmal schön Weihnachten feiern und dann meckern wenn die kaputt gesparten Krankenhäuser keinen Platz mehr haben. Läuft.

Am 04. Dezember 2020 um 14:48 von Tada

Zitat: Erwachsene sind dafür da, um Kinder zu schützen, nicht umgekehrt.

Ich bin froh und stolz, dass meine Enkelkinder das anders sehen, sich Sorgen um die Großeltern machen, Rücksicht nehmen und sie zu schützen versuchen.

Prima Erziehung zur Solidarität, liebe Tochter!

@14:44 von Advocatus Diabo...

"... Ach gestern hat man herausgefunden dass sich in den S-Bahnen wahnsinnig viele Aerosole bilden ..."

Ach guckt mal Alle da ...

Wer hätte das gedacht ?

Und die Fahrgäste haben dann immer diese völlig unhygienischen selbst gebastelten Atemschutzmasken auf.
Manche Fahrgäste fummeln mit ihren Händen an dem schmuddeligem Lappen im Gesicht rum.
Hier ist der Schutz eh > 0 .

Und die Deutsche Krankenhausgesellschaft e.V. sagt, dass nur mehrfach übereinander getragene Atemschutzmasken (Papier-Einmalatemschutzmasken) überhaupt die Areosole etwas abhalten können.
Bei Bartträgern ist der Schutz mit solchen Atemschutzmasken eh > 0 .

Anstatt den harten LockDown dem Volk zu verordnen, und auf andere Corona-Zwangsmaßnahmen zu verweisen, sollte d. Bundesregierung, d. MPs, u. d. sonst. Verantwortlichen mal ein Hygienekonzept f. d. ÖPNV (Busse/Straßenbahnen insb. in Großstädten) verordnen.

Es muss u. U. auch d. Pflegepersonal u. sonst. Personal v. Alten- u. Pflegeheimen m. d. ÖPNV in D. z. Arbeit

@Hasieb: Hallloooo

Die Generation, die dieses Land aufgebaut hat, was haben wir denn der zu verdanken? Egogesellschaft, Schulden, soziale Schieflage, marodes Gesundheitssystem, mieses Schulsystem, Atommüll, Klimakrise... Mal ehrlich, es sind die Kinder dieser Generation, der Sie die Schuld geben? Grandios.
.
Immerhin sind es die heute 80jährigen, die vor 30 Jahren die Weichen für dieses Land gestellt haben. Die 30jährigen von heute gab's noch nicht und die 40jährigen waren Kinder.
.
Wer heute meckert, soll sich mal schön an die eigene Nase fassen. Also ich habe nicht 1990 dafür gestimmt, das Gesundheitssystem systematisch kaputt zu sparen oder 1997 die Pflege dem ökonomischen Diktat zu unterwerfen, ich durfte da noch gar nicht wählen.

wie im Gefängnis

Es scheint, die wenigsten Beitragsschreiber kennen jemanden in einem Alten- und Pflegeheim.

Da sterben die Leute mittlerweile an Auflagen und Einsamkeit. Besuche zeitlich und räumlich reglementiert. Manche Bewohner (sind ja nicht alle bettlägrig) haben seit 10 Monaten das Haus nicht mehr verlassen (können). Geschweige denn irgendein gemüliches Beismamensein, Feier oder gar "Kaffeefahrt".

Den Lebensmut verlässt da einige. Zitat: "wie im Gefängnis hier".

>> Nach 4 Wochen immer noch

>> Nach 4 Wochen immer noch kein Effekt

Ähh, hallo? oO

Seit 4 Wochen ist zu beobachten, daß sich die Karte "https://www.tagesschau.de/inland/coronavirus-karte-deutschland-101.html" von dunkelrot -> rot -> hellrot -> orange -> gelb verfärbt.

Und wenn diese Karte ein sattes Gelb mit einigen versprengten orangenen Landkreisen und Städten zeigt, DANN sind WIR einen(!) Schritt weiter. -.-

um 14:44 von Advocatus Diabo...

Nach 4 Wochen immer noch kein Effekt (man könnte sagen Maßnahme war wirkungslos)..."

Wenn man ein Walsterben mit der Maßnahme einer Beschilderung gestaltete, die die Wale zur Meidung der Heimatbucht anleiten soll und nach einer Woche feststellt, daß die Wale es nicht angenommen haben und stattdessen tot sind, gab es ein Problem mit der Kommunikation. Kann von Menschen mehr erwartet werden?

Vergessen, daß es für den Erfolg einer Maßnahme unbedingt erforderlich ist, daß man sich daran hält? Superspreader Events wie in Leipzig und Berlin sind geeignet, jedes sinnvolle Planen über den Haufen zu werfen. Wale sind zum Glück nicht so blöde, aber ich kann verstehen, daß sie sich die Dummheit der ranghöchsten Lebewesen nicht länger ansehen.

@16:08 von saschamaus75

wg. Bewohnern in Alten- u. Pflegeheimen :
@16:02 von Max-S schrieb:
"... Den Lebensmut verlässt da einige. Zitat: "wie im Gefängnis hier" ..."

@16:08 von saschamaus75 schrieb:
"... Und wenn diese Karte ein sattes Gelb mit einigen versprengten orangenen Landkreisen und Städten zeigt, DANN sind WIR einen(!) Schritt weiter. -.- ..."

Wo sind wir denn da einen Schritt weiter ?

Und wann kommen die Bewohner in Alten- u. Pflegeheimen "wieder frei" ?

