Ihre Meinung zu: Bildung in der Corona-Krise: Forderung nach vollständiger Schulöffnung

28. Mai 2020 - 12:47 Uhr

In einigen Bundesländern läuft der normale Schulbetrieb wieder an. Das sei zu früh, warnen Pädagogen. Das Kinderhilfswerk ist dafür, ansonsten drohe eine "verlorene Generation".

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Kommentare

Coronavirus und Schulen !

Da es nicht wirklich erwiesen ist, dass Kinder sich genauso wie Erwachsene mit dem Virus anstecken, sollten die Schulen überall wieder öffnen. Auch um die Kinder wieder zu fördern und fordern, was zu Hause ja leider in vielen Familien so nicht geschehen kann, wegen fehlender digitaler Geräte oder fehlendem Internet, was die deutsche Politik ja leider seit Jahren nicht auf die Reihe kriegt. Genauso verpulvert unsere Regierung für viele große Unternehmen viel Geld, aber die Kinder werden sehr oft hinten angestellt oder gar ganz vergessen.
Da sollte die BR nicht nur die Schulen wieder überall öffnen, aber auch gleichzeitig für mehr Gleichheit und Gleichbehandlung, sowie eine wesentlich bessere digitale Infrastruktur sorgen. Das ist ihre eindeutige Pflicht, für gute Bildungsmöglichkeiten unserer Kinder zu sorgen und da nicht so sehr auf private Schulen abwälzen, weil viele diese gar nicht bezahlen können, und somit ein Ungleichgewicht entsteht !

@Traumfahrer 13:03

"Da es nicht wirklich erwiesen ist, dass Kinder sich genauso wie Erwachsene mit dem Virus anstecken, sollten die Schulen überall wieder öffnen."

Interessante Logik. Aber gefährliche Logik.
Umgekehrt wird ein Schuh draus: So lange noch nicht wirklich erwiesen ist, dass Kinder weniger an der Pandemieverbreitung beteiligt sind, muss man mit und bei Schulöffnungen sehr vorsichtig sein.

13:03 von Traumfahrer

"" Da sollte die BR nicht nur die Schulen wieder überall öffnen, aber auch gleichzeitig für mehr Gleichheit und Gleichbehandlung, sowie eine wesentlich bessere digitale Infrastruktur sorgen. Das ist ihre eindeutige Pflicht, für gute Bildungsmöglichkeiten unserer Kinder zu sorgen und da nicht so sehr auf private Schulen abwälzen, weil viele diese gar nicht bezahlen können, und somit ein Ungleichgewicht entsteht !""
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Ich bin auch der Meinung das in die Bildung unsere Kinder noch mehr getan werden muss. Nicht nur der Corona Krise wegen,sondern allgemein. Gute Bildung sind der Schlüssel für unserer Aller Wohl in dieser Gesellschaft.

Kinder nicht zuletzt

Unsere Kinder als Gesellschaftsschicht mit wenig Lobby darf nicht überproportional belastet werden (eingeschränkter Bildungszugang und die Schulden der Hilfsprogramme).

Das Image der Philologen, noch vor einem Jahr recht positiv, droht mit einer derartigen, schon fast an Arbeitsverweigerung grenzenden Haltung nun deutlich zu Leiden.
Jede Supermarktkassierer/in macht Ihren Job, obwohl sie tagtäglich vielfachen Kontakt zu anderen Personen haben, die Arzte & Pfleger hat man mit schlechtem Schutz in direkten Kontakt mit Infizierten geschickt.
Es war nun genug Zeit, entsprechende Hyginekonzepte auszuarbeiten, die Gastwirte Kirchen etc. haben es geschafft, aber unsere Schulen nicht ?!?

Es findet sich bestimmt kurzfristig ein

Bundesland in dem man das erproben kann, voraus gesetzt alle erklären sich zu einem höheren Risiko bereit.

"verlorene Generation".

Das wäre ja dann nach den viel Freitagsschulausfällen schon die zweite.

Zweite Welle

" Die Jugend stehe heute vor enormen Herausforderungen. "Wir bekommen es hier, wenn wir nicht schnell den Weg der vollständigen Öffnung von Schulen und Kitas gehen, womöglich mit einer verlorenen Generation zu tun."

So ein Quatsch, Kitas geschlossen, die Generation ist nicht verloren, weltweit sind alle betroffen, und dementsprechend wird sich das angleichen.
Was machen Kinder aus Ländern ohne Kitas, wieviel Generationen haben wir schon vor der Einführung der Kitas verloren?
Ja, es trifft Eltern und Kinder hart.... aber diese populistische Formulierung hilft niemanden.

um 13:03 von Traumfahrer

"Da es nicht wirklich erwiesen ist, dass Kinder sich genauso wie Erwachsene mit dem Virus anstecken, sollten die Schulen überall wieder öffnen."

In Wirklichkeit ist es natürlich umgekehrt. Man kann doch nicht vernünftigerweise alle Massenveranstaltungen absagen, aber dann Schulen voll wieder öffnen, nur auf die bloße Vermutung hin, dass Kinder weniger ansteckend sein könnten. Solange das nicht erwiesen ist, muss der Unterricht vorsicht erteilt werden, um zu verhindern, dass wir noch einmal wieder Totalschließungen brauchen.
_

Hygienekonzept

Wie lange hatten die Schulen jetzt Zeit, ein Hygiene- und Gesundheitskonzept zu erarbeiten?

Nur ruhig Blut!

