Kommentare

Sehr konstruktiv

Steine Werfen, mit Fahnen durch die Gegend rennen und hysterisch rumbrüllen, hat schon immer geholfen, Misstände zu beseitigen, die Folgen von Katastrophen zu beseitigen und Häuser wieder aufzubauen. Und ist besser, als sich mit so nutzlosen Dingen zu beschäftigen, wie Trümmer wegräumen, etwas reparieren, neu herstellen oder Kranke zu pflegen und die Toten zu beerdigen.
Von nix kommt nix.

Trauer und Wut

"Aus den Reihen der Demonstranten waren außerdem Sprechchöre zu hören, unter anderem "Revolution, Revolution" oder "Das Volk will den Sturz des Regimes". Laut Nachrichtenagentur Reuters waren auch Banner mit dem Inhalt "Verschwindet, ihr seid alle Mörder" zu sehen, während die Agentur AP von symbolischen Schlingen berichtete, mit denen Politiker und Beamte wegen der tödlichen Explosionen erhängt werden sollten."

Na, dann werden ja bald ein paar Politiker in Europa Asyl bekommen, ach nein, das heisst ja Exile, damit sie dann nach ein paar Jahren wieder zurückkehren können, die bringen ja ein wenig Geld mit. Und ist der Renault Mann Ghosn, der aus Japan geflohen ist, nicht auch im Libanon?

rer Truman Welt

Alles braucht einen Anlass was jedoch nicht mit einer Ursache verwechselt werden sollte.
Was die Libanesen in den letzten 50 Jahren ertragen mußten, glaube ich, können wir emotional nicht nachvollziehen. Deshalb sind sie leidensfähig. Es brauchte wohl dieses Ausmaß einer unbeschreiblichen Katastrophe, die jetzt selbst die Grenzen dieser Leidenskultur überschreitet und nun den Frust, die Wut und die Aggression einer Hoffnungslosigkeit die Menschen nachhaltig auf die Straße treibt. Für mich eine völlig nachvollziehbare Reaktion. Wer fühlt, nichts mehr zu verlieren zu haben, hat kein Risiko bei allem was er/sie macht.

RE: fathaland slim um 17:42 - Vorgängrthread

***Ich bin jetzt wirklich mal gespannt,
wie lange es dauern wird, bis die hier im Artikel beschriebenen Unruhen als Regimechange-Bemühungen des "Westens" gedeutet werden.
Ich fürchte, ich muss nicht lange warten.***

Müssen Sie nicht ! Aber das kam vermutlich doch schneller als gedacht.

Dass die Menschen ihre korrupte Regierung endlich leid sind, darauf kommt so manche Verschwörungsgläubige nicht.

Gruß Hador

Demonstranten

Warum arbeitet man eigentlich nur noch mit diesen penetranten Euphemismen, selbst wenn es tatsächlich um Randale, Plünderungen und massive Sachbeschädigung geht?
.
Es gibt überall Demonstranten, Gegner und eine Opposition. Das ist richtig und gut so.
.
Allerdings sind die Teilnehmer an Plünderungen, Brandstiftung, Gewalt & Co keine Demonstranten, sondern gewaltbereite Straftäter. Der Zweck heiligt nicht immer die Mittel, das sollte man wieder einmal berücksichtigen.
.
Den vielen Toten und Verletzten zeugt man so jedenfalls keinen Respekt.

@18:11 von Vanessa7_7

(Vorgängerthread)

Kann ein Artikel nicht mal kommentiert werden, ohne dass früher oder später tumbe Klassenkampfparolen gedroschen werden?

Der Ärger über mafiöse

Der Ärger über mafiöse Strukturen in Regierung und Wirtschaft ist verständlich,
aber ob weitere Zerstörungen in dieser Situation hilfreich sind, darf bezweifelt werden.

eine Regierung ist wohl immer auch ein Abbild der Gesellschaft

von daher denke ich die Korruption und der Schlendrian ist überall
und nicht auf die oberste Schicht der Bevölkerung begrenzt
wahrscheinlich rafft dort jeder nach Kräften und sei es nur nach dem Motto
"die anderen tun es ja auch"
ob das ne Gesellschaft weiterbringt ... so wie es dort aussieht offenbar nicht

Rücktritt

Die Regierung muss zurücktreten, da gibt es kein Vertun.

Demonstranten stürmen Außenministerium

Wenn's denn Spaß macht - wenn man revoltieren will, gäbe es aber andere Ministerien...