@ falsa demonstratio

"Ich bin froh und stolz, dass meine Enkelkinder das anders sehen, sich Sorgen um die Großeltern machen, Rücksicht nehmen und sie zu schützen versuchen." Am 04. Dezember 2020 um 15:46 von falsa demonstratio

*

Moment!
Es ging ausdrücklich um Schulschließungen.

Sie möchten also, dass Ihre Enkeln keinen Präsenzunterricht haben, um Sie zu schützen?

Persönlich finde ich Ihre Einstellung sehr unsolidarisch und egoistisch. Verzichten Sie dafür wenigstens auf das Einkaufen gehen und sonstige Kontakte? Isolieren Sie sich wie meine Schwiegermutter?

@ HaSieb

"Die Generation, die dieses Land aufgebaut hat, muss erneut leiden, weil es die nachfolgenden Generationen nicht schaffen konsequent mit Ihren Problemen umzugehen." Am 04. Dezember 2020 um 13:57 von HaSieb

*

Und schon wieder vergessen:
Ohne Marshall-Plan wäre in Westeuropa nichts aufgebaut worden.

Aber die Leute, die wirklich nach dem 2. WK hier etwas aufgebaut haben sind meisten bereits verstorben oder schon um die 100.

@16:24 von melancholeriker

"... Superspreader Events wie in Leipzig und Berlin sind geeignet, jedes sinnvolle Planen über den Haufen zu werfen ..."

Wie kann das denn sein ?

Die Bewohner in Alten- u. Pflegeheimen sollen aus der Abschottung raus. Es kann nicht sein, dass die Bewohner in Alten- u. Pflegeheimen faktisch nix mehr machen können, ausser das sie sich im Bereich des Alten- u. Pflegeheims aufhalten können. Dazu kommt, das Angehörige u. Bekannte Vorschriften zu beachten haben., sodass ein zwangloser u. befreiter Besuch überhaupt nicht möglich ist.

Und wenn in Berlin o. Leipzig eine Demo stattfindet, wieso hat das Auswirkung auf alle Alten- u- Pflegeheime in D. ?

Und seit wann ist die Ansteckungsgefahr z.B. Corona an der frischen Luft derart hoch, dass gleich die Demos zu verbieten seien, sodass d. Bewohner in Alten- u. Pflegeheime besser geschützt sind ?

15:35 von Tada

Finde ich auch von Uebel, wenn Menschen einsam sterben.

Gerade deswegen sollte man die Schwaechsten schuetzen. Man kann die Oma auch hinter einer Glasscheibe besuchen. Die Oma wird das verstehen. Man will ja spaeter wieder umarmen und zwar nicht unbedingt nur die sterbende Oma.

14:23 von Tada

Ich persönlich würde lieber das Risiko Corona in Kauf nehmen, als einsam und abgeschottet zu leben und zu sterben, denn das ist überhaupt nicht so meins.

Ihnen ist aber schon bewusst, dass Sie gerade Ihre Entscheidung allen Menschen aufzwingen wollen, indem Sie die Öffnung der Pflegeheime fordern?
.
Eventuell gibt es ja auch Senioren, die lieber in möglichst großer Sicherheit leben wollen, die unter anderem durch eine weitgehende Isolierung erreicht werden kann?

Der Ton macht die Musik

Die Bewohner von Pflegeheimen
Die Bewohner von Pflegeheimen sind eh schon in einer körperlich und geistig labilen Zustand.
Das berechtigt aber niemanden ihrer letzten Grundrechte zu berauben.
Sie vollends zu Isolieren, sie in Einsamkeit allein zu lassen.
Wir müssen also Geld in die Hand nehmen, um damit die Gegebenheiten, den individuellen Bedürfnissen der Bewohner anzupassen.
Jeder hat das Recht so zu sterben wie er/sie es will. Aber das Leben um vielleicht 1 bis 100 Tage mit Chemo oder Isolierung zu verlängern sollte dem Patienten überlassen bleiben.

Frohe Botschaft..?

Vor einigen Jahren hatte ich mal das vielleicht zweifelhafte, aber auch interessante "Vergnügen", einen straffällig gewordenen Bekannten im Gefängnis zu besuchen. Selbstverständlich gab es dort strenge Kontrollen und Auflagen für Besucher. Auch für den Besuchten, wie mir der Inhaftierte berichtete, hinzu kamen emotionelle Belastungen...
_
Vielleicht nicht direkt vergleichbar ... aber ähnlich stelle ich mir die Situation bei Besuchen in Alten- u. Pflegeheimen vor. Insbesondere dort, wo die Anti-Coronaregeln in Eigenregie besonders restriktiv gehandhabt werden.
_
Deshalb ist es besonders empörend, daß regierungsseitig bisher kein verbindliches Entlastungs- u. Handlingkonzept für Heime, Bewohner und Besucher existiert. Daß lt. Minister Spahn nun endlich größere Mengen FFP-2-Masken an Heime "unterwegs" sein sollen, wird als frohe Botschaft die Lage kurzfristig über die Feiertage nicht entspannen. Zumal manche Heimbewohner sich bereits dem Ende ihres natürlichen Lebenszyklus nähern...

Am 04. Dezember 2020 um 16:44 von Tada

Zitat: Moment! ---- Es ging ausdrücklich um Schulschließungen.

Diese Einschränkung kann ich Ihrem Satz "Erwachsene sind dafür da, um Kinder zu schützen, nicht umgekehrt" beim besten Willen nicht entnehmen. Ich glaube auch nicht, dass sie das so gemeint haben.

