Ihre Meinung zu: "Extinction Rebellion" - Radikal für die Umwelt

15. Juni 2020 - 16:55 Uhr

Die Bewegung "Extinction Rebellion" will drastisch, aber gewaltfrei auf Probleme hinweisen. Bislang ist der Erfolg der Klimaaktivisten überschaubar. Von Silvia Stöber.

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Kommentare

Gewaltfrei?

Die Weltgesundheitsorganisation definiert Gewalt in dem Bericht "Gewalt und Gesundheit" (2002) wie folgt: "Gewalt ist der tatsächliche oder angedrohte absichtliche Gebrauch von physischer oder psychologischer Kraft oder Macht, die gegen die eigene oder eine andere Person, gegen eine Gruppe oder Gemeinschaft gerichtet ist und die tatsächlich oder mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Verletzungen, Tod, psychischen Schäden, Fehlentwicklung oder Deprivation führt."

Völlig richtig. Junge Leute auf die Demos f. d. Zukunft

Aber nicht nur junge Leute.

Auf den Demos zum Thema Umwelt u. Klima u. Artensterben etc. ist das gesetzte Alter unterrepräsentiert.

Protest vom Sofa aus und vor dem Fernseher zur Nachrichtenlage im Staats.TV ist halt bequemer.

Wäre gut, wenn sich Jung und Gesetzt und Alt mal auf den Demos treffen würden.

Das Thema Umwelt u. Klima u. Artensterben etc. geht alle Menschen etwas an.

Interessanterweise gab es ja

Interessanterweise gab es ja heute schon einen Bericht samt Diskussion um Art. 20 des Grundgesetzes (Widerstandsrecht); die Gewaltfreiheit der Protestaktionen sehe ich in diesem Licht betrachtet als sehr sanfte Form, auf die nicht nur drohende sondern in Gang befindliche menschenverursachte Klimakatastrophe hinzuweisen.
Ob der Erfolg "überschaubar" ist, bemisst sich auch an den Kriterien.
Für mich ist jeder aktive Protest für dringend mehr Klimaschutz und radikale ökologische Kehrtwende in der Politik ein Mosaikstein des Erfolges, Menschen zu sensibilisieren.

"vorgeblich gewaltfrei"

Zudem gab es viel Kritik für die vorgeblich gewaltfreien Protestmethoden. Zwar verhielten sich die Demonstranten gegenüber der Polizei friedlich […] Doch betroffene Autofahrer und Anwohner sahen sich durch die Blockaden erheblich in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt.

Aha, da haben wir's ja. Schränken Autofahrer in ihrer Beweglichkeit ein. Und das sogar "erheblich"! Also in Wirklichkeit doch brutale Gewalttäter. Oder wie ist das gemeint?

"(...) das Artensterben stoppen und den ökologischen Raubbau eindämmen"

Dieser Raubbau muss nicht "eingedämmt", sondern sofort gestoppt werden. Denn wie aus dem Begriff schon hervorgeht, handelt es sich hier um etwas zutiefst Illegitimes. Und vor allem vollkommen Unnötiges.

17:10 von sonnenbogen

Zitat:"Die Weltgesundheitsorganisation definiert Gewalt in dem Bericht "Gewalt und Gesundheit" (2002) wie folgt: "Gewalt ist der tatsächliche oder angedrohte absichtliche Gebrauch von physischer oder psychologischer Kraft oder Macht, die gegen die eigene oder eine andere Person, gegen eine Gruppe oder Gemeinschaft gerichtet ist und die tatsächlich oder mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Verletzungen, Tod, psychischen Schäden, Fehlentwicklung oder Deprivation führt."

Und was davon trifft auf die im Artikel beschriebenen Aktionsformen zu? Eine gewaltfreie Straßenblockade führt ja wohl im Regelfall nicht zu "Verletzungen, Tod, psychischen Schäden, Fehlentwicklung oder Deprivation".

@ 17:10 von sonnenbogen

Danke für diese Definition der WHO: Sie beschreibt gut, warum die Klimazerstörung den Tatbestand der Gewalt erfüllt - "... tatsächlich oder mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Verletzungen, Tod, psychischen Schäden, Fehlentwicklung oder Deprivation führt."