Experten-Regierung

Von TS, 21.01.2020

"https://kurzelinks.de/jfnc"

Diese Experten-Regierung ist nach den Massenprotesten mit wohl viel Mühe zusammengestellt worden. Wenige Zeit später begannen die Proteste wieder.

Fragen:

Nur Parteisoldaten gegen Religionssoldaten ausgetauscht?

Was hat diese Regierung überhaupt bewegt?

Wie stark haben die Sanktionen das
Land weiter geschwächt?
Auf Kosten der Bevölkerung.

Gruß
Leipzigerin59

vorbildlich in der Coronazeit

zumindest tragen die steinewerfenden Demonstranten Masken und Gesichtsschutz

Kein Wunder

Die Leute gehen auf die Barrikaden oder wie hier ins Außenministerium, wenn der Staat seine Bevölkerung verkaufen will.

Die haben nicht umsonst das Außenministerium besetzt! Die ach so liebe Hilfe aus dem Ausland war/ist dann Geld gegen Reformen. So hat Macron sofortige Hilfe angeboten, wenn der Libanon Reformen anstrebe. Das ist keine Hilfe, das ist Erpressung. Wie in Griechenland, Spanien und Portugal. Bei den Italienern haben sie es ja auch versucht, diese EU-Bosse.

Man sollte wirklich aufhören von Hilfen zu sprechen, wenn diese mit Forderungen verbunden sind. Eine Hilfe ist freiwillig und ungebunden. Bei ihr gewinnt nur eine Seite und zwar die, für die die Hilfe ist.

Das der Helfer durch die Hilfe sich selbst hilft ist so eine widerliche Neuart von Weltansicht, die es früher zwar auch zu Hauf gab aber alle geleugnet haben (zum Beispiel Kirchenführer), weil es, zu Recht, unsittlich ist, ja widersinnig.

Entweder du Hilfst oder du machst ein Handel. Bisschen Ehrlichkeit täte gut!

Hoffentlich anfang vom ende

Ich hoffe das ist der Anfang vom Ende des schiitischen und religiösen Despotie.

Solange Ämter nach Religionszugehörigkeit verteilt werden ist das Land dem Tod geweiht. Hier ist Europa gefragt! Denn Libanon ist eine äußerst wichtiger Staat ...

Wertewesten

Der Wertewesten ist die einzige Instanz, die uneigennützig und wertfrei helfen kann.

Normalität

Wenn sich die Regierenden (Verwaltung) um sich selbst kümmern und ihr Klientel bedienen, die Ethik nicht an realen (menschlichen) Umständen orientiert und die Bevölkerung darunter leidet, wäre es verwunderlich, wenn die Verwaltung nicht ausgewechselt werden würde. Nicht nur die Französchische Revolution hat diese gezeigt. Das ist doch normal...

Die EU sollte den

Die EU sollte den Demonstranten bei ihrem Ziel der Einführung echter Demokratie volle Unterstützung geben.

18:50, SysLevel

>>Der Ärger über mafiöse Strukturen in Regierung und Wirtschaft ist verständlich,
aber ob weitere Zerstörungen in dieser Situation hilfreich sind, darf bezweifelt werden.<<

Volksaufstände sind leider immer mit roher, sinnloser Gewalt verbunden. Die von einer kleinen Minderheit ausgeübt wird. Friedliche Revolutionen sind die absolute Ausnahme.

Das war immer so und wird wohl auch immer so bleiben.

Was die Wut der Menschen nicht weniger berechtigt macht.

Trotzdem liefert es natürlich denjenigen eine Steilvorlage, die die Proteste diskreditieren wollen.

Herzlichen Glückwunsch....

Zur nächsten Runde des arabischen Frühlings.

Mal abwarten, wie lange es dauert, bis Sunniten und Schiiten klar sehen, das sie höchst unterschiedliche Vorstellungen bezüglich des zukünftigen Staatswesens haben.

Und Debatten deswegen führen :-)

Und wo ist die EU?

Die Frage scheint berechtigt: " Wo ist die Katastrophen-Mannschaft der EU?" Warum haben wir, die Europäer nicht eine solche Feuerwehr-Spezial-Truppe, wo Mediziner, Ingenieure und weitere Spezialisten integriert sind. Da meldet sich Herr Macron und ist in 15 Minuten vor Ort, mit einer Maske, und schaut sich persönlich um, und leitet eine nationale Aktion, außerhalb der EU ein! Schon bedenklich, diese EU! Oder nicht?