Zitat: Verzichten Sie dafür wenigstens auf das Einkaufen gehen und sonstige Kontakte? Isolieren Sie sich wie meine Schwiegermutter?

Weder meine Enkel (die Präsenzunterricht haben) noch ich (schon weil ich berufstätig bin) isolieren uns. Wir nehmen nur ganz einfach situationsbezogen aufeinander Rücksicht.

@IBELIN

"Gerade deswegen sollte man die Schwaechsten schuetzen. Man kann die Oma auch hinter einer Glasscheibe besuchen. Die Oma wird das verstehen." Am 04. Dezember 2020 um 16:54 von IBELIN
15:35 von Tada

*

Das hat doch nichts mit Verstehen zu tun.
Mal abgesehen davon, ältere Menschen oft kindlich werden gibt es genug Untersuchungen an Primaten, die belegen, dass körperlicher Kontakt nötig zum Überleben ist.

Kinder, die nie nie umarmt worden sind sind nicht umsonst verwahrlost. In Kinderheimen hat man früher Babys gefüttert und gewickelt und hat sich gewundert, dass so viele sterben. Dabei fehlte ihnen das Kuscheln. (Das ist in machen Heimen in manchen Ländern bis heute so.)

Frühchen nimmt man zum Kuscheln extra aus dem Brutkasten, weil sie sich besser entwickeln. Trotz Temperatur und Bazillen, die ihnen drohen.

Das ist bei Erwachsenen zwar nicht so ausgeprägt, aber auch da ist körperliche Nähe einfach wichtig. Und vor allem dass sie selbst darüber entscheiden können.

@ Digitaler Fußabdruck

"Ihnen ist aber schon bewusst, dass Sie gerade Ihre Entscheidung allen Menschen aufzwingen wollen, indem Sie die Öffnung der Pflegeheime fordern?" Am 04. Dezember 2020 um 17:03 von Digitaler Fußabdruck

*

Das Gegenteil ist der Fall.
Es wird gerade menschen aufgezwungen, was ich nie haben will.

Wer trotzdem niemanden sehen will, der wird doch nicht zum Besuchempfangen gezwungen!

Ps. Abgesehen davon gilt auch für Pflegekräfte immer noch die erweiterte Quarantäne, d.h. Quarantäne, aber mit vollen Arbeitsstunden. Informieren Sie sich bitte darüber!

@13:40 von IBELIN

>> Zudem koennte man die Alten und Pflegeheime zuerst impfen, so dass man die Isolierung bald aufheben koennte. > Das waere fuer mich zuminmdest die akzeptablere Alternative. <<
_
FRAGE: Impfrisiken für bereits multimorbide Alte..?

Am 04. Dezember 2020 um 16:50 von Tada

Zitat: Aber die Leute, die wirklich nach dem 2. WK hier etwas aufgebaut haben sind meisten bereits verstorben oder schon um die 100.

Wann, meinen Sie denn, war der Wiederaufbau abgeschlossen?

17:03 von Digitaler Fußabdruck 14:23 von Tada

Ihnen ist aber schon bewusst, dass Sie gerade Ihre Entscheidung allen Menschen aufzwingen wollen, indem Sie die Öffnung der Pflegeheime fordern?

Ich dachte Besuchsmöglichkeiten unter Auflagen sind möglich, sofern es kein Infektionsgeschehen im Heim gibt.

Eventuell gibt es ja auch Senioren, die lieber in möglichst großer Sicherheit leben wollen, die unter anderem durch eine weitgehende Isolierung erreicht werden kann?

Leider habe ich keine Zahlen dazu, wie hoch die Anzahl derjenigen ist, die gerne Besuch empfangen möchten und derjenigen, die lieber auf Besuch verzichten möchten. Wie würden Sie es denn handhaben wollen? Wessen (aufgrund der Situation eingeschränktes) Selbstbestimmungsrecht zählt dann mehr? Und wie erklären Sie das Menschen mit Demenz oder mit einer geistigen Behinderung?

Und bedenken Sie, dass auch die Pflegekräfte, die ja noch viel näheren und längeren Kontakt zu den Menschen haben, das Virus in das Heim tragen können.

@13:56 von dr.bashir

>> Eine komplette Abschottung ist schon deswegen nicht möglich, weil man ja wohl kaum das Personal dort kasernieren kann. > Bleiben die Besucher. Und da hätte man sicher durch Masken und Abstand, mehr erreichen können. <<
_
Sie benennen das in Heimen hauptsächliche Gefährdungspotenzial richtig, ziehen aber mE. die falschen Schlüsse... Sicher hätten Heime, Personal, Bewohner und Besucher schon längst mit qualitativ guten FFP2-Masken ausgestattet werden müssen ... was nun lt. Minister Spahn anfangsweise geschehen soll... Sehr viel nützlicher aber wäre es mE. (gewesen), schon frühzeitig alle Heimmitarbeiter und Liefer- bzw. Servicedienste (evtl. auch Bewohner) täglich zu testen. Das geht doch bei Fußballprofis und nötigenfalls bei Politikern auch...

17:06 von falsa demonstratio 16:44 von Tada

Weder meine Enkel (die Präsenzunterricht haben) noch ich (schon weil ich berufstätig bin) isolieren uns. Wir nehmen nur ganz einfach situationsbezogen aufeinander Rücksicht.

Das klingt schon etwas differenzierter als Ihr vorheriger Post, der die Frage aufwirft, inwiefern denn Kinder mit Schuldgefühlen umgehen sollen, falls diese sich trotz aller Vorsicht unbemerkt in der Schule anstecken und dann das Virus an die Großeltern weitergeben.

