Ihre Meinung zu: Fehlende Munition: Schlamperei oder Diebstahl?

17. Juli 2020 - 17:58 Uhr

Gerade erst wurde bekannt, dass der Eliteeinheit KSK Munition und Sprengstoff fehlen. Jetzt wird öffentlich, dass die Bundeswehr noch mehr Munition vermisst. Das Verteidigungsministerium ist in Erklärungsnot. Von Kai Küstner.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
3.666665
Durchschnitt: 3.7 (3 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Diebstahl oder Schlamperei?

Aus meiner Zeit als Soldat weiss ich, dass öfters mal
Munition verschwunden ist. Zu meiner Zeit, als W18 -
Soldat, wurden von einigen Soldaten bei Scharfschiessübungen oder beim "Wacheschieben" in Munitionslagern, schon mal die eine oder andere Patrone als "verloren" gemeldet. Das summiert sich natürlich im Laufe der Jahre, so dass die Zahl von 60000 "fehlenden" Patronen nicht verwundert.
Wenn die Patronen natürlich in falsche Hände geraten, dann wirds schlimm.

Zünschnur

Ich wusste gar nicht das man mit einer Zündschnur Plastiksprengstoff zur Explosion bringen kann. Hier schein mir ein sehr unbedarfter Journalist ziemlichen Quatsch zusammengeschrieben zu haben. Dennoch 68 kg vermisster Sprengstoff erzeugen auch in mir große Sorge ....

Egal, was man von Frau

Egal, was man von Frau Kramp-Karrenbauer hält, sie kann einem wirklich leidtun. Sie hat offensichtlich die Verantwortung für einen riesigen Saustall übernommen.

Es heißt: Neue Besen kehren gut, aber die alten kennen die Ecken besser. Bevor aber ein Minister oder eine Ministerin die Ecken kennt bzw. zu diesen überhaupt vordringen kann, ist schon wieder ein Nachfolger im Amt. Wenn der Stall noch sauber werden soll, wird AKK viel Unterstützung brauchen. Da sollte sie auch externe Angebote nicht ausschlagen.

Munition ist nicht gleich Munition

"dass die Bundeswehr noch mehr Munition vermisst."
Wir haben über 100.000 Soldaten. Wenn im lezten Jahrzehnt jeder zweite Soldat je eine Patrone verloren hat, dann ist das menschlich und etwas komplett anderes als wenn mehrmals eine Kiste mit je 10.000 Schuss verschwunden ist.
Das wäre doch das mindeste was man in Erfahrung bringt und an die Leser weitergibt bevor man einen Artikel schreibt.

Mir machen solche Dinge Angst!

Ich bin, im Gegensatz zu -
Bundeswehr-Generalinspekteur Eberhard Zorn
nicht besorgt, nein ich habe Angst.
Da verschwinden beim deutschen Militär über 100000 Schuss Munition und nahezu 70 kg Sprengstoff und der Herr Bundeswehr-Generalinspekteur ist b e s o r g t und nicht seinem Namen entsprechend zornig.
Leider scheint es, haben deutsches Militär und die deutsche Polizei den Pfad der allzeit gelobten deutschen Gründlichkeit verlassen!
Das macht mir Angst!
Kaum 100 Jahre sind vergangen, wir hatten ähnliche Verhältnisse ...........!

Ganz klar Schlamperei

Egal ob die Munition gestohlen oder verloren gegangen ist. Es war Schlamperei.

Ich war in 80er und 90er Jahren als Offizier bei der Bundeswehr und selbstverständlich auch mehrmals Leitender bei der Schießausbildung.

Ich habe es in der ganzen Zeit nur einmal erlebt, dass Munition fehlte. Es waren nur ein oder zwei Schuß, aber es wurde ein riesiger Aufwand betrieben, um diese zu finden.

Sämtliche Ausrüstung auf der Schießbahn wurde durchsucht und alle mussten sich bis auf die Unterhose ausziehen.

Als nach stundenlanger Suche nichts gefunden wurde, hat man die Schießkladde (Das ist das Buch in dem das Scheißen protokoliert wird. Es ist eine Urkunde.) nochmal ganz genau überprüft. Dabei stellte sich dann heraus, dass ein Rechenfehler des Schreibers vorlag.

Wie 60000 Schuß abhanden kommen können, ist mir ein Rätsel.

Dass bei einer Einheit 48000 Schuß und 62 Kg Sprengstoff verschwinden, läßt nur den Schluss zu, dass dort Kriminalität im Spiel ist.

@queckjunior

Am 17. Juli 2020 um 18:24 von queckjunior
Zünschnur

"Ich wusste gar nicht das man mit einer Zündschnur Plastiksprengstoff zur Explosion bringen kann. Hier schein mir ein sehr unbedarfter Journalist ziemlichen Quatsch zusammengeschrieben zu haben. Dennoch 68 kg vermisster Sprengstoff erzeugen auch in mir große Sorge ...."

Bevor Sie einem Journalisten so etwas unterstellen, sollten Sie den Text sorgfältiger lesen. Das hilft. Im Text steht nichts von Plastiksprengstoff, auch nichts von 68 Kilogramm.
Zitate:
"Im Mai hatte die Polizei bei einer Razzia auf dem Grundstück eines KSK-Soldaten ein regelrechtes Waffenlager ausgehoben und dabei neben einem SS-Liederbuch auch jede Menge Sprengstoff plus Zündschnur sichergestellt."