Während meiner Schulzeit wurde ein Partnergymnasium renoviert, d.h. wir hatten 1 Jahr lang abwechselnd vormittags oder nachmittags Unterricht. Aus uns allen ist trotzdem etwas Vernünftiges geworden.
Auf 13 Schuljahre hochgerechnet sollte es doch möglich sein, den anteiligen Lehrstoff von ca. 2 Monaten nachzuholen.

Also nicht immer gleich in Panik verfallen.

Es gibt auch ausserhalb von Corona ständig Fälle, wo Kinder einen gewissen Zeitraum dem Unterricht fernbleiben müssen, z.B. Krankheit, Unfall o.ä.

Ich vertraue niemandem, ...

... der nur die eine Seite der Medaille sieht und nicht beide Seiten sowohl erkennt als auch gegeneinander abwägt.

Die eine Seite ist: Schüler leiden unter längerer Schul-Abstinenz.

Die andere Seite ist: Die Schulöffnung produziert Tote.

Meine persönliche Abwägung:
Die potentiellen Toten wiegen mehr, sehr viel mehr.

Die erste Seite sehe ich persönlich nicht als so dramatisch an.
Ich habe täglich mit Gynmasialschülern zu tun, per telefonischer Nachhilfe.

Sie werden von der Schule mit viel Hausaufgaben gefüttert, was relativ anstrengend für die Schüler ist.

Sie selber finden die Notwendigkeit, sich selber zu organisieren, im Prinzip nicht schlecht.

Schule ist keine Voraussetzung für seelische Balance.
Ganz im Gegenteil: ich habe viele Nachhilfeschüler, die durch Schule fast kaputtgehen.

wenn unsere Bildung wirklich so funktioniert

dass eine ganze Generation ein ganzes Leben lang "verloren ist", wenn sie ein halbes Jahr lang nicht in der Schule war, dann müssen wir Grundsätzliches in Frage stellen. Das kann ja wohl nicht sein.

Das würde ich sehr begrüßen!

Die vollständige Schulöffnung wäre ein großer Schritt auf dem Weg in die Normalität. Und nein ich meine nicht die oft genannte "neue Realität" welche es nach der Corona-Zeit wohl geben soll(te). Dieser Schritt wäre außerdem wichtig für die vielen Bereiche, die aufgrund der Maßnahmen bis heute in Ihrer Existenz bedroht sind. Dann müsste auch dort bald eingelenkt werden.
Das würde ich sehr begrüßen!

Tests und Öffnung

Da alles mittlerweile geöffnet ist bis auf einzelne wenige Ausnahmen, z.B. Schwimmbäder, Kinos oä., die jedoch in den nächsten Tagen bereits folgen, sollte die Schule endlich geöffnet werden für alle Schüler.

Die 1. Hygiene-Konzepte stehen, die Notbetreuung läuft während der gesamten Zeit bereits ohne Fälle?, die eingeschränkte Regelbetreuung für Klassen läuft seit Anfang Mai ohne Auffälligkeiten?

Es sollte dringend, um der Situation Herr zu bleiben, jede Woche jeder Lehrer sowie alle Klassen in sogenannten "Pool Testungen" durchgetestet werden. Die Test-Kapazitäten sind laut einem Beitrag im SWR3 heute vorhanden.

Lediglich die Organisation dieser muss getätigt werden - das sollte machbar sein bis spätestens zum Start nach den grossen Sommerferien.

Klassen mit Abstand!, Maske!, Hygieneregeln, versetzte Pausenzeiten, alle Raummöglichkeiten ausschöpfen, evtl. Unterrichtspläne umstellen, Hauptfächer vorziehen etc.

Ich wünsche mir mehr Engagement bei dem Thema.

Schweiz Schulen offen ...

"weltweit sind alle betroffen, und dementsprechend wird sich das angleichen"

In einigen Nachbarländern, wie z.B. der als konservativ geltenden Schweiz haben die Schulen offen ...

@DrBeyer 13:26

Völlig richtig. Das Einzige was man darüber derzeit weis, ist, das man nichts weis! Im Blindflug in die nächste Viruswelle wäre die Folge.
Es wäre sinnhafter die Schulen bis zum Ende der Sommerferien im Notbetrieb zu halten und stattdessen die strukturellen Mängel bei Räumlichkeiten, Personal und Ausstattung anzugehen. Denn hier fehlt es seit Jahren an allen Ecken und Enden.
Aber bitte nicht wie beim Thema "Digitalisierung" nur öffentlichkeitswirksame Parolen. Neben der Ausstattung braucht es nämlich Pädagogen die damit umgehen können und Personal diese Geräte zu pflegen und betriebsbereit zu halten!
So auch bei schärferen Hygieneregeln. Es nutzt nämlich nichts sie einfach zu beschließen, sie müssen auch umsetzbar sein bzw. die Voraussetzungen dafür geschaffen werden.
Meine Befürchtung ist allerdings, dass die Theoretiker hier wieder tolle, aber sinnlose, weil realitätsfremde Pläne entwerfen und alles wie immer versandet...

@ Am 28. Mai 2020 um 13:03 von Traumfahrer

Zitat: "Da sollte die BR nicht nur die Schulen wieder überall öffnen, aber auch gleichzeitig für mehr Gleichheit und Gleichbehandlung, sowie eine wesentlich bessere digitale Infrastruktur sorgen."

Hinsichtlich der digitalen Infrastruktur teile ich Ihre Meinung, ansonsten aber eher nicht. Eine bedigungslose Öffnung der Schulen scheitert bereits an den Grundstrukturen, da Abstandsregelungen und Hygienevorgaben kaum eingehalten werden können.
I.Ü. ist die schulische Bildung in D alleine "Landesrecht bzw. pflicht". Die Bundesländer wollen das auch so. Insoweit ist die Anforderung an die BR wenig hilfreich.

