Ihre Meinung zu: Deutsche Bauern nutzen weniger Pflanzenschutzmittel

12. August 2020 - 20:26 Uhr

Im vergangenen Jahr war der Absatz von Unkraut- und Schädlingsgiften in Deutschland so niedrig wie seit 20 Jahren nicht mehr. Das Umweltbundesamt sieht dennoch keinen Grund für Optimismus.

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Kommentare

Der Unsinn mit den Nitraten

Der Unsinn mit den Nitraten könnte man mittels Steuern ganz einfach beheben. Hier billigst produzieren, und dann die Gülle hier zu verklappen, kann gesteuert werden. Und dann wird die Produktion so teuer, dass es sich einfach nicht mehr rechnet. Im Gegenzug hätten dann auch afrikanische oder asiatische Produzenten wieder die Möglichkeit, in ihrem Markt rentabel zu sein. Wenn aber deutsches Billigstfleisch billiger ist, geht das nicht.

und ein verändertes Bewusstsein der Landwirte.

ein Bauer - so vermute ich - will kostengünstig und effizient arbeiten
also warum soll der im Unverstand teures Zeug aufs Feld leeren, wenn es ihm nichts bringt
mit der Gülle ist es etwas anderes, da kriegt er ja noch Geld wenn er sie ausbringt

Aus den deutschen Bauern ...

... werden noch mal richtige Ökos. Das find ich dufte.

Interessant wäre die

Interessant wäre die Entwicklung in anderen EU Staaten, um einen Vergleich zu haben.

Der kleine Puti Nist

wer sägt schon am Ast auf dem er sitzt
von daher betrachtet denke ich hat ein Landwirt schon ein gewisses Verantwortungsgefühl
wie er etwas betrachtet dass er von seinem Uropa erbte
und an seine Urenkel weitergeben will

Vielleicht ..

.. wurden auch nur andere Pflanzen angebaut wie z.B. Energiepflanzen statt - wie früher - Nahrungsmittel für Mensch und Vieh. Wenn ich in unserer Gegend die riesigen Maisfelder sehe und die "Zwiebeltürme" der zahlreichen Konverter , wundert es mich nicht, wenn es in etlichen Dörfern überhaupt kein Vieh mehr gibt.

deutscher Absatz = deutscher Verbrauch?

Steile These, dass deutsche Bauern ihre Pestizide ausschließlich in Deutschland kaufen. Gegenthese: mehr Kleinbauern haben aufgegeben und ihr Land an Multis verkauft. Die bestellen im großen Stil Pestizide, da wo es billiger ist als in Deutschland.

Das Umweltbundesamt sieht dennoch keinen Grund für Optimismus.

warum auch
das CO2 ging die letzten 30 Jahre um 25 % zurück
das NOx um 60 %
in den Flüssen schwimmen wieder Fische
...
aber wir jammern weiter

Klöckners Augenwischerei

6 oder 7 % - das ist nur Augenwischerei von der Frau Klöckner.

Die CDU bricht den richtigen (echten) Bauern das Kreuz mit immer mehr Auflagen und Verordnungen, die nur der industriellen Landwirtschaft nutzen ( das sind nicht die Bauern oder Landwirte).

Und wenn die mal 10% weniger Gift kaufen, dann hat das Gründe die im Klimawandel oder Produktwandel zu suchen sind, und nicht in umweltfreundlichem Tun.

„"Um Ernten zu sichern, müssten die Pflanzen vor Schädlingen und Pilzen geschützt werden", so Klöckner“

Ich habe zwar wenig Ahnung von der Materie, habe aber schon genug TV-Dokumentationen aus dem In- und Ausland gesehen, in denen am funktionierenden Praxisbeispiel gezeigt wurde, dass das auch ohne das Versprühen von Giften geht. Allerdings nicht, wenn man aufgrund rein „wirtschaftlicher“ Erwägungen in einer allein am Geld-„Gewinn“ orientierten Marktwirtschaft auf Masse bzw. „Monokulturen“ statt auf Nachhaltigkeit bzw. Arterhaltung und den vernünftigen Umgang mit Naturressourcen und Vielfalt setzt.