@14:04 von 0_Panik

>> Dazu kommt noch, dass erst mal Impfzentren meist in d. Großstädten geben wird. Hier ist die Frage, wie die Bewohner v. Alten- u. Pflegeheimen dort hin kommen sollen. <<
_
LÖSUNG: Die meisten immobilen Alten in häuslicher Pflege sind auch Patienten von Hausärzten, die wiederum i.d.R. 1 x wöchentlich auch Hausbesuche machen. Und es gibt auch kleine kofferähnliche Kühlboxen für Impfstoffe. So dürfte in vertretbaren Zeiträumen das Impfen für immobile Ältere in häuslicher Pflege machbar sein.

Wenn ich die Kommentare hier

Wenn ich die Kommentare hier teilweise lese, dann fällt mal wieder auf, dass es einige gibt die keinen Plan vom Alltag haben. Es möchte kein Mitarbeiter oder eine heimleitung dass die Bewohner einsam sind. Aber es geht auch um den Schutz der jenigen die vllt. Keinen Besuch bekommen. Und einmal corona in der Einrichtung bedeutet für 80 % bei einem schweren Verlauf ein Todesurteil. Aber ja genau an corona sterben ist weniger schlimm als "einsam" sein. Und sterben muss auch im corona Zeiten niemand einsam sterben. Da gibt es immer gesonderte Regelung. Das ist alles kein Kindergarten. Und das kann ich sagen mit derzeit ca 40 Stunden mindestens in der Woche mitten in der Pflege. Mit samt Abstrichen die ich mache um die Besuche einigermaßen abgesichert für alle meine Bewohner. Aber gerne können wir alle, ohne jegliche Maßnahmen , herein lassen. Dann wird der Aufschrei aber gross sein wenn dann die Angehörigen versterben und die böse Pflege es nicht ordentlich gemacht hat.

@14:20 von DeHahn

>> Bei uns scheint das Motto: "Nur wer nichts tut, macht keine Fehler!". <<
_
... könnte mir vorstellen, daß manche Sommerurlaubs-Schönwetterpolitiker dem zustimmen...

@15:46 von MrEnigma

>> Ja, die Krise verlangt uns allen viel ab. Um die Alten zu schützen wird immerhin eine ganze Gesellschaft in die Pflicht genommen. <<
_
Irrtum..! Im Grunde dienen alle regierungsseitigen Anti-Coronamaßnahmen vorrangig der Aufrechterhaltung der Wirtschaft allgemein. Der Schutz bestimmter Bevölkerungsteile wird zwar gerne behauptet, besteht aber nur aus Worthülsen (siehe Schulen, ÖPNV etc...).

@0_Panik - 16:51

"Es kann nicht sein, dass die Bewohner in Alten- u. Pflegeheimen faktisch nix mehr machen können, ausser das sie sich im Bereich des Alten- u. Pflegeheims aufhalten können. Dazu kommt, das Angehörige u. Bekannte Vorschriften zu beachten haben., sodass ein zwangloser u. befreiter Besuch überhaupt nicht möglich ist."

Na, dann mal raus mit der Sprache: Wie hätten Sie es gern?

Läden, Bäckereien und Apotheken sind nur mit Maske und mindestens 1,50 m Abstand zu betreten und bei der Hochrisikogruppe der Alten- und Pflegeheimbewohner machen wir dann auf befreit und zwangslos.

Wenn dort alles so katastrophal und unmenschlich zugeht - warum holen Sie Ihre Oma, Opa, Mutter, Vater etc. nicht nach Hause in die Geborgenheit der Familie?
Das wäre die Konsequenz wo man zeigen könnte, wie wichtig es einem erscheint, den alten Menschen aus seiner Abschottung zu holen.

Was Covid-19 angeht - da trägt dann allerdings die Familie die Verantwortung und nicht mehr so ein unmenschliches Pflegeheim.

Ältere sind zu schützen, aber nicht durch gefährliche Besuche

Seit über 20 Jahren arbeite ich in der Pflege mit behinderten Menschen.
Mir ist kein einziger Fall bekannt, bei dem ein Heimbewohner darüber klagen konnte, zu viel Besuch von seiner Verwandtschaft zu bekommen. Als Kind zu Anfang mal an Wochenenden, als Erwachsener gibt es selbst zu Weihnachten kaum mal einen Anruf.
Soweit ich mir von Kollegen aus der Seniorenbetreuung bekannt ist, hat auch dort das Besucheraufkommen der letzten 20 Jahre zu keinerlei Verkehrsbehinderungen im Umkreis geführt oder gar zu Warteschlangen vor den Türen der Seniorenheime.
Alte Menschen, die in Altersheimen leben, erleiden ihre Krankheiten u/o sterben daran in der Regel einsam. Meistens sind es ausschließlich die Pflegekräfte, die Hilfe und Beistand leisten.
Dass sich dieses schäbige Verhalten der Verwandtschaft wegen Corona geändert hat, ist kaum zu glauben.
Dort wo ich arbeite jedenfalls nicht.

Panik-Modus

kaum zu glauben: endlich mal ein Artikel auf TS, der nicht weitere Hysterie schürt, sondern vernünftig und ausgewogen daherkommt. Danke dafür!

