Ihre Meinung zu: Tiananmen-Gedenken: Hongkong trotzt dem Verbot

4. Juni 2020 - 20:10 Uhr

31 Jahre nach dem Tiananmen-Massaker in Peking haben in Hongkong Tausende der Opfer von damals gedacht. Trotz eines Versammlungsverbots - das offiziell wegen der Corona-Pandemie verhängt worden war. Von Steffen Wurzel.

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Kommentare

Menschenrechtsverletzungen

China ist vielleicht der Staat, in dem Fall die Diktatur, die sich in den letzten 30 Jahren die meisten Menschenrechtsverletzungen zu Schulden kommen ließ.

Freie Meinung

Wer in China seine Meinung frei äußern will, kann das gegenwärtig nur in Hongkong tun. Möge sich auch im Rest Chinas die Demokratie Bahn brechen und die Parteidiktatur beenden.

Herr Wurzel..

..da sie es ja wohl wissen, aber ihr wissen nicht einfach teilen, frage ich eben..
Trotz eines Versammlungsverbots - das offiziell wegen der Corona-Pandemie verhängt worden war.
Es scheint als wenn es also zu dem Versammlungsverbot noch weitere Gründe gibt. Was sind denn die inoffiziellen Gründe? Und hat vielleicht China die Pandemie in Gang gesetzt um jetzt in HK ein Versammlungsverbot in Kraft zu haben?

Wieso nur immer diese seltsame Wortwahl von Ihnen?

@ LaoTuo

Wieso nur immer diese seltsame Wortwahl von Ihnen?

Sorry, verstehe ich nicht. Was werfen Sie dem Reporter denn vor? Der Bericht ist doch neutral und gut informiert.

@ene mene

Man kann durchaus seine Meinung in China haben und auch kund tun ohne Probleme zu haben.

Und zu dem ersten Post.. Es ist ein großes vielleicht.

@Kowalski

Ein "Trotz eines Versammlungsverbots - das wegen der Corona-Pandemie verhängt worden war."

Hätte gereicht und neben dem offiziellen nicht auch einen nicht-offiziellen Hintergedanken in den Raum gestellt.

@ LaoTuo

Man kann durchaus seine Meinung in China haben und auch kund tun ohne Probleme zu haben.

Klar, wenn die Meinung regimekonform ist, dann hat man keine Probleme.

Wenn einer Corona-Maßnahme eine andere - zusätzliche Absicht

@20:49 von KowaIski
... unterstellt wird, wäre das bei uns sicher eine "Theorie", die man hinterfragen muss.

Mancher Regierung kommen einzelne Maßnahmen vielleicht gelegen, um etwas zu tun, was schon lange geplant ist?

ungewöhnlich friedliche Demo

"Die Polizei rief die Menschen vielerorts mit Lautsprecheransagen auf, die illegale Versammlung zu verlassen. Die meisten blieben allerdings."

Wenn es außer Kerzen und Lautsprecheransagen keine weiteren Vorkommnisse gab, dürfte das die friedlichste verbotene Demo der letzten Monate gewesen sein.

Am 04. Juni 2020 um 20:50 von LaoTuo

Zitat: Man kann durchaus seine Meinung in China haben und auch kund tun ohne Probleme zu haben.

besonders im Internet

@ LaoTuo

Warum passt Ihnen Kritik an der chin. Regierung nicht?

Entwicklungspfad völlig korrekt

korrekt reicht nicht: völlig ist korrekt.
Was sind denn Erfolge oder große Erfolge, wenn verscheidene Meinungen oder Kritik nicht mehr existent sind? Lebt ein Stein? Nein, er verwittert und wird Sand...

Zensur abschaffen

Die Proteste in Hongkong wären eine gute Gelegenheit für die chinesische Regierung, die Zensur abzuschaffen und freie Meinungsäußerungen zuzulassen.

re laotuo

"Man kann durchaus seine Meinung in China haben und auch kund tun ohne Probleme zu haben."

Natürlich. Allerdings nur, wenn die Meinung mit der der Regierung übereinstimmt.
Wenn nicht, gibts Probleme.
Meinungsfreiheit auf Chinesich halt.

Sollten Sie allerdings allen Ernstes andeuten wollen, dass es in China tatsächlich Meinungs- oder Pressefreiheit geben würde, machen SIe sich lächerlich...

Hongkong trotzt dem Verbot

fragt sich wie lange noch !
Grenzen auf
und ein paar hunderttausend hungrige Festlandschinesen die werden schon dafür sorgen dass die Löhne sinken
etwas Unruhe in die traditionelle Gesellschaft einkehrt
aber man weiß so vieles nicht ....
rumort es wegen Corona und den wirtschaftlichen Problemen landesweit ?
hat der Streit mit den USA weiter wirtschaftliche Auswirkungen
könnte es eskalieren
wie steht das Militär zur Regierung

@ krittkritt

Mancher Regierung kommen einzelne Maßnahmen vielleicht gelegen, um etwas zu tun, was schon lange geplant ist?

Die chinesische Regierung braucht für ihre Maßnahmen keine Begründung und keine Mehrheit. Und keine Opposition.

@LaoTuo, 20:39

„Was sind denn die inoffiziellen Gründe?“

Wenn die Ihnen wirklich nicht bekannt sein sollten (wie Sie vorgeben), hat es auch keinen Sinn, sie Ihnen zu erläutern. Sie sind nämlich für jeden, der sie sehen will, offensichtlich.

21:00 von KowaIski

Warum sind sie der Meinung, mit Steinen werfen zu müssen?

@ Sisyphos3

fragt sich wie lange noch ! Grenzen auf und ein paar hunderttausend hungrige Festlandschinesen die werden schon dafür sorgen dass die Löhne sinken

Wollen Sie Demokratie allen Ernstes mit Lohndumping besiegen?

@ Barbarossa 2

Warum sind sie der Meinung, mit Steinen werfen zu müssen?

Bin ich das?

Ich glaube keiner Regierung, ...

... die keine freie Meinung zulässt und sie mit Zensur unterdrückt.

21:31 von KowaIski

Da lichten sich aber die Reihen.

Wichtig ist das Volk, nicht das Land

Was Großbritannien da anstrebt ist der richtige Weg. Die Volksrepublik China will sich als Staat fremdes Eigentum, fremdes Land aneignen. Mit Taiwan versuchen sie es auch, mit Tibet haben sie es ja geschafft.

Hong Kong aber macht nur eine einzige Sache wertvoll: das Volk. Die Hongkonger sind einmalig in Asien. Gut, jeder Mensch ist einmalig, doch in Hongkong hat sich tatsächlich innerhalb nur eines Jahrhunderts eine eigene Kultur entwickelt.

Es sind nicht mehr Hong Kong-Chinesen sondern Hongkonger. Politisch, kulturell und sogar sozial anders als auf dem Festlandkultur.

Soll doch die Volksrepublik China dieses kleine Eiland einnehmen. Ohne die Menschen ist das wenig Wert. Ohne das Land werden die Hongkonger ärmer, klar. Aber ihre Fähigkeiten und Handelspartner können sie ja mitnehmen, wenn die Weltgemeinschaft sie lässt.

Hongkong ist der lebende Beweis, dass ...

China und Demokratie vereinbar sind. Auch wenn die Parteielite in Peking die Diktatur als alternativlos darstellen will.

um 21:51 von Jayray

Wichtig ist das Volk, nicht das Land
...da muss wohl was dran sein. Das erklärte auch die leicht aggressive Verbalreplik aus Peking zu den Ankündigungen aus Großbritannien.

@21:16 von Mister_X

Allerdings nur, wenn die Meinung mit der der Regierung übereinstimmt.

doch, sicher. Es spricht nichts dagegen, die eine oder andere Sache zu kritisieren. Zu sagen Xi ist ein blöder Laberkopf der sowieso nix weiß etc... da sieht die Sache anders aus.
Aber auch der Meinungsfreiheit, wie allen Freiheiten, sind ja Grenzen gesetzt. Überall.

Sollten Sie allerdings allen Ernstes andeuten wollen, dass es in China tatsächlich Meinungs- oder Pressefreiheit geben würde, machen SIe sich lächerlich...

Hab ich nie angedeutet. Meinungsfreiheit ja, weitreichende Bürgerrechte (man kann sogar gegen die Regierung/Regierungsaktionen klagen (ja, ohne zu verschwinden)).
Pressefreiheit.. weniger.

@21:00 von Kowalski

An berechtigter Kritik ist nichts auszusetzen.
Generell finde ich, dass ein undifferenziertes wiederholen von Verallgemeinerungen eben keine Kritik ist, und schon gar nicht berechtigte Kritik.

@ Kowalski

Ist eigentlich nicht allzuschwer zu erkennen, worauf der User @ LaoTuo hinaus will. Die Formulierung "Trotz eines Versammlungsverbots - das offiziell wegen der Corona-Pandemie verhängt worden war" impliziert gefühlt, dass Herr Wurzel den öffentlichen Verlautbarungen Pekings nicht traut und er persönlich "inoffiziell" eher einen anderen Grund als Corona hinter dem Versammlungsverbot vermutet. Auf diese Doppelbödigkeit meinte wohl @LaoTuo hinweisen zu müssen.

@ Kowalski

"Die Proteste in Hongkong wären eine gute Gelegenheit für die chinesische Regierung, die Zensur abzuschaffen und freie Meinungsäußerungen zuzulassen."

Und warum sollte sie das angesichts der Proteste? Wäre wegen der Proteste nicht eher das Gegenteil anzunehmen?

Ich konstatiere...

Gedenkversammlung illegal, trotzdem keine Versuche, diese mit Gewalt aufzulösen. Coronabestimmung werden weitgehend nicht einghalten, trotzdem kein massiver Polizeieinsatz.

Die HKer Polizei macht wie immer sehr viel richtig. Die überzogene Kritik an der HKer Polizei angesichts der letztjährigen Unruhen erweisen sich quasi erneut als völlig daneben.

Ich halte daher an meinem Fazit aus dem letzten Jahr fest: Unsere eigenen Polizeikräfte können sich von den HKer Kollegen sehr gerne die eine oder andere Scheibe mal abgucken.

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