Ihre Meinung zu: Öffentlicher Dienst: Wen die Warnstreiks treffen könnten

20. September 2020 - 22:03 Uhr

Nach gescheiterten Tarifverhandlungen hat der öffentliche Dienst Warnstreiks angekündigt. Kitas, Schwimmbäder oder Ämter könnten daher kommende Woche tageweise schließen. Mit welchen Einschränkungen man jetzt rechnen muss.

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Kommentare

Danke für das Beispiel

2712 € brutto reichen als Gehalt noch nicht einmal für eine Rente über der Grundsicherung. Selbst dann nicht, wenn ein Müllwerker seine Arbeit 45 Jahre erledigt.
Dafür benötigt jeder Mensch in Deutschland nämlich den Durchschnittslohn von ca 3500 € brutto. Wohlgemerkt 3500 € über die lange Zeit von 45 Jahren.
Das jemand sein Berufsleben mit wesentlich weniger Monatsgehalt beginnt, ist dabei leider nicht berücksichtigt.
Das jemand, der mit wesentlich weniger Lohn beginnt, zum Ausgleich in den späteren der 45 Jahre wesentlich mehr als 3500 € verdienen muss, um so auf einen benötigten Durchschnitt von 3500 € Monatslohn über 45 Jahre zu kommen, wird auch seltenst erwähnt.
Und diese 3500 € Durchschnittslohn über 45 Jahre reichen dann gerade mal für eine Rente knapp über dem Grundsicherungsniveau.
Gegen diese Sauerei sollte auch der öffentliche Dienst streiken und nicht für lächerliche 82 oder 150 €.

@ nie wieder spd - runter gerechnet

Und diese 3500 € Durchschnittslohn über 45 Jahre reichen dann gerade mal für eine Rente knapp über dem Grundsicherungsniveau.

Wenn man die Rente der Ehefrau jedoch auch berücksichtigt, wird's dann aber recht komfortabel. Mit Weglassen können Sie Ihrer Intention nicht dienen.

Ist ja eh schon wurscht...

Lieber den einheimischen Verwaltungen mehr Geld gegeben, bevor alles von Deutschland gedruckte Geld in den Verwaltungen anderer europäischer Länder verschwindet.
Wenigstens prozentual sollte die Verschwendung auch bei deutschen zur Arbeit gehenden ankommen.
Es kommt ja schon lange nicht mehr darauf an nur soviel Geld zu verteilen wie auch durch Steuern eingenommen werden kann.
Es findet sich doch immer eine besondere Notsituation wegen der man einfach "keine andere Wahl hat" und die Geldmaschine anwerfen muss.
Der Krug geht solange zum Brunnen...

Bei allem Verständnis: diese Lohnforderung ist nicht machbar

Zu diesem Tarifkonflikt sage ich es mal klar und deutlich: bei allem Verständnis dass die Krankenschwestern, Ärzte und Pflegerinnen in Pflegeheimen und Seniorenheimen und auch die Straßenmeistereien mehr Geld verdient haben, ist es so dass diese Tarifforderung von 5% derzeit nicht drin ist.

Die Wirtschaft ist im zweiten QUartal um 10% eingebrochen laut DIW und auch das dritte Quartal sieht nicht viel besser aus.

https://tinyurl.com/y4nfllpr
diw.de: Deutsche Wirtschaft: Auf dem langen Weg zurück in die Normalität: Grundlinien der Wirtschaftsentwicklung im Herbst 2020

Die Corona-Pandemie belastet weltweit die Menschen und Volkswirtschaften. Auch Deutschland ist infolge der Pandemie und ihrer Bekämpfung in die tiefste Rezession der Nachkriegsgeschichte gestürzt. Im zweiten, besonders durch den Lockdown geprägten Quartal ist die Wirtschaftsleistung um fast zehn Prozent eingebrochen.

@nie wieder spd

Fände ich zwar gut, wenn jeder so einen hohen Lohn hätte, aber Sie wissen genauso wie ich, das dann die Firmen einer nach dem anderen sich ins Ausland begeben würde, da sich das dann nicht mehr rentiert im Gewinn für die Investoren. Ist ja teils deswegen bereits schon so.

