Kommentare

Überprüfung der BaFin?

Das finde ich gut. Dass hier der“ Fehler“ in der Bilanz Niemandem aufgefallen sein soll,ist schon sehr ungewöhnlich, da das fehlenden Geld eben keine „peanuts“ sind.

Wirecard......

hat jedenfalls wieder bewiesen, daß Prüfungen durch BaFin, Banken oder Buchprüfern ohne die notwendige Skepsis und grundsätzliches Mißtrauen eine reine Showveranstaltung sind. Vielleicht sollte man sich ein Beispiel an der Steuerfahndung nehmen? Die zweifeln nämlich auch Bankbescheinigungen an.

Schon fast lachhaft

Die Bafin konnte ihren Aufgaben zur Prüfung von Vorgängen niemals gerecht werden. Das liegt an der chronischen Unterbesetzung der Verwaltung. Arbeitskräfte werden jedoch auch nicht eingestellt. Seit Jahren ist bekannt, daß die Bafin kaum prüfen kann. Das ist ähnlich wie bei anderen Behörden.

Mir ist jetzt nicht bekannt, ob die Mitarbeiter der Bafin Beamte sind. Jedoch werden zu verbeamtende Arbeitskräfte lediglich bis zu einem Lebensalter je nach Bundesland aus finanziellen Gründen zwischen 40 und 45 Jahren eingestellt. Das mag zwar gut für die Personalkosten sein, aber erfahrene Personen haben keine Chance in Anstellung zu kommen. Hauptsache billig

Komplexe Materie

Kann es sein, dass die Kontrollmechanismen für den Finanzsektor maximal überfordert sind? CumEx und andere Theman waren jetzt auch nicht gerade Pappenstiele.

@Feo

In einer Bilanz muss es für jede Buchung eine Gegenbuchung geben. Das Geld kann ja in der Bilanz nicht vom Himmel gefallen sein.

Angeblich sollte das Geschäftsmodell erstklassig sein, sollte dies der Fall sein, muss man das Unternehmen wieder auf die Beine stellen. Auch wenn dies auf Kosten der Aktionäre geht. Als Aktionär setzt man auf die Zukunft eines Unternehmens und wenn das Unternehmen scheitert ist das Geld weg.

@ 10:18 von Feo

Normalerweise sollte so etwas bei einer Steuerprüfung auffallen- allerdings konzentrieren sich die Steuerprüfer aber natürlich auf nicht angegebenes Vermögen und nicht auf zu viel angegebenes Vermögen.

Der Staat und der Steuerzahler wird letztendlich davon profitiert haben, denn das nicht vorhandene Vermögen wurde offensichtlich sogar versteuert.

Defizit

Anscheinend haben wir in Deutschland ein großes Defizit wenn es um die Überprüfung von "großen" Firmen geht.
Wir kommen bei Cum Ex nicht in die Puschen und auch der (steuerlich relevante) Transfer von Abwicklungen im Ausland lassen unsere Finanzbehörden (und die Politik) einfach passieren.
Der Klein- und Mittelstand wird schon mal (manchmal auch zu Recht) hart geprüft aber für die Global Player ist anscheinend kein qualifiziertes Personal da.
Richtig ist das Bilanzfälschung und Steuerbetrug zwei verschiedene paar Schuhe sind aber, es zeigt ein Unvermögen unserer Behörden auf wenn es um globale Vernetzungen geht. Traurig.

@10:41 von Dr. Dr. Sheldon...

"Der Staat und der Steuerzahler wird letztendlich davon profitiert haben, denn das nicht vorhandene Vermögen wurde offensichtlich sogar versteuert."

Vermögen wird tendenziell eher nicht besteuert. Wenn es auf den Philippinen liegt in Deutschland sowieso nicht. Vielleicht dort?

Angeblich war das Geld ja aus Gebühren aus aller Welt. Eine Tochtergesellschaft im Mittleren Osten soll dabei eine Rolle spielen. Gewinne, die im Ausland anfallen werden hier auch nicht besteuert und je nach Land gibt es sehr phantasievolle Modelle, um möglichst keine Steuern zu bezahlen. Das kennt man von seriöseren Firmen (von Apple bis Lufthansa) schließlich auch.