19:00, Jayray

>>So hat Macron sofortige Hilfe angeboten, wenn der Libanon Reformen anstrebe. Das ist keine Hilfe, das ist Erpressung. Wie in Griechenland, Spanien und Portugal. Bei den Italienern haben sie es ja auch versucht, diese EU-Bosse.<<

Macron hat Reformen angemahnt und in diesem Zusammenhang besonders die Bekämpfung der grassierenden Korruption gefordert. Er hat die Katastrophenhilfe aber nicht davon abhängig gemacht. Diesen Kausalzusammenhang haben Sie konstruiert, um auf die EU einschlagen zu können.

"https://www.deutschlandfunk.de/besuch-in-beirut-macron-dringt-auf-politische-reformen-im.1939.de.html?drn:news_id=1159039"

Die "EU-Bosse" sind übrigens die gewählten Regierungschefs der Länder Europas.

Libanon !

Was religiöse Machtansprüche so alles anrichten können, sieht man auch in anderen Ländern, wo ein paar angeblich super- gläubige dem Volk vorschreiben, wie es zu leben und zu glauben hat. Und die doch so religiöse Elite das Volk tyrannisiert, ausbeutet, missbraucht und sich viel Reichtum ansammelt, sieht man im Iran, Saudi Arabien und anderen muslimischen Ländern. Das Gleiche wurde im Libanon auch zum großen Teil so gehandhabt. Mit groß dabei die unsägliche Hisbollah, die sich dadurch viel Geld und Macht ergaunert hat und nur für Unfrieden sorgt.
Deshalb ist die Wut der Bevölkerung mehr als verständlich, auch wenn man liest, dass viele Protagonisten von dem Ammoniumnitrat wussten, aber nichts dagegen taten. Dieses furchtbare Unglück wäre also vermeidbar gewesen, aber keiner der Wissenden wollte es angehen, diese Menge sicher zu lagern oder zu beseitigen.

19:01, Googol

>>Ich hoffe das ist der Anfang vom Ende des schiitischen und religiösen Despotie.

Solange Ämter nach Religionszugehörigkeit verteilt werden ist das Land dem Tod geweiht. Hier ist Europa gefragt! Denn Libanon ist eine äußerst wichtiger Staat ...<<

Machen Sie sich doch bitte mit dem religiösen Proporzsystem des zu über 40% christlichen Libanon vertraut.

Es gibt dort keine religiöse Despotie.

Einfach ... naja

Mit solchen Bürgern kann kein Staat funktionieren.

Wut und Gewalt

...genau, so bringt man sein Land nach vorne.
Ich dachte alle Kräfte werden beim aufräumen gebraucht.

19:49 von fathaland slim

Richtig. Genauso wenig, wie es Zusammenhalt und gemeinsam empfundene Verantwortung für das Wohlergehen aller gibt.

Die Randale finden nicht statt, weil irgendjemand fälschlich meint, das würde Beirut jetzt helfen - sondern weil Gruppen die Situation als Gelegenheit sehen ...

19:49 von fathaland slim

19:01, Googol

>>Ich hoffe das ist der Anfang vom Ende des schiitischen und religiösen Despotie.

Solange Ämter nach Religionszugehörigkeit verteilt werden ist das Land dem Tod geweiht. Hier ist Europa gefragt! Denn Libanon ist eine äußerst wichtiger Staat ...<<

Machen Sie sich doch bitte mit dem religiösen Proporzsystem des zu über 40% christlichen Libanon vertraut.

Es gibt dort keine religiöse Despotie.
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*
*
Sicher, mein Vater hätte Ihnen sicher zugestimmt, das der noch nie gelungene, bzw nie probierte reine Sozialismus auch dort die einzige Lösung aus jedem DiIimma ist.
*
Ansonsten Klosterfrau Melissengeist, nie war er so wertvol wie Heute.
*
Aber nur wieder kapitalistisch, wenn es links wieder ncht klappt?
*
(Bin ich meinem Erbe schuldig)

Di e Spirale

DAS ist genau der falsche Weg - und er wird die Spirale der Gewalt genau so drehen wie bisher.

@Autochon

"Mal abwarten, wie lange es dauert, bis Sunniten und Schiiten klar sehen, das sie höchst unterschiedliche Vorstellungen bezüglich des zukünftigen Staatswesens haben."

die 40% Christen nicht vergessen. :-)

Und die syrischen Flüchtlinge im Land. Immerhin 1/4 der gesamt Bevölkerung. Im Libanon gehen übrigens mehr Kinder Syrischer Flüchtlinge zur Schule als einheimische.