Schade, dass prompt die Mehrzahl der Kommentare die offenbar vermissste Portion Angst nachliefert. Leute, Leute... calm down

Am 04. Dezember 2020 um 17:34 von Kaneel

Zitat: Das klingt schon etwas differenzierter als Ihr vorheriger Post,

Mein zweiter Post ist zwangsläufig differenzierter als mein erster Post, weil letzterer nur auf den unglückseligen Satz von Tada (14:48), Erwachsene seien dafür da, um Kinder zu schützen, nicht umgekehrt Bezug nahm. Der zweite Post ist Tadas Volte geschuldet.

Zitat: der die Frage aufwirft, inwiefern denn Kinder mit Schuldgefühlen umgehen sollen, falls diese sich trotz aller Vorsicht unbemerkt in der Schule anstecken und dann das Virus an die Großeltern weitergeben.

Bei dem Verhältnis, das wir und unsere Enkel pflegen, ist das nur eine philosophische Frage.

Die konkrete Frage ist, wie gingen die Kinder damit um, wenn die Großeltern sie meideten als hätten sie die Pest.

Allseitige Vorsicht ist geboten.

@falsa demonstratio

"Wann, meinen Sie denn, war der Wiederaufbau abgeschlossen?" Am 04. Dezember 2020 um 17:12 von falsa demonstratio

*

So gesehen ist der Aufbau nie abgeschlossen und es hat und wird absolut jeder Generation dazu beitragen.
Deshalb ist es auch nichts besonderes und niemand muss sich damit brüsten und irgendwelche Gegenleistungen dafür verlangen.
Jeder leistet zur seiner Zeit seinen Anteil.

@13:56 von dr.bashir

//Eine komplette Abschottung ist schon deswegen nicht möglich, weil man ja wohl kaum das Personal dort kasernieren kann.//

Genau der Vorschlag wurde hier im Forum schon gemacht. Wenn ich so etwas lese, vergesse ich immer das weiteratmen.

@18:10 von Wanderfalke

>> ...warum holen Sie Ihre Oma, Opa, Mutter, Vater etc. nicht nach Hause in die Geborgenheit der Familie? Das wäre die Konsequenz wo man zeigen könnte, wie wichtig es einem erscheint, den alten Menschen aus seiner Abschottung zu holen. <<
_
Es gibt angeblich keine dummen Fragen... hier oben ist aber eine der gelegentlichen Ausnahmen... Ob dem Fragesteller bewusst ist, daß heutige Lebens- u. Wohnsituationen in DE nur in seltenen Fällen einen Mehrgenerationenhaushalt plus evtl. Pflege ermöglichen..?

@17:06 von falsa demonstratio

//Weder meine Enkel (die Präsenzunterricht haben) noch ich (schon weil ich berufstätig bin) isolieren uns. Wir nehmen nur ganz einfach situationsbezogen aufeinander Rücksicht.//

Wenn sich wirklich alle so verhalten würden, würde das aus meiner Sicht auch einen "Lockdown light" überflüssig machen. Aber "Rücksicht" ist inzwischen nur noch ein Wort, dessen Bedeutung nicht mehr allen gegenwärtig ist und "situationsbezogen" wird für Klingonisch gehalten, das man nun wirklich nicht lernen muss.

Da sage ich auf Marsianisch: "Koa bate!" (Arme Menschen!)

18:22 von falsa demonstratio 17:34 von Kaneel

Ich: der die Frage aufwirft, inwiefern denn Kinder mit Schuldgefühlen umgehen sollen, falls diese sich trotz aller Vorsicht unbemerkt in der Schule anstecken und dann das Virus an die Großeltern weitergeben.

Sie: Bei dem Verhältnis, das wir und unsere Enkel pflegen, ist das nur eine philosophische Frage.
Die konkrete Frage ist, wie gingen die Kinder damit um, wenn die Großeltern sie mieden als hätten sie die Pest.
Allseitige Vorsicht ist geboten.

Meine bereits formulierte Zustimmung zu Ihrem letzten Satz aus meinem ersten Antwortversuch ist mir unterwegs verloren gegangen. Wahrscheinlich passiert die Rücksichtnahme zwischen Ihnen und Ihren Enkeln ganz "organisch", was dann in so einem Kommentar, zumindest für mich, zu "plakativ" rüber kann (von Tada allerdings auch).

@17:34 von Kaneel 17:06 von falsa demonstratio

//Das klingt schon etwas differenzierter als Ihr vorheriger Post, der die Frage aufwirft, inwiefern denn Kinder mit Schuldgefühlen umgehen sollen, falls diese sich trotz aller Vorsicht unbemerkt in der Schule anstecken und dann das Virus an die Großeltern weitergeben.//

Diese Frage ist doch überaus berechtigt. Sehr viele Kinder (auch kleine) scheinen besser über die Gefahren durch Corona informiert zu sein, als viele Erwachsene. Glauben Sie ernsthaft, Kinder könnten keine Schuldgefühle entwickeln, ohne dass irgendein Erwachsener diese vorher dem Kind eingetrichtert hat?
(Selbiges hatten Sie mir ja schon einmal unterstellt, obwohl mein Beitrag eine solch üble Unterstellung gar nicht hergab.)

@17:29 von Zwicke @13:56 von dr.bashir

//Sehr viel nützlicher aber wäre es mE. (gewesen), schon frühzeitig alle Heimmitarbeiter und Liefer- bzw. Servicedienste (evtl. auch Bewohner) täglich zu testen. Das geht doch bei Fußballprofis und nötigenfalls bei Politikern auch...//

Ist doch ganz einfach. Die Einen bringen Geld, die Anderen kosten Geld (wenn sie nicht genug haben, um es ihnen in voller Höhe abnehmen zu können).
Das verträgt sich zwar nicht mit unseren Werten auf dem Papier, aber mit den gelebten Werten schon.