Kaum zu glauben!

Zitat:"Doch betroffene Autofahrer und Anwohner sahen sich durch die Blockaden erheblich in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt. Auch Busse der Berliner Verkehrsbetriebe konnten auf vielen Strecken nicht regulär verkehren. "

Das passiert in Berlin an jedem Arbeitstag im Dauerstau, bei Baustellen und bei jedem mittleren Staatsbesuch sowieso! Wie lächerlich muss ein "Argument" eigentlich sein, bevor man darauf verzichtet?

Radikal für die Umwelt

Am 15. Juni 2020 um 17:23 von Nettie
Dieser Raubbau muss nicht "eingedämmt", sondern sofort gestoppt werden. 
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Und wie ?
Wirkliche Erfolge können nur auf gemeinsamer Überzeugung gründen sagen sie... Da müssen sie aber erst einmal die gesamte Welt überzeugen damit dieser Weltweite Raubbau auch gestoppt werden soll. Und wird das in absehbarer Zeit passieren ?

"staatszersetzend" was

"staatszersetzend" was Seehofer der AfD angehängt hat trifft hier wohl eher zu...

@ 17:36 von Peter Meffert

"Das passiert in Berlin an jedem Arbeitstag im Dauerstau, bei Baustellen und bei jedem mittleren Staatsbesuch sowieso! Wie lächerlich muss ein "Argument" eigentlich sein ... ?"

Und genau deshalb ist es überhaupt nicht lächerlich, weil jede überflüssige, unnötige Störung des Verkehrs das Fass noch weiter zum Überlaufen bringen. Warum den eh schon gestressten Bürgern noch mehr aufbürden.

So stößt eine Aktion sicherlich nicht auf positive Resonanz. Mit Sicherheit kann man da intelligenter agieren.

17:48 von Klausewitz

Zitat:""staatszersetzend" was Seehofer der AfD angehängt hat trifft hier wohl eher zu..."

Genauso "staatszersetzend" wie Mahatma Gandhi oder Martin Luther King...Schon mal was von "zivilem Ungehorsam" gehört?

Ich freue mich über Aktion

Bevor nun wieder die "Dazulernunwilligen" an allen möglichen Dingen, die in dieser Organisation evtl. nicht perfekt laufen hochziehen: Ich freue mich über jede gewaltfreie Aktion, um immer mehr Druck auf die Regierenden (seinen es nun Politiker, oder Kapitalverwalter) aufzubauen. Jeder, der sich mit ebenso lächerlicher wie zerstörerischer Ignoranz gegen die Erkenntnis wehrt, dass dringender, umgehender Handlungsbedarf herrscht, übt mehr Gewalt aus, als bei diesen Protesten angewendet wird. Ich danke diesen Leuten für ihr Engagement!

17:51 von Giselbert

Zitat:"weil jede überflüssige, unnötige Störung des Verkehrs das Fass noch weiter zum Überlaufen bringen."

Der flüssig laufende Verkehr (und nicht nur der!) bringt auch ein Fass zum Überlaufen, nämlich unser Klima. Das scheint aber weniger wichtig zu sein. Überhaupt glauben einige, mit Corona hat es sich mit dem Klimawandel. Eine größere Fehleinschätzung ist wohl kaum möglich.

Gewaltfreiheit

"Doch betroffene Autofahrer und Anwohner sahen sich durch die Blockaden erheblich in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt."

Die haben bestimmt schon als Kinder den Stubenarrest als Gewalt empfunden. Einsicht, Eingeständnis von Fehlern oder gar Lerneffekt (bei diesen Verkehrsteilnehmern) - Fehlanzeige.
Wollen lieber ungestört in ihrem privaten Wohlstand der üblichen Energieverschwendung - und der damit einhergehenden Zerstörung der bewohnbaren Erdoberfläche - nachgehen, statt dessen selber Gewalt anwenden gegen Extinction Rebellion.

Am 15. Juni 2020 um 17:48 von Klausewitz

Zitat: "staatszersetzend" was Seehofer der AfD angehängt hat trifft hier wohl eher zu...

Was bitte sollte daran staatszersetzend sein?

