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Mehr als nur ein Hoffnungs-"Schimmer"

„Als Wissenschaftler und Mediziner muss man sagen, dass das alles noch keine kontrollierten Studien sind. Aber wenn man die Masse und die Dichte dieser wissenschaftlichen Meldungen berücksichtigt und auch, dass dieses Therapieprinzip eigentlich schon eine lange Tradition in der Transfusionsmedizin hat, denke ich, ist das schon ein sehr starker Hinweis darauf, dass es diesen schwerkranken Patienten signifikant weiterhelfen kann“

Das macht wirklich Hoffnung.

„(…) Ich denke, dass es sinnvoll ist, mehrere kontrollierte Studien mit verschiedenen Designs zu initiieren. Dann kann man wirklich nach harten wissenschaftlichen Kriterien bewerten, ob diese Therapie signifikant positive Effekte für die Patienten hat“

Sogar doppelt sinnvoll: „Was man jetzt zweigleisig[!] neben der Therapie von Akutpatienten machen sollte, sind kontrollierte klinische Studien“

Hier darf keine Zeit verloren werden

tagesschau.de: „Darf ich als Arzt, wenn bei Covid-19-Patienten nichts anderes anschlägt, eine Plasmatherapie einfach so ausprobieren?

Hackstein: Um das tun zu können, muss man erst einmal ein genehmigtes Arzneimittel einsetzen. Dafür ist wiederum Voraussetzung, dass die transfusionsmedizinischen Institute, die so etwas herstellen, so eine Gestattung der Herstellung für dieses spezifische Präparat haben - das ist etwas, was von den regulären Aufsichtsbehörden in den entsprechenden Regionen erst nach Prüfung erteilt wird“

Diese Prüfung muss dann angesichts der Dringlichkeit und des öffentlichen Interesses an der Suche nach geeigneten Therapie- und Präventionsmöglichkeiten zu Covid-19 unbedingt Vorrang vor anderen „Vorgängen“ haben.

Welche Risiken hat diese

Welche Risiken hat diese Therapieform, und was kostet sie? Wenn Antikörper übertragen werden,was kann sonst noch übertragen werden? Warum wird diese Seite gar nicht beleuchtet?

Seit Monaten wird dies schon umgesetzt

Seit Monaten wird dies in China schon umgesetzt. Immerhin, scheint es nun auch in Deutschland erste Virologen zu geben, die sich dem Thema annehmen. Als ich vor 2 Monaten mit Chefärzten gesprochen habe, kannte niemand diese Praxis und mir wurde gesagt, dass dies auch rechtlich in den meisten Krankenhäusern sehr schwer umsetzbar ist.

Interpretation der Gangelt Studie

Virologe Streeck ermittelte, das von den zufällig ausgewählten 1000 Probanden 15% SARS2 Antikörper im Blut haben. Er interpretiert das so, das die „wahre“ Sterblichkeit nur knapp 0.4% beträgt, statt der ca. 2.0% laut JHU.

Leider ist man nun bezüglich der Dunkelziffer genauso schlau als wie zuvor. Denn hochrechnen kann man das Resultat auf Deutschland keineswegs (dann käme man auf 12.5 Millionen Virusträger, das ist völlig absurd bei einer Epidemie die es erst seit ca. 15.02. in Deutschland gibt).

Wie ich schon vorher feststellte, ist die Durchseuchung extrem inhomogen.

Aber die Untersuchung wirft noch mehr Fragen auf. Angenommen, die 1000 Probanden sind repräsentativ für die Bevölkerung in Deutschland. Dann wären schwere Verläufe relativ selten (also nur bei 4% der Infizierten). Sind 96% asymptomatisch im Widerspruch zu den Fakten? Und alle diese nicht-infektiös gewesen? Wenn nicht, warum haben „nur“ 15 % der Menschen das Virus? Gibt es also gar keine asymptomatische Übertragung?

@wolfgang pleija 16:23

Vernünftige Frage.