14:48 von Tada

«Keine Maßnahme darf dazu dienen, dass Kinder Erwachsene schützen.
Erwachsene sind dafür da, um Kinder zu schützen, nicht umgekehrt.»

Kinder sind wie alle Erwachsenen Mitglieder in der Gesellschaft, die einen Weg finden muss, klug mit Corona unzugehen. Damit negative Auswirkugen soweit wie mögl. minimiert werden.

Selbstverständlich machen Kinder sich Gedanken, "wie das alles mit dem Corona ist". Seien es Schulen ("Schließungen"), seien es Kontakte von Kindern untereinander, oder die zu Großeltern (älteren Menschen allgemein).

Sie wollen wohl niemand ernsthaft verklickern, Ihre Kinder hätten Sie noch nie im Verlauf des Jahres 2020 gefragt, was sie selbst denn tun könnten, damit der doofe Corona schnell wieder verschwindet.

Kinder sind anders, viel mehr als viele Erwachsene von Einschränkungen im Leben betroffen. Sie denken darüber nach, wie auch sie zum Schutz von anderen beitragen können.

Kinder sind empathisch und machen.
Statt endlos debattieren, was dann zu gar nix führt.

Wo kann man ...

... sich denn nun vor einem Besuch im Pflegeheim schnell testen (Antigentest) lassen?

Ja ich möchte meine Mutter besuchen und das Heim hat ein strenges Besucherkonzept. Vor einigen Tagen wurden auf Verdacht eines Falles alle getestet, negativ.

Besuch kann gut funktionieren,
viele Menschen in Pflegeheimen sehnen sich nach Besuch. Manche haben leider keine Angehörige mehr, oder die kommen ganz selten.

Konkret kann man es nicht belegen, doch die Inzidenz in Sachsen ist nach den Demos in Dresden, Leipzig, ... doch drastisch gestiegen.

Jetzt wollen wieder Leute in Dresden demonstrieren.
Doch geht es denen wirklich um Corona-Maßnahmen?

Ich bezweifle es stark, und die Organisatoren ud andere Leugner vergleichen sich immer mehr mit Opfern des Dritten Reiches, ekelhaft und Hohn, auch gegenüber denen, die das Land danach wieder aufgebaut haben.

Manche Kommentare sind nur schwer zu ertragen.

Davon brauche ich mehr als 1.5 m Abstand.

Über die Würde des Menschen

"Die Würde des Menschen ist unantastbar.", heißt es in Artikel 1 unseres Grundgesetzes.

Ich wusste nie so recht, was ich unter "Würde" zu verstehen hatte und wann eine Verletzung derselben vorliegt. Zu abstrakt war das für mich.

Jetzt, da meine Mutter in Corona-Zeiten in einem Pflegeheim untergebracht ist, seit März(!) nicht mehr ihr Eigenheim aufsuchen konnte und seit nunmehr drei Woche auf ihrem Zimmer isoliert ist (sie ist selbst nicht infiziert!) - Ende ungewiss! -, weiß ich, dass der obige Artikel aus unserem Grundgesetzt nur eine hohle Phrase ist!

Am 04. Dezember 2020 um 18:30 von Tada

Zitat: So gesehen ist der Aufbau nie abgeschlossen und es hat und wird absolut jeder Generation dazu beitragen.

Ich gehöre zu der sog. "Generation der Erben". Mein Anteil am Aufbau war eher untergeordnet.

Zitat: Deshalb ist es auch nichts besonderes und niemand muss sich damit brüsten und irgendwelche Gegenleistungen dafür verlangen.

Die Wiederaufbauleistungen nach dem Krieg sind in meinen Augen schon anders zu bewerten als die Leistungen meiner Generation, die sich ins gemachte Nest sezen durfte.

Meine Eltern haben sich nie damit gebrüstet und haben nie Gegenleistungen verlangt. Ich bin Ihnen aber auch heute noch dankbar für Ihre Lebensleistung und hoffe, ich habe Ihnen das, als sie noch lebten, in genügendem Maße gezeigt.

@Zwicke - 18:54

"Es gibt angeblich keine dummen Fragen... hier oben ist aber eine der gelegentlichen Ausnahmen... Ob dem Fragesteller bewusst ist, daß heutige Lebens- u. Wohnsituationen in DE nur in seltenen Fällen einen Mehrgenerationenhaushalt plus evtl. Pflege ermöglichen..?"

Dann können Sie jetzt mal - unter Berücksichtigung der heutigen Lebens- u. Wohnsituation - mit einer gescheiten Antwort brillieren, warum die Pflegeheime die zur Zeit geltenden Hygienevorschriften nicht einfach aufheben, damit der User @0_Panik dort ohne Vorschriften, ganz "frei und zwanglos" seine Besuche machen kann.

Am 04. Dezember 2020 um 19:00 von Kaneel

Zitat: Wahrscheinlich passiert die Rücksichtnahme zwischen Ihnen und Ihren Enkeln ganz "organisch"

Ich denke (ich hoffe), das ist ein Produkt von Erziehung über Generationen hinweg.

Zitat: was dann in so einem Kommentar, zumindest für mich, zu "plakativ" rüber kann (von Tada allerdings auch).

Es ist schwer, auf plakative Ausagen mit 1.000 Zeichen differenziert zu antworten ohne von Hölzchen auf Stöckchen zu kommen.

Auf eine plakatiive Aussage gehört eine plakative Antwort.

