Ihre Meinung zu: Deutschland und die US-Wahl: "Jetzt nicht einmischen"

4. November 2020 - 17:20 Uhr

So schwer es auch sei, angesichts des Verhaltens von Präsident Trump nach der US-Wahl: Erstmal gelte es abzuwarten, sagt Außenpolitik-Experte Michael Zürn im Interview mit tagesschau.de.

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Kommentare

Was tun ?

Erst mal das amtliche Endergebnis der USA-Präsidenten-Wahl abwarten.

Und keine Gratulation.

Außenpolitisch einfach weiter den Kontakt u. das Gespräch suchen. Auf diplomatischer Ebene. Es gibt genügend Gesprächsstoff für die Kriegsherde in der Welt.

@werner1955 (14:19)

Wieder mal habn die demokratischen Wähler in den USA gezeigt das Sie persönliche Beeinflussung weltweit nicht akzeptieren.
Eigenverantwortung und Selbstbestimmung kann den guten Amerikanern nicht verboten werden. Das sind realistische leistungsbereite Menschen.
Danke, gut so, mehr davon.

____

Die demokratischen Wähler haben mehrheitlich Biden gewählt, mit über 2 Mio. Stimmen Vorsprung. Trump hat nur wegen des komischen Wahlsystems, das Landeier gegenüber Städtern bevorzugt, eine Chance. Würde man die Staaten in Wahlkreise einteilen, gemäß der Zahl der Wahlmänner, und in jedem Wahlkreis ein Wahlmann bestimmt, dann würde keiner mehr über Trump reden, weil er schon vor vier Jahren nicht Präsident geworden wäre.

Natürlich geben wir nicht

Natürlich geben wir nicht unsere demokratischen Gepflogenheiten und den nötigen Respekt auf, nur weil Trump das tut.
Momentan scheinen die Auszählungen ja wieder Biden vorne zu sehen.
Sollte doch Trump gewinnen, refraime ich gerne dieses für die USA katastrophale Ergebnis und sehe die Chance für Europa zu mehr Eigenständigkeit, die Chance für ein Verteidigungsbündnis der NATO auf anderen friedenspolitisch neu justierten Füßen und zu neuem Gewicht auf internationaler Bühne, wenngleich dort China und Russland als erstes von einem Trump-Sieg profitieren dürften.
Aber die Bevölkerung der USA täte mir leid: was 4 weitere Trump-Jahre an Spaltung, Rückschlägen und zu befürchtender neuer rechter Gewalt auslösen kann, entsetzt mich.

Gleiches Maß

Man stelle sich vor, in Russland würde der Präsident vor dem Auszählen der Ergebnisse seinen Sieg verkünden! Sofort würde man nach Sanktionen rufen, wie auch in Weißrussland!
Ich bin gespannt, ob das auch im Falle der USA zu Sanktionen gegen den Machthaber führt!

"Jetzt nicht einmischen"

Ich muss Herrn Zürn Recht geben. Erst einmal abwarten, bis wrklich alles gezählt worden ist.
Man kann sich zwar hier in D dazu äußern. Aber das Problem obliegt den Vereinigten Staaten. Ich hoffe, dass es friedlich ausgeht.

@ Elisabeta

"Jetzt nicht einmischen"

Allerdings können wir uns ja auch gar nicht einmischen. Wie denn? Die zählen ja einfach die Zettel, die da sind.

16:46 von Denkerist

Schröder war auch etwas voreilig. Aber gut, er hat nicht zum Abbruch der Auszählung aufgerufen und mit Gericht gedroht.

Was will Trump eigentlich?

"Wir wollen, dass das Zählen gestoppt wird."
Wie kann man so etwas blödes sagen?

"Gute Tipps" helfen hier nicht weiter -

Resignation und Fatalismus bzw. schicksalsergebenes Hinnehmen bei gleichzeitigem eigenem Untätigbleiben in Form des sturen Festhaltens an Strukturen, die zur Erhaltung einer funktionsfähigen freiheitlichen Demokratie, also von Recht, Prosperität und Frieden offensichtlich nicht (mehr) geeignet sind, auch nicht.

"tagesschau.de: Kanzlerin Merkel hat in der Vergangenheit schon mal Trump an bisherige gemeinsame Werte erinnert. Wäre es in dieser Situation nicht denkbar, als langjähriger Partner den Präsidenten hier auf demokratische Gepflogenheiten hinzuweisen?