Ich wollte das nur erwähnt haben weil alle wegen der Korruption meckern. Wenn Deutschland im Verhältniss zur Bevölkerung so viele Syrer auchgenommen hätte wie der Libanon hätten wir jetzt 100 Millionen Einwohner!

Was die Libanesen die letzten Jahre geleistet haben hätte Deutschland nie geschafft.

der fehlende Faktor

" Bevor man das Schwert erhebt sollte man wissen ,wohin man schlägt" - und bevor man die Demokratie als Staatsform empfiehlt sollte man ihre notwendigen Voraussetzungen kennen.
Die Demokratien - wenn sie funktionieren soll - braucht ein Mindestmaß an Homogenität der Bürger , gleichsam den kleinsten gemeinsamen Nenner. Das leuchtet wohl meistens auch ein. Beim genaueren Hinsehen bemerkt man aber, daß allzu Viele den Individualismus, um nicht zu sagen Egoismus, als diesen Nenner ansehen. Logisch daß es dann schief geht. Der Libanon hat keinne demokratiefähigen gemeinsamen Nenner - ganz unabhängig davon , worin die geschichtlichen und politischen Ursachen liegen. Einige Kommentatoren hegen Zweifel , daß der Libanon derzeit einen solchen Nenner finden wird - durchaus berechtigte Zweifel. Es fehlt einfach der integrierende Faktor. Israel könnte ,zumindest als Modell, diese Rolle übernehmen. Dazu müßte es aber über die Hürde einer religiösen Selbstlähmung springen - Illusion?

„Die Aktivisten betrachten die Tragödie als Folge von Korruption und Nachlässigkeit der Regierenden. (...)“
„Erst am Freitag tauchten Dokumente auf, die belegten, dass der Zoll, das Militär, Sicherheitsbehörden und die Justiz in den vergangenen sechs Jahren zehn Mal wegen der Riesenmenge Ammoniumnitrat Alarm schlugen, die ungeschützt im Hafen lagerte. Doch geschah nichts“

An diesen Zuständen wird sich auch durch Neuwahlen bzw. mit „neuen Gesichtern“ an der Spitze des „bewährten“ Systems nichts ändern. Solange die Bedingungen für ihren Lebensalltag von den Entscheidungen irgendeiner Regierung abhängen, die sie alle gegeneinander ausspielt, bleiben die Bürger weiter „außen vor“.

@vaterland dürr

„ des zu über 40% christlichen “

Ich hätte kaum zu träumen gewagt das sie sich jemals auf das Vorhandensein einer relativen Mehrheit von Christen berufen würden, um die zukunftsfähigkeit eines Gemeinwesens zu belegen.

Aber nun ist es wohl passiert.

Wir stehen aktuell am Anfang eines libanesischen arabischen Frühlings.

Der seinen Beispielen in Lybien, Syrien, Ägypten, Tunesien folgen wird.

Gott (oder was immer den Gang der Welt bestimmt) möge dafür sorgen, das unterschiedliche Weltregionen unterschiedliche Ansätze für ihre Zukunft hernehmen können.

Und das blasierte westliche Politiker die Hände von dieser sehr fragilen Weltreligion lassen.

Was bisher an arabischem Frühling passierte, war eine ausgewachsene Katastrophe.

Und es gehört viel Bösartigkeit oder viel Blödheit dazu, noch mehr davon zu wollen.

Sind die Protestler ...?

Es tut mir leid. Aber angesichts einer solchen nationalen Katastrophe ausgerechnet jetzt auf die Straße zu gehen und einen Aufstand zu initiieren, wo alle gesellschaftlichen Kräfte enger zusammenrücken sollten, um diesen nationalen Kraftakt des Wiederaufbaus zu stemmen, & dadurch mitunter auch für die Bergung und Suche nach Vermissten notwendige Sicherheitskräfte nicht zu binden, ist in meinen Augen komplett ...!

Kann man die Proteste nicht wenigstens eine Woche lang ruhen lassen? Die Regierung hat überdies bereits Neuwahlen in Aussicht gestellt! Also wozu jetzt noch diese Randale auf der Straße veranstalten? Die sollen nach Hause gehen & wenigstens vorübergehend mal die Klappe halten, damit der Wiederaufbau auch mit internationaler Hilfe zügig über die Bühne gehen kann.

