Ihre Meinung zu: Wie Wasserstoff bei der Energiewende helfen kann

12. Oktober 2020 - 15:13 Uhr

Manche stufen Wasserstoff bereits als "das Öl von morgen" und als Schlüssel zum Gelingen der Energiewende ein. Wie begründet sind die Hoffnungen, die auf dem vermeintlichen Superstoff ruhen? Von Jürgen Döschner.

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Kommentare

Liebe Medienvertreter ...

In diesem Zusammenhang mal bitte selbstkritisch das Projekt Northern Lights unter die Lupe nehmen (https://northernlightsccs.eu/)!

Hier läuft seit ein paar Jahren ein reisen Coup der fossilen Energien-Industrie. Derzeit völlig unter dem Radar und ohne jegliche gesellschaftliche Debatte. ... Vor knapp 15Jahren war das Thema CCS auf deutschem Boden schon mal durch. Damals, weil die Öffentlichkeit klar der Meinung war, das CCS keine Technologie ist, die man als "sicher" und "nachhaltig" ansehen kann. Nun versuchen die Konzerne mit unterstützung der Europäischen Politik dies durch eine Speicherung unter der Nordsee zu umgehen! ... Dem Planeten ist es aber egal, ob das CO2 in Deutschland oder in der Nordsee wieder aus dem Boden kommt! Beides wirkt sich gleich negativ auf das Klima und das Leben in den Meeren aus.

Ökostrom ausbauen

Klar benötigt man Unmengen von Strom für die Herstellung von Wasserstoff, zynisch gefragt, wo ist denn da das Problem? Es gibt reichlich Ödland mit gewaltiger Sonneneinstrahlung und riesige Ozeane, ich frage mich, warum man da nicht in titanischem Maßstab mit Sonnenenergie Wasserstoff erzeugt. Der Stromverbrauch in den Haushalten ist mehr und mehr mit dezentralen, Kleinerzeugern abzudecken. Strömungsenergie von Flüssen, Erdwärme, Biogasanlagen und vieles mehr. Gefällt den großen Energie-Konzernen nicht, na und? Bin kein Träumer, habe mich durchaus damit bschäftigt. Man kann nur sagen: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es! Wir verschwenden Unmengen von Zeit und Energie mit Begründungen, warum es angeblich nicht geht, diesen Elan nutzen und es einfach machen. Nein, dass muss auch nicht unerhörte Kosten verursachen, oft sogar ganz im Gegenteil.

Wasserstoff

Wasserstoff kennen wir schon lange aber bei Oel , und auch Gas sind die Lobbys einfach größer ! Denn Wasserstoff ist zur Genüge vorhanden , absolut sauber und extrem billig denn es ist ein Abfallprodukt ! Aber da kommt dann wieder der Staat der seine 75 % Steuern auf Benzin und Diesel haben will ..... und deshalb hakt es auch noch ! Aber vielleicht haben wir doch mal Glück denn es kann doch nicht nur BER´s oder Mautprobleme geben.

Mal ein Vernunftsmensch

Ja, "Forfuture", das liest sich erfrischend vernünftig. Aber der Knackpunkt scheint wohl wirklich und immer wieder das Interesse der Konzerne zu sein. Darum pushen wir jetzt erstmal das Batterieauto, um dann - iiirgendwann - auf H2 umzustellen. Schon hat die Industrie wieder 2 mal verdient, gelle? Nun, der ganze Komplex hängt zum einen an der Bevölkerungsvermehrung, zum zweiten wird so lange nicht Ruhe sein, bis die Fusionsenergie endlich zur Verfügung steht. Aber bis dahin müllen wir unsere Landschaft mit Windrädern und Solarparks zu.
Übrigens ein Hinweis an den Redakteur: Die Maßeinheit heißt "Terawatt"! "Terra-" kommt von "Erde", hat damit gar nichts zu tun.

In der Tat kann man mit 1100 TWh

knapp 47 Mio. Tonnen "Methyleneinheiten" aus CO2 und Wasserstoff aufbauen. Also die Menge welche -bekannt als Benzin und Diesel- pro Jahr von deutschen PKW's "geschluckt" wird. Hier sieht man schön wie illusorisch ein "weiter so" quasi nur durch Änderung des Primärenergieträgers ist. Also "Grünstrom" für die H2 Herstellung aus Wasser zu 55 kWh je kg H2-statt Erdöl. Und das gleiche ließe sich für Accu-Autos sagen.

Wasserstoff als Alternative?

Sicher aber das ist doch schon lange bekannt. Wer glaubt, dass die Speicherung von Energie auf Akkumulatoren die Lösung eines der grundlegenden Probleme unserer Menschheit ist hat wohl einen sehr medialen und naiven Blick auf die Zukunft. Natürlich wird die Entwicklung immer weiter gehen aber auch Batterien sind nur eine Zwischenstation auf dem Weg zu einer umweltbewussten Nutzung unserer weltweit verfügbaren Ressourcen. Fusionskraftwerke werden wohl noch die nächsten 20 Jahre auf sich warten lassen und seltene Erden werden wohl zu unbezahlbaren Grundstoffen für elitäre Gruppen. Wasser haben wir noch in ausreichender Menge, Trinkwasser für bestimmte Regionen aber wohl weniger. Trotzdem liegt zZ. im Wasserstoff die einzige Alternative Energie halbwegs für alle kostengünstig und allgemein verfügbar nutzbar zu machen.

Schön,

... mal wieder etwas von Herrn Döschner zu lesen!

Danke für die unaufgeregte Zusammenfassung!

Wie Wasserstoff bei der Energiewende helfen kann....

Ja, dem Wasserstoff gehört die Zukunft. Besonders, wenn er durch die Elektrolyse von Wasser gewonnen wird.
Weniger ökologisch durch die Erhitzung von Methan, Erdgas und dessen Zerfall in Kohlenstoff und Wasserstoff.

Und zu einer ökologischen Energiewende gehört auch, daß nicht weiter, wie geplant Ortschaften für die Kohleabbaggerung geräumt werden. Wie im rheinischen Revier.

@spax-plywood 15:54

"Also "Grünstrom" für die H2 Herstellung aus Wasser zu 55 kWh je kg H2-statt Erdöl. Und das gleiche ließe sich für Accu-Autos sagen."

Ich habe Ihren letzten Satz nicht verstanden, möchte aber auf jeden Fall ergänzen, dass man H2- nicht mit Akku-Autos gleichsetzen kann, da bei letzteren viel mehr vom Grünstrom an den Rädern ankommt.
Allerdings gehe ich davon aus, dass Sie das selbstverständlich wissen. Umso mehr frage ich mich, was Ihr letzter Satz bedeuten soll ...

@ustdigital 16:00

"Trotzdem liegt zZ. im Wasserstoff die einzige Alternative Energie halbwegs für alle kostengünstig und allgemein verfügbar nutzbar zu machen."

Ich frage mich gerade, ob Sie von dem Artikel mehr als die Überschrift gelesen haben.
Im Artikel wird nämlich (für mich sehr plausibel) begründet, warum Wasserstoff nur ein Baustein einer grünen Energiewende sein kann.

Man hat sofort...

...Herrn Minister Altmeier vor Augen, wenn er bedeutungsschwer und um Glaubwürdigkeit ringend mal wieder achso neue Technologiestrategien beschwört.
Dabei ist er ja bekannterweise im Lobbyismus der großen Energiekonzerne verfangen, siehe aktuelle EEG-Reform.

Was bei aller Grünmalerei immer wieder verschwiegen wird: Der Wirkungsgrad der Wasserstofftechnologie, z.B. für Verkehrsanwendungen, ist absolut lausig.

Jeder, der was auf sich hält, setzt argumentativ auf Wasserstoff. Meines Erachtens eine Augenwischerei, um von den Versäumnissen in der dt. Automobilindustrie abzulenken, welche natürlich möglichst lange noch ihre Diesel verkaufen wollen.
Brennstoffzellen gabs vor X Jahren schon bei Daimler. Was ist draus geworden, und warum ist nichts draus geworden? Mhm?

dezentrale Erzeugung hat keine Lobby

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Es lässt sich einfach mehr Geld verdienen, wenn man mit gigantischen Tagebauen oder aus Bergwerken Kohle in Mega-Kraftwerken verfeuert, wenn man auf einem Atom-Meiler hockt oder sonstige Großanlagen besitzt!
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Erneuerbare Energien brechen das Konstrukt der Großkonzerne und machen quasi „Jedermann“ zum Energielieferanten!
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... deshalb wehren sich die Großen so vehement gegen einen nachhaltigen Paradigmenwechsel.
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Regenerative Energien könnten noch viel intensiver genutzt werden, wenn der Staat endlich ein öffentliches Hochleistungs-Verteilnetz schaffen würde! Und zwar nicht vom Großkraftwerk bis ins Schlafzimmer, sondern als grundsätzliches Smart Grid zur Einspeisung und Entnahme.
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Überkapazitäten kann man in H umwandeln oder mittels Power to Gas/Fuel Technologien zur späteren Verwendung speichern!
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Das Straßen-, Strom- und Schienennetz gehört in meinen Augen in staatliche Hand als gemeinsame Infrastruktur für alle Bürger!

@Deutsche-Elite 16:07

"Regenerative Energien könnten noch viel intensiver genutzt werden, wenn der Staat endlich ein öffentliches Hochleistungs-Verteilnetz schaffen würde!"

Ja, aber das ändert nichts daran, dass wir trotzdem auf immense Stromimporte angewiesen sein werden.

Einheiten

gute recherchierter Artikel, aber bitte korrigieren Sie doch die Einheiten: TWh=Terawattstunden (nicht "Terra")

Dss batterieauto ist eine

Dss batterieauto ist eine Schnspsidee. Völliger Blödsinn. Unökologischer geht es kaum noch.
Die Vorteile von Wasserstoff wurden schon in den frühen 80ern in PM, Hobby, Geo und wie die Zeitungen alle hießen, beschrieben.
Wäre man dann am Ball geblieben, würde niemand von dem Batteriemist mehr reden.
Auch gab es früher O-Busse. Heute testet man den elektrohighway.
Ich komme mir verschaukelt vor.

Wasserstoff ist DER wandelbare Energieträger.

Aus Wasser über Strom erzeugbar und vielfätig wandel- und transportierbar mit bereits vorhandener Infrastruktur. Jetzt muss es nur noch bei den wichtigen Entscheidungsträgern 'klick' machen. Gute Bildung ist ja so wichtig.

@DrBeyer 16:13 - Fakten?

Zitat: „Ja, aber das ändert nichts daran, dass wir trotzdem auf immense Stromimporte angewiesen sein werden.“

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... das ist unrichtig!
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... wissen Sie aber auch!
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... eine 100% Substitution durch Regenerative Energien ist nicht nur möglich, sondern unumgänglich!
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Und wissen Sie was: Deutlich billiger wird’s auch noch!
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Nachweislich!
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sämtliche „alten“ Energieerzeugungsformen sind teurer!
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Atomstrom kostet das 6-10-fache von Windenergie und Solarstrom!
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... OHNE Schummelei durch Abwälzung der Entsorgung auf den Steuerzahler läge Atomstrom sicherlich locker bei 50-60 Cent/kWh zuzüglich Steuern und Netzentgelten vermutlich dann bei 80-90 Cent
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wie lange will man denn die Atomlüge noch weiter vorgaukeln?
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Wir exportieren heute schon in großem Masstab Strom aus Regenerativen Energien nach Osten und Westen ... weil einfach nur das Verteilnetz von der Küste nach Süden fehlt, um ihn selbst zu nutzen!

Am 12. Oktober 2020 um 15:45 von Peter Kock

>> Denn Wasserstoff ist zur Genüge vorhanden , absolut sauber und extrem billig denn es ist ein Abfallprodukt !<<

Wo genau ist der Wasserstoff ein Abfallprodukt (in brauchbaren Mengen) ?

Am 12. Oktober 2020 um 16:00 von ustdigital

>> Wasser haben wir noch in ausreichender Menge, Trinkwasser für bestimmte Regionen aber wohl weniger<<

Trinkwasser kann mit Hilfe der Osmose aus Meereswasser erzeugt werden. Wird auf der Insel Helgoland so gemacht. Nachteil ist der grosse Energieverbrauch. An der Nordsee kann Windkraft als Energiequelle eingesetzt werden. In Wüstengebieten Solarkollektoren als Energiequelle. Warum man in den Wüsten (Spanien ?) so kein Trinkwasser gewinnt, weiss ich nicht

Keine PKW Träume

... also wer hier immernoch davon träumt, daß irgendwann mal Brennstoffzellenautos oder Verbrenner mit Wasserstoff durch die Lande fahren ...

Der hat irgendwie noch nicht verstanden wohin der Hase läuft. Bei Wasserstoff - so wie es altuell von der Politk und der Wirtschaft diskutiert wird - geht es zunächst mal um die Industrie (vornehmlich Stahl, Zement und Chemie), die hier - sozusagen durch die Hintertür - per CCS klimaneutral werden soll. ... Nur ist das eher mit dem einstmaligen Einstieg in die Atomwirtschaft zu vergleichen. Irgendwer wird sich schon irgendwie um den Müll (abgeschiedenes CO2 bei der blauen Wasserstoffproduktion) kümmern dürfen. ... Und nein, Wasserstoff ist nicht perse sauber und klimafreundlich. Nur sogenannter "Grüne Wassersoff" ist nachhaltig und Klimaneutral!

Pferdefuss

Wasserstoff hat allerdings gegenüber Einsatz direkter Verstromung den monumentalen Nachteil, dass zwei Drittel bis drei Viertel der Energie bei den diversen Umwandlungsschritten verloren gehen. Das ist gemeint, wenn z. B. von einem Wirkungsgrad von 30 Prozent die Rede ist.

Das ist eine riesige Verschwendung, die die Erreichung von Klimazielen massiv erschwert.

„"Grüner" Wasserstoff ist wichtig für das Gelingen der Energiewende. Darin sind sich alle Fachleute einig. Er wird in vielen Bereichen benötigt, in denen es sonst keine Alternativen zu fossilen Grundstoffen oder Energieträgern gibt - etwa in (...). Allein die dort benötigten Mengen herzustellen, wird teuer und aufwändig.
In anderen Sektoren, in denen es jedoch schon jetzt Alternativen zu Öl und Gas gibt - sei es im Wärmemarkt oder bei Pkw -, sollte man wegen der genannten Probleme auf Wasserstoff verzichten. Denn Wasserstoff sei keineswegs "das neue Öl", sagt Claudia Kemfert vom DIW, sondern "der Champagner unter den Energieträgern"

Und die Bundesregierung sollte mal besser den Champagner beiseitestellen und auf den Boden der Tatsachen zurückkehren. Oder vielmehr auf die Kritiker hören und die Ausarbeitung solcher Strategien all denen überlassen, die sich schon aus ihrer beruflichen Praxis mit der Materie auskennen. Und stattdessen für die nötige "barrierefreie" Kommunikation sorgen.

@spaxplywood - Energiemenge

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Fläche Richtung Sonne: 282,7 Trilliarden Quadratmeter

Solarkonstante: 1367 Watt/m²

Strahlungsleistung, gesamt: 386 Quadrillionen Watt!

... einfach 0,1% davon nutzen!

... das würde reichen!

stimme fast zu

Am 12. Oktober 2020 um 16:07 von Deutsche-Elite

Bis auf den etwas mißverständlichen Satz, der impliziert, man könne im Zukunft im Schlafzimmer noch irgendwas anderes Regeneratives herstellen als bisher, stimme ich voll zu ;-))

Ich würde gerne noch einen Schritt weitergehen und auch Telekommunikation (einschließlich Post) und Wasserversorgung wieder rückverstaatlichen.
Aber das ist hier eher offtopic.

Mir fällt als halbwegs sinnvolle Verwendung für grünen H2 nur ein Energiespeicher nahe eines Wind- oder Solarparks ein.
Schon allein, damit die Worte "Flatterstrom" oder "Dunkelflaute" endlich in allen Kommentarbereichen gebannt würden.

Der im Artikel nicht näher beschriebene "Treibstoff aus grünem H2" ist wahrscheinlich auch irgendeine Kohlenwasserstoffkette mit den bisher bekannten Emissionen an Ruß, CO2 und Stickoxiden. Nur daß er eben mit Hilfe von grünem H2 synthetisch hergestellt wird.

Man stelle sich nur mal die schöne neue Welt vor, in der fast jeder einspeisen könnte.

Brennstoffzelle

Meiner Meinung nach sollte sich die Forschung auf die Brennstoffzellen widmen. Einige lassen sich auch mit Ethanol betreiben, was das Lagerproblem von reinem Wasserstoff umschiffen würde.

@FritzF / 16:37

"Jetzt muss es nur noch bei den wichtigen Entscheidungsträgern 'klick' machen"

... Ne! Klickmachen muß es ganz woanders! ... Jetzt sollte man nämlich erstmal nachdenken, woher der ganze bei Industrie und Politik erträumte Wasserstoff kommen soll. Das ist nämlich gar nicht so einfach! Durch Wasserstoffproduktion würde unser Strombedarf für die notwendigen Elektrolyseure mehr als durch die Decke gehen. Dafür hat bisher keine Lösung und deshalb sind die über optimistischen Darstellungen der Bundesregierung zum Thema auch leider vor erstmal ein Hindernis für die Energiewende! ... Herr Altmeier verkauft hier etwas für eine Lösung, die noch gar keine richtige Lösung ist. Gleichzeitig steht er beim Ausbau der Regenerativen auf der Bremse. Mehr noch, er kettet den ganzen Waagen zusätzlich noch an einem Felsen an! ... So wird dies kaum was werden mit Klimaneutral bevor es so richtig warm für alle wird! ...

@DrBeyer

Gesetzt 600 Mrd km an PKW Fahrleistung pro Jahr in D.

Mit Wasserstoff BZ gerechnet zu 0,5 kg H2 pro 100 km- macht 170 TWh.

Mit Accu-Auto gerechnet zu 15 KWh pro 100 km-
macht 90 TWh.
(das wären die "Smarts der Zunft und nicht Musks Lifestyllepanzer)
--------
Wasserstoff via P2X aus CO2 zu Kraftstoff und "weiter wie bisher" - s.o. völlig illusorische 1100 TWh.

Schauen Sie sich den TWh Bedarf der Industrien an Grünstrom an, die geplante Substitution für den Kohlestrom, etc. und fragen Sie sich, ob ein "weiter so viel fahren wie bisher" trotz Accu oder BZ dann noch möglich sein wird.

zu heiß

Am 12. Oktober 2020 um 16:45 von SchleswigHolsteiner

Trinkwasser kann mit Hilfe der Osmose aus Meereswasser erzeugt werden. Wird auf der Insel Helgoland so gemacht. Nachteil ist der grosse Energieverbrauch. An der Nordsee kann Windkraft als Energiequelle eingesetzt werden. In Wüstengebieten Solarkollektoren als Energiequelle. Warum man in den Wüsten (Spanien ?) so kein Trinkwasser gewinnt, weiss ich nicht.
Zitat Ende

Konventionellen Solarzellen und erst recht den Wechselrichtern ist es in Wüstengebieten zu heiß.
Die steigen manchmal schon in Süddeutschland im Sommer aus.

Aber eine ganz normale Destille mit Solarkollektoren (also Wärme) würde funktionieren und ja, da frage ich mich auch,
warum das noch nicht im großen Stil gemacht wird.

16:50, pnyx

>>Pferdefuss
Wasserstoff hat allerdings gegenüber Einsatz direkter Verstromung den monumentalen Nachteil, dass zwei Drittel bis drei Viertel der Energie bei den diversen Umwandlungsschritten verloren gehen. Das ist gemeint, wenn z. B. von einem Wirkungsgrad von 30 Prozent die Rede ist.

Das ist eine riesige Verschwendung, die die Erreichung von Klimazielen massiv erschwert.<<

Wenn man zur Wasserstofferzeugung auf Strom aus Sonnenenergie zurückgreift, dann ist der Wirkungsgrad ziemlich egal. Es gibt Gegenden auf unserer Erde, wo die Sonne zuverlässig jeden Tag von morgens bis abends scheint. Die liegen äquatornah, was die Energieausbeute noch weiter erhöht. Natürlich brauchen wir dazu ein weltweites Energienetz, aber das haben wir ja, was Öl und Gas angeht, sowieso schon.

Es wird höchste Zeit zu realisieren, daß wir als Menschen alle auf einer einzigen Erde leben und das Klima sich nicht um Nationalstaatsgrenzen schert.

Europa hängt schon wieder hinten dran.

Die Begeisterung in einigen Kreisen in Deutschland mag groß sein. Aber wir hinken schon wieder hinterher. Japan scheint mit Abstand führend zu sein. Man hat eine ganze Serie von Projekten , die im Bau begriffen sind, sowohl in Transportbereich ( Schifffahrt, Luftfahrt, Bahntransport, Straßenverkehr) aber auch in Bereich Energieversorgung für Industrie und Bürger ( eine ganze Stadt wird danach ausgerichtet ! ), Energietransport und neue Wege der preiswertere und saubere Wasserstoff Erzeugung. Die sowohl in Japan als auch in Gemeinschaftsprojekten in Amerika. Wenn man die Wirtschaftspresse in Amerika liest, da wird viel berichtet. In einem Fachbericht weit mehr als 100 Kommentare, fachlich sehr fundiert, technisch wie wirtschaftlich wie informatief.

der Energiewende helfen?

kann nur eine Politik die ohne Denk Verbote und ohne ideologische Scheuklappen auskommt. Hier sind große Gruppen von Nutzern ausgenommen worden, Laternparker, Familieautos, Mieter und Vielfahrer usw.

Leider müsssen greade die das dann auch noch mit Ihren Steuerern, Gebühren und Abgaben finazieren ohne je einen persönlichen nutzen davon zu haben.

Alles ist besser als diese schlechte unwirtschaftlich E-Mobilität.

Jede sinnvolle Nachrüßtung mit Filtern oder LPG hätte viel mehr gebracht als diese Förderung für E-Zweitwagen nur für Reiche und Eigenheimbesitzer.

Hier sind große Gruppen von Nutzern ausgenommen worden, Laternparker, Familieautos, Mieter und Vielfahrer usw.

Leider müsssen greade die das dann auch noch mit Ihren Steuerern, Gebühren und Abgaben finazieren ohne je einen persönlichen nutzen davon zu haben.

@Deutsche-Elite 16:38

"Zitat: „Ja, aber das ändert nichts daran, dass wir trotzdem auf immense Stromimporte angewiesen sein werden.“

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... das ist unrichtig!"

Naja, ich habe mich schlecht ausgedrückt.

Wir werden es nicht schaffen, so viel Ökostrom zu produzieren, um damit Autos, LKW, die Bahn, Flugzeuge und die Industrie zu betreiben und auch noch damit zu heizen.
Deshalb werden wir darauf angewiesen sein, grüne Energie (in Form von H2 oder LNG) oder grünen Strom zu importieren.

Ich meinte keinesfalls Atom- oder Kohlestrom von wem auch immer, sondern Energieimporte dergestalt, dass andere (wahrscheinlich hauptsächlich arabische und afrikanische) Länder Strom erzeugen, aus dem sie einen Stoff produzieren, den wir dann importieren.

Ob es wirtschaftlicher ist, den Strom mittels ewiglanger Leitungen oder mit Schiffen zu transportieren, weiß ich nicht.

Im nationalen Wasserstoffplan ist jedenfalls jetzt schon vorgesehen, H2 aus Afrika zu importieren.

Wasserspalter

Seit ca. 30 Jahren ist bekannt, daß es Bakterien gibt, die Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff zerlegen können.
Der Wasserstoff kann somit bedarfsgerecht gewonnen werden.
Das ist sogar im kleinen Rahmen möglich, so daß auch Einfamilienhäuser ihre eigene Anlage haben können.
Aber wer will das schon? Dann würden wir ja den Aktionären der Energieversorger sozusagen das Wasser abgraben. Die Armen.

@fathaland 17:03

Der Wirkungsgrad ist nie egal. Solche "kost eh nix" Rechnungen machen nur Sinn wenn auf der anderen Seite der Leitung die "mir doch egal ob da 230 V 50 Hz drauf sind oder nix"- Fraktion sitzt. Andernfalls müssen Sie die Größe des Parks an den Wirkungsgrad anpassen. Und das geht ins Material.

@fathaland slim 17:03

"Wenn man zur Wasserstofferzeugung auf Strom aus Sonnenenergie zurückgreift, dann ist der Wirkungsgrad ziemlich egal."

Möchte ich widersprechen.
Zum einen sind die Kosten bei doppeltem Verbrauch deutlich höher, und zum anderen muss der Wasserstoff erst einmal hergestellt werden.

Ich weiß jetzt nicht, wieviel Sahara-Fläche mit PV zugepflastert werden muss, um den gesamten Primärenergiebedarf (es geht ja bei diesem Thema nicht nur um die Elektroenergie) Deutschlands mittels H2 zu decken, es dürfte aber sehr viel sein.
Da erscheint es mir (und so hat es Herr Döschner ja auch geschrieben) sehr sinnvoll, nicht nur auf H2 zu setzen.

"Es wird höchste Zeit zu realisieren, daß wir als Menschen alle auf einer einzigen Erde leben und das Klima sich nicht um Nationalstaatsgrenzen schert."

Absolut.
Aber am schnellsten dürfte es gehen, wenn wir nicht nur auf H2 beim Energiemix der Zukunft setzen.

@werner1955 17:10

"Alles ist besser als diese schlechte unwirtschaftlich E-Mobilität."

Das ist Unsinn.

"Jede sinnvolle Nachrüßtung mit Filtern oder LPG hätte viel mehr gebracht als diese Förderung für E-Zweitwagen nur für Reiche und Eigenheimbesitzer."

Auch das ist Unsinn.
Wir müssen aufhören, zusätzliches CO2 zu erzeugen, richtig?
Was soll da der Einsatz von LPG, das ja auch nur aus Erdöl oder -gas gewonnen wird, bringen? Ja, LPG ist etwas weniger schlecht als normales Benzin, aber immer noch extrem schlecht, so lange es nicht aus Ökostrom hergestellt wird.
Und warum das nicht besonders sinnvoll ist, steht im Artikel.

Grauer (Erdgas) Wasserstoff wäre kein Problem

Rußland fackelt so viel Erdgas auf seinen Erdgasfeldern ab, wie es nach Europa verkauft. Statt es unnütz abzufackeln, wäre Wasserstoff ein besserer Verwendungszweck. Hätte man noch vor einiger Zeit ein Erdgastankstellennetz geschaffen, hätte man sich durch die sauberere Verbrennung vom Erdöl beim Kfz lösen können. Nun scheint die "Kacke am Dampfen" zu sein, und es wird das umweltpolitische Fiasko E-Auto von der Kanzlerin den zukunftsunfähigen Schummelautoherstellern aufoktruiert. Sprich, statt den möglichen nächsten Schritt zu machen, versucht man mit Wasserstoff den übernächsten zu machen, und stolpert Energiepolitisch wirr durch die Gegend. Mal sehen, ob dem Wasserstoff das gleiche Schicksal bevorsteht, wie den Hackschnitzeln, war ja auch so ökologisch, nur zu wenig Holz war da, wie beim Wasserstoff der Strom.

17:20 von DerSkeptiker

so Verschwörungstheoretiker haben viele Themen
ne Glühlampe die ewig funktioniert und das Patent in den Tresoren verschimmelt

@fathaland slim um 17:03Ihr

Da mögen Sie recht haben, aber nach meiner Meinung geht es am Kernproblem vorbei. Egal, ob Energie durch Verbrennung von fossilen Brennstoffen oder Holz gewinnen wird, ist es doch letztlich ursprünglich solare Energie, die in andere Formen gespeichert wurde. Auch hinsichtlich des Wasserstoffes geht man von der irrigen Vorstellung aus, daß er unendlich vorhanden bzw. erzeugbar wäre, Das Kernproblem ist zum einen die maßlose Überbevölkerung der Erde und der maßlose Energieverbrauch in jeder Form. Wasserstoff ist wieder, wie Öl oder Gas nur eine Krücke, denn Wasserstoff ist kein perpetuum mobile, das sich ständig erneuert oder reproduziert. Würde man riesige Solaranlagen an den Polen installieren, könnte man dort möglicherweise sogar die Temperaturen wieder senken und so zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

@der Skeptiker

Also erzeugen ihre "Wasserspalter" de facto Knallgas. Oder sind die so dressiert dass sie den Wasserstoff nach links und den Sauerstoff nach rechts abgeben. Andernfalls brauchen sie noch irgendeine Trennvorrichtung als Einbauteil.

@spax-plywood 16:59

"Schauen Sie sich den TWh Bedarf der Industrien an Grünstrom an, die geplante Substitution für den Kohlestrom, etc. und fragen Sie sich, ob ein "weiter so viel fahren wie bisher" trotz Accu oder BZ dann noch möglich sein wird."

Grundsätzlich ja.
Aber wie ich gerade schon geschrieben habe, habe ich keine Ahnung, wie viel Fläche und Material das beanspruchen würde.
Kennen Sie da Hochrechnungen?

Dank an Herrn Döschner...

...für diesen ausgesprochen informativen Artikel.

Aus meiner Sicht ist nicht das akkubetriebene, sondern das mit Wasserstoff betriebene Antriebskonzept dasjenige mit einiger Zukunft.
Der derzeit gehypte Batterieantrieb kann nur eine Übergangslösung sein, die Gründe liegen auf der Hand.

17:03 von fathaland slim

«Wenn man zur Wasserstofferzeugung auf Strom aus Sonnenenergie zurückgreift, dann ist der Wirkungsgrad ziemlich egal. Es gibt Gegenden auf unserer Erde, wo die Sonne zuverlässig jeden Tag von morgens bis abends scheint.»

Nun hat der Corona ja auch Olympia 2020 in Tokyo vertrieben.

Wie einst bei Olympia 1964 in Tokyo der 1. Hochgeschwindigkeitszug der Welt, ist das Olympische Dorf 2020 ein nationales Vorzeigeprojekt in Japan. Heuer zum Thema H2.

Alle (± 10.000) Wohnungen im Dorf werden bzgl. Heizung, Air Condition, Kochen mit H2 als Energieträger versorgt. Zu 100% aus Windenergie + Solar gewonnen. Tokyo ist nicht Äquator, aber geogr. Breite Süd-Kreta. Sonne scheint häufig, außer Regenzeit Sommer. Werden nach Olympia verkauft (sind es schon … was ist ?), oder vermietet. Wenn Olympia … hätte man was von gehört.

Toyota "Mirai" (= Zukunft) = häufigst verkaufter Serien-H2 PkW (± 60.000 Euro). Kleines H2-Tankstellen-Netz in Tokyo gibt es schon.

Durch die japan. Hintertür … wie 1964.

Öko-Ölfelder wetlweit

Seitdem eine Ostdeutsche Firma Elektrolyseanlagen mit 75% Wirkungsgrad entwickelt hat, keimt in der Windindustrie der Gedanke, Windparks, unabhängig von Einspeisenetzen zu bauen, vor Ort Wasserstoff oder sogar PtX zu produzieren und diesen dann per Tankschiff in die jeweiligen Bedarfsregionen zu transportieren. Bei mittlerweile realen 5 Cent/kw Strom, fängt sich diese Energielösung an zu rechnen.
Beim PtX muss man hinzuziehen, dass bestehende Verbrennungstechnologien nicht sofort ersetzt werden müssten. Denn zu Brennstoffzellennutzung gehört auch der jeweilige technolgische Anschaffungspreis.
Heizen ist übrigens noch einfacher. Aus grünem Wasserstoff Methan zu machen und diesen dann in unser Erdgasnetz zu pumpen (350 Tw Kapazität!), ist eine einfache und kostengünstige Lösung. Die Technik dahinter ist einfacher als E-Mobilität und Offshore-Windstrom quer durchs Land zu schicken. Das Gasnetz ist bereits da.

Power to X für Tansania

Tansania is in der Lage den Wasserstoff bzw. seine Folgeprodukte wie Ammoniak und LOHCs zu liefern. Allein an den Standorten von Kimei PV können täglich 80.000 Tonnen Ammoniak produziert womit die Hälfte des in Deutschland verbrauchten Diesels ersetzt werden kann was etwa 300 TWh entspricht. Das Potenzial von Tansania liegt mindestens bei 1.200 TWh. Zu wenig? Kein Problem! Im südlichen und westlichen Afrika gibt es weitere 4.000 TWh. Ausreichend um den gesamten europäischen Verkehr auf erneuerbare Energien umzustellen. Der Vorteil von Ammoniak ist, dass er in modernen Dieselmotor abgasfrei verbrannt werden kann. Die Infrastruktur an den Tankstellen ist vorhanden bzw. kann günstig ausgebaut werden. Der Transport von Ammoniak ist ebenfalls problemlos und seit Jahrzehnten bewährt. Und was kostet der Spaß? Power to X Anlagen für 300 TWh kosten knapp 130 Mrd. €. Zu teuer? Nein!!!!!!!

@Kimei pv 17:54 - Ammoniak?

///
*
*
... ihr Beitrag findet grundsätzlich meine Zustimmung ...
*
... nur mit dem Ammoniak haben Sie höchstwahrscheinlich etwas falsch verstanden ..,
*
... das Ammoniak ersetzt nicht den Dieselkraftstoff, sondern wird zusätzlich (!) mit verbrannt um den Ausstoß von Stickoxiden zu verringern

Keine Fantasie

An
Sisyphos3
und
spax-plywood

Hier gibt es was zu lesen:
https://www.erneuerbareenergien.de/wasserstoff-liefern-bakterien-die-ene...

Vor ca. 30 Jahren gab es einen Fernsehbeitrag, in dem eine Versuchsanlage vorgeführt wurde.
Wie genau die Gase getrennt wurden, weiß ich nicht mehr.

Ist sich nix mit Verschwörung oder Knallgas oder sonst einen Quark.

Vervollständigung:
wasserstoff-liefern-bakterien-die-energie-von-morgen

17:35, karlheinzfaltermeier

>> Das Kernproblem ist zum einen die maßlose Überbevölkerung der Erde und der maßlose Energieverbrauch in jeder Form.<<

Wobei der maßlose Energieverbrauch nur einem geringen Teil der Menschheit zuzuschreiben ist, nämlich dem Teil, der in den so genannten westlichen Industrieländern lebt.

>>Wasserstoff ist wieder, wie Öl oder Gas nur eine Krücke, denn Wasserstoff ist kein perpetuum mobile, das sich ständig erneuert oder reproduziert.<<

Wasserstoff lässt sich mittels Elektrolyse, der Strom lässt sich solar gewinnen, aus Wasser herstellen. Verbrennt man ihn, wird er wieder zu Wasser. Da geht nichts verloren.

>>Würde man riesige Solaranlagen an den Polen installieren, könnte man dort möglicherweise sogar die Temperaturen wieder senken und so zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.<<

Die Energieausbeute wäre im Sommer gering, wegen des flachen Sonnentstandswinkels, und in den Wintermonaten gleich null, da keinerlei Sonne.

17:44 von harry_up

>>Der derzeit gehypte Batterieantrieb kann nur eine Übergangslösung sein, die Gründe liegen auf der Hand.<<

Da haben Sie sicher recht. Zumindestens was die Praktikabilität auf langen Strecken angeht.
Ich kapiere auch nicht, dass die Premium- Hersteller nur mal wieder Ihren Fokus auf Protzkarossen legen.
Ich fahre seit 6 Jahren einen kleinen E-up von VW. Für meine Zwecke das ideale Auto. Superbillig im Unterhalt.
Die Elektromobilität wird niemals das Konzept für die flächendeckende Nutzung sein. Aber für Stadt- und Kreisnahe Besorgungen ideal.
Deshalb sollte man das Konzept auf urbane Situationen ausrichten. Statt endlos Autobahnen mit Ladestationen zu bestücken.

17:24, spax-plywood

>>@fathaland 17:03
Der Wirkungsgrad ist nie egal. Solche "kost eh nix" Rechnungen machen nur Sinn wenn auf der anderen Seite der Leitung die "mir doch egal ob da 230 V 50 Hz drauf sind oder nix"- Fraktion sitzt.<<

Sonnenenergie kostet wirklich nichts. Man muss sie nur "einfangen".

>>Andernfalls müssen Sie die Größe des Parks an den Wirkungsgrad anpassen. Und das geht ins Material.<<

Klar, die Materialkosten steigen, je mehr Kollektoren man aufstellt. Was die Größe angeht, dann schauen Sie sich doch mal die Wendekreiswüsten an. Platz ohne Ende.

@stupid at first 17:33 - was löst grauer Wasserstoff?

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*
*
... Ihren typischen Rundumschlag gegen unsere im Weltmaßstab wirklich hervorragende Regierung und Kanzlerin, lasse ich einmal unkommentiert ...
*
... aber was bitte löst grauer Wasserstoff? ...
*
... da kann ich ja gleich mit Erdgas fahren/heizen/Strom erzeugen! ...
*
... oder denken Sie, dass ganze CO2 verschwindet einfach im Mineralwasser Ihres Vertrauens?

absurd

Im Grunde zeigt der Artikel wie absurd es ist Mobilität mit Strom/H zu betreiben, solange nicht zuerst 100% der stationären Verbrauchern (Heizung, Strom) mit erneuerbaren Energien betrieben werden.

Stationäre Verbraucher können im Gegensatz zu mobilen V. mit einem festen Leitungsnetz ökonomisch versorgt werden u. benötigen keine teuren Zwischenspeicher/Akkus.

Nachtrag

Nachtrag zu meinem Kommentar von 18:21

Und wenn nicht schleunigst das Hick- Hack mit den unterschiedlichen Steckern und den unterschiedlichen Bezahlsystemen beendet und das vereinheitlicht wird(so wie bei den USB-C- Steckern), dann wird sich die E- Mobilität niemals bundesweit durchsetzen.
Dieses Wirrwarr wäre schon ein Grund für mich, mich niemals auf das "Abenteuer" einer längeren Reise einzulassen.

17:44 von harry_up

«Aus meiner Sicht ist nicht das akkubetriebene, sondern das mit Wasserstoff betriebene Antriebskonzept dasjenige mit einiger Zukunft.»

Ich nehme an, Sie meinen PkWs. Da ist bei beidem (Elektro / H2) das Tankstellennetz der Flaschenhals. Ganz sicher in einem Flächenland wie DEU mit sehr verteilter Bevölkerung. Mit nur einem Ballungsraum (Ruhrgebiet / Düsseldorf / Köln), der Bevölkerungszahlen hat, wie Metropolregionen in anderen Ländern. Im E-Schlaraffenland NOR leben ± 25% der Bevölkerung im Großraum um Oslo.

Ich entsinne mich gut, als ich 2002 meinen Renault Espace mit LPG nachrüstete. Damals gab es so ein paar LPG-Tankstellen, in ganz Köln 3. Zu einer waren es für mich "nur" ± 10 km weit. Es hat so 10 Jahre gedauert, bis man LPG quasi flächendeckend tanken konnte.

Sind Mrd. Investitionen in E-Lade-Stationen nötig. Nicht sinnlos, aber in DEU sehr spät dran. H2 Tankstellennetz für PkW ist in Fläche noch aufwändiger & teurer.

Wenn nicht wie in Asien Mio. in Mega-Städten wohnen.

✎Das Batterieauto ist nicht die sichere Zukunft

Der tolle Wirkungsgrad von Elektromotoren ist nicht die ganze Miete.
Gerne unterschlagen:
Die Lade- und Endladeverluste der Batterie und der Ladegerät beeinflussen die Energieeffizienz.
Standby-Verluste beim Entladen der Batterie, auch im Fahrbetrieb!
Der Verbrennungsmotor liefert in unseren Breiten viele Monate notwendige Wärme, die mit dem Batteriestrom extra erzeugt werden muss und so zu Lasten der Fahrleistung geht.
Die diversen Netz- und Übertragungsverluste bzw. bei der Stromerzeugung und Lieferung kommen dazu.

Mit der mit Steuergeldern gepuschten Batterie-Auto-Hype wird aktuell viel zu Glanz poliert, ist aber auch nicht alles Gold was so glänzt. Nichts gelernt aus der EEG-Milliardenverschwendung!

Subventionen sind grundsätzlich schädlich. Sie beschädigen den fairen und fortschrittlichen Wettbewerb.
Außerdem wird gerne ausgeblendet, dass die Sonne in unseren Breiten nur zu einem Drittel der Zeit scheint und das nicht bedarfsgerecht und ab und zu dazu noch Flaute herrscht.

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@Rimutotara 18:22

"Da haben Sie sicher recht. Zumindestens was die Praktikabilität auf langen Strecken angeht."

Es wird noch Technologiesprünge geben müssen, was die Akkutechnik angeht. Und da wird auch noch viel passieren. Leider nicht von heute auf morgen.

"Ich kapiere auch nicht, dass die Premium- Hersteller nur mal wieder Ihren Fokus auf Protzkarossen legen."

Wirklich nicht?
Eigentlich ganz einfach: Mit den Protzkarossen lässt sich viel mehr Geld verdienen. Deshalb wurde die Produktion des Ford Ka ja auch eingestellt, wenn ich mich nicht täusche.
Solange die Käufer lieber eine Protzkarosse als einen Ford Ka oder einen e-Up kaufen, werden die Hersteller auch die Protzkarossen bauen, wenn sie nicht durch Richtlinien der Politik in andere Richtungen gedrängt werden.

@harry_up 17:44

"Dank an Herrn Döschner für diesen ausgesprochen informativen Artikel.

Aus meiner Sicht ist nicht das akkubetriebene, sondern das mit Wasserstoff betriebene Antriebskonzept dasjenige mit einiger Zukunft."

Aber irgendwie widersprechen Sie mit Ihrem zweiten Satz dem ersten, jedenfalls insofern, als dass die Quintessenz von Herrn Döschners Artikel ist, dass Wasserstoff für PKW eher nicht das Antriebskonzept der Zukunft ist.

@fathaland

Natürlich kostet Licht nichts. Aber die Vorrichtungen für den fotoelektrischen Effekt kosten was und müssen gewartet ggf. ersetzt werden. Und wenn der Wirkungsgrad höher ist brauchen Sie bei gleicher Energieproduktion weniger Vorrichtungen. Darum ging es doch.

@Deutsche-Elite - Solarenergie reicht nicht

16:53 von Deutsche-Elite:
"Fläche Richtung Sonne: 282,7 Trilliarden Quadratmeter
Solarkonstante: 1367 Watt/m²
Strahlungsleistung, gesamt: 386 Quadrillionen Watt!"

Sie haben sich um den Faktor 2,2 Milliarden verrechnet. Die der Sonne zugewandte Erdoberfläche beträgt nur Pi·Erdradius² = 127,5 Billionen Quadratmeter.

29% der Erdoberfläche sind Landmasse, von der wiederum große Teile landwirtschaftlich genutzt werden oder mit Eis oder von Wäldern bedeckt sind. Am Ende bleiben vielleicht noch 25 Billionen Quadratmeter.

Die dort eingestrahlte Energie deckt nicht einmal 1% des weltweiten Energiebedarfs. Und wenn man den Wirkungsgrad von Solarzellen berücksichtigt, ist man schnell unter einem Promille.

@fathaland slim 18:24

"Sonnenenergie kostet wirklich nichts. Man muss sie nur "einfangen"."

Aber das kostet. Und die eingefangene Energie muss auch noch transportiert und dafür ggf. umgewandelt werden. Und das kostet jedes Mal. Und es kostet mehr, wenn man mehr braucht, wie im Falle PKW-Brennstoffzelle.

Erdöl kostet genauso wenig wie Sonnenenergie. Man muss es nur aus dem Boden holen ...

18:30 von gman

Der tolle Wirkungsgrad von Elektromotoren ist nicht die ganze Miete.
.
wie auch
der Wirkungsgrad bei der Stromerzeugung liegt bei 34 %
bei nem Verbrennungsmotor im Auto ist er bei 43 % (Diesel)
klar könnte man argumentieren
aber ! der strom wird klimaneutral erzeugt
nur wo bitteschön !
50 % des Strom erfolgt aktuell über regeneratives
Allerdings mit jedem Mehrverbrauch an Strom wird das Verhältnis ungünstiger

15:45 von Peter Kock

Denn Wasserstoff ist zur Genüge vorhanden , absolut sauber und extrem billig denn es ist ein Abfallprodukt !
.
wobei ist das ein Abfallprodukt ?

Noch ein Nachtrag

Die E- Mobilität ist eh wie: "reite ein totes Pferd"
Da gibt´s so viele ungelöste Probleme. Die Energiegewinnung lasse ich mal außen vor.
Ich wohne ja privilegiert in einem Haus mit Garage und Steckdose.
Ich stelle mir Berlin vor, in dem Viertel, in dem mein Sohn wohnt. Oder andere Großstädte.
Wer bitte schön kann sich da so ein Auto leisten? Als Laternenparker? In der Tiefgarage?
Sorry, ich bin privilegiert, aber die E- Mobilität geht komplett an den Realitäten vorbei. Aber sowas von.

@kimei pv Märchenstunde?

Tanzania produziert vielleicht mal 3800 Tonnen pro Tag an Ammoniak. Und zwar auf Basis von Erdgas. Angesichts des Energieaufwands für das Haber-Bosch-Verfahren dürfte das teurste und nutzloseste "Champagner" (Chateau Domestos lt. "Otto") im bunten Ringelrein der Ideen sein.

17:35 von karlheinzfaltermeier

«Würde man riesige Solaranlagen an den Polen installieren …»

Am geographischen Nordpol ist gar keine feste Landmasse, auf der man Anlagen installieren könnte. Im Winter mehr oder weniger starke Eisdecke. Dann aber keine Sonneneinstrahlung für mehrere Monate.

Am Südpol sind die klimatischen Bedingungen zu schroff. Schon Polarstationen betreiben, ist eine immense Herausforderung. Außerdem muss die Antarktis von Menschen-Gemachtem frei bleiben. Und wieder keine Sonne für Monate.

«Auch hinsichtlich des Wasserstoffes geht man von der irrigen Vorstellung aus, daß er unendlich vorhanden bzw. erzeugbar wäre …»

Nun ja … der ist im Meerwasser drin. Alle Regionen mit langen Küstenlinien haben gute Voraussetzungen. Noch bessere … wenn in Kombination mit freien Wüstenflächen. Die USA + AUS an beiden ersten Stellen. Aber da hausen die Kohlebarone an der Regierung.

Das staatlich am weitesten fortgeschrittene Konzept ist in Japan.
Ca. 7.000 Inseln, ± 66% der Landesfläche Wald. Platz +++.

Am 12. Oktober 2020 um 17:00 von Jan Petersen

>>Aber eine ganz normale Destille mit Solarkollektoren (also Wärme) würde funktionieren und ja, da frage ich mich auch,
warum das noch nicht im großen Stil gemacht wird.<<

Da gibt es ein Patent über so eine Art umgedrehten Eimer aus Plexiglas, um morgens das verdunstete Wasser aufzufangen. Das ganze wurde erfolgreich in der Sahel Zone getestet .....aber nicht weiter verwertet

@der Skeptiker

Ich bin ja eigentlich ein alternativer Energetiker. Aber aus guten Gründen bin ich nach Laborantenlehre und PC/Elektrochemie Studium in die Messtechnik gegangen. Aus Selbstschutz vor Ideen dass alles "nix kost" und nur irgendwo genial zu Wohle des Planeten abgegriffen werden zu braucht.

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