@ 18:05 von Peter Meffert

"Der flüssig laufende Verkehr (und nicht nur der!) bringt auch ein Fass zum Überlaufen"

Diesen ohne sinnvolle Alternative von heute auf morgen stoppen zu wollen stürzt alle ins Chaos und die Armut. Da sind mir ein paar Abgase lieber. Zumindest übergangsweise bis es eine akzeptable Lösung gibt und bis dorthin sollte man solche Aktionen die mehr Staus erzeugen vermeiden.

@Klausewitz um 17:48 Uhr

staatszersetzend - selbst wenn...
Sie leben also gerne in diesem Staat, der zwar besser ist, als alle anderen, aber trotzdem furchtbar - und in vielen Dingen gravierender Verbesserungen bedarf?

18:19 von Giselbert

Zitat:"Diesen ohne sinnvolle Alternative von heute auf morgen stoppen zu wollen stürzt alle ins Chaos und die Armut."

Das weiß ich auch. Aber bei diesen Aktionen geht es ja nicht darum, den Verkehr "von heute auf morgen stoppen zu wollen", sondern um eine Aktion, die Menschen zum Nachdenken auffordern soll. Das ist der Zweck jeder Demonstration, ob ich mich jetzt auf eine Kreuzung lege oder kilometerlang auf gesperrten Staßen durch die Stadt marschiere, ist doch egal. Komisch, beim Berlin-Marathon wird auch nicht gemeckert, aber da geht es ja auch nicht um die Umwelt, sondern um Geld (und ein bisschen auch um Sport).

Zitat:"bis dorthin sollte man solche Aktionen die mehr Staus erzeugen vermeiden."

Ich vermute mal, verglichen mit den üblichen Staus in Berlin sind diese, meist einmaligen Aktionen, vernachlässigbar.

Die Banausen...

... auf dem Foto können nicht mal CO2 ordentlich schreiben (die "2" gehört nach unten). Von Chemie offenbar keine Ahnung, aber trotzdem fröhlich rumposaunen, was ideologisch passt.

17:48 von Klausewitz

>>"staatszersetzend" was Seehofer der AfD angehängt hat trifft hier wohl eher zu...<<

Sie verdrehen die Tatsachen. "Staatszersetzend" hat sich die AfD selbst anghängt. Seehofer hat es lediglich deutlich ausgesprochen.

Demokratie "zu langsam"

Sie sagen offen, dass unsere Demokratie zu langsam sei. Die Alternativen passen nan gar nicht zu unserem guten Grundgesetz. Wann wird der Verfassungsschutz auf dies Gruppe aufmerksam?

@15. Juni 2020 um 18:19 von Giselbert

"Da sind mir ein paar Abgase lieber. Zumindest übergangsweise bis es eine akzeptable Lösung gibt"

Wann wäre denn eine Lösung für Sie akzeptabel? Strom/Wasserstoff ist doch nicht schlecht, oder? Bitte jetzt aber nicht auf das perpetuum mobile verweisen, das gilt nicht.

@17:36 von Peter Meffert

Wie lächerlich muss ein "Argument" eigentlich sein, bevor man darauf verzichtet?

Ich sag nur:

"Selbstbestimmte Mobilität ist ein Menschenrecht"!

So einen Quatsch liest man auf der Webseite von Daimler. Und wahrscheinlich nicht nur dort.

Oh, oh, Herr Dr.Kunze,

"Allein die 8 Mrd. Menschen atmen ca. 3,5 Mrd. t CO2 jährlich aus."

Bitte mal informieren, was wir Menschen ausatmen, führt nullkommanichts zum Treibhauseffekt bei.
Unser Atem ist klimaneutral.

Am 15. Juni 2020 um 18:39 von Paul Puma

Zitat: Die Banausen auf dem Foto können nicht mal CO2 ordentlich schreiben (die "2" gehört nach unten)

Danke für den Hinweis.

Das ist ja entsetzlich.

Ideologisch neutral?