"Denn: Unabhängig von den mehr als 60.000 Schuss Munition, die bei der Bundeswehr insgesamt fehlen und über die nun die "Welt" berichtet, ist darüber hinaus auch unklar, wo 62 Kilogramm Sprengstoff und 48.000 Schuss Munition aus den KSK-Beständen geblieben sind"

Abschaffen!

Den ganzen Militärkram sofort abschaffen. Brauch im Jahr 2020 in Europa kein Mensch mehr. Und die verfassungswidrigen "Auslandseinsatze" hören auch endlich auf. Das Geld kann man besser in der Bildung und im Gesundheitswesen einsetzen.

um 18:32 von Kessl

Wir haben über 100.000 Soldaten. Wenn im lezten Jahrzehnt jeder zweite Soldat je eine Patrone verloren hat, dann ist das menschlich und etwas komplett anderes als wenn mehrmals eine Kiste mit je 10.000 Schuss verschwunden ist.
Das wäre doch das mindeste was man in Erfahrung bringt und an die Leser weitergibt bevor man einen Artikel schreibt.

Die Bw hat z.Z. eine Sollstärke von ca. 177.000.

Es ist nicht zu erwarten (oder anzunehmen) dass jede/r Soldat/in sich eine oder mehrere Patronen als "Andenken" einsteckt. Das sind keine Wehrpflichtigen sondern "Berufssoldaten/innen". Die benötigen normalerweise keine solchen "Andenken".

Wenn aber Gruppen von angenommen 50 Soldat*innen jeden zweiten Monat mal angenommen je 50 Patronen 9mm und je 50 Patronen 7,65mm rausschmuggeln, dann kommen über Jahre doch erheblich Mengen zusammen. Man braucht für die rausgeschmuggelten (Maschinen-) Pistolen doch für den "Ernstfall" Munition.

Über so etwas könnten Journalisten nur spekulieren.

Re: queckjunior am 17. Juli 2020 um 18:24

"Ich wusste gar nicht das man mit einer Zündschnur Plastiksprengstoff zur Explosion bringen kann..."

Naja, man bringt ihn mit einer Sprengkapsel zur Explosion. Diese kann aber sehr wohl mit einer Zündschnur ausgelöst werden. Dies ist kein Fan-Medium für erbsenzählende Waffennarren.

Glaskugelphantasien

Alle, oder zumindest Viele, wollen schon wieder wissen was es genau war.Natürlich sind sie schlauer als die welche diese Glanzleistung vollbrachten.Und auch schlauer als die Inspektöre und Detektive und was weis ich wer da noch alles mit involviert wird, um uns allen schon mal eine Vorabanalyse der Realität zu geben.Danke Danke dafür;)

Knall auf Fall

Ich kann die hier geäußerte Meinung, es könne *nur* Kriminalität im Spiel sein, nicht teilen. Es gibt ja auch noch Dummheit. Man müsste mal eine Statistikerin befragen, ob die für 10⁶ Patronen und über nen Zentner Sprengstoff reicht.
Nicht ganz unwichtig ist auch das Kaliber und die Sprengstoffart(en), die fehlen. Nicht ganz unwesentlich ist auch, was mit Zündern ist, ansonsten ist der Sprengstoff nur bedingt für Sport, Spaß und Spiel verwendbar.

@Kessl - 18:32

"Wenn im lezten Jahrzehnt jeder zweite Soldat je eine Patrone verloren hat, dann ist das menschlich und etwas komplett anderes als wenn mehrmals eine Kiste mit je 10.000 Schuss verschwunden ist."

Tolle Story - weil die im Artikel erwähnten Möglichkeiten über den fehlenden Bestand bei Ihnen dann wohl ausgeschlossen sind.

Aus dem Artikel:
"Im Mai hatte die Polizei bei einer Razzia auf dem Grundstück eines KSK-Soldaten ein regelrechtes Waffenlager ausgehoben und dabei neben einem SS-Liederbuch auch jede Menge Sprengstoff plus Zündschnur sichergestellt."

Ich weiß, hier überhaupt einen Zusammenhang zu ahnen können nur üble Verdächtigungen sein. Aber ihre obige Berechnung wird sofort eine andere, sollte sich herausstellen, dass nicht jeder zweite sondern nur ein ganz kleiner Kreis von Soldaten gezielt um "verlorenes Material" gekümmert hat.

Das wäre doch das mindeste was man nach so einer Razzia in Erwägung ziehen darf - oder?

@18:19 von Old Lästervogel

"Wenn die Patronen natürlich in falsche Hände geraten, dann wirds schlimm."

Mag ja altmodisch sein, aber ich finde das hier: "...schon mal die eine oder andere Patrone als "verloren" gemeldet" schon sehr schlimm. Dieses "verloren" sind doch schon falsche Hände. Meinen Sie nicht?

Man stelle sich vor, man würde im Krankenhaus die eine oder andere Ampulle im sogenannten Giftschrank als "verloren" melden. Da würde sehr genau geprüft WER(Schlüssel), WANN(Dienst), WARUM (Schrank geöffnet) usw..

@GeMe 18:38 Uhr

..."(Das ist das Buch in dem das Scheißen protokolliert wird. Es ist eine Urkunde.)"...

Verehrter Kamerad, ich war in den 80ern auch "dabei". Ich kann mich nicht daran erinnern, dass das protokolliert wurde.

18:24 von queckjunior

Vielleicht hat der Journalist nur den falschen Begriff verwendet. Es gibt auch Sprengschnüre und die enthalten, wie der Name schon sagt Sprengstoff.

@ 17:29 von Jayray (Vorgängermeldung)

Sie wollen das Verschwinden von Munition mit "verbummelt" und "benebelt, Besäufnis" rechtfertigen?
Wie beruhigend...