@ um 19:09 von Advokat76, Vorgängerthread

Für das schlechte Ansehen nicht nur der GDL, sondern insbesondere des Herrn Weselzky, haben die Medien gesorgt, die keinen Tag ausgelassen haben, die Forderungen und die Argumentation von Herrn Weselzky in den Schmutz zu ziehen und den Ärger der verhinderten Fahrgäste anzustacheln.
Die Blödzeitung hat sogar seine Adresse und ein Foto seines Wohnhauses veröffentlicht.
Meiner Meinung nach haben die unsäglichen Hetzkampagnen der Medien Herrn Weselsky eher geadelt.

Meteorit im Anflug?

Die Überschrift ("wen sie... treffen könnten") liest sich, als sei ein Meteorit im Anflug.
Tatsächlich nehmen hier abhängig Beschäftigte ein ihnen zustehendes Grundrecht wahr.

Corona und Streik

Nichts für Ungut, in dieser schwierigen Zeit sollte man bei einer Lohnforderung bescheidener sein!
Der öffentliche Dienst kann sich sowieso nicht beklagen, bekommt seit Jahrzehnten Lohnerhöhungen die in keinem Verhältnis zu allen anderen Branchen steht.
Und wegen der Rente,das trifft alle, und das hat mit 1989 zu tun! Und das mache ich als Gewerkschaftler nicht an der SPD oder der Linken fest!

Hart bleiben

Der Staat sollte den Forderungen gegenüber hart bleiben. Nachher kann man sich dann immer noch so etwa auf 2% einigen. Das reicht ja auch.

@nie wieder spd

Ich finde Ihre Idee nicht ausführbar, es würde sich dann nicht mehr rentieren eventuell für die Firmen in Deutschland, da wäre es sehr lukrativ die Firma ins Ausland zu versetzen. Viel mehr könnte man vielleicht die ganzen Umkosten der Menschen drücken, seit die Deutsche Mark weck ist, wurde kaum kontrolliert, ob da richtig angepasst wurde. Dann sehen Sie sich mal die Miet- und Immobilienpreise aktuell an. Dann meine ich, muss es einen Maximallohn geben, wenn es möglich ist, das es einen Mindestlohn gibt. Wunder vollbringen kann kein Mensch (besonders ohne den anderen Mitarbeitern nicht), so das einige Löhne viel zu übertrieben hoch sind teilweise.

Wer gegen wen?

Wenn der öffentliche Dienst streikt... dann trifft es die, die nicht im öffentlichen Dienst beschäftigt sind. Irgend jemand muss ja die Wünsche finanzieren. Wenn nun die lieben Beamten auch ihre Sozialbeträge leisten würden... bei mir fragt auch keiner nach ob und kann. Letztlich können wir brav immer weiter an der Schraube drehen.. dann werden die Versicherungen teurer, die Mieten, das Essen... und... es gibt dabei auch jede Menge Verlierer. Also, geht mal schön streiken, da werden sich viele freuen, die darauf angewiesen sind und die entstehenden Mehrkosten des öffentlichen Dienstes erst mal verdienen müssen. Bravo!

Am 20. September 2020 um 22:27 von nie wieder spd

Was Sie hier schreiben, stimmt aber so nicht.
Weil in jedem dieser 45 Jahre eine andere Zahl zu Buche steht.
Dürfen Sie gerne in der Tabelle nachsehen, was man für 1 Punkt im Jahr bekommen muss.
Also 45 Jahre zurück gerechnet, waren das -
01.01.1975 – 31.12.1975 16.520 DM
Und 2020 braucht man 3.379 Euro Brutto für einen Rentenpunkt, wenn die Zahl für 2020 richtig gefunden habe.
Und die Standartrente beträgt dann 1.487,25 Brutto, die wenigsten Menschen kommen heute auf die vollen 45 Jahr mit immer einem Rentenpunkt.
Das die Renten in Deutschland zu klein sind, das ist richtig, was Sie schreiben ist aber nicht richtig.
Bei 3500 hätten Sie mehr als die Standartrente ;-), es sei Ihnen gegönnt.
Nur um die Zahlen mal gerade zu rücken.

Das muss man mal mit den

Das muss man mal mit den exorbitant überzogenen Beamtenbezügen und Politikerdiäten vergleichen.
Politiker verpassen sich jährlich 6% oder mehr. Dafür ist Geld da. Dabei machen die gar nichts.
Auch Beamte kassieren viel zu viel. Trotz vollversorgung.

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