Ihre Meinung zu: Fake News: Strafen für soziale Netzwerke gefordert

15. Juni 2020 - 9:01 Uhr

Mit einem Verhaltenskodex für soziale Netzwerke sollte Desinformation im Netz eingeschränkt werden. Nun stellen Experten fest: Die Maßnahme ist unzulänglich. Nötig sei ein deutlich schärferes Vorgehen.

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Kommentare

Endlich...

mal ein Vorschlag in die richtige Richtung.
Jede Zeitung ist zu Gegendarstellungen verpflichtet, prüft Anzeigen bevor sie veröffentlich werden, etc...
Bei uns gab es vor einiger Zeit mal eine gefakte Todesanzeige. Die ist der Zeitung "durchgerutscht". Da war aber was los.
Und die (a)sozialen Medien?
Wir sind für den Inhalt nicht verantwortlich, wir sind nur die Platform (die das Geld macht!)
Kann ja wohl so nicht sein.
Strafen für den, der Mist schreibt UND den, der Mist verbreitet!!!
Auch das Internet ist kein rechtsfreier Raum -schon gar nicht für Konzerne mit Miliarden Umsätzen -die aber quasi keine Steuern zahlen

Baron Münchhausen

oder die Brüder Grimm hätten nicht in unserer Zeit leben und arbeiten können. Es gibt nur noch eine Wahrheit. Diese wird vorgegeben. "Die Partei, die Partei, die hat immer recht!"

kann mir jemand sagen...

wer oder was die genannten (oder selbst-ernannten) "experten" sind?

Eigentor

Eine stabile Demokratie mit gebildeten Bürgern hält auch Falschmeldungen aus, egal ab vom CIA oder von einheimischen Nachrichtenagenturen.

Offenbar haben wir beides nicht in der BRD: keine stabile Demokratie und keine gebildeten Bürger.

Ich frage mich nun, wer

Ich frage mich nun, wer entscheiden soll, was gelöscht / bestraft werden muss. Meiner Einschätzung nach ist das ein Drahtseilakt, denn jeder hat das Recht seine Meinung kund zu tun.
MfG

Grundsätzlich

unterscheidet social media sich nicht von den „Altmedien“,

will heißen: ob fake news nun in der TS, der Zeit oder Spiegel gepostet werden oder auf twitter oder facebook ist erst einmal gleich.
Auch ist Lügen keine Straftat, im Grunde sogar ein Menschenrecht. Insofern ist Vorsicht bei allen Medien geboten.
Heißt aber auch: für face book, twitter und Co. hat normales Presserecht zu gelten und twitter und facebook sind für alle posts vollumfänglich verantwortlich. Sie müssen vor Gericht gestellt und auf Schadensersatz verklagt werden können. Erst dann werden die sich hüten, ungeprüft jeden Mist zu verbreiten.

Im Prinzip richtig.

Die Grenzen der freien Meinungsäußerung gelten auch im Internet. Diejenigen, die daran verdienen, gehören in die Mitverantwortung.
Ob und mit welchem Erfolg das umgesetzt werden kann, ist eine andere Frage und ändert an diesem Grundsatz nichts.

schwierige Angelegenheit

Das Problem, welches ich derzeit sehe ist, dass sehr vieles direkt als Fakenews bezeichnet wird, obwohl es dafür keinen Beweis gibt, während die offiziellen Aussagen keine Fakenews sind, obwohl diese auch nicht verifiziert wurden.

Ich erinnere hier nur mal an die ganzen Fachkräfte mit diesen und jenen Abschlüssen etc., wo jeder direkt ein Nazi war der gesagt hat das es sich nicht um so viele Fachkräfte handeln kann.

Und was soll man machen, wenn Fakenews von öffentlicher Seite aufgedeckt werden? Erhalten dann diejenigen die Strafe, welche eine Korrekte Meldung als Fakenews löschen ließen, oder gibt es die Strafe nur einseitig, wenn die Nachrichten nicht gelöscht werden, welche von offizieller Seite als Fakenews betitelt wurden?

Auch ein sehr schwieriges Terrain in Bezug auf die Meinungsfreiheit. Zusätzlich das Risiko von vorauseilendem Gehorsam, sodass lieber zuviel als zuwenig gelöscht wird.
Gibt es in diesem Bezug dann auch Strafen für die SN, wenn sie zu unrecht löschen?

War schon mal da

Die Zeit wo es nur eine Meinung gab hatten wir doch schon mal?
Wer sagt mir das es nur eine Wahrheit gibt. Weil was Gebührenfinanziertes dahintersteht, ist es nicht immer richtig. Hat die Regierung dermaßen Angst vor einer anderen Meinung das sie zu solchen Maßnahmen greifen muß nur um eine Deutungshoheit zu bekommen. Und was passiert mit den Leuten die die andere Meinungen vertreten.

Die Mehrzahl der Schreiberlinge

würde m. E. sofort mit den Falschmeldungen aufhören, wenn sichergestellt wird, dass derjenige zu ermitteln ist und damit auch strafrechtlich belangt werden kann.
Auch würden "Klarnamen" - also der tatsächliche Name mit Adresse sehr helfen, da viele dieser Schmierer nicht den Mut aufbringen würden, ihren Unsinn zu verzapfen, wenn Freunde, Arbeitskollegen und Nchbarn erkennen könnten, um wen es sich da handelt.
Früher musste man bei einem Leserbrief die volle Adresse angeben und war damit "gezwungen" bei der Wahrheit zu bleiben.

Wieso heissen diese

Wieso heissen diese Geldmaschinen für die Besitzer eigentlich "soziale" Netzwerke? Total absurd, denn sie sind alles andere als sozial. Meinetwegen könnten die ersatzlos abgeschafft werden. Dann hätte man auch Ruhe vor den geistigen Ergüssen eines Herrn Trump.

Dieser Artikel versteckt sich ja !