Ist doch kein Wunder ...

... legaler Waffenerwerb ist ja fast nicht mehr möglich.

Aber illegale Waffen und deren Munition sucht ja keiner.

Werden einfach mal so abgeschrieben.

Kann man natürlich auch veräußern, gerade Munition und Waffen gibt's ja bekanntlich einen guten Markt.

Sorry, aber Kistenweise Munition verloren, da kann nur Diebstahl mit dabei sein!

18:38 von GeMe

Das Thema ist ernst. Sehr ernst. Nachdem ich die ZDF- Reportage gesehen habe, kann ich mir gut vorstellen, wohin ein guter Teil des fehlenden Materials verschwunden ist.
Trotz allem haben Sie mich mit der Erläuterung zum Begriff “Schießkladde“ zum Lachen gebracht.
(Das ist das Buch in dem das Scheißen protokoliert wird. Es ist eine Urkunde.) :))

@18:38 von GeMe

//....aber es wurde ein riesiger Aufwand betrieben, um diese zu finden.

Sämtliche Ausrüstung auf der Schießbahn wurde durchsucht und alle mussten sich bis auf die Unterhose ausziehen.

Als nach stundenlanger Suche nichts gefunden wurde, hat man die Schießkladde (Das ist das Buch in dem das Scheißen protokoliert wird. Es ist eine Urkunde.) nochmal ganz genau überprüft. Dabei stellte sich dann heraus, dass ein Rechenfehler des Schreibers vorlag.//

Genau so habe ich mir das auch vorgestellt.

//(Das ist das Buch in dem das Scheißen protokoliert wird. Es ist eine Urkunde.)//

Ein wunderbarer Tippfehler. Ich kann kaum aufhören, zu lachen.

19:02 von Guitar23

Damit eins ganz klar ist, die Auslandseinsätze waren vom Bundestag genehmigt worden und damit Verfassungskonform. Denke ich an den Kosovo Einsatz, so war dies ein Einsatz der Völkermord auf allen Seiten der Ex-Juguslawien Einheiten ein Ende setzte, wie ich finde absolut gerechtfertigt! Der Afghanistaneinsatz war im Rahmen eines NATO Verteidigungsfalls erfolgt und durch die NATO Verträge gedeckt. Desert Storm war ein Grenzfall, hier waren US Luftwaffenverbände in der Türkei im Einsatz, die durch deutsche Roland FlaRak Verbände geschützt wurden, das war durch Verträge geregelt. Im Gegenzug gab es US Patriot Einheiten die den deutschen Luftraum zu sichern hatten. Dieser Einsatz war umstritten, aber die Verträge konnte man nicht einfach brechen!

Die 100.000

sind wahrscheinlich nur die Spitze eines Eisberges.

Es ist geradezu unerträglich, wie trotz auch dieser schon unfassbaren Zahl hier wieder relativiert wird!

Das ist keine Schlamperei und auch kein dummer Jungenstreich! Das ist eine gezielte, wohl geplante Vorbereitung auf den Tag X, bei dem von den selben Leuten in einem zuvor in einem irgendwie initiierten Bürgerkrieg diese Waffen und Munition gegen nicht die eigene Ideologie teilende Mitbürger in diesem Land eingesetzt werden soll.

Wenn hier nicht wirklich (!) entschlossen und umfassend aufgeklärt und gehandelt wird, dann ist es vielleicht zu spät.

Bei jedem Menschen mit Verstand und Bekenntnis zu dieser unserer Demokratie müssen da die Alarmsirenen ganz laut aufheulen.

Was mir aus meiner Dienstzeit fest in

Erinnerung blieb, war die Kontrolle der Munition auf dem Schießplatz, die sehr genau und im 4Augen Prinzip stattgefunden hat. Im Gegenzug das Schießen mit US Einheiten, da wurde eine Kiste Munition hin gestellt und jeder hat sich bedient ohne Kladde und Kontrolle u.s.w..

@GeMe, 18:38

Als nach stundenlanger Suche nichts gefunden wurde, hat man die Schießkladde (Das ist das Buch in dem das Scheißen protokoliert wird. Es ist eine Urkunde.) nochmal ganz genau überprüft. Dabei stellte sich dann heraus, dass ein Rechenfehler des Schreibers vorlag.

Ich dachte, in der Schießkladde wird das Schießen protokolliert. Wenn es sich natürlich so verhält, wie Sie schreiben, braucht man sich nicht zu wundern, wenn da mal etwas Munition verloren geht (während man beschäftigt ist, andere Dinge zu protokollieren …)

18:32 von Kessl

Munition ist nicht gleich Munition

"dass die Bundeswehr noch mehr Munition vermisst."
Wir haben über 100.000 Soldaten. Wenn im lezten Jahrzehnt jeder zweite Soldat je eine Patrone verloren hat, dann ist das menschlich und etwas komplett anderes als wenn mehrmals eine Kiste mit je 10.000 Schuss verschwunden ist.
Das wäre doch das mindeste was man in Erfahrung bringt und an die Leser weitergibt bevor man einen Artikel schreibt.
///
*
*
Schon 1965 verschwanden nicht einzelne Patronen.
*
Aber das empörte Grunzen und das Schönreden waren noch nicht so weit entwickelt.
*
Aber Alternativlos, das bringt sogar bei Corona Lob, wie bei den üblichen Pleiten, Pech und Pannen.

IIst halt so

Wenn es an der Befähigung der Führung mangelt, kann schon mal was weg kommen. Der Fisch stinkt vom Kopf an!