19:06 Anna-Elisabeth @17:34 Kaneel 17:06 falsa demonstatio

[...] Glauben Sie ernsthaft, Kinder könnten keine Schuldgefühle entwickeln, ohne dass irgendein Erwachsener diese vorher dem Kind eingetrichtert hat?
(Selbiges hatten Sie mir ja schon einmal unterstellt, obwohl mein Beitrag eine solch üble Unterstellung gar nicht hergab.)

Deswegen wäre mir wichtig diese Schuldgefühle nicht noch zu verstärken und dies auch mit allen Beteiligten zu thematisieren (Kinder, Eltern, Großeltern). Letztendlich bin ich selbst auch sehr empfänglich für Schuldgefühle. Vor ein paar Jahren hatte ich mich eine paar Minuten in der Wohnung einer älteren Person aufgehalten und kurz darauf ihre Todesanzeige gelesen. Ich hatte weder Symptome noch mich krank gefühlt, fühlte mich aber noch sehr lange verantwortlich dafür, dort möglicherweise unwissentlich ein Virus etc. eingeschleppt zu haben.
(Ich weiß leider gerade nicht, womit ich mir Ihren Unmut so zugezogen habe und hoffe das lässt sich klären...)

Gruß, Kaneel

19:06 von Anna-Elisabeth

«Diese Frage ist doch überaus berechtigt. Sehr viele Kinder (auch kleine) scheinen besser über die Gefahren durch Corona informiert zu sein, als viele Erwachsene. Glauben Sie ernsthaft, Kinder könnten keine Schuldgefühle entwickeln, ohne dass irgendein Erwachsener diese vorher dem Kind eingetrichtert hat?»

Dies ist tatsächlich so. Mit der Information, mit Gedanken zu Schuldgefühlen, mit Hinterfragen von Verhaltensweisen von Kindern bei sich selbst.

Liegt vor allem daran, dass Kinder gar keine Ambitionen darin haben, sich als Querdenker hervor zu tun. Deren Denken sich darin erschöpft und selbst erledigt, irgendwas anderes zu sagen als die anderen. Außerdem sind Kinder neugierig auf mehr Wissen. Fähigkeiten, die gar zu viele Erwachsene ohne Not schon in frühem Erwachsenenalter bei sich selbst beerdigten.

Kinder sind kleine große Helden zu Corona.
Deren Heldentum bemerken nur viele nicht.
Da sie keine Kinder näher kennen.
Dafür aber bestens Bescheid wissen, was gut für Kinder ist.

15:53 von MrEnigma

"Die Generation, die dieses Land aufgebaut hat, was haben wir denn der zu verdanken?"
Wohlstand und ein Dach über dem Kopf für jeden (jeden), der/die unser Sozialsystem in Anspruch nimmt!
Jede Generation hat Probleme zu lösen, auch oder gerade in der Vergangenheit war das der Fall.
Aber einfach immer nur auf "die vorher" zu zeigen ist wirklich zu einfach.
Was die Klimakrise betrifft - ich bin hier selbst engagiert und sie werden lachen: Es sind die ganz jungen und die über 60-jährigen, die bewusster denken und auch handeln. Wir haben nur wenig 30 - 55 jährige in unserem Netzwerk. Die müssen sich offenbar noch um ihre Karriere und die Altersicherung kümmern.
Und was das Gesundheitssystem angeht, das wurde in den letzten 10 Jahren massiv kaputt gespart. Ich habe das ebenso, wie das seit Jahrzehnten marode Schulsystem nicht gewählt. Stand auch nicht auf dem Wahlzettel.
Sie haben aber insofern Recht, als das ich vielleicht von "nachfolgenden POLIT-Generationen" hätte schreiben sollen.

19:06 Anna-Elisabeth @17:34 Kaneel

Ich habe den Post, den Sie meinen, wieder gefunden und es war eigentlich allgemein und nicht an Sie persönlich gerichtet gemeint. Was allerdings überhaupt nicht erkennbar ist. Ich hatte zu dem Zeitpunkt den Eindruck, dass die Jugend pauschal zu viel Schelte abbekommt, da diese sich nicht coronakonform verhält und das wollte ich zurückweisen. Sie haben es leider abbekommen – das tut mir leid! (es passte dazumal gar nicht auf Ihren Post)

Am 04. Dezember 2020 um 19:20 von Der Mund

"Die Würde des Menschen ist unantastbar.", heißt es in Artikel 1 unseres Grundgesetzes.
Ich wusste nie so recht, was ich unter "Würde" zu verstehen hatte und wann eine Verletzung derselben vorliegt. Zu abstrakt war das für mich.
Jetzt, da meine Mutter in Corona-Zeiten in einem Pflegeheim untergebracht ist, seit März(!) nicht mehr ihr Eigenheim aufsuchen konnte und seit nunmehr drei Woche auf ihrem Zimmer isoliert ist (sie ist selbst nicht infiziert!) - Ende ungewiss! -, weiß ich, dass der obige Artikel aus unserem
Grundgesetzt nur eine hohle Phrase ist!“

Keines Wegs.

Die Würde würde ja, aber sie ist nun mal unantastbar.

Wir werden eben alle älter, darum gehe ich davon aus, dass Ihre Mutter im Pflegeheim würdevoller untergebracht ist, als unbeholfen in ihrem Eigenheim, ohne jede Hilfe, ohne jede Pflege.

Oder Sie machen das, wenn es denn würdevoller wäre.

Aber welcher Sohn macht das schon gerne?

@20:01 von Kaneel

Danke für Ihre nette Antwort.

