Ihre Meinung zu: Studie zu Homeoffice: Weniger Stress, mehr Produktivität

22. Juli 2020 - 13:36 Uhr

Mehr Zeit für die Familie, weniger Stress - und häufig mehr Produktivität: Viele Arbeitnehmer bewerten ihre Erfahrungen im Homeoffice laut einer Studie positiv. Doch manches wird auch vermisst.

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Kommentare

Homeoffice ist gemütlich

Jeder wird wohl andere Erfahrungen mit dem Thema machen. Für Arbeitgeber dürfte interessant sein, ob die Arbeitsleistung gleich oder besser ist. Bedenklich ist hier, dass viele Interviewte angaben, Privates und Berufliches nicht trennen zu können. Dies lässt entweder auf zu lange Arbeitszeiten schließen oder darauf, dass eine zu große Ablenkung im Homeoffice besteht. Beides ist nicht gut.
Ich persönlich möchte Homeoffice kaum missen, weil ich dann gemütlich am Laptop auf dem Balkon sitzen kann und mir bei der Arbeit die Sonne auf den Bauch scheinen lassen kann. Gehöre dabei eher zur letzteren Sorte; daher finde ich Homeoffice ja auch so angenehm.

Weniger Stress, mehr Produktivität

wenn die Randbedingungen stimmen ...
man einen Bereich in de Wohnung hat wo man ungestört arbeiten kann
sich nicht "stören" lässt
seien es von der Familie oder der Haushund der Gassi will
und die Produktivität steigern ... durchaus möglich
man schaut sich vielleicht um 22:00 noch eine dienstliche Mail an und beantwortete sie

allerdings eins sollte man beachten !
wieviel % aller Arbeitsplätze sind Homeoffice tauglich
mein Flaschner wird sicherlich meinen tropfenden Wasserhahnen so nicht reparieren können
auch beim Friseur klappts nicht oder beim Aldi

eines möchte ich aber zu Bedenken geben
es fehlen die sozialen Kontakte die doch die Arbeit auch ausmachen
und wenn es bloß der Plausch an der Kaffeemaschine oder am Rauchereck ist
der Klatsch und Tratsch eben der dazu gehört

Homeoffice

Man muss es ironisch sehen: wenn die Kinder um einen herumlaufen kann man am besten konzentriert am PC arbeiten . Von den sehr vielen, die handwerklich arbeiten spricht keiner. Was arbeiten die PC-Tätigen eigentlich? und ist diese Arbeit eigentlich notwendig?

Individuell an AN anpassen

M.E. könnte die Zukunft darin liegen, dass Homeoffice und Präsenszeit im Büro aufgeteilt bzw. möglichst an die Bedürfnisse des jeweiligen AN angepasst wird. In meinem Bekanntenkreis gab es dieses Splitting bereits vor Corona, um sich Fahrtwege zu ersparen. Einige Menschen benötigen regelmäßigen Austausch mit Kollegen und Kolleginnen - andere bevorzugen eine ruhige Arbeitsumgebung mit wenig Störfaktoren.

Einige Vorteile

Kein Pendelstress, also länger schlafen.
Selbstbestimmtes Arbeiten.
Meetings werden nur dann abgehalten wenn es sein muss, sprich das Sprichwort dieses Meeting hätte eine Email sein können wird mehr gelebt.
Es wird eher auf Micromanagement verzichtet.

So viel zu den Vorteilen

Die Nachteile sind:
Verringerte soziale Kontakte
Gefahr für Selbstausbeutung
geringere Innovation durch verringerten Input von nicht am Projekt Beteiligten.

Es muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er es möchte

Ich fände 1-2 Tage Homeoffice die Woche super, mehr aber bitte auch nicht.

Produktivität

Eine Steigerung der Produktivität halte ich für äußerst fraglich. Ich habe da andere Erfahrungen gemacht.

Homeoffice

Ich gehöre auch zu denen die in diesem Frühjahr zumindest zeitweise ins Homeoffice gehen durften/mussten.
Positiv waren für mich dass ich mir die ganze Fahrerei zum Arbeitsplatz sparen konnte - das ist schon ein Gewinn an Lebensqualität wenn man nicht im Stau stehen muss - und dass ich mir meine Arbeitszeiten weitgehend frei einteilen konnte.
Für die Trennung beruflich vom privat gehört allerdings schon ein gutes Maß Selbstdisziplin und Organisation, ansonsten artet es entweder in Selbst-Ausbeutung oder Laxheit aus - was beides schlecht wäre. Natürlich geht so etwas auch nicht gleich von heute auf morgen - aber das kann man (und muss man eben) lernen. Wenn allerdings kleine Kinder im Spiel sind dann wird es ungleich schwieriger Grenzen zu ziehen.

Für mich insgesamt war es positiv

die Zukunft

wird es zeigen. Homeoffice hat sicherlich Vorteile, der Nachteil ist eben grade bei Singles, das die Kontakte am Arbeitsplatz fehlen. Das Leben ist durch Corona sowieso schon etwas einsamer geworden. Es gibt ja auch Mischformen, 3 Tage Homeoffice und 2 Tage Büro zum Beispiel. Bei meinem früheren Arbeitgeber klappt das wunderbar mit dem Homeoffice. Die Mitarbeiter sind froh, sich nicht durch Staus oder überfüllte S-Bahnen kämpfen zu müssen, der Arbeitgeber ist froh, die Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten sehr produktiv. Eine win-win Situation.