Ich würde mir also nicht zu viel erwarten für den deutschen Steuertopf.

Bemerkenswert finde ich, dass Herr Braun vor einer Woche noch Menschen gefunden hat, die ihm seine 5,5 Mio. Aktien für 20 - 40€ pro Stück abgekauft haben. Die sind jetzt auch nur noch 2€ wert.

Als die BaFin Anzeige gegen

Als die BaFin Anzeige gegen die FT erstattete dachte ich die BaFin hätte zuvor die Unterlagen von Wirecard überprüft. Auf welcher Grundlage wurde die Anzeige erstattet?
Ich hoffe Herr Brauns Privatvermögen wird einbehalten für Entschädigungszahlungen.
Selbst 30.000 € verloren.

Staatsaufsicht verschickt Strafanzeigen

Die BaFin hat bereits Strafanzeigen versendet. Ich finde:
Sehr viel zu spät - und dann doch ein wenig früh.
Spätestens seit Anfang 2019, wo jeder - auch die BaFin - in der Financial Times lesen konnte, das "irgendetwas" mit wirecard nicht stimmt, hätte anlaßbezogen das Bundesamt tätig werden müssen.
Nun ist die Tatsache von wirecard publiziert worden, das 1,9 Mrd. nicht nachweisbar sind. Diese können nun unterschlagen sein,oder durch langjährige Luftbuchungen oder vielleicht noch auf andere Art vorgetäuscht worden sein. Ein Strafanzeige sollte auch dem Zweck dienen, nach einer richterlichen Prüfung Wirkung zu entfalten. Und das wird wohl umso besser gelingen, wenn die erkannte Straftat beschrieben wird.
Bei der Gelegenheit: "Die Wirtschaftsprüfung" gibt es nur genauso unscharf, wie alle anderen "Die-Gruppen". Ob EY unabwendbar getäuscht wurde oder ob sie nicht genau geprüft haben, darf nicht sofort zum abermaligen verschärfen der Vorschriften für die Wirtschaftsprüfung führen.

Unklar

Irgendwie sind mir die Hintergründe beziehungsweise der Ablauf des Skandals nicht ganz klar. Wirecard war in den letzten zwölf Jahren immer wieder mit möglichen Manipulationen in den Schlagzeilen. Insbesondere die Financial Times berichtete von erfundenen Umsätzen und Erlösen.
Sehe ich das richtig, dass Wirecard anscheinend in den letzten zwölf Jahren fiktive Umsätze und Erlöse ausgewiesen hat, die sich jetzt auf etwa 2 Milliarden € belaufen? Es sollte sich doch aufklären lassen, wer in dieser Zeit diese Umsätze erfunden hat.

Entschädigungszahlungen

von zomil ?
Wieso?

Sie haben doch Aktien mit vollem Risiko und der möglichkeit alles zu verlieren gekauft?

@ Relaxo 10:28

>>Mir ist jetzt nicht bekannt, ob die Mitarbeiter der Bafin Beamte sind. Jedoch werden zu verbeamtende Arbeitskräfte lediglich bis zu einem Lebensalter je nach Bundesland aus finanziellen Gründen zwischen 40 und 45 Jahren eingestellt. Das mag zwar gut für die Personalkosten sein, aber erfahrene Personen haben keine Chance in Anstellung zu kommen. Hauptsache billig<<

Entschuldigung, aber Ihre Ausführungen ergeben für mich keinen Sinn. Warum soll es billiger sein, einen heute 30-jährigen einzustellen und zu verbeamten, wenn er die Qualifikationen dazu bestanden hat, als einen heute 45- jährigen? Der 30-jährige ist in 15 Jahren auch 45 und kostet dann das gleiche, wie der heute bereits 45-jährige.
Die Gründe sind wohl eher andere.