Zürn: Sicher fühlen sich dazu einige berufen. Aber was würde das bringen? Das befeuert doch eher die Motivation der Unterstützer Trumps, wenn sich die Deutschen hier auch noch einmischen"

Der Mann verfügt - wie es scheint, leider im Gegensatz zu den hiesigen Akteuren auf der politischen (Welt-)Bühne - offenbar über einen ausgeprägten Realitätssinn.

RE: andererseits um 16:38

***Momentan scheinen die Auszählungen ja wieder Biden vorne zu sehen.***

Ja, und da bin ich völlig von den Socken. Das hätte ich nicht gedacht, nach den Abständen am Morgen.
Da hat Mitforist Magfrad doch recht behalten, dass sich die Wahl erst gegen Ende der Auszählung entscheidet. Offensichtlich besitzt er doch profundere Kenntnisse zur Lage in den USA, als ihm das so mancher Mitforist hier zubilligt. Cui honorem, honorem !

Gruß Hador

Ich meine....

...das AM bald wieder einen POTUS hat, dem sie sich freudig unterordnen kann.
Die Zeit der Heimatlosigkeit für sie ist bald vorbei.

Man muss sich nicht einmischen.

So wie es aktuell ausschaut, dürfte Biden bei einer hauchdünnen Mehrheit landen.
Trumps Klage dürfte kaum durchkommen.
Denn seine Forderung ist so hanebüchen, das auch konservative Richter nein sagen werden.

Die Frage die sich mir im wesentlichen stellt ist, ob im Senat die Mehrheiten kippen.

Denn nur dann können die Demokraten weitgehend ungehemmt ihre Vorstellungen von Globalisierung und Migration durchsetzen.

Er lügt authentisch

Weitere 4 Jahre Irrsinn, da stehen die Amis drauf. Amis wollen keinen Kümmerer sondern Ihre private Freiheit.

„Er lügt, aber liefert „ bezeichnete es Karl-Theodor von Gutenberg. Wirtschaftlich gesehen.

Nicht einmischen ist sicher jetzt absolut richtig.

RE: andererseits um 16:38

Unabhängig vom Wahlergenis in den USA sollte sich die EU mit ihren Mitgliedern endlich auf den Weg machen mehr Eigenständigkeit zu erlangen, mit den USA als wichtigen Partner, aber deutlich unabhängiger als es zur Zeit der Fall ist. Gerade auch in Bezug auf Russland und China, wie Sie schon anführten, ist es für den Schutz und den Wohlstand der europäischen Nationen von elemetarer Bedeutung, dass eine Vertiefung der Integration bis hin zu den Vereinigten Staaten von Europa gelingt.
Die Wichtigkeit für Europa, wer in den USA Präsident wird, hat dann nicht mehr ganz so starke Auswirkungen auf alten Kontinent.

Gruß Hador

17:18 von Hador Goldscheitel

Ich möchte Ihnen vollinhaltlich zustimmen!

@Autochon - Europas Chance

17:08 von Autochon:
"Ich meine... das AM bald wieder einen POTUS hat, dem sie sich freudig unterordnen kann. Die Zeit der Heimatlosigkeit für sie ist bald vorbei."

Ja, leider. Es würde Europa sehr gut tun, endlich erwachsen zu werden. Seit vier Jahren wird das Verhältnis zu den USA betrauert, statt selbst aktiv zu werden. Kein Wunder, dass Politiker wie Herrn Gabriel das politisches Gewicht Europas sogar noch unterhalb dem der Türkei einordnet.

Aber vielleicht kommt ja noch eine zweite Chance...

Die Einschätzung von Herrn Zürn...

...finde ich absolut richtig und nachvollziehbar.

Und die Medien scheinen sich ja genau so zu verhalten, mein Radio läuft den ganzen Tag, und ich stelle fest, dass neutral und ohne jede Polemik berichtet wird.

Auch wenn ich hier im Kommentar mein Entsetzen über das zum Ausdruck bringe, was Trump unter “Demokratie“ versteht:
Kann ich da eigentlich noch verwundert sein?

Nein, denn so kennt ihn die Welt, zumal er genau das angekündigt hatte, was er jetzt zu tun beabsichtigt.

Aber manches glaubt man erst dann, wenn's wirklich passiert...

17:15 von Mika D

Zitat:"Er lügt authentisch"

Wie geht das? Heißt das, er kann nicht anders? Die Vermutung habe ich schon länger...

Auszählen lassen und Fassung bewahren... vorläufig!

Auszählen lassen - vielleicht kommt die Weltpolitik noch mit einem ´blauen Auge´ davon.