Grundsätzlich braucht man nur geeignete immunisierte Plasmaspender, die keine anderen gefährlichen Viren im Blutkreislauf haben.

Geeignete Spender zu finden könnte derzeit noch problematisch sein, denn man muss einen spezifischen Antikörpernachweis für das aktuelle Coronavirus durchführen. An dem wird m.W. aber noch gearbeitet.

@ wolfgang pleija (16:23): ich denke schon dass das safe ist

hi wolfgang pleija

Also ich denke mal, dass da schon aufgepasst wird dass da nichts anderes uebertragen wird. Denn ich weiss das aus sowas in Österreich von der Firma Takeda bereits ein Impfstoff - einer von dreien - hersgestellt wird:

https://tinyurl.com/t38ty9f
Merkur: Coronavirus-Impfstoff: Wiener Firma kurz vor Durchbruch - dank Spende kann Therapie entwickelt werden (02.04.20 10:04)

Das Unternehmen will den Impfstoff durch Antikörper aus dem Blutplasma geheilter Patienten herstellen. Diesem Ziel ist man nun einen Schritt näher gekommen, nachdem am Montag eine Plasmaspende abgegeben worden sei. Jetzt könne man mit der Entwicklung einer Corona-Therapie beginnen, heißt es in dem Bericht.

Dieses Prinzip will Takeda nun auf das Coronavirus anwenden. Patienten, die das Virus vollständig überstanden haben, wurden gebeten ihr Blutplasma zu spenden. Die Firma konzentriert dem Bericht nach anschließend die Antikörper und macht das Mittel haltbar.

Warum diese Zeitverzögerung???

Bei der Informationsübermittlung gibt es noch Verbesserungspotential. Wir haben schon hier vor 2 Monaten über dieses Thema berichtet:

https://youtu.be/vjT0972DDjA

Würde hoffen, dass die Virologen in Zukunft sich international etwas besser vernetzen damit die Informationen nicht Monate brauchen um von China bis Deutschland durchzudringen.

Das ist ein ähnlicher ...

... bzw. gleiche Ansatz, den das japanische Pharma-Unternehmen
Takeda in Wien erforscht, erprobt.

U.a. beim ORF.at zu finden
"Passivimpfung gegen Coronavirus wird in Wien entwickelt"

Liest sich informativer als beim häufigsten angegebenen Link zu Merkur.

@ wolfgang pleija
Die Blutspender, die an COVID-19 genesen sind, müssen natürlich gründich untersucht werden.

Noch ein kleiner Exkurs (Vakzin)

Die ersten Impfstoffe gegen Viren (Pocken) wurden mithilfe von Kühen gewonnen, die man mit Kuhpocken infiziert hatte. Diese Tiere „spendeten“ dann ihr Blut mit den darin enthaltenen antiviralen Antikörpern. Deshalb bezeichnen wir solche Impfstoffe immer noch als Vakzine ( Vaca = Kuh).

Da humane Coronaviren nicht ohne weiteres auf Tiere übertragen werden können (außer vielleicht auf Fledermäuse) versucht man Blutplasma immunisierter Menschen als improvisiertes Vakzin einsetzen.

Korrektur (bevor es ein anderer macht):
Silene schreibt Blödsinn. Die Rinder wurden natürlich nicht eingesetzt, um Antikörper zu gewinnen, sondern um die Viren (Kuhpocken) zu vermehren, die dann wiederum eine Immunisierung der Geimpften gegen Pocken herbeizuführen. Antikörpertherapien kannte man damals noch nicht.