Home-Office nicht für alle Beschäftigten geeignet

Eltern, die zu Hause zu erziehende Kinder haben, und zudem in beengten Wohnungsverhältnissen leben müssen, ist Home-Office völliger Mist.
Hier kommt mehr Stress auf.
Denn einerseits muss der Job im Home-Office gemacht werden, andererseits wollen die zu erziehenden Kinder betreut sein.
Wie soll das ohne Kitas etc. gehen ?

Wirklich wohlhabende Eltern, mit großem Eigenheim, mit Büros für die Eltern und genügend Kinderzimmer für die zu erziehenden Kinder ist das eher weniger ein Problem.
Die Kinder können sich wg. ihrer Aufgaben in ihr Zimmer zurück ziehen, die Eltern haben ihre Büros daheim als Arbeitsbereiche.
Für die Beschäftigung oder zusätzliche Erziehung wird eine Nanny beschäftigt.
Für den Hausputz ist eine Reinigungskraft zuständig.
So geht das Alles sehr prima, - für ca. 35 % der Bevölkerung - .

Und der Rest ?

Studie zu Homeoffice: Weniger Stress, mehr Produktivität

Da ich im sozialen Bereich stark engagiere hatte ich starke Bedenken mich bei meinen Projekten nur auf Homeoffice zurückziehen zu können. Ich war stets der Auffassung, das persönliche Präsenz von nöten wäre. Selten habe ich mich so sehr getäuscht. Von neun Projekten habe ich sieben erfolgreich zu ende führen können und die zwei verbliebenen werde ich auch so noch längerfristig betreuen können.

Und für die Zukunft habe ich mir noch einiges vorgenommen, mal schauen was sich so an neuen neuen Möglichkeiten ergibt. Die Arbeit auf diesem Gebiet endet jedenfalls nie.

Gruß Hador

@0-Panik

Sehr gut beschrieben. Ich denke aber, dass es nicht 35 %, die so leben, eher vllt 3,5 %

@ opaalt

>>>... Was arbeiten die PC-Tätigen eigentlich? und ist diese Arbeit eigentlich notwendig? <<<
.
Ach was, wo denken Sie hin. Computer und andere elektronische Geräte werden im Allgemeinen völlig überschätzt.
Als Jäger und Sammler sind wir doch immer gut gefahren.

14:22 von Hador Goldscheitel

Da ich im sozialen Bereich stark engagiere hatte ich starke Bedenken mich bei meinen Projekten nur auf Homeoffice zurückziehen zu können. Ich war stets der Auffassung, das persönliche Präsenz von nöten wäre. Selten habe ich mich so sehr getäuscht. Von neun Projekten habe ich sieben erfolgreich zu ende führen können und die zwei verbliebenen werde ich auch so noch längerfristig betreuen können.
[...] Die Arbeit auf diesem Gebiet endet jedenfalls nie.

Vielen Dank für das Teilen Ihrer positiven Erfahrungen und für Ihr Engagement!

Gruß, Kaneel

@neutral-2020, 14:26

Ein weiterer Schritt zur Selbstausbeutung der Menschen, staatlich eingefordert. Die Neoliberalen können ihr Glück kaum fassen.

Schließe mich Ihnen (zum Teil) an. Die Kontrollzwänge der Chefs hören eben nicht an der Bürotür auf, die Frage "warum brauchen Sie so lange, was machen Sie eigentlich den ganzen Tag" kann man auch einem Home-Office-Arbeiter hinschmeißen.
Eher noch dürften die Versprechungen auf mehr Produktivität die Arbeitgeber dazu verleiten, automatisch mehr Leistung zu erwarten, quasi als "Gegenleistung" dafür, dass die Firma so großzügig ist, einen zu Hause arbeiten zu lassen. Und die Arbeitnehmer werden es ihrerseits für ihre verdammte Pflicht und Schuldigkeit halten, mehr zu arbeiten für solch ein Entgegenkommen.
Außerdem: wenn das Wohnzimmer erst mal zum Büro geworden ist, wer lehnt da Kleinigkeiten wie das Lesen von E-Mails oder noch ein kurzes Extraprojekt ab? Man hat ja schließlich Zeit genug.

"Mehr Zeit für die Familie, weniger Stress - und häufig mehr Produktivität"

Und weniger Belastung der Umwelt durch überflüssigen Verkehr.

"Demnach bedeutet das Homeoffice etwa oft weniger Stress: Fühlten sich vor der Pandemie 21 Prozent der Beschäftigten regelmäßig gestresst, waren es während der Corona-Krise nur 15 Prozent. (...)
>> 56 Prozent derer, die mittlerweile regelmäßig zu Hause arbeiten, sagen außerdem, sie seien dort produktiver als im Büro."

Dass Selbst- statt Fremdbestimmung sich positiv auf die Motivation auswirkt, ist ja nun nicht wirklich keine Überraschung mehr.

Also

wenn ich so an die Berichte denke, wie alle gejammert haben, bin ich jetzt verwundert.
Und zu Hause arbeiten, geht nur in Berufen die keine Produkte herstellen, bis auf Software oder Buchhaltung und solche Dinge.
Die meisten gehen in die Firma um ein Tätigkeit auszuführen, die alle Gliedmaßen benötigt.
Kann also nur einen kleineren Teil der Beschäftigten ausmachen, egal ob Frisör oder Kellner oder Krankenschwester, das lässt sich nur schlecht von zu Hause aus machen.
Um nur mal 3 von einigen Hundert Berufen als Beispiel zu nehmen.
Was ja eigentlich die Wertschöpfungskette ist, natürlich kann man als Softwareentwickler auch auch was schöpfen, das ist aber nur ein Bruchteil von dem was wir zu täglichen Leben benötigen.