Fern der Formalien:
Wir Europäer sollten aus den US-Vorgängen für uns lernen und das demokratische Gegengewicht in der Welt sein, insb. wenn eine Ur-Demokratie sich demoliert. Die Europäer müssen (nicht nur ´sollten´!) jetzt enger zusammenrücken, um die Reihen im eigenen Werteraum schließen.

Auch in Deutschland muss einem das ´US-Wählerphänomen´ i.V.m. Wutbürgertum, Populismus und Vertrauen in´s System zu denken geben... Leichtfertigkeiten sind m.E. gefährlich, denn auch hier steht bald eine Bundestagswahl 2021 an.

´Unterhaltungspolitik´ gehört - wie man US analog sieht - nicht in die (ernsthafte) Staatsgeschäftsfähigkeit. Im (Jahr) ´33´ ging das m.E. schon mal schief ... und bald ist wieder ein Jahr ´33´.

17:08, Autochon

>>Ich meine....
...das AM bald wieder einen POTUS hat, dem sie sich freudig unterordnen kann.<<

Demokraten denken nicht in solchen Begriffen aus der obrigkeitsstaatlichen Mottenkiste.

>>Denn nur dann können die Demokraten weitgehend ungehemmt ihre Vorstellungen von Globalisierung und Migration durchsetzen.<<

Diese beiden Schlagworte scheinen Ihnen sehr am Herzen zu liegen.

Politik geht aber anders.

um 17:18 von Hador Goldscheitel

Die Freiheitliche demokratische Grundordnung der Bundesrepublik möchte ich nicht aufgeben. Wie sie Vereinigte Staaten von Europa verwirklichen wollen ist mir ein Rätsel. dafür gibt es in Europa viel zu viele Mini Trumps.

@Hador Goldscheitel - Statistik

17:06 von Hador Goldscheitel:
"Da hat Mitforist Magfrad doch recht behalten, dass sich die Wahl erst gegen Ende der Auszählung entscheidet. Offensichtlich besitzt er doch profundere Kenntnisse zur Lage in den USA, als ihm das so mancher Mitforist hier zubilligt."

Dafür braucht es keine profundere Kenntnis der politischen Lage, sondern etwas Grundwissen in Statistik: Bei einer Wahl zwischen zwei Möglichkeiten muss man so lange auszählen, bis eine Seite die Hälfte aller abgegebenen Stimmen erhalten hat. Je ausgeglichener es ist, desto länger muss man zählen.

Wie einmischen ..?

Wir sind kleine Lichter , ..nochmal festhalten , ..wir spielen international nicht bei den Machern dieser Welt eine Rolle .
EU ist ein Trümmerhaufen gegenüber der amerikanischen Nation .
Großbritannien hat es erkannt. ..reden die von einmischen ?
Kommt jetzt darauf an wo die Infomationen für die eigene Sichtweise abgerufen werden , ..ja ist klar , wir sind so neutral !
Wie doch alle vergessen was diese Amerikaner für uns getan haben , aber nach 50 Jahren ist halt alles vorbei .
Oder sind es 70 Jahre ?
Sind wir nicht zur Reflektion mehr fähig ?

@17:25 Peter Meffert

Nichts ist gefiltert. Vermutlich das. Jeder merkt es, es ist ihm egal.

Offener Prozess...

...weil Amerika ein völlig veraltetes Wahlsystem aufrecht erhält, was ausschließlich den Republikanern zu gute kommt.

Biden hätte bereits gewonnen, wenn man, wie in einer richtigen Demokratie, einfach die Stimmen zählt.

Dennoch muss dem Rest der Welt klar sein, dass knapp die Hälfte von ca. 160 Millionen Amerikanern Trump und damit seine Werte wählen.

Unabhängig wie die Wahl ausgeht, finde ich das den Oberhammer und hätte ich nicht ein zweites Mal für möglich gehalten.

Gibt uns einen guten Einblick wie die Amis wirklich ticken.

Alternativen?

Was gibt es denn sonst für Alternativen?
- Krieg erklären?
- Sanktionieren?
- Neuwahlen fordern?

Als was Deutschland jetzt macht, kann dort absolut nichts ändern. Dass die deutschen Eliten (Aussage von Grenell) oder Deutschland sowie China (Aussage von Trump) die Wiederwahl Trump's nicht wollen, hat er schon selber offen erwähnt. Das weiß Trump bereits und er weiß auch ganz genau, dass die Medien in Deutschland gegen ihn arbeiten.
Die neutrale, politische Haltung hätte es schon vor den Wahlen geben müssen nicht nach den Wahlen.

