Ihre Meinung zu: Bundeswehr: Zehntausende Schuss Munition fehlen

17. Juli 2020 - 12:14 Uhr

Die Bundeswehr hat Ermittlungen eingeleitet, weil seit 2010 mindestens 60.000 Schuss Munition in ihren Beständen fehlen. Auch bei der Eliteeinheit KSK werden einem Medienbericht zufolge 48.000 Patronen vermisst.

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Kommentare

erstaunlich

wenn ich an meine Jugendzeit zurückdenke
gut ich selbst war nicht beim Bund
aber viele meiner Kumpels
was da für ein Zauber vollführt wurde
wenn auch nur eine Patrone fehlte
(übrigens auch in der anderen Republik)
heute ? mir scheint das Fehlen von Disziplin
bildet auch beim Militär keine Ausnahme

So ändern sich die Zeiten (Einstellung)

Als ich bei der Bundeswehr war (1971) fehlte nach einer Wache eine Patrone. Der MAD kam und hat uns 3 Stunden vernommen. Heute kann man wohl einen Panzer klauen und keiner merkt es.

Ein Schelm, der Böses dabei vermutet

Aus gegebenem Anlass wird es höchste Zeit, auch mal die Bestände an Waffen, Munition und anderen Ausrüstungsgegenständen bei den Polizeibehörden auf Vollständigkeit zu überprüfen.
Fürchterliches bahnt sich an.

Irreal?

Man stelle sich vor in den Siebziger hätte die RAF soviel Sprengstoff und Munition geklaut von der Bundeswehr, ja was wäre da Realität?

Wie man Vertrauen verspielt

Nicht das mich das jetzt wirklich überrascht. Aber es wird gerade mein gesamtes Vertrauen in alle bewaffneten Organisationen in Deutschland nachhaltig zerstört. In der Bundeswehr können offensichtlich Rechte tun und lassen was sie wollen. Munition und Sprengstoff( in anderen Berichten war auch zu lesen das ca 60 Kg Sprengstoff unauffindbar seien) verschwinden, die Polizei und deren Chef verwehren sich einer effektiven Kontrolle durch aussen ( unabhängige Beschwerdestelle) stattdessen wird argumentiert, ist verboten, daher gibts das bei der Polizei nicht ( racial Profiling-Studie). Corpsgeist in beiden Vereinen verhindert massiv Rechtstaatlichkeit und es dauert Jahrzehnte, bis da mal Jemand sich rantraut. Ich für meinen Teil bin maaslos enttäuscht und habe mittlererweile ein mulmiges Gefühl bei Kontakt mit Polizei und das obwohl ich kaum Angst haben müsste da ich meines Wissens unbescholten bin. Ich glaube aber nicht mehr, das diese Vereine meine Recht schützen oder überhaupt wahren

Ich denke eher, das Zeugs fehlt gar nicht.

Entweder hat es nur auf dem Papier existiert (Schon der "Bundeswehrobergefreite" Herbert Hisel klamaukte vor vielen Jahren: "Munition hammer keine ghabt, da kriagst bloß alle 3 Tag a Schuss") oder aber man kam problemlos an die Patronen ran - dann isses halt nich wech, sondern es haben jetzt die Anderen. Auf jeden Fall hat es doch bisher niemand gemerkt. Tja, mit blindwütigen Kasernenumbenennungen und Streichungen von uralten Volks- und Landsknechtsliedern ist es nicht getan, am besten die Bundeswehr ganz abschaffen und alle Grünen, Linken und Sozialpädagogen 3 Jahre freiwillig nach Afghanistan oder Mali unter persönlicher Führung von AKK schicken, damit sich diese Leute bewusst werden, was sie eigentlich anrichten, wenn sie derart auf unserer Truppe herumtrampeln und sich dann noch wundern, wenn sich dort Strukturen bilden, die sie durch ihr verantwortungsloses Handeln in der derzeitigen Politik selbst hervorrufen.

“Zehntausende Schuss Munition fehlen“

Dazu die ZDF-Reportage
“Rechte Verschwörer - Angriff von innen?“

Ein großer Teil findet sich dort. Man muss nur suchen wollen.

Ehem. Lebach Fallschirmjäger ...

Hätte bei uns nur EINE PATRONE nach dem schiessen gefehlt, oder wäre nur eine Patrone irgendwo aufgetaucht, wo sie nicht hätte sein sollen - Cafe Viereck wäre sicher die noch harmlose Variante gewesen!
Wie kann Munition oder Sprengmittel fehlen, wenn die Ausgabe doppelt kontrolliert und auf Formularen festgehalten wird.

"Versehentlich" wohl eher kaum ...

Glück Ab!

Bock zu Gärtner

"Wenn es um Straftaten geht, wird selbstredend die Staatsanwaltschaft eingeschaltet"

Wird hier der Bock zum Gärtner gemacht. Ist Munition außerhalb vorgeschriebener Kontrollprozesse, so liegt auf jeden Fall ein Verdacht auf ein Vergehen vor! Seit wann darf man als Verdächtiger an Straftaten selbst ermitteln und entscheiden, ob es Sache für die Staatsanwaltschaft ist.

Hier soll nicht anderes als vertuscht werden unter dem Vorwand der internen Recherche,;, nur eine Aufklärung durch die Staatsanwaltschaft und sonst niemanden ist da gerechtfertigt.

"Die Bundeswehr leitet

"Die Bundeswehr leitet Ermittlungen ein" - wie darf man das verstehen, wenn seit 2010 bekannt ist, dass große Mengen Munition entwendet werden?