19:02 von Guitar23

Abschaffen? Ein schöner Traum, aber wer keine Armee hat, hat bald eine fremde! Leider ist das so und daran wird sich so schnell nichts ändern, denn der Mensch ist fehlerhaft. Die Erde ist Milliarden Jahre alt, der Mensch lebt nur einen Wimpernschlag und hat nichts besseres zu tun als sich um Grenzen zu kloppen. Schlimm, ist aber so! Den Munitionsschwund klar zu benennen, zu erfassen und den Verbleib nachzuforschen ist ein erster Schritt. Das sogar Waffen verschwunden sind, ist unfassbar und zeigt, dass noch viel zu tun ist. Die BW wird benötigt, aber sie muss reformiert werden. Auf AKK kommt noch viel Arbeit zu, jetzt wieder jemand anders auf den Posten zu setzen wäre nicht zielführend.

im (normalen) Dienstbetrieb

im (normalen) Dienstbetrieb ist es fast unmöglich größere Mengen Mun zu unterschlagen oder zu stehlen. Scharfe Mun wird i.d.R. nur bei Wachaufgaben oder bei der Schießausbildung ausgegeben. Und dann auch in so geringer Stückzahl das die erforderliche Kontrolle und der Nachweis auch stattfindet und erfolgt. Auch weis jeder Soldat was ihm blüht, wenn er/sie unerlaubter Weise Munition oder Munitionsteile (selbst eine leere Patronenhülse ist ein schwerwiegendes Dienstvergehen) stiehlt oder behält. Das Augenmerk sollte man vielleicht eher auf die lasche Lagerung von MunBeständen in Kasernen, Depots usw. richten. Hier lädt die "Sichere Aufbewahrung" (zum Teil einfache Vorhängeschlösser) oftmals ein, ohne großes Risiko (eine Streife alle 2 Stunden) mal eben eine Kiste Mun mit 1000 Schuß mitgehen zu lassen. Auch möchte ich anmerken, das gerade in den Depots ein Hauptteil der Mitarbeiter Zivilisten und keine Soldaten sind .

@Kessl

"Das wäre doch das mindeste was man in Erfahrung bringt und an die Leser weitergibt bevor man einen Artikel schreibt"

Ich habe immer mehr den Eindruck das will die Presse gar nicht. Und die Leute die das lesen wissen meistens gar nicht um was es geht. Aber es liest sich halt gut wenn so viel fehlt.
Ohne das hinterfragt wird ob eventuell was nicht ganz stimmt. Aber kennen wir ja seit ein paar Jahren.

Am 17. Juli 2020 um 19:02 von Guitar23

Zitat: Und die verfassungswidrigen "Auslandseinsatze" hören auch endlich auf.

Wenn ich das richtig im Kopf habe, hat sich das BVerfG mehrmals mit Auslandseinsätzen der Bundeswehr befasst und in keinem Fall die Verfassungswidfrigkeit fesr´tgestellt.

Sind Ihnen andere Entscheidungen bekannt?

@ 18:24 von queckjunior

Das sind wohl Sprengzünder. Plastiksprengstoff braucht ne Druckwelle zum zünden.
Feuer oder sogar rein schießen macht nicht. Zumindest bei Semprex, C4 und C10.
Sollte nen Journalist wissen, was er weiß und was nicht.

Anna-Elisabeth

Im Grunde bin ich ihrer Meinung.
Aus meiner Krankenpflegerzeit bei der Bundeswehr kann ich ihnen nur zustimmen, jedoch wurde ich auch in einer Jägereinheit eingesetzt mit ca 60km Tagesmärschen im bayerischen Wald teilweise bewaffnet und in sehr abgelegenen Gebieten auch mal mit Munition. Da kam es schon mal vor das beim Schützengrabenbau bei Nacht das eine oder andere verloren wurde.
Bei Waffen oder Munition wurde die gesamte Kaserne abgeriegelt und alles durchsucht.
Den gesamten bayerischen Wald konnte man natürlich nicht nach verlorenen Patronen durchsuchen. Ich hoffte immer das mir so etwas nie passieren würde.

Verlustquote wie im Einzelhandel

1975-1977 nach Einberufung als W15 auf SaZ2 geändert.
Unser WuG war ein HG(UA). Später nur noch HG.
Als UvD habe ich (OG) ihn und einen Jg mal vorläufig festgenommen, weil nach deren Heimkommen keine Ruhe mehr im Block herzustellen war und sie außerdem eine sicherheitsgefährdende Maßnahme am Fahrzeug des OvWa begangen hatten.
Eine meiner letzten Amtshandlungen war, auf Befehl des Kp-Chef den Antrag auf Entlassung wegen übermässigen Alkohol-Konsums - in der Bw der 70er-Jahre ! - zu stellen.
Nach einem anderen Tag auf der Schiessbahn wurde ein Gefreiter dazu verdonnert, einen Aufsatz zu schreiben: "Warum ich mit zwei Mehlsäcken ( Als Wurf-Placebos für Handgranaten ) keine vier Treffer erzielen kann".
Der Eintrag in dieser Scheiss-Kladde ( Danke dem Vor-Foristen für diese Vorlage ) wurde durch Unterschrift und Siegel zum Dokument. Es gab vor ewigen Zeiten eine Studie, die festgestellt hatte, daß 30% des Schwundes durch Diebe39%durch Buchungsfehler, 30% durch Personal entstanden.

".. legaler Waffenerwerb ist

".. legaler Waffenerwerb ist ja fast nicht mehr möglich."

weil man einen Waffenschein braucht? Gut so, US-Verhältnisse, wo man an jeder Ecke alles bekommen kann - pumpgun in rosa für kleine Mädchen - sind nun wirklich keine Option.