EU-Kommission überprüft Wirecard-Bilanzskandal

Die EU-Kommission überprüft jetzt Wirecard-Bilanzskandal?
Die BaFin hat auch lange geprüft und versagt!
Hat den die EU-Kommission jetzt die Fachkräfte und die Zeit solchen Kriminellen Machenschaften auf den Grund zu gehen?
Und wird das Versagen bei BaFin und Regierung, verantwortlich für Personalmangel, auch Konsequenzen haben . Wer wird letztlich zur Rechenschaft gezogen werden? Ich fürchte Keiner!

@ Walter2929 10:44

>>Anscheinend haben wir in Deutschland ein großes Defizit wenn es um die Überprüfung von "großen" Firmen geht.
Wir kommen bei Cum Ex nicht in die Puschen und auch der (steuerlich relevante) Transfer von Abwicklungen im Ausland lassen unsere Finanzbehörden (und die Politik) einfach passieren.<<

Kann es sein, daß Sie keine rechte Vorstellung davon haben, wie umfangreich die Unterlagen von "großen" Firmen sind? Mir zumindest ist bekannt, daß darum die Steuerbehörden eigene Büros bereits in den Gebäuden der Firmen haben und ihre Beamten teilweise über Geschäftsvorgänge besser Bescheid wissen als die eigenen Mitarbeiter. Menschen machen Fehler. Sie etwa nicht? Das Problem bei Fehlern dieser Art und Größenordnung sind einerseits die Dimension und andererseits das dadurch geweckte öffentliche Interesse. Ginge es um Kleinigkeiten würde sich niemand dafür interessieren und die Angelegenheit von den Medien nicht "breitgetreten".

Komplettes Versagen der Behörden

und des Staates seit mehr als zehn Jahren:

Wirecard aufgedeckt durch Financial Times aus London (Strafanzeige von der BaFin im Gegenzug bekommen), Abgasskandal aufgedeckt durch US-Behörde, CumCum/CumEx aufgedeckt bzw. ins Öffentliche gebracht durch Recherchenetzwerk, „Steuervermeidung“ (Paradise und Pananama Papers) und als Sahnehäubchen Bankenkrise und der Skandal in der Fleischindustrie.

@ zomil 11:02

"Ich hoffe Herr Brauns Privatvermögen wird einbehalten für Entschädigungszahlungen.
Selbst 30.000 € verloren."

Ihren Verlust finde ich bedauerlich und glaube, Sie haben bei anderer Gelegenheit bereits davon geschrieben. Besitzen Sie die Aktien immer noch? Warum haben Sie nicht längst verkauft?
Herr Braun hat seine auch erst verkauft als sie noch ca. 20€ / Stück Wert waren. Das hätten Sie auch tun können! Außerdem war Herr braun dazu gezwungen, weil er sonst anscheinend die Kaution nicht hinterlegen konnte.

Außerdem kann es ja auch immer noch sein, daß er genauso betrogen wurde wie Sie und andere Anleger. Wenn nicht, werden wohl die Behörden das Geld für Entschädigungen einbehalten.
Leer ausgehen sicherlich alle die Zertifikate oder Fondanteile mit Wirecard darin, erworben hatten. Da ist die Umrechnung schwer möglich, da die Investition indirekt war, und der Verlust teilweise immens.

@Werner 1955 um 11.38h

Wirklich seltsame Wahrnehmung. Das ist vergleichbar mit dem Kauf eines Computers, der schnell kaputt geht, und der Verkäufer ihnen sagt, jedes Gerät kann kaputt gehen. Nicht mein Problem. Jeder Aktionär kennt das Risiko, absolut ohne Frage. Aber wenn Betrug dabei ist, sieht das anders aus.

@ Ritchi 11:26

>>Irgendwie sind mir die Hintergründe beziehungsweise der Ablauf des Skandals nicht ganz klar.<<

Da sind Sie nicht allein. Wäre es Ihnen klar, würden sich sicherlich viele um Ihre Kenntnisse reißen.