@ Möbius (16:33): Studie ist noch nicht beendet

hi Möbius

Interpretation der Gangelt Studie

Virologe Streeck ermittelte, das von den zufällig ausgewählten 1000 Probanden 15% SARS2 Antikörper im Blut haben. Er interpretiert das so, das die „wahre“ Sterblichkeit nur knapp 0.4% beträgt, statt der ca. 2.0% laut JHU.

richtig. Davon wird auf n-tv.de aktuell berichtet in zwei großen Artikeln.

https://tinyurl.com/t6ktron
n-tv: Sterblichkeit viel geringer Heinsberg-Studie enträtselt Coronavirus (Donnerstag, 09. April 2020)

und hier:

https://tinyurl.com/qkc4aj3
n-tv: Zwischen Infektion und Tod - Bei Covid-19 ist Phase 3 entscheidend (Donnerstag, 09. April 2020)

Laut diesem Virologen war die Sterblichkeit in Heinsberg bei nur 0,37%. Und die Dunkelziffer wird man erst ganz am Ende der Studie sehen. Die Studie ist ja noch nicht zu Ende. Das hier ist erst ein Zwischenergebnis und noch NICHT das Endergebnis.

@um 16:48 von Silene

"Tiger im New Yorker Zoo positiv auf Corona getestet"
Die Welt 06.04.1020

Ein Kätzchen und ein paar Hunde hats wohl auch schon erwischt.

Kann sich natürlich immer noch um einen Irrtum/Laborfehler handeln, aber zumindest bis jetzt kam noch keine Revision zu dieser Meldung.

Anscheinend hat dieses Virus so einige Überaschungen parat.

Deutsche Gründlichkeit

Hätte Behring vor solchen Rechtsproblemen gestanden, als er die passive Immunisierung gegen Diphterie entdeckte, es wären noch viele Kinder gestorben, bevor alle rechtlichen Hürden genommen worden wären. Hier liegen Patienten im Sterben, man weiß ein Mittel, dessen Evidenz sich zeigt. Aber es sind nicht alle Stufen der Zulassung erklommen. Die Wirtschaft steht vor dem Kollaps. Die Bevölkerung ist in extremen Maß eingeschränkt. Könnte man nicht schwer Erkrankte mit deren Einwilligung behandeln, wenn keine andere Therapie anschlägt, und dies als Teil einer Studie anerkennen? Nein, eher zieht man die ungeheuerliche Triage in Betracht.

Diamond Princess war das „Gangelt“ zur See

Von den ca. 5.000 Passagieren und Crew an Bord waren 711 infiziert, 11 sind gestorben (Sterblichkeit 1.5%). Alle wurden getestet. Von den 711 „Positiven“ haben viele Symptome entwickelt. Natürlich sind viele alte Leute darunter, einige Familien und natürlich Crewmitglieder aller Altersstufen von 20-60. Nicht ganz repräsentativ, aber ungefähr passt es. Rechnet man jetzt die Gangelt Ergebnisse auf das Kreuzfahrtschiff um, heißt dass es 750 Infizierte gegeben hätte. Muss man das also so interpretieren, dass jeder der für das Virus „empfänglich“ war, auch infiziert wurde ? Das kann ich mir unmöglich vorstellen. Irgendwo muss ein Denkfehler vorliegen. Entweder die Studie hat einen methodischen Fehler. Oder man hat etwas fundamentales übersehen.

Die Erlanger Mediziner transferieren mittelbar Antikörper. Kann es sein, dass die Entwicklung von Antikörpern, ähnlich einer Impfung, auch durch Kontakt mit nicht-infektiösem Material erworben werden können?

Am 09. April 2020 um 16:44 von Demokratieschue...

Jeden Tag bekommen Sie von allen Seiten Contra, und jeden Tag schreiben Sie hier wieder.

Das ist irgendwie merkwürdig.

@Wolfes74 17:00

Stimmt, eigentlich wäre das ein interessanter Ansatz. Aber ob der New Yorker Zoo genug Tiger für die Impfstoffgewinnung zur Verfügung hat?

17:00 von Oldtimerin ...

... Sie übersehen, dass es seitdem jede Menge andere Menge Krankheiten gibt.

Und kein Arzt möchte eine Klage
am Hals haben

@Oldtimerin 17:00

Zu Emil von Behrings Zeiten war man nicht gerade zimperlich was Menschenversuche angeht...

@16:33 von Möbius Interpretation der Gangelt Studie

Jonas Schmidt-Chanasit, Virologe Bernhard-Nocht-Institut: "Heinsberg ist nicht repräsentativ für ganz Deutschland" .