Überdies sieht es so aus, als ob man bei der Bundeswehr mal Großreinemachen ansetzen und das KSK noch einmal ganz von vorne aufbauen sollte.

Kann passieren

Mir selbst ist es passiert, daß ich im MG-Gurtkasten vom Turm MG des Kpz Leopard 2A4 noch 150Schuss 7,62x51mm Leuchtspurgeschosse auf Zerfallgurt erst bei der Vorbereitung der Kampfpanzer zur Abgabe in die DepotInst gefunden habe. Der letzte Übungsplatz Aufenthalt mit scharfem Schuß des besagten Panzers war da schon über 6 Monate her. Beim Panzerschießen wird MG3 Munition als MVG (Mengenverbrauchsgut) abgerechnet und so in die Kladde eingetragen. Da zählt keiner einzelne 7,62mm Patronen. Nur die großen 120mm Patronen für die BK. Den Gurt mit den 150 Patronen habe ich ohne großes Primborium und Meldegedöns zum S4 Offizier gebracht und danach war ich raus aus der Nummer.

um 19:28 von Der kleine Olli

>>Verehrter Kamerad, ich war in den 80ern auch "dabei". Ich kann mich nicht daran erinnern, dass das protokolliert wurde.<<

Dann haben Sie nicht aufgepasst. Jede ausgegebene Patrone wurde eingetragen, und die Kladde war eine Urkunde, die gegengezeichnet werden mußte vom Protokollführer und Schießaufsicht. Ich erinnere mich das wegen einem verschwundenen G3 Freitags zum Start ins Wochenende die komplette Kaserne abgeriegelt wurde und die Heimfahrt erst ca 1 Stunde später nach auffinden der Waffe losgehen konnte.

@queckjunior

"Ich wusste gar nicht das man mit einer Zündschnur Plastiksprengstoff"

.

Wenn diese Zündschnur mit einer Sprengkapsel
https://de.wikipedia.org/wiki/Sprengkapsel
verbunden ist, dann ist das kein Problem. Möglicher Weise hat Herr Küstner vergessen diese zu erwähnen. Das ist allerdings in meinen Augen nicht das Problem. Das Problem ist in meinen Augen dass solche Dinge in der Bundeswehr einfach so "Verschwinden" können und nicht das fehlende "Fachwissen" eines Journalisten.

Diese Bundeswehr ist in dieser

Aufstellung unbrauchbar. Vom Innern nicht demokratisch und nach außen mangels technischer Qualität nicht wirklich einsetzbar. Kramp-Karrenbauer sollte sich überlegen, ob man in dieser Zeit noch eine Bundeswehr braucht oder ob nicht eine Abschaffung der Bundeswehr auf ihre politische Agenda gehören sollte.

Ein alter Hut ...

... ist diese Meldung. In einer Fachzeitschrift "DWJ" wurde monatlich seit Erscheinen (etwa 1960) über viele Jahre ein Beiblatt eingelegt, wo auf vier eng beschriebenen Seiten "private und behördliche Waffenverluste" angezeigt wurden . Die Zahl der privaten Verluste war nach meiner Erinnerung eher gering, die Verluste bei Polizei, Bundeswehr hingegen enorm ! In den 80er Jahren lag diese Liste m.W. nicht mehr bei - vielleicht war der Erfolg dieser Maßnahme zu gering. Oliver 0601 hat weiter oben eine vermutlich zutreffende Vermutung geäußert - sinngemäß: "wer sich legal keine Waffe kaufen kann, der klaut sich eine". Das dürfte eine Hauptursache für den "Schwund" sein. Eine Erleichterung des Schußwaffenerwerbs (wie in der guten, alten Zeit bis 1972) wird es aber nicht mehr geben in einem Staat, der Angst vor den eigenen Bürgern hat.

Am 17. Juli 2020 um 18:30 von Anna-Elisabeth

>>Egal, was man von Frau Kramp-Karrenbauer hält, sie kann einem wirklich leidtun. Sie hat offensichtlich die Verantwortung für einen riesigen Saustall übernommen.<<

Und ihre Vorgängerin hat 230 Mio Euro für Beraterverträge ausgegeben und ist nun EU-Kommissionschefin

Tja mein lieber Kamerad Olli,

Tja mein lieber Kamerad Olli, dann waren wir entweder nie auf einer Schießbahn oder in einer anderen Armee.
Auch ich war in den 80ern Soldat, und das längerdienend, und bin seit dem Reservist. Doch ich habe auf einer Schießbahn nie Munition erhalten ohne einen Eintrag in die Schießkladde.
Und es stimmt auch, dass jeder Patrone, die ausgegeben wurde in dieser Kladde eingetragen und abgerechnet wurde. Und wenn's nicht gestimmt hat, gab es eine Überprüfung der Eintragungen mit der Restmunition bis der Fehler gefunden wurde, darunter auch Absuchen der Schießbahn oder eine Meldung beim nächsthöheren Disziplinarvorgesetzten. Und da ging die Sache weiter und es wurde nichts unter dem Tisch gekehrt.

Am 17. Juli 2020 um 18:38 von GeMe

>>Ich habe es in der ganzen Zeit nur einmal erlebt, dass Munition fehlte. Es waren nur ein oder zwei Schuß, aber es wurde ein riesiger Aufwand betrieben, um diese zu finden.<<

In meiner BW Zeit war es unmöglich auch nur eine Patrone verschwinden zu lassen

@20:29 von Leberkas Anna-Elisabeth

"...jedoch wurde ich auch in einer Jägereinheit eingesetzt mit ca 60km Tagesmärschen im bayerischen Wald teilweise bewaffnet und in sehr abgelegenen Gebieten auch mal mit Munition. Da kam es schon mal vor das beim Schützengrabenbau bei Nacht das eine oder andere verloren wurde."

