Ihre Meinung zu: Erdgasstreit im Mittelmeer: Maas appelliert - Griechenland drängt

25. August 2020 - 17:46 Uhr

Einfach war Maas' Rolle als Vermittler im Erdgasstreit beim Besuch in Athen nicht: Während der Bundesaußenminister vor Eskalation warnte und zum Dialog aufrief, pochte sein griechischer Kollege Dendias auf Sanktionen gegen die Türkei. Von Karin Senz.

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Kommentare

Beide Länder beginnen Militärmanöver

in der Nato eigentlich nichts ungewöhnliches
allerdings !
nicht gegeneinander

Was ist denn da eigentlich los?

So wie der Herr Maas daherredet, kommt´s einem so vor, als wenn nicht nur die Türken in griechischen Gewässern bohren, nein, als wenn auch die Griechen in türkischen Gewässern bohrten! Oder warum mahnt er einen Dialog an?
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Auf keinen Fall will er wohl den Erdogan verärgern, der immer wieder Fakten schafft und das Gegenteil behauptet.
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Wenn ich mein Auto auf einen fremden Parkplatz stelle, wird dann der Polizist den Parkplatzinhaber zum Dialog mit mir auffordern? Dass ich nicht lache!

Immer wieder Erdogan

Klar das Erdogan der böse ist. Aber das eine 6 qkm große Insel die 3 km vor der türkischen Küste liegt eine 200 qkm große AWZ von der Eu zugebilligt wird, und der Türkei nichts, ist alles andere als Fair. Ich hoffe die Türken werden auf ihr Recht bestehen. Und alle die jetzt das Völkerrecht bemühen, sollten sich den mal vorher Objektiv durchlesen !
Verhandlungen !

Maas appelliert-Griechenland drängt

"Wir erwarten einen Katalog mit Sanktionen", stellt Dendias klar. "Sanktionen, die klarstellen, dass es, wenn sich die Türkei weiter illegal verhält, Konsequenzen haben wird". 
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Nun ja. Gründe hierfür gäbe es ja zu Genüge... Für den Außenminister ist es aber wohl nicht mehr als ein Höfflichkeitsbesuch in Griechenland, den seine Appelle dürften in Ankara auf taube Ohren stoßen.

Griechenland ist weit weg von den Bohrungen

Warum wird hier nicht mal eine Karte mit der Stelle der Erkundungsbohrung beigefügt? Dann kann sich jeder selber ein Bild davon machen.

Die Türken bohren nämlich unmittelbar vor ihrer eigenen Küste, weit weg von Griechenland, im östlichen Mittelmeer. Wie allerdings die Griechen auf die Idee kommen, das sei "ihr" Gebiet, bleibt ein Rätsel. Die Ansprüche Griechenland, dürften jedenfalls vor einem unabhängigen Gericht keinerlei Gültigkeit haben.

Übrigens haben sich die Griechen mit den Italienern vor kurzem über Streitigkeiten von Hoheitsgewässern der Adria geeinigt - allerdings erst nach jahrzehntelangem Streit.

Die Türkei führt die EU wieder einmal vor!

Und Deutschland trägt die Verantwortung dafür mit! Die Türkei bedroht die Souveränität Griechenlands, Zyperns sogar der ganzen EU. Das freundliche Bitten der Deutschen Regierung, damit aufzuhören, führten bislang nur zu einem müden Lächeln Erdogans. Die Türkei hat schon öfters bewiesen, dass sie nur die harte Hand versteht (siehe USA oder Russland).

Statt klare Kante zu zeigen und Erdogan im wahrsten Sinne des Wortes die Grenzen aufzuzeigen, flüchtet man sich mal wieder in Lippenbekenntnisse. Hier geht es nich um eine Lappalie sondern um das eindringen eines fremden Landes in die EU. Sind wir als Land wirklich so erpressbar... aus Angst das der Flüchtlingsdeal platz.