Die Aussagefähigkeit der Zahlen aus Heinsberg zur Sterblichkeit ist begrenzt:
1. Die Infektion hat sich in Deutschland ZUNÄCHST bei vielen jungen Menschen ausgebreitet (Ausgang z.B. Ischgl). Da der Altersdurchschnitt der Infizierten mit der Zeit steigt, steigt auch die Sterblichkeit.
2. Wuhan und Bergamo haben gezeigt: Wenn ohne Gegenmaßnahmen die Zahl der Infizierten zu schnell steigt, dann steigt auch die Sterblichkeitsrate, weil das Gesundheitssystem zu viele Kranke auf einmal nicht mehr behandeln kann.

Was bei der Sterblichkeitsrate vollkommen außer Acht gelassen wird, ist die Tatsache, dass es bei Covid19 erheblich schwerere Krankheitsverläufe mit Folgeschäden gibt als bei Grippe. Clemens Wendtner (Chefarzt am Klinikum Schwabing):
„ Manche Patienten sind danach Manche Patienten sind danach vielleicht sogar im Alltag auf Sauerstoff angewiesen.“

@ 16:33 von Möbius

„ das ist völlig absurd bei einer Epidemie die es erst seit ca. 15.02. in Deutschland gibt).“

Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, also nur unter Vorbehalt. Ich glaube mich zu erinnern, dass der erste Webasto Fall irgendwann 28/29. Januar war. Er wurde gefunden durch eine nach Rückkehr nach China positiv getestete Mitarbeiterin. Es war zumindest der erste „entdeckte“ Fall.

@Möbius 17:02

Zitat: „ Kann es sein, dass die Entwicklung von Antikörpern, ähnlich einer Impfung, auch durch Kontakt mit nicht-infektiösem Material erworben werden können?“

Grundsätzlich ja. Abgeschwächte Viren bzw. ihre Hülle könnten theoretisch zur Immunisierung verwendet werden. Aber dieses Material muss man erst einmal in der entsprechenden Reinheit gewinnen (Infektionsrisiko!).

Außerdem kann die Immunreaktion bei der Verabreichung solcher Antigene ziemlich heftig sein. Für Menschen, die bereits unter einer schweren CoViD19 Symptomatik leiden ist so eine Therapie vermutlich nicht mehr durchführbar.

Edit: Den letzten Satz bitte streichen, Silene!
Wer bereits eine CoViD19 Symptomatik hat, dem hilft natürlich auch die Gabe eines Vakzins nicht mehr! So etwas geht nur vorbeugend.

am 03.Februar gegen 12.47 h ..

.. habe ich d i e s e Art Behandlung bereits in die Debatte eingebracht, dachte dabei aber mehr an die geschäftstüchtigen Chinesen , die damit gutes Geld verdienen könnten - doch wie jetzt ersichtlich ist, brauchen auch gute Ideen eine gewisse Reifezeit.

Koreanische Studie

In Südkorea haben Ärzte bei Genesenen kurz nach der Genesung eine Reaktivierung des Virus entdeckt. Eine Neuansteckung wurde ausgeschlossen.

Der Coronavirus scheint sich verstecken zu können und das Immunsystem in gewisser Weise zu täuschen. Es kann natürlich sein, dass die angeblich Genesenen nicht vollständig genesen waren und zu voreilig mit zu unpräzisen Tests kontrolliert wurden. Ein Mix aus beiden wird's wohl sein, denn am MIT in den USA hat ein Forscher mit Schallwellen (Musik) Tests gemacht. Das Virus scheint sich teilweise anpassen zu können, besser gesagt eine Mimese durchzuführen. Ob meine Interpretation richtig ist sei mal dahingestellt. Corona soll aber auch Antikörper-Zellen befallen können. Das würde erklären, warum immungeschwächte so dramatische Verläufe aufweisen. Ob dadurch die Antikörper vom Körper als gesund erachtet werden aber inaktiv sind, sie selber Viren nachproduzieren oder andere Bewandtnisse hat weiß ich nicht.