Ich lese gerne über die Erfahrungen, die Sie und andere hier gemacht haben. Auch kann ich mir vorstellen, dass mal wirklich etwas verloren geht und auch, dass man davor Bammel hat. Aber bei den Mengen, von denen hier die Rede ist, komme ich einfach nicht mehr mit.

Nebenbei: "...ca 60km Tagesmärschen im bayerischen Wald teilweise bewaffnet..."
Wie hält man DAS denn aus? Hat man danach noch Füße?

Selbstredend

Das Verteidigungsministerium gibt Unsumme für die Bewältigung seiner Aufgaben durch fragwürdige externe Berater aus. Um die 300 Millionen Euro. Jahr für Jahr!
Nun jedoch, in einem Fall, wo für jeden Bürger deutlichst erkennbar externe und neutrale Kräfte ein absolutes Muss darstellen würden, um diesen Stall auszumisten, werden die Vorhänge fest zugezogen. Dass es neo-nationalsozialistische Kräfte innerhalb der Bundeswehr gibt, ist seit vielen Jahren Usus. Getan dagegen wurde bisher nichts, was als substanziell zu bezeichnen wäre.
Ich habe keinen Funken Vertrauen in diese hohlen Phrasen der Willenserklärungen zur Aufdeckung rechts-terroristischer Strukturen innerhalb der BW. Im Gegenteil, ich empfinde sie als eine regelrechte Beleidigung der Intelligenz jeden einzelnen Bürgers!
Ausschließlich eine externe Untersuchung kann hier der erste Schritt sein. Alles andere ist Nebel, Propaganda und das Erlangen von genug Zeit zum Schreddern.

Überschrift

Falsche Überschrift. "Diebstahl durch Schlamperei" wäre passend gewesen. Gruß

@Lavoissier

Ich stimme Ihnen in Bezug auf mangelnde Ausrüstung für eine wirksame Landesverteidigung wie auch für Auslandseinsätze zu. Das man eine Bundeswehr nicht mehr braucht, halte ich für einen vorschnellen und unüberlegten Entschluß. Gerade in der jetzigen Situation wären große Teile der Öffentlichen Hand ohne die Amtshilfe der Bundeswehr heillos überfordert (Sanitätsdienst, Aufbau- und Betrieb von Corona-Teststationen, Herstellung von Desinfektionsmittel durch die ABC-Abwehreinheiten usw.) Gleiches gilt für den Einsatz der Bundeswehr bei den Waldbränden 2019, dem Schneechaos oder den verschiedenen Hochwasserlagen der letzten Jahre. Den Frauen und Männern in Uniform fehlt es meiner Meinung in 99% nicht an der nötigen Motivation und rechtstaatlichen Treue sondern an verläßlichen Aussagen der Politik. Diese sollte endlich mal Ihre Zusagen (Ausrüstung, Ausbildung, Soziale Absicherung usw.) einhalten und schneller Umsetzen.

@hesta15

Ist das jetzt Ihr Ernst?

Dann lesen Sie doch bitte noch einmal den von mir kommentierten Satz des Mitforisten GeMe. Aber ganz genau und gründlich.

Vielleicht verstehen Sie dann, was gemeint ist.

So ist es

Was regen wir uns so auf. Es verschwinden so viele Dinge in Deutschland, da fällt die Munition eigentlich nicht ins Gewicht. Ich suche jährlich die verschwundenen Steuermillionen, die weltweit jährlich in der ganzen Welt verblasen werden.

"... ob man in dieser Zeit

"... ob man in dieser Zeit noch eine Bundeswehr braucht oder ob nicht eine Abschaffung der Bundeswehr auf ihre politische Agenda gehören sollte."

Dann haben sie hoffentlich auch eine Lösung, wer für die Souveränität dieses Landes und die Freiheit ihrer Bürger einstehen soll?

Freue mich jetzt schon auf weitere Ihrer 'ernst gemeinten' Vorschläge.

Was heisst verschwunen?

Es waere jetzt mal wesentlich zu berichten was da unter "Verschwundnen" verstanden wird. Wurden 60.000 Schuss auf einen Schlag verloren ist das etwas anderes als wenn das der Fehlbestand der Bundeswehr aus allen Ursachen in 10 Jahren ist. Wenn sich die Verluste aus vielen Einzelfaellen summiert heisst das so gut wie gar nichts. Die Zahlen werden alle auf Papier gefuehrt. Da stellt sich schon die Frage, wie viele Schreibfehler alleine dabei sind. Wie oft wurde sich bei der Ausgabe/Ruecknahme einfach verzaehlt?
Und ich moechte nur mal festhalten, dass der Verbrauch nachgewiesen wird, indem 80% der leeren Huelsen zurueckgebracht werden muessen.
Es ist unmoeglich 100% im Gelaende wiederzufinden. Die 20% sind locker 2,000 Schuss wenn eine Kompanie Gefechtsschiessen geht. Wenn jemand abzweigen will, ist das viel einfacher moeglich als einen Fehlstand zu erzeugen.

@Connie_089

Auch für Sie, mein lieber Kamerad Connie:

Lesen Sie bitte den von mir kommentierten Satz des Mitforisten GeMe gründlich durch.