Ist XR nicht diese einer esoterischen Weltuntergangssekte gleichende Kapitalgesellschaft? Von daher dürfte die XR gewählte Klassifikation 'ideologisch neutrale gesellschaftspolitische Bewegung' zumindest kritisch hinterfragt werden.
Mag ja auch sein, daß ein Teil der XR-Aktivisten wirklich sich um den Klimaschutz bemüht, aber die Führungsriege steht eindeutig eher für einen subversiven Extremismus gepaart aus Anarchismus und antikapitalistischem Ökologismus.
Einer der XR-Mitbegründer propagiert zum Zwecke der Destabilisierung staatlicher Strukturen sogar rassistische und sexistische Denkansätze.
In kurz: Eine demokratische und menschenfreundliche Bewegung auf dem Boden der FDGO sieht für mich anders aus.

@17:23 von Nettie

//Wirkliche Erfolge können nur auf gemeinsamer Überzeugung gründen
"(...) das Artensterben stoppen und den ökologischen Raubbau eindämmen"
Dieser Raubbau muss nicht "eingedämmt", sondern sofort gestoppt werden. Denn wie aus dem Begriff schon hervorgeht, handelt es sich hier um etwas zutiefst Illegitimes. Und vor allem vollkommen Unnötiges.//

Ihnen ist aber schon klar, dass es die „Erlöse“ dieses Raubbaus sind, die es uns ermöglichen, hier mittels Smartphone oder PC uns unsere Meinungen um die Ohren zu hauen?.
Raubbau sofort stoppen? Wenn es doch nur so einfach wäre!
Richtig ist allerdings, dass wir viel zu wenig tun, um für Mensch und Natur tragbare Lösungen zu finden. Deshalb finde ich auch jede gewaltfreie Aktion, die immer wieder in Erinnerung ruft, dass wir nur diesen einen Planeten zum Überleben haben, gut und richtig.

Radikal für die Umwelt

"Extinction Rebellion" knüpft damit an eine Tradition des zivilen Ungehorsams an, die Störungen der öffentlichen Ordnung dann als legitim ansieht, wenn sich eine große Zahl an Bürgern durch Gesetze und politisches Handeln ungerecht behandelt fühlt.
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Berlin ab 7. Okt. blockieren und durch Störungen lahmlegen ? Das ist nicht legitim, dass ist mit den Kopf durch die Wand...

@17:11 von 0_Panik

//Völlig richtig. Junge Leute auf die Demos f. d. Zukunft
Aber nicht nur junge Leute.

Auf den Demos zum Thema Umwelt u. Klima u. Artensterben etc. ist das gesetzte Alter unterrepräsentiert.//

Das nenne ich schmalspuriges Denken. Schon mal auf die Idee gekommen, dass das "gesetzte Alter" vielleicht physisch nicht mehr so fit ist, dass es stundenlang gehen oder stehen kann? Mir z.B. geht es so.
Ich habe die Feststellung gemacht, dass bei wissenschaftlichen Vorträgen zum Klimawandel (lange vor fff) die Jugend immer unterrepräsentiert war. Allerdings weiß ich da auch nicht so genau, ob die vielleicht nicht so lange sitzen oder/und zuhören kann oder die Prioritäten einfach noch andere waren.

Wenn wir beim Klimaschutz nicht umkehren...

Wenn wir bei Klimaschutz nicht umkehren
kann die Temperatur um 4 Grad steigen und große Teile Europas, Afrikas und Amerikas kann zur Wüste werden und die Menschen bekommen nicht genug Nahrung.

Bereits schmilz das Eis des Permafrostbodens (siehe heute Journal vom 4.7.2019 „Klima außer Kontrolle“) und setzt dann weitere Treibhausgase frei, was eigentlich erst 2090 passieren sollte. Wir müssen handeln und so schnell wie möglich den CO2-Ausstoß auf Null senken.

@Anna-Elisabeth, 19:51

Ihnen ist aber schon klar, dass es die „Erlöse“ dieses Raubbaus sind, die es uns ermöglichen, hier mittels Smartphone oder PC uns unsere Meinungen um die Ohren zu hauen?.

Und das hat Vorrang vor dem Erhalt unserer Lebensbedingungen? Und damit meine ich Über-Lebensbedingungen.
Es ist ja nicht so, dass es keine Alternativen gäbe. Sie sind uns nur nicht "wirtschaftlich" genug. Man müsste sich dafür anstrengen.