Es müssen mehr forschen. Nicht nur das RKI.

Plasma ja, aber...

Humanes Plasma wird schon seit Jahrzehnten zur Herstellung von Antikörperpräparaten gewonnen. Zur Gewinnung wird Plasmapherese eingesetzt, ein für den Spender nicht gerade risikoloser Eingriff, denn dem Blut wird ausserhalb des Körpers das Plasma entzogen und der Volumensverlust wird mit Plasmaexpander aufgefüllt. Er verliert also einen Teil seiner schützenden Antikörper und anderer wichtiger Komponenten, wie z.B. Gerinnungsfaktoren. Das ist schon für Gesunde belastend und ich würde als gerade genesener Corona-Patient den Teufel tun und mich gleich wieder einer Tortur zu unterziehen. In den USA spenden die ärmsten der Armen Plasma um mit dem bisschen Geld, was sie dafür bekommen etwas zu Essen kaufen zu können.
Dem Plasma muss man Gerinnungshemmer zusetzen, das ist in der Regel Citrat. Der Spender muss frei von HIV- und Hepatitis-Viren sein. Bei uns wurden die Plasmen dann tiefgefroren gelagert, bis bei den Spendern auch der nächste Test nach Wochen negativ war. Danach konnte dann das

Plasma aber..

konnte das Plasma aufgearbeitet werden.
Plasma direkt zu nehmen ist zu riskant, weil es zu Komplikationen kommen kann.
In einem Verfahren werden die Antikörper aus dem Plasma isoliert und weiter so behandelt, daß man sie gefahrlos einem Patienten verabreichen kann.

Es gibt Firmen, die zugelassene andere Antikörperprodukte haben, diese könnten schnell ein Anti-Corona Produkt herstellen.

Ob das aber so schnell ist, dass man ein Produkt noch bei der aktuellen Infektionswelle einsetzen kann, wage ich zu bezweifeln.

Ausserdem braucht man Menge und registrierte Spender dürfen ähnlich wie Blutspender auch nur ein paarmal pro Jahr spenden.

@semillas 17:59

Danke für den fundierten Beitrag.
Ich habe wieder etwas dazu gelernt.

@Minka04 17:15 Uhr: Webasto Fälle atypisch

Der Beginn des aktuellen Ausbruchs in D lässt sich rückwärts extrapoliert auf ca den 15.02. verorten. Die Webasto Infektionskette wurde rechtzeitig gestoppt.

18:05 von Silene

Zitat:" @semillas 17:59 Danke für den fundierten Beitrag.
Ich habe wieder etwas dazu gelernt."

Ich schließe mich an!

Plasma gaben an Covid 19 Patienten

Werden in Basel seit 2 Wochen verabreicht und in Zürich seit dieser Woche. Leider Sterben auch in Basel weiterhin Menschen. Diese sind aber bis jetzt ausschließlich älter als 85 Jahre.

Ich würde mich nicht wundern

Wenn eine genauere Analyse der Gangelt Studie ergibt das es sich um einen Cluster handelt, dh das die vergleichsweise hohe Durchseuchung auf eine oder wenige gemeinsame Ursachen zurückzuführen ist (kontaminierte Griffe an Einkaufswagen beim einzigen Supermarkt der Stadt?)

Interessieren würde mich auch, wo die infektiöse Dosis liegt. Reicht bereits ein einziges Viruspartikel an um einen Menschen anzustecken, und könnte man auch bei Aufnahme subinfektiöser Dosen Antikörper ausbilden? Die Gangelt Ergebnisse sind jedenfalls paradox.

Eine Plasmaspende

Reicht für 16 Patient. Nach der Aufbereitung durch die Blutspendezentrale.

@Möbius

Es war am Ende Januar! Und wurde es wirklich gestoppt? Wurden die Hotelangestellten, die Taxi Fahrer und Restaurantangestellten usw untersucht?
Was ist mit den Flugpassagieren die mit der Angestellten aus China gekommen sind untersucht? Man kann nicht alle Kontakt kontrollieren.

Streeck hat evtl spontane Immunisierung entdeckt

Das wäre eine kleine Sensation. Es gibt also evtl ein paar wenige Prozent der Bevölkerung die sich durch Kontakt mit Virusmaterial „spontan immunisieren“ ohne vorher zu erkranken oder geimpft zu sein. Ziemlich cool, aber leider für die weitere Entwicklung recht unerheblich !

Junge

um 16:32 von Marxen Brothers...Seit Monaten wird dies schon umgesetzt
Seit Monaten wird dies in China schon umgesetzt. Immerhin, scheint es nun auch in Deutschland erste Virologen zu geben, die sich dem Thema annehmen. Als ich vor 2 Monaten mit Chefärzten gesprochen habe, kannte niemand diese Praxis und mir wurde gesagt, dass dies auch rechtlich in den meisten Krankenhäusern sehr schwer umsetzbar ist.

Waren diese „Chefärzte“ zufällig Mitglieder einer Musikkapelle? Junge Junge!

Antikörperphagendisplay-Technologie

Das Ganze basiert auf einem Verfahren, das Antikörperphagendisplay-Technologie genannt wird. Dabei nutzen die Forscher paradoxerweise andere Viren, sogenannte Bakteriophagen: Diese helfen dabei, verschiedene, aus einer gigantischen Gen-Bibliothek zusammengebaute Antikörper, an den Spikes des Coronavirus zu testen. Jene, die sich bewähren und haften bleiben, kommen in die engere Wahl und werden weiteren Test unterzogen.
Phagen gibt es im Körper und die Forschung sagt dazu , das sie ohne neben Wirkung ausgeschieden werden .!!!!!!!!!!!! also warum warten ?

Ich halte es für ausgeschlossen das die Dunkelziffer asymptomatischer Infizierter in Gangelt auf eine gewöhnliche Ansteckung und durchlebte Infektion zurückgeht. Vielleicht kann man auf analoge Weise die Bevölkerung immunisieren und sich die „Impfstoffentwicklung“ sparen, wenn man herausfindet wie die neu entdeckten Leute zu ihren Antikörpern gekommen sind!

Einsetzen!!!

Warum so viele bürokratische Hürden und nicht einfach einsetzen? Das Wirkprinzip ist doch absolut einsichtig, von anderen Viren sind anscheinend Effekte bekannt und die Risiken und Nebenwirkungen von Transfusionen kann man auch schon lange einschätzen. Warum nicht sämtliche gesenene Patienten anschreiben und um eine Spende bitten? Und diese Spenden auch nach New York und Italien schicken! Wozu diese Halbherzigkeit? Wir retten damit Leben!

Antikörper =Bakteriophagen

Antikörperphagendisplay-Technologie genannt wird.Bakteriophagen sind erforscht und in der Berliner Charité werden sie als Wunderwaffe ohne Nebenwirkungen bewertet . sind in vielen Bereichen getestet . also warum warten?? Erklärung gibt es in dem Video , des Deutschen Museum - die tödlichsten Killer der Welt

18:46 von Franz142

in der Berliner Charité werden sie als Wunderwaffe ohne Nebenwirkungen bewertet
.
bringen sie das nicht was durcheinander
es wird daran geforscht - sie stellen das hin,
als ob es bereits einsatzbereite Medizin wäre

Kontrollierte "Coronapartys"

Die Idee von Coronapartys war vielleicht garkeine so schlechte Idee.

Würde man diese kontrolliert Gestalten, bekommt man einerseits Erhebungen über diverse Faktoren.
- Man steckt in der aktiven Phase, wenn noch keine Symptome bestehen, niemanden an, weil eben sofort in Quarantäne.
- Man kann sehen wie sehr die Krankheit ausbricht - auch bezogen auf das Alter.
- Man hat bei schwerem Verlauf sofort die richtigen Hilfsmassnahmen.

Und andererseits immunisiert man dadurch die Bevölkerung ohne spezielle Impfungen kontrolliert durch - jenachdem wer dabei alles mitmacht, und natürlich kontrolliert man die Termine und Teilnehmerzahlen pro Zeit, um im Zweifel keine Überlastungen des Gesundheitssystems zu riskieren.

@16:33 von Silene @wolfgang pleija 16:23

"Geeignete Spender zu finden könnte derzeit noch problematisch sein, denn man muss einen spezifischen Antikörpernachweis für das aktuelle Coronavirus durchführen. An dem wird m.W. aber noch gearbeitet."

Frau Dr. Addo (UKE Hamburg) hatte in einer Pressekonferenz erklärt, dass der Antikörpernachweis so schwierig ist, weil weil das neue Coronavirus sehr viel Ähnlichkeit mit den bereits bekannten Grippeviren aufweist und man sicher gehen muss, dass es keine Kreuzreaktionen im Ergebnis sind. Da ist allerdings schon ein paar Tage her. Sieht ja so aus, als ob man schon weitergekommen ist.

Plasma - wie hoch ist der Titer, wie lange ist er hoch?

Ich habe vorhin noch folgendes vergessen:

Natürlich wird man jetzt immer wieder von Einzelfällen lesen, in denen Plasma eingesetzt wurde, ob erlaubt oder auch nicht.

Aber auch unter den Medizinern gibt es Scharlatane, die einem Sterbenden irgendwas verabreichen, um sich dann, wenn es geklappt hat, damit brüsten zu können.
Das gab und gibt es in der Krebstherapie und das gibt es mit Sicherheit jetzt auch bei Corona.

Nach einer Vireninfektion steigen normalerweise die Antikörper-Titer (Gehalt) im Plasma deutlich an, fallen dann aber nach Genesung relativ schnell nach einigen Wochen wieder ab (Die Halbwertszeit ist normalerweise um die 20 Tage).
Ein kleiner Titer bleibt bestehen und sorgt für den kurzfristigen Schutz, indem die körpereigene Produktion sehr schnell wieder angeworfen werden kann, dieser Ruhetiter reicht aber nicht aus, um aus solch einem Plasma ein wirksames Medikament zu machen.

Also, Forschung wichtig, Medikament noch lange nicht!!

@18:20 von Möbius

"Reicht bereits ein einziges Viruspartikel an um einen Menschen anzustecken..."

Ich vermute(!) das, weil das Virus sich rasend schnell vermehren kann. Und deshalb wird es die "subinfektiösen Dosen" wohl nicht geben.
Alles, was man bisher versucht hat, war in erster Linie, das Virus mit Medikamenten in seiner Vermehrungsgeschwindigkeit zu hemmen und/oder die Abwehrkräfte zu mobilisieren.

@ Marxen Brothers

"Seit Monaten wird dies in China schon umgesetzt. Immerhin, scheint es nun auch in Deutschland erste Virologen zu geben, die sich dem Thema annehmen"

Mich verwundert auch diese lokale Fixiertheit der Ärzteschaft. In China wurde bereits so einiges getestet und validiert, wo man jetzt so langsam hier auch auf den Trichter kommt. Ich frage mich, ist das Ignoranz oder Überheblichkeit, dass man Ergebnisse auch China kaum beachtet...
Jetzt Plasma-AKs, vorher Kaletra/Chloroquin, alles in China schon gemacht. Die haben einfach einen gewissen zeitlichen Vorsprung, wir könnten davon profitieren, China stellt das Wissen bereit. Nicht das Rad neu erfinden, anwenden und weiterentwickeln!

@ Möbius

Gangelt ist _der_ Hotspot des Kreises Heinsberg, bzw. NRWs. Das ist der Ort in dem der legendäre Karneval mit Patient 0 gefeiert wurde. Die Quote von 15% dort ist nicht unplausibel, aber auch nicht repräsentativ für den Rest Deutschlands - außer vielleicht Tirschenreuth.

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