Dabei ist dieses Thema besonders wichtig. Wie diskutiert man freie Meinungsäußerung und die daraus resultierenden freien Gegenmeinungen ? Die unzähligen Verschwörungstheorien, die unglaublichen Zuordnungen von links bis rechts im Farbenspektrum bis hin zur Sprache ( von akademisch-gassenjargon).
Vorab schon mal "Hut ab" den Medinatoren die dabei den Überblick bewahren!

Aha...

...und wer soll sowas umsetzen, richtig und falsch zu
definieren?

Gesellschaften wie "Correctiv", deren Finanzierung
alles ander als unabhängig und neutral ist?

Da lässt die "Brave new world" grüßen.
Fehlt nur noch das Heiko-Maas-Wahrheitsministerium.

12:54 von Wegelagerer34

"Baron Münchhausen

oder die Brüder Grimm hätten nicht in unserer Zeit leben und arbeiten können."

,.,.,.,

Sie meinen, heute würden die Menschen an Hexen glauben und Märchen nicht mehr als solche erkennen?

Das ist nur eine Minderheit.

Die anderen können Falschmeldungen von Kunstmärchen unterscheiden.
In der Schule wird künstlerische Literatur behandelt - sogar schon in der Grundschule.

@datten

Im Internet für jeden sichtbar klarnamen zu verwenden ist nicht unproblematisch.
Die Adresse angeben ?
Ist noch problematischer.

Falls sich jemand daneben benimmt, gibt es immer die Möglichkeit, die juristische Person hinter einem Nicknamen zu bestimmen.

Im übrigen glaube ich nicht, das „datten“ ihr klarname ist.

Warum gehen sie selbst nicht mit gutem Beispiel voran ?

Was von fake news manchmal in

Was von fake news manchmal in Umlauf ist, lässt mir die Haare zu Berge stehen. Nur, hat nicht jeder das Recht, seine Meinung - oder auch, was er frei erfindet - in Wort, Schrift und Bild zu äußern, so lange er damit nicht gegen Gesetze verstößt (Beleidigung, üble Nachrede etc.) zu äußern?

TS: "Die Vereinten Nationen sprachen von einer "Infodemie". Insbesondere falsche Behauptungen über angebliche Heilmittel gegen Covid-19 wurden als Gesundheitsrisiko eingestuft."
Ich halte von Aufklärung inclusive Faktenchecks und damit zusammenhängend Eigenverantwortung mehr als von Zensur. Nicht zuletzt auch deshalb, weil Letzteres Schule machen könnte.

Organisierte Kampagnen sollten m. E. aber als solche nachverfolgbar / aufdeckbar gemacht werden können.

Noch ein Problem, wie stünde es dann mit Halbwahrheiten?

13:08 von hellmutant

"Eigentor

Eine stabile Demokratie mit gebildeten Bürgern hält auch Falschmeldungen aus, egal ab vom CIA oder von einheimischen Nachrichtenagenturen.

Offenbar haben wir beides nicht in der BRD: keine stabile Demokratie und keine gebildeten Bürger."

,-,-

Tatsächlich, ein Eigentor.
In einer Diktatur werden Falschmeldungen von der Regierung getätigt, in einer Demokratie werden sie von der Regierung bekämpft.

Die, die unsere Demokratie zum Einsturz bringen wollen, haben keine Chance.

Die Ungebildeten stellen sich oft nur ungebildet, vielleicht, weil sie dann mit mildernden Umständen rechnen, falls der Einsturz misslingt.

Freiwillige Demokratiedemontage

„Im Kampf gegen Fake News rund um das Coronavirus haben Journalisten, Verlage und Wissenschaftler ein deutlich schärferes Vorgehen gegen soziale Netzwerke gefordert.“

Journalisten die wirklich glauben, dass es bei einem „schärferen Vorgehen gegen soziale Netzwerke“ bleibt und nicht ihre Verlage oder generell Meinungs- und Pressefreiheit betrifft.
Wer hat denn die Deutungshoheit und bestimmt was die reine Wahrheit ist? Sprache ist per se ein Konstrukt, so dass jede Formulierung die Wahrheit verfälscht.
Mich würde es nicht wundern, wenn übelste Spekulationen gegen unsere Gegner wie China oder Russland in der Praxis überhaupt nicht als Fake-News oder Desinformation gewertet werden sonst würde die Bildzeitung jetzt zittern.
Es geht um ein strategisches Instrument im neuen kalten Krieg, dass jeder Autokratie würdig wäre und unsere Bevölkerung vor fremden Narrativen schützen soll, die von intransparenten Gremien als Propaganda abstempelt werden. (Stichwort „EU East StratCom Task Force“)

autokratisch

Der Punkt bei Autokratien ist, dass man Bestrafung nicht exekutieren muss, sondern allein das Wissen darum ausreicht, damit jeder der etwas Nonkonformes sagen möchte bereits die Schere im Kopf hat.

Erst wenn man die Meinungen kontrolliert kann man verkünden, dass Meinungsfreiheit herrscht, ohne dass einem jemand widerspricht.

Was unterscheidet eigentlich das Löschen von Posts von Bücherverbrennung? Allein die durchschnittliche Qualität der Inhalte?
Klingt provokativ aber bitte mal drüber nachdenken auf welches Terrain wir uns damit begeben.

13:09 von kleinermuck2012

"Ich frage mich nun, wer entscheiden soll, was gelöscht / bestraft werden muss. Meiner Einschätzung nach ist das ein Drahtseilakt, denn jeder hat das Recht seine Meinung kund zu tun."

,.,.,

Fakenews sind deutlich zu erkennen.
Niemand kann sie mit Meinungsaussagen verwechseln.

Fakenews werden nicht als Meinungen gekennzeichnet, sondern als Fakten.

@15:25 von Sausevind

"Fakenews sind deutlich zu erkennen.
Niemand kann sie mit Meinungsaussagen verwechseln."