@ fathaland slim

Die dems werden genau da weiter machen wo sie 2016 aufhören mussten.

Bei TTIP und ähnlichen Abkommen.

Ich erinnere mich noch sehr genau, was für Zustände uns das sicher gebracht hätte.

Sie haben das offensichtlich vergessen.

Schon seltsam für einen, der sich als „links“ versteht.

Die Dems von heute sind nicht anders als die von damals.

Wirtschaftsliberale.

@fathaland slim

„ Demokraten denken nicht in solchen Begriffen aus der obrigkeitsstaatlichen Mottenkiste.“

Wir werden sehen, wieviel unterwurf AM beim einstandsbesuch zeigen wird.

Nachbmeiner Meinung geht in der Richtung sehr viel von ihr selber aus.

Man erinnere sich an das hier :
„ https://www.spiegel.de/politik/ausland/beitrag-in-us-zeitung-merkels-bueckling-vor-bush-a-237040.html“

RE: hesta15 um 17:36; um 17:18 von Hador Goldscheitel

Warum sollte eine freiheitlich-demokratische Grundordnung in den Vereinigten Staaten von Europa nicht verankert werden können, so wie wir es hier kennen ? Die Demokratiedefizite der EU können überwunden werden.
Glücklicherweise bin ich nicht in der Situation, dieses Ziel verwirklichen zu müssen. dafür haben wir ja schließlich unsere gewählten Politiker.
Und es soll ja immer wieder Wunder geben. Hätte auch nur einer im Jahr 1988 ein D-Mark auf die Wiedervereinigung Deutschlands zwei Jahre später gesetzt ? Also, bitte mehr Optimismus !!!

Und wie wir sehen können, vergehen die Trumps oder auch die Miniaturen.
Ich jedenfalls habe diese Hoffnung, auch am heutigen Tag!

Gruß Hador

@Freier Westen ( 04. November 2020 um 17:03 Uhr)

""Wir wollen, dass das Zählen gestoppt wird."
Wie kann man so etwas blödes sagen?"

Das Problem ist halt, dass dies gar nicht so blöd ist, sondern Trump ganz offenkundig einen ganz großen Schwachpunkt des US-Wahlsystems deutlich macht: Die meisten Details sind nicht verbindlich geregelt, sondern basieren auf einer Tradition von ungeschriebenen Regeln, an die sich die allermeisten Bewerber gehalten hatten. Bis Trump kam und genau erkannte, an welchen Stellen er ungestraft die Hebel ansetzen konnte und kann, um das System aus den Angeln zu heben.

Wer jetzt sagt, dass Trump durch seine Aussagen und sein Verhalten unter Beweis stellt, dass er die Demokratie verachtet, dem gebe ich recht. Das Problem der US-Verfassung ist aber, dass es keine Bindung an bestimmte Grundwerte gibt, und auch das nutzt Trump weidlich aus. Wie gesagt, er hat die Schwachstellen ausgemacht und genau in die schlägt er immer neue Keile. Er ist faktisch eine Art Abrissbirne des US-Systems.

@17:06 von Nettie

>> Der Mann verfügt [...] offenbar über
>> einen ausgeprägten Realitätssinn.

Nope, eher über einen ausgeprägten Sinn für Hinterlist und Tücke. -.-

17:46 von Boxtrolls

Zitat:"Wie doch alle vergessen was diese Amerikaner für uns getan haben"

Ich glaube nicht, dass jemals vergessen wird, was die USA im Zweiten Weltkrieg und danach für die Welt und speziell für uns getan haben. Aber ewige Dankbarkeit für erwiesene Wohltaten, obwohl sich die Verhältnisse längst geändert haben und der einstige Wohltäter inzwischen eher zu einer Gefahr für die Welt und uns geworden ist - das gibt es nur in Mafia-Filmen.

Emanzipation

Zürn hat zutreffend darauf hingewiesen: Emanzipation von der USA ist das Gebot der Stunde.

Das könnte uns mit 4 weiteren Trump-Jahren besser gelingen als mit einem vordergründig partnerschaftlichen Biden.

Die Auseinandersetzung USA-China ist losgetreten, da sollten wir nicht wie selbstverständlich einer mittlerweile leider marode Demokratie beistehen, die es nicht einmal gebacken kriegt, problemlos ihren Lieblingsmillionär zum Chef auszugucken.

Wir können unabhängig selber feststellen, von wem wir uns bedroht fühlen wollen und wessen Demokratieverständnis und Umgang mit den Menschenrechten mit unseren Werten kompatibel ist. Wo die Karten neu gemischt werden, wird auch ein "neues Spiel" entstehen.

Warum sollten wir das nicht beherzt angehen? Vielleicht sind wir es, die die von Zürn beschriebene Situation durch die Hängepartie ausnutzen? Wie andere damit umgehen, ist erst einmal deren Sache. Die USA tragen selber Verantwortung für ihren Murks und müssen mit den Konsequenzen leben.

Am 04. November 2020 um 17:46

Am 04. November 2020 um 17:46 von Boxtrolls

wenn Sie sich selbst als kleines Licht sehen , ist das Ihre Angelegenheit. Aber ich bin und fühle mich nicht als kleines Licht.
Und ob die am. Nation tatsächlich besser als die EU ist - naja - kann man auch geteilter Meinung sein.
Außerdem lasse ich mir nicht verbieten - weder von Ihnen noch sonst jemandem - meine Meinung zu sagen ( oder schreiben ) !!
Was soll das mit den 50 oder 70 Jahren? Sollen wir jetzt aus Dankbarkeit auf ewig
"den Bückling machend "rum laufen und dann ??

Jetzt nicht einmischen?

Wie sollte sich auch jemand einmischen? Jetzt werden die Stimmen gezählt, die da sind. Daran ändert niemand mehr was, schon gar nicht von hier aus.

Es ist auch nicht schlau, als deutscher Politiker jetzt mit Ratschlägen oder gar Vorwürfen in Interviews nach vorne zu preschen. Ändert nix, bringt nix, höchstens später Ärger.

Als Forist und Normalo kann man seine Meinung ungebremst von sich geben. Das bringt auch nix, fällt aber in den USA auch niemand auf.

@Hador Goldscheitel um 17:06

>>Ja, und da bin ich völlig von den Socken. Das hätte ich nicht gedacht, nach den Abständen am Morgen.
Da hat Mitforist Magfrad doch recht behalten, dass sich die Wahl erst gegen Ende der Auszählung entscheidet. Offensichtlich besitzt er doch profundere Kenntnisse zur Lage in den USA, als ihm das so mancher Mitforist hier zubilligt. Cui honorem, honorem !<<

Da braucht man keine profunden Kenntnisse, Trump hat seinen Wähler immer empfohlen, keine Briefwahl zu machen. Und die Briefwahlstimmen trudeln jetzt so langsam ein. Die Ehre nehm ich aber trotzdem gerne :-)

Man dürfte Trump

soweit kennen, dass er viel poltert und tönt. Die Wahl ist noch nicht entschieden. Gratulationen wären nicht nur voreilig, sondern unangebracht. Wir haben vier Jahre mit diesem amerikanischen Präsidenten gelebt. Die Welt ist nicht untergegangen. Und sie wird im Falle der Wiederwahl auch nicht untergehen. In erster Linie müssen die Amerikaner mit ihm leben, was sie ja dann auch zu großen Teilen wollen, auch wenn uns das nicht passt. Und auch das amerikanische Wahlsystem kann nicht plötzlich dafür verantwortlich gemacht werden, denn es galt schon lange vor Trump. Nur wenn das Ergebnis einigen Leuten nicht passt, wird daran Kritik geübt. Ansonsten war das immer okay so? Abwarten und sonstwas trinken. Ich glaube allerdings, dass Trump das Rennen machen wird. Im Grunde ist es mir aber egal. Die USA sind für mich weder demokratisch, noch politisch annehmbar. Die Geschichte und Gegenwart spricht eindeutig dagegen.

17:03 von Freier Westen

«Was will Trump eigentlich?
"Wir wollen, dass das Zählen gestoppt wird."
Wie kann man so etwas blödes sagen?»

Man muss schon einen ganz besonderen Vogel unter dem Toupet beherbergen, um so einen grandiosen Unfug zu verzapfen. Ich will auch, dass das Wetter aufhört … aber niemand hört auf mich.

Auch in Mathe sollte die doofe Zählerei nach oben hin begrenzt werden.
Muss man nicht mehr eine immer noch größere Primzahl suchen.

Was will er … The Mister President?
Präsident bleiben will er. Nun weiß er aber gar nicht, was er noch tun soll. Erst mal aufhören, zu zählen. Zahlen werden ja auch immer größer, je mehr man addiert. Klingt gefährlich, wenn man nur die ganz einfachen Dinge kennt.

Ich konnte es auch nicht fassen, als der Erblitze sagte:
"Voting has to stop!".

So, als hätte man bisher in den USA mit so einer Art von Wahl-Abo jeden Tag nochmal neu wählen können. No voting … no counting.

Nachts zählt er zum Einschlafen kleine Mr. Xi's im Schafspelz.
No voting … no counting !

18:14 von Ist Wahr

>>Es ist ein Fehler, wenn Europa die eigene Sicherheit davon abhängig macht, wer in den USA Präsident ist.<<

Unsere letzten Erfahrungen sind doch eher andersherum. Dem derzeitigen US-Präsidenten beliebt es, die "NATO-Sicherheit" in Frage zu stellen.

>>Zweitens: europä. Staaten, die gewillt sind ein eigenes/gemeinsames Sicherheitssystem zu entwickeln, müssen sich nicht mit jedem einzel. Staat der EU auf endlose Debatten einlassen.<<

Zweitens: Wenn Sie ein "Sicherheitsbündnis" außerhalb der EU mit wem auch immer schmieden wollen, sollten Sie erst einmal feststellen, von wem sie sich bedroht zu fühlen gedenken. Ansonsten ist das ausser für die Rüstungsindustrie ein Schmarrn.

Ein durch Waffen herzustellendes "Sicherheitsbündnis" scheint mir derzeit nicht die vordringlichste Emanzipationsaufgabe zu sein.

@saschamaus75, 18:03

">> Der Mann verfügt [...] offenbar über
>> einen ausgeprägten Realitätssinn.

Nope, eher über einen ausgeprägten Sinn für Hinterlist und Tücke. -.-"

Ich meinte mit "der Mann" den Interviewpartner von tagesschau.de, Herrn Prof. Michael Zürn. Sie auch?

18:17 von Wegelagerer34

«Und auch das amerikanische Wahlsystem kann nicht plötzlich dafür verantwortlich gemacht werden, denn es galt schon lange vor Trump. Nur wenn das Ergebnis einigen Leuten nicht passt, wird daran Kritik geübt. Ansonsten war das immer okay so?»

"Plötzlich" wird gar nicht verantwortlich gemacht.

Das US-Wahlsystem war immer doof und from Outer Space, wenn ein Kandidat mit der Minderheit bei den abgegebenen Stimmen dann doch Präsident wurde. In vielen Wahlen war es aber auch in den USA so, dass der gewählte Präsident auch im "Popular Vote" der Gesamtstimmen die Mehrheit hatte.

Seit aber immer mehr an den Wahlkreisen im Zuschnitt "gemandert" wird. Nehmen auch absurder Wahlausgang + Gezänk daran zu.
So richtig konsequent + planvoll begann es 2009 nach der 1. Wahl von Obama. "Plan Red Map" nannten es die Republicans. Beide Parteien verfeinern dies Vorgehen auf einer immer umfangreicheren Datenbasis immer mehr.

Wahlsysteme, wo ± 45% zur 2/3 Mehrheit im Parlament führen.
Sind auch doof !

@17:25 von Peter Meffert 17:15 von Mika D

//Zitat:"Er lügt authentisch"

Wie geht das? Heißt das, er kann nicht anders? Die Vermutung habe ich schon länger...//

Trump hat seine eigenen 'Wahrheiten' und ist vielleicht auch deshalb für viele Andere ein Vorbild. Wie bei Pippi Langstrumpf "...wie sie mir gefällt..."

Demokratieexperten

Köstlich, die sich die Forums-Demokratie-Experten jetzt wieder auf die Gesamtwählerstimmen und das "komische" Wahlsystem stürzen, das "Landeier gegenüber Städtern bevorzugt".

Würde genau deswegen Biden gewinnen, man käme aus den Lobpreisungen des Systems und des demokratischen Wählers gar nicht mehr heraus.

Diese europäische Arroganz gegenüber dem Wahlsystem aber insbesondere gegenüber den Wählern von Trump ist wirklich beschämend und respektlos. Man bedarf dort drüben solcher Expertise sicherlich nicht.

Daher: Genau richtig, keine Einmischung! Schon gar keine heuchlerische mit erhobenem Zeigerfinger.

@Hador Goldscheitel (04. November 2020 um 17:06 Uhr)

"***Momentan scheinen die Auszählungen ja wieder Biden vorne zu sehen.***

Ja, und da bin ich völlig von den Socken. Das hätte ich nicht gedacht, nach den Abständen am Morgen."

Es gibt diesen schönen Satz, dass vor allem in den sogen. Swing States der "red mirage", der Fata Morgana eines scheinbar uneinholbaren Vorsprungs der Republikaner regelmäßig die "blue shift", also die große Aufholjagd der Demokraten folgt und häufig damit endet, dass das Rennen entgegen allen anfänglichen Erwartungen entweder zugunsten der Demokraten endet oder die die Republikaner ihren Vorsprung nur um Haaresbreite ins Ziel retten können.

Die Begriffe "red mirage" und "blue shift" lehnen sich dabei an die traditionellen Parteifarben Rot (Republikaner) und Blau (Demokraten) an.

Das zeigt mal wieder, dass eine Wahl tatsächlich erst entschieden ist, wenn alle Stimmen ausgezählt sind. Hoffen wir, dass die Briefwahlstimmen auch noch zum Zug kommen, dann reicht es vielleicht für Biden.

Deutschland wird wohl Biden bekommen

Den man sich ja so sehnlichst gewünscht hat.

Ob Biden Deutschland aber wirklich bekommt, wage ich zu bezweifeln.

Ich erwarte, dass all die interventionistische Weltmachtpolitik wieder auflebt, die die vor-Trump Administrationen so dominiert hat.

Oder will das deutsche Establishment Biden nur wegen des Klimaabkommens ? Das wäre lächerlich, denn die USA werden nicht zum Schaden der eigenen Industrie ihre Emissionen zurückfahren.

@der Mahner, 18:48

Köstlich, die sich die Forums-Demokratie-Experten jetzt wieder auf die Gesamtwählerstimmen und das "komische" Wahlsystem stürzen, das "Landeier gegenüber Städtern bevorzugt".
Würde genau deswegen Biden gewinnen, man käme aus den Lobpreisungen des Systems und des demokratischen Wählers gar nicht mehr heraus.

Ach und das wissen Sie woher noch mal? Vielleicht, nein, wahrscheinlich unterschätzen Sie das Demokratieverständnis Ihrer Mitmenschen. Ich jedenfalls wäre nicht vom amerikanischen System begeistert, nur weil es meinem Wunschkandidaten mehrheitswidrig den Präsidentenposten verschafft.
Aber es passt ja ganz gut, "unter fair und gerecht verstehe ich das, wovon ich den größten Vorteil habe", da spricht Trump, wie er leibt und lebt, und seinen Fans gefällt diese Geisteshaltung deshalb so gut, weil sie ihnen selbst so vertraut ist.

18:48 von Der_Mahner

//Diese europäische Arroganz gegenüber dem Wahlsystem aber insbesondere gegenüber den Wählern von Trump ist wirklich beschämend und respektlos//

Beschämend ist, dass ein Mann wie Trump in einem Land wie den USA Präsident sein darf. Beschämend und respektlos - damit haben Sie Trump beschrieben. Ist Ihnen wohl nicht aufgefallen?

@um 18:44 von Nettie

>> Ich meinte mit "der Mann" ...

Upps, mea culpa, war in Gedanken noch bei Trump.

18:48 von Der_Mahner

«Köstlich, die sich die Forums-Demokratie-Experten jetzt wieder auf die Gesamtwählerstimmen und das "komische" Wahlsystem stürzen, das "Landeier gegenüber Städtern bevorzugt".»

Nicht im geringsten muss man "Demokratie-Experte" sein, um zu erkennen, dass das Wahlsystem in den USA ein Treppenwitz in heutiger Zeit ist. Um so mehr, wenn nun auch noch der Präsi seinen erleuchteten Senf zum Beenden der Auszählung dazu gibt.

So, als hinge es bei der Wahl 2021 von verspäteter (weil sehr knapper) Stimmenauszählung in Thüringen + im Saarland ab, wer die neue Frau Merkel im Kanzleramt wird. Dann kommt aber wer daher, und will, dass nicht weiter gezählt wird. Und am Ende wird es gar keiner. Mega clever.

Um das zu verstehen, muss man sich aber auch damit beschäftigen, anstatt die Schnitzel mit dem Vorschlaghammer platt zu klopfen.
Vor dem Panieren … nach Beenden der Zählung … vor Weihnachten.

jetzt 4 Jahre "Biden not my President"?

werden bei einem Wahlsieg Bidens jetzt auch 4 Jahre lang Anhänger der Republikaner, analog zu gewissen Anhängern der Demokraten/ linken in den vergangenen vier Jahren, skandieren das Biden nicht ihr Präsident ist?

Was ist wenn irgendein weisser Opfer eines Gewaltverbrechens, verübt durch einen schwarzen, wird?

Sollte die andere Seite es ihnen gleichtun? verdient hätten die Demokraten/ linken es zumindest.

aber das die rechte sich (auch international) i.d.R. nicht so verhält ist eigentlich auch der wesentliche unterschied zur linken.

Jetzt nicht einmischen!???

Deutschland wird sich nie einmischen!
Dafür ist der amerikanische Markt viel zu wichtig!
Egal wer Präsident wird.
Etwas Geschrei und Wichtigtuerei unserer Politiker und das wars!
Deutschland hat doch in Amerika nichts zu melden.

Einmischen ?

täte es was bringen
also was soll´s
harren wir demütig der Dinge

Fair , ...wer war fair ?

Nicht fair sein sagt nur aus :
" Bin mit meinen Interessen nicht durchgekommen " .
Also was ist jeder von uns ?
Na jedenfalls nicht fair !
Wer an den Geldadel in den USA glaubt ist realistisch und weiß , da ist nichts fair !
Wollen wir fair sein verzichten wir auf Interessen unseres gemeinsamen Erfolges zum Wohlstand und einer sich bessernden Lage der sozialen Sicherheit , denn fair bekommten wir das nicht hin . Verteilen mit dem Mittel der Politik ist strategisch wichtig , ..ebenfalls nicht fair !

Deutsche Benehmen sich wie unmündige Kinder

Die am Rockzipfel der USA hängen. Die helle Aufregung ist nicht zu fassen. „Der große Bruder“ wählt seine Administration ! Eine Wahl in Frankreich ist für Deutschland viel bedeutender als dieses Politspektakel.

Der Unterschied zwischen Dems und Reps ist auch viel geringer, als es Publizisten hier in Deutschland glauben machen wollen und als es von Deutschland auch manchmal erscheinen mag.

Obwohl in USA zB ganz viel über „Socialism“ geredet wird, ist Biden ungefähr so sozialistisch wie Franz Josef Strauß.

Die Verzückung ob der Wahlaussichten Bidens werden deshalb, da bin ich mir sicher, ganz schnell der ernüchternden Erkenntnis weichen, dass diese Wahl nichts wirklich zum Besseren ändert.

RE: CaptainGreybeard um 18:58; @Hador Goldscheitel

Danke für die hilfreichen Hinweise.
Da ich es bisher noch nicht als notwendig erachtet hatte die US-Wahlen näher zu verfolgen, bin ich auf diesem Gebiet wohl etwas "grün".

Gruß Hador

19:39 von Möbius

dass diese Wahl nichts wirklich zum Besseren ändert.
.
wer behauptet das
aber vielleicht wird der Umgang zivilisierter !

Diese Wahl wäre nicht die erste im Gericht entschiedene

Die historische Niederlage von Al Gore und die Probleme mit Stimmkarten („pregnant chads“ - also Ausbauchungen statt Lochungen) und defekter Wahlmaschinen habe ich noch in guter Erinnerung.

Die Republikaner könnten nicht nur Neuauszählungen verlangen, sondern die Briefwahl Stimmen auch anfechten, zT evtl. sogar mit Erfolg. Denn ab wann oder bis wann oder unter welcher Bedingung eine Briefwahlstimme zählt, das ist garnicht so einfach und von Bundesstaat zu Bundesstaat anders.

Diese Messe ist noch längst nicht gelesen.

RE: dino2 um 18:16; @Hador Goldscheitel um 17:06

***Trump hat seinen Wähler immer empfohlen, keine Briefwahl zu machen.Und die Briefwahlstimmen trudeln jetzt so langsam ein.***

Da irren Sie leider.
Er hatte doch im Zuge der Briefwahl-Debatte seine Anhänger dazu aufgerufen sowohl per Brief zu wählen, wie auch im Wahllokal die Stimme abzugeben. Ein klarer Aufruf zum Wahlbetrug übrigens.

Dazu kommt, dass DT besonders bei den Ü-65 Jährigen seine Stimmen geholt hat, die im Zuge der Coronskrise als Risikogruppe womöglich doch auch die Briefwahl bevorzugten.

Gruß Hador

@Möbius 19:39

In der Tat ist der Unterschied zwischen den Parteien nicht immens (doch einige Unterschiede sind schon sehr wichtig). Zusätzlich es ist halt katastrophal, was Trump im Stile eines Sonnenkönigs in Personalunion so anrichtet (man muss hier nicht alles wiederholend aufzählen) und wie willfährig seine Partei dabei mitmacht.

@19:39 von Möbius

//Obwohl in USA zB ganz viel über „Socialism“ geredet wird, ist Biden ungefähr so sozialistisch wie Franz Josef Strauß.//

Mag sein. Die Stimmung ist auch weniger für Biden als gegen Trump. Im Zweifel wählt man eben das kleinere Übel.

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