Auswirkungen auf Mietmarkt

Auch ich habe in meinem Unternehmen für bestimmte Arbeitsbereiche sehr gute Erfahrungen mit dem Teilzeit-Homeoffice gemacht und werde das Thema weiter verfolgen. Ich bin allerdings gespannt, wie sich das Thema langfristig auf den Mietmarkt auswirkt. Es könnte durchaus sein, dass dadurch noch mehr Nachfrage entsteht weil manche Heimarbeiter evtl. gerne ein Zimmer mehr hätten, auch aus steuerlichen Gründen. Dann hätten wir noch mehr qm pro Person. Das wäre dann eher preistreibend. Oder manche ziehen auf's Land, das wäre preisdämpfend. Die Zeit wird es zeigen.

@ 14:05 von Deeskalator

Das entspricht ziemlich genau den Erfahrungen die ich auch gemacht habe; 2 Tage pro Woche sind ok

14:51 von frosthorn

Außerdem: wenn das Wohnzimmer erst mal zum Büro geworden ist, wer lehnt da Kleinigkeiten wie das Lesen von E-Mails oder noch ein kurzes Extraprojekt ab? Man hat ja schließlich Zeit genug.

Das "Nein-Sagen" auch gegenüber dem AG ist wohl etwas, das Menschen grundsätzlich lernen müssen. Ein klein wenig Hoffnung habe ich außerdem, dass auch AG an einer "gesunden" Arbeitshaltung ihrer Angestellten interessiert sind. Und warum sollten diese jetzt mehr Arbeitszeit einfordern als vorher - soweit ich das übersehe, gibt es identische Arbeitszeiten im Homeoffice, die nachweisbar sind.

@Pandor, 15:03

Man muss sich der Frage stellen, inwieweit Officearbeit überhaupt wirklich produktiv ist. Am Ende zählt die Hardware und die handwerkliche Arbeit vor Ort.

Dann muss man sich auch die Frage stellen, warum heute überhaupt so viel am PC gearbeitet wird, wenn dass doch für die Wertschöpfung so gut wie nix bringt …
Ist Ihnen aufgefallen, welchen Produktivitätsschub die Computertechnologie weltweit, vor allem aber bei uns, ausgelöst hat?

14:51 von frosthorn

«Eher noch dürften die Versprechungen auf mehr Produktivität die Arbeitgeber dazu verleiten, automatisch mehr Leistung zu erwarten, quasi als "Gegenleistung" dafür, dass die Firma so großzügig ist, einen zu Hause arbeiten zu lassen. Und die Arbeitnehmer werden es ihrerseits für ihre verdammte Pflicht und Schuldigkeit halten, mehr zu arbeiten für solch ein Entgegenkommen.»

Hängt ganz davon ab … wie man seinen Chef erzieht.

Zunehmend Home-Office geht gar nicht, ohne dass auch Arbeitgeber "umdenken". Sicher … Produktivität ist für Unternehmen immer eine wichtige Fragestellung. Aber keine, die an sich negativ, oder vom Arbeitnehmer abzulehnen sei.

"Kontrollwahn" der Arbeitgeber bewirkt genau das Gegenteil von mehr Produktivität der Arbeitnehmer.

Ist doch gar nicht lange her, da waren Sie noch selbst Arbeitnehmer.
Sicher keiner, den der Chef hätte beliebig ersetzen können.
Weil ihm irgendwas an Ihnen nicht passte.

Es sind mehr positive Chancen, als aus Ihrem Beitrag "erklingen".

Jetzt bitte noch die Umfrage unter Arbeitgebern!

Abgesehen davon, dass nur ein kleiner Teil der deutschen Angestellten (meist in den besser bezahlten Berufen und Positionen) überhaupt in der Lage sind im Home-Office zu arbeiten (gegenüber zB dem Polizisten, der Friseuse oder dem KfZ-Mechatroniker etc ) und ich mich deshalb über die Datengrundlage dieser Erhebung wundere, spiegelt diese mitnichten die Realität der deutschen Arbeitswelt wieder.

Vorgesetzte, gerade in den hierarchisch geführten größeren Betrieben, haben die starke Neigung ihren Mitarbeitern durch ständige Kontrollen und Gespräche auf die Finger schauen zu wollen. Abgesehen mal vom öffentlichen Dienst (wo es traditionell etwas gemächlicher zugeht) und einigen „High Potentials“, zB Beratern mit Gehältern 100000+, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen das deutsche Arbeitgeber bereit wären, die Kontroll- Überwachungs- und Stechuhrmentalität (Beispiel SiEMENS - „Vortstandsbeschluss“ hin oder her ) zugunsten einer ergebnisorientierten Arbeitskultur aufzugeben!

Wer hat die Studie in Auftrag gegeben und

mit welchem Ziel, welchen Zielvorgaben? Ich schätze einmal, dass die die Industrie war. Homeoffice ist praktisch. Man braucht keine Büroräume mehr, kann alles auf die Mitarbeiter abwälzen, die in ihren oft zu kleinen Wohnungen, nun die Arbeit verrichten dürfen. Es entfallen Heizkosten, Stromkosten für die Unternehmen und der Mitarbeiter darf zusehen, wie er Arbeit und Familie unter einen Hut bekommt. Arbeitszeitgesetz - ist auch kein Thema mehr. Jeder arbeitet halt zu Hause so lange, bis die ARbeit geschafft ist. Überstunden und deren Abgeltung - auch egal, man ist ja zu Hause und spart die Fahrzeit zur ARbeit.
Hat die Studie auch Frauen und Männer befragt, die kleine Kinder zu Hause haben, keinen KItaplatz haben und zusehen müssen, wie sie ihren Job von zu Hause aus machen? Ist aber wohl unwichtig. Es zählt das Ergebnis, der Gewinn. Der Mensch ist ohnehin nur noch Mittel zum Zweck, zur Erzielung des Maximalgewinns.