>>Sehe ich das richtig, dass Wirecard anscheinend in den letzten zwölf Jahren fiktive Umsätze und Erlöse ausgewiesen hat, die sich jetzt auf etwa 2 Milliarden € belaufen?<<

Ja, so wird es wohl sein. Allerdings nicht das ganze Unternehmen, sondern schwerpunktmäßig die Abteilung SO-Asien. Wäre es anders, und Wirecard hat nur Luftbuchungen gemacht, dann ist Herr Braun wg. Betruges dran. So wird nach meiner Kenntnis aktuell "nur" der Leiter der SO-Abteilung, der auch die "linke Hand" des Chefs war, international gesucht.
Wenn es die 1,8 Mrd doch jemals gab, und der sie beiseite geschafft hat, wird es spannend, ob er jemals erwischt wird. Mit dem Geld kann eine Einzelperson einiges auf die Beine stellen, um sich jedweder Strafverfolgung zu entziehen.

Der internationale Wettbewerb

Korrekt beschreibt @Magadan: "Wirecard aufgedeckt durch Financial Times aus London (Strafanzeige von der BaFin im Gegenzug bekommen), Abgasskandal aufgedeckt durch US-Behörde, CumCum/CumEx aufgedeckt bzw. ins Öffentliche gebracht durch Recherchenetzwerk, „Steuervermeidung“ (Paradise und Pananama Papers) und als Sahnehäubchen Bankenkrise und der Skandal in der Fleischindustrie."
.
Die Schweiz ist optimal für Geldwäsche, geheime Golddepots und Steuervermeidung, aber direkt dahinter kommt unser Heimatland, welches den Deckel drauf hält, egal, ob es um Glyphosat, Cum-Ex, Lobbyregister, Nitrat im Trinkwasser geht, egal, was die EU dazu entscheidet. Und das schafft uns eben "Wettbewerbsvorteile"!

Den Aufwand kann sich die EU-Kommission sparen

"[Die EU-Kommission ] werde die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) um eine Untersuchung bitten. Es gehe um die Frage, ob die deutsche Finanzaufsicht BaFin bei der Kontrolle über Wirecard versagt und gegebenenfalls gegen EU-Recht verstoßen habe (...)"

Um das herauszufinden, dürfte es, statt eine großangelegte "Untersuchung" zu starten, vollkommen reichen sich dieses Dossier einmal genau anzusehen ("Die britische "Financial Times" (FT) hat längst ein eigenes Dossier auf ihrer Webseite. Unter "Inside Wirecard" sind die jahrelangen Recherchen ihrer Reporter aufgelistet, die seit 2015 immer wieder über Hinweise auf Tricksereien, undurchsichtige Geldströme und mögliche Bilanzfälschungen berichteten. Wirecard nannte das "falsche und irreführende Behauptungen" oder "ungenaue, irreführende und diffamierende" Medienberichte. >> Wirtschaftsprüfer und Finanzaufsicht schauten offenbar jahrelang nicht genau hin. Im Gegenteil: Sie gingen stattdessen gegen FT-Journalisten vor").

11:38 von werner1955

>>Sie haben doch Aktien mit vollem Risiko und der möglichkeit alles zu verlieren gekauft?<<

Seit wann ist ein investieren in Aktien gleichbedeutend mit Online-Gambling?
Unseren Gesetzen zufolge sollten wir doch in einem Rechtsstaat immer von seriösen Anbietern ausgehen können(?)
Jeden Aktienkauf als "Risiko alles zu verlieren" zu klassifizieren ist sehr einfach gedacht.

Zu 11:38 von werner1955 ✎"Entschädigungszahlungen"

Entschädigungszahlungen
von zomil ?
Wieso?
Sie haben doch Aktien mit vollem Risiko und der möglichkeit alles zu verlieren gekauft?

Unglaublich!
Betrug eingeschlossen?!
Wo leben wir denn? In einem demokratischen Rechts- oder in einem Willkür- und Betrugsstaat?