Am 28. Mai 2020 um 13:03 von Traumfahrer

Zitat: Da es nicht wirklich erwiesen ist, dass Kinder sich genauso wie Erwachsene mit dem Virus anstecken, sollten die Schulen überall wieder öffnen.

Wir können doch nicht ernsthaft die Schulen zu einer Art großem Feldversuch machen zu der Frage welche Ansteckung von Kindern ausgeht.

Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste.

"verlorene Generation"

Eine Generation ist (nicht nur lt. momentan geltender Definition und auf Grundlage der Lebenserwartung der Bürger bzw. des Alters von gebärenden Frauen) 20 bis 30 Jahre.
Was in dieser Krise aber (an Wissenserwerb, erlebbarer Erfahrung, sozialem Verhalten, Talent- und Trainingsausbau ...) verloren geht, sind nur 1/4 bis 1/2 Jahr, maximal 2 Jahre, im optimalen Fall bei einen Kindern gar nichts!

Zwar stimme ich zu, dass in ca. 10-15 Jahren eventuell Firmen Engpässe bei Auszubildenden und/oder Fachkräften haben könnten, aber von einem "Verlust" kann keine Rede sein. Die sog. Nachkriegsgeneration hat schon ganz andere Situationen gemeistert!
Es fehlt Kindern und Jugendlichen heute generell an der Stärkung von RESILIENZ! Die aber kann man lernen, auch allein zuhaus oder einsam im Wald z.B.
Die Kritiker der lange anhaltenden Maßnahmen sollten ruhig und auf dem Teppich bleiben. So schnell stirbt keine menschliche Gesellschaft aus, und die Robustheit der menschl. Psyche wird unterschätzt.

Es geht doch in Wahrheit nicht um die Kinder...

sondern um die Eltern und die Wirtschaft. Soviel Ehrlichkeit könnten wir doch aufbringen.

Mir hat die Corona-Krise eines gezeigt: Bildung ist in den Augen vieler nur ein glückliches Beiprodukt der Kinderbetreuung. Man lernt eben nicht fürs Leben, sondern dafür, dass Mama und Papa Zeit haben. Vorzugsweise zum Arbeiten. Und in einigen Fällen ist dies auch zum Lebensunterhalt notwendig, ich behaupte jedoch, dass es in den allermeisten Fällen einfach bequemer ist. Interessanterweise scheint ausgerechnet diese Klientel die Schulöffnung am stärksten herbeizureden.
Ich sehe was und wie meine Kinder ihre "Schularbeiten" erledigen. Das ist mühsam, aber auch irgendwie schön. Für manch ein Kind ist es glaube ich auch eine Chance, mal mit Papa oder Mama zu lernen. Insgesamt habe ich überhaupt nicht das Gefühl, dass meine Kinder etwas "verlieren". Vielmehr gewinnen sie etwas, das anderen Kindern bislang nicht vergönnt war , nämlich Quality-Time mit ihren Eltern.

13:34 von sonnenbogen

Was machen Kinder aus Ländern ohne Kitas,
.
interessante Frage !
da fühlt sich ne Mutter auch nicht in ihren Menschenrechten beeinträchtigt
wenn sie sich mal selber um ihre Kinder kümmern muß
auch nicht wenn sie ne Maske beim Einkaufen tragen muß
und ne Zeitlang kein Restaurant oder Kino aufsuchen darf
es wird häufig übersehen dass eben nicht weltweit solche Ansprüche
an Staat und Gesellschaft gestellt werden wie hierzulande

Regelbetrieb viel zu gefährlich

Nur in D scheinen Eltern darauf zu drängen, ihre Kinder schnellstmögliche wieder in Kitas und Schulen betreuen zu lassen.
Aus anderen Ländern war zu lesen, dass viele Eltern GEGEN die Schulöffnungen protestierten und / oder ihre Kinder einfach nicht in die Schule ließen.

Wird nicht sogar in D der Verdienstausfall wegen Kinderbetreuung zum größten Teil ersetzt?

Das Problem scheint, dass die gesundheitliche Bedrohung hierzulande nicht / zu wenig wahrgenommen wird.

Was den Bildungsausfall betrifft:
1. kann auch zuhause sehr gut mit Schulbüchern gelernt werden.
2. kann Fernunterricht sehr gut funktionieren.
3. ist längst nicht alles in den Büchern Enthaltene elementar, man kann also ohne wirkliche Verluste gut kürzen und damit viele Monate ausgleichen (Bruchrechnen z.B. lernt sich auch ohne vierwöchiges Falten und Färben prima).

Soziale Kontakte können Kinder auch in Einzelkontakten pflegen und üben, ohne sich der Infektionsgefahr in einem Raum mit vielen anderen aussetzen zu müssen.

Petrischale Spielplatz

Da die Spielplätze wieder komplett geöffnet sind und dort auch keine Sicherheitsleute den Einlass beschränken tummeln sich dort also an jenem schönen Sonnentag diverse Kinder verschiedenen Alters, teils verteilt, teils dicht gedrängt. Abstand null. Masken keine. Selbst die Erwachsenen halten sich kaum noch daran.
Also warum nochmal lassen wir hier eine wilde Durchmischung zu, aber Schulen und Kindergärten (letztere wären ja immerhin stabile Gruppen) müssen weiter geschlossen bleiben bzw. im selten einzuhaltenen Krisenmodus weiterfahren? Das ist doch in etwa so sinnvoll, wie eine Straße mit einem Schlagbaum sperren zu wollen, den man links und rechts problemlos umfahren kann...
Entweder ganz öffnen oder ganz schließen.

@13:34 von sonnenbogen

Wir in Deutschland, und nicht anderswo.
Anderswo interessiert hier nicht.
Hier interessiert nur, wieso die Kitas und Schulen im Notbetrieb zu laufen haben.
Hätte so nicht sein dürfen. Wegen Unfähigkeit des Corona-Krisenmanagements der Bundesregierung und der MPs ist halt nix gemacht worden. Corona-Krisenmanagement geht anders !

Chaos durch die Landesregierungen

Es ist zu simpel und falsch, die Schulen/Lehrer anzuklagen: Das Problem sind nicht die Schulen, die die Vorgaben von "oben" schnell umsetzen ...
Verantwortlich sind zunächst die Kommunen, die Hausmeister und Material bereitstellen müssen: Nicht mal der Chemielehrer hat den Schlüssel für den Raum mit Desinfektionsmitteln!
Zudem ändern sich diese Vorgaben jedoch ständig - das Chaos der sich oft widersprechenden Regeln, Vorgaben von Landesregierungen, Behörden, Gesundheitsämtern, Kommunen mit immer anderen Terminen ist für Schulen kaum noch zu durchschauen!

Der Satz

" ansonsten drohe eine "verlorene Generation".

Ist schon etwas komisch, wer gut in der Schule ist, übersteht die paar Wochen mit weniger ohne Schäden.
Anfang der 60ziger, hat die Schule gebrannt, wir alle hatten Monate lang keine Schule, nur aller 2 Wochen Aufgaben, um den Stoff durch zuarbeiten.
Aus der Klasse ist nicht einer hängen geblieben, und heute sind 11 davon Ärzte und 9 Ingenieur oder höher.
Und die Zeit bis die Schule wieder fertig war, war wesentlich länger, Klassen sehr stark.
Also werte ich den Satz mal als heroisch.

Natürlich müssen Kinder mal wieder in die Schule gehen, nur keiner weiß so richtig wie es geht, und die Eltern möchte ich nicht hören, wenn es die ersten toten Kinder gibt.

Ich denke es sollte mit viel Vorsicht herangegangen werden, verloren ist eine Generation von 25 Jahren wegen 2 Monaten ganz sicher nicht.
Deutschland wählt gerne starke Worte, das ist auch schon alles.

Verlorene Generation?

Das Kinderhilfswerk ist eine verdienstvolle und wertvolle Einrichtung. Die Aussagen seines Präsidenten kann ich aber nur als maßlose Übertreibung bewerten. Von einer "womöglich verlorenen Generation" nach zwei Monaten Schulausfall zu sprechen ist angesichts der vielen Kinder weltweit, die kaum Schulunterricht bekommen oder sonstige Bildungsangebote nutzen können, schon fast zynisch. Nichtsdestoweniger hoffe ich, dass die Studien zur Ansteckungsgefahr bei Kindern bald vorliegen werden, damit man auf der Basis gesicherter Erkenntnisse die Schulen und Kitas wieder öffnen kann. Nicht nur wegen des Lernens, sondern vor allem wegen der sozialen Kontakte.

13:39 von frosthorn

wenn unsere Bildung wirklich so funktioniert

dass eine ganze Generation ein ganzes Leben lang "verloren ist",
wenn sie ein halbes Jahr lang nicht in der Schule war,
dann müssen wir Grundsätzliches in Frage stellen.
.
während die Tochter einer Cousine gut im Gymnasium ist
hat der Sohn enorme Probleme in der Hauptschule ....
O Ton beim letzten Zeugnis mit ner 4 in Mathe
"mein Leben ist versaut"
also so schlimm wird das auch nicht sein ...
sicher ist Bildung wichtig, aber was geht in so nem Kinderhirn vor,
wenn es solche Sprüche parat hat

Verlorene Generation

hätten wir dann schon die X-te.

Ich glaube, ein paar Wochen oder sogar Monate keinen Schulbesuch (homeschooling findet ja sogar statt) lassen einen Menschen nicht verdummen.

Die Genetarion meiner Eltern (2. Weltkrieg) hatten Jahre keinen vernünftigen bis gar keinen Schulunterricht. Aus ihnen sind gute fleißige Handwerker geworden.

Ich kann nur empfehlen den Druck aus der Sache zu nehmen.

MfG

@ nur auf die bloße Vermutung hin, 13:36 von MartinBlank

"dass Kinder weniger ansteckend sein könnten."

Erstens das, denn die aktuelle Datenlage ist noch schwach.
Zweitens ist auch das nicht entscheidend.
Denn etwas klarer ist folgende Lage:
Wichtig ist, dass Kinder ihn besser weiterverbreiten trotz/wegen geringerer Symptome.
Im übrigen müssen auch sie zahlen.
Zwar nur mit 3-5 Jahren Lebenszeit, Vorgeschädigte mit 5-7 Jahren, soweit sie überleben.

Also Vorsicht ist besser als Nachsicht.

13:48 von Mika D

Zitat:"Ich wünsche mir mehr Engagement bei dem Thema."

Ich mir auch, vor allem bei den Kultusministerien und Schulbehörden. Erst haben sie die LehrerInnen bei der Vorbereitung und Durchführung von online-Unterricht weitgehend allein gelassen, dann haben sie es wochenlang versäumt, über Öffnungskonzepte nachzudenken. Nach fast 40 Jahren im Schuldienst mache ich mir aber diesbezüglich keinerlei Illusionen.

Am 28. Mai 2020 um 13:39 von frosthorn

Zitat: dass eine ganze Generation ein ganzes Leben lang "verloren ist", wenn sie ein halbes Jahr lang nicht in der Schule war, dann müssen wir Grundsätzliches in Frage stellen. Das kann ja wohl nicht sein.

Ich finde, Frosthorn hat Recht.

Wir hatten 1966/67 Kurzschuljahre (und zwar nur zur Angleichung der Einschulungstermine) und trotzdem ist etwas aus uns geworden.

konservativ geltenden Schweiz

von Chance 2020 @

Und Italien werden die Schulen erst im September wieder öffnen.

Wer kann mit Sicherheit sagen welcher Weg richtig ist?

Ich persönlich habe oft den Eindruck das es mehr um Wirschaft und die bedürfnisse der Eltern geht als um Bildung für die Kinder.
Besondes bei Klienkinder ist auch die Hygiene nicht in allen Fällen einzuhalten.

Die Zukunft liegt bei den Kindern

und daher sollte dieses Thema an allererster Stelle stehen!
Es sind jetzt sowohl Investitionen in Digitalisierung (da sind wir in Deutschland ja schon ziemlich abgehängt) als auch in genügend Lehrer (hier wurde in der Vergangenheit auch gekürzt) notwendig. Allerdings macht es keinen Sinn nur auf die Digitalisierung zu setzen denn Kinder brauchen auch Interaktion mit anderen Kindern für ihre Entwicklung (woher sollen sie sonst mal Teamfähigkeit und andere Dinge lernen) und das ist einer der Gründe weswegen ich für Schul-Öffnung plädiere! Das Corona-Virus wird genauso wenig wie das Grippevirus ganz verschwinden und wir können kein ewiges Home-schooling machen sonst verlieren wir an anderer Stelle noch mehr. Und nicht zu vergessen die Fälle von Kindeswohlgefährdung und Kindesmisshandlungen die aktuell ja kaum bemerkt werden können. Es braucht ja niemand zu glauben das gäbe es jetzt alles nicht mehr.

Vor jeder noch so kleinen

Vor jeder noch so kleinen Öffnung haben die Besorgten geschrien, dass sei alles viel zu früh und die Ansteckungszahlen werden kurzfristig massiv in die Höhe schnellen.
Doch passiert ist nichts und bei jeder Lockerung sind die Zahlen konstant niedrig geblieben.
Bei der Öffnung der Schulen rufen die Besorgten natürlich auch wieder.
Auch hier wird aber wieder nichts dramatisches passieren.
Die Ansteckungszahlen blieben trotz Öffnung von Geschäften, Restaurants, Kitas, Fitnessstudios, Zoo, Schwimmbad, etc niedrig, weil die Menschen verantwortungsvoll handeln.
Das wird die wenigen Besorgten nicht beruhigen, aber für die Masse ist es ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.

wenn sie ein halbes Jahr lang nicht in der Schule

von frosthorn @
Bin ich vollkommen Ihrer Meinung.

Unser Eltern und Großelter haben das mit Ihrer persönlichen, Eigenverantwortliche Leistung eindrucksvoll geschaft.

13:03 von Traumfahrer

Zitat:"Da sollte die BR nicht nur die Schulen wieder überall öffnen"

Das kann die Bundesregierung garnicht, dafür sind die Länder zuständig.

Zitat:"aber auch gleichzeitig für mehr Gleichheit und Gleichbehandlung, sowie eine wesentlich bessere digitale Infrastruktur sorgen"

Auch hier sind die Länder zuständig. Die Mittel aus dem Digitalpakt, den die Bundesregierung vergangenes Jahr zusammen mit den Ländern beschlossen hat, sind von diesen nur zu einem geringen Teil abgerufen worden...

Nachbarländer ansehen

In Dänemark, Niederlande, Schweiz, Island gibt es Beispiele, dass Schulöffnung geht.

Es sollte alles getan werden, dies bei uns mit entsprechenden Konzepten zu ermöglichen.

Wer sagt, das geht nicht zeigt in meinen Augen nicht genug Engagement.

Dieses erwarte ich von den Bildungs- und Familienministern und den Landesverbänden in Abstimmung mit den Schulen und Gesundheitsbehörden.

Sowie wöchentlich "Pool Testungen" zur Kontrolle und Sicherheit und der Möglichkeit der Eindämmung ( Schliessung bzw. Quarantäne wieder mit Home Schooling ).
Dies muss spätestens nach der "Sommer-Reisezeit" gewährleistet sein.

Urlaub geht?Alltag muss vorrangig gehen.

@Claude1212 - Zeit allein reicht nicht

13:36 von Claude1212:
"Wie lange hatten die Schulen jetzt Zeit, ein Hygiene- und Gesundheitskonzept zu erarbeiten?"

Es dürfen sich maximal 15 Personen in einem Raum aufhalten. Aus Klassen mit 30 Schülern werden damit drei Klassen zu je 10 Schülern (plus Lehrer macht 11).

Die Anzahl der Räume und Lehrer bleibt gleich. Es gibt also keine Möglichkeit, alle Schüler vollständig zu beschulen. Was ginge, wäre ein Drittel Präsenzunterricht und zwei Dritteln Homeschooling.

Allerdings wird auch das beste Hygienekonzept der Schule hinfällig, wenn die Schüler im Bus ohne Masken miteinander kuscheln. Und genau das passiert derzeit.

13:37 von Chance 2020

aber unsere Schulen nicht ?!?
.
Lehrer scheinen mir auch ein Sonderfall
beschwerte sich kürzlich ein Vertreter dieser Gruppe beim Elternabend
er hätte bei der Klassenfahrt sogar am Samstag seine "Freizeit" opfern müssen
da wird man sprachlos ...
so als Produktionsplaner in der Autoindustrie habe ich noch nie Widerspruch gehört
wenn der Centerleiter mal am Wochenende eine Runde in einem Hotel anberaumte
so was war in lockerer Runde und bestenfalls 1 x im Jahr

Die Lösung von Herrn Drosten

Wenn Erzieher und Lehrer weiterhin den Job wegen möglichen Gefahren verweigern, dann gibt es ja nicht wirklich eine Lösung. Es wird sich nichts ändern, nicht vor den Sommerferien, nicht nach den Sommerferien und auch nicht am Weihnachten. Virus wird da sein, Risikogruppen werden nicht gesünder.

Kita auf Abstand oder Homeschooling für Erstklässler - sind Utopien. Wer behauptet, dass sowas geht, hat noch nie mit den Kindern etwas zu tun gehabt.

Eine sehr vernünftige Lösung hat Herr Drosten vorgeschlagen. Alles öffnen, ohne Abstand, Maskenpflicht und übermäßiges Desinfizieren. Dafür Lüften. Die Lehrer und Erzieher sollen permanent getestet werden, auch Kinder. Die Erwachsenen haben in diesem Fall "Anzeigefunktion". Diese Lösung verlangt aber Mut. Genauso so viel wie es von Pflegern, Supermarkt-Kassiern, Ärzten und andere systemrelevante Berufe verlangt wird. Ohne Mut geht gar nichts.

Uns läuft die Zeit davon

Der Schulbetrieb muss noch vor den Sommerferien für mindestens 2 Wochen ohne wesentliche Einschränkungen durchgeführt werden. Anderenfalls werden wir ein weiteres komplettes Schuljahr mit eingeschränktem Betrieb erleben. Denn wenn nach den Ferien die Erkältungssaison wieder beginnt, wird es ungleich schwieriger weitere Lockerungen durchzusetzen.

@ 13:48 von Mika D

„ Die Test-Kapazitäten sind laut einem Beitrag im SWR3 heute vorhanden.

Lediglich die Organisation dieser muss getätigt werden - das sollte machbar sein bis spätestens zum Start nach den grossen Sommerferien.“

Das Problem ist eher die Finanzierung. Die Krankenkassen wollen das nicht bezahlen. Ein Beispiel kann ich leider selber anführen: Meine Tante hat Lymphdrüsenkrebs, bekommt jetzt Chemo. Seit Wochenende Halsschmerzen und Husten (kann auch Nebenwirkung Chemo sein). Dienstag musste sie in die Onkologiepraxis. Sie wurde zwar gefragt, ob sie Husten hat. Auf Corona getestet wurde sie nicht. Es hieß nur, Antibiotika noch nicht nötig, weiter mit Hausmitteln. Sollte es schlimmer werden, dann nochmal kommen.

Ich wundere mich

schon sehr. Wie wichtig auf einmal die Schule für Schüler ist. Bisher habe ich eher viel Leistungsverweigerung seitens der Schüler und verweigerte Assistenz durch Eltern erlebt.
Sollte das plötzlich so anders sein. Oder lernt man zu schätzen was man (zeitweise)= nicht hat?

13:57 von reinbolt48

Es ist zu simpel und falsch, die Schulen/Lehrer anzuklagen: Das Problem sind nicht die Schulen, die die Vorgaben von "oben" schnell umsetzen ...
.
auch das gilt zu beachten
am ersten Tag als der Unterricht übers Internet laufen sollte, stürzten die Rechner ab
klar die waren nicht ausgelegt auf die Anzahl der Schüler
wie schrieb der Schulleiter "es kam so überraschend wie das Weihnachtsfest"

@13:39 von Sausevind

“Ich vertraue niemandem, ... der nur die eine Seite der Medaille sieht und nicht beide Seiten sowohl erkennt als auch gegeneinander abwägt.“

Mir persönlich ist auch sehr wichtig, dass verschiedene Perspektiven in den Blick genommen werden. Häufig vermisse ich das hier im Forum. Je nach persönlicher Erfahrung, potentieller Gefährdung, Stress etc. überwiegt dann wohl eher eine Seite.

“Schule ist keine Voraussetzung für seelische Balance.
Ganz im Gegenteil: ich habe viele Nachhilfeschüler, die durch Schule fast kaputtgehen.“

Da wäre ich für flexiblere Konzepte offen und würde Homeschooling in Deutschland nicht per sé verbieten wollen. Kritisch sehe ich es, wenn es rein aus religiösen Gründen geschieht.

Ein Freund von mir und seine Partnerin kommen durch das „erzwungene“ Homeschooling allerdings gerade an die Grenzen der Belastbarkeit. Was macht man, wenn ein Fünftklässler anscheinend den Gruppendruck, die Ansprache von "echten" Lehrkräften benötigt?

@14:02 von artist22

"... Denn etwas klarer ist folgende Lage:
Wichtig ist, dass Kinder ihn besser weiterverbreiten trotz/wegen geringerer Symptome.
Im übrigen müssen auch sie zahlen.
Zwar nur mit 3-5 Jahren Lebenszeit, Vorgeschädigte mit 5-7 Jahren, soweit sie überleben. ..."
Hierzu gibt es meiner Meinung nach keinerlei gesicherte Erkenntnisse.
Gesichert ist nur, dass ca. 99% der Bevölkerung von Corona gar nicht betroffen sind.
Aber davon mal abgesehen, sind solche Behauptungen (wie zitiert) nur dazu geeignet, nix zu machen, um den Schulbetrieb wieder aufzunehmen. Ich gehe mal davon aus, dass es wohl auch etliche Lehrkörper gibt, die gerne Alles so belassen wollen wie es ist. Ist halt bequemer.

@ 14:03 von werner1955

„ Ich persönlich habe oft den Eindruck das es mehr um Wirschaft und die bedürfnisse der Eltern geht als um Bildung für die Kinder.“

Muss ihnen da leider zustimmen. Ich gebe seit längerem Mathematik und Englischnachhilfe. Die Schüler haben weniger Probleme mit dem Ganzen, vor allem die Älteren ab ca. 12 nicht. Das wirkliche Problem ist wohl eher die fehlende Betreuung für die Kleinen, die noch Betreuung brauchen, da die Eltern arbeiten müssen.

@ um 13:57 von wenigfahrer

"Anfang der 60ziger, hat die Schule gebrannt, wir alle hatten Monate lang keine Schule, nur aller 2 Wochen Aufgaben, um den Stoff durch zuarbeiten."
Ganz schlechter Vergleich. In den guten 60ziger Jahren hatten sie wesentl. weniger Lernstoff zu verarbeiten wie heutzutage. Auch die Form/Stärke der Ablenkung von der Schule war damals nicht gegeben bzw. eine ganz andere.

@ 14:11 von Nachfragerin

„ Allerdings wird auch das beste Hygienekonzept der Schule hinfällig, wenn die Schüler im Bus ohne Masken miteinander kuscheln. Und genau das passiert derzeit.“

Leider bei vielen Schülern, gerade die im jugendlich rebellischen Alter (ist normal, wir waren auch nicht besser), jetzt ganz normal. Raus aus dem Gebäude, Maske runter, in die Jackentasche gestopft und dann mit den Freunden/Freundinnen auf einem Haufen zusammen stehend noch ein wenig quatschen und juxen.

@DerPhi - Je mehr zu bleibt, desto besser. (eventuell)

13:56 von DerPhi:
"Entweder ganz öffnen oder ganz schließen."

Letztendlich zählt die Anzahl der Kontakte. Wenn von zwei Schulen nur eine öffnet, kann sich auch nur eine zum Corona-Hotspot entwickeln. Das heißt es wären zunächst auch nur halb so viele Menschen betroffen. Dasselbe gilt für Kitas und andere Einrichtungen: Je mehr zu bleibt, desto schlechter breitet sich die Krankheit aus.

Die Schwierigkeit besteht darin, diese sinnvollen, aber willkürlichen Entscheidungen den Betroffenen zu erklären. Das ist praktisch nicht möglich.

Meiner Meinung nach sollte man alles wieder aufmachen und das Infektionsgeschehen ganz genau beobachten, um sofort reagieren zu können. Vielleicht passiert zwischen den Kindern ja gar nichts.

Kinder im Notbetrieb

Gerade Kids systemrelevanter Eltern befanden sich im Notbetrieb. Das heisst, die Eltern waren Kontakten ausgesetzt und die Kinder.
Ärzte, Kassierer, Polizei uvm.

Dennoch, die Infizierten Zahlen sinken. Es gibt vielleicht Möglichkeiten hier entsprechende Studien zu betreiben.

Viele Kinder haben weiterhin mit ihren Freunden privat gespielt.
Die Spielplätze sind Tummelplätze.

Bis zum Start des neuen Schuljahres nach den Ferien sollten doch ausreichende Erkenntnisse vorliegen, um eine Hygiene-optimierte Schule für alle zu ermöglichen.

Zumindest Kinder der Grundschule und der Förderschulen benötigen dringend Unterstützung.

Realschule, Gymnasien und Hochschulen können selbstorganisierter lernen.

Kitas sind freiwillig. Hier würde ich auch öffnen, jedoch in festen Gruppen ( Familienähnlich ) wie auch geplant.

Ein totes Kind ist eines zu viel !

Ich verstehe alle Argumente in dieser Diskussion.
Aber was wäre, wenn die Schulöffnung schief geht - und wäre nicht ein totes Kind bei Corona eines zu viel !
Wie soll ein Politiker entscheiden: im Prinzip müssten die protestierenden Eltern (denen ich volles Verständnis entgegenbringe) ja dann auch akzeptieren, dass es möglich ist, dass ihr Kind erkranken könnten.
An der Universität Mainz gibt es wegen der Corona -Gefahr keine Präsenzlehre im gesamten Semester. Dabei sind erwachsene Studierende sicher vernünftiger, als spielende Kinder. Wie soll hier eine Risikoeinschätzung vorgenommen werden. Ist da die Vorsicht nicht doch der bessere Weg, auch wenn es die Eltern belastet.

@13:55 von in Zukunft

„Nur in D scheinen Eltern darauf zu drängen, ihre Kinder schnellstmögliche wieder in Kitas und Schulen betreuen zu lassen.“

Nun, so ganz stimmt das nicht. Denn:

“In Dänemark gehen die Zahlen der Neu-Infizierten zurück. Die frühe Öffnung der Schulen hat nicht zur gefürchteten Ausbreitung des Virus geführt. Dänemark war Vorreiter, aber auch andere Länder haben bei den Lockerungen die Schulen an erster Stelle geöffnet. Norwegen gehört dazu, auch die Schweiz und die Niederlande. Selbst in Frankreich, wo europaweit mit die strengsten Corona-Einschränkungen gelten, gehen die Grundschüler wieder in die Schule.“

unter:(„https://www.tagesschau.de/ausland/schuloeffnungen-101.html“)

@arwen1 - Eltern-Kind-Zeit

14:17 von arwen1:
"Oder lernt man zu schätzen was man (zeitweise)= nicht hat?"

Wenn es um das Wohl und die Bildung der Kinder ginge, hätte man damit schon lange vor Corona anfangen können. Der Druck kommt meiner Meinung nach von Eltern, die paar Stunden am Tag ihre Ruhe haben wollen.

Schließung der Kommentarfunktion

Sehr geehrte User,

die Meldung wurde bereits sehr stark diskutiert. Alle wesentlichen Argumente sind genannt. Entscheidende neue Aspekte, die einer konstruktiven Diskussion förderlich wären, sind nicht mehr hinzugekommen. Deshalb haben wir beschlossen die Kommentarfunktion zu schließen.

Die Moderation

Krügers Äußerung war wesentlich differenzierter

Das Echo hier im Forum auf Herrn Krügers Äußerung kann ich nicht teilen. Zugegeben, es wirkt ja auch überspitzt. Das kann aber auch darin begründet liegen, dass die zitierte Quelle kaum bemüht wird und eher Gegenstandpunkte oder gänzlich andere Sachverhalte, für die Krüger sogar Verständnis zeigt und sie berücksichtigen möchte, aufgelistet werden.

Wenn man schon einen Beitrag über "Forderung nach vollständiger Schulöffnung" verfasst, sollte man die Argumentation wohl kaum aussparen.
So wundert es mich nicht, wenn die anschließende Diskussion viel starrer verläuft als Krügers Standpunkte und Ausführungen es eigentlich zulassen.

Ich hab das Gefühl, dass so die Meinungsvielfalt ein wenig verblasst und Sachverhalte vereinfacht werden. Wenn Standpunkte, die versöhnlich waren und für Verständnis werben, plötzlich polarisieren, hätte man besser gar nichts gesagt.

Frage an die GEW: Wann soll aufgemacht werden ?

"... Die GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke sieht vor allem die Gesundheit von Erzieherinnen und Lehrkräften gefährdet. ..."
Und wann soll das nicht mehr der Fall sein ?
Den völligen Ausschluss des Risikos gibt es nicht.
An Frau GEW-Landesvorsitzende Astrid Henke hätte ich mir mal ein Konzept überlegt, wie es denn funktionieren soll. Aber dafür ist sie im Corona-Krisenmanagementmodus wohl nicht zuständig.

@13:55 von in Zukunft

“Was den Bildungsausfall betrifft:
1. kann auch zuhause sehr gut mit Schulbüchern gelernt werden.
2. kann Fernunterricht sehr gut funktionieren.“

Nicht jedes Elternteil ist in der Lage das Unterrichten in diversen Fächern zu übernehmen, manchmal besonders schwierig beim eigenen Kind. Wozu benötigen wir sonst Schule, Lehrkräfte, Methodik und Didaktik? Kann gut klappen, sogar sehr gut. Kann aber auch in großen Stress, Frustration und Überlastung ausarten, wenn Eltern zusätzlich berufstätig und auf das Geld angewiesen sind. Und:

Nicht jedes Kind ist idealerweise gleichermaßen intrinsisch zum Lernen motiviert und verfügt über die notwendige Selbstdisziplin. Und für SuS bis Klasse 6 teilweise etwas viel verlangt, finde ich.

"verlorene Generation"

Was für ein Satz! Und mal ganz ehrlich: was für eine Übertreibung! Natürlich sind 3 Monate Schulschließung eine Belastung für Familien, für die Schüler selber, die neben dem Unterricht auch den Kontakt zu Mitschülern verlieren und vielleicht ja sogar für unsere Lehrkräfte. Aber ist deshalb diese Generation gleich verloren? Müssen wir jetzt wirklich nur noch Dramen heraufbeschwören! Wie viele Monate an Unterrichtsausfällen kommen in einem Schülerleben zusammen? Wie viele Unterrichtsstunden sind durch fehlendes Material, kaputte Infrastruktur oder zum Teil auch unmotivierte Lehrer verschenkte Zeit? Und sprechen wir bei einem langzeitkranken Schüler auch gleich von einer "verlorenen Seele" oder wie auch immer?

Leute, jetzt kommt mal wieder runter! Wir sind in einer Ausnahmesituation, sehen aber schon das Licht am Ende des Tunnels! Und wenn es wirklich so brennt, wie wäre es mit freiwilligen Unterrichtsangeboten in den Sommerferien? Finden sich dafür Lehrkräfte???

Grundschulen und Kitas öffnen

Als Vorschulkind darf mein Sohn seit zehn Tagen wieder in seine Kita. Er war überglücklich, nach zwei Monaten Isolation endlich wieder Kontakt mit anderen Kindern zu haben.

In der Kita brauchen die Kinder keinen Mindestabstand einzuhalten und keine Masken zu tragen. Jede Gruppe bildet eine feste Gemeinschaft, die im Fall einer Infektion geschlossen in Quarantäne gehen kann, ähnlich wie die professionellen Fußballmannschaften. Die einzelnen Gruppen werden nicht gemischt, sie nutzen getrennte Eingänge und getrennte Waschräume. Einige Aktivitäten sind nach draußen verlegt worden und die Kinder waschen sich jetzt häufiger die Hände. Das funktioniert sehr gut. Nur die Eltern tragen Masken, wenn sie die Kinder bringen und abholen.

Die Erzieherinnen und Erzieher machen sich keine Sorgen um ihre eigene Gesundheit, die Motivation zur Arbeit mit den Kindern ist stärker.

Ich halte dies für ein gutes Modell, das jetzt auch auf alle Grundschulen übertragen werden sollte.

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