***Umgekehrt gab es in

***Umgekehrt gab es in Deutschland auch Kritik an "Extinction Rebellion" für deren Kooperation mit der Polizei. Die Bewegung habe einen "absurden, staatsgläubigen Gewaltbegriff", schrieb die Chefin der Partei Ökolinx, Jutta Ditfurth.***

Frau Ditfurth wird wohl nicht mehr lernen, dass man mit Gossenmanieren und persönlichen Beleidigungen eigenständig denkende Menschen nicht überzeugen kann.
"Extinction Rebellion" sollte bei dieser Frau die Ohren auf Durchzug stellen.

Was ist das überhaupt: "absurden, staatsgläubigen Gewaltbegriff"?

Radikal für die Umwelt ....

"... Zeit für den Planeten Erde läuft ..."

Der Planet wird das mit Gelassenheit sehen können, im Zweifel wartet er ganz einfach ab, bis die Sonne ihm das Problem vom Leibe schafft.

Was WIR nicht mit Gelassenheit sehen können ist das ganze Ausrotten, das Vergiften, das Beschmutzen und das, was wir uns ständig gegenseitig antun, das ist nicht nur schmerzhaft, das ist ziemlich widerlich.

@Anna-Elisabeth, 20:04

***Die Bewegung habe einen "absurden, staatsgläubigen Gewaltbegriff", schrieb die Chefin der Partei Ökolinx, Jutta Ditfurth.***
Frau Ditfurth wird wohl nicht mehr lernen, dass man mit Gossenmanieren und persönlichen Beleidigungen eigenständig denkende Menschen nicht überzeugen kann.

Mit Verlaub: Frau Dithfurth hat niemanden persönlich beleidigt (wenn doch: wen?), sie hat der Bewegung eine bestimmte Haltung nachgesagt. Das ist ein Unterschied.
Und den Begriff "Gossenmanieren" verstehe ich in diesem Zusammenhang absolut nicht.

Gute Recherche

Vielen Dank Frau Stöber,
der Artikel ist gut und ausgewogen recherchiert !

aneinander vorbei

Ich habe das Gefühl, dass hier aneinander vorbei argumentiert wird.

Machen Sie sich eines klar: ob eine Handlung zu weit geht, hängt von den Umständen ab.

In einer Diskussion, in der keine Einigkeit darüber besteht, wie ernst der Klimawandel ist, kann auch keine Einigkeit erzielt werden, welche Maßnahmen angemessen sind.

um 18:39 von Paul Puma

Na, doch was gefunden um zu nörgeln!
Es geht hier absolut nicht um Ideologien, sondern ganz konkret um unser aller lebenswertes Fortbestehen auf diesem Planeten, aber klar, man kann auch die Augen verschließen und unbequeme Wahrheiten ignorieren. Ich frage mich ob manche Menschen sich denken, ach ich bin alt genug, um mit diesen Problemen nicht mehr konfrontiert zu werden, wenn man sich da mal nicht ganz bitter verrechnet.

@20:00 von frosthorn @Anna-Elisabeth, 19:51

//"Ihnen ist aber schon klar, dass es die „Erlöse“ dieses Raubbaus sind, die es uns ermöglichen, hier mittels Smartphone oder PC uns unsere Meinungen um die Ohren zu hauen?"

Und das hat Vorrang vor dem Erhalt unserer Lebensbedingungen?//

Nein, natürlich nicht.

"Es ist ja nicht so, dass es keine Alternativen gäbe."

Welche? (z.B. welcher Ersatz für Rohstoffe) Und wie schnell könnte man mit diesen Alternativen unser gesamtes (auch digitalisiertes) Gesellschaftssystem so umstellen, dass es nicht in einem Chaos endet?
Ernstgemeinte Frage.

Radikal für die Umwelt

Angesprochen auf die Aktionen in Großbritannien und Hallam verweisen Anhänger der Bewegung in Deutschland auf eine Aussage auf der deutschen Website, wonach "Extinction Rebellion Deutschland" lediglich inspiriert sei von der Schwesterbewegung in Großbritannien.
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In England hat Roger Hallam auch Sachbeschädigungen als legitim angesehen. Ist es das, von was man sich hier inspirieren lassen will ? Ob solche Aktionen auch in Deutschland legitim sind sei dahingestellt.

20:04 von Anna-Elisabeth

Kann ihrer Aussage nur Zustimmen.