Wird in den Munitionslagern der BW nicht regelmäßig Inventur gemacht und bei Auffälligkeiten sofort ermittelt?
Laut TS fehlen insgesamt über 100.000 Patronen - und diese Munition ist zum Töten von Menschen bestimmt.

Vielleicht sollte allmählich mal jemand den Hintern hochkriegen, statt Ausschüsse oder Stuhlkreise einzurichten.
Manchmal wünschte man sich, mit Beamten würde bei Dringlichkeit verfahren wie mit Freiberuflern:
"Geld/Gehalt gibt's bei Lieferung der Leistung"
(und auch da haben wir inzwischen oft "pay slots" nur alle 2 Monate; merke: wenn man's griffig in Englisch benennt, tut's nicht so weh).

Also falls einer...

Also falls einer noch Munitions oder Munitionsteile an Mann hat, sollte er es besser sagen und diese zurück geben.

Dieser Diebstahl von Munitionsteilen oder gar Waffen sollte im Strafgesetz schärfer geahndet werden.

Es kann nicht sein, dass diese Teile einfach so verschwinden ohne Folgen. Hier muss dringend nachgebessert werden in der Kontrolle und Nachverfolgung.

Puh ...

Tja, wo ist die Munition - und möglicherweise noch so einiges mehr - wohl gelandet ... Nach den Nachrichten der letzten Zeit braucht man da wohl nicht viel Phantasie ...

Munition fehlen?

Wir sollten intensiv über eine Abschaffung nachdenken. Jetzt muzss bei den ganzen Extremisten und Rassistischen vorfällen wirklich rundlegend nachgedacht werden.

Bis zu den Kriegseinsätzen die durch Schröder und Fischer genemigt wurden war eigentlich klar das wir nur eine Verteidigungsarme brauchen.

Mal genau nachschauen

Es kann nicht sein das hier so viel Munition verschwindet.
In meiner Zeit anfangs neunziger Jahre wurde alles genau abgezählt und wieder gegengerechnet. Und wir reden ja nicht um einige Schuß die einfach mal untergehen.
Ich habe eher den Verdacht, das da einige Kisten irgendwo rumstehen.
Ich habe da eher den Verdacht das Teile der Politik hier wieder was aufbauschen wollen auf Kosten der Soldaten.
Und an dehnen geht es wieder raus.

Al Ternativ, 12:48

Ah, interessant. Das "verantwortungslose Handeln" von "Grünen, Linken und Sozialpädagogen" ist schuld daran, dass sich in der Truppe rechtsradikale Strukturen bilden? Machen Sie es sich da nicht ein klitzekleines bisschen zu einfach?

Könnte es vielleicht sein, dass nicht alle, die zur Bundeswehr gehen, dies tun, weil sie sich Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie auf ihre Fahnen geschrieben haben und bereit sind, dafür auch Waffengewalt einzusetzen?

Könnte es womöglich sein, dass eine hierarchische, waffenaffine Institution auch Leute anzieht, die die "uralten Volks- und Landsknechtslieder" nicht nur historisch-kritisch interpretieren?

Nur mal so als Gedanke.

Aufgrund dieser Ummengen...

...von Munition, welche sich nicht in einem Kleinwagen vom Gelände schaffen ließe, gehe ich gar davon aus, dass da eher Lieferscheine und Rechnungen gefälscht worden sind. 48.000 Schuss: das ist mal nicht eben eine kleine Kiste.

Es würde mich nicht wundern, wenn da eher Geld als Munition zur Seite geschafft worden ist!

@TS

"Die Bundeswehr hat Ermittlungen eingeleitet, weil seit 2010 mindestens 60.000 Schuss Munition in ihren Beständen fehlen."

D.h. in 10 Jahren fehlen 60.000 Schuss Munition. Ach ja, welche Kaliber wäre noch interessant. Wer hat gezählt ? Wer vorher und wer nachher ?
Aber das macht im Jahr ganze 6.000 Schuss, auf wieviele Wehrpflichtige etc. ?
Muss man das problematisch sehen ?
Müsste man nicht eher prüfen, ob und wieviele bzw. welche Waffen fehlen ?
Was will man mit eine Patrone, vielleicht als Erinnerung an den Wehrdienst anfangen ?
Ich lasse mich gerne aufklären.

um 12:26 von Sisyphos3

"erstaunlich
wenn ich an meine Jugendzeit zurückdenke
gut ich selbst war nicht beim Bund
aber viele meiner Kumpels
was da für ein Zauber vollführt wurde
wenn auch nur eine Patrone fehlte
(übrigens auch in der anderen Republik)
heute ? mir scheint das Fehlen von Disziplin
bildet auch beim Militär keine Ausnahme"

Ich war dabei, wenn auch nur so lange, bis die Verweigerung im 2. Anlauf durch war.

Genug um zu sehen, wie Kadavergehorsam und teils umgedrehte Verstandespyramide in der Hierarchie eines Zufallskollektivs wirklich aussehen und wie hoffnungslos es ist, militärischem Denken etwas abzugewinnen, was den zu Verteidigenden keine Angst machen müsste.

Disziplin hab ich aber dort "gelernt", wenigstens den Teil davon, der mit Respekt verbunden ist zur Wahrung der Sicherheit der Anderen.

Unaufgefordertes und belangloses Melden im Dienst oder ein Bericht ohne Punkte und Kommas wären mindestens ein gestrichenes Wochenende gekostet.

Und die Muni haben die Nazis geklaut für den Tag Dings.