Homeoffice .....

..... geht nicht mit allen Mitarbeitern dafür habe ich in meinem Bekanntenkreis seinerzeit viele Beispiele erlebt und bin auch sonst kein Freund davon..... außer bei Außendienstlern !

Dauertelko

Gegen die Einsamkeit bei der Arbeit haben wir immer eine Dauertelko am Laufen. Da wird über (fast) alles gequatscht. Dienstliche Themen gehen vor, aber man unterhält sich auch mal über eine Serie, Verschwörungstheorien, das Wetter oder die bevorzugte Musik.
Sonst fehlt so einigen Leuten das reelle Zusammentreffen, aber sie wollen es auch nicht übertreiben. Wir überlegen schon nach Corona einen Split zu machen und nur diverse Tage gemeinsam im Büro zu verbringen und den Rest im Homeoffice.

22. Juli 2020 um 13:56 von opaalt

"
...
Was arbeiten die PC-Tätigen eigentlich? und ist diese Arbeit eigentlich notwendig?
"
Wenn sie kein Internet benutzen und auch sonst kaum IT Lösungen, dann ist mein Job überflüssig. Ich bin so etwas wie ein Rettungssanitäter für IT Systeme.

14:55 von wenigfahrer

«Und zu Hause arbeiten, geht nur in Berufen die keine Produkte herstellen, bis auf Software oder Buchhaltung und solche Dinge.»

"Solche Dinge" sind sehr viele, die auch physischer Natur als Produkte sind.

Dazu gehört alles, was als "Gedruckte Werke" im Zusammenhang mit Unternehmen an Dokumentation, Werbung, Public Relations, Fotografie, Handbüchern, … entsteht.

Auch Konstruktionsarbeiten von Ingenieuren können im Home-Offive an entsprechend ausgestatteten Arbeitsplätzen nicht weniger gut entstehen, als wenn der CAD-Rechner im Büro in der Firma steht.

Notwendige Rücksprache & Abstimmung mit Kollegen, Chefs, anderen Abteilungen kann man "tageweise bündeln". Hilft meist sogar für alle besser, sich konzentriert auf Abstimmung & Besprechungen vorzubereiten. Als wenn diese "spontan" wem einfallen, solche als Chefs bei ständiger Präsenz aller anzusetzen.

Man wird größere physische Produkte weiter nur in Firmen fertigen können.
Aber "Anwendungsbereich Home-Office" ist ein weites Feld.

22. Juli 2020 um 14:51 von frosthorn

"
...
Außerdem: wenn das Wohnzimmer erst mal zum Büro geworden ist, wer lehnt da Kleinigkeiten wie das Lesen von E-Mails oder noch ein kurzes Extraprojekt ab? Man hat ja schließlich Zeit genug.
"
Ich. Feierabend ist Feierabend. Das gilt auch für die Kollegen. Die sollen ihre Freizeit im Sinne der Freizeit nehmen. Wir sind aber 24/7 und es ist immer jemand im Büro. Wenn die Leute nach der Arbeit nicht abschalten, dann leiden sie irgendwann unter den Folgen daraus (z.B. nicht mehr abschalten können).

Mitarbeiter beurteilen ihre eigene Produktivität?

Deutschland ist Land der Pendler (und der Mieter). Und natürlich spart es vielen Leuten Zeit und Geld nicht ins „Büro“ zu müssen. Was sollen diejenigen machen, die ins Labor, an die Werkbank oder Theke müssen ...

Home-Office war ja bisher auch unter den Büroangestellten ein Privileg für diejenigen, die entweder unabkömmlich waren (paradoxerweise), oder über exzellente Beziehungen zur Geschäftsführung verfügten.

Selbst wenn man eine „managing“ Funktion innehat, muss man zum „managen“ der Mitarbeiter diese halt physisch vor sich haben. Eine „Home-Office“ Arbeitskultur in Deutschland würde bedeuten, dass in Bürostädten wie Frankfurt Zehntausende Führungskräfte arbeitslos würden. Für manche sicher eine verlockende Vorstellung (deshalb wohl auch die Aussagen zum niedrigeren „Stresslevel“).

Solange in Deutschland allein Leistung zählt u. diejenigen, die die Regeln machen im Wirtschaftsleben, meist die sind die das Geld haben („who has the gold, makes the rules“), sehe ich keinen Wandel!

Die Homeoffice Studie

bestätigt auch meine Erfahrungen zu diesem Thema. Abgesehen das ich die Umwelt schone in dem der PKW in der Garage bleibt bedeutet für mich Homeoffice eine indirekte Lohnerhöhung da Fahrtkosten erspart bleiben und effektiv mehr Freizeit da der Fahrtweg zur Arbeit wegfällt. Ich bestätige auch die Produktivität, da ich nicht durch Kollegen in meinem Arbeitsflow unterbrochen werde. Hinzu kommt das ich mir meine Pausen so gestalten kann, wie ich möchte - da auch da meine Firma keine großen Freizeitmöglichkeiten bietet. Ein weiterer Plus-Punkt ist das Raumklima- immer wieder Streitpunkt- Fenster auf, Fenster zu im Großraumbüro-grosser Streitpunkt fällt weg. Ich sehe nur Vorteile im HO - würde jedoch auch 2 Tage die Woche im Büro arbeiten wollen um soziale Kontakte zu pflegen. Ich hoffe HO setzt sich durch!