@20:11 von frosthorn @Anna-Elisabeth, 20:04

"Mit Verlaub: Frau Dithfurth hat niemanden "Gossenmanieren" (wenn doch: wen?), sie hat der Bewegung eine bestimmte Haltung nachgesagt. Das ist ein Unterschied.
Und den Begriff "Gossenmanieren" verstehe ich in diesem Zusammenhang absolut nicht."

Beides - Gossenmanieren und Beleidigungen - hat sie sich mehrfach in Interviews und in Talkshows geleistet. Buch geführt habe ich darüber nicht. Sie wurde auch schon einmal gebeten, eine Talkshow zu verlassen. (Wenn mich nicht alles täuscht bei Maischberger.)
Dass sie hier nur wieder Probleme mit dem Gewaltbegriff andeutet, ändert ja nichts an ihrer Persönlichkeit. Die kann man natürlich gut finden, muss man aber nicht.

"In einer Diskussion, in der

"In einer Diskussion, in der keine Einigkeit darüber besteht, wie ernst der Klimawandel ist, kann auch keine Einigkeit erzielt werden, welche Maßnahmen angemessen sind."

Sorry, da muss ich widersprechen. 95 bis 99 % der Klimaforscher sind sich einig, dass die Situation sehr schlimm ist und dass der Mensch der hauptsächlich Verantwortliche dafür ist. Und demzufolge auch für eine Umkehr sorgen könnte.

20:16 von

20:16 von Anna-Elisabeth

Welche? (z.B. welcher Ersatz für Rohstoffe) Und wie schnell könnte man mit diesen Alternativen unser gesamtes (auch digitalisiertes) Gesellschaftssystem so umstellen, dass es nicht in einem Chaos endet?
Ernstgemeinte Frage.

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Ich hätte überhaupt nichts dagegen, wenn unser digitales Gesellschaftssystem komplett zusammenbrechen würde. Von mir aus für immer. Ich werde es nicht vermissen und mich nicht mehr genötigt fühlen auf unsägliche Meinungen zu reagieren.
Was wär das für ein Leben ... ich wäre die Gelassenheit in Person.

Am 15. Juni 2020 um 20:28 von Anna-Elisabeth

Zitat: Sie [ Anm. Jutta Ditfurth ] wurde auch schon einmal gebeten, eine Talkshow zu verlassen. (Wenn mich nicht alles täuscht bei Maischberger.)

Es war bei Maischberger, da erinnern Sie sich richtig.

Offensichtlich erinnern Sie sich aber nicht mehr, dass sich Frau Maischberger hinterher dafür entschuldigt hat, weil der versuchte Rauswurf ungerechtfertigt war.

„Ich möchte mich ausdrücklich bei Frau Ditfurth für den Versuch entschuldigen, sie aus der Sendung komplimentieren zu wollen. Das war eine unüberlegte Kurzschlussreaktionen, getrieben von dem Wunsch, in der Sendung den Ausgleich der Seiten wiederherzustellen. Es war ein Fehler, den ich bedauere.“ (Maischberger auf Facebook)

@Peter Meffert 18.33

Mit Verlaub, der Vergleich mit Staus ist daneben. Staus entstehen durch Überlastung oder Unfälle, mithin "höhere Gewalt", juristisch gesehen. Im Gegensatz zu bewussten Blockaden von Straßen und Kreuzungen. Das ist dann "Nötigung" oder "schwere Nötigung" und strafbar. Mein Freund Manne, ich und andere haben es in Mutlangen erlebt und erfahren;-) Und dort waren nicht harmlose Pendler betroffen. Deshalb kann ich nicht nachvollziehen, dass dort Strafen verhängt wurden und man XR gewähren lässt. Das hat mit Gleichbehandlung nichts zu tun.