Und mal im Ernst: die demonstrieren zwar gegen die Korruption, sind aber nicht minder selber häufig derart korrupt! Bringt also nix! Wer schon mal im Libanon war, weiß, wie es da in der Zivilgesellschaft läuft!

19:41, Autochon

>>Herzlichen Glückwunsch....
Zur nächsten Runde des arabischen Frühlings.

Mal abwarten, wie lange es dauert, bis Sunniten und Schiiten klar sehen, das sie höchst unterschiedliche Vorstellungen bezüglich des zukünftigen Staatswesens haben.

Und Debatten deswegen führen :-)<<

Sunniten und Schiiten machen jeweils etwa 27% der Bevölkerung aus, Christen verschiedener Konfessionen etwa 42%. Der Rest verteilt sich auf andere Religionen, unter anderem die sehr einflussreichen Drusen.

Es lohnt, sich abseits wohlfeiler Parolen mit dem komplizierten libanesischen Gefüge zu beschäftigen.

„während die Agentur AP von

„während die Agentur AP von symbolischen Schlingen berichtete, mit denen Politiker und Beamte wegen der tödlichen Explosionen erhängt werden sollten.“

Das erinnert ja förmlich an eine Pegida-Demo mit Galgen.
Zumindest verhaltensoriginell sind die Revolutionäre

@ fathaland slim

Bezüglich Ihrer Spannung es gäbe möglicherweise die Absicht, die Vorgänge im Libanon als Regimechange-Bemühungen des "Westens" zu deuten, wird es doch eher darauf hinauslaufen, selbige Bemühungen Herrn Putin in die Schuhe zu schieben.
Zumindest Beirut ist doch immer eine westliche geprägte Stadt gewesen, die dem Westen als Basis für seine Geheimdienste ganz lieb war und Macron ist da nur stehenden Fußes hingeeilt, um das Naheliegendste zu verhindern und nicht Erdowahn die Chance zu überlassen, sich als osmanischer Heilsbringer mit seinen klebrigen Fingern an einem weiteren Land zu vergreifen.
Erdowahn zwischen Frankreich und Russland.
Ein Bild wie vor 150 Jahren.
Ich befürchte, da wird es noch richtig spannend und 2,5 Tonnen Sprengstoff waren bestimmt nicht das letzte Wort.
Wenn’s Erdowahn hinwegfegt, gibt es zumindest für
die Türkei einen kleinen Lichtblick.

Lieber Herr

Lieber Herr Bundeskanzler,
ich finde den Tagesschaubericht wirklich einseitig und deshalb ich kann ihren Kommentar auf der Basis des Artikels nachvollziehen. Tatsächlich ist das Engagement und die Solidarität der Libanesen und Libanesinnen in Beirut vor Ort enorm. BBC aber auch andere Medien und Leute vor Ort beschreiben ein ganz anderes Bild und es ist schade, dass die Beiträge der Tagesschau das nur so wenig widerspiegeln. Hunderte/tausende junge Menschen, die die Trümmer wegräumen, von Haus zu Haus gehen und Älteren und Familien helfen. Über die sozialen Medien gibt es Aufrufe, in welchen Straßen und Vierteln Hilfe besonders benötigt wird, Menschen spenden Essen und in ganz Libanon verteilt bieten Leute Schlafplätze an für diejnigen, deren Häuser unbewohnbar sind, Handwerkerinnen und Handwerker bieten Reperaturen zum Selbstkostenpreis an, es gibt sogar Initiativen das Glas und die Scherben zu sammeln, um es später wieder zu recyceln.

19:01 von wladimir kevesligeti

Der Wertewesten ist die einzige Instanz, die uneigennützig und wertfrei helfen kann.
.
was sind denn die Werte des Westens ?
Euro und US$
ansonsten
griechische Zivilisation
römisches Recht
christliche Religion
also Sklaverei Korruption und Inquisition

21:25 von Schokolade3000

dass man Selbstverständlichkeiten hervorhebt
ist schon bemerkenswert
Wer soll denn dort wieder lebenswerte Zustände schaffen
wenn nicht die Menschen dort ?