Selbst die EU hat ihre Inititiave mit einem höchst ambivalenten Beispiel begründet. Nämlich das Sputnik behautet hat, dass es Händewaschen bzgl. Corona nicht bringt.
Fragt man unsere Wissenschaftler, sagen die einem auch, dass Schmierinfektion in Gegensatz zu Atem/Aerosolen eine eher untergeordnete Rolle spielt.
Es bleibt also viel Spielraum, was Sputnik damit eigentlich konkret zum Ausdruck bringen wollte, so dass die zukünftige Zensur in sozialen Netzwerken wohl immer teilweise an unterstellte Motive gekoppelt sein wird.

Meinungen vs. Fakten

Jedes Mal habe ich bei dieser Art der Diskussion den Eindruck, viele Menschen können nicht zwischen "Meinungen" und "Fakten" unterscheiden.

Ein "Fakt" ist etwas, dass nachweislich so ist, etwa das Ergebnis eine Fußballspiels. Bayern gewinnt 2:1 gegen Gladbach. Wenn ich also schreibe, Gladbach habe am Samstag 5:0 gegen Bayern gewonnen, dann ist das neudeutsch "Fake-News" oder einfach eine Lüge.

"Meinungen" haben immer mit der Bewertung von Fakten zu tun und die kann selbstverständlich unterschiedlich sein. Ich kann also jederzeit schreiben, dass ich es doof finden, dass Bayern immer gewinnt. Oder das ich lieber eine andere Regierung hätte oder was auch immer. Das sind Meinungen.

Aber 1+1=3 ist keine Meinung, sondern Dyskalkulie.

Im Bericht ist....

Von Experten die Rede.

Ich lese aber nicht, wer das sein soll.

Und ich frage mich zusätzlich, wer den Anbietern in Zukunft vorgibt, was Wahrheit und was Lüge ist.

Oder belässt man das bewusst im unklaren und verlässt sich darauf, das die Anbieter alles Sperren wird, was abweichend von der Meinung des Staates ist ?
Aus Angst vor Finanziellen Strafen.

Der Kampf gegen Unwahrheit muss mit Argumenten und zur Not vor Gericht geführt werden.

Aber nicht unter Zuhilfenahme der Angst von Internetforen vor Strafen.

Wie lächerlich, wie durchschaubar !

Zitat:
"Zudem sollten sie enger mit unabhängigen Faktenprüfern zusammenarbeiten".

WER sollen denn diese " unabhängigen Faktenprüfer" sein, WER bezahlt sie, in WESSEN Sinne urteilen sie...und wer im heutigen Spektrum..."Medien"...ist denn noch "unabhängig" ?

Man muss schon unglaublich dämlich sein, nicht zu begreifen, was hier wirklich "politisch" versucht wird bzw. umgesetzt werden soll, ...nämlich nichts anderes als Meinungssteuerung, Einschüchterung und Meinungsmanipulation "von oben".

Wohl GANZ BEWUSST bleibt man bei der Auslegung der "Tatbestände" sehr, sehr vage !

Man sieht es immer deutlicher, die Politik wünscht keine Einblicke und Einmischung in das bestehende "Parteiensystem"..., der Bürger hat gefälligst den Mund zu halten.

Rassismus-Kritikern räumt man (zurecht !) die Bühne ein,...System- und Politikkritikern...aber nicht.

DAS wird der MÜNDIGE Bürger sich merken, ebenso die völlige Kritik- und Fraglosigkeit der ARD !

….die AfD wird den Ball dankend aufnehmen !

Am 15. Juni 2020 um 15:48 von dr.bashir

Zitat: Jedes Mal habe ich bei dieser Art der Diskussion den Eindruck, viele Menschen können nicht zwischen "Meinungen" und "Fakten" unterscheiden.

Eine Tatsachenbehauptung unterliegt der Meinungsfreiheit (in ihren rechtlichen Grenzen).

Zwiespältige Geschichte

erstens gibt's fake-News nicht nur in sozialen Netzwerken. Gerade in der Coronageschichte wurden immer wieder Meinungen revidiert nach neuen Erkenntnissen, Bsp. Masken. Waren dann damit die alten Ansichten fakenews? Oder Beispiel die 130 Milliarden fürs Konjunkturpaket- in allen Medien so verkündet. Kurz darauf erschien in wenigen Blättern die Meldung, dass nach Berechnungen von Finanzbeamten der Länder die Summe 37 Mrd höher ist. Haben die Medien dann einheitlich fakenews verbreitet? Oder einfach leichtgläubig die offiziellen Zahlen ohne Überprüfung verbreitet?

Dass die EU-Kommission ein

Dass die EU-Kommission ein Problem mit Meldungen und Behauptungen hat, die ihr nicht passen, glaube ich sofort.
Die denken sich andauernd so tolle und sinnvolle Dinge aus, und dann kommt immer irgendwer, der meckert und auf Folgen und Probleme hinweist. Das nervt sicher.
Da ist eine kontrollierte Wahrheit doch viel praktischer.
Und was wahr ist, bestimmt eben die Kommission. Ist ja demokratisch gewählt.
Und Corona, wo es ja offensichtlich nur eine Wahrheit und eine Sichtweise gibt, die sich auch keinen Millimeter ändert, ist ein guter Anlass dafür.
Als nächstes dann bitte auch nur noch Demonstrationsrecht für genehme Themen, die bitte mit der EU-Kommission vorher abgeklärt werden.
Und Oppositionsparteien könnte man eigentlich auch gleich unter Strafe stellen.

Welch ein Glück, dass ich meistens auf der richtigen Seite stehe, sonst könnte ich das noch irgendwie seltsam finden.

15:47 von Olivia59

<<@15:25 von Sausevind

"Fakenews sind deutlich zu erkennen.
Niemand kann sie mit Meinungsaussagen verwechseln."

Selbst die EU<<

.-.-.

Was Fakt ist und was Meinung ist, ist glasklar zu unterscheiden.

Bei Meinungen gibt es natürlich zum Beispiel begründete Meinung und ideologische Meinung - und jede Menge Zwischenstufen und Ränder.

Wissenschaftler sind in der Regel keine Faktenverkünder, sondern schildern den momentanen Erkenntnisstand.

Wer behauptet, meine Oma sei heute 77 Jahre alt geworden, behauptet entweder ein Fakt oder eine Falschnachricht - aber auf keinen Fall eine Meinung.

Wer eine Meinung über meine Oma sagen will, sagt in etwa: 'Ich vermute, sie ist 77.'

Aber Fakenewsverbreiter haben ja das Ziel, als Wahrheit zu verbreiten, was weder Meinung noch Fakt ist.

Am 15. Juni 2020 um 16:00 von deutlich

Zitat: Oder Beispiel die 130 Milliarden fürs Konjunkturpaket- in allen Medien so verkündet. Kurz darauf erschien in wenigen Blättern die Meldung, dass nach Berechnungen von Finanzbeamten der Länder die Summe 37 Mrd höher ist. Haben die Medien dann einheitlich fakenews verbreitet? Oder einfach leichtgläubig die offiziellen Zahlen ohne Überprüfung verbreitet?

Oder haben die Medienschlicht schlicht und einfach wahrheitsgemäß berichtet, dass das Bundesfinanzministerium verlautbart hat, dass es von einem bestimmten Umfang des Konjukturpakets ausging?

@Olivia59 - 15:24

"Was unterscheidet eigentlich das Löschen von Posts von Bücherverbrennung? Allein die durchschnittliche Qualität der Inhalte?
Klingt provokativ aber bitte mal drüber nachdenken auf welches Terrain wir uns damit begeben."

Bevor ich über so etwas nachdenke sollten Sie mal den Ansatz zu den damit aufgeworfenen Vergleichbarkeiten erläutern.

Wenn ich an die Postings nach der Ermordung von Walter Lübke, den Anschlag auf die Synagoge in Halle oder den Amoklauf in Hanau denke, dann wird mir regelrecht übel.
Wie wollen Sie das Löschen von so einem Mist in den Zusammenhang zu den Bücherverbrennungen "Wider den undeutschen Geist" von 1933 bringen?

Meinen Sie ernsthaft, hier läuft etwas mit der gleichen Intention ab, wenn man diese Hetze in Anlehnung an Rassenwahn und Diskriminierung als schutzwürdiges Schrifttum betrachtet?

@16:11 von Sausevind

"Aber Fakenewsverbreiter haben ja das Ziel, als Wahrheit zu verbreiten, was weder Meinung noch Fakt ist."

Sie meinen so etwas wie die Behauptung, das China falsche Coronazahlen angibt?
Das ist nicht belegt aber ich würde es jetzt auch selbst nicht bestreiten. Nur ist es ohne Beleg eben auch kein Fakt. Jeder der das ständig weiterträgt geht halt davon aus, das es ja Allgemeinwissen wäre, dass China immer lügt. Und weshalb ist das Allgemeinwissen... weil überall steht, das China falsche Coronazahlen angibt.
Nach Ihrer Definition dürfte es sich bei dieser Behauptung also um Fake-news handeln, selbst wenn sie der Wahrheit entsprechen sollte. Es zählt nämlich nicht der Inhalt sondern nur Absender und ein unterstelltes Motiv.

Da eine ganze Menge Menschen

Da eine ganze Menge Menschen sich nicht bei Qualitätsmedien, wie etwa TS, informieren, sondern i.W. über soziale Medien, haben diese eine besondere Verantwortung für die Überprüfung und Richtigstellung von Falschinformationen. Auch wenn der quasi-Monopolist Zuckerberg das nicht hören möchte, wohl, da hiermit zusätzliche ( Personal-) Kosten verbunden sind.

„Auch das Gremium aus Journalisten, Verlagen und Wissenschaftlern ist als sogenanntes Resonanzboard Teil des Kodex'“

„Resonanz“ bringt nichts, wenn sie einfach verhallt. Um etwas zu erreichen, ist das Recht zur aktiven Mitgestaltung der Vertretung von Staats- und Geschäfts- bzw. Finanzinteressen unverdächtiger unabhängiger Stellen nötig („Man begrüße, dass die EU-Kommission den Stellenwert freier und unabhängiger Medien, von Journalisten und Wissenschaftlern im Kampf gegen Online-Desinformationen hervorgehoben habe (...). Um Quellen und Treiber von Online-Fake-News anzugehen, sei der Verhaltenskodex jedoch unzulänglich. Dies erfordere mehr als nur Berichtspflichten“): Konkret fordert das Gremium (...), dass bedeutsame Sanktionen im Rahmen des Verhaltenskodex' eingeführt werden (...)
>> Zudem müsse es mehr Transparenz (...) geben“

Da im Geschäftsleben nichts „privat“ ist, da hier mit Ressourcen gearbeitet wird, die zum Allgemeingut zählen, sollte es eigentlich volle Transparenz geben.

Einschnitte in die Meinungsfreiheit

Wer Informationsvielfalt zulässt, fährt Falschmeldungen zwangsläufig an die Wand. Und zwar demokratisch. Auch wenn einige es hier anzweifeln, so gibt es immer noch eine große Mehrheit vernünftiger Menschen, die sich sorgfältig informieren.
.
Wer hingegen nach immer stärkerer Zensur schreit, sogar unter Strafandrohung, wenn beim prophylaktischen Löschen mal was durchschlüpfen sollte, der bedient sich der Stilmittel autoritärer Systeme.
.
Das sind große Einschnitte in die Meinungsfreiheit. Das wahre Ausmaß des Schadens für unsere Demokratie ist den Befürwortern nicht klar, oder aber egal, Hauptsache, man kann sich das Informationsmonopol zurückholen, ggf eben über Zensur.
.
Eine echte Demokratie hält jedoch auch Falschmeldungen aus und widerlegt sie mit Fakten, anstatt zum Rotstift zu greifen, im schlimmsten Fall durch außergerichtliche Handlanger in den einzelnen Unternehmen, die unter einem enormen Druck stehen, und daher lieber zu viel als zu wenig löschen.

16:24 von Olivia59

<< @16:11 von Sausevind
"Aber Fakenewsverbreiter haben ja das Ziel, als Wahrheit zu verbreiten, was weder Meinung noch Fakt ist."

Sie meinen so etwas wie die Behauptung, das China falsche Coronazahlen angibt?
Das ist nicht belegt aber ich würde es jetzt auch selbst nicht bestreiten. Nur ist es ohne Beleg eben auch kein Fakt. <<

.-.

Genau das.
Wenn ich China gegenüber misstrauisch bin, kann ich das nur als Meinung verbreiten - aber auch die sollte begründet sein.

...

"Jeder der das ständig weiterträgt geht halt davon aus, das es ja Allgemeinwissen wäre, dass China immer lügt. Und weshalb ist das Allgemeinwissen... weil überall steht, das China falsche Coronazahlen angibt.
Nach Ihrer Definition dürfte es sich bei dieser Behauptung also um Fake-news handeln,"

.-.

Fakenews sind falsche Fakten.
Ihr oben genanntes Beispiel bezieht sich aber nicht auf Fakten oder Nicht-Fakten, weil es eine unzulässige Verallgemeinerung - also Meinungsäußerung - ist.

wenn´s denn immer so einfach wäre

mit der Wahrheit !

Digitaler Fußabdruck

"Eine echte Demokratie hält jedoch auch Falschmeldungen aus und widerlegt sie mit Fakten, anstatt zum Rotstift zu greifen"

.-.-.

Was ich gerade täglich in diesem Forum lerne:
eine Demokratie ist ein zerbrechliches Gebilde.

Sog. soziale Foren können sie von innen aushöhlen.
Mit Fakten ist nicht zu widerlegen, was darauf aus ist, Fakten in Frage zu stellen.

Warum lassen sich das so viele gefallen?
Weil sie die Demokratie satt sind.
Die ist schon zu lange da: also versucht man sie kaputtzumachen.

Und sie kann leicht kaputt gehen.
Darum muss mitunter der Rotstift ran - auch wenn man die Unwahrheit nur als solche kennzeichnet.

Viele wissen nicht mehr, woran man überhaupt noch Richtiges erkennt.
Darauf müssen wir reagieren.

unaufhaltsame Ausbreitung von fremden/ungewollten Einflüssen...

seit Anfang der 90er Jahre das Internet seinen Anlauf nahm und sich bis heute in den entlegensten Winkel des Planeten ausbreitete, musste mit unkontrollierter Weitergabe von Milliarden von Informationen gerechnet werden. (Wie ein Virus, der sich ungehindert weltweit ausbreitet - Entschuldigung eventuell Betroffenen für diesen Vergleich.)
Bei x Milliarden Menschen muss also auch mit viel Hass und Menschenverachtung im Netz gerechnet werden. Das gehört zur Natur der "Sache". Versuche, dieses eindämmen zu wollen, müssen zwangsläufig fehlschlagen. Und selbst wenn nur ein einziger gehässiger Beitrag der Zensur entschlüpft, kann er sich wieder explosionsartig ausbreiten...

..haben Journalisten, Verlage und Wissenschaftler..

Solange die ARD nicht genauer sagt, wer hier seine Meinung äußerte, bzw. etwas feststellte, kann ich mit der Meldung nicht viel anfangen.

@16:45 von Sausevind

"Fakenews sind falsche Fakten.
Ihr oben genanntes Beispiel bezieht sich aber nicht auf Fakten oder Nicht-Fakten, weil es eine unzulässige Verallgemeinerung - also Meinungsäußerung - ist."

Das China falsche Coronazahlen angibt wird ja wohl vielerorts als Faktum gesetzt und genau dieser Vorgang, Meinungen oder Behauptungen als Fakt auszugeben ist nach ihrer eigenen Definition das Verbreiten von Fakenews, was wiederum dem Absender ein klares Motiv unterstellt.
Die EU wird da aber wohl kaum einschreiten weil das eben nicht die Art von Desinformation ist, die es zu bekämpfen gilt.
Kurz gesagt: Über Putin oder Kommunistische Partei Chinas konnte man schon immer Unsinn behaupten und es als Fakt präsentieren ohne aus dem Rahmen der political correctness auszuscheren.

16:56 von WM-Kasparov-Fan

natürlich haben die neuen Medien einen extremen Einfluß darauf
hat früher einer in der Kneipe seinen Frust ins Bierglas gesabbert
hat es bestenfalls der Wirt mitbekommen ...
wie sieht das heute aus wenn einer seinen geistigen Ergüsse ins Internet stellt ?

16:53 von Sausevind

eine Demokratie ist ein zerbrechliches Gebilde.
Sog. soziale Foren können sie von innen aushöhlen.
Mit Fakten ist nicht zu widerlegen, was darauf aus ist, Fakten in Frage zu stellen.
Warum lassen sich das so viele gefallen?
Weil sie die Demokratie satt sind.
Die ist schon zu lange da: also versucht man sie kaputtzumachen.
Und sie kann leicht kaputt gehen.
Darum muss mitunter der Rotstift ran - auch wenn man die Unwahrheit nur als solche kennzeichnet.

Da ist durchaus viel Wahres dran. Und es wäre natürlich leichter und vielleicht auch besser, sowas einfach unter Strafandrohung löschen zu lassen. Die ganzen Schreiber und Bots von Sputnik oder RT (um die wird es hier ja in erster Linie gehen), aber auch Breitbart oder der AfD wären einfach abgeschaltet. Eine Wohltat, keine Frage.
Aber das wird da nicht enden. Siehe Polen, Ungarn, Türkei, aber auch andere Länder. Sogar D. Dann würde bald überall was abgeschaltet.

17:01 von Olivia59

<< @16:45 von Sausevind

"Fakenews sind falsche Fakten.
Ihr oben genanntes Beispiel bezieht sich aber nicht auf Fakten oder Nicht-Fakten, weil es eine unzulässige Verallgemeinerung - also Meinungsäußerung - ist."

Das China falsche Coronazahlen angibt wird ja wohl vielerorts als Faktum gesetzt<<

.-.-.-

Das kann in belegbaren Fällen ja auch sein.
Wenn es belegbar ist, ist es auch Fakt.

Nur die Verallgemeinerung - 'China verbreite grundsätzlich falsche Zahlen' - ist kein Fakt.

@17:03 von Sisyphos3

"wie sieht das heute aus wenn einer seinen geistigen Ergüsse ins Internet stellt ?"

Dann ist es jedem mündigen Nutzer selbst überlassen, wie er damit umgeht. So wie mit unqualifizierten Kommentaren.

"hat früher einer in der Kneipe seinen Frust ins Bierglas gesabbert"

??? Sind das Etikette?

@Sisyphos3 um 17:03 Uhr

"natürlich haben die neuen Medien einen extremen Einfluß darauf
hat früher einer in der Kneipe seinen Frust ins Bierglas gesabbert
hat es bestenfalls der Wirt mitbekommen ...
wie sieht das heute aus wenn einer seinen geistigen Ergüsse ins Internet stellt ?"

Geistige Ergüsse müssen nicht menschenverachtend sein, viele der frustrierten Kneipengänger hatten damals nicht soviel Hass in sich getragen.
Viel zu viele klar durchdachte, weil von der Gesinnung und Weltanschauung abhängige, Kommentare in den sozialen Medien heute sind allerdings menschenverachtend - geworden.

17:13 von Silverfuxx

oder der AfD wären einfach abgeschaltet.
.
und dann ?
ist es wirklich so dass die nur lügt - andere nur die Wahrheit sagen ?
geht es wirklich um Fakten oder nur seine Meinung sehen und bestätigt haben wollen

16:56 von WM-Kasparov-Fan

"seit Anfang der 90er Jahre das Internet seinen Anlauf nahm und sich bis heute in den entlegensten Winkel des Planeten ausbreitete, musste mit unkontrollierter Weitergabe von Milliarden von Informationen gerechnet werden. (Wie ein Virus, der sich ungehindert weltweit ausbreitet - Entschuldigung eventuell Betroffenen für diesen Vergleich.)
Bei x Milliarden Menschen muss also auch mit viel Hass und Menschenverachtung im Netz gerechnet werden. Das gehört zur Natur der "Sache". Versuche, dieses eindämmen zu wollen, müssen zwangsläufig fehlschlagen."

,.,.,.

Erst erklären Sie fälschlicherweise, was man als "Natur der Sache" zu verstehen habe, und dann folgern Sie daraus unzulässig, dass man dem für immer und ewig ausgeliefert sei.

Sind ideologische - selbstgebastelte - Dogmen, die hier jeden Tag auf uns einregnen.

@16:18 von Wanderfalke

"Wie wollen Sie das Löschen von so einem Mist in den Zusammenhang zu den Bücherverbrennungen "Wider den undeutschen Geist" von 1933 bringen?"

Gelöscht wird bereits jetzt schon wenn gesetzliche Grenzen überschritten werden. Alles darüber hinaus kann nur nach Privatrecht erfolgen aber nicht staatlich verordnet werden.
Es ging mir um den Vergleich und nicht um die Gleichsetzung aber ihr Verweis auf das dritte Reich als Argument impliziert ja, dass Bücherverbrennung bei anderer Motivlage möglicherweise eine Option wäre.
Ansonsten noch kurz: Das Medium sollte keine Rolle spielen... Papier macht Texte nicht per se wertvoller und schützenswerter.

Zensur

Ahha, man soll also glauben und denken was jetzt irgendein anderer vorgibt? Soll ich mal lachen?

Welcher Spinner versucht denn so eine Zensur anzubringen? Soll man für den nochmal Kant ausbuddeln? Ohne Kontroverse entwickelt sich auch keine Gesellschaft. Wer anfängt für sich die Wahrheit für alle zu beanspruchen und sie durch Gewalt durchzusetzen versucht, den sollte man keine gesellschaftliche Verantwortung geben, diplomatisch ausgedrückt. Es ist schon schlimm genug, das der Staat offen und ungeniert rumlügt aber nun dem Bürger, der keine Gewalt hinter sich vereinigen kann, Lügen/Unwahrheit/Fehlinformation mit Strafe zu drohen, zeigt die Verkommenheit der Leute, die sowas fordern. Sowas hatten wir schon einmal vor 80 Jahren.

Wann lernen die Leute eigentlich, nicht durch Gewalt Politik zu machen? Es ist abartig, wie egal die Vergangenheit vielen Menschen in Machtpositionen ist.

@sausewind

„Darum muss mitunter der Rotstift ran - auch wenn man die Unwahrheit nur als solche kennzeichnet.“
Im vorliegenden Fall geht es darum, wirkliche oder vermeintliche Unwahrheit bereits im Vorfeld auszuschalten.
Woanders nennt man das Zensur.

„Viele wissen nicht mehr, woran man überhaupt noch Richtiges erkennt.
Darauf müssen wir reagieren.“
Und.... wer sagt uns dann, was Wahrheit ist ?
Das Bundespresseamt ?
Die rautiernde Dame ?
Darauf will ich mich ungerne verlassen.

Der richtige Ansatz wäre, das die Bürger sich über verschiedene Quellen informieren.
Und sich eine Meinung bilden.

Der Falsche ist, ihm eine Meinung vorzusetzen, die er dann zu akzeptieren hat.

Gesetze, Sanktionen, ...

Ich weiß nicht, ob man damit die asozialen Netzgiganten beeindrucken
und an die "Leine" bekommt.
Zuckerberg kann treiben, was er will.
Vermutlich weiß er zumindest gegenwärtig die US-Regierung
hinter sich.
Er hat schon einmal die EU vorgeführt.

@ datten am 15. Juni 2020 um 13:41 Uhr

Ich bin da voll bei Ihnen. Klarnamen müssen verpflichtend werden!

Zudem sollten Internetzugänge vom jeweiligen Provider aus nur noch mit Fingerabdruck (o.Ä.) möglich sein. Alles andere ist Stückwerk und viel zu aufwändig, um den Verursacher eines "unsachgemäßen" Beitrags ausfindig zu machen.

Bei Firmen haftet dann jeweils der genannte Verantwortliche für die Beiträge derer, die im Internet im Namen der Firma schreiben dürfen.

Wichtig ist, dass Facebook endlich Einhalt geboten wird. Gefühlt machen die derzeit, was sie wollen ... und ohne sich für irgendetwas verantwortlich zu fühlen. So kann und darf das nicht laufen. Zur Not müssen ggf. derartige Netzwerke eben landesbezogen gesperrt werden, bis die Bedingungen erfüllt werden. Lebensnotwendig ist Facebook nämlich nicht ... von daher muss ja auch nicht jeder nach deren Nase tanzen.

Und bevor jetzt wieder jemand davon anfängt, dass man Sperren umgehen kann, ja klar ... nur machen das eben nur sehr wenige.

Stimmt

@ Olivia 59, 17:01

Mir geht es hier nicht, wie wohl auch Ihnen, um die spezifischen "Protagonisten", es könnten auch andere sein, sondern ums dahinter stehende Prinzip bzw. Kalkül.

Sie schreiben:
"Kurz gesagt: Über Putin oder Kommunistische Partei Chinas konnte man schon immer Unsinn behaupten und es als Fakt präsentieren ohne aus dem Rahmen der political correctness auszuscheren."
Wie recht Sie haben!

re dr.bashir: Dyskalkulie

>>Aber 1+1=3 ist keine Meinung, sondern Dyskalkulie.<<

Ein wunderbares Beispiel für den Wahnsinn, der hier bisweilen unter dem Label „Meinungsfreiheit“ verbreitet wird.

Natürlich ist es nicht strafbar, 1+1 nicht zusammenzählen zu können. Man kann sogar „behaupten“, dass es stimme. Aber eben nur solange man nicht „weiß“, dass 1+1=2 ist!

Meinungsfreiheit dient nicht der Beliebigkeit, sondern ganz im Gegenteil der Überprüfung von Meinungen und Behauptungen.

Ansonsten gehört eine Meinung immer Demjenigen, der sie besitzt. Und der kann sie auch behalten.

Konkret: Etwas zu veröffentlichen, von dem man weiß, dass es falsch ist, ist mindestens unanständig! Und selbstverständlich ist man für diese „Unanständigkeit“ selbst verantwortlich! Wer denn sonst?

Meinungsfreiheit und Fakten

Falls es sich ausschließlich um die Fakten vom Corona-Virus handeln soll, hatte es die Presse aber auch bei uns anfänglich schwer damit.
Der Virus war vollkommen unbekannt, z.B. dass der Mundschutz nützlich sein könnte war zuerst noch sehr umstritten, selbst von Experten.
Jeder rätselt erst einmal herum.
Dabei geraten Meinungsfreiheit und Fakten ganz schön durcheinander.
Welche Art Experten wollen nun darüber richten?

@WM-Kasparov-Fan, 17:20

"Viel zu viele klar durchdachte, weil von der Gesinnung und Weltanschauung abhängige, Kommentare in den sozialen Medien heute sind allerdings menschenverachtend - geworden"

Stimmt. Dahinter steckt eine mit eiskaltem Kalkül vorangetriebene menschenverachtende Strategie. Und unterstützt werden diese Demagogen dabei - wie @Urmel12 im Kommentar von 12:47 sehr richtig angemerkt hat - von Konzernen, die sich mit den Plattformen eine goldene Nase verdienen, "aber quasi keine Steuern zahlen". Und auch noch "für den Inhalt nicht verantwortlich [sind]".

Das kann wirklich ganz und gar nicht sein (bzw. so bleiben).

17:26 von Autochon

<< @sausewind

"Im vorliegenden Fall geht es darum, wirkliche oder vermeintliche Unwahrheit bereits im Vorfeld auszuschalten.
Woanders nennt man das Zensur."

,.,.,.,

Sehen Sie?
Wer nur darum verunsichert ist, weil "woanders" etwas Zensur genannt wird, was möglicherweise keine ist - der ist eben hilflos.

Das ist genau das, was ich beobachte.
Die einfachsten Klarheiten werden nicht mehr verstanden.

Und darum muss man darauf grundsätzlich reagieren - einen Ausweg finden.

----
"Der richtige Ansatz wäre, das die Bürger sich über verschiedene Quellen informieren.
Und sich eine Meinung bilden.

Der Falsche ist, ihm eine Meinung vorzusetzen, die er dann zu akzeptieren hat."

,.,.,.,

Und wieder verwechseln Sie Entscheidendes:
Meinung und Fakt.
Fakten müssen wir akzeptieren, auch wenn manche falsche Fakten bevorzugen und extra da recherchieren, wo sie garantiert Fakenews bekommen.

Aber so ist der Sog der Zeit.

17:45 von Jacko08

"Falls es sich ausschließlich um die Fakten vom Corona-Virus handeln soll, hatte es die Presse aber auch bei uns anfänglich schwer damit.
Der Virus war vollkommen unbekannt, z.B. dass der Mundschutz nützlich sein könnte war zuerst noch sehr umstritten, selbst von Experten.
Jeder rätselt erst einmal herum.
Dabei geraten Meinungsfreiheit und Fakten ganz schön durcheinander.
Welche Art Experten wollen nun darüber richten?"

,.,.,

Kein seriöser Wissenschaftler hat anfangs irgendwelche "Fakten" über Corona verbreitet.

Wer meinte, Fakten zu haben, der war sofort als unseriös erkennbar.

@Olivia59 - 17:22

"Es ging mir um den Vergleich und nicht um die Gleichsetzung aber ihr Verweis auf das dritte Reich als Argument impliziert ja, dass Bücherverbrennung bei anderer Motivlage möglicherweise eine Option wäre."

Tja, nicht ich sondern Sie haben doch mit Bücherverbrennungen argumentiert und diese impliziert. Meine Motivlage zu bestimmten Postings habe ich ja deutlich dargestellt.

Eigentlich sollten Sie ja wohl erklären, wie Sie bei diesem Thema auf die Bücherverbrennungen gekommen sind.

Offenbar sind Sie Protagonistin für diese Art von Meinungsfreiheiten, die eigentlich keine sein können, wenn sie in der bewussten Absicht von Diskriminierung den Grad der Toleranz überschreiten.

re 16:32 Digitaler Fußabdruck: Wildwuchs

>>Wer Informationsvielfalt zulässt, fährt Falschmeldungen zwangsläufig an die Wand.Und zwar demokratisch.<<

Pardon, aber das ist nicht demokratisch, sondern im besten Falle naiv!

>>Wer hingegen nach immer stärkerer Zensur schreit, sogar unter Strafandrohung, wenn beim prophylaktischen Löschen mal was durchschlüpfen sollte, der bedient sich der Stilmittel autoritärer Systeme.<<

Hier haben Sie einfach die falsche Kategorie gewählt. „Zensur“ hat wirklich überhaupt nichts damit zu tun, die bewusste Verbreitung von eindeutigen Lügen zu verhindern. Und es gibt tatsächlich „eindeutige Lügen“! Im Gegensatz zu „eindeutigen Wahrheiten“ - die gibt es nämlich tatsächlich nicht und genau deshalb haben wir ja das Grundrecht der Meinungsfreiheit.

>> aber egal, Hauptsache, man kann sich das Informationsmonopol zurückholen, ggf eben über Zensur<<

Jetzt nehme ich mein „Pardon“ zurück! Hier liegt eindeutig keine „Naivität“ mehr vor.

Am 15. Juni 2020 um 16:59 von Jonas Bürger

Zitat: Solange die ARD nicht genauer sagt, wer hier seine Meinung äußerte, bzw. etwas feststellte, kann ich mit der Meldung nicht viel anfangen.

Genügt Ihnen die Erwähnung der Europäischen Journalisten-Föderation und des Europäische Verlegerrats nicht?

Frage

Monatelang haben Regierung, Bundesgesundheitsminister und das RKI permanent verlautbaren lassen, dass das tragen von Masken nichts bringt.

Heute wird das Gegenteil von den selben Personen gesagt und wir müssen alle Masken tragen.

War das also eine gezielte Fake-Nachricht, weil man keine Masken für die Bevölkerung hatte, also keine Vorsorge betrieben hatte?

Antwort, Herr Minister. Antwort, RKI.

um 16:18 von Wanderfalke @Olivia59 - 15:24

["Was unterscheidet eigentlich das Löschen von Posts von Bücherverbrennung? Allein die durchschnittliche Qualität der Inhalte?
Klingt provokativ aber bitte mal drüber nachdenken auf welches Terrain wir uns damit begeben."]

Bevor ich über so etwas nachdenke sollten Sie mal den Ansatz zu den damit aufgeworfenen Vergleichbarkeiten erläutern..."

Danke, Ihre ganze Argumentation ist präzise und umsichtig. Dieses locker aus der Hand fallende Umdeutungsspielchen taucht hier in den letzten Tagen öfters auf. Ziemlich unverfroren.

Vielleicht......

ist das Problem mit den fakr-news, daß es fast immer eben nicht nur die "eine" Wahrheit gibt, sondern es manchmal sogar an den als fake-news erkannten Meldungen ein Körnchen Wahrheit gibt? Außerdem sind echte Wahrheit und gefühlte Wahrheit nie deckungsgleich. Entscheidend wird sein, ob eine Falsch- oder Fehlinformation mit Absicht erstellt und verbreitet wird, aber gerade diese Feststellung wird vermutlich unmöglich sein, solange es keine Telepathie gibt.

News

News sollten nur welche mit Lizenz verbreiten dürfen, stellt sich raus, das des öfteren Fake News gebracht, dann Lizenz entziehen und das wars dann mir News verbreiten. Das wäre meine Idee. Für den normalen Bürger:
Glaubt nicht alles was Hans und Franz schreiben, sucht euch vertrauenswürdige Quellen, aus denen Ihr News bezieht.

@15:48 von dr.bashir

"Aber 1+1=3 ist keine Meinung, sondern Dyskalkulie."

Dies suggeriert wieder, dass die angedachte Löschung bzw. Einordnung in Wahr und Falsch objektiven Kriterien unterliegen würde, die überprüfbar immer zum selben Ergebnis führen würden.
Allein diese Suggestion von Klarheit könnte von interessierter Seite als Desinformation zur Durchsetzung der EU-Initiative ausgelegt werden.
So schnell ist ihre schöne Formel kaputt, denn andere wiederum würden sich darüber empören, darin Desinformation zu sehen.
Wäre schön wenn es die einfache Formel geben würde ohne unbestimmte Variablen geben würde... nobelpreisverdächtig.

17:26 Autochon

>>Der richtige Ansatz wäre, das die Bürger sich über verschiedene Quellen informieren.
Und sich eine Meinung bilden.

Der Falsche ist, ihm eine Meinung vorzusetzen, die er dann zu akzeptieren hat.<<

Stimmt. Sehe ich auch so.
Keine Vorgaben bitte, was die einzig richtige Wahrheit zu sein hat. Jeder sollte sich selber informieren können.

@Hackonya2 18.21

Glaubt nicht alles was Hans und Franz schreiben, sucht euch vertrauenswürdige Quellen, aus denen Ihr News bezieht."
Iyyi aksamlar! Ja, stimmt schon. Ein kluger Mann hat als Motto" Glaube wenig, prüfe Alles und denke selbst". Das gilt für mich auch.
Wer sagt denn, welche Quellen die einzige Wahrheit verbreiten? Ich brauch auch keinen Erklärbär, der mir sagt, wie ich was zu verstehen habe.

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