um 20:16 von Anna-Elisabeth

Wir müssen uns der Realität stellen, dass wir schlicht keine Wahl haben. Die Umwelt fragt nicht ob Sie links, rechts, Kommunist, oder Kapitalist sind. Wir müssen Industrie, Land- und Forstwirtschaft zukunftstauglich umbauen. Unserer Gesellschaft die überlebenswichtigen Ideale vermitteln, wird entscheident sein. Konsum ist nicht die Überlebensmaxime, sondern unser Untergang. Dieser Umbau wird alte Jobs vernichten und neue schaffen. Mindestens für die Zeit des Umbaus ein an Bedingungen geknüpftes Grundeinkommen. Erneuerbare Energien schnellstens Ausbauen, dabei neuest Technologien nutzen und weiterentwickeln. Natürlich haben Sie Recht, wenn Sie sagen, es wird nicht in 2 Jahren möglich sein, ganz klar, aber auch wenn wir schon längst mit Nachdruck hätten anfangen müssen, darf man ja nicht noch länger warten. Mit Solar- und Windenrgie lassen sich schon recht schnell wirklich riesige Mengen an Wasserstoff klimaneutral herstellen.

@20:31 von harpdart

//"In einer Diskussion, in der keine Einigkeit darüber besteht, wie ernst der Klimawandel ist, kann auch keine Einigkeit erzielt werden, welche Maßnahmen angemessen sind."

Sorry, da muss ich widersprechen. 95 bis 99 % der Klimaforscher sind sich einig, dass die Situation sehr schlimm ist und dass der Mensch der hauptsächlich Verantwortliche dafür ist. Und demzufolge auch für eine Umkehr sorgen könnte.//

Ich gehe davon aus, dass der User nicht die Wissenschaftler sondern uns, die Bürger meint.
Was mich in Zshg. mit "angemessenen Maßnahmen" betrifft, kann ich nur sagen, dass ich Gewalt grundsätzlich ablehne.
Obwohl es sicher Situationen geben kann, in denen auch normalerweise gewaltfreie Bürger durchdrehen können.
Z.B. bei Polizeigewalt gegen friedliche Demonstranten.

20:31 von harpdart "In einer

20:31 von harpdart
"In einer Diskussion, in der
"In einer Diskussion, in der keine Einigkeit darüber besteht, wie ernst der Klimawandel ist, kann auch keine Einigkeit erzielt werden, welche Maßnahmen angemessen sind."

Sorry, da muss ich widersprechen. 95 bis 99 % der Klimaforscher sind sich einig, dass die Situation sehr schlimm ist und dass der Mensch der hauptsächlich Verantwortliche dafür ist. Und demzufolge auch für eine Umkehr sorgen könnte.

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Uneinigkeit war noch nie das Problem.
Ist es auch nicht.
das Problem ist die Rückkopplung, die alles durcheinander bringt, weil die bewirkt, dass sich selbst die unbedeutendste Filterblase zu einem Lauffeuer entwickeln kann.
Das ist so ätzend.

@20:39 von falsa demonstratio

//Offensichtlich erinnern Sie sich aber nicht mehr, dass sich Frau Maischberger hinterher dafür entschuldigt hat, weil der versuchte Rauswurf ungerechtfertigt war.

„Ich möchte mich ausdrücklich bei Frau Ditfurth für den Versuch entschuldigen, sie aus der Sendung komplimentieren zu wollen. Das war eine unüberlegte Kurzschlussreaktionen, getrieben von dem Wunsch, in der Sendung den Ausgleich der Seiten wiederherzustellen. Es war ein Fehler, den ich bedauere.“ (Maischberger auf Facebook)//

Danke für die Korrektur. Habe ich tatsächlich nicht mitbekommen. Ändert allerdings nichts an meiner Einschätzung von Frau Ditfurth, die ich in grauen Vorzeiten auch mal gut fand. Frau Ditfurth wird schnell zu persönlich und zeigt nur selten Bereitschaft, sich mit Argumenten ihres Gegenübers auseinanderzusetzen. Und dann noch dieses entsetzliche Dazwischengequatsche...