15:26 von IckeDette

«Ich bin so etwas wie ein Rettungssanitäter für IT Systeme.»

Mit allerbesten, und weiter steigenden Aussichten, niemals in Ihrem Arbeitsleben arbeitlos zu werden, solange Sie arbeiten können und / oder wollen.

15:18 von Kritikunerwünscht

Hat die Studie auch Frauen und Männer befragt, die kleine Kinder zu Hause haben, keinen KItaplatz haben und zusehen müssen, wie sie ihren Job von zu Hause aus machen?

Äh, also wer kleine Kinder und keinen Kitaplatz hat, kann eh’ nicht ins Büro fahren. Dann ist doch das Angebot Homeoffice besser als nichts. Problematisch ist und war natürlich die Doppelbelastung Kinderbetreuung, Homeschooling und Homeoffice, wenn aufgrund der derzeitigen Situation die reguläre Betreuung/ der Unterricht außerhaus wegfällt.

Ist aber wohl unwichtig. Es zählt das Ergebnis, der Gewinn. Der Mensch ist ohnehin nur noch Mittel zum Zweck, zur Erzielung des Maximalgewinns.

Teilweise ist das so. Aber war das früher und wann früher überhaupt besser? Vielleicht in den 60er bis 90er Jahren des letzten Jahrhunderts.

Es gibt sowohl Fallstricke im Bereich Homeoffice, als auch Vorteile. (siehe meine vorherigen Posts)

@ frosthorn Re:

Außerdem: wenn das Wohnzimmer erst mal zum Büro geworden ist, wer lehnt da Kleinigkeiten wie das Lesen von E-Mails oder noch ein kurzes Extraprojekt ab? Man hat ja schließlich Zeit genug.
ICH!!
Ich bin seit Coronabeginn in Homeoffice statt im 20Mann-Großraumbüro und ja ich genieße es. Kein ÖPNV in dem ich mindestens 2Std Täglich verbringen muß, keine laute Telefonate und Besprechungen der Kollegen, die meine Arbeit stören. Ich kann mich ganz auf meine Arbeit konzentrieren. Besprechungen MIT den Kollegen laufen über Teams und MEIN Telefon ist auf mein Festnetz umgeschaltet und lässt sich zum Feierabend per Internet und PC wieder abstellen. Ich halte einfach meine normale Arbeitszeit und Pausen ein und Feierabend ist Feierabend. Allerdings habe ich den Luxus, dass ich ich NICHT am Wohnzimmer-/Küchentisch arbeiten muß sondern meinen Arbeitspl. mit PC und Monitoren hier am heimischen Schreibtisch zusätzlich zu meiner IT einrichten konnte. Beides ist strickt getrennt.

Da sieh mal einer gucke da!

Ohne Kriege und große Krisen erstarrt die Menschheit in Pauschal-Gedanken.
.
Gerade Deutschland ist ABSOLUT IMMUN gegen positive Beispiele aus dem Ausland, wo die Bahn weit besser ausgebaut ist (Priorität und Finanzausstattung), weit höhere Renten gezahlt werden (ALLE zahlen ein, Rentenhöhe ist gedeckelt), Geschwindigkeitsbeschränkungen für Autofahrer (Unfallzahlen, Umweltschonung) und felxible Arbeitszeit/Homeoffice (Kostenersparnis, Motivation).
.
Der Holzhammer "Corona" hat endlich eine dieser Denk-Nussschale im Schädel easy geknack! Chapeau!

@ opaalt

Was arbeiten die PC-Tätigen eigentlich? und ist diese Arbeit eigentlich notwendig?
Ist die Frage ernst gemeint?

15:18 von Kritikunerwünscht

Ich schätze einmal, dass die die Industrie war. Homeoffice ist praktisch. Man braucht keine Büroräume mehr, kann alles auf die Mitarbeiter abwälzen, die in ihren oft zu kleinen Wohnungen, nun die Arbeit verrichten dürfen. Es entfallen Heizkosten, Stromkosten für die Unternehmen [...]

Laut Ihres Nicks soll man Ihnen vermutlich gar nicht kritisch antworten, aber das ignoriere ich mal. ;-)

M.E. werden Büroräume weiterhin benötigt, da AN an unterschiedlichen Tagen diese im Wechsel nutzen könnten. Wenn 1x in der Woche ein Meeting anliegt, sollte der dafür vorgesehene Raum ausreichen. Dadurch benötigen Unternehmen insgesamt weniger Fläche, das könnte doch den Wohnungsmarkt entschärfen.

Was die AG an Betriebskosten einsparen, könnten diese möglicherweise den AN an Mehrgehalt zugute kommen lassen. Und wie bereits einige Mitforisten schrieben, sparen AN dadurch Zeit und Fahrtkosten.

D.h. nicht, dass es nicht auch Nachteile gibt, aber was haben Sie gegen einen Mix?

15:18 von Kritikunerwünscht

«Es zählt das Ergebnis, der Gewinn. Der Mensch ist ohnehin nur noch Mittel zum Zweck, zur Erzielung des Maximalgewinns.»