Unklare Lage

Es wäre sicher leichter für Herrn Maas, wenn rechtlich geklärt wäre, wer Anspruch auf dieses Gebiet hat. So wie ich die Berichte der letzten Tage wahrgenommen habe, ist das alles andere als eindeutig. Die griechischen Inseln liegen auf dem türkischen Festlandschelf. Das sollte doch verhandelbar sein. Frage ist, ob beide Regierungen hier ein internationales Gericht akzeptieren würden. Und oben dieses tatsächlich neutral entscheiden könnte.

Unverständlich

Ich denke die Sache ist ziemlich klar; die Türkei bohrt in griechischen Hoheitsgewässern. Warum unsere Politiker das nicht so klar benennen wollen, ist absolut unverständlich. Ein Signal der Stärke gegen Erdogan muss her, er versteht die Sprache der Diplomatie nicht und sieht das Gerede um eine friedliche Lösung schon als Schwäche. Es ist beschämend, dass Deutschland ihm die letzten Jahre so viele Waffen verkauft hat!

Osmanischer Ikarus...?

Als Normalbürger von außen betrachtet ist das Gewicht von Maas´ Vermittlerrolle zwischen GR und TY nur sehr schlecht einzuschätzen. GR ist EU-Mitglied und wirtschaftlich auf weitere EU-Hilfen angewiesen... Die TY ist kein EU-Staat, aber ebenso auf wirtschaftliche Kooperation mit der EU angewiesen. Und beide, GR + TY, sind NATO-Mitglieder. Zumal beide Staaten nun auch mit Säbeln rasseln, wäre es eigentlich angezeigt, daß die NATO-Führung ein gewichtiges Machtwort spricht. Vielleicht geschieht das ja bereits im Hintergrund, und Herr Maas macht offiziell nur den politischen Schönwetterboten.
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Auf internationale Rechtsauslegungen, wie den türkischen Anspruch gemäß "Festlandssockel" versus territorialen Hoheitsanspruch des Seegebiets seitens Zypern, will ich hier nicht näher eingehen... Nur soviel: Folgt man der türkischen Sichtweise eines osmanischen Ikarus, müssten etliche griechische Inseln türkisches Hoheitsgebiet sein... Dagegen sprechen internationale Verträge u. Gesetze...

So geht Diplomatie. Nicht.

Abgesehen davon dass Deutschland als EU- und NATO-Mitglied kein neutraler Staat und damit für die Vermittlung in diesem Konflikt gänzlich ungeeignet ist, sollte sich Herr Maas doch bitte zurückhalten mit solchen PK's. Diplomatie in solchen Konflikten gehört gerade nicht an die Öffentlichkeit. So wird es schwierig eine Lösung zu finden in denen beide Parteien ihr Gesicht wahren können. Und gerade für diese Parteien - Griechenland und die Türkei - wäre das wichtig...

Aber ich versteh schon, der Wahlkampf in Deutschland beginnt, und Herr Minister Maas braucht etwas Publicity nachdem er sich während Corona als Aussenminister eher weniger präsentieren stellen konnte...

Grüsse aus der Schweiz

Völlig unverständlich

Grenzen sind doch schon lange festgelegt, wo bohrt denn die Türkei, an welcher Stelle, damit man sich ein Bild machen könnte.
Wenn man sich mal die Karte ansieht, wie weit die Inseln verstreut sind, und wie nahe sie dem Türkischen Festland kommen, und wie fern sie dem Griechischen Festland sind.
Wird einem der Türkische Frust etwas klarer, aber die Türken müssen den Grenzen ja mal zugestimmt haben.
So richtig verstehen muss man das ganze nicht.

@19:00 von DeHahn

>> Was ist denn da eigentlich los? >
So wie der Herr Maas daherredet, kommt´s einem so vor, als wenn nicht nur die Türken in griechischen Gewässern bohren, nein, als wenn auch die Griechen in türkischen Gewässern bohrten! Oder warum mahnt er einen Dialog an? <<
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Aber hey ... wissen Sie nicht, daß die politische Floskel "Dialog" immer nur bedeutet, bei Streitfragen einen wirtschaftlichen Interessenausgleich zu moderieren... Ungefähr nach dem Motto: Du gibst mir - ich gebe Dir ... und unterm Strich teilen wir uns die Chose = Profit... Und damit kein Kontrahent sein Gesicht verliert, einigt man sich offiziell darauf, daß der Goldschatz (hier Erdgasvorkommen) von einem politisch unbeteiligten (und Investment-finanzstarken) Privatkonzern gehoben und vermarktet wird... Und schon ist wieder Frieden...

@flüchtlingshelfer

Ich war bisher der Meinung, das die Vorkommen von Zypern beansprucht werden.

Das die Türkei Ansprüche stellt - auch für seinen Satellitenstaat Nordzypern.

Dann scheinen wohl noch mehr Köche hier herumzubrutzeln.

Wo sind da griechische Wirtschaftszonen ?

Unsere Regierung kommentiert

Unsere Regierung kommentiert regelmäßig so viele Dinge, die im Ausland passieren. Fordert oft, droht manchmal mit Sanktionen. Oft denke ich wir sollten uns mal mehr zurück halten, wenn letztendlich doch keine klare Kante gezeigt wird.
Aber wenn, wie hier, auch mal tatsächlich unsere eigenen Interessen berührt sind und sei es nur als EU, dann, so scheint es mir, kriegt die Bundesregierung die Zähne nicht mehr vernünftig auseinander, geschweige denn die Krallen gezeigt.
Ich finde das schlimm.

Konflikt

da bin ich aber gespannt ob nun Sanktionen gegen die Türkei kommen. Ich denke mal nicht weil die EU zittert wenn die Türkei mit der Flüchtlingskeule drohen. Es ist das Resultat von fehlgelenkter Politik gegenüber der Türkei. Bei Erpressung müssen immer Zwei dabei sein. Ich erinnere mich an die Bittgesuche und - besuche unsere Kanzlerin. Egal ob die Demokratie abgebaut wurden, die Opposition im Gefängnis und gefoltert wurden und werden. Zum Dank werden noch Milliarden überwiesen. Deutsche Waffen und Lizensen, die Airbus mach den Service wie heute berichtet.
Deutschland soll vermitteln? Herr Maas auf verlohrenem Posten.

Ich habe den Eindruck, dass

Ich habe den Eindruck, dass der ein oder andere Forist hier einfach mal auf Herrn Maas, die EU oder die Türkei draufhaut, ohne sich zuvor mit der Sache zu befassen. Es ist eben nicht so einfach zu entscheiden, wer hier im Recht ist. Aber natürlich soll Herr Maas hier mal so richtig auf den Tisch hauen und den Türken zeigen, wo der Hammer hängt. Genau so geht Diplomatie. Also zumindest im Weltbild von einigen.

@19:29 von pxslo

>> Griechenland ist weit weg von den Bohrungen [...] Die Türken bohren nämlich unmittelbar vor ihrer eigenen Küste, weit weg von Griechenland, im östlichen Mittelmeer. Wie allerdings die Griechen auf die Idee kommen, das sei "ihr" Gebiet, bleibt ein Rätsel. Die Ansprüche Griechenland, dürften jedenfalls vor einem unabhängigen Gericht keinerlei Gültigkeit haben. <<
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Ja ... eine Karte könnte zeigen, daß die Türkei Explorationen innerhalb der Zypern (EU-Mitglied) zustehenden Hoheitsgebiete durchführt. Zu den Hoheitsgebieten von Inselstaaten in der Nähe von Festlands-Drittstaaten gibt es längstens international gültige Verträge und Gesetze. Die übrigens mal von der noch politisch kemalistischen Türkei anerkannt wurden. Die heutige, osmanisch-erdoganisierte Türkei stellt das jedoch heute infrage... Daß Griechenland, als Zyperns historische Schutzmacht, hier interveniert, ist politisch nur folgerichtig... und international gedeckt.

@Messi 19.52

Grundsätzlich hatte ich die Idee des Dialogs für eine gute Idee von Maas gehalten. Aber wie Sie schreiben, das ist nichts um öffentlich hausieren zu gehen und sich wichtig zu machen, um mal wieder ins Rampenlicht zu kommen. Da geht's um Gesichtswahrung von Griechen und Türken, die den Konflikt hoch gehängt haben. Man muss leider konstatieren- Maas kann's nicht. Das heißt aber nicht, dass es Frankreich besser könnte. Die scheiden als Vermittler von vornherein aus. Warum nicht mal wirklich neutrale? Schweiz? Schweden?

@Frodus

"Man hat nur 2 Jahre gebraucht um diese Erdgasreserve im schwarzen Meer zu finden. "

machen sie sich mal schlau. die menge, die man da gefunden hat, langt für den eigenen, türkischen, verbrauch für geschätzte sieben jahre (Weltspiegel vom letzten sonntag). da wirds wohl nix mit verkaufen an andere staaten, zumal, wie sie selbst sagen, erst mal die infratruktur zur förderung bezahlt und gebaut werden muss. könnte am ende null auf null ausgehen. und dann?

19:00 von DeHahn

„ So wie der Herr Maas daherredet, kommt´s einem so vor, als wenn nicht nur die Türken in griechischen Gewässern bohren, nein, als wenn auch die Griechen in türkischen Gewässern bohrten! Oder warum mahnt er einen Dialog an?“

Der Dialog ist notwendig, weil die wirtschaftliche Nutzung von Hoheitsgebieten, in denen zwischen griech. Inseln und dem türk. Festland nur wenige km liegen, auch völkerrechtlich nicht klar geregelt ist. Verhandlungen sind hier notwendig. Das trifft aber nicht auf Kreta zu und andere Regionen, die die Türkei zur wirtschaftl. Nutzung beansprucht. Die derzeitigen Operationen der TK im östl. Mittelmeer, dazu gehören auch die Aktionen in Libyen, müssen von der EU + D nicht nur zurückgewiesen, sondern durch harte Sanktionen gegen die Türkei beantwortet werden. Durch die Ratspräsidentschaft fällt nun D eine besondere Verantwortung zu - wegducken geht nicht, Frau Merkel!

Volle Zustimmung

Erdogans Verhalten ist zu verurteilen und durch eine klare Europäische Haltung zu stoppen! Wir haben hier uneingeschränkt hinter Griechenland zu stehen!

@19:30 von Nordbraut

>> Unklare Lage > Die griechischen Inseln liegen auf dem türkischen Festlandschelf. Das sollte doch verhandelbar sein. Frage ist, ob beide Regierungen hier ein internationales Gericht akzeptieren würden. Und oben dieses tatsächlich neutral entscheiden könnte. <<
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Sie irren... denn die Lage ist historisch und auch international rechtsgültig eindeutig. Im Nachhang zum WK-1 musste das osmanische Reich, bzw. dessen Rechtsnachfolger = die Türkische Republik unter Kemal Atatürk, sämtliche überwiegend von Griechen bewohnten Inseln (inkl. Zypern) vor der türkischen Küste völkerrechtlich an Griechenland abtreten... auch wenn die auf dem "eurasischen" Festlandssockel lagen.
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Diesen Festlandssockel nun als "türkisch" zu bezeichnen, ist schlichtweg völkerrechtlich anmaßend... zumal jede Insel ihr international verbrieftes, seerechtliches Hoheitsgebiet hat. Daß dies der heutigen Türkei nicht mehr "schmeckt", mag ja sein... doch dann schickt man Verhandlungsdelegationen vor... statt Militär.!

@ um 19:04 von Makenta

"Immer wieder Erdogan
Klar das Erdogan der böse ist. Aber das eine 6 qkm große Insel die 3 km vor der türkischen Küste liegt eine 200 qkm große AWZ von der Eu zugebilligt wird, und der Türkei nichts, ist alles andere als Fair. Ich hoffe die Türken werden auf ihr Recht bestehen. Und alle die jetzt das Völkerrecht bemühen, sollten sich den mal vorher Objektiv durchlesen !
Verhandlungen !"
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Sie verwechseln etwas. Nicht die Größe einer Insel ist relevant, sondern deren Lage. Die Lage einer Küste definiert den Wirtschaftsraum, das hat mit der EU nichts zu tun, das ist internationales Recht. Eine Insel vor der Küste eines anderen Staates blockiert den Wirtschaftsraum dieses Staates im Meer. Deshalb war Japan vor einigen Monaten so bemüht eine verloren gegangene Insel von wenigen Quadratmetern wiederzufinden und China möchte aus besagten Grund diverse Inseln für sich beanspruchen und baut künstliche Inseln.
Diesen Vorteil für Inseln hat Island vor langer Zeit (Kabeljaukrieg) durchgesetzt.

alte Geschichte

Das kann man nicht "gesund reden" was hier krank ist, hat eine seeeeeeeeeeeeeeeeeeeehr lange Vorgeschichte... an dieser sind viele Generationen beteiligt!!! Die EU ist eben auch keine Realität... sondern nur eine Idee... darum ist sie auch nicht handlungsfähig. Es wird geschehen... was geschehen muss... Angst ist ein schlechter Rater.

20:22 von deutlich @Messi 19.52

Die Idee des Dialoges kam nicht vom Außenminister, Gespräche miteinander werden von entsprechenden Seerechtsabkommen gefordert, wenn sich die sogenannten Wirtschaftszonen über lagern.
Ursache für viele aktuelle Streitigkeiten liegen in den , in meinen Augen, aktuellen Seerechtsabkonmnen mit unsinnigen Formulierungen. Diese ermöglichen es sogar bis weit über 300 Meilen zu beanspruchen.
Nebenbei, USA und Türkei haben das Seerechtsabkommen meines wissen nicht unterschrieben und die USA waren die ersten die die bis dato geltende 3Meilenzone aushebelten. Was schlicht weg auch eine Art Annexion ist . das in einer Zeit immer knapper werdender Ressourcen Streitigkeiten vorprogrammiert sind ist so gut wie logisch.
Ergo, einigen oder halt weltweit zurück zur 3 Meilenzone alles andere wieder internationale Gewässer

Appelle nützen nicht

Warum die deutsche Regierung immer wieder vor Despoten einknickt ist mir ein Rätsel.
Hier sollten europäische Interessen vertreten werden.

@Zwicke 20:49

"Sie irren... denn die Lage ist historisch und auch international rechtsgültig eindeutig. Im Nachhang zum WK-1 musste das osmanische Reich, bzw. dessen Rechtsnachfolger = die Türkische Republik unter Kemal Atatürk, sämtliche überwiegend von Griechen bewohnten Inseln (inkl. Zypern) vor der türkischen Küste völkerrechtlich an Griechenland abtreten... auch wenn die auf dem "eurasischen" Festlandssockel lagen."
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Ist das tatsächlich so eindeutig? Dann habe ich die Berichte der letzten Tage nicht richtig verstanden. Und ich muss mich entschuldigen, dass ich hier mit Unverständnis auf einige Kommentare reagiert habe. Es wäre schön, wenn der Sachverhalt hier von der Tagesschau nochmal ein wenig beleuchtet werden würde. Ihnen @Zwicke jedenfalls herzlichen Dank für die sachliche Klärung.

@19:52 von Messi

>> So geht Diplomatie. Nicht. > Aber ich versteh schon, der Wahlkampf in Deutschland beginnt, und Herr Minister Maas braucht etwas Publicity nachdem er sich während Corona als Aussenminister eher weniger präsentieren stellen konnte... <<
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Ihre Vermutung ist wohl nicht ganz abwegig... Zumal sich die SPD immer noch zugute hält, in den Reihen eingedeutschter Griechen und Türken in DE einiges Wählerpotenzial zu haben... zumindest in der ehemaligen Gastarbeitergeneration, als die SPD noch großzügig Sozialleistungen an jene verteilten, die heute als Eingedeutschte, oder als Rückkehrer und Rentner in Griechenland und in der Türkei leben. Allerdings las ich kürzlich, daß die GRÜNEN dieser Klientel inzwischen mehr versprechen...

Griechenland sollte akzeptieren, ...

... dass es nicht mehr Hellas ist – und die Türkei, dass sie nicht mehr das Osmanische Reich ist! Ansonsten ist geologisch-geografisch zweifelsfrei, dass die gesamten Ägäis-Inseln politisch der Türkei übergeben werden sollten – die dann, aber auch sonst dort das Recht zur Bodenschätzeausbeutung hat... Und auch dass Zypern rein-griechisch sein sollte, bezweifle ich auf das heftigste – hier sollte sich die EU vielmehr einen klaren Ruck geben und dessen türkischen Teil vollumfänglich anerkennen sowie als Mitgliedsland aufnehmen.......

@19:53 von wenigfahrer

>> ... So richtig verstehen muss man das ganze nicht... <<
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... kann man aber - wenn man sich die Mühe macht, sich mit Historie und internationalen Verträgen zu beschäftigen...

Diplomatie

ist doch grundsätzlich erstmal ganz löblich, ob nun ganz geheim oder teilweise auch in der Öffentlichkeit. Wer von beiden Ländern nun Anspruch auf das Gebiet hat, wird sich sicherlich durch einen unabhängigen und von beiden Parteien akzeptierten Vermittler/Richter klären lassen.
Das aber beide Länder schwere Kriegsschiffe in das Gebiet schicken, halte ich für bedenklich. Wenn da ein Kapitän oder ein Computer die „Nerven“ verliert, haben wir eine echte Katastrophe vor unserer Haustür.
Was zu vermeiden wäre...

Francis Fortune

Ob sie dem "so richtig"

Ob sie dem "so richtig" zugestimmt haben, weiß ich nicht.
Die deutschen Grenzen verliefen ja auch schon einmal anders.
Sich jedoch seitens der Türkei erst zu beschweren, wenn die Inseln nicht mehr nur Kosten verursachen, sondern - indirekt- Geld bringen, dass ist eben das Banditentum, welches Erdogan seinerseits anzuprangern versucht.

Grenzverlauf

Der Verlauf der Seegrenze ist durch internationale Verträge bereits geregelt. Daher darf sich die EU und Griechenland nicht durch militärische Provokationen erpressen lassen.
Auch wenn die Insel Kastelorizo 500 km von Athen entfernt ist, sie ist ein Teil Griechenlands. Die türkische Küste bei Kastelorizo ist übrigens circa 600 km von Ankara entfernt.

/// Am 25. August 2020 um

///
Am 25. August 2020 um 21:07 von Runge
Appelle nützen nicht

Warum die deutsche Regierung immer wieder vor Despoten einknickt ist mir ein Rätsel.
Hier sollten europäische Interessen vertreten werden.///
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Wo sehen Sie ein Einknicken der deutschen Regierung ?

Griechenland steht und näher!

Die Türkei hat diese Grenzen mit den griechischen Inseln einmal anerkannt und kann jetzt nicht mit eurasischem Festlandssockel und sonstigen Argumenten kommen.
Außerdem muß Deutschland und auch die EU eindeutig zu Griechenland stehen und nicht zur Türkei. Die Türkei wird sowieso mit viel zuviel Geld aus der EU unnötigerweise unterstützt. Meiner Ansicht nach gehört die Türkei sowieso aus der Liste der Beitrittsländer in die EU gestrichen.

Appeasement-Politik

Eine Appeasement-Politik wird im Falle der Türkei ganz sicher nicht erfolgreich sein! Die EU darf sich nicht ständig von diesem Irren aus Ankara auf der Nase herumtanzen lassen.

Die Diskussion wäre hinfällig,

würde sich jeder deutsche Bürger ausschließlich von/mit sog. erneuerbaren Energien versorgen. Warum das bis heute immer noch nicht der Fall ist, muss die Bundesregierung gefragt werden. Möglich wäre es jedenfalls ohne Probleme und ganz leicht gewesen.

@20:08 von Frodus

>> Das ist auch gut für Europa. > Müsste wirklich ein Fortschritt für alle sein. <<
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Angesichts der Aggression der Türkei kann ich einen Vorteil für Europa nicht erkennen. Und schon gar nicht einen Fortschritt für alle...
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Die Türkei mag eine veritable Landstreitmacht haben... aber einen militärischen Affront gegen Griechenland könnte die Türkei zur See nicht bestehen... zumal (ganz abgesehen von einer NATO-Intervention) in dem Fall wohl EU-Mitglieder mit Seestreitkräften entgegenstünden...
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Doch soweit wird es (hoffentlich) nicht kommen. Die Türkei wird sich am Ende mit einem gewissen Geschäftsanteil begnügen...

Aus Klima- und

Aus Klima- und Umweltschutzgründen wäre es besser _keiner_ fördert das Gas. Würde auch den Zwist verhindern...

Also eine Win-Win-Win-Situation. Aber nein, lieber macht man rückwärtsgewand weiter: Ausbeutung fossiler Rohstoffe und Kanonenbootpolitik. Großes Kino!

Ein von allen Anrainern unterzeichnetes und eingehaltenes Moratorium der Ausbeutung dieser Gasvorkommen - da würde ich vor allen Beteiligten meinen Hut ziehen!

21:08 von Nordbraut @Zwicke 20:49

Sie mußten die Inseln abtreten das ist richtig allerdings auch ein Streitpunkt v. Historikern in wie fern solche neuen , künstlichen Grenzen nicht schon die Saat für neue Streitigkeiten legten.
Was aber hier entscheidend ist, zu dem Zeitpunkt gab esdie Drei Meilenzone
Erste Forderungen nach mehr "Gebiet" kamen ab1930 auf.
Da das Seerechtsabkommen mehrere Möglichkeiten der Interpretation bietet von wo die Wirtschaftszone gemessen wird, da spielt der geologische Festlandsockel noch nicht einmal die entscheidende Rolle, keine Rolle spielt nebenbei wie weit die Hauptstadt entfernt ist. Da de facto beijdeWirtschaftszonen sich überschneiden, wobei GR von Inseln die TY vom Festland ausgehen, kann es im Grunde nur eine Einigung geben unter Aufsicht eines internationalen Wirtschaftsgerichtes , die EU quasi als Vertreter GR. Istda sicher nicht optimal

@Heidemarie Bayer 21.21

das ist doch nicht der Punkt, wer "uns" näher steht. Hier geht es drum, wer aus welchem Grund rechtmäßig Ansprüche auf die Vorkommen hat. Das von neutraler Seite geklärt kann den Konflikt entschärfen

21:37, Zwicke

"Doch soweit wird es (hoffentlich) nicht kommen. Die Türkei wird sich am Ende mit einem gewissen Geschäftsanteil begnügen..."

Und selbst das wäre mEn viel zu viel. Wieso haben wir (EU), bzw die Griechen denn etwas zu verschenken. Besonders nicht, wenn man bedenkt, wie stur die Türkei in der Zypernfrage ihren Kurs behalten hat.

"...in dem Fall wohl EU-Mitglieder mit Seestreitkräften entgegenstünden..."

Normalerweise müsste das gar nicht nötig werden können. Wenn man wirklich "aus allen Rohren" und EU-gemeinschaftlich die Türkei strafsaktionierte, läge sie binnen kürzester Zeit am Boden, die Führung würde binnen jeglichen Rückhalt in der Bevölkerung (aus der auch das Militär kommt) verloren haben.

Die Grenzen sind völlig klar

Die Türkei endet am Bospurus, die Inseln inclusive Zypern zu Griechenland, Syrien, Libyen und Aserbaidschan sind ebenfalls nicht die Türkei. Im Übrigen ist die Türkei der Kriegstreiber. Was gibt es da überhaupt zu diskutieren?
Wann stellt sich die EU endlich auf die eigenen Beine und reagiert auf diesen größenwahnsinnigen Erdogan angemessen? Bzw. wann verlassen die EU Staaten endlich die NATO und bauen mal wirklich ihr eigenes Verteidigungsbündnis? Will man sich denn weiterhin bis in alle Ewigkeit abhängig von Despoten wie Trump, Putin, Erdogan, Ping usw. machen? Die Europäer müssen mit Worten und Taten klar machen, wo sie stehen. Alles andere zerstört letztendlich den Geist der EU und lässt auf der ganzen Welt Diktatoren schalten und walten wie sie wollen. Europa muss sich endlich seiner Verantwortung stellen, in dieser, aus den Fugen geratenen Welt.

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