Die Realität ist sicherlich komplexer

Nun, liebe TS, ich hätte da ein paar Fragen.
1) Das Bild. Ein Konvolut an Patronen. Jagd- Sport-, Militärpatronen verschiedenster Kaliber. Welche Aussage soll dieses Bild im Bezug auf das Thema haben?
2) "Patronen verschwinden". Um welchen Teil des Prozesses der Beschaffung, Verteilung und Verwendung geht es hier? Das ist aus meiner Sicht die Kernfrage.
3) Wie wurde die Diskrepanz bemerkt?

Nur eines der möglichen Szenarien habe ich vor 35 Jahren als W15 erlebt: Sturmabwehrschießen im Sennelager. Die ganze Gruppe aufmunitioniert bis zum Umfallen. Na ja, viel geschossen haben wir nicht, denn das G3 zu reinigen war nicht schön. Die halbleeren Magazine wurden mit groben Schätzungen über den Munverbrauch zurückgegeben. Ob da an einem Tag tausend Schuß mehr oder weniger durchs Rohr gegangen sind? Wer weiß das bei einer Kadenz von 700/Minute?
4) Wenn 60k Patronen fehlen und keine Gewaltverbrechen damit passiert sind, dann bleibt das ein Unrecht, aber wie besorgniserregend ist es wirklich?

"Es müsse geklärt werden, ob

"Es müsse geklärt werden, ob es sich um Schlamperei handele, ob Bestände in Einsatzgebieten verblieben seien oder mit krimineller Energie etwas abgezweigt worden sei."

Dass Bestände in Einsatzgebieten verbleiben, ist z.B. bei der US-Army gängige Praxis, der Rücktransport ist wesentlich teurer, als neue Munition und Ausrüstung zu kaufen.

seit 2010 mindestens 60.000 Schuss Munition 

Da fehlen mir die Worte.

Wie viele Verteidigungsminister hatten wir in dieser Zeit?

Zehntausende Schuss Munition fehlen ?

Man sollte mal intensiv prüfen ob so wie bei Wirecard die Munition überhaupt mal da war.

Linke stimmten immerhin gegen völkerrechtlich umstrittene

@12:48 von Al Ternativ
... Einsätze. Und haben auch bei der ersten Diskussion zum Afghanistaneinsatz fast prophetisch vor den Folgen gewarnt.
Und: Wer sich vor der Bundeswehr drückte - "untauglich", Ersatzreserve III und so - waren meiner Beobachtung nach überwiegend Konservative!

@Kolores2017

"Laut TS fehlen insgesamt über 100.000 Patronen - und diese Munition ist zum Töten von Menschen bestimmt."

Militärmunition (Vollmantel) ist von ihrer Beschaffenheit her eben nicht zum Töten bestimmt, denn sie ist absichtlich so beschaffen, dass sie nicht so viel Geschossernergie wie möglich ans Ziel abgibt, sie deformiert sich kaum, das unterscheidet sie von Polizeimunition (Hohlspitz) oder Jagdmunition (Teilmantel), die für das effektive Töten bestimmt und entsprechend beschaffen ist. Diese Munition gibt durch starke Deformation fast ihre ganze Geschossenergie ans Ziel ab.

Die Suche nach den Stichworten "Haager Landkriegsordnung", "Vollmantelgeschoss" und "Teilmantelgeschoss" wird Ihnen da weiterhelfen.

Echt jetzt?

Da wird in Größenordnungen Munition vermisst, dass es schon für einen kleinen Vorstadt-Krieg reicht und die Verantwortlichen labern statt zu reden und entziehen sich der Kontrolle ...das kann doch nicht war sein! Frau Kramp-Karrenbauer (!) bringen sie diesen Saustall bitte umgehend auf Zack, auch wenn es bedeuten würde, dass sie die Hälfte in Unehren entlassen müssten.
Diese teure Inkompetenz fing doch schon in den 60ern mit den Starfightern an und hört bei der "Gorch Fogg" nicht auf. Und nun? Ein Teil der Bundeswehr ist Schrott - der andere unbekannt verzogen. Das Personal, hat keine Ahnung, keine Befugnis, den Kopf voller "Traditionen" oder wartet auf den Ruhestand. Würde mich mal ernsthaft interessieren was eigentlich noch so fehlt! Es kann mir doch keiner erzählen, dass sich die "Transferkräfte" bei der Bundeswehr nur mit popliger Gewehrmunition zufrieden gegeben haben. Kann bitte kurz mal jemand nachsehen ob alle "kaputten" Panzer noch da sind? Und die "fluguntauglichen" Helis?

Was sagen die VerteidigungministerInnen dazu?

Was haben wir dann von Frau von der Leyen in der EU zu erwarten? Was fällt dort alles unter den Tisch? Wann wird die Bundeswehr endlich "Chefsache"?

Bundesweit war KLASSE. Ein

Bundesweit war KLASSE. Ein Jahr Birne lüften, zwischen Abi und Uni.
Aber hätte irgendwas gefehlt, wäre das aufgefallen. Das Zeug muss also außerhalb der Bewachung flöten gehen. Also irgendwer ganz oben macht Mist.

Das ist ja beinahe egal, ob

Das ist ja beinahe egal, ob das Zeug wirklich oder nur auf dem Papier fehlt. Da laufen so viele "Hochrangige" herum und niemand weiß etwas? Degradieren müßten wir sie alle, bis sich diese unhaltbaren hochdotierten Zustände klären lassen. Und bitte ohne Pension entlassen.