Nicht nur Sklaventreiber, Unholde & der Schinderhannes haben Angestellte.

«Man braucht keine Büroräume mehr, kann alles auf die Mitarbeiter abwälzen, die in ihren oft zu kleinen Wohnungen, nun die Arbeit verrichten dürfen. Es entfallen Heizkosten, Stromkosten für die Unternehmen und der Mitarbeiter darf zusehen, wie er Arbeit und Familie unter einen Hut bekommt.»

Das müssen Arbeitnehmer auch, wenn sie täglich ins Büro / in die Firma fahren. Nicht eben wenige verplempern mind. 1 Stunde / Tag im Auto in nervigen Staus auf Straßen.

«Jeder arbeitet halt zu Hause so lange, bis die ARbeit geschafft ist. Überstunden und deren Abgeltung - auch egal, man ist ja zu Hause und spart die Fahrzeit zur ARbeit.»

Im Sklavenfall montieren alle mies ausgebeuteten Arbeiter im Home-Office bis nach Mitternacht Autos im Schlafzimmer. Und müssen die danach noch probefahren.

Die PS Regierung in Stuttgart

Die PS Regierung in Stuttgart Wolfsburg und München wird nicht hinnehmen, dass 29mio Arbeiter und Arbeitnehmer nicht mehr zur Arbeit fahren. Keine Firmenwagen mehr, keine Mineralölsteuer, ökoabgebe, maut, versicherungssterer etc? Weniger Siedlungsdruck, sinkende Mieten, mehr Wohnraum für MENSCHEN? Nicht akzeptabel. Wir werden weiter zur Arbeit fahren.

.... hängt von Bedingungen ab.

Das man nur geeignete Arbeitsbereiche im homeoffice nutzen kann, ist ja logisch drum kann man auch nur diese betrachten.
Dort muss man abwägen zwischen Vor- und Nachteilen (sind ja alle bekannt). Das führt ziemlich eindeutig zum Splitting, d.h. Mischung der betrieblichen Anwesenheitszeiten mit Homezeiten.
Ein entscheidender Faktor ist in dieser Gesellschaft allerdings oft nicht lösbar: Meist können sich nur absolute Spitzenverdiener eine Wohnung leisten, die die richtige Umgebung ermöglicht. (Mit mehr homeoffice werden die Preise auch vor den Toren der Stadt schneller ansteigen als man gucken kann).

homeoffice auf Balkon

Wenn man sich solche Wohnung leisten kann.

@17:12 von schneegans

"... homeoffice auf Balkon ...Wenn man sich solche Wohnung leisten kann ..."

Wer sich noch mehr leisten kann, macht Home-Office auf der Terrasse (z.B. auf den Bahamas), oder im Wintergarten, oder auf der Segel- oder Motoryacht z.B. in der Südsee oder in den Häfen von Steuerparadiesen.

Ist doch auch ganz schön, ne ?

Aber was ist mit den Angestellten-Familien mit Kindern, dessen Einkommen nicht sonderlich viel höher ist, oder etwas höher ist, als für eine gleichköpfige Familie die HartzIV bezieht ? Wie machen die denn - z.B. ohne Kitas und dann dazu Home-Office ?

Und da Home-Office auch Kosten für die Familien verursacht, bezahlt das dann auch der Arbeitgeber ?
An der Stelle gibts noch kein Bekennen und keine Zugeständnisse der Arbeitgeber.

Konzentrierters Arbeiten bei Homeoffice

kann ich bestätigen. Allerdings habe ich ein eigenes Arbeitszimmer im eigenen Haus.
Ich war wesentlich produktiver als im Büro.
Allerdings wenn man den Computer im Wohnzimmer auspackt und die Kinder rennen noch umher ,wie bei meiner Tochter, funktioniert das nicht.
Auch muss man sich selbst "gut strukturieren" können.
Dazu braucht es keine Studie um die Vorteile des Homeoffice zu erkennen.
Toll finde ich auch die Videokonferenzen die heute möglich sind. Aber Internet ist auf dem Land eine......

Homeoffice

ist ja eine gute und bequeme Sache. Spart Wege kosten zur Firma hin ,aber ich würde den Kontakt mit meinen Kollegen in der Firma sehr vermissen.

@ m 14:26 von neutral-2020

Da haben Sie völlig recht. Vielleicht sollten die Löhne um die Höhe der Kosten der zukünftig im Betrieb eingesparten Bürofläche angehoben werden.
Allerdings ist das Homeoffice auch nur eine vorübergehende Angelegenheit, da in allernächster Zukunft durch die Digitalisierung sicher 90% aller Bürojobs wegfallen wird.
Egal in welcher Arbeitssparte.
Aber Homeoffice ist für die dann Arbeitsloswerdenden
zumindest die Gelegenheit, sich an die ständige heimische Anwesenheit zu gewöhnen.
Und der Plausch mit den Kollegen fällt auch für immer weg.
Goldene Zeiten für die Menschheit.
Endlich von der Arbeit befreit. Dank dem Fortschritt.
Ich kann es kaum abwarten ...

Homeoffice auf Balkon

wäre für mich auf Grund von Datenschutz nicht möglich. Aber schöner Gedanke - wer das nutzen kann!

Von welchem Land sprechen wir ?

Natürlich sind nicht alle Chefs in Deutschland „Sklaventreiber“.

Aber in Deutschland muss man malochen, oder man fliegt. Das verträgt sich schlecht mit der in Skandinavien, dem Baltikum oder Kalifornien beliebten und bekannten Idee des „Home-Offices“. Wenn es sich für deutsche Anteilseigner, Vorstände, Geschäftsführer und Manager lohnen würde, ihre Sachbearbeiter ins Home-Office zu schicken nur weil sie das Jobticket und ein bisschen Licht, Wärme und Wasser im Büro oder als Zuschuss zur Betriebskantine sparen - da würden wir im optimierungsfreudigen Deutschland hier schon so was von Home-Office Quote haben - das glauben Sie garnicht !

Chef zum Mitarbeiter :“Schulze, was machen Sie hier, was sind sie nicht zu Hause geblieben zum arbeiten?“ - oder was?

In Wirklichkeit dürfen nur IT Spezialisten und wenige Sachbearbeiter ins Homeoffice, die das eigentlich schon immer durften. Außerdem ist Homeoffice nicht kostenlos, der Arbeitgeber muss für die Internet & Telefonie Kosten aufkommen.

@ schneegans

homeoffice auf Balkon
Wenn man sich solche Wohnung leisten kann.

Ich weiß nicht was uns diese Bemerkung aussagen soll? Ja ich leiste mit eine Wohnung mit Balkon, wie viele andere übrigens auch. Und ich kenne auch viele Arbeiter aus der Werkstatt, die sich im Gegensatz zu mir ein eigens Häuschen mit Terrasse leisten. Aber mein Homeoffice kann ich NICHT auf dem Balkon machen, wäre viel zu umständlich jeden Tg meinen Rechner mit Monitore, Internet usw zu installieren und abends vor Regen in Sicherheit zu bringen.
HOMEOFFICE:
Homeoffice ist an bestimmte arbeitsrechtliche, steuerrechtliche und arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen gebunden. Deswegen dürft bei einer Vielzahl von denen die sich jetzt in "Homeoffice" befinden nach Corona, Homeoffice schon aus rechtlichen Gründen damit Essig sein.

Homeoffice..

ist für mich als Fachkrankenpfleger in der Gerontopsychiatrie nicht machbar..

muss also weiter jeden Arbeitstag hinfahren und mich um meine Leute kümmern und den Umgang mit meinem Team (2.Familie!) pflegen

Die DAK. Also eine

Die DAK. Also eine Krankenkasse. Die bisher natürlich für Behandlungen nach Unfällen aufkommen muss.
Sind das aber Arbeitsunfälle, ist die gesetzliche Krankenversicherung zuständig. Ist da die DAK auch involviert ?
Wenn nicht, kann ich gut nachvollziehen, wieso eine solche Studie veröffentlicht wird. Unfall zu Hause, kannst Du erstmal detailliert nachweisen, dass das bei der beruflichen Tätigkeit passiert ist.

Die Studie ist angenehm

Die Studie ist angenehm differenziert: Für manche bedeutet(e) Homeoffice weniger Stress, andere konnten Familie und Beruf besser in Einklang bringen; andere vermissen die Sozialkontakte (wir verbringen i.d.R. mit Arbeitskolleg*innen mehr Zeit als mit unseren Lebenspartner*innen...); und natürlich ist die Ausbeutung der Arbeitskräfte unter dem Motto "flexibler" nicht erst seit Corona ein Thema, aber - wie manch anderes - dadurch durchaus verschärft worden.
Ich finde mich bei denen wieder, für die Homeoffice eher eine Einschränkung und zusätzlichen Stress bedeutete, weil ich meine Arbeit besser face-to-face erledigen kann als online. Und ich habe Kolleg*innen schon auch vermisst - das kann durch keinen der entlastenden Effekte (Fahrtzeiten fallen weg; ich habe das in unmittelbarer häuslicher Umgebung, was zu meinem Wohlbefinden beiträgt, etc.) ausgeglichen werden.
Aber ich sehe und respektiere die Bandbreite von Erfahrungen mit Homeoffice - incl. der Sorge, dass es Dauerzustand wird.

@Kaneel - 15:11

"Ein klein wenig Hoffnung habe ich außerdem, dass auch AG an einer "gesunden" Arbeitshaltung ihrer Angestellten interessiert sind. Und warum sollten diese jetzt mehr Arbeitszeit einfordern als vorher - soweit ich das übersehe, gibt es identische Arbeitszeiten im Homeoffice, die nachweisbar sind."

Ich will nicht in Abrede stellen, dass sich über Homeoffice in bestimmten Fällen eine Win-Win-Situation ergibt.
Nur bleibt unsere Arbeitswelt auch damit nicht problemfrei. Da sollte schon klar sein, dass Homeoffice Leistungsdruck, Mobbing, Rüge, Abmahnung und Kündigung nicht aus der Welt schaffen. Wo der Stress im Beruf durch die Trennung Arbeit / Privat im Zuhause noch ein Ort zum Abschalten und Regenerieren bot, gibt man diesen Hort für das Homeoffice bewusst auf.

Was die Studie nicht beleuchtet ist, wie sich diese Arbeitsweise auf die Zukunft der betrieblichen Arbeitnehmervertretung auswirkt. Betriebsratswahlen mit Kandidaten via Videokonferenz abzuhalten sieht das Gesetz eben nicht vor.

