Rote Liste: Jede dritte Säugetierart in Deutschland bedroht

08. Oktober 2020 - 15:17 Uhr

Den Feldhamster trifft es ebenso wie den Schweinswal oder die Bechsteinfledermaus: Von 97 untersuchten Säugetiertarten in Deutschland ist laut der aktuellen Roten Liste knapp ein Drittel in ihrem Bestand gefährdet.

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Kommentare

... einer fehlt: der Mensch!

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... wenn man sich ansieht, was geopolitisch so abgeht ...
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... und wie Verschwörungstheorien an die Stelle von Fakten und wissenschaftlichen Erkenntnissen rücken ...
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... dann geht das mit dem Säugetier der Gattung „Mensch“ auch nicht mehr lange gut!
*
... insbesondere, wenn wir die rücksichtslosen Tatsachenleugner nicht in den Griff bekommen! ...
*
... sei es im Bereich der Klimaleugner, Coronaleugner, etc. ...
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... dieses infantile Benehmen fällt uns gerade maximal auf die Füße weltweit!

Rote Liste: Jede dritte Säugetierart in Deutschland bedroht....

Und ist es in diesem Zusammenhang hilfreich weiter Autobahnen zu bauen ?
Seit 1995 sind 1900 Kilometer dazu gekommen.
Wälder (natürlicher Lebensraum für Tiere) dafür abzuholzen, wie aktuell in Hessen. Und sogar weiter Grünflächen und auch Dörfer zu opfern, zu räumen für die Kohleverstromung(RWE).
Wie im Garzweiler-Revier.

Platzmangel

"Ihre Vorkommen gehen zurück, weil die menschliche Nutzung ihrer Lebensräume weiter zunimmt"

*

Viele Menschen brauchen viel Platz.
Das lässt sich nicht ändern.
Viele Tier- und Pflanzenarten werden daher aussterben.

Ich sehe im demographischen Wandel eher eine Chance, als Probleme.

Jede dritte Säugetierart in Deutschland...

Das Problem ist das Resultat des Umstandes, das die führende Säugetierart leider allzu erfolgreich bi seiner Ausbreitung ist - aber wenn der Klimawandel eh fast alles umbringt, wozu sollen denn die paar Arten, die wir gefährden gerettet werden. In 30 - 60 Mio. Jahren hat sich das hoffentlich wieder gerüttelt.

Bernd k

Was hat denn eine wichtige Autobahn damit zu tun? Dafür wird rund im bestehende strassen auch renaturiert. Oder glaubst du, da wäre gerade dichtester Urwald in Hessen? Mitnichten.

von Bender Rodriguez 15:49

Weil für den nicht gerade bescheidenen
Ausbau von Autobahnen in der Regel Wälder und Grünflächen weichen müssen. Und in Hessen müssen Teile des Dannenröder Waldes weichen.

Aber die industrielle Landwirtschaft und die Verwendung von Pestiziden tut auch ein übriges. Die Agrarförderung der EU, meist für Großbetriebe auch.

Was hat Priorität?

Wir wollen Tiere am Leben erhalten. Wir wollen aber auch die Energiewende. Dafür brauchen wir Windparks und Solarparks.
Wir wollen außerdem sozialen Wohnungsbau.

Sehr oft ist der grüne Artenschutz und die grüne Energiewende nicht vereinbar. Was tun?

um 15:35 von Bernd Kevesligeti

Und ist es in diesem Zusammenhang hilfreich weiter Autobahnen zu bauen ?
Seit 1995 sind 1900 Kilometer dazu gekommen.
Wälder (natürlicher Lebensraum für Tiere) dafür abzuholzen, wie aktuell in Hessen. Und sogar weiter Grünflächen und auch Dörfer zu opfern, zu räumen für die Kohleverstromung(RWE).
Wie im Garzweiler-Revier.
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Nachdem 1990 die DDR der BRD beigetreten ist gab es im Osten erheblichen Bedarf die Infrastruktur zu verbessern, also nichts verwunderliches an den Autobahnkilometern.
Wenn sie sich die Renaturierten Flächen in den ehemaligen Braunkohlerevieren beobachten, werden sie erstaunt sein über die Artenvielfalt

