Grenzschließungen: Europa droht Medikamentenmangel

07. Mai 2020 - 10:07 Uhr

Interne Daten des Pharmariesen Grifols zeigen: Das Blutplasma-Spendenaufkommen ist um durchschnittlich 43 Prozent eingebrochen. Ein Grund: Grenzschließungen zwischen USA und Mexiko. Von S. Dodt und P. Hornung.

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Kommentare

Eine weltweite Pandemie

lässt sich durch Grenzschließungen nicht bekämpfen.

Wie an diesem Problem exemplarisch deutlich wird.

Blut zu spenden ist momentan

Blut zu spenden ist momentan nicht so einfach, da man ja Menschenansammlungen meiden möchte. Vielleicht sollte man einmal die Blutspendemöglichkeiten überdenken: Nicht mehr DRK-Massenabfertigung mit Kaffee und Brötchen hinterher, sondern eine ständige Blutspendestelle bei den Gesundheitsämtern oder in ausgewählten Arztpraxen oder in mobilen Praxen ( falls das technisch möglich ist).

Außerdem: Ich würde gerne Blut spenden, allerdings nicht immer gleich einen halben Liter. Ich fühle mich dann in meiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Gerne würde ich öfter einen Viertelliter spenden. Das ist aber organisatorisch nicht möglich. Die Beutel, in die das Blut kommt, sind ausschließlich für einen halben Liter ausgelegt. Also spende ich gar nicht mehr. Ich würde es aber sofort wieder tun, wenn ein Viertelliter möglich wäre.
Hat da jemand einen Tipp?

Spiel mit dem Leben anderer

"Für die geringere Verfügbarkeit von Blutplasma in Europa gibt es mehrere Ursachen. Sowohl in europäischen Ländern als auch in den Vereinigten Staaten sind es die im Zusammenhang mit der Pandemie verhängten Kontaktsperren und Ausgangsbeschränkungen, die das Spendenaufkommen sinken lassen"

Somit steht also fest: Politische Willkür Einzelner - die immer ausschließlich partikularen Interessen geschuldet ist, z.B. Machtgewinn oder -erhalt - bedroht ganz konkret das Leben vieler Menschen. Unabhängig davon, von wem diese Willkür (hier: in Form der Verhängung von Sperren und Beschränkungen) ausgeht und unabhängig davon, wo die von den Folgen dieser "Durchsetzung politischer Interessen" Betroffenen leben.

Abhängigkeit ist nicht gut

Ich zähle mich zwar nicht zu den Preppern, aber ich finde es schon sinnvoll, sich nicht zu abhängig zu machen. Wenn man jetzt den Produzenten lebenswichtiger Medikamente hintenrein kriechen muss, um nicht auf Entzug gesetzt zu werden, ist doch etwas falsch.

Warum?

"Hinzu kommt, dass etwa 40 Prozent des in Europa verarbeiteten Blutplasmas aus den Vereinigten Staaten stammt."
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Was ist der Grund, dass die Europäer so blutarm sind, dass sie nicht mehr Blut spenden können? Die Nähe zu Transsylvanien vielleicht?
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"Bisher waren sie mit Bonuszahlungen über die Grenze gelockt worden, um bis zu zwei Mal pro Woche ihr Plasma zu spenden…"
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Ich sehe gerade, ich liege falsch. Die Vampire leben jetzt in den USA und arbeiten für Europa. Zwei mal pro Woche Plasma spenden… und das für uns Europäer. Mir wird schlecht, was sind wir doch für egoistische Ausbeuter.

Das lässt sich bestimmt lösen.

[Zynismus an]
Dieses Geschäftsmodell ist doch portabel: Anderswo auf der Welt wird es bestimmt genügend arme Hungerleider geben, die sich von amerikanischen Pharmafirmen für nen Appel und ein Ei aussaugen lassen...

Medikamentenproduktion leider außerhalb Europas

Wir sehen, dass Wirtschaftsverträge allein nicht ausreichen, um verlässliche Handelspartner zu haben. Eine Willensbekundung, ein "Letter of Intent" muss immer mit einer gegenseitigen Absicherung verbunden sein.
Einseitige Abhängigkeit ist falsch. Auch das ewige Zahlen von Zuwendungen, sei es jetzt Entwicklungshilfe oder wirtschaftliche Subvention, bringt nur solange etwas , wie der Empfänger darauf angewiesen ist. Das ist z.B. bei China schon lange nicht mehr so.