Eine von jeglicher „Einflussnahme“ von politische - bzw. finanzielle - Interessen verfolgenden Stellen ungestörte Zusammenarbeit und Erfahrungsaustausch zwischen Praktikern und Wissenschaftlern aus aller Welt wäre da nicht nur im Interesse des Klima- und Umweltschutzes extrem hilfreich. Dass der geringere Pestizidabsatz ausgerechnet an der trockenen Witterung liegt, ist KEIN gutes Zeichen.

20:54 von Bender Rodriguez

Im Gegenzug hätten dann auch afrikanische oder asiatische Produzenten wieder die Möglichkeit, in ihrem Markt rentabel zu sein. Wenn aber deutsches Billigstfleisch billiger ist, geht das nicht.
.
so wenig wie ein deutscher Kunde gezwungen wird billige TShirts aus Indien zu kaufen
wo keine Umweltstandards gibt dafür aber Kinderarbeit
so wenig wird ein Afrikaner gezwungen billiges Hühnerfleisch aus der EU zu kaufen

Nitratbelastung

"Zudem müssen die Bauern in diesen [nitratbelasteten] Gebieten nun strengere Düngeregelungen befolgen."

Was beinhaltet diese neue Regelung? Und wird sie auch kontrolliert?

@Sisyphos3

"ein Landwirt [hat] schon ein gewisses Verantwortungsgefühl
wie er etwas betrachtet dass er von seinem Uropa erbte
und an seine Urenkel weitergeben will"

Offenbar kleben Sie an einer romantischen Vorstellung von Landwirtschaft in Deutschland, dich nichts mit der Realität zu tun hat. Die Industrielle "Produktion" mit ihren reichlich ausgebrachten Giften scheint Ihnen entgangen zu sein. Guten Appetit bleibt da nur zu wünschen übrig.

Um die Kapitalakkumulation der Wenigen zu ermöglichen, während die richtigen Bauern eingehen, werden die Böden verseucht und unsere Gesundheit mit prophylaktischer Antibiotikagabe aufs Spiel gesetzt. Dass sich all die Gifte dann auch in den Lebensmitteln wiederfinden, scheint Ihnen nicht in den Sinn zu kommen und ihre Heimatliebe offenbar nicht zu erregen.

21:43 von ofarrill

Offenbar kleben Sie an einer romantischen Vorstellung von Landwirtschaft in Deutschland
.
natürlich
wer in BW lebt hat ne andere Erfahrung wie einer aus NRW
erstaunlich nur ...
die Menschen werden hierzulande immer älter
obwohl die Randbedingungen (Umwelt etc.) doch immer schlechter werden - wie behauptet wird
Frage warum kaufen sie dann nicht bei "richtigen Bauern" ein ?

@sisyphos3

"so wenig wie ein deutscher Kunde gezwungen wird billige TShirts aus Indien zu kaufen
wo keine Umweltstandards gibt dafür aber Kinderarbeit
so wenig wird ein Afrikaner gezwungen billiges Hühnerfleisch aus der EU zu kaufen."

Vielleicht denken Sie da nochmal drüber nach. Da die Kolonialgeschichte afrikanische Gesellschaften komplett zerlegt hat, dürfte den meisten Afrikanern das grosszügige Auswählen der Produkte schwerfallen. Hier gehts in der Regel ums bloße Überleben.

Mit wieviel Ignoranz und Verachtung man sich so umgeben kann, ist schon erstaunlich!

Zahlenspiele

""Beim besonders im Fokus der Öffentlichkeit stehenden Wirkstoff Glyphosat betrug der Rückgang im Vorjahresvergleich 11,3 Prozent.""
*
Das heisst wieviel in Tonnen ?

Wie leider immer häufiger zu lesen werden interessante Zahlen nicht mehr in absoluten Zahlen angegeben, sondern in Prozenten.

Man stelle sich mal vor, die (täglichen) Toten- und Infektionszahlen bei der Thematik Corona würde nur!! noch in Prozentwerten angegeben.

Bin gespannt ob dieser mein Beitrag wieder gerötet wird.

Am 12. August 2020 um 21:04 von Sisyphos3

„mit der Gülle ist es etwas anderes, da kriegt er ja noch Geld wenn er sie ausbringt“

Sie haben Recht,

nur leider ist es umgekehrt.
Ähnlich wie mit dem Pferd.

18.09.2019
„Der Landwirt Martin Weber aus dem oberbayerischen Feldkirchen-Westerham berichtete gegenüber dem Bayerischen Rundfunk, dass er seine Gülle bis nach Dachau und noch weiter fahren muss um die Auflagen zu erfüllen.

Je nachdem, wo die Abnehmer sitzen und was sie dafür verlangen, die Gülle aufzunehmen, zahlen die Bauern inzwischen bis zu 18 Euro pro Kubikmeter.

Weber kommt dadurch auf Kosten von bis zu 6.000 Euro.“

Fatale Kreisläufe

Nach der Pestizidausbringung werden oft auch Nützlinge vollständig abgetötet. Nach dem Tod der Nützlinge kann es zu einer schnellen Wiederbesiedlung des Gebietes mit Schädlingen kommen, was eine erneute Pestizidbehandlung nach sich zieht. Ein fataler Kreislauf, der die Menge der eingesetzten Pestizide immer weiter in die Höhe treibt.

Im Biolandbau werden keine Pestizide eingesetzt. Davon profitieren Natur, Grundwasser, Lebensmittelqualität - und damit wir alle.

Das Umweltbundesamt

kann offenbar nicht einfach die positive Nachricht würdigen. Sonst käme vielleicht noch Jemand auf die Frage, was genau diese Behörde leistet. Bauern handeln verantwortlich aus Einsicht, im eigenen Interesse. Die brauchen nicht ständig erhobenen Zeigefinger der Beamtenschar in Berlin

Wie wäre es, wenn die Bauern mal

zwei Jahre ihre Gifte nicht spritzen würden? und dann im Wechsel, mal ein Jahr gezielt spritzen und das nächste Jahr aussetzen. Langfristig sollten sie dann ganz auf das Teufelszeug verzichten.

22:17 von Werner Krausss

ich weiß nur dass deutsche Landwirte von diesen holländischen Mastbetrieben die Gülle übernehmen
und auf ihren Feldern ausbringen
Wir haben die Nitratbelastung und die Strafen der EU und die Niederländer sind aus dem Schneider

Unsre Landwirtschaft:-D

Bin mal gespannt mit welchem Großbauer, nach dem Nestle Auftritt, Frau Klöckner wieder Werbung machen wird;-)

22:17 von Werner Krausss

<< 21:04 von Sisyphos3

„mit der Gülle ist es etwas anderes, da kriegt er ja noch Geld wenn er sie ausbringt“

Sie haben Recht,

nur leider ist es umgekehrt. <<

.-.-.

Interessante Formulierung, Werner Krauss.

@ofarrill, 21:52 (re @sisyphos3)

>> "so wenig wie ein deutscher Kunde gezwungen wird billige TShirts aus Indien zu kaufen wo keine Umweltstandards gibt dafür aber Kinderarbeit so wenig wird ein Afrikaner gezwungen billiges Hühnerfleisch aus der EU zu kaufen." <<

„Vielleicht denken Sie da nochmal drüber nach. Da die Kolonialgeschichte afrikanische Gesellschaften komplett zerlegt hat, dürfte den meisten Afrikanern das grosszügige Auswählen der Produkte schwerfallen. Hier gehts in der Regel ums bloße Überleben.
Mit wieviel Ignoranz und Verachtung man sich so umgeben kann, ist schon erstaunlich!“

Danke. Das „klarzustellen“ war jetzt aber wirklich mal überfällig.

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