Vielleicht werden Sie dann verstehen... ;-)

Verschwunden

In diesem Lande verschwindet in letzter Zeit ziemlich viel
- Munition und Sprengstoff bei der BW
- Intensivbetten in den Krankenhäusern
- ein paar Milliarden bei einem Daxkonzern
- Diensttelefone von Politikern
Also ich verschwinde jetzt auch
- in den Urlaub
Aber ich glaube ich werde wohl leider der einzige sein der wieder auftaucht.

@Connie_089

Auch für Sie, mein lieber Kamerad Connie:

Lesen Sie bitte den von mir kommentierten Satz des Mitforisten GeMe gründlich durch.

Vielleicht werden Sie dann verstehen... ;-)

@20:36 von Kokolores2017

"...pumpgun in rosa für kleine Mädchen..."

Gibt es die wirklich?

"Überdies sieht es so aus, als ob man bei der Bundeswehr mal Großreinemachen ansetzen und das KSK noch einmal ganz von vorne aufbauen sollte."

Bei der Bundeswehr muss die Unterstützung beim Großreinemachen von innen kommen, denn nur dort kennt man die 'Infektionsherde'. Je weiter oben diese angesiedelt sind, desto schwieriger wird vermutlich der Hausputz.

Über das KSK habe ich im "Spiegel" einen Bericht gelesen. Das scheint mir eine Lebensweise zu sein, bei der man nicht dauerhaft psychisch stabil bleiben kann. Neuanfang wäre sicher gut, aber ohne spezielle Betreuung kommt da wohl schnell wieder vom Pfad der Tugend ab.

Das ist eigentlich schwer vorstellbar

Als ich, vor zugegebenermaßen langer Zeit, bei der Bundeswehr geschossen habe, wurde über jeden einzelnen Schuss Buch geführt. Sollte dieser gute Brauch jetzt nicht mehr üblich sein? Warum wurde die fehlende Munition jetzt erst entdeckt? Wie konnte so etwas überhaupt geschehen? Dies bedarf einer rückhaltlosen Aufklärung und der Verbleib der fehlenden Munition muss ebenfalls geklärt werden.

l@18:30 von Anna-Elisabeth

"Es heißt: Neue Besen kehren gut, aber die alten kennen die Ecken besser. Bevor aber ein Minister oder eine Ministerin die Ecken kennt bzw. zu diesen überhaupt vordringen kann, ist schon wieder ein Nachfolger im Amt."

Das klingt bei ihnen so, als wenn die begrenzten Legislaturperioden der Demokratie daran schuld sind, dass die Verteidigungsminister der Reihe nach versagt haben? Wenn es also sowieso unmöglich ist etwas zu bewirken war es von Frau von der Leyen wohl nur folgerichtig sich schon während der Legislaturperiode in die EU-Kommission wegzubefördern um sich nützlich zu machen.
Wer keine verantwortung übernehmen will sollte das Amt nicht antreten und vor allem sollte man nicht mit dem 2% vom BIP-Ziel Geld verbrennen, solange die Ineffizienz des ganzen Ladens jedem Laien in´s Auge springt.

@20:41 von hesta15 um 19:28 von Der kleine Olli

//>>Verehrter Kamerad, ich war in den 80ern auch "dabei". Ich kann mich nicht daran erinnern, dass das protokolliert wurde.<<

Dann haben Sie nicht aufgepasst.//

Ich fürchte, hier haben Sie nicht ganz aufgepasst.
Ein humoriger Kommentar von "Der kleine Olli" als Reaktion auf einen winzigen Tippfehler mit großer Wirkung.

@Vorsicht Palmoel

Danke! War SaZ und Offizier. Verlust von Munition geht ganz schnell und ohne jede Absicht. Sie wollen gar nicht wissen wie oft sich Grundwehrdiener beim aufmunitionieren verzaehlen. Dann passt die Aufsicht beim Schuezen auch nicht auf und ploetzlich fehlen Schuss oder sind zuviel da. Der Bestand wird auf Papier gefuehrt. Und dann bekommen Sie vom letzten Schiessen 500 Schuss lose Munition von einem unmotivierten zivilen Mitarbeiter ueberreicht. Waren die 60,000 Schuss auf einmal weggekommen, dass Waere ein echtes Problem. Aber 60,000 Schuss in 10 Jahren? Und dann sind sie mit der US Arme am deutschen Uebungsplatz die die 10,000 Schuss ohne jede Doumentation in die Runde verteilt und verballert. Aber ja, 60,000 Schuss in 10 Jahren sind ein riesen Problem.

Halb so wild

Ach ja bestimmt hat da jeder zweiter Soldat über hundert Jahre mal eine Patrone mitgenommen wie unsere besorgten Bürger hier schreiben.

Mein Gott da läppert sich halt was zusammen.

Und ja mei die 70kg Sprengstoff sind halt auch dem einen oder anderen einfach in die Hosentasche gerutscht.

Und auch wenn GeMe hier schreibt das er zwei Jahrzehnte Offizier bei der Bundeswehr war, verantwortlich für einen Schießstand, und das sowas seiner Erfahrung nach nur durch Kriminalität zu erklären ist: der besorgte Bürger weiß es natürlich besser.

Und überhaupt, schuld sind die Medien die so einen Artikel schreiben, ohne erklären zu können wo die Munition und der Sprengstoff geblieben sind! Danke Merkel!!!

Vermutlich ja !

Denn Kontrollen und das dazu gehörige Personal wie auch Material ist nicht nur in der BW weg gespart worden, sondern dazu ist auch in der BW die dazugehörige Infrastruktur kaputt gespart worden.

Das ist auch bekannt aus anderen Bereichen.

Da darf es nicht verwundern, dass Munition und Waffen - rein rechnerisch - abhanden gekommen sind.