Im Gegenteil: Viele afrikanische Staaten sind extrem von Chinas Goodwill abhängig, so dass sogar über die "Stellschraube" eines Drittstaates Druck auf Europa ausgeübt werden kann.

In Deutschland ist nicht nur die Versorgung mit Lebensmitteln massiv behindert worden (Entzug von Flächen für "Naturschutz"), auch die medizinische und biotechnologische Forschung liegt darnieder, viele qualifizierte Forscher leben heute in den USA, in Norwegen ...

@ fathaland slim, um 10:18

“Eine weltweite Pandemie...“

Eine“Pan“demie ist definitionsgemäß weltweit - wenn sie auch nicht in jedem Gebiet auftreten muss.

Was wir jetzt in Teilen erleben ...

..ist unmittelbare Auswirkung der Globalisierung und des Preiskampfes auf den tausenstel Cent ... zum Wohle des einzig Heiligen: der Dividende.
Ein Staat sollte auch in Kriesenzeiten in der Lage sein, allein zu überleben. Das Gegenteil ist der Fall, es werden immer mehr Abhängigkeiten geschaffen. Vom Strom über Nahrung und Medikamente bis hin zu Betreuungsleistungen und Erntehilfe sind wir allein nicht in der Lage, zu tun was zu tun ist.
Spagel vergammelt, dann die Erdbeeren, folgen werden Gurken und Kartoffeln. Hygieneartickel zur Pandemie fehlen und bestimmte Medikamente sind alle ... weil die Grundstoffe aus dem Ausland kommen. Ich persönlich muss Medikamentös zum 3. mal ungestellt werden in diesem Jahr ... zum 3. mal!
Hier muss ein Umdenken stattfinden, sonst stehen uns harte Zeiten bevor ... bei "Corona Vol. 2".

10:31 von draufguckerin

>>Blut zu spenden ist momentan nicht so einfach, da man ja Menschenansammlungen meiden möchte. Vielleicht sollte man einmal die Blutspendemöglichkeiten überdenken: Nicht mehr DRK-Massenabfertigung mit Kaffee und Brötchen hinterher,....<<

Falls Sie sich tatsächlich für Blutspenden interessieren, sollten sie eigentlich wissen dass eine Blutspende zur Zeit anders abläuft als noch im Januar.

Medikamentenproduktion zurückholen

Es ist ratsam, die Produktion lebenswichtiger Medikamente zurück nach Europa zu holen. Soweit ich weiß, gibt es z.B. weltweit nur noch sechs Produktionsstätten für das Schmerzmittel Ibuprofen, bei anderen, komplizierteren Medikamenten ist es noch schlimmer.

Der Engpass bei Schutzmitteln wie Masken, Einmalkitteln und Handschuhen sollte uns eine Lehre gewesen sein. Dank dafür, China.

Die europäische Medikamentenherstellung würde die Produkte verteuern, das ist sicherlich richtig. Aber dafür könnte man auch die Entsorgung der Abfallstoffe wesentlich umweltfreundlicher regeln und beaufsichtigen. Dieser Aspekt bleibt zur Zeit völlig außen vor.
Ebenso wie bei der Ledergerbung, Textil- und Plastikherstellung werden Produktionsabfälle fröhlich in Flussbetten gekippt - der nächste Regen nimmt alles mit. Bei uns werden die Hersteller von Medikamenten, Pflanzenschutzmitteln ... argwöhnisch beobachtet und mit Shitstorms überzogen, während woanders die menschen dankbar dafür sind.

10:58 von Ritchi

Mir wird schlecht, was sind wir doch für egoistische Ausbeuter.
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warum sind wir Ausbeuter ?
werden die zur Blutspende gezwungen
zugegeben ich würde es verbieten Blut (wie auch Organe) zu verkaufen
jeder verkauft sich doch letztlich
der eine seine Arbeitskräfte, seine Kreativität seinen Verstand, der andere seine Haut gar seinen Körper
letzteres ist hierzulande Steuer und Sozialversicherungspflichtig in Schweden kriminell
sie sehen auch Moral wird unterschiedlich gesehen

11:06, harry_up

>>@ fathaland slim, um 10:18
“Eine weltweite Pandemie...“

Eine“Pan“demie ist definitionsgemäß weltweit - wenn sie auch nicht in jedem Gebiet auftreten muss.<<

Recht haben Sie.

Ich bitte, den weißen Schimmel zu verzeihen:=)

Darauf ein nasses Getränk.

Endglobalisierung hilft

"Hinzu kommt, dass etwa 40 Prozent des in Europa verarbeiteten Blutplasmas aus den Vereinigten Staaten stammt."
An die Politik und für die Zukunft:
Seht zu, dass das Blut / Blutplasma im jeweiligen EU-Land gespendet / hergestellt wird. Endglobalisierung der Gesundheitssektors hilft !
Die Hoffnung:
"Ein infizierter Patient würde damit die Antikörper von tausend bis zweitausend gesundeten Spendern als Mischung erhalten und wäre dann mit diesen intravenös zugeführten Antikörpern wahrscheinlich sehr schnell in der Lage, diese Krankheit abzuwehren", sagt Dirk Neumüller von der Biotest AG im hessischen Langen."
Na ja, ... jeder Mensch ist genetisch unterschiedlich, was aus meiner Sicht dazu führt, dass die Antikörper jeweils auf der genetischen Basis des jeweiligen Menschen ebenso einzigartig sein müssten. Wieso jetzt mal eben ein Antikörper-Cocktail helfen soll, dass muss aber noch gründlich geprüft werden. Wer mag sich als Proband freiwillig melden ? Ich jedenfalls nicht.

@11:17 von draufguckerin

Kann ich nur zustimmen.
Ob die in der EU / Deutschland hergestellten / entwickelten Medikamente (dito. Schutzmittel etc.) teurer sind, spielt eh ab dem Zeitpunkt auf einem mal keine Rolle mehr, wenn nix mehr zu bekommen ist.
Solche durch Globalisierung verursachten Engpässe, wie wir sie u.a. hier bei den Medikamenten und Schutzausrüstungen gesehen haben, kann sich jede Zeit wg. einem anderen Anlass wieder holen.

11:01 von draufguckerin

>>In Deutschland ist nicht nur die Versorgung mit Lebensmitteln massiv behindert worden (Entzug von Flächen für "Naturschutz"),<<

Genau, deshalb herrscht in Deutschland auch diese schlimme Lebensmittelknappheit (aus eigener Produktion).
Mannoman

Am 07. Mai 2020 um 10:58 von

Am 07. Mai 2020 um 10:58 von Ritchi
Warum?

in einem TV Bericht habe ich mal gehört das es an den Gesetzen liegen soll. In den USA sind die nicht so streng wie hier.
Ich z. B. darf kein Blut spenden ( oder Knochenmark ) weil ich Medikamente nehmen muss, das sieht wohl in den USA anders aus.

11:17 von draufguckerin

>>Es ist ratsam, die Produktion lebenswichtiger Medikamente zurück nach Europa zu holen. Soweit ich weiß, gibt es z.B. weltweit nur noch sechs Produktionsstätten für das Schmerzmittel Ibuprofen, bei anderen, komplizierteren Medikamenten ist es noch schlimmer.<<

Das wäre schön wenn wichtige Medikamente in Europa hergestellt würden.
Aber solange in Indien und China es keine nennenswerten Umweltauflagen gibt (ungeklärte Abwässer einfach in den nächsten Bach), solange kann kein europäisches Unternehmen konkurrenzfähig sein.
Dazu in Asien niedrige Löhne sowie die Rabattverträge der Krankenkassen.

Sparen bei Medikamenten..

erleben wir in unserer Klinik immer mehr..

ehemals bekannte Medikamentennamen wurden zugunsten von unbekannten Herstellern geopfert, weil wohl die Generikahersteller billiger liefern können.
Die Präparatenamen wechseln teilweise im Monatstakt.

Ob die Patienten diese besser vertragen als die Originale und das Personal schnell mal den Überblick verlieren kann, spielt hier keine Rolle..

12:24, 91541matthias

>>Sparen bei Medikamenten..
erleben wir in unserer Klinik immer mehr..

ehemals bekannte Medikamentennamen wurden zugunsten von unbekannten Herstellern geopfert, weil wohl die Generikahersteller billiger liefern können.
Die Präparatenamen wechseln teilweise im Monatstakt.

Ob die Patienten diese besser vertragen als die Originale und das Personal schnell mal den Überblick verlieren kann, spielt hier keine Rolle..<<

Das ist nicht nur in der Klinik so.

Meine Mutter, die täglich einige Pillen nehmen muss (Parkinson, Blutdruck, Cholesterin, Schmerzmittel etc) beschwert sich immer wieder, weil die Pillen auf einmal anders aussehen, nachdem sie sich gerade an sie gewöhnt hat. Für einen sehr alten Menschen ist das hochproblematisch, was die tägliche Dosierung betrifft.

Der Wirkstoff bleibt natürlich derselbe. Das wird in Ihrem Wirkungsbereich nicht anders sein.

@Pandor - 12:24

"Die gesamte Weltwirtschaft ist auf natürliche Katastrophen wie diese Pandemie nicht vorbereitet. Prävention gibt es nur auf vom Menschen gemachten Gebieten wie z. B. Krieg. Ansonsten regiert der Profit."

Hieße im Klartext - da wir uns gerade im Lockerungsrausch befinden - bei einer 2. Infektionswelle müssten wir bezüglich Schutzkleidung, Medikamente und Narkosemittel wieder auf die Ansage gefasst machen "Wir haben alle Hebel in Bewegung gesetzt - aber der Markt ist wie leergefegt".

Blutspende

Spenden auch US-Amerikaner Blut in Mexiko oder nur immer Mexikaner in den USA?

@ fathaland slim

Eine weltweite Pandemie lässt sich durch Grenzschließungen nicht bekämpfen.

Das stimmt. Jetzt, wo Russland die Grenze zu China wieder geöffnet hat, hat China sofort die Grenze zu Russland geschlossen. Nutzen tut natürlich beides nichts. Das ist reiner Aktionismus von autoritären Regierungen. Russland hat trotz Grenzschließung über 200.000 Infektionen.

@ Tremiro um 12.16 Uhr

"Aber solange es in Indien und China keine nennenswerten Umweltauflagen gibt (ungeklärte Abwässer direkt in den Bach) solange kann kein europäisches Unternehmen konkurrenzfähig sein. " So ist es.
Deshalb meine ich, dass wir nicht nur hysterisch hiesige "Umweltprobleme" hypen sollten, sondern unseren Lebensstil samt der Produktion unserer Luxusgüter auf den Prüfstand stellen sollten. Menschen in Asien und Afrika produzieren unsere Kleidung, Medikamente, Lebensmittel, unsere Möbel ... aber selbst können sie sich diese Dinge nicht leisten.

Wir "verbrauchen" diese Dinge, schicken abgenutzen Kram (als Kleiderspende, Kfz mit Abwrackprämie, Hühnerhälse und Flügel ...) zurück und fühlen uns dabei noch als Umweltschützer und Wohltäter.
Meine Antwort darauf ist tendenziell Konsumverzicht. Nicht wie die Shoppingqueen billigsten Kram zusammenraffen und zwei Wochen später wegwerfen.

Autos fahren bis sie auseinanderfallen, Kleidung "auftragen" oder im Freundinnenkreis tauschen/verschenken ...

Import-/Export geht auch ohne offene Grenzen

Wieso wird hier der Import von Medikamenten und anderen Waren an Grenzöffnungen bzw Grenzschließungen gekoppelt? Grenzüberschreitenden Handel, Im- und Exportgeschäfte gibt es schon viel länger als uneingeschränkte Reisefreiheit.
Das in Zusammenhang zu stellen, ist pure Angstmache.

14:29 von draufguckerin

Zitat:"Wieso wird hier der Import von Medikamenten und anderen Waren an Grenzöffnungen bzw Grenzschließungen gekoppelt? Grenzüberschreitenden Handel, Im- und Exportgeschäfte gibt es schon viel länger als uneingeschränkte Reisefreiheit.
Das in Zusammenhang zu stellen, ist pure Angstmache."

Haben Sie die Bilder von der deutsch-polnischen Grenze gesehen? Haben Sie im Artikel gelesen, WARUM die amerikanischen Pharmazieunternehmen nicht mehr genug Blutplasma herstellen können? Ich sehe da durchaus einen Zusammenhang mit Grenzschließungen.

@ Nettie

Unabhängig davon, von wem diese Willkür (hier: in Form der Verhängung von Sperren und Beschränkungen) ausgeht und unabhängig davon...

Es wäre glaube ich ehr Willkür und Machtmissbrauch, wenn man nichts tut und keine Kontaktbeschränkungen macht und so die Bevölkerung schutzlos der Pandemie aussetzt.

14:22, draufguckerin

Da möchte ich Ihnen mal zustimmen.

Wobei die Hühnerflügel eher beim Colonel Sanders aus Kentucky, bzw. in seinen Filialen, landen. Als Chicken Wings.

@ Wanderfake

... müssten wir bezüglich Schutzkleidung, Medikamente und Narkosemittel wieder auf die Ansage gefasst machen "Wir haben alle Hebel in Bewegung gesetzt - aber der Markt ist wie leergefegt".

Der Markt ist ja auch leergefegt, das ist ja nicht nur so ein Politikerspruch, das ist ausnahmsweise die reine Wahrheit.

14:29, draufguckerin

>>Wieso wird hier der Import von Medikamenten und anderen Waren an Grenzöffnungen bzw Grenzschließungen gekoppelt? Grenzüberschreitenden Handel, Im- und Exportgeschäfte gibt es schon viel länger als uneingeschränkte Reisefreiheit.
Das in Zusammenhang zu stellen, ist pure Angstmache.<<

In meiner Lebenszeit wurde die Reisefreiheit außerhalb Europas immer mehr eingeschränkt. Noch nie waren internationale Reisen so kompliziert wie heute.

Vor vierzig Jahren konnte ich mich mit Touristenvisum bis zu einem Jahr am Stück in den USA aufhalten. Und dann für ein paar Tage nach Kanada, woraufhin die Frist wieder von vorn begann. Heute ist nach drei Monaten definitiv Schluss. Und das für geraume Zeit.

Nur mal so als Beispiel.

Gut und günstig

@ 91541matthias:
Sparen bei Medikamenten... erleben wir in unserer Klinik immer mehr... ehemals bekannte Medikamentennamen wurden zugunsten von unbekannten Herstellern geopfert, weil wohl die Generikahersteller billiger liefern können.
Die Präparatenamen wechseln teilweise im Monatstakt.

Na und? Ich lege auch privat keinen Wert auf teure Markennamen und kaufe gern das Günstigste, wenn die Qualität die gleiche ist. Das würde ich auch im Gesundheitssystem verlangen. Also ist doch alles in Ordnung.

Es gibt halt nicht immer alle Medikamente

Ich bin in der DDR aufgewachsen. Da gab es nicht immer alle Ersatzteile, die man dringend gebraucht hat, eigentlich sogar eher selten. Da hat man eben improvisiert oder einfach mal gewartet. Das sind wir heute, wo alles "Westen" ist, nicht mehr gewohnt. Es muss nicht immer alles verfügbar sein. So ist das Leben.

@frische Unterhose, 14:38

Hier geht es nicht um die (überall notwendigen) Kontaktbeschränkungen, sondern um (kontraproduktive) Kontakt-SPERREN und Einreisebeschränkungen.
Haben Sie die Meldung gestern dazu gelesen: tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/reisebeschraenkungen-101.html ?

14:55 @frische Unterhose

Sie können ja gerne mal mit fehlenden, lebenswichtigen Medikamenten improvisieren

@ fathaland slim um 14.49 Uhr, Früher war nichts besser

"In meiner Lebenszeit wurde die Reisefreiheit außerhalb Europas immer mehr eingeschränkt ..." Ja, das ist schade. Nicht aus eigener Erfahrung, aber vom Hörensagen, weiß ich auch, dass man mit dem Bulli bis nach Kathmandu fahren konnte. Aber die Welt ist anders geworden, nicht unbedingt besser. Es hilft nichts, der guten alten Zeit hinterher zu trauern. Die USA schützen sich. Auch wir müssen uns schützen und viele andere Länder auch.
Trotz des ewigen USA-Bashings: Weshalb wollen denn so viele Menschen in die USA? Weshalb zieht es so viele arme Menschen nach Europa, nach Deutschland? Weil es hier so schrecklich ist?

Auch innnerhalb Europa gibt es große Unterschiede in Bezug auf die soziale Versorgung. Fragen Sie mal einen Spanier, wer ihn "über Wasser hält", wenn er arbeitslos wird und länger ohne Einkommen ist. Das sind Mama und Papa, Oma und Opa. Kein Sozialamt, nicht die Sozialgemeinschaft. Schon gar nicht, wenn nichts eingezahlt wurde. Das nur nebenbei.

@ O-panick

Solche durch Globalisierung verursachten Engpässe, wie wir sie u.a. hier bei den Medikamenten und Schutzausrüstungen gesehen haben, kann sich jede Zeit wg. einem anderen Anlass wieder holen.

Ohne Globalisierung hätten wir praktisch keinen Handel und noch wesentlich mehr Engpässe. In der DDR hätten wir uns Südfrüchte und damit ein wenig mehr Globalisierung gewünscht, aber das wollte oder konnte der Sozialismus nicht.

Globalisierung ist ein Segen für den fairen und freien Welthandel.

@ Leipzigerin59

Sie können ja gerne mal mit fehlenden, lebenswichtigen Medikamenten improvisieren

Na und? Das mussten wir in der DDR auch ständig. Und dadadada wir hams überlebt.

12:16 von Tremiro

Es ist nicht primär Schulddieser Länder, der Fehler liegt darin das Gesundheit und alter als unversiegbare Quelle zum Gewinnmachen dient.
Hier sind die Regierungen aller Staaten gefordert., Gesundheit, Alter das Leben komplett gehört in den Verantwortungsbereich der Regierungen nicht der Privatwirtschaft.

@ draufguckerin

In Deutschland ist nicht nur die Versorgung mit Lebensmitteln massiv behindert worden (Entzug von Flächen für "Naturschutz")

Deutschland hat doch eher landwirtschaftliche Überproduktion und Überdüngung und viel zu wenige Naturschutzgebiete.

Standortvorteile = MEHR PROFIT

Tja, ne Näherin in Bangladesh verdient für 240 Stunden Arbeit im Monat 60 Euro. Den Profit aus dem Verkauf machen die Textilketten bei uns. Und dieser "Profit" wandert in Form von Super-Manager-Gehältern, Boni und Dividenden in Privattaschen.
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Würde man auf den "Profit" (danach schreien die "Märkte") verzichten und in jedem Land gemäß der lokalen Gegebenheiten produzieren, dann hätten wir a) Vollbeschäftigung und b) ausreichende Löhne, auch in den Ländern der 3. Welt.
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Die sogenannte Globalisierung nützt in erster Linie dem Großkapital, aber auch dem, der für 5 Euro ein T-Shirt kaufen kann. Derjenige aber könnte auch 14 Euro Zahlen, wenn der Mindestlohn höher wäre.
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Ehrlich gesagt langweilt mich diese ewige Wortzwirbelei (Hinweis auf die DDR, gähn) und die Akzeptanz bei einer großen Mehrheit. So lange nicht unabhängiges Denken um sich greift, wird es lustig so weitergehen!

@frische Unterhose - 14:50

"Na und? Ich lege auch privat keinen Wert auf teure Markennamen und kaufe gern das Günstigste, wenn die Qualität die gleiche ist. Das würde ich auch im Gesundheitssystem verlangen. Also ist doch alles in Ordnung."

Wäre schön, wenn Sie zwischen Ihren Reflex-Antworten sich auch mal bemühen, Zusammenhänge zu erkennen.

Gerade tischen Sie hier noch die Wirklichkeit auf, dass der Markt für eine 2. Infektionswelle tatsächlich leergefegt ist (14:45), finden aber das Hersteller Ping-Pong auf dem Medikamentensektor so klasse, weil es so schön günstig ist, wenn die Qualität stimmt.

Kollege @ 91541matthias meinte mit Sicherheit die Medikamente, die maßgeblich zur klinischen Behandlung eingesetzt werden müssen.
Die anhaltenden Herstellerwechsel sind auch durch regelmäßige Lieferengpässe begleitet, was gerade im Pandemie-Modus bei Desinfektion, Schmerztherapie und Anästhesie genauso problematisch wie der Mangel an Schutzkleidung ist.

Von wegen, alles in Ordnung.

Medikamentenmangel...

Am 07. Mai 2020 um 11:17 von draufguckerin
Es ist ratsam, die Produktion lebenswichtiger Medikamente zurück nach Europa zu holen. 
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Der Politik und der Wirtschaft sollte in dieser Krise nun klar sein, dass man nicht "alles" in Ausland und nur der Kostengründen wegen dort produzieren läßt. Das es, wie wir gerade erst feststellen mußten an vielen wichtigen Dingen fehlte, sollte uns allen spätestens heute klar sein. Warum ist die Produktion in Ausland zb. bei Medikamenten so billig ? Weil dort in Lizenz produziert wird, ohne langwierige Forschung und Testphasen... Die Herstellungskosten, da maschinell produziert, sollten deswegen auch in Ausland nicht wesendlich billiger sein als eine Produktion in Deutschland bzw. Europa. Fazit also, den Firmen geht es nur um den Profit, weniger Arbeits- und Umwelschutz, weniger Bürokratie oder was sonst noch alles anfällt.

15:13 @frische Unterhose

Wie darf ich mir denn die Improvisation mit Medikamenten in der DDR vorstellen?
Statt Blutdrucksenker gab es Traubenzucker?
Und das haben dann alle überlebt?

15:30 von Wanderfalke

Es betrifft ja nicht nur die Medikamente für Kliniken, wir haben seit Jahren bei verschiedenen Medikamenten in unterschiedlichen Dosierungen, jedoch gleichen Wirkstoffen monatelange Engpässe.

@91541matthias

der Wirkstoff ist derselbe...das Patent ist nur abgelaufen...

15:03, draufguckerin

>>. Es hilft nichts, der guten alten Zeit hinterher zu trauern. Die USA schützen sich. Auch wir müssen uns schützen und viele andere Länder auch.<<

Warum müssen denn "wir" und die USA sich so wesentlich mehr schützen als früher?

>>Trotz des ewigen USA-Bashings: Weshalb wollen denn so viele Menschen in die USA? Weshalb zieht es so viele arme Menschen nach Europa, nach Deutschland? Weil es hier so schrecklich ist?<<

Es wollen nicht mehr Menschen in die USA als früher auch. Und auch nach Europa und Deutschland wollten immer schon viele Menschen.

>>Auch innnerhalb Europa gibt es große Unterschiede in Bezug auf die soziale Versorgung. Fragen Sie mal einen Spanier, wer ihn "über Wasser hält", wenn er arbeitslos wird und länger ohne Einkommen ist. Das sind Mama und Papa, Oma und Opa. Kein Sozialamt, nicht die Sozialgemeinschaft. Schon gar nicht, wenn nichts eingezahlt wurde. Das nur nebenbei.<<

Das ist bekannt.

Sie meinen, wir müssten die Spanier aussperren, um uns zu schützen?

re von fathaland slim 15:53

Ja,daß ist wahr.Aber so wirkt die Austerität in der EU und die Handelsbilanzdefizite Spaniens,die damit einhergehende Verschuldung.

@15:08 von frische Unterhose

Und wieso kamen in der Corona-Zeit u.v.a. viele Medikamente nicht in Deutschland an ? Wegen der Globalisierung, deswegen.
Also ist die Aussage:
" ... Ohne Globalisierung hätten wir praktisch keinen Handel und noch wesentlich mehr Engpässe. ..."
völlig daneben ! Passt nicht.
Warum wandern Sie nicht in die USA oder nach Großbritanien aus ? Da ist Alles so wie Sie es wünschen ...

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