@einervonhier 11.49

Hat den die EU-Kommission jetzt die Fachkräfte und die Zeit solchen Kriminellen Machenschaften auf den Grund zu gehen?"
die Frage stelle ich mir auch! Ich kann auch keine Zuständigkeit der EU-Kommission erkennen oder maßt sie sich mal wieder Kompetenzen an, die sie nicht hat? Auch Ihre Fragen hinsichtlich der Verantwortung und Konsequenz teile ich

Nun ja

Die Verantwortlichen von Wirecard wurden nicht in Untersuchungshaft genommen gegen eine lächerliche Kaution. So geht das Behördenversagen weiter und weiter.

Zu 10:25 von karlheinzfaltermeier ✎ "Steuerfahndung"

.... Vielleicht sollte man sich ein Beispiel an der Steuerfahndung nehmen? Die zweifeln nämlich auch Bankbescheinigungen an.

@karlheinzfaltermeier, Sie täuschen sich. Steuerprüfer waren sicher schon tätig und müssten die Prüfungen unabhängig durchführen. Diese Beamten haben eigentlich für die richtige Besteuerung nach Gesetz und Recht zu sorgen, nicht für maximale Steuereinahmen des Staates.
Sie müssten im Falle des Falles auch zu Gunsten des Steuerpflichtigen tätig werden.

Hätten die Steuerprüfer die "Erträge" und die "Saldenbestätigungen" für die 1,9 Mrd€ angezweifelt und in der Tiefe geprüft, wären dafür keine Steuern veranlagt worden und der Betrug aufgeflogen. Steuerpflichte "Erträge" werden eben eher akzeptiert und nicht geprüft.

Beim ähnlichen Skandal Flowtex wussten die Steuerprüfer Bescheid:
"Straftaten interessieren uns nicht" - die Steuerprüfer wussten seit Jahren von "Luftbuchungen".

https://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/a-230878.html

Zu 12:32 von Wolfgang E S ✎ "Glaub ich nicht."

Scholz kündigt Reform der Aufsicht an
Ob die Union da mitmacht? Glaub ich nicht.

Warum nicht? Was ist Ihre Begründung oder ist das nur die übliche Sicht aus der parteigefärbten Brille. Dann können Sie sich die auch schenken.

Diese Ankündigung dient wie so oft bei Politikern aus allen Parteien der Ablenkung von eigenen Versäumnissen.
Scholz war und ist zuständig!
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ist eine Bundesanstalt des öffentlichen Rechts. Sie untersteht der Rechts- und Fachaufsicht des Bundesministeriums der Finanzen!
Reformiert werden müsste noch viel mehr!

Schaden vom Finanzplatz abwenden?

Sehr löblich. Das sich Scholz und Merkel überhaupt nun bewegen, hat damit zu tun das der BAFIN „Unheil“ droht aus Brüssel.

Denn sollten die Wettbewerbshüter feststellen, dass die BAFIN versagt hat, dürfte ein radikaler Umbau der Behörde nicht mehr zu verhindern sein. Und nicht nur das: die „Prüfungen“ der BAFIN hatten in der Branche seit jeher ein Geschmäckle. Die BAFIN hat den Ruf erst dann von „Regen“ zu sprechen, wenn die betroffene Firma schon knietief im Nass steht.

Zur Deutschland AG gehören eben nicht nur Firmen, sondern immer auch Behörden, siehe auch Dieselskandal.

12:31 von deutlich an einervonhier

Die EU Kommission masst sich KEINE
Kompetenzen an wenn sie die BaFin überprüft.
Dieser Verein muss nach EU Recht
agieren und wenn sie das nicht vollumfänglich beachtet und umsetzt, dann
ist eine Überprüfung durch die EU Kommission nur logisch.
Aber es ist ja heutzutage wohlfeil auf die EU
einzudreschen.

@ Sternenkind 14:08

>>Die Verantwortlichen von Wirecard wurden nicht in Untersuchungshaft genommen gegen eine lächerliche Kaution<<

5 Mio finden Sie lächerlich? Ich nicht.
Außerdem war, soweit mir bekannt, nur Herr Braun in U-Haft. Bislang weiß niemand in wie weit er überhaupt involviert ist. Und bis zum höchst wahrscheinlichen Beweis hat die Unschuldsvermutung zu gelten. Auch wenn's schwer fällt.