Zum Thema Arbeitsunfällen in HO

müssen natürlich neue Gesetze her - aber steuerlich lässt sich ein Büro m.E. besser absetzen als die pauschalierten Fahrtkosten. Internet und Telefonkosten müssten die Arbeitgeber für H.O. nicht extra zahlen...jeder hat die Flat und setzt dies prozentual am Jahresende von der Steuer ab. Nicht alle Berufe taugen zum HO...aber ich denke die Krankenschwester u.a. Berufsgruppen ohne Möglichkeit zu HO werden auch profitieren ... leerere Bahnen...weniger Staus....weniger Parkplatzsuche. Ich hoffe Corona schafft den Umbruch - mehr Home Office für Berufe wo dies geht.

Homeoffice gut für ArbeitGEBER

Für Arbeitgeber ist Homeoffice ideal:
- reduzierte Kosten für Büro-Infrastruktur (da im Wohnbereich des AN);
- reduzierte Kosten für Büro-Material (denn kein AN fährt für Druckerpapier zum Büro, wenn der Copyshop näher ist);
- Problematik bei der "realen Zeiterfassung" durch den AN, daher das psychologische Bedürftnis, "mehr" zu leisten;
- Verfügbarkeit des AN nimmt zu, da er ja stets "vor Ort" und erreichbar ist.

Aus meiner Sicht besteht eine GROSSE Gefahr, dass die Work-Life-Balance sich durch Homeoffice schleichend aber zunehmend zu Work verschiebt...

@ Wanderfalke

Betriebsratswahlen mit Kandidaten via Videokonferenz abzuhalten sieht das Gesetz eben nicht vor.Aber Briefwahlen. Nicht jeder Betriebszugehörige kann zu den Wahlen im Betrieb sein, bei uns sind viele im Außendienst und auf Montage. Betriebsratssitzungen werden z.Z. über Teams abgehalten. WO also ist das Problem?

@ 91541matthias

Homeoffice.. ist für mich als Fachkrankenpfleger in der Gerontopsychiatrie nicht machbar.. Für unsere Monteure im Außendienst und und in der Produktion und Fertigung auch nicht. UND?
Jeder sucht sich seinen Job doch selber aus, oder muß ich deswegen aus Solidarität jeden Morgen zur Firma kommen, obwohl ich meinen Job von zu Hause aus genau so gut oder sogar weitaus besser erledigen kann? Ich habe zu Hause wesentlich mehr Ruhe mich auf meine Arbeit zu konzentrieren als im Großraumbüro mit 20 Kollegen die ständig mit den Außendienstlern und Kunden im gesamten Bundesgebiet telefonieren.

Weniger Stress, mehr Produktivität?

Kinderschützer und Frauenhäuser haben da aber ganz andere Sorgen.

Auch wenn man man sich das Bild ansieht werden dort wesentlich Regeln der Arbeitsstättenverordnung nicht eingehalten.

und ist diese Arbeit eigentlich notwendig?

von opaalt @

Ja,

Hier werden die Wertschöpfungen der "Handwerker" und vielen andern leistungserbringern verwaltet.

@13:54 von Sisyphos3

"...eines möchte ich aber zu Bedenken geben
es fehlen die sozialen Kontakte die doch die Arbeit auch ausmachen
und wenn es bloß der Plausch an der Kaffeemaschine oder am Rauchereck ist
der Klatsch und Tratsch eben der dazu gehört"

So geht es einer meiner Nichten, die ihre Kolleginnen (Steuerberaterkanzlei) vermisst. Die wechseln sich zwar mit dem Homeoffice wöchentlich ab, würden aber lieber zusammen arbeiten. Es sei einfach lustiger und dadurch motivierender. Auch den Kundenkontakt fehlt vermisst sie.

ÖPNV ist ein Auslaufmodell

wenn jetzt ein großer Teil der Beschäftigten Homeoffice betreibe, wird ganz offensichtlich weniger mit Bus und Bahn gefahren.
Schon vor Corona war die durchschnittliche Auslastung (hatte ich glaube ich für Düsseldorf gelesen) bei 20%.
Die die Auslastung weiter sinkt, werden zumindest die Busse verkleinert und die Züge verkürzt werden müssen. Einfach seltener fahren bringt nichts, weil niemand 1h an der Haltestelle stehen will.
Irgendwann kommt der Punkt, wo es auch einfach effektiver ist, lieber einzeln mit einem kleinen u.U. elektr. Auto zu fahren. Da sitzt dann wenigstens sicher eine Person drin. Das war es dann mit dem ÖPNV.

@13:58 von Kaneel

"Einige Menschen benötigen regelmäßigen Austausch mit Kollegen und Kolleginnen - andere bevorzugen eine ruhige Arbeitsumgebung mit wenig Störfaktoren."

Richtig. Vermutlich spielt es aber auch eine nicht unwesentliche Rolle, wie gerne man seinen Job macht. Wenn ich mir vorstelle, dass ich meinen Job nur als notwendiges Übel betrachten würde, wäre für mich Homeoffice eher schlecht. Die größte Ablenkung wäre meine Wohnung mit all den Möglichkeiten, die sie bietet: Musik hören, Lesen, vielleicht mal schnell ein Computerspiel zwischendurch...
Müde? Da steht das Bett. Die Sonne scheint? Schnell mal raus usw.. Und abends: Sch... ich muss ja noch arbeiten.

Ist die Arbeit eigentlich notwendig

...das geht leicht zu beantworten...die komplette Service-und Technikhotline derFirma Vodafone arbeitet seit März in Homeoffice, ebenso Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit....und der Familienkassen. Sind diese Firmen/Institutionrn für Sie notwendig?

bin handwerker und heilfroh, ...

daß ich von der vorauseilenden homeoffice euphorie nicht betroffen sein werde.

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