Bundeswehr/Munition fehlt

In jedem mittelständischen Unternehmen hat jeder Arbeiter garantiert ein Teil aus der Firma Zuhause. Wird wohl bei den Strammstehern/innen auch nicht anders sein. Der Rest: Lost in Action.

strikte dauerhafte Inventur gibt es in der BW nicht

In der BW gibt es keine wirkliche strikte dauerhafte und genaue Inventur.

Für diesen Bereich gibt es zwar eine Abteilung.

Doch dort wird dermaßen ungenau gearbeitet, dass bei der Inventur - wenn sie denn stattfindet - wie z.B. hier bei der Munition falsch gezählt wird.

Und wer steht denn bei den Schießübungen immer dabei ?

Die Soldaten zählen selber ihre Patronen.
Schreibfehler bei der Patronenausgabe kommen immer wieder vor.
Genaue Überprüfungen gibt es an der Stelle nicht.

13:30 @ melancholeriker

"... Und die Muni haben die Nazis geklaut für den Tag Dings. ..."

Leider muss man das erst nachweisen,
z.Z. ist es ein Verdacht.

Wenn das so wäre, dann ist allerdings sehr erschreckend, wie lange dieser Tag schon vorbereitet wird.
Das Ausmaß, die Folgen dieses Tages
mag ich mir nicht vorstellen.

Alles unter der "Aufsicht" vom Verteidigungsministerium.

Am 17. Juli 2020 um 13:14 von werner1955

Zitat: Bis zu den Kriegseinsätzen die durch Schröder und Fischer genemigt wurden war eigentlich klar das wir nur eine Verteidigungsarme brauchen.

Ich habe den Dienst noch in dieser Verteidigungarmee abgeleistet.

Glauben Sie mir: Wir hatten auch Waffen und Munition. Deren Anschaffung war keine Idee von Schröder und Fischer.

@Lebach

Ja...so sieht es aus.Das ist nicht mehr die Bundeswehr die wir kennengelernt haben.
Leider!
Glück ab

Am 17. Juli 2020 um 13:35 von Shuusui

Zitat: Dass Bestände in Einsatzgebieten verbleiben, ist z.B. bei der US-Army gängige Praxis, der Rücktransport ist wesentlich teurer, als neue Munition und Ausrüstung zu kaufen.

Vielleicht könnte der Spieß aber in diesem Fall auf einem Fresszettelchen notieren wieviel und welche Munition im Einsatzgebiet geblieben sind.

um 13:35 von Shuusui

Zitat:"Es müsse geklärt werden, ob es sich um Schlamperei handele, ob Bestände in Einsatzgebieten verblieben seien oder mit krimineller Energie etwas abgezweigt worden sei....Dass Bestände in Einsatzgebieten verbleiben, ist z.B. bei der US-Army gängige Praxis, der Rücktransport ist wesentlich teurer, als neue Munition und Ausrüstung zu kaufen."

Solange DIESE Frage noch nicht geklärt ist...
Ganz ab davon: Munition in den Einsatzgebieten ist eh nicht nachverfolgbar: G36 auf Feuerstoß oder MG3 mal kurz abgedrückt... zählt da jemand mit, wenn ihm selber das Blei um die Ohren fatzt? Das riecht mir sehr nach Bundeswehrbashing.
Verfolgung verfassungsfeindlicher Tendenzen: Das sollte selbstverständlich sein. Wir müssen den Soldaten trauen können.

Aber jetzt Munition in Einsatzgebieten vefolgen? Das ist realitätsfern.
Und, Liebe TS:
Bitte dazuschreiben, wie hoch der Munverbrauch in den Einsatzgebieten im gegebenen Zeitraum war.

Am 17. Juli 2020 um 12:56 von Lebach

Zitat:
"...Wie kann Munition oder Sprengmittel fehlen, wenn die Ausgabe doppelt kontrolliert und auf Formularen festgehalten wird..."

Indem die Schießkladde nach dem Schießen "passend" gemacht wurde. Ich war Waffenwart bei der BePo und musste dies manchmal machen, um unangenehme Fragen aus dem Weg zu gehen.
z.B. 30 Schuß empfangen, 20 Schuß verschossen und 10 Schuß zurück. Wer kann es nachprüfen, wenn plötzlich 25 Schuß verschossen wurden und nicht 20? also waren 5 Schuß irgendwo im Raum, aber die Abrechnung stimmte.

die Bundeswehr....

...ist Beschäftigungsterapie für Beamte und ein Konkjukturprogramm innerhalb einer friedvollen Gesellschaft. Ordung bringt sie nicht ins Chaos. Schade eigentlich!

@falsa demonstratio

"Vielleicht könnte der Spieß aber in diesem Fall auf einem Fresszettelchen notieren wieviel und welche Munition im Einsatzgebiet geblieben sind."

Womöglich tut er das sogar und verkauft den Zettel dann an den Meistbietenden.

Die Informationen darüber welche Streitkraft wann und wo welche Mengen an Waffen, Munition, Fahrzeugen und Ausrüstung zurücklässt, sind bis zu mehreren Millionen Dollar wert.

Wenn bei einem Soldaten/Offizier, der über entsprechende Informationen verfügt, Geschäftstüchtigkeit auf Gewissenlosigkeit trifft, dann wird Geld verdient.

Nachfrage

Sind bei unserer Eliteeinheit nicht auch über 50 kg Sprengstoff abhanden gekommen? Frage. Wie können 50 kg Plastiksprengstoff verloren gehen? Darüber denke ich dieses Wochenende nach...