//Sie haben es leider abbekommen – das tut mir leid! (es passte dazumal gar nicht auf Ihren Post)//

Und ich war vermutlich (wieder einmal) überempfindlich.

Gruß
Anna-Elisabeth

@19:18 von Leipzigerin59

//Jetzt wollen wieder Leute in Dresden demonstrieren.
Doch geht es denen wirklich um Corona-Maßnahmen?//

Bei der Mehrzahl sind da Zweifel wohl angebracht.

Dass man mit verschieden Aktionen unter Einhaltung der MNS- und Abstandsregeln öffentlich auf die eigene Misere aufmerksam mach kann, haben ja schon viele Künstlergruppen bewiesen. Diese Menschen haben meine volle Aufmerksamkeit. Aber solche Aktionen erfordern Ideen und Planung. Die Mühe erspart man sich bei diesen unsinnigen Demonstrationen und da wende ich mich angewidert ab.

20:21 von Anna-Elisabeth @20:01 von Kaneel

Danke für Ihre nette Antwort.
//Sie haben es leider abbekommen – das tut mir leid! (es passte dazumal gar nicht auf Ihren Post)//
Und ich war vermutlich (wieder einmal) überempfindlich.
Gruß
Anna-Elisabeth

Nee, Sie waren nicht überempfindlich. Das war schon mehr als ungeschickt formuliert.
Dankeschön, dass Sie meine Entschuldigung annehmen konnten - da fällt mir aber ein Stein vom Herzen!

Kinder sind kleine große Helden zu Corona

Da gebe ich Ihnen vollkommen Recht. Gerade auch auf diese Situation bezogen. Leider werden sie später durch Erwachsene und gesellschaftliche Zwänge zu dem gemacht, was man "sich" wünscht. Und das ist nicht immer gut.
Kinder können nicht den Staat regieren, aber wir sollten immer wieder versuchen, von Ihnen zu lernen, verlorengegangene Emphatie wieder aufzubauen, selbst wieder mehr zu hinterfragen. In dieser Situation kann sich dann der ein oder andere hier vielleicht besser in die Situation der "Insassen" von Alten- Pflegeheimen versetzen und die Probleme der Angehörigen und des Pflegepersonals verstehen.

@ vriegel

Immer das selbe. Die Heime sind schlecht geschützt

Das geht ja auch gar nicht.
Das Pflegepersonal muss jeden Morgen ins Heim rein und jeden Abend aus dem Heim raus nach Hause gehen können. Da können Sie kein geschlossenes System draus machen. Es gibt fast keine Arbeitskräfte, die diese Kasernierung mitmachen.

@20:17 von Werner Krausss @19:20 von Der Mund

//Wir werden eben alle älter, darum gehe ich davon aus, dass Ihre Mutter im Pflegeheim würdevoller untergebracht ist, als unbeholfen in ihrem Eigenheim, ohne jede Hilfe, ohne jede Pflege.

Oder Sie machen das, wenn es denn würdevoller wäre.

Aber welcher Sohn macht das schon gerne?//

Vorsicht - Sie wissen NICHTS über die Gesundheits- , Arbeits- , Wohn- und Finanzsituation des Users. Und auch wenn Sie nichts davon wissen wollen: In vielen Heimen wird die Würde der Menschen verletzt. Dass die (nicht immer vorhandenen) Kinder die Pflege nicht selbst übernehmen, kann wohl kaum als Entschuldigung herhalten.

@ Der Mund

Jetzt, da meine Mutter in Corona-Zeiten in einem Pflegeheim untergebracht ist, seit März(!) nicht mehr ihr Eigenheim aufsuchen konnte und seit nunmehr drei Woche auf ihrem Zimmer isoliert ist (sie ist selbst nicht infiziert!) - Ende ungewiss! -, weiß ich, dass der obige Artikel aus unserem Grundgesetzt nur eine hohle Phrase ist!“

Was haben Sie davon, wenn Ihre Mutter unkontrollierten Kontakt zu anderen Personen hat? Inwiefern wird damit ein Grundrecht zurück gegeben? Die Vorsichtsmaßnahmen sind doch dringend menschlich geboten. Das verletzt doch keine Grundrechte, im Gegenteil.

@ vriegel

Politik versagt schon wieder [...] Es ist erbärmlich, dass es das nicht schon seit dem Sommer gibt.

Mich nervt langsam die ständige Kritik an den Politikern und das Beharren darauf, man hätte es im Sommer alles schon gewusst.

@17:43 von Zwicke

"... Die meisten immobilen Alten in häuslicher Pflege sind auch Patienten von Hausärzten, die wiederum i.d.R. 1 x wöchentlich auch Hausbesuche machen ..."

Ja ... hier hat mal wieder jemand keine Ahnung von der Praxis.

Es gibt in D. kaum noch Hausärztinnen/e, welche die ärztliche Tätigkeit bei Hausbesuchen tätigen.
Grund:
Lohnt sich finanziell nicht.
Hintergrund:
Das Bundesgesundheitsministerium hat die Vorgaben mittels Finanzierungszuschuss nicht geändert, sodass sich der ärztliche Dienst als Hausbesuch überhaupt rentieren könnte.
Wenn Ärztinnen/e dies dennoch tun, ist das eher eine Spende, als rentables Wirtschaften für die ärztliche Praxis.

@ peter04

kaum zu glauben: endlich mal ein Artikel auf TS, der nicht weitere Hysterie schürt, sondern vernünftig und ausgewogen daherkommt.

Das tun alle Tagesschau-Artikel, Hysterie habe ich hier noch nicht gelesen.

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