@Anna-Elisabeth 20.28

Beides - Gossenmanieren und Beleidigungen - hat sie sich mehrfach in Interviews und in Talkshows geleistet. Buch geführt habe ich darüber nicht. Sie wurde auch schon einmal gebeten, eine Talkshow zu verlassen. (Wenn mich nicht alles täuscht bei Maischberger.)
Dass sie hier nur wieder Probleme mit dem Gewaltbegriff andeutet, ändert ja nichts an ihrer Persönlichkeit."
Ich bin da ganz bei Ihnen. Dass es selbst da noch Diskussionen drum gibt zeigt nur die verzerrte Wahrnehmung mancher Foristen in ihrer Ideologieblase

"Staus entstehen durch

"Staus entstehen durch Überlastung oder Unfälle, mithin "höhere Gewalt", juristisch gesehen"

Nein, keine höhere Gewalt bei Überlastung.
Das ist Normalzustand. Viel zu viele Autos bringen den Verkehr zum Erliegen.
Ich kenne keine Stadt in DE, wo das nicht so wäre.
Man schimpft dann sehr gerne auf die örtlichen Politiker, aber niemand kann das ändern, egal wo.

Bevor nicht erkannt wird, dass keine Stadt soviele Autos verkraften kann...

Am 15. Juni 2020 um 19:52 von Der freundliche...

„Berlin ab 7. Okt. blockieren und durch Störungen lahmlegen ? Das ist nicht legitim, dass ist mit den Kopf durch die Wand...“

Sehr schöner Gedanke.

Man könnte es zusammenfassen:

„ Schön, Stark und Mutig!“

Schön gegen die Wand gelaufen,
Stark zurückgeprallt, aber
Mutig wieder aufgestanden.

„Obwohl die Bewegung im Vorfeld mit einem offenen Brief an das Kanzleramt Unterstützung prominenter Schauspieler und Musiker erhielt,
hielt sich ihr Erfolg in Grenzen.“

Aber: „ Steter Stein höhlt den Tropfen:“

@20:48 von Forfuture um 20:16 von Anna-Elisabeth

Danke für Ihre Antwort. Nicht der geringste Widerspruch. Besonders hier "Konsum ist nicht die Überlebensmaxime, sondern unser Untergang." nicht.

Haben Sie den Eindruck, dass auch unsere derzeit verantworlichen Politiker, diese Dringlichkeit erkannt haben?
Ich nicht. Auch Corona scheint die Denkprozesse in diese Richtung nicht zu beschleunigen.

Gute Idee

aber wie soll man die völlig unrealistischen Ideen dieser sog. Rebellen umsetzen?
Was diese Leute fordern ist eine Umkehr zur Steinzeit. Ob sie dann damit zufrieden wären, wage ich zu bezweifeln.
Viele dieser Rebellen sind sicherlich "Berufsrebellen", die immer gegen irgendwas sind, das was gerade in ist, also jetzt das Klima - vorher vielleicht Rechte für Frauen, Tierrechte, Cannabisfreigabe oder was sonst noch. Schau dir mal deren Website an, ist zwar englisch, aber gut zu lesen. Da wird einem schlecht von soviel unrealistischem Irrsinn.

Ich kann dieser

Ich kann dieser vermeintlichen Bewegung nichts abgewinnen, weder XR noch FfF oder ähnliche. Keiner kann wirklich konstruktive Vorschläge bringen die sich auch umsetzen lassen würden. Hinzukommt dass jetzt während der Pandemiezeit Messungen und Studien ergeben haben, dass kaum ernsthafte Veränderungen verzeichnet werden konnten trotz Extremsituation. Oder will man in die Zeit vor der Industrialisierung zurück?

@harpdart 21.05

da haben Sie sicher Recht, aber mir ging es um die juristische Einordnung. Bei einem Stau gibt es Niemand, der persönlich dafür verantwortlich ist, bei einer bewussten gewollten Blockade dagegen schon. Wenn ein "Hochzeitskonvoi" eine Autobahn lahmlegt, um zu tanzen ist das auch Nötigung. Jetzt klarer?

Wir sind hier nicht allein

Eigentlich gibt es zum Klima nur eine Aussage zu machen. Wer gibt uns das Recht, diese Welt rücksichtslos zu zerstören und andere Arten auszurotten, ihren Lebensraum radikal zu zerstören und uns unkontrolliert überall auszubreiten und wenn dann doch mal jemand das Thema anspricht, wird er niedergemacht, ausgelacht oder was die Menschen am besten können, geflissentlich ignoriert und übersehen. Und so wie wir Menschen die Umwelt zerstören, wäre eigentlich im Umkehrschluss fast jedes Mittel legitim, um unsere Taten zu revidieren. Leider!

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