@Schleswigholsteiner

Die Großen?? Dort arbeiten frische Studienabgänger für wenig Geld und die Partner unterschreiben und kassieren . Die finden damit so gut wie nichts.
Nachdem sie von denen die sie prüfen bezahlt werden finden sie auch nur das was eh schon unter dem Teppich rausschaut. Oft aber nicht mal das .

-und wieder einmal

ein Skandal in Deutschland der nicht durch die Behörden Kontrollen aufgedeckt wurde.
Der BaFin Chef gibt sogar ein Verschulden der Behörde zu. Was passiert NICHTS. Es wird wohl einmal mehr auf Personalmangel herauslaufen. Dahinter lässt sich vortrefflich ein total Versagen verbergen nicht nur in diesem Fall. Es ist nur noch zu befürchten, sollte die ESMA es ähnlich sehen, könnte es vielleicht darauf hinaus laufen, dass der Steuerzahler einmal mehr für das Staatsversagen (in diesem Fall die BaFin) zahlen muss?

@12:28 von gman

Wo leben wir denn? In einem demokratischen Rechts- oder in einem Willkür- und Betrugsstaat?

Natürlich in einem Rechtsstaat. Deswegen steht es auch jedem geschädigten Aktionär frei, gegen Wirecard oder Herrn Braun zu klagen.

Wenn der Betrug und der Betrüger mal juristisch klar sind kann jeder versuchen, was zurück zu bekommen.

Habe neulich gelesen, dass sogar jemand, der bei P&R in nicht existierende Container investiert hat, vor Gericht Recht bekommen hat. Wie viel Geld da noch übrig ist, weiß ich nicht.

/// Am 26. Juni 2020 um 11:51

///
Am 26. Juni 2020 um 11:51 von Magadan
Komplettes Versagen der Behörden///
.
Es ist Aufgabe von Wirtschaftsprüfungsgesellschaften Bilanzen zu überprüfen und zu testieren. Behörden haben damit nichts zu tun.

/// Am 26. Juni 2020 um 14:23

///
Am 26. Juni 2020 um 14:23 von DJ77

ein Skandal in Deutschland der nicht durch die Behörden Kontrollen aufgedeckt wurde.
Der BaFin Chef gibt sogar ein Verschulden der Behörde zu. Was passiert NICHTS. ... Es ist nur noch zu befürchten, sollte die ESMA es ähnlich sehen, könnte es vielleicht darauf hinaus laufen, dass der Steuerzahler einmal mehr für das Staatsversagen (in diesem Fall die BaFin) zahlen muss?///
.
1.) Prüfung und Testierung von Bilanzen ist nicht Aufgabe der BaFin.
2.) Was sollte denn " der Steuerzahler " an wen zahlen müssen ?

Wer hat...

...seinen Job nicht gemacht?
Die Bafin.
Es gab mehr als genug Berichte, das bei Wirecard
irgendwas nicht stimmen kann.
Aber man hat weggeschaut.

Wem untersteht die Bafin?
Dem Finanzministerium.

Wer führt(e) das Finanzministerium in diesen Zeiten
des absoluten Versagens?
Herr Schäuble, Herr Altmaier, Herr Scholz.

Wer bekennt sich von den genannten Herren zur Verantwortung?
Richtig. Sie kennen sie Antwort.

Wer verlangt von den genannten Herren Verantwortung
zu übernehmen?
Richtig. Sie kennen die Antwort.

Noch Fragen?
Nein? Danke, nächster.

Ein Systemwechsel täte not

Man hat also Strafanzeige gegen Ernst & Young gestellt. Das ist zuerst einmal gut und richtig.

Nun ist es so, dass diese Gesellschaft sich u.a. personell sich bekanntlich „gestafft“ hat aus der im Enron Skandal untergegangenen Artur Andersen, ehemals mit der heutigen accenture unter einer Holding.

Wenn E&Y nicht mehr als Wirtschaftsprüfer in Frage kommt, wer soll es dann machen, bearingpoint (ehemals KPMG) oder die Franzosen (Cap Gemini) oder gar Roland Berger oder Deloitte ? Die Namen sind austauschbar.

Die Antwort liegt auf der Hand: keiner von diesen !

Der Steuerzahler kann vom Staat erwarten, dass er selbst mit seinen umfangreich finanziell und personell ausgestatteten Behörden die Verantwortung trägt! Personalmangel in Behörden kann doch keine Ausrede für die Abgabe hoheitlicher Aufgaben an Private sein!

Die Testierung einer Bilanz ist ganz gewiss eine hoheitliche Aufgabe, wenn in Deutschland zu diesen sogar die Erstellung von Grundschulzeugnissen zählt !

Zu 14:24 von dr.bashir ✎ Klagen im Rechtsstaat

Keine Frage, ich gehe grundsätzlich von einem Rechtsstaat aus. Nur habe ich da bei manchen Beiträgen meine Zweifel ob andere das auch so sehen.
In einem Rechtsstaat haftet man für Verschulden. Der Staat, seine Institutionen und Behörden nicht ausgeschlossen. Wobei sich selbst EU-Staaten bei Vertrags- und Rechtsbrüchen hinter der Immunität verschanzen. Der Richter ist da dem Bürger selbst in der Gemeinschaft von Rechtsstaaten (EU) real verwehrt.

Bei der Insolvenz wird für die Aktionäre sicher nichts übrig bleiben. Angeblich besteht eine D&O-Police mit einer Deckung von 125 Mio€. Das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Man kann nur jedem Gläubiger künftig raten, Sicherheiten zu verlangen und eine angemessene Haftpflichtversicherung, bevor das Geld fließt. Insbesondere Banken und Versicherungen, die ja fremdes Geld verwalten.

Die Eigentümer (Aktionäre) sind die Letzten bei der Abrechnung. Wenn überhaupt, ein Rechtstreit macht da eher gegen andere Schuldigen Sinn, die es gibt.

@B. Pfluger 14.16

Die Bafin ist kein "Verein", wie Sie sie hier abwerten wollen, sondern eine jahrzehntelang bestehende Institution. Und wo sie hier gegen EU-Recht verstoßen haben soll, das sollten Sie schon näher erklären. Aber es ist ja heute wohlfeil, ohne Hintergründe aus der Hüfte zu schießen.

Bilanzen zu prüfen ist hoheitliche Aufgabe

Die Polizei darf selbst die Messung von Geschwindigkeitsübertretungen im Straßenverkehr nicht an Private abgeben, Knöllchen wegen Falschparkens im öffentlichen Raum darf das Ordnungsamt auch nicht von privaten erstellen lassen, auch Grundschulzeugnisse und -notenerteilung seien hoheitliche Aufgaben, womit immer wieder die Verbeamtung von Lehrern in einigen Bundesländern begründet wird.

Warum und auf welcher Rechtsgrundlage dürfen milliardenschwere Bilanzen von Firmen von privaten Gesellschaften geprüft werden ?

Wohlgemerkt: die BaFin ist hier sowieso nur im Boot wegen der Banklizenz der Wirecard AG.

11:38 von werner1955

Verursacherprinzip
Na ja, von zomil hat zwar gewusst, dass man an der Börse auch alles verlieren kann. Aber wenn durch Betrug, Fälschung o.a. die Insolvenz zustande kommt, dann sollte der Verursacher auch mit seinem gesamten Vermögen haften, sehe ich auch so, insofern man ihn findet.

@deutlich um 15.13h

Das die BaFin kein Verein ist, das ist schon klar. Dass sie eine Institution ist, ok. Zum Ausdruck soll hier eher kommen, dass dieses Institution nicht ordentlich arbeitet. M.E. dass der Bürger hier wieder eine bürokratische Institution "füttert", die, Entschuldigung, unfähig ist, nichts taugt. Die hier geschlafen haben, nichts unternommen haben, bitte in den Empfang der BaFin versetzen.

EY

Bin hauptsächlich mal gespannt, wie EY sich jetzt aus der Affäre zu stehlen versuchen wird, die ja anstandslos die letzten Jahre alles vollumfänglich testiert hatten.

Sollten DIE auch noch erfolgreich (also straflos) behaupten können, sie wären getäuscht worden, dann kann man Bilanzierungen zukünftig auch einfach auf Treu und Glauben akzeptieren.

1,9 Mrd. (bzw. deren Fehlen) sollte man jedenfalls mitbekommen als Buchprüfer...

Dürftige Berichterstattung.

Es hat auch sehr lange gedauert bis die Tagesschau ausführlich über den Wirecard-Bilanzskandal berichtet hat. Dies im Einklang mit der deutschen Presse. Warum?

✎Wir haben ja schon tolle Gesetze und Verordnungen!

Nur hapert es in der Praxis im wieder und immer öfters auf allen Ebenen.
Die Verantwortung liegt beim Staat, bei der Exekutive (Bund, Land, Gemeinden, Bundes- und Landesminister/innen mit ihren Ministerien, Behörden....)

Erst mal anwenden und umsetzen, bevor man immer wieder nach neuen Gesetzen ruft um vom eigenen Unvermögen abzulenken.

Eigentlich hätte das hier bei konsequenter Anwendung im aktuellen Fall schon reichen müssen:

http://www.gesetze-im-internet.de/wipro/__1.html

Wobei die persönliche Eignung, die Zuverlässlichkeit an erster Stelle stehen muss!

https://www.gesetze-im-internet.de/wiprpr_fv/__4.html

Qualifikation, Zuverlässlichkeit ....

https://www.gesetze-im-internet.de/kredwg/__33.html

... und es gibt noch viel mehr davon.

Rücktritt Bundesfinanzminister Scholz überfällig

Über die Unregelmäßigkeiten bei Wirecard hat die Financial Times schon seit Monaten berichtet, aber in Deutschland wurde offenbar nichts unternommen. Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat die Aufsicht über die Bafin. Er trägt die politische Verantwortung. Ein Rücktritt ist überfällig. Da sind andere Minister schon wegen weniger zurückgetreten.

EU-Kommission überprüft Wirecard-Bilanzskandal...

Die Frage stellt sich doch jetzt wie weit das die Praxis in Unternehmen ist ? Luftbuchungen,scheinbare Zahlungsvorgänge und Geldströme.Um mehr wirtschaftliche Tätigkeit vorzutäuschen als in der Realität da ist.
Und damit den Wert des Unternahmens und den Aktienkurs aufzublasen.Oder auch als besonders Kreditwürdig zu gelten.

Entschädigung der Kleinanleger

Zur Zeit wird wegen Corona jeder finanziell unterstützt, Geld spielt keine Rolle. Bei Wirecard hat die Finanzaufsicht total versagt. Warum werden die Kleinanleger jetzt nicht vom Staat entschädigt? Schließlich hat er auch seine Aufsichtspflichten nicht erfüllt.

"hat die Unschuldsvermutung zu gelten. Auch wenn's schwer fällt."

Sie gilt ja auch, oder warum läuft der Herr Braun frei herum?
- ich als Haftprüfungsrichter hätte da doch
- noch die 'Verdunkelungsgefahr' höher bewertet.

Und obwohl diese Branche meine hochgeschätzte Aufmerksamkeit erfährt
( in alle Richtungen )
hatte ich nie erwogen diesen gehypten Startup mit auch nur einer Aktie zu 'bedienen'.
Von Anfang an war mir die Asia-Connection zu undurchsichtig.
Hat mir viel Negatives erspart ;-)

Das Geschäftsmodell von Wirecard ist unverständlich…

und unnötig.
Bei einer Banküberweisung zwischen meiner und der Empfängerbank spielt doch auch keine Drittbank mit. Wofür braucht man da also Dienstleister wie Wirecard?

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