20:52 von Axtos

wie sieht ein Flüchtlingslager im Libanon aus
was fordern dort die Flüchtlinge ?
meines wissen Zeltstädte so weit das Auge reicht
50 bis 100 Personen im Zelt
Wasser 2 mal am Tag und Strom wenn es gewittert
Stacheldraht außen rum
von Matratzen anzünden hört man wenig
wahrscheinlich weil die wissen dann auf dem Lehmboden schlafen zu müssen

während die Agentur AP von symbolischen Schlingen berichtete,

mit denen Politiker und Beamte wegen der tödlichen Explosionen erhängt werden sollten
.
die tun sich weniger schwer in ihrer Gesellschaft, sich deutlich zu positionieren
was täte bei uns für ne Diskussion entbrennen

@fathaland slim, 19:39

„Volksaufstände sind leider immer mit roher, sinnloser Gewalt verbunden“

Das größte Problem dabei ist das Fehlen jeglicher Fairness durch die „systematisch“ perpetuierte „Waffenungleichheit“ zwischen Bürgern und „Regierungsverantwortlichen“.

@ Sisyphos3

was sind denn die Werte des Westens ?

Dollar und Euro. Der Westen kann dem Libanon mit Geld helfen ohne eigenes Profitstreben.

Muss mich erst an diese Seite

Muss mich erst an diese Seite hier gewöhnen. Meine Hervorhebung bezog sich ganz speziell als Antwort auf einen Kommentar weiter oben. Da wurde sich sehr verständnislos über die Demonstrationen geäußert und vorgeschlagen, die Leute sollten lieber wiederaufbauen.
Ich wollte betonen, dass das eine, das andere nicht ausschließt und dass es ein sehr sehr großes Engagement bei Wiederaufbau gibt.
Dass die Leute aber frustriert sind, weil die Regierung beim Wideraufbau eben nicht zu sehen ist (zusätzlich zu den vielen anderen Gründen, warum viele schon seit Jahren unzufrieden mit ihrer Regierung sind) und das äußern, und das mit dem Verweis darauf, dass sie still sein sollen und einfach wiederaufbauen, finde ich sehr unangebracht.

Regimechange

Ich wäre für einen Regierungswechsel, sprich einen Regimechange im Libanon, wenn das Land weg von der Korruption und den Partikularinteressen käme und hin zu einer uneigennützigen Regierung im Sinne der Bevölkerung. In den Augen der Demonstranten ist das Regime eh am Ende.

22:07 von wladimir kevesligeti

hin zu einer uneigennützigen Regierung im Sinne der Bevölkerung
.
da erinnere ich mich ...
war das nicht mal ne Insel "Utopia" genannt
da berichtete ein gewisser Thomas Morus
aber auch schon wieder 500 Jahre her
keine Ahnung was daraus geworden ist

20:53, Autochon

>>Ich hätte kaum zu träumen gewagt das sie sich jemals auf das Vorhandensein einer relativen Mehrheit von Christen berufen würden, um die zukunftsfähigkeit eines Gemeinwesens zu belegen.

Aber nun ist es wohl passiert.

Wir stehen aktuell am Anfang eines libanesischen arabischen Frühlings.

Der seinen Beispielen in Lybien, Syrien, Ägypten, Tunesien folgen wird.

Gott (oder was immer den Gang der Welt bestimmt) möge dafür sorgen, das unterschiedliche Weltregionen unterschiedliche Ansätze für ihre Zukunft hernehmen können.

Und das blasierte westliche Politiker die Hände von dieser sehr fragilen Weltreligion lassen.

Was bisher an arabischem Frühling passierte, war eine ausgewachsene Katastrophe.

Und es gehört viel Bösartigkeit oder viel Blödheit dazu, noch mehr davon zu wollen.<<

"vaterland dürr" ist eine der intelligentesten Verballhornungen meines Nicks, die ich bisher lesen durfte.

Und Sie sollten sich vielleicht von dem Schlagwort "Arabischer Frühling" ein wenig lösen:=)

22:00 von wladimir kevesligeti

nichts ist umsonst
nicht mal der Tod
weil der kostet das Leben

 22:00 @wladimir kevesligeti

19:01 @wladimir kevesligeti
" Wertewesten
..
Der Wertewesten ist die einzige Instanz, die uneigennützig und wertfrei helfen kann. ..."
...

" was sind denn die Werte des Westens ?
》Dollar und Euro. ... 《 "

Diese Argumentation ist wirklich brillant, der "Wertewesten" ,
(welch Phrase),
hilft ... wertfrei ...

Die Werte sind also Geld.
Stimmt,
Besser Kapital, schließlich haben wir Kapitalismus.

Vielleicht hebt der "Wertewesten" erst einmal die Sanktionen auf und hilft außerdem den Millionen syrischen Flüchtlingen im Libanon.