Ob tatsächlich Munition u. Waffen in rechtsextreme o. linksextreme Kreise gelangt sind, ist nicht geklärt, kann aber so passiert sein ...

Viel wichtiger ist der Ansatz, dass keine Panzer, keine Kanonen, keine Kriegsschiffe, und auch keine U-Boote etc. abhanden gekommen sind.

Und die Gorchfock ist sicherlich immer noch da, wo sie zuletzt abgeliefert wurde.

Geht doch.

Von Glück

@chse, 21:15

Wenn sich die Verluste aus vielen Einzelfaellen summiert heisst das so gut wie gar nichts. Die Zahlen werden alle auf Papier gefuehrt. Da stellt sich schon die Frage, wie viele Schreibfehler alleine dabei sind. Wie oft wurde sich bei der Ausgabe/Ruecknahme einfach verzaehlt?

Nette Idee. Aber "verzählen" tut man sich statistisch eben so oft nach oben wie nach unten. Das heißt, der Fehler wäre über die ganze Bandbreite gesehen so ziemlich genau Null. Dass immer zu wenig gezählt wird, und niemals zu viel, würde dann wohl doch eher wieder gegen einen Zufall sprechen.

@Vorsicht Palmoel

Als ehemaliger SaZ (und Reservist) zu Zeiten der Wehrpflicht kann ich Ihnen dazu sagen, das es zu dieser Zeit (und wahrscheinlich auch heute noch) für einen Mannschaftsoldaten sehr schwierig war/ist mit Mun oder Sprengmittel in Berührung zu kommen. Außer bei Wachdiensten oder zur Schießausbildung. Waffen- und Munition zu verwalten, auszugeben und nachzuweisen war immer Aufgabe von Dienstgraden (Uffze aufwärts). Und ich denke, das es auch heute noch üblich ist, das der WuG (Waffen und Geräte) Uffz/Fw wöchentlich dem Kompaniechef die Vollzähligkeit der Waffen melden muß und das dieser mit Unterschrift diese Meldung abzeichnet. Es obliegt dem Kpchef zu prüfen ob die Meldung wahrheitsgemäß erfolgt. Gleiches gilt für den Nachweis/Bestand an Munition und Sprengmittel. Hier hat der Mun. und BetriebsstoffUffz wöchentlich seine Meldung zu erstellen. Den Wahrheitsgehalt dieser Meldungen zu überprüfen, obliegt, wie schon erwähnt, dem Kompaniechef. (Merke: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser)

@21:17 von Sind Sie auch D...

"Warum wurde die fehlende Munition jetzt erst entdeckt? Wie konnte so etwas überhaupt geschehen?"

Wenn über Munition kontinuierlich Buch geführt wird war dieser Umstand sehr wahrscheinlich längst bekannt, nur eben nicht öffentlich.
Selbst wenn man dies akzeptiert stehen die tollen Versprechen nun vollständig aufzuklären zu wollen in einem schlechten Licht, da diese Aufklärung entweder sehr lange einfach unterblieben ist oder wenig erfolgreich war.

@21:17 von Olivia59 l@18:30 von Anna-Elisabeth

"Das klingt bei ihnen so, als wenn die begrenzten Legislaturperioden der Demokratie daran schuld sind, dass die Verteidigungsminister der Reihe nach versagt haben?"

Sie haben Recht. Man kann das tatsächlich missverstehen - wenn man will.

21:28 von ksl330

2018 wurden bei einem linken Aktivisten (übrigens ein Träger des thüringer Demokratiepreises) mehr als 50kg Sprengstoff gefunden-vielleicht ist das ein Teil der vermissten Menge?
Der Vorfall hat sogar einen eigenen Wiki-Eintrag bekommen-sonst wurde er kaum beachtet.
https://de.wikipedia.org/wiki/Sprengstoff-Fund_im_Landkreis_Saalfeld-Rud...

@21:31 von 0_Panik

//Da darf es nicht verwundern, dass Munition und Waffen - rein rechnerisch - abhanden gekommen sind.//

Rein rechnerisch? Könnten Sie das bitte erläutern? Verzählt? Falsche Buchführung - Soll und Haben verwechselt?

//Ob tatsächlich Munition u. Waffen in rechtsextreme o. linksextreme Kreise gelangt sind, ist nicht geklärt, kann aber so passiert sein ...
Viel wichtiger ist der Ansatz, dass keine Panzer, keine Kanonen, keine Kriegsschiffe, und auch keine U-Boote etc. abhanden gekommen sind.//

Falls das jetzt witzig sein sollte, ist das in die Hose gegangen. Macht aber nichts - solange es Ihre Hose ist.

fehlende-bundeswehr-munition-schlamperei-oder-diebstahl

Lieber Defender411, Sie schreiben :"Vielleicht hat der Journalist nur den falschen Begriff verwendet. Es gibt auch Sprengschnüre und die enthalten, wie der Name schon sagt Sprengstoff."
Hm, ja, das stimmt, .....aber
Ich erinnere mich, dass ja die normalen Zündschnüre =>Schwarzpulver enthalten,.... welches nach dem Sprengstoffgesetz auch als "Sprengstoff" gelten mag..... (obwohl die Energie sehr viel geringer ist, als bei NitroPulvern.) Es ist also für Journalisten sehr schwer, stets den "richtigen" Begriff zu verwenden.

Vorübergehende Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,

die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert. Alle wesentlichen Argumente sind genannt. Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen. Deshalb haben wir beschlossen die Kommentarfunktion zu schließen.

Die Moderation

Darstellung: