Kommentare - US-Wahl: Vorteil Biden, aber Trump nicht abgeschrieben

03. November 2020 - 15:45 Uhr

Zwar steht der Demokrat Biden besser da als Hillary Clinton 2016, aber US-Präsident Trump hat noch eine - geringe - Chance, sagt ARD-Wahlexperte Schönenborn. Und: Bei dieser Wahl gehe es auch um die Zukunft der Demokratie.

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Kommentare

Hohe Wahlbeteiligung zeugt von "Sumpf" trockenlegung

Trump hat es mit seinem familiären Sumpf
und den Steuergeschenk-Reform an seines gleichen vom Establishment absolut auf die Spitze getrieben und die Bürger als auch den Staat auf jahrzehnte geschädigt.

Nebenbei hat die GOP total versagt und selbst
der Justizminister war der General Strafverteidiger von Trump.

Nur der Wähler kann , es jetzt die Balance wieder herstellen
und Trump als auch die GOP feuern.
Die hohe Wahlbeteiligung zeigt schon, dass
es mit Trump und der GOP so nicht weiter gehen kann.

Mittels Mehrheiten in beiden Häusern
können die Dems für die zukünftig kommenden Trumps einiges ändern.
Was Clinton bei der letzten knappen Wahl fehlte, waren die Sanders Unterstützer

Wenn man diesen ganzen

Wenn man diesen ganzen Wahlzirkus wieder beobachtet und hört, wie teils undemokratisch das ganze abläuft, in dem Wahlmaschinen nicht richtig funktionieren, oder Wahlstudios extra verknappt werden um bestimmte Wählergruppen durch weite Anfahrt wege das Wählen zu verleiten und vieles mehr, frage ich mich, wie es sich gerade die USA immer wieder herausnehmen kann, über die Wahlen in anderen Ländern immer wieder zu urteilen, oder gar die Überwachung eines gerechten Wahlablaufs zu überwachen und sich dazu dann immer gern als großartige Demokratie zu präsentieren.
Dieser Wahlkrampf in den USA erinnert eher an alte Westernfilme, als an eine wirkliche Demokratie und ich ferstehe nicht, wie dieses Land immer noch Schrittmacher Funktion für uns in Europa haben soll. Wenn man dazu sich in Erinnerung ruft, wie oft dieses Land für gewaltige Einbrüche unserer Wirtschaftsystem verantwortlich ist, in denen die keine Freunde mehr kannten, wundert mich, wie die Börsenwelt da immer noch führend ist.

In den USA

hat gerade der Wahltag begonnen.

Warten wirs ab .

Wo kommt das nur her?

Oh- Trump ist also noch nicht abgeschrieben!
Wenn ich mir so überlege, wie viele Gründe es für den durchschnittlichen amerikanischen Arbeiter gibt Biden zu wählen, bekomme ich bei dieser Meldung so ein merkwürdiges Zucken um die Mundwinkel...

Bei mir beginnt sozusagen das

Bei mir beginnt sozusagen das Bibbern: Zu frisch sind die Erinnerungen an die Brexit-Abstimmung und die US-Präsidentenwahl 2016. Bei beiden Ereignissen hätte ich das Ergebnis nicht im mindesten so erwartet.
Ich setze auch auf die hohe Wahlbeteiligung, auf Florida, auch auf Texas, wo seit Carter zum ersten mal wieder ein Demokrat vorne liegen könnte. Ich setze darauf, dass, die große Mehrheit der Wähler*innen erkennt, wie durch Trump die Gesellschaft gespalten wurde, Gewalt und Rassismus zugenommen haben, ein Verfall von Kultur der Sprache und Umgangsformen um sich greift und außenpolitisch die USA sich selbst isolieren und zu einem unberechenbaren Partner geworden sind. Und wie die Untätigkeit Trumps in der Corona-Politik samt seines eigenen unverantwortlichen Verhaltens das Land mit unzähligen Todesopfern beutelt.
Wer sich an den Slogen "make America great again" erinnert, kann nicht Trump wählen. So hoffe ich; sicher bin ich mir nicht.

Republikaner für die Demokratie

Schönenborn: Ich habe bei dieser Wahl wirklich das Gefühl, dass es um die Zukunft der Demokratie geht.

Ja, es um die Zukunft der Demokratie! Wer die Werte der Aufklärung wie Meinungsfreiheit und Demokratie schätzt, wählt Republikaner.

Wenn wir am Ende in der wichtigsten Demokratie der Welt eine Wahl gehabt haben sollten, auf deren Ergebnis man sich nicht einigen kann, dann wäre das eine wirkliche Katastrophe. Ich möchte mir nicht vorstellen, wie weit das ausstrahlt.

Das ist bei knappen Wahlen immer eine Möglichkeit. Und weil die USA zu den letzten wenigen echten pluralistischen Demokratien der Welt gehören, ist Polarisierung dort auch eine Möglichkeit. Polarisierung ist zwar nicht wünschenswert, aber immerhin längst nicht so schlimm wie Tendenzen in Richtung Gleichschaltung.

Die streitbare politische Kultur der USA beweist, dass keine Politik alternativlos sein muss. Menschen haben die Wahl. Damit wird Hoffnung in die Welt gestrahlt.

Enttäuscht und Abgehängt

Würde mich noch nicht einmal wundern, wenn Trump die Wahl mit Hilfe der Landbevölkerung, den Enttäuschten und Abgehängten des Landes doch noch für sich entscheidet.
Ohne wirtschaftliche und soziale Spaltung der USA gäbe es keinen Donald Trump.

Dass Trump nicht die Lösung bringt, sondern das Problem langfristig verschärft, wie sollen das Menschen auf der Verliererspur erkennen?

Wenn der Schmerz gross genug ist, dann wählt man Leute, die Anderen Schmerzen verursachen. Genau dies beherrscht Trump hervorragend. Anderen Schmerzen bereiten. The Apprentice - Azubis feuern. Niedermachen. Degradieren.
Seinen Wiedersacher beschimpft Trump als Betrüger, gibt ihm Spitznamen, bezeichnet ihn als senil. Trump applaudiert noch am Vortag der Wahl öffentlich (!) einem tätlichen Angriff auf Bidens Tourbus.

Ein Spalter. Ein Prolet im Nadelstreifen. Ein Sadist. Defekter Moralischer Kompass.
AUsgerechnet dieser Mann hat den Finger auf dem Knopf zum ultimativen Atomschlag?

@fathaland slim

Vielen Dank für den Link zu dem sehr nachdenklich machenden Interview von Cornel West in der "Republik".

Wenn, dann möchte ich zumindest den einen zuversichtlichen Punkt nennen, dass Joe Biden zwar in seiner langen Karriere sehr lange Teil des Establishments war, er hat auch mehrfach eine unrühmliche Rolle gespielt, keine Frage.

Aber Cornel West nimmt auch für eigene Ikonen wie John Lewis in Anspruch, dass die Biografie widersprüchlich sein kann ("die Dinge liegen kompliziert"). Auch Obama hat viele Hoffnungen der Schwarzen nicht erfüllt.

Denken wir einfach mal, dass ein 75-Jähriger, wenn er sich zur Kandidatur noch einmal entschließt, weder das Big Money noch die Anerkennung der "white supremacy" nötig hat, sondern vielleicht in Altersmilde tatsächlich den Ausgleich sucht.

Zumindest glaube ich, dass Joe Biden immer dazu lernen wollte, hoffen wir das mal

Das größte Problem der USA, viel mehr die Gier als der Rassismus, wird Biden nicht heilen. Diese Gier wird uns noch beschäftigen

Sieht man in Fernsehberichten...

...die Bilder von den bewaffneten Trump-Anhängern wie den Proud Boys, von denen man niemandem im Dunklen begegnen möchte, mag man sich das Ende der Wahl überhaupt nicht vorstellen - ganz gleich, wie die ausgehen mag.

Das Unfassbare für mich ist die Tatsache, dass sich Trump, sollte er die Wahl so deutlich verlieren, dass auch gerichtlich keine Aussicht auf Erfolg besteht, dass er sich selbst sozusagen die Absolution erteilen kann. Immun, wie bei Corona...

Er wäre dann juristisch für keine seiner Lügen, Anstachelungen, Bezichtigungen, falschen/willkürlichen Entscheidungen usw. belangbar.

Das weiß er natürlich, und darum kann er sich dermaßen ungeniert aufführen.

Nein, da hat Herr Schönenborn ganz sicher Recht - man mag sich die Folgen einer Kopf-an-Kopf-Wahlentscheidung nicht vorstellen; und glaube nur niemand, das beträfe nur die USA.

So etwas dachte man letztes Jahr auch, als Corona in China ausbrach...

Sicher? Ganz sicher?

Vor vier Jahren verkündete Herr Schönenborn in den Tagesthemen, kurz vor der Wahl, den DeutschlandTrend Extra: Clinton 82 - Trump 9. Auch damals war er sich bei dem Wahlsieg Clintons sicher. Wie sicher ist er sich denn dieses Mal? Sicher? Oder doch ganz sicher?

Jetzt kommt's drauf an

Komme soeben vom Wahllokal. Habe fuer Donald J. Trump und Mike Pence gestimmt. Aus fester Ueberzeugung.

Herr Schoenborn hat recht. Am Ende ist Donnie noch nicht.

Gruesse aus Texas

Obsolete Systeme sind nicht nur dysfunktional, sondern schädlich

"Ursprünglich war die Idee [des Electoral College], die Macht der Regierung in Washington zu begrenzen. Die Präsidentschaftswahl wurde deshalb auf Ebene der Bundesstaaten mit einem System von Wahlleuten verankert. Das eigens für die Wahl einberufene Electoral College sollte sicherstellen, dass die Gouverneure keinen Einfluss auf die Wahl des Präsidenten nehmen. Das komplizierte Verfahren ist das Ergebnis einer ganzen Reihe von Kompromissen beim Verfassungskonvent von 1787"

Dieses auf Kompromissen beruhende Wahlverfahren machte im Jahr 1787 Sinn, da es damals seinen Zweck - Chancengleichheit zu gewährleisten - erfüllen konnte.

Im IT-Zeitalter führt die Obsoleszenz dieses Systems allerdings dazu, dass dieser Zweck ins genaue Gegenteil verkehrt wurde. Das fängt schon damit an, dass Kandidaten, die über das "nötige" Geld für einen exorbitanten Wahlkampf verfügen die besseren Chancen haben. Und dazu, dass an die Stelle von Kompromissen de facto längst das Recht des Stärkeren getreten ist.

Selbst wenn Biden gewinnen

Selbst wenn Biden gewinnen sollte wird es viele Jahre dauern, um die Bevölkerung wieder mehr zu befrieden und auch am internationalen Geschehen wieder angemessen teilzunehmen. Trump hat viel Zerstörung angerichtet und besonders verstörend ist, dass die GOP ihn bei Allem gewähren liess.

Sollte Trump gewinnen ...

... dann wohl mit der geringsten Legitimation, die für einen US-Präsidenten überhaupt möglich ist. Das unsägliche Wahlmännersystem, das Gerry-Mandering, die Störungsversuche der Republikaner, falsche Wahlurnen, Schwächung der Post durch Abbau von Briefsortieranlagen und Briefkästen, Einschüchterung von Wählergruppen, Reduzierung der Wahllokalen, Behinderung von Registrierungen, all das lässt an einer funktionsfähigen Demokratie zweifeln. Da die Hoffnung auf eine 2/3-Mehrheit des Senats nicht realistisch ist, ist wohl keine Änderung der unsäglichen Situation zu erwarten, egal wie die Wahl ausfällt.

Geh golfen

Trumps Weg findet heute ein Ende. Sein Land kann wieder aufatmen.

Respekt

Es ist Zeit, der amerikanischen Politik wieder den Respekt und die Würde zurück zu geben. Heute haben es die Wähler/innen in der Hand.

Albtraum

Ich hoffe, dass dieser Albtraum auf der anderen Ozeanseite heute Nacht zuende geht. Das wäre gut für Amerika und die ganze Welt.

"Schönenborn: Ich habe bei

"Schönenborn: Ich habe bei dieser Wahl wirklich das Gefühl, dass es um die Zukunft der Demokratie geht."

Die Zukunft der Demokratie liegt, solange das dortige Wahlsystem nicht geändert wird, bestimmt nicht in den USA.

16:21 von andererseits

«Bei mir beginnt sozusagen das Bibbern … Ich setze auch auf die hohe Wahlbeteiligung, auf Florida, auch auf Texas … Wer sich an den Slogen "make America great again" erinnert, kann nicht Trump wählen. So hoffe ich; sicher bin ich mir nicht.»

"Spannend" werden die Wahlen in den USA doch immer nur durch das exotische Wahlsystem from Outer Space.

Hohe Wahlbezeiligung ist gut … je höher, desto besser.
Muss dann aber auch in den richtigen Bundesstaaten sein. In den Staaten, die eh eindeutig blue or red zuzuordnen sind, ändert es gar nichts am Wahlergebnis. Selbst wenn die Beteiligung 100% wäre.

So wird die wichtigste Wahlentscheidung wieder im Sunshine State Florida sein. Wie 2016, wie einst bei G.W. Bush vs. Al Gore. Aber es scheinen ja mehr potentielle Swing States in 2020 zu sein, als bei den Wahlen in den vergangenen Jahren seit 2000. Auch Texas ist noch "grey" eingefärbt für unentschieden ohne Tendenz.

Ist so wie beim ESC. Das fast einzig Interessante ist die Punktevergabe.

16:27 von Freier Markt

Zitat:"Wer die Werte der Aufklärung wie Meinungsfreiheit und Demokratie schätzt, wählt Republikaner. "

Ich wusste gar nicht, dass das Verweigern von sozialer Sicherheit, die schrankenlose Herrschaft des großen Geldes und Rassismus Werte der Aufklärung sind...

Zitat:"Und weil die USA zu den letzten wenigen echten pluralistischen Demokratien der Welt gehören, ist Polarisierung dort auch eine Möglichkeit."

Der Satz ist schon in sich widersprüchlich. Pluralismus und Polarisierung schließen sich eigentlich aus. Wieso ein Zwei-Parteien-System pluralistischer sein soll als ein Viel-Parteien-System, erschließt sich mir auch nicht. Die Polarisierung ist übrigens spätestens seit Trump in den USA angekommen und nicht nur eine "Möglichkeit".

US-Wahl: Vorteil Biden, aber Trump nicht abgeschrieben

Macht das Erste heute eigentlich auch zur US-Wahl 2020 wieder diese große Wahlparty? Den Begriff Party sollte man ja in Corona-Zeiten eigentlich nicht zu groß schreiben. Hoffentlich wird da auch der Mindestabstand eingehalten, denn Party klingt fast nach Corona-Party.
Jedenfalls muss man schon die ganze Nacht mit viel Kaffee durchhalten, wenn man alle Ergebnisse aus den 50 Bundesstaaten verfolgen will und die Müdigkeit nicht siegen darf. Ich habe noch von der Wahlparty aus dem Jahre 2012 in Erinnerung, wie in Florida bei der Auszählung die Mehrheit von Demokraten über Republikaner und dann zum Schluss wieder an die Demokraten gegangen war mit 50,1 %.
Und immer wieder gabs es bei den Wahlpartys 2012 und 2016 den legendären Begriff "Too Close To Call", wenn ein sicheres Ergebnis noch nicht bei der Auszählung feststand.
2012 gab es viele strahlende Gesichter und 2016 viele überraschte Gesichter.
Ob deutlich oder knappes Ergebnis, die Etappen bis zum 20. Januar 2021 bleiben unruhige Tage.

16:27 von Freier Markt

«Und weil die USA zu den letzten wenigen echten pluralistischen Demokratien der Welt gehören, ist Polarisierung dort auch eine Möglichkeit.»

Seit mehr als 200 Jahren der kleinste mögliche Pluralismus bei Wahlen in den USA, der sowohl inhaltlich, als auch grammatikalisch denkbar ist. Der Plural der Zahl 2 als Auswahl aus "mehreren". Sicher … es sind auch die Kandidaten der Grünen, und der Libertären.

Da das Wahlsystem aber grundlegend verunmöglicht, dass der Plural von größer als der Zahl 2 überhaupt was bewirken könnte bei Wahlen. Ist der Politische Pluralismus in den USA das gleiche wie der Merkantile Pluralimus der Zahl 2 im Supermarkt:

Tomaten oder Gurken.
Reis oder Nudeln. Chips oder Flips.
Nüsse oder Mandeln.
Schoko mt Nuss oder Mandel.
Gouda oder Emmentaler.
Klopapier oder Küchenrolle.

Auch als Ersatz für das Papiertaschentuch. Dies gibt es im marginal-minimal Pluralismus von "2" nämlich nicht zu wählen-kaufen zu erwerben.

Überleben kann man so marginal-pluralistisch …

US-Wahl: Vorteil Biden, aber Trump nicht abgeschrieben

Wie sagte Trump noch in einer Rede. Die Wählerinnen und Wähler bekommen von ihm einen ganz großen Kuss. Oder so ähnlich.
Besonders dann, wenn er der Sieger sein sollte.
Aber wir müssen abwarten, wie es letzten Endes in den Swing-States ausgeht.
Man kann den Amerikanern viel vorwerfen, aber bestimmt nicht, dass sie keinen Klartext sprechen bei Wahlen. Es ist schon immer eindeutig. Wenn nicht die Demokraten gewinnen, dann die Republikaner und die anderen Parteien spielen eben fast gar keine Rolle.
So etwas kriegen wir in Deutschland einfach nicht hin bei Bundestagswahlen.

@ r0lt0 - Wer andere als Looser bezeichnet

Würde mich noch nicht einmal wundern, wenn Trump die Wahl mit Hilfe der Landbevölkerung, den Enttäuschten und Abgehängten des Landes doch noch für sich entscheidet.

Wohl kaum, denn er hat sie mit seiner Steuerreform ziemlich gelinkt, hat ihre Krankenversicherung gecancelled und sie in der Corona-Krise im Stich gelassen und als Looser bezeichnet.


Ohne wirtschaftliche und soziale Spaltung der USA gäbe es keinen Donald Trump.

Soso, jetzt verstehe ich auch, warum er so viel Anstrengung darauf verwand hat, die Spaltung auf die Spitze zu treiben.

16:27, Freier Markt

>>Republikaner für die Demokratie
Schönenborn: Ich habe bei dieser Wahl wirklich das Gefühl, dass es um die Zukunft der Demokratie geht.

Ja, es um die Zukunft der Demokratie! Wer die Werte der Aufklärung wie Meinungsfreiheit und Demokratie schätzt, wählt Republikaner.<<

Die Werte der Aufklärung sind Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Humanität und Toleranz.

Aufklärung heißt auf englisch enlightenment.

Ich würde mich sehr, sehr wundern, wenn Trump mit diesem Begriff etwas anfangen könnte.

16:27 von Freier Markt

„ Und weil die USA zu den letzten wenigen echten pluralistischen Demokratien der Welt gehören, ist Polarisierung dort auch eine Möglichkeit.„

In der Rangliste "Freiheit in der Welt" des US-Think-Tanks Freedom House fielen die USA seit 2009 von der Spitze um acht Punkte auf ein Niveau mit Griechenland, der Slowakei und Mauritius. Als Problembereiche nennen die Demokratie-Experten das Wahlsystem, die Unabhängigkeit der Justiz, Korruptionsvorbeugung sowie rhetorische Angriffe auf die Presse, die Rechtsstaatlichkeit und andere Pfeiler der Demokratie. Auch von anderen Think Tanks wird die USA nur als Teil-Demokratie eingestuft (D als Voll-Demokratie). Trump hat diese Einschätzung/Einstufung in den vergangenen 4 Jahren durch sein politisches Agieren nachhaltig unterstrichen.
Und wer glaubt, dass sich mit einem Präs. Biden Wesentliches ändert, ich habe erhebliche Zweifel. Die Tonlage wird sich ändern, davon kann man ausgehen, NATO-, Außen- und Wirtschaftspolitik wohl eher nicht.

Hoffe er bleibt Präsident .

Hoffe er bleibt Präsident . Seine negativen Äußerung zu offenen Landesgrenzen bestätigen sich einmal mehr .

um 16:27 von Freier Markt

"Wer die Werte der Aufklärung wie Meinungsfreiheit und Demokratie schätzt, wählt Republikaner."

Wenn sich der Weihrauch hinter diesem pathetisch aufgebauschten Nichts in reiner Luft aufgelöst hat, bleiben immer noch 200 Jahre Sklaverei ("freier Sklavenmarkt ist noch ungenutzt") und weiter 100 Jahre Rassismus plus ein verkrustetes System der Bürgerbeteiligung an politischer Entscheidung. Und was bitte tut ein solch ungebildeter Tolpatsch mit Pubertätsproblemen und offenkundig psychischen Defekten an der Spitze der USA?

Wie passen 5000 Lügen in Amtsausübung zur Epoche der AUFKLÄRUNG und vor allem wie die Abwehr von WISSENSCHAFT?

Darauf müsste ich erstmal einen besonnenen Schluck Desinfektionsmittel zu mir nehmen.

Vielleicht klärt sich danach noch was auf.

Man mag mich...

.. für einen Spinner halten , wenn ich hier die Behauptung aufstelle, daß es garnicht um Joe Biden geht - sondern vielmehr um seine Vizepräsidentin, die alsbald nachrücken wird.

@Republikaner für die Demokratie 16:27 Freier Markt

Echt jetzt? Das war vielleiccht mal.
Momentan ist es ein reiner Abklatschverein des 'Auserwählten'.

Allerdings fürchte ich, dass der Freiheitsbegriff
der führenden Reps momentan, fundamental anders aussieht,
als vieler hier z.B.

Wer die Freiheit von PI-News (ihre Referenz) meint,
oder in den Staaten die 'ProudBoys', ist in der Tat schon fast
nicht mehr auf dem Boden der FDGO.

Da geht es dann wirklich um die Demokratie.

16:21 von andererseits

"Bei mir beginnt sozusagen das Bibbern"

.-.-.-

Und ich habe quasi panische Angst, dass das eintritt, was mein Bauchgefühl mir schon lange sagt:

die Sehnsucht nach diktatorischer Herrschaft ist weltweit am Wachsen.

Nur Diktatoren traut man zu, dass sie Bürger dazu zwingen können, Masken etc. zu tragen, damit der Virus verschwindet
und - wichtiger -:
nur Diktatoren traut man zu, Asylanten nicht ins eigene Land zu lassen.

Meine Vernunft sagt mir:
nicht nur die Antidemokraten wachsen in der Zahl, sondern auch die entschiedenen Demokraten.

Irgendwann wird meine Vernunft Recht bekommen.
Aber, sagt mir mein Bauch: nicht schon jetzt.
Dazu ist der Hass auf die Demokratie zu massiv angestiegen in der letzten Zeit.

Die Demokratie, sagt mein Bauch, muss erst komplett zusammenbrechen, bis auch die Antidemokraten schreien vor Entsetzen, was sie angerichtet haben.

Mein Bauchgefühl hat sich schon oft bewahrheitet.
Aber nicht immer. :-)

Amerika wird viele Jahre brauchen

Bis all das zerstörte politische Porzellan wieder ersetzt sein wird - egal ob jetzt Biden die Wahl gewinnt oder wieder Trump...

Vertrauen muss wieder hergestellt werden... Die Verlässlichkeit des gegebenen Wortes oder abgeschlossener Verträge... Internationale Abkommen und natürlich auch die Balance der Großmächte und deren Verhältnis zu den klassischen Konfliktherden auf der Welt... Inklusive Schurkenstaaten und selbstverliebten Diktatoren.

Hier sehe ich auch die eigentliche Gefahr... 4 weitere Jahre Trump werden ihm nicht reichen... Ein zweites Südafrika zu Zeiten der Apartheid droht, ebenso wie eine Scheindemokratie - dafür wesentliche Positionen und Posten sind ja jetzt passend besetzt.

Ich werde die Wahlen relaxt verfolgen.

Bürgerkriegsähnliche lokale Ausschreitungen werden mich aber nicht kaltlassen.

Sie sind bei knappen Ergebnis quasi vorprogrammiert - leider!

Wie lange der Weg zurück zu gutem demokratischen Verhalten sein wird?

Sehr lang! Den Medien sei Dank!?

Respekt vor dem Wahlvolk

Ich finde es gehört sich jetzt, das Wahlvolk in Amerika den Wählerwillen sprechen zu lassen. Kommentieren kann man das Ergebnis danach immer noch. Nur jetzt noch Vorlieben abzusondern fände ich respektlos.

@freierMarkt

Wer die Werte der Aufklärung schätzt, wählt alles mögliche außer die Reps mit ihren evangelikalen Christen.

"Und weil die USA zu den letzten wenigen echten pluralistischen Demokratien der Welt gehören, ..."

Pluralistisch?
Das Mehrheitswahlrecht lässt das nicht zu.
Echt?
Wo das urdemokratische Prinzip "ein Mensch - eine Stimme" durch ein Wahlmänner/frauen- System außer Kraft gesetzt wird und derjenige gewinnen kann, der weniger Stimmen hat.

Stellen Sie sich mal eine Abstimmung in Deutschland vor, die Kandidat A mit 52:48 gewonnen hat, aber Kandidat B zum Sieger erklärt wird, weil er im Saarland die Mehrheit erhalten hat.

So absurd kommt mir dieses Wahlrecht vor.
Nein, die USA sind mit ihrer Art von Demokratie irgenwo anno 17hundert Tobak hängengeblieben.

16:39, Sisyphos3

>>Zwar steht der Demokrat Biden besser da als Hillary Clinton 2016
noch besser ?
der Clinton sagte man doch auch einen Wahlsieg voraus !<<

Nun schauen Sie sich doch bitte einmal die Grafik an, die tagesschau.de seit Monaten auf der Seite hat. Da können Sie die Umfragedurchschnittswerte seit Januar des jeweiligen Wahljahres betrachten. Dunkelblau die Kurve Bidens, dunkelrot die Kurve Trumps für dieses Jahr. In derselben Grafik finden Sie auch, zwecks besserer Vergleichbarkeit, die Kurven Clintons und Trumps aus dem Jahre 2016. Clinton blassblau, Trump blassrot.

Bitte informieren Sie sich:

https://wahl.tagesschau.de/usa2020/

2016 gab es ein wüstes Auf und Ab, 2020 ist das Bild sehr ruhig. Die Lager stehen felsenfest.

@Werner1515 12:55

Um auf ihren „Literaturvorschlag“ einzugehen: Die genannten Seiten „Rubikon“ ect. sind nur allzu bekannt. Aber ich würde mit der Empfehlung antworten: Lesen Sie dort etwas weniger, die genannten Seiten vernebeln das Urteilsvermögen.

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