Gruß
Leipzigerin59

@DerBundeskanzler

"Am 08. August 2020 um 18:31 von DerBundeskanzler
Sehr konstruktiv"

.

Sie sagen es sehr konstruktiv. Nur wenn bei uns Demonstranten Steine werfen wie im Libanon werden sie von unseren Medien als Chaoten und Gewalttäter bezeichnet. Wenn die selben Leute das im Libanon machen, dann sind das in unseren Medien, die ÖR voran, "Aktivisten". Seltsam nicht wahr?

21:14, nie wieder spd

>>@ fathaland slim
Bezüglich Ihrer Spannung es gäbe möglicherweise die Absicht, die Vorgänge im Libanon als Regimechange-Bemühungen des "Westens" zu deuten, wird es doch eher darauf hinauslaufen, selbige Bemühungen Herrn Putin in die Schuhe zu schieben.<<

Beides geht in die Irre.

Könnte man sich vielleicht einmal in die Situation der protestierenden Menschen hineinfühlen, auch wenn es vielleicht schwer fällt?

Genau diesen Denkanstoß beabsichtigte ich mit meinem Kommentar.

21:54, Nettie

>>@fathaland slim, 19:39
„Volksaufstände sind leider immer mit roher, sinnloser Gewalt verbunden“

Das größte Problem dabei ist das Fehlen jeglicher Fairness durch die „systematisch“ perpetuierte „Waffenungleichheit“ zwischen Bürgern und „Regierungsverantwortlichen“.<<

Ja, da gebe ich Ihnen Recht.

Es gibt da einen Begriff:

"Asymmetrischer Konflikt".

Trauer und Wut sind das eine.

Aber was soll die Gewalt nun bringen?

Die Leute leben ihr Leben lang in dem Land, wissen wie das da läuft. Proteste gab es schon früher.

Wer soll nun da an die Macht kommen, wenn die aktuelle Regierung weg ist? Gibt es jemanden, der das besser kann?

Mit "Der muss weg" ist noch nie etwas erreicht wurde.

22:30, Leipzigerin59

"Wertewesten" ist einer der bescheuertsten Begriffe, die mir in meinem mittlerweile vierundschzigjährigen Leben untergekommen sind.

Immer wenn ich ihn lese, lese ich nicht mehr weiter.

Uli Gack berichtet das Finanzministerium in Beirut ist gestürmt

Gerade eben berichtet Uli Gack im ZDF, dass nicht nur mehr das Außenminiterium von diesen Demonstranten gestürmt wurde, sondern auch das Finanzministerium.

Noch versucht das Militär laut Uli Gack noch die Verteidigung. Aber: die hätten laut Gack seit Monaten keinen Lohn mehr gesehen und könnten noch die Seiten wechseln.

https://tinyurl.com/y64nlw9h
ZDF-Nachrichten: "Alte Regierung ablösen" 1 min | 08.08.2020

Von daher hoffe ich nur, dass es heute Nacht nicht zu Mord und Totschlag kommt. Neuwahlen wurden ja schon vorgeschlagen. Die Demonstranten sollten sich mal überlegen, wie die Zukunft des Landes aussehen soll und was sie ändern wollen. Außerdem suchen die Menschen dort noch immer nach vielen Vermissten nach dieser fürchterlichen Explosion.

22:34, laurisch._karsten

>>@DerBundeskanzler
"Am 08. August 2020 um 18:31 von DerBundeskanzler
Sehr konstruktiv"

.

Sie sagen es sehr konstruktiv. Nur wenn bei uns Demonstranten Steine werfen wie im Libanon werden sie von unseren Medien als Chaoten und Gewalttäter bezeichnet. Wenn die selben Leute das im Libanon machen, dann sind das in unseren Medien, die ÖR voran, "Aktivisten". Seltsam nicht wahr?<<

Solche Behauptungen und Vergleiche sind doch nun wirklich albern.

Was soll das?

22:42, Tada

>>Trauer und Wut sind das eine.
Aber was soll die Gewalt nun bringen?

Die Leute leben ihr Leben lang in dem Land, wissen wie das da läuft. Proteste gab es schon früher.

Wer soll nun da an die Macht kommen, wenn die aktuelle Regierung weg ist? Gibt es jemanden, der das besser kann?

Mit "Der muss weg" ist noch nie etwas erreicht wurde.<<

Die Leute sind sauer.