@Bernd Kevesligeti

"Weil für den nicht gerade bescheidenen Ausbau von Autobahnen in der Regel Wälder und Grünflächen weichen müssen." Am 08. Oktober 2020 um 16:02 von Bernd Kevesligeti

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Der Ausbau wird an den Verkehr angepasst. Ich denke, die meisten Menschen fahren nicht nur aus Spaß durch die Gegend.
Sollen die Güter besser per Flugzeug transportiert werden oder wie stellen Sie sich das vor?
Auch die Bahn braucht Platz zum Fahren.

BerndK

Was hast du an Renaturierung nicht verstanden?
Alles, was da geholzt wird, wird nebenan aufgeforstet. Ausgleichsflöchen nennt man das. Seltene Hamster und lurche sind ja schön und gut, aber der Mensch braucht auch Platz. Das müssen die Viecher schon akzeptieren.
Oder bist du der Meinung, zig km Umweg und/oder Stau wären für die Umwelt besser?

@Duzfreund

"aber wenn der Klimawandel eh fast alles umbringt, " Am 08. Oktober 2020 um 15:40 von Duzfreund

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Fast alles außer den Menschen.
Von uns gib es immer mehr auf dem Planeten.
Das deutet darauf, dass die Umweltbedingungen für Menschen immer besser werden.

(Zumindest wird das bei jeder anderen Art so gewertet:
Population steigt = Umweltbedingungen bestens.)

Wen wundert das ?

mehr Menschen brauchen auch mehr Platz und mehr Lebensmittel, mehr Energie und was alles noch so zum Leben notwendig ist.
Felder für Biogas und Biosprit plus einseitige Anbauweise, fördern den Abbau der Natur, noch schlimmer ist das alles bei den ganzen Insekten und Schmetterlingen, das greift dann auch auf die Vogelarten zurück.
Deutschland hätte die Möglichkeit des Schrumpfens wahrnehmen können, aber nein, die Bevölkerung wächst weiter.
Damit wird Lebensraum für alle Tiere immer kleiner, das wird sich die nächsten Jahren immer mehr verstärken.

von hesta15 16:19

Aber der Ausbau geht auch jetzt weiter. Nicht nur in den 1990er Jahren.
Und zur Artenvielfalt, von der Sie schreiben: Der Tagesschau-Artikel sagt doch was anderes.

von Bender Rodriguez 16:28

Wie kommt es dann zu dem Tagesschau-Artikel ? Und zu den Feststellungen zu bedrohten Arten.

Selten aber sie haben Recht . Deutsche Elite

UUUUUh .wie kann man nur ?
Deutsche ELITE
Booooooohhhhhh
Gifte , Glyphosat ect . Es ist einfach nur widerlich was den Kreaturen angetan wird , Klimawandel kommt noch oben drauf . Wie schon mal gesagt, Mutter Natur weint um ihre Geschöpfe und keiner hört ihr Wehklagen . Verantwortlich sind Politiker und Chemie als auch Agrarindustrie ( Landwirte ). Das ist alles nur noch zu tiefst verachtenswert . Verbraucher esst Bio . Nur so können wir die Natur noch retten .

@15:34 von Deutsche-Elite

//... dann geht das mit dem Säugetier der Gattung „Mensch“ auch nicht mehr lange gut!
*
... insbesondere, wenn wir die rücksichtslosen Tatsachenleugner nicht in den Griff bekommen! ...
*
... sei es im Bereich der Klimaleugner, Coronaleugner, etc. ...//

Ist das nicht ein wenig zu billig? Ich weiß, Sie meinen es nicht so, aber letztlich zieht man sich mit dem Hinweis auf Menschen, deren Gedanken man nicht nachvollziehen kann, selbst aus der Verantwortung. Einer Lösung der vielfältigen Probleme kommen wir so sicher nicht näher.
Auch für das "infantile Benehmen" gibt es Gründe, für die wir eventuell eine Mitverantwortung haben. (Bildungsmangel, mangelnde Vorbildfunktion, manchmal auch Doppelmoral usw.)

von Tada 16:26

Ja, gut, dann soll es so weitergehen. Mit der Pendelei und mit immer weniger Artenvielfalt.
Und warum waren viele Tierarten vor Jahrzehnten noch nicht ausgestorben ?

um 16:47 von Bernd Kevesligeti

von hesta15 16:19
Aber der Ausbau geht auch jetzt weiter. Nicht nur in den 1990er Jahren.
Und zur Artenvielfalt, von der Sie schreiben: Der Tagesschau-Artikel sagt doch was anderes.
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Informieren Sie sich mal über den Werdegang der A 49. Sie werden feststellen. Sie werden feststellen der Planungsbeginn lag in den 70er Jahren des letzten Jahrhundert. Die (Un) Machbarkeit eines Verkehrsprojektes in Deutschland wird gerade wieder im Inntal mit der Bahnstrecke zum Brenner Tunnel aufgezeigt.

Bernd k

Ja wie nur?
Vielleicht weil das nicht jeder so genau nimmt, wie in Deutschland. Und wir das auch noch nicht so lange machen?
Auf alle Fälle kein Grund, jetzt alles stehen und liegen zu lassen.

um 16:47 von Bernd Kevesligeti

Und zur Artenvielfalt, von der Sie schreiben: Der Tagesschau-Artikel sagt doch was anderes.
--------------
Informieren Sie sich doch einfach über Renaturierung von ehemaligen Tagesbaustätten und der dort entstehenden Flora und Fauna.

um 17:03 von VictorJara

UUUUUh .wie kann man nur ?
Deutsche ELITE
Booooooohhhhhh
Gifte , Glyphosat ect . Es ist einfach nur widerlich was den Kreaturen angetan wird , Klimawandel kommt noch oben drauf . Wie schon mal gesagt, Mutter Natur weint um ihre Geschöpfe und keiner hört ihr Wehklagen . Verantwortlich sind Politiker und Chemie als auch Agrarindustrie ( Landwirte ). Das ist alles nur noch zu tiefst verachtenswert . Verbraucher esst Bio . Nur so können wir die Natur noch retten .
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Von alles Bio in Deutschland werden die Menschen in den überbevölkerten Staaten in Afrika nicht satt. Und das ist nicht Menschenverachtend sondern Realität.

@16:28 von Tada @Duzfreund

//Das deutet darauf, dass die Umweltbedingungen für Menschen immer besser werden.

(Zumindest wird das bei jeder anderen Art so gewertet:
Population steigt = Umweltbedingungen bestens.)//

Genau die ändern sich ja gerade.

um 17:09 von Bernd Kevesligeti

Ja, gut, dann soll es so weitergehen. Mit der Pendelei und mit immer weniger Artenvielfalt.
Und warum waren viele Tierarten vor Jahrzehnten noch nicht ausgestorben ?
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1945 lebten in den Besatzungszonen und Berlin 65,9 Mio. Menschen.
2020 haben wir in Deutschland 83,2 Mio. Einwohner, Tendenz steigend.
Es musste also Wohnraum, Arbeitsplätze durch Ansiedelungen von Industrie und Gewerbe geschaffen werden. Es begann somit eine gigantische Versiegelung von Flächen.

Am 08. Oktober 2020 um 16:28 von Bender Rodriguez

Zitat: Seltene Hamster und lurche sind ja schön und gut, aber der Mensch braucht auch Platz. Das müssen die Viecher schon akzeptieren.

Sie tun so, als ginge es darum, dass es ein paar possierliche Tierchen weniger gibt.

Ich vermute, dass Sie sehr wohl wissen, dass es um ökologische Zusammenhänge geht. Ein Eingriff in das Ökogefüge hat Auswirkungen an anderen Stellen des Gefüges und letztendlich auf die Lebensqualität der Menschen.

von hesta15 17:19

Zu dem "Projekt", daß von der schwarz-grünen Koalitionsregierung in Hessen mitgetragen wird, gibt es auch eine online-Unterschriftenliste von Greenpeace und open petition.
Und natürlich auch Waldschützer vor Ort....

Am 08. Oktober 2020 um 15:37 von Tada

Zitat: Viele Menschen brauchen viel Platz.
Das lässt sich nicht ändern.
Viele Tier- und Pflanzenarten werden daher aussterben.

Sagt Ihnen der Begriff "Ökologie" nichts?

von hesta15 17:24

Informieren Sie sich doch einfach über die geplanten Rodungen und Dörferräumungen in Nordrhein-Westfalen. Um Garzweiler-Keyenberg, Oberwestrich. Da wird nicht renaturiert.

Kommen und Gehen

Es steht außer Frage, dass die bestehenden Lebensräume geschützt werden müssen. Die Entwicklungen der letzten Jahre gehen meiner Meinung nach in die richtige Richtung.

Man sollte aber nicht vergessen, dass die Natur immer im Wandel ist und ein veränderter Lebensraum mit einer veränderten Tier- und Pflanzenwelt einhergeht.

Man sollte nicht nur die Arten zählen, die es nicht mehr gibt, sondern auch jene, die neu hinzugekommen sind. In Zeiten der globalen Klimawandels müssen wir uns auf ein Kommen und Gehen einstellen.

Es wäre nicht nur schade, wenn Feldhase, -hamster u.a. weg sind

„Knapp ein Drittel der Säugetierarten in Deutschland ist in ihrem Bestand gefährdet“
Die BfN-Präsidentin: "Ihre Vorkommen gehen zurück, weil die menschliche Nutzung ihrer Lebensräume weiter zunimmt". "Die Auswirkungen unserer Nutzungen sind es auch, die dazu geführt haben, dass (...) jetzt als vom Aussterben bedroht eingestuft sind"/
„Positiv entwickelt haben sich demnach die Bestände von 17 Säugetierarten, darunter (...) Dies sei vor allem auf Maßnahmen im Bereich des Natur- und Umweltschutzes zurückzuführen (...)“

Da wäre es allerdings nicht nur sinnvoll, sondern dringend nötig, die Erweiterung dieser Maßnahmen gar nicht erst notwendig zu machen: „Um den Artenrückgang aufzuhalten, sei "auf breiter Fläche eine naturverträglichere Land- und Forstwirtschaft" erforderlich“

Wobei „naturverträglich“ so ziemlich das Gegenteil von „ordentlich“ sein dürfte. Vor Jahren beim Rückflug von Lissabon konnte ich die deutsche Grenze sofort ausmachen: Alles sah plötzlich unheimlich „aufgeräumt“ aus.

Weniger Schweine mehr

natürlicher Lebensraum für andere Säuger...

Da Aufgrund der Schweinepest kein Schweinefleisch nach China exportiert werden kann, gibt es wohl mehr Platz....

Würde der ganze Schweinefleisch Export wegfallen- ca 40 Millionen weniger Schweine geschlachtet in D/ Jahr...

dadurch weniger Felder mit Gülle verklappen....

Dadurch sollte doch mehr natürlicher Lebensraum für andere Arten gegeben sein...?!

@Toni B. - Energiewende & Artenschutz

16:17 von Toni B.:
"Sehr oft ist der grüne Artenschutz und die grüne Energiewende nicht vereinbar."

Wie kommen Sie denn darauf?
Unter jedem Solarpark ist eine Wiese, die bedrohten Feldhamstern oder Eidechsen ein Zuhause bieten kann.

Windkraftanlagen stellen eine Gefahr für die Tierwelt dar, was sich aber über die Standortwahl und die Bauhöhe regulieren lässt.

Verglichen mit den Schäden, die der Klimawandel oder ein Tagebau hinterlassen, ist jede Form von Ökostrom sicher eine tierfreundlichere Alternative.

@hesta15 - Vor der Renaturierung war die Zerstörung.

17:24 von hesta15:
"Informieren Sie sich doch einfach über Renaturierung von ehemaligen Tagesbaustätten und der dort entstehenden Flora und Fauna."

Vergessen Sie nicht, dass ein Tagebau zunächst eine lebensfeindliche Wüste schafft, bevor er renaturiert werden kann.

Selbst wenn die Renaturierung einen besseren als den zuvor zerstörten Lebensraum schaffen sollte, wäre das kein Gewinn.

@Tada 15:34

"Viele Menschen brauchen viel Platz.
Das lässt sich nicht ändern.
Viele Tier- und Pflanzenarten werden daher aussterben."

Das war jetzt nicht Ihr Ernst, oder?
So sehr ist die deutsche Bevölkerung in den letzten 10 Jahren wirklich nicht gewachsen, als dass das erklären würde, dass immer noch weitere Säugetierarten in Deutschland aussterben.
Und genau darum ging es in diesem Artikel, wenn ich mich nicht irre.

@hesta15

"Informieren Sie sich doch einfach über Renaturierung von ehemaligen Tagesbaustätten und der dort entstehenden Flora und Fauna."

Nur leider hat die ja sooo tolle Artenvielfalt auf Flächen, deren ursprüngliche Artenvielfalt bis in eine Tiefe von mehreren hundert Metern erst einmal völlig zerstört wurde (ehemalige Tagebaue), anscheinend nicht dafür gesorgt, dass nicht weiterhin Tierarten bei uns vom Aussterben bedroht sind.
Also sind Ihre Ausführungen zu den Tagebauen nur eine Form des Whataboutismus. Denn ich glaube kaum, dass Sie ernsthaft vorschlagen wollen, ganz Deutschland umzugraben und zu renaturieren, damit wir wieder eine ordentliche Artenvielfalt bei uns haben.

17:24 von hesta15

Renaturierung von ehemaligen Tagesbaustätten
.
da braucht man gar nichts tun ...
im wahrsten Sinne des Worte
plötzlich sind die seltensten Tiere und Pflanzen wieder da

Säugetiere bedroht

Jahrzehntelanger Fokus auf die Wirtschaft hat die Umwelt vernachlässigt. Besser spät gegensteuern, als gar nicht gegensteuern.

@18:25 von Walnuss

//Jahrzehntelanger Fokus auf die Wirtschaft hat die Umwelt vernachlässigt. Besser spät gegensteuern, als gar nicht gegensteuern.//

Stimmt, aber glauben Sich, dass wir die Probleme beherzt genug angehen? Ich nicht. Wie lange kennen wir denn alle schon die Probleme und deren Folgen?
Ich fürchte, wir sind zu spät dran. Auf das fatale Insektensterben hat man ja auch kaum reagiert.

bei Pflanzen und Insekten sieht es viel schlimmer aus

Unsere Agrar-Landschaft, die Dünge-Republik Deutschland (womit ich nicht sage, dass es in unseren Nachbarstaaten besser aussehen würde) lässt nur noch wenige Pflanzenarten zu - und dies trifft natürlich auch die von den anderen Arten abhängigen Insekten. Bei den Wirbeltieren und bei mäusefressenden Vögeln sieht es teils deutlich besser aus - schlecht aber auch beim Rest der Vögel, der sich von Insekten und Körnern ernährt. Wenn ich höre, dass die bösen Brasilianer Biodiversität vernichten, indem sie den Regenwald abholzen, wir aber die guten Europäer sind, wird mir leider nur schlecht.

Die artenreichsten Biotope in Deutschland

sind wirklich ehemalige Steinbrüche und Tagebaugruben.

Damit plädiere ich gewiss nicht für die weitere Zerstörung der Landschaft. Allerdings plädiere ich dafür, solche Gruben nicht zu verfüllen und sie nicht zu "Erlebniswelten" umzugestalten. Sie sind unschätzbar wertvoll als Rückzugsraum vieler Tier- und Pflanzenarten.

Antwort auf den Kommentar

>Oder glaubst du, da wäre gerade dichtester Urwald in Hessen? Mitnachten.<
Vorsicht! Das Bundesland Hessen besitzt in Deutschland eines der geografisch abwechslungsreichsten Reliefs. Es gibt viele Ebenen, Hügel- und Bergländer bzw. Wälder. Dazu gehören der Meißner-Kaufunger Wald. Mitten durch die längste deutsche Autobahn A7 verläuft das Kurhessische Bergland bzw. Waldhessen. Auch ein Teil der Rhön bzw. des Spessarts befinden sich in diesem Bundesland.
Und in der Tat gibt es gegen den weiteren Ausbau der A49 zwischen Kassel und Marburg eine größere Protestwelle, um auch in Hessen die Erhaltung der Natur zu schützen, weil diese zunächst immer entlang der Autobahnen geschädigt wird. Autobahnen sind ja nicht dasselbe wie die Deutsche Märchenstraße
Mal ganz abgesehen davon gehört auch der größte deutsche Flughafen in Frankfurt am Main eben auch zu diesem Bundesland. Und der tagtägliche permanente Verkehr auch trotz Corona-Zeiten hat nicht gerade zu einer Renaturierung Hessens beigetragen

Am 08. Oktober 2020 um 17:52 von Bernd Kevesligeti

Zitat: Zu dem "Projekt", daß von der schwarz-grünen Koalitionsregierung in Hessen mitgetragen wird

Es ist nicht richtig dass das Projekt von der Koalition "mitgetragen" wird, zumindest nicht, was die Grünen betrifft.

Allerdings wird es pflichtgemäß umgesetzt, nachdem der Deutsche Bundestag den Weiterbau der A 49 mehrfach mit großen Mehrheiten beschlossen hat und der Planfeststellungsbeschluss von Gerichten für bestandskräftig erklärt worden ist.

Was soll da die Landesregierung tun?

@ hesta15 um 16.19 "renaturierte Flächen" in der Lausitz

"Wenn Sie die renaturierten Flächen in den ehemaligen Braunkohlerevieren beobachten, werden Sie erstaunt sein über die Artenvielfalt" Ich gebe Ihnen Recht, durch die Renaturierungsmaßnahmen ist in der Lausitz um Senftenberg wirklich eine einmalig schöne Wasserlandschaft, die Lausitzer Seenplatte, mit einer hohen Freizeitqualität für Menschen und mit einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt entstanden. Mit Infrastrukturmaßnahmen, d. h. mit Ferienunterkünften, Gastronomie und Wassersportmöglichkeiten hinkt die Gegend noch etwas hinterher. aber das entwickelt sich jetzt auch. Zum Wandern, Radfahren, Baden, zur Vogelbeobachtung und zum aufspüren seltener Pionierpflanzen, die überwiegend auf Magerboden wachsen, ist es dort sehr schön.

um 18:21 von DrBeyer

Zerstört sind die Flächen sowieso.
Wichtig ist aber die Renaturierung. Was das mit Deutschland umgraben zu tun hat bleibt Ihr Geheimnis.

von falsa demonstratio 19:16

Es gibt eine Willenserklärung im letzten schwarz-grünen Koalitionsvertrag dazu.
Auch Tarek Wazir hat sich für die Rodung und den Autobahnbau ausgesprochen.

@19:47 von draufguckerin

//Mit Infrastrukturmaßnahmen, d. h. mit Ferienunterkünften, Gastronomie und Wassersportmöglichkeiten hinkt die Gegend noch etwas hinterher. aber das entwickelt sich jetzt auch. Zum Wandern, Radfahren, Baden, zur Vogelbeobachtung und zum aufspüren seltener Pionierpflanzen, die überwiegend auf Magerboden wachsen, ist es dort sehr schön.//

Wenn ich fathaland.slim da eben nicht falsch verstanden habe, würde er weitere Infrastrukturmaßnahmen nicht so sehr begrüßen. 'Zuviel Mensch' macht das Schöne der Natur oft wieder kaputt.

Kranke Ökosysteme

Dass Säugetiere immer seltener werden, ist letzten Endes ein Symptom dafür, dass in der gesamten Nahrungskette zahlreicher Ökosysteme "der Wurm drin" ist. Säugetiere sind in den oberen Bereichen der Nahrungskette angesiedelt und bekommen unter anderem dann Probleme, wenn der Bestand an Pflanzen und Insekten abnimmt.
Diese Abnahme wird verursacht z. B. durch

- Flächenverbrauch

Täglich verbrauchen wir in Deutschland rund 60 Hektar Landschaft für Gewerbe, Wohnungsbau, Verkehr und Erholungsflächen. Das entspricht etwa einem Einfamilienhaus pro Minute, 60 pro Stunde, 1440 pro Tag... es ist klar, dass das negative Folgen für unsere Ökosysteme und letzten Endes für unsere Säugetiere hat.

- Intensive Landwirtschaft

Unsere leergeräumten Agrarlandschaften bieten Pflanzen und Insekten ungenügende Lebensbedingungen - mit unmittelbaren Auswirkungen auf unsere Säugetiere.

Zu fordern ist daher ein sorgsamer Umgang beim Flächenverbrauch und eine umweltverträgliche Landwirtschaft.

19:13 von fathaland slim

«Die artenreichsten Biotope in Deutschland sind wirklich ehemalige Steinbrüche und Tagebaugruben.»

Und ehemalige Truppenübungsgelände.
Wie auch die "Wahner Heide" nahe beim Flughafen Köln / Bonn.

Früher fuhren dort Belgische + Deutsche Armee mit Panzern.
Heute leben dort auch Wasserbüffel halb-wild, um zu verhindern, dass viele kleine Heideflächen mit Bäumen zuwachsen, und die Wasserlöcher verlanden.

Die Wasserbüffel fressen die Baumschösslinge weg, und halten die Wasserlöcher tief durch Drin-Rumwälzen. Wege zum Spazierengehen gibt es. Zum Radfahren auch welche. Sogar einen Parcours auf von Panzern gefahrenen Spuren für Cross-Country-Biker.

Heide-Ranger kontrollieren, und weisen auf Einhaltung von Regeln hin. Alles in allem eine gelungene "Nachnutzung" von dort, wo einst Militär war. So nahe am Flughafen ist das Gebiet auch als Bauland völlig unattraktiv. Für nahe einer Großstadt gar nicht schlecht. Müsste nur noch ‘n kleiner Fluß mit dabei sein … dann wär's noch besser.

19:13 @ fathaland slim

" sind wirklich ehemalige Steinbrüche und Tagebaugruben.

...

Allerdings plädiere ich dafür, solche Gruben nicht zu verfüllen und sie nicht zu "Erlebniswelten" umzugestalten. "

Das verblüfft mich jetzt, ich hätte angenommen, dass die Renaturierung besser für Tiere / Pflanzen ist.

Neues wächst,
Tiere sich wieder ansiedeln.

Am 08. Oktober 2020 um 20:01 von Bernd Kevesligeti

Zitat: Auch Tarek Wazir hat sich für die Rodung und den Autobahnbau ausgesprochen.

Meinen Sie das da (HR_info am 01.10.2020)

"Der Verkehrsminister betonte er jedoch seine weiterhin grundsätzlich ablehnende Haltung gegenüber dem Projekt: "Ich habe mein ganzes politisches Leben gegen die Autobahn gekämpft. Ich muss aber akzeptieren in der Demokratie, dass ich mich mit meinen Argumenten gegenüber einer Mehrheit nicht durchsetzen konnte."

@ Bernd Kevesligeti

"Ja, gut, dann soll es so weitergehen. Mit der Pendelei und mit immer weniger Artenvielfalt." Am 08. Oktober 2020 um 17:09 von Bernd Kevesligeti

*

Die Leute pendeln nicht, weil es ihnen Spaß macht täglich 2 - 3 Stunden unterwegs zu sein oder im Stau zu stehen.

Menschen sind keine Roboter, die einfach am Arbeitsplatz gelagert werden können. Sie haben Familien und Freunde.
Und die Miete will auch noch bezahlt werden, so dass es noch zum Essen reicht. Das geht in Großstädten oft nicht.

Ich hätte auch gerne einen Job vor der Haustür, aber die Arbeitgeber nehmen einen leider nicht nur deshalb weil man in der Nähe wohnt.

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