60.000 Schuss hoert sich nach soviel an, aber...

60.000 Schuss hoert sich nach soviel an, aber ein Zug mit 50 Soldaten verschiesst locker 5,000-10,000 Schuss an einem Vormittag auf der Schiessbahn. Es fehlen also nach 10 Jahren das Equivalent von 6-12 Vormittagen auf einer Schiessbahn eines 50 Soldaten starken Zuges...
Zu den Kommentaren das man dafuer ja LKW braeuchte:
Ich habe gerade nachgemessen:
60,000 Schuss 9x19mm, verpackt, gehen in ein 71x71x71cm Wuerfel.

@TS

Der Aufklärung würde es dienen, darüber zu informieren, was insgesamt so alles bei der Bundeswehr abhanden kommt, also nicht nur Munition, sondern auch Fahrzeuge, Treibstoffe, Waffen und Waffenteile, Nahrungsmittel, Uniformen etc.

Politiker sind schließlich nicht die einzigen, die den Staat als Selbstbedienungsladen betrachten.

Nur über verschwundene Munition zu berichten, erweckt schon den Verdacht, Angst machen zu wollen oder zumindest unvollständig recherchiert zu haben.

Erfahrungen der Wehrpflichtigen und der SaZ

Ich denke die Erfahrung bdie viele gemacht haben sind jene der Wehrpflichtigen. Da wurde am Schießstand genau mitgezählt, ordentlich notiert und es galt immer das vier Augenprinzip. Dasselbe im Wachdienst. Jede Patrone war quasi registriert. Nie war jemand allein genug im Munition anzuzweigen.
Was anderes ist es bei länger Dienenden. Da fährt man Mal mit auf den Schießstand und da wird auch Mal aus der Reihe eine Schießübung gemacht, da kann es auch schon Mal sein das ein paar Patronen nicht stimmen, aber das wird schon so notiert das es dann passt. Man kennt sich ja und wer will schon den Ärger.
Blöd ist halt nur wenn die Zahlen der Bestellungen zu den verschossenen Patronen gar nicht passen. Im Schnitt 6000 Schuss pro Jahr, das sind auch bei 150000 Soldaten keine vernachlässigbaren Größenordnungen, nicht in Zeiten mordender politischer Extremisten...

ein 10 Jahre altes Thema, wirklich so hochbrisant?

Achso, 60.000 Schuss in 10 Jahren! Will nicht sagen, dass man dem nicht nachgehen soll oder vielleicht ein besseres System für die Bestandskontrolle einführen sollte, aber Grund zur Panik sehe ich keine.

Wir haben 184.000 aktive Soldaten, wenn da jeder 3. sich eine Patrone als Souvenir mitnimmt ... noch fragen?
Und dann noch über den Zeitraum von 10 Jahren, bundesweit!
Wie schon von Mitforisten genannt, der Gründe für einen Fehlbestand gibt es zur Genüge.

"CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer hat sich besorgt von rechtsradikalen Tendenzen in den Sicherheitsorganen gezeigt."
Für mich sind dies lediglich Themen, um die nicht oder kaum vorhandene Bedrohung von rechts zu suggerieren und am Schwelen zu halten. Um oft im gleichen Atemzug rechte Politik damit zu diffamieren (obwohl ein Vergleich wie Äpfel mit Birnen).

Am 17. Juli 2020 um 15:53 von chse

"Ich habe gerade nachgemessen:
60,000 Schuss 9x19mm, verpackt, gehen in ein 71x71x71cm Wuerfel."

Ich bin tief beeindruckt von Ihrem Expertenwissen, würde allerdings sagen, dass darin ein großer Fehler ist, den Ihnen bestimmt jemand erklären könnte, falls Sie nicht selbst darauf kommen.

@ chse

"Zu den Kommentaren das man dafuer ja LKW braeuchte:
Ich habe gerade nachgemessen:
60,000 Schuss 9x19mm, verpackt, gehen in ein 71x71x71cm Wuerfel."

Und nachgewogen?
Allein 60.000 dieser Geschosse wiegen über 400kg, da sind Hülsen und Treibladung noch gar nicht mit eingerechnet.

Am 17. Juli 2020 um 14:15 von Postquestioner

"Indem die Schießkladde nach dem Schießen "passend" gemacht wurde. Ich war Waffenwart bei der BePo und musste dies manchmal machen, um unangenehme Fragen aus dem Weg zu gehen.
z.B. 30 Schuß empfangen, 20 Schuß verschossen und 10 Schuß zurück. Wer kann es nachprüfen, wenn plötzlich 25 Schuß verschossen wurden und nicht 20? also waren 5 Schuß irgendwo im Raum, aber die Abrechnung stimmte."

Komisch, bei mir würde diese Rechnung nicht aufgehen, denn dies ist technisch nicht möglich: Woher kamen die zusätzlichen 5 Schuss, wenn 30 empfangen, 25 verschossen, und 10 zurückgegeben wurden?

Re giselbert

"Wir haben 184.000 aktive Soldaten, wenn da jeder 3. sich eine Patrone als Souvenir mitnimmt ... noch fragen?"

Ja. Was, wenn nicht jeder dritte, sondern nur einige wenige Munition beseite schaffen. Dann ist das pro Kopf eine ganze Menge. Und was, wenn diese die Munition nicht als "Souvenir" benützen...?

"Für mich sind dies lediglich Themen, um die nicht oder kaum vorhandene Bedrohung von rechts zu suggerieren und am Schwelen zu halten."

Angesichts von rechtsextremen Vorfällen in KSK und Bundeswehr, sowie den rechtsextremen Drohungen gegenüber Politikern und Kabarettisten, sowie den zahlreichen Straftaten, welche dem Rechtsextremismus zugeordnet werden, von einer "kaum vorhandenen" Gefahr zu sprechen, ist schon ein starkes Stück. Dies lässt erhebliche Rückschlüsse auf Ihre Wahrnehmung bzw. Ihre politische Einstellung zu...

Munition geklaut ?

Zumindest hatten die Diebe Ahnung von der Materie ! Die Patronen funktionieren wenigstens ganz im Gegensatz zu Hubschraubern , Panzern , Gewehre, U-Boote
u.s.w. ! Wundert nur , dass sie die Klappspaten nicht mitnahmen denn die sich auch funktionstüchtig !

Munition relativ egal - wo ist der Sprengstoff abgeblieben?

In der ersten Meldung, vor 2 Wochen oder so, hieß es, es fehlen auch 62kg Sprengstoff. Es wurde zwar nicht näher darauf eingegangen, welcher Sprengstoff (Plastikspregstoff, (Hand)Granaten, Zünder ???) aber die Tatsache, dass man offensichtlich keinen Nachweis über den Verbleib von derart brisanten Material hat, finde ich zutiefst besorgniserregend!

Klar, auch Munition wird in den falschen Händen tödlich, aber man braucht eben immernoch die passende Waffe dafür. Und wer sich eine illegale (Kriegs)Waffe besorgen kann, der besorgt sich auch die passende illegale Munition.

Aber Sprengstoffe sind da schon noch etwas anderes. Ich schätze mal, da kommt man in der BRD weit schwieriger ran als an ein Gewehr das Kaliber 5,56 verschiesst. Und mit zB. 10kg Sprengstoff kann man weit mehr schaden anrichten.

Zu meiner BW Zeit war das undenkbar!

Schießkladde schönen war ein Diensvergehen, welches schwer bestraft wurde. Aber die BW ist nur noch eine Hülle ihrer selbst. Ich bin für die Reaktivierung der Wehrpflicht, dann können sich Parallelgesellschaften nicht mehr so leicht bilden. Unmöglich und beschämend, was aus der BW geworden ist.

Bitte nicht herunterspielen

Klar, wenn man sich durchrechnet was 60000 Schuss in 10 Jahren bei rund 150000 Soldaten bedeutet, könnte man sagen, das ist ja nicht Mal für jeden Soldaten eine Patrone zur Erinnerung...

Das Problem ist aber, eine Truppe wie die Bundeswehr, genauso wie die Polizei, muss in solchen Fragen über jeden Zweifel erhaben sein oder ihr gehört das Recht Waffen zu verwenden entzogen.
Wie soll ein unbewaffneter Bürger vertrauen, wenn die Kontrolle nach innen nicht Mal reicht um kleine Metallhülsen richtig zu zählen?
Ansonsten muss man jede verschossene Hülse wieder einsammeln und wer nicht alles abgeben kann(leere Hülsen+Rest Mun.=Ausgegebene Mun.) wird zum suchen in den Wald geschickt und solange vom schießen ausgeschlossen.

Naja.........

Wenn man aus der Praxis kommt liest man den Bericht mit Stirnrunzeln und Kopfschütteln. Aber er stopft wenigstens wieder ein Sommerloch.

12:34 von Blindfisch2020

Das kenne ich auch noch! Nach einer Wache fehlte ein Magazin mit Munition. Drei Stunden Verhör durch einen Verhörspezialisten, dann stellte sich heraus, einer hatte sich verzählt. Wir waren schweißgebadet und sichtlich erleichtert. Heute, sind die Spezies unter sich und da werden die Augen verschlossen. Ich habe gelobt, unsere Verfassung zu verteidigen und fühle mich dem immer noch verpflichtet. Heute scheint man nicht einmal mehr zu wissen, was das bedeutet! Ein armer Trachtenverein!!

Defender411

"Ich bin für die Reaktivierung der Wehrpflicht, dann können sich Parallelgesellschaften nicht mehr so leicht bilden. Unmöglich und beschämend, was aus der BW geworden ist."

Rassistische Parallelgesellschaften sind nichts neues, sondern waren seit 1945 (natürlich auch vorher) ein nicht zu unterschätzender Teil der deutschen Gesellschaft.

Die Frage ist deshalb nicht "was aus der BW geworden ist", sondern warum sich die BW nicht verändert hat?

@Sachse64
Wie können 50 kg Plastiksprengstoff verloren gehen?

Meistens sind das Fehler bei der Ausgabe/Ruecknahme.

Z.B. Der Ausgebende notiert 50kg, gibt aber z.b. versehentlich 55kg aus. Die Einheit verbraucht die 55kg und meldet nur zurueck, dass sie alles Verbraucht haben, also 50kg.
Schon fehlen 5kg.
Wenn der Hersteller der Sprengmittel z.b. in den USA sitzt, sind die Gewichtsangaben oft in Pfund oder Ounces.
Ich habe selbst schon erlebt das sich Verpackungsgroessen geaendert haben. Ploetzlich waren 12 Einheiten im Karton, und nicht mehr 10. Waren nur Verbandsmittel, aber ploetzlich hatte ich 120 anstelle von 100 fuer die ich Unterschrieben hatte.

@Shuusui

Die 60.000 Schuss sind aber nicht auf Einmal abhanden gekommen, sondern sind die gesamte Zahl aller fehlender Munition in 10 Jahren...

13:14 von werner1955

“Bis zu den Kriegseinsätzen die durch Schröder und Fischer genemigt wurden war eigentlich klar das wir nur eine Verteidigungsarme brauchen.“

Vor Schröder und Fischer gab es also keine Waffen, keine Munition? Brauchte man auch nicht, weil Verteidigungsarmee. Dann gibt es Waffen und Munition in Deutschland noch nicht gar nicht solange. Wusste ich nicht. Danke.

Die Bundeswehr scheint

Die Bundeswehr scheint genauso einen Blindfleck beim Aufspüren verschwundener Waffen und Munition zu haben wie beim Aufspüren rechtsextremer Truppenteile und Mitglieder. Hoffentlich besteht da kein Zusammenhang.

16:00 von Giselbert

Nur eine Gedanke meinerseits. Es könnten z. B. in den ersten sieben Jahren eine vernachlässigbare Zahl an Munition abhanden gekommen sein. Aber in den restlichen drei Jahren der große “Rest“. Ich meine, als sich genug Interessenten dafür gefunden hatten.
Unmöglich?

16:00 von Giselbert

Wir haben 184.000 aktive Soldaten, wenn da jeder 3. sich eine Patrone als Souvenir mitnimmt ... noch fragen?
.
ja !
sehen sie das bei z.B. Vergewaltigung beim Bund auch so ?
derlei Rechenkunststücke !
eine Waffe ist ne sehr ernste Sache und auch die Munition
in unserer aktuell sehr undiszipliniert wirkenden Gesellschaft
anderes Beispiel
wie würden sie argumentieren, wenn in einer Aufarbeitungsanlage von Brennstäben
mal ein paar kg verschwinden von den 50 ... 60 Tonnen die aufgearbeitet werden
11 kg genügen ja wohl für ne Atombombe

16:52 von chse

“Meistens sind das Fehler bei der Ausgabe/Ruecknahme“

Es ging bei der Frage von 'Sachse64' um “verschwundenen“ Sprengstoff.
Schauen Sie sich die Reportage an (Titel finden Sie um 12:53). Da wurde auch Sprengstoff gefunden.

Offene Fragen / Erklärungsversuche

Beinhalten die Fehlmengen auch die Manövermunition? Während meiner (Kurz-) Grundausbildung als W15 habe ich die Plastikpatronen händevoll an Ballerwütige "verschenkt", weil wegen des MPG der ganze Dreck in der Waffe bleibt und ich keine Lust zum Waffenreinigen hatte. Andere haben die Patronen verscharrt.

Wie soll beim Gefechtsschießen mit Maschinenwaffen im Gelände oder an der Küste die Zahl der abgegebenen Schüsse festgestellt werden, wenn die Hülsen anschließend weit verteilt in der Gegend rumliegen? Zumindest bei Gewehr- und Pistolenmunition lassen aus Resten im Magazin geringe Stückzahlen unauffällig in der Kleidung verstecken.
Dort wo viel gesprengt wird (Pioniere, mglw. auch KSK?), dto. Wenn ich von 500 g Plastiksprengstoff vor der Zündung 50 g abzweige, knallt es anschließend genauso laut.

Im übrigen kann auch im Steinbruch usw., wo flüssiger Sprengstoff in die Bohrlöcher gefüllt wird, mal was danebengehen.

@Blindfisch um 12:34Uhr

Ich leistete auch 1971 meine 18 Monate Grundwehrdienst ab und kann mich noch sehr gut an das Zeremoniel am Schießstand erinnern, bei dem jede Patrone abgezählt wurde. Allerdings war das eben ein Grundwehrdienst und kein echter Einsatz, wie es heute teilweise der Fall ist. Trotzdem müsste es auch heute noch verantwortliche Personen für Geräte und Munition geben, denen das "Verlieren" von zehntausenden Schuss auffällt.

um 16:00 von Giselbert

"Für mich sind dies lediglich Themen, um die nicht oder kaum vorhandene Bedrohung von rechts zu suggerieren und am Schwelen zu halten. Um oft im gleichen Atemzug rechte Politik damit zu diffamieren..."

Netter Versuch. Weil sich im TS Forum überwiegend Männer mit Erfahrungen aus der Wehrpflicht zum Thema äußern, glaubt ein Sympathisant der Rechten, man wäre unter sich und dann funzt das schon mit der Verharmloserei - unter Männern.

" Souvenirs". Man muß die "Links/Grünen" schon für ziemlich blöde halten, um mit sowas zu kommen. Im Verbrauchsmeldungs-und Beschaffungswesen gibt es sicher ein paar clevere Köpfe , die einen solchen "traditionellen" Schwund klarrechnen und das seit zig Jahren.

Wird im Verteidigungsministerium auch ermittelt?

Wenn bei der Bundeswehr ähnliche Netzwerke rechter Kameraden zu vermuten sind, wie bei der Polizei, wie wird denn dann gegen die potentiellen Täter ermittelt?
Da muss doch, wie auch bei der Polizei, davon ausgegangen werden, dass sich solche Netzwerke bis in die höchsten Führungspositionen erstrecken und dann auch bis in die zuständigen Ministerien.
Und das alles vielleicht sogar über Jahrzehnte, ohne dass auch nur ein Politiker irgendetwas bemerkt haben will.
Und natürlich muß davon ausgegangen werden, dass es auch bei den Geheimdiensten ähnlich aussieht.
Einige Medien berichten gerade, dass das frühere NSDAP - Mitglied, der BRD - Staatssekretär Carl Carstens, Mitte der 1960er Jahre, mit Hilfe des BND Geschäfte mit indonesischen Massenmördern der dortigen Militärdiktatur gemacht hat, und das nur 20 Jahre nach dem Holocaust! Da tun sich Abgründe auf, in denen die Schande der alten Nazis in der Politik der BRD eindeutig zu Tage tritt. Mit Auswirkungen bis zum heutigen Tage.

Anfängerpech

Ja was so alles abhanden kommt, wenn Mann nicht ständig ein Auge drauf hat.
Die älteren ziehen halt die Neulinge ab.
Und rap di Zapp, weg ist es.Den Anschauzer kann er sich dann beim Alten abholen. Und wenn er Pech hat gibt es Sonderschichten.
Und die wahren Akteure verdienen sich was dazu.

@ 17:08 von IchMeinJaNur

"Also erst einmal wozu braucht es "Schützenvereine"?"
Aus dem selben Grund wofür es soooooo viele andere Vereine gibt. Vereinsleben ist ein hohes Gut, soziale Kontakte, Freundschaften, Freizeitgestaltung ...
Finde die ewige Verbotsmentalität schon sehr fragwürdig, nur aus eigener Brille schauend bestimmen zu wollen was erlaubt und was verboten gehört.

"Schützenvereine und deren Mitglieder haben
immer wieder für Probleme gesorgt."
Mir fällt da nichts aktuelles ein, Schützenvereine fallen in der Statistik nicht relevant auf. Weiß nicht wann es da den letzten Todesfall gab, da gibt es in anderen Sportarten mehr Tote, aber die kann man bei der Gelegenheit ja gleich mit verbieten.

Na wo sind sie wohl

Ich sag mal ca. 100 Schuss fehlen jährlich als Erinnerung an die Schießübungen bzw. an deren tags folgenden oder gar vorangegangenen Besäufnisse.

Maximal 1000 Schuss werden auf dem Schießplatz jährlich verbummelt, kann aber je nach Grad der Benebelung auch höher ausfallen.

Allerdings fallen diese Zahlen bei der gegenwärtigen Abfrage wohl garnicht an, weil sie mehr oder minder beim Ballern/Üben verlegt werden.

Es geht bei der Erhebung wohl eher darum, dass beim Munitionsschwund keine Erklärung vorgeschoben werden kann, weil weder Kasernenspieß noch Schießaufsicht ein oder alle beiden Augen zugedrückt haben und normal Buch geführt haben.

Bestimmt wurde in diesen Fällen die Munition schlichtweg einfach geklaut. Zu welchem Zweck wird sich wohl erst beim Wiederfinden zeigen. Dass nur diese paar tausend Schuss bei den Rechtsextremen sein sollen bezweifle ich stark. Jeder von denen mit Waffe und Munition wird unter 2000 Schuss garnicht zum Sturm blasen und es gibt viele hunderte von ihnen

16:50 von pxslo

Die BW hat sich verändert, leider zu ihrem Nachteil. Ich weiß nicht ob und wann sie gedient haben, ich habe 12Jahre gedient und hätte gerne die Berufssoldatenlaufbahn eingeschlagen, leider wurde gerade in dieser Zeit die BW verkleinert. Ich gehe also davon aus, dass ich mir lange genug ein Bild von der BW machen konnte! Was ich hier in der letzten Zeit über die BW lese und auch von Verbänden höre ist eine Schande. Munition oder Munitionsteile durften zu meiner Zeit nicht fehlen, sonst gab es mächtig Ärger!

16:52 von chse

In diesem Fall hätten sie das Versehen melden müssen und alles wäre in Ordnung gewesen. Das Verschweigen der zuviel erhaltenen Menge ist ein Dienstvergehen! Wenn also noch mehr von ihrer Sorte in den Einheiten gedient haben und nicht, wie üblich, nach dem 4Augen Prinzip gearbeitet wurde, wird mir einiges klar. Nicht gut!!

/bundeswehr-zehntausende-schuss-munition-fehlen

Liebe HennyKiel, Sie fragen erwartungsvoll : "Was haben wir dann von Frau von der Leyen in der EU zu erwarten? Was fällt dort alles unter den Tisch? Wann wird die Bundeswehr endlich "Chefsache"?"

Liebe HennyKiel, die "Chefin" hat vom Militär genausowenig Ahnung wie VdL oder AKK....
Der beste Verteidigungsminister war (m.W.) Schorsch Leber !
Danach kam noch Strauß, der war mir zwar nicht sympathisch, aber "er wusste wovon er sprach"! Immer !
Er hatte =>gedient !

Waffen und Munition?

falsa demonstratio @
Ja, das hette ich auch, aber wir waren zur Verteidiung unseres landes da und nicht für Kampfeinsätze im Ausland.

Am 17. Juli 2020 um 13:14 von werner1955

Zitat: Bis zu den Kriegseinsätzen die durch Schröder und Fischer genemigt wurden war eigentlich klar das wir nur eine Verteidigungsarme brauchen.

Auslandseinsätze der Bundeswehr werden nicht von Kanzler und Außenminister genehmigt, sondern vom Bundestag beschlossen.

War das beim Kosovoeinsatz und beim Afghanistaneinsatz nicht der Fall?

keine Waffen?

Margareta K. @
natürlich gab es Waffen.

Aber die wurden für ein Vereteidigungsfall angeschaft, und nicht um aktiv damit meiner Meinung nach Kampfeinsätze im Ausland zu führen die Grundgesetztwiedrig sind.

Schröder und Fischer wollen nicht immer für einsätze mitzahlen. Warum sie zugestimmt haben ist für mich immer noch eine sehr schwere Last.

Wenn Sie so denken kann man das Auto zum Transport von A nach B oder auch zum rasen mit allen sein schrecklichen folgen benutzen.

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