Verstehen Sie das nicht?

@19:39 von fathaland slim 18:50, SysLevel

//Das war immer so und wird wohl auch immer so bleiben.

Was die Wut der Menschen nicht weniger berechtigt macht.//

Ich bin zwar gegen jede Form von Gewalt, aber wenn sich aufgestaute Wut in der Menge Bahn bricht, werden vermutlich auch sonst friedliche Menschen Steine werfen. Je größer das Gefühl der Hilflosigkeit, desto eher kommt es wohl zu Gewalt.
Bin keine Expertin, denke nur, dass das so sein könnte.
Allerdings meine ich damit nicht Gewaltexzesse wie z.B. G20.

@22:44 von fathaland slim 22:30, Leipzigerin59

//"Wertewesten" ist einer der bescheuertsten Begriffe, die mir in meinem mittlerweile vierundschzigjährigen Leben untergekommen sind.

Immer wenn ich ihn lese, lese ich nicht mehr weiter.//

Wenn Sie das auf "westliche Werte" und "unsere Werte" u.s.w. ausweiten, müssen Sie aber ziemlich oft Ihre Zeitungen beiseitelegen.

19:01 von Googol

Solange Ämter nach Religionszugehörigkeit verteilt werden ist das Land dem Tod geweiht. Hier ist Europa gefragt!
.
warum Europa
der Libanon befindet sich in Asien
ein eigentlich arabisches Problem weil in deren Kulturkreis
und wenn da es dort Quoten gibt
gibt´s das hierzulande nicht auch bzw, wird angestrebt
da rede ich jetzt nicht mal von der Frauenquote
wenn die Merkel ne Regierung bildet
nach welchen Kriterien werden die Ministerposten verteilt
Qualifikation ? das glaub ich kaum
da möchte NRW nicht zu kurz kommen oder der Norden oder irgendwer im Süden oder Osten

22:59 von Anna-Elisabeth

Je größer das Gefühl der Hilflosigkeit,
.
dazu braucht man kein Psychologe zu sein das sagt einem seine Erfahrung

@20:56 von RoyalTramp

// Wer schon mal im Libanon war, weiß, wie es da in der Zivilgesellschaft läuft!//

Könnten Sie diesbezüglich einen Hinweis geben? Schließlich scheint die Zivilgesellschaft im Libanon nicht sehr homogen.

@fathaland slim 22.48

Die Leute sind sauer.
Verstehen Sie das nicht?" Schon verständlich, aber es riecht nach Mord und Totschlag. Und in der aktuellen Situation wird ein neuer Bürgerkrieg nichts verbessern. Verstehen Sie das nicht?

23:10 @Anna-Elisabeth @fathaland slim ...

Leider gibt es viele / einige Journalisten, die solche Phrasen reichlich verwenden.

Wenn man (wie ich) ca. 15 Jahre lang oft nur Phrasen zu lesen bekam, reagiert
man besonders empfindlich.

- wie ich,
ich rechne nur mal meine ganz bewusste Wahrnehmungszeit -

Gruß
Leipzigerin59

23:15 @deutlich @fathaland slim

Vielleicht müssen hier ganz schnell
UN-Truppen de-eskalierend eingreifen.

23:10, Anna-Elisabeth

>>@22:44 von fathaland slim 22:30, Leipzigerin59
//"Wertewesten" ist einer der bescheuertsten Begriffe, die mir in meinem mittlerweile vierundschzigjährigen Leben untergekommen sind.

Immer wenn ich ihn lese, lese ich nicht mehr weiter.//

Wenn Sie das auf "westliche Werte" und "unsere Werte" u.s.w. ausweiten, müssen Sie aber ziemlich oft Ihre Zeitungen beiseitelegen.<<

Nein, muss ich nicht.

In den Zeitungen, die ich lese, wird nicht über Werte geschwafelt.

Durchaus aber gelegentlich geredet.

Sollte man auch.

IMHO.

23:27, Leipzigerin59

>>23:15 @deutlich @fathaland slim
Vielleicht müssen hier ganz schnell
UN-Truppen de-eskalierend eingreifen.<<

Ist ja mein Reden.

Man sollte die ganze Welt unter UN-Protektoratsstatus stellen.

Oder wie immer man das nennen möchte.

Anders wird es mittelfristig nicht gehen, es ist aber weltpolitisches Neuland.

Ich denke dann manchmal an John Lennons "Imagine",

diese alte Schnulze.

Darstellung: