Ihre Meinung zu: Pläne der EU-Kommission: Weniger Abfall, mehr Reparaturen

11. März 2020 - 20:04 Uhr

Wiederverwerten statt wegwerfen - das soll in Europa Gesetz werden. Die EU will die Vernichtung haltbarer unverkaufter Lebensmittel verbieten. Handys und andere Geräte sollen so konstruiert werden, dass sie repariert werden können.

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Kommentare

Aber jetza ! Die europäische Lösung.

Schon witzig diese Frau v.d.Leyen.
Bei der Bundeswehr hat sie nichts zum Fahren, Fliegen, Schwimmen gebracht. (Trotz mehr mehr Berater, als Die BW Kampfverbände hat.)
Und nun werden ziemlich alte Ideen in neue Schläuche umgefüllt. Über Waschmaschinen mit eingebauter Selbstzerstörung haben sich gefühlt schon Millionen Verbraucher geärgert - alles ungehört verhallt.
Das Startzeichen zum "german zerreden" wurde gegeben!

Mehr Reparieren statt wegwerfen

Das wäre ja fein.
Wenn bei mir ein Haushaltsgerät, das mehrere 100€ gekostet hat, den Geist aufgibt, überlege ich sehr genau ob ich noch reparieren lasse.
Wenn die Reparaturkosten den Anschaffungskosten eines neuen Geräts nahe kommen, wird neu angeschafft.
Zu DDR Zeiten wurde nahezu alles repariert, war nicht die schlechteste Lösung.
Ok, man kann schlecht vergleichen....wenn mir beim Notebook ein Teil kaputt geht das Teil der Platine ist, tja, dann geht es eben nicht.
Manche Herstellungskosten sind wohl auch deshalb so niedrig, weil viel zusammen gepackt wird.
Wir leben in einer Überfluss und Wegwerf Gesellschaft, das muss ein Ende haben.
Ich habe gar keine Lust, mir alle 2 Jahre ein neues Handy zuzulegen, weil das "Alte" pünktlich nach Garantieende die Mücke macht. Nur 1 Beispiel.
Ich besitze heute noch! nach 35 Jahren! ein Mixgerät, zu DDR Zeiten zur Hochzeit bekommen, funktioniert einwandfrei, warum soll ich ein neues kaufen?
Von mir aus dürfen die Sachen länger halten

Reparaturfreundlichkeit

Als passionierter Bastler versuche ich zunächst einmal alles zu reparieren, was sich aber zunehmend als problematisch darstellt: Gehäuse nur mit Spezialwerkzeug zu öffnen, Flexverbindungen lassen sich nicht wieder anschließen, Multilayer Leiterplatten erschweren die Fehlersuche,zB nach einer kalten Lötstelle.
So bleibt oft nur der Neukauf!

Endlich ...

Endlich schauen sich Politiker mal Alternativen zu unserer unmäßigen Verschwendung von Ressourcen an. Wirtschaftswissenschaftler haben diese neuen Modelle schon längst durchdacht und kommuniziert.

Klar sind viele Teile der Wirtschaft dagegen, denn wenn Dinge nicht mehr mit begrenzter Lebensdauer produziert werden und sogar repariert werden können, müssen die Firmen plötzlich Qualität produzieren und gut bezahlte Fachkräfte beschäftigen.

Das ist ein sinnvoller Plan

"" Handys, die pünktlich nach Ablauf der Garantie kaputt gehen, haltbare Lebensmittel, die auf den Müll kommen, Verpackungen, mit denen nichts mehr anzufangen ist: All das will die EU-Kommission künftig stoppen. Die Brüsseler Behörde stellte heute ihren Aktionsplan gegen Müll vor. ""
#
Auf dem Foto oben wird ein Smartfon beim Akku wechseln gezeigt. Das habe ich mir für mein Tablett auf you toube einmal angesehen und dann den Akku gewechselt.Allerdings muss man das entsprechende Werkzeug haben. Auch das ist leicht zu bestellen.Dann geht es mit etwas Geschick und spart viel Geld.

Vorschlag

Man sollte Handyhersteller zwingen, nur noch Handys zu verkaufen, bei denen man, wie noch vor ein paar Jahre üblich, selbst die Batterie wechseln kann. Dann werden mit Sicherheit Handys nicht so schnell weggeworfen.

Reparatur

Man kann fast alles ehe reparieren, nur ob sich das dann lohnt am Ende bei den Preisen für Neu-/Ersatzteil und Zeitaufwand (Stundenlohn), das überredet dann eventuell zu der Entscheidung nicht reparieren lassen.

Pragmatismus statt Ideologie

Die EU scheint zu einem Mix aus Glauben und Ideologie zu bestehen. Pragmatismus und Ehrlichkeit wäre besser!

Der Mensch möchte keine Autos, Waschmaschinen etc. mit irgendwelchen kaum bekannten Menschen teilen. Dieser sozialistische Ansatz hat noch nie in der Geschichte bis heute funktioniert (auch das Carsharing ist ein Rohrkrepierer). Der Mensch strebt nach Eigentum, Status, Besitz, Sicherheit.

Hochwertiger Konsum in Verbindung mit Prestige ist da ein sicherlich Ausweg, um Wirtschaftswachstum und Umweltschutz zu versöhnen. Da passt dann durchaus auch die Reparaturfreundlichkeit dazu, um hochwertige Güter lange am Leben zu halten.

Lebensmittel

Ich meine wir brauchen nicht von einer Sorte Lebensmittel zig verschiedene Ausführungen. Das würde schon mal einiges an Müll ersparen. Bei Smartphones sollte eventuell auch mal festgelegt werden, das nur alle 2 oder 3 Jahre ein neues Modell auf den Markt gebracht werden darf. Es gibt ja leider Leute die sich jedes Jahr das neuste Modell kaufen, nur um ganz toll zu sein und prahlen zu können.

Endlich

Höchste Zeit für solche Regelungen und Gesetze. Negativbeispiele für Produkte, die innerhalb kurzer Zeit unbrauchbar sind, gibt es genug.

Ich habe eine funktionsfähige Kaffeemühle täglich im Einsatz, die ungefähr 1960 hergestellt wurde. Die funktioniert immer noch. Sowas gibt es heutzutage nicht mehr.

Grenzen des Wachstums

Das sind begrüßenswerte Ansätze.

Das produzierende Gewerbe wird seine Pfründe in Form von kurzen Produktionszyklen allerdings mit Zähnen und Klauen zu verteidigen versuchen.

Insofern muss nun der Verbraucher seine Marktmacht nutzen:

Widerstehen Sie doch dem Drang, immer das Neueste und Aktuellste besitzen zu wollen.
Es ist selten besser.
Und es macht nie glücklicher.

Bisher war es häufig die jüngere Generation, die jeden Hype meinte mitmachen zu müssen; wir Älteren waren zwar nicht ganz so zappelig, mussten dafür aber ständig unsinnige und immer teurere Statussymbole kaufen ...

Wie wäre es, wenn wir angesichts des neuen Umweltbewusstseins der Jüngeren einfach mitziehen und über die in unserer Boomergeneration schmunzeln, die wieder mal das neueste Automodell haben müssen?

Der Kernsatz des Berichtes stimmt doch schlicht:

Bei bald acht Milliarden Menschen wäre ein weiteres lineares Wachstum nicht nur unnütz, sondern tödlich wie ein immer weiter wachsender Tumor.

Cradle to Cradle ist in der Politik angekommen!

So begeistert ich das Buch von Michael Braungart (den Ursula von der Leyen mit ihrem Waschmaschinen Beispiel zitiert) vor ein paar Jahren gelesen habe, so wenig habe ich daran geglaubt, dass die Politik jemals dieses Potential erkennt. Bleibt tatsächlich nur zu hoffen, dass die Pläne nicht verwässert werden. Was der Elektronik-Branchenverband Bitkom am "Recht auf Reparatur" auszusetzen hat kann ich absolut nicht nachvollziehen. Der ganze billig Elektronikschrott kommt doch sowieso aus China, insofern hätte die Deutsche Industrie hier die Möglichkeit wieder mit Qualität zu punkten. Und wer zum Geier braucht ein wasser- und staubdichtes Smartphone? Außerdem müsste man Bitkom zumindest so viel Branchenkenntnis zumuten können, dass sie schonmal vom Fairphone gehört haben, das sehr wohl jeder Nutzer einfach aufschrauben kann.

erinnert mich an die Bilder in meiner Jugend
da wurden von der EU Tomaten und Orangen vernichtet um den Preis zu halten
wie sich doch die Zeiten ändern

ohnehin ist vieles ganz einfach weltfremd ...
wenn ich nen Fön für 14,99 kaufe
und beispielsweise der Schalter geht kaputt
Gerät aufschrauben ... Schalter anschließen/rein ... Gerät zuschrauben
- dazu kommt natürlich noch der Wareneingang wenn der Kunde die Sache bringt
- der Beschaffungsvorgang des Schalters
- und die Rechnung schreiben
wie lange wird das wohl dauern - ohne dass der Mitarbeiter eine rauchen geht
30 min oder doch eher 60 min die zu 45 Euro
das rechnet sich

Völlig unglaubwürdig. Mein

Völlig unglaubwürdig.
Mein "Oldtimer" golf2 ist dermaßen unrentabel, dass ich mir ein neues Auto kaufen muss. Das neue Auto muss 40 Jahre fahren, um die neuproduktion zu rechtfertigen . Finde den Fehler.

@ Hackonya2

"Ich meine wir brauchen nicht von einer Sorte Lebensmittel zig verschiedene Ausführungen. Das würde schon mal einiges an Müll ersparen." Am 11. März 2020 um 20:24 von Hackonya2

Abgesehen davon, dass dieser Müll kompostierbar und nicht das Problem ist:

Warum soll ich meine Kartoffeln nicht als Pellkartoffeln, Kartoffelbrei, Bratkartoffeln, Koketten, Pommes, Pierogi, Kartoffelsalat usw. essen?

Warum soll es denn Müll vermeiden, wenn ich sie nur einfach gekocht esse?

um 20:19 von AbseitsDesMains...

"... Mensch möchte keine Autos, Waschmaschinen etc. mit irgendwelchen kaum bekannten Menschen teilen. ...
sozialistische Ansatz..."

Wo haben Sie denn das gelesen? Blühende, jedoch sinnlose Phantasie?

Die EU hat das Ei des Kolumbus?

Heureka! Lange hat man die gegenläufige Entwicklung toleriert, wenn nicht gefördert! Handys waren mal so konstruiert, dass man mühelos den Akku wechseln konnte, Laptops auch. Heut ist beim Laptop der Akku fest eingebaut- nichts mit Ersatz. Und so geht es weiter- Fernsehreparatur? Lohnt nicht wg. unverhältnismäßigen Kosten. Kühlschrank ebenso. Und wenn mal bei den so mit Subventionen in den Markt gedrückten E-Spassmobilen die Batterie fertig hat hört der Spaß auf, das ist dann wirtschaftlicher Totalschaden

Allerdings bezweifle ich,

Allerdings bezweifle ich, dass derartige Gesetze, wie sie im Artikel beschrieben sind, schlußendlich auch verabschiedet werden. Da gibt es viel zu viel Widerstand aus der Industrie. Wenn die Tagesschau in ein paar Monaten mal bei der EU-Kommission nachhakt, werden wir schnell feststellen, dass die Gesetze so entschärft wurden, dass sie ihren Zweck verfehlen.

19:26 von Lyn

"" Zu DDR Zeiten wurde nahezu alles repariert, war nicht die schlechteste Lösung.""
#
Stimme zu, da ich durch meinen Schwiegersohn und dessen Vater, ich Wessi , gesehen habe was dort alles repariert wurde .Und aus einem Waschmaschinen Motor hat sein Vater eine Kreissäge gebaut. Alle Achtung von einem Wessi wir mir an den Ossi !

Solange die Digitalisierung

Solange die Digitalisierung nicht endlich auch den letzten Arbeitsplatz in Luft auflöst, wird sich mit genau diesem Argument sicher keine verbraucherfreundliche Lösung durchsetzen lassen. Dafür haben Lobbyisten viel zu viel Einfluss in der EU und wahrscheinlich auch bei jedem Parlament der Mitgliedsstaaten.
Und die Berater der Frau VdL wollen auch beschäftigt bleiben.

Reparierbare Geräte?

... reparierbare Geräte werden heute kaum noch hergestellt. Miniaturisierung und Automatisierung bedingen Bauteile, die ein normaler Mensch mit blankem Auge weder sehen, noch austauschen könnte. Die romantische Vorstellung, man könne defekte Module an modernen Smartphones tauschen, um zumindest ganze Baugruppen zu erneuern wird von einigen Konzernen per
Verklebung statt Verschraubung zielgerichtet hintertrieben. Durch Einbau kurzlebiger Komponenten gehen viele Geräte frühzeitig kaputt. Dazu kommen von Konzernen mutwillig herbeigeführte Obsolenz und technische Alleingänge, sprich: Gewollte Inkompatibilitäten. Hier wäre mal wieder Apple ganz vorne zu nennen. Apple weigern sich, einem industrieübergreifenden Netzteilstandard zuzustimmen. Apple Konzern melden seit Jahrzehnten eigene Patente an, hier wird durch ungenormte Schrauben, Adapter, etc viel Reibach gemacht, alles zu Lasten des Verbrauchers. Besonders wichtig wäre Normierung von Akkus. Aber keine Sorge, es wird nicht passieren.

20:29 von Zahnschmerzen

"" Ich habe eine funktionsfähige Kaffeemühle täglich im Einsatz, die ungefähr 1960 hergestellt wurde. Die funktioniert immer noch. Sowas gibt es heutzutage nicht mehr.""
#
Auch ich habe eine Gefriertruhe von 1973 und einen Kühlschrank von 1958 immer noch einwandfrei im Gebrauch.
Nun kann man mir vorwerfen wie viel Strom ich mit neueren Geräten hätte sparen können,dem erwidere ich nur wie oft hätte ich dann Neu Geräte kaufen müssen?

Die Forderung nach einem Verbot...

...von geplanter Obsoleszenz ist so alt wie die geplante Obsoleszenz selbst. Seit dem berüchtigten Phoebus-Kartell (Mitglieder waren u. a. General Electric, Osram und Philips), welches ab 1924 die Lebensdauer von Glühlampen auf 1.000 Stunden Leuchtdauer begrenzte, sind Rufe nach einem gesetzlichen Verbot von künstlichen Begrenzungen der Lebensdauer eines Produkts oder der Einschränkung der Reparaturmöglichkeiten im Gespräch. Bislang ist dies stets an den gut geschmierten Lobbyisten der Industrie gescheitert.

Was jedem Menschen allerdings auch klar sein sollte: Mit einer Abschaffung oder weitgehenden Einschränkung der geplanten Obsoleszenz werden nicht nur Produkte länger leben, sondern auch das Wirtschaftswachstum zurückgehen und Arbeitsplätze verloren gehen. Die Frage, was Arbeitsplätze wert sind, die auf Kosten einer massiven Umweltzerstörung und Beeinträchtigung des Klimas geschaffen wurden, die muss jeder für sich beantworten, ggf. auch an der Wahlurne.

@20:19 von AbseitsDesMains

Dieser sozialistische Ansatz hat noch nie in der Geschichte bis heute funktioniert (auch das Carsharing ist ein Rohrkrepierer)

Carsharing boomt. Das zeigen die stetig steigenden Kundenzahlen.

Wie kommen Sie zu Ihrer Ansicht?

@ 20:52 von Tada

Warum soll ich meine Kartoffeln nicht als Pellkartoffeln, Kartoffelbrei, Bratkartoffeln, Koketten, Pommes, Pierogi, Kartoffelsalat usw. essen?

Das ist nicht der Punkt. Die Frage ist: Warum sollten Sie Ihre Kartoffeln als Pellkartoffeln, Kartoffelbrei, Bratkartoffeln, Koketten, Pommes, Pierogi, Kartoffelsalat usw. kaufen? Also statt einfach Kartoffeln zu kaufen und diese selber zu verarbeiten.

Preise für Neu-/Ersatzteil ...

liegen oft im Cent-Bereich.
Es fehlt an Fachleuten, die reparieren können. Ich hatte Glück, dass ein guter Bekannter mir meinen Fernseher repariert hat. Das hätte sonst niemand mehr gemacht.
Es ist schon ein Unterschied, ob ich mir ein neues elektrisches / elektronisches Gerät für viel Geld kaufen muss oder mal einen 100er für die Reparatur zahle.
Da die Preise für solche Geräte immer wieder steigen und ich oft für irgendwelchen Schnickschnack bezahlen muss, den ich gar nicht will, weil es das Gerät nicht mehr ohne gibt, fände ich es sehr sinnvoll, wenn eine Wende einkehren würde.
Natürlich müssen dann deutsche und internationale Normen eingehalten werden. Man war doch mal so stolz auf DIN.

Bleibt die Frage

wo war und ist denn der Protest der öffentlich bezahlten Verbraucherschützer, wenn Neugeräte durch ihre Konstruktion nicht reparierbar sind? Stiftung Warentest testet doch Alles und kassiert dafür ordentlich aus Steuermitteln: Fiel oder fällt das denen nicht auf? Oder Schulterzucken, weil es halt nun mal so ist?

Oldtimer Golf 2 wegwerfen?

... kann ich Ihnen nicht empfehlen, einen Golf2 wegzuwerfen. Dafür gibt es gleich eine ganze Latte von Gründen.
1.) Keine elektronische Motorsteuerung
2.) Bleche und Baugruppen leicht zugänglich
3.) Ersatzteilmarkt verfügt über preiswerte Secondhandteile
4.) Motorleistungen bis weit über 300.000km
All diese Sgnungen werden sie an einem modernen Auto vergeblich suchen. Elektronische Motorsteuerung treibt Bastler und DIY Werkstätten regelmässig zur Verzweiflung. Automobilhersteller geben ihre "Software" nicht frei, also ist man dazu gezwungen, zur Vertrags-Werkstatt zu fahren. Einige Neufahrzeuge sind dermassen verbaut, dass es zum Weinen ist, erinnere mich an das Problem an einem modernen Audi die Bremslampe zu tauschen. Der Kotflügel musste demontiert werden. Ihr Neuwagen kassiert bei lässigem Einparken hässliche Kratzer an den lackierten Stossstangen. Und und und.
Ein Golf 2 ist reparierbar.
Einen Golf 2 gibt man nicht her.

21:13 @r0lt0 .. industrieübergreifende Netzteilstandards ....

... wären auch für Laptops sinnvoll.
Dies und vieles andere, das zum Wegwerfen führt, ist leider so gewollt, es lebe der Profit der Großkonzerne.

"... der sozialistische Ansatz ... " hat oft aus der Not eine Tugend und erfinderisch gemacht. Außerdem schrieben ja schon einige, dass sie noch Geräte aus DDR-Zeit haben, ich auch - dann kann die Qualität nicht so schlecht gewesen sein.

um 21:13 von r0lt0 Reparierbare Geräte?

"" Die romantische Vorstellung, man könne defekte Module an modernen Smartphones tauschen, um zumindest ganze Baugruppen zu erneuern wird von einigen Konzernen per
Verklebung statt Verschraubung zielgerichtet hintertrieben. Durch Einbau kurzlebiger Komponenten gehen viele Geräte frühzeitig kaputt.""
#
Ganz so kann ich Ihnen nicht zustimmen. Auch verklebte Baugruppen lassen sich austauschen.Sogar das verklebte " Schauglas " eines Smartphone lässt sich austauschen.Siehe you toube. Geräte Daten eingeben und Sie sehen wie es geht.Allerdings da bin ich bei Ihnen ,muss man schon ein Profi sein.

@ r0lt0

Dafür gibt es gleich eine ganze Latte von Gründen.
1.) Keine elektronische Motorsteuerung

Dreckiger geht's nimmer. Wenn Elektronik einen Sinn hat, dann bei der Motorsteuerung. Aber ein Glück hat der 2er Golf natürlich eine elektronische Steuerung.

... sehr interessantes Beispiel. Allerdings müssen sie zugeben, dass künstlich verkürzte Lebensdauer zuallererst einmal den Mangel an Regulativ UND einen Mangel an Aufklärung voraussetzt. Heute haben wir jedoch die Möglichkeit, uns weltweit Informationen über Reparierbarkeit, Akkulaufzeiten, technischen Nutzen, auch über geplante Obsolenz einzuholen.

Ich denke, dass zB Apple geplante Obsolenzen herbeiführen, um ihre Verkaufszahlen künstlich zu erhöhen, ist genau jetzt, am Rande einer Wirtschaftskrise eine brandheisse Info. Es braucht nur noch ein wenig Disziplin und ein Bewusstsein für Reparierbarkeit bei den Konsumenten. Und genau das passiert aktuell, es gibt sie, die Maker-Szene, die Tüftler, sie hacken, reparieren, verbessern teilweise sogar obsolete Produkte. Eine äusserst smarte Art, der Gier der Konzerne Paroli zu bieten. Das internet wird immer spannender. :-)

@ Fenian (19:33)

"... versuche ich zunächst einmal alles zu reparieren, was sich aber zunehmend als problematisch darstellt: Gehäuse nur mit Spezialwerkzeug zu öffnen, Flexverbindungen lassen sich nicht wieder anschließen, Multilayer Leiterplatten erschweren die Fehlersuche,zB nach einer kalten Lötstelle.
So bleibt oft nur der Neukauf!"

Kurze Zeit nach Kauf wollten 2 Kaffeeautomaten von Markenherstellern nicht mehr Wasser erhitzen und mir den Kaffee machen. Früher konnte man nachschauen, ob vielleicht ein Kabel sich gelöst hatte, oder Wackelkontakt vorlag. War früher kein Problem. Die Hersteller sind aber dazu übergegangen, Schrauben von "undefinierberer" Bauart und Schlitzform zu verwenden (für mich klarer Fall von "Kauf-mich-noch- einmal-du-Depp--diesmal kommst-du-nicht-an-meine-Kabel-ran"). Hersteller benutzen zusätz. Klebstoffe, wo früher die Teile nur eingesteckt waren.
So, so, habe ich gedacht ... und den Herstellern Tschüß gesagt, nutze wie früher Herd+Topf+Kanne+Filteraufsatz u. meditiere so.

19:24 von lubbert

"Über Waschmaschinen mit eingebauter Selbstzerstörung haben sich gefühlt schon Millionen Verbraucher geärgert..."

Und die Anzahl der Drucker... Die Liste dürfte lang sein. Mit den Glühbirnen fing es an.

"alles ungehört verhallt."

Wie vieles andere auch. Ich teile Ihren Unmut.
Aber natürlich sind immer wir Verbraucher schuld. Entweder man produziert umweltfreundlich bzw. resourcenschonend, dann kann man auch als Verbraucher entsprechend leben oder man sagt ehrlich, dass weniger Konsum nicht gewünscht wird.
Ein Problem ist allerdings immer noch, dass Reparaturen oft nicht lohnen, bzw. die Neuanschaffung für den Käufer wirtschaftlicher ist. Für ältere Geräte fehlen oft die Ersatzteile.

@r0lt0 21.35

Einige Neufahrzeuge sind dermassen verbaut, dass es zum Weinen ist, erinnere mich an das Problem an einem modernen Audi die Bremslampe zu tauschen. Der Kotflügel musste demontiert werden"
Ein gutes Beispiel! Ich habe das Drama mal in einer freien Werkstatt erleben dürfen. Früher konnte man Glühbirnen, Zündkerzen usw. noch selbst wechseln ohne Spezialwerkzeug

@ deutlich

Stiftung Warentest testet doch Alles und kassiert dafür ordentlich aus Steuermitteln: Fiel oder fällt das denen nicht auf? Oder Schulterzucken, weil es halt nun mal so ist?

Dann recherchieren Sie mal bitte, das hier ist kein Frageforum.

21:35 von r0lt0 Oldtimer Golf 2 wegwerfen?

Sie sprechen mir so aus der Seele. Wenn ich mir hier z.B. an meinen Vorgänger Auto nur einmal das austauschen einer Scheinwerfer Glühlampe betrachte,das musste von der Werkstatt gemacht werden und kostete 70 Euro. An meinen alten VW Käfer konnte ich das noch selber machen.

@20:29 von Zahnschmerzen

"Ich habe eine funktionsfähige Kaffeemühle täglich im Einsatz, die ungefähr 1960 hergestellt wurde. Die funktioniert immer noch. Sowas gibt es heutzutage nicht mehr."

Ich hatte letztes Jahr ein neues Mikrowellengerät gebraucht. Die neue war sehr teuer, weil die Auswahl für den Einbau in die Küchenzeile gering war.

Ich erzählte dem Lieferanten stolz, dass das alte Gerät 20 Jahre auf dem Buckel habe. Der Herr darauf hin breit grinsend: "So lange hält die hier garantiert nicht." (Für gute Qualität, Haltbarkeit und hohe Preise bekannte Marke)

21:35 von r0lt0

""Einige Neufahrzeuge sind dermassen verbaut, dass es zum Weinen ist, erinnere mich an das Problem an einem modernen Audi die Bremslampe zu tauschen. Der Kotflügel musste demontiert werden. Ihr Neuwagen kassiert bei lässigem Einparken hässliche Kratzer an den lackierten Stossstangen. Und und und.
Ein Golf 2 ist reparierbar.
Einen Golf 2 gibt man nicht her.""
#
So ist es, da stimme ich Ihnen zu.Ich bin selber KfZ Mechaniker und staune immer wieder über diese " verbauten Neufahrzeuge " wo man zum Glühbirnen wechsel das " halbe Auto " auseinander nehmen muss.

@schiebaer -Profis

Ja, ich habe zuletzt auch Ipads und Iphones versucht, zu reparieren. Es ist nie ganz perfekt. Weil auch dem Profi das Spezialwerkzeug zu micrometergenauer Positionierung fehlt. Verklebung sollten allein deswegen verboten sein. Eine Schraube kostet genau das gleiche, wie der Klebstoff.
Der entscheidende Punk ist aber, dass diese Geräte als High-End mit gesalzenen Preisen verkauft werden. Dabei ist unter der Haube billigste Verklebung. Ich empfehle die Seiten von ifixit.com, die es DIY Tüftlern ermöglichen, selbst Ipads und Apple Rechner zu reparieren.
Aber auch dann stolpert man regelmässig über unnormierte Schrauben, unnormierte Baugruppen, die absichtsvoll nur mit Apple Spezialwerkzeug und mit erhöhten Finanzaufwand repariert werden können.
Profis ja, aber es wird mutwillig vieles unternommen, um Geräte unreparierbar zu bauen. Von Aufrüstbarkeit wollen wir da gar nicht reden.

@ schiebaer45

Wenn ich mir hier z.B. an meinen Vorgänger Auto nur einmal das austauschen einer Scheinwerfer Glühlampe betrachte,das musste von der Werkstatt gemacht werden und kostete 70 Euro. An meinen alten VW Käfer konnte ich das noch selber machen.

Beim Golf VII geht's wieder ganz leicht.

Eins ist klar: Ein „Wachstum“, bei dem vor allem die Müllberge, die Zahl der ausgestorbenen oder vom Aussterben bedrohten Arten, der Fälle von vermeidbaren „Zivilisationskrankheiten“ wie Diabetes Typ II, der Ausstoß von Schadstoffen und die Umweltverschmutzung - kurz: die rücksichtslose Ausbeutung von Menschen und ihrer Existenzgrundlage, ein sich im ökologischen Gleichgewicht befindliches natürliches Umfeld, „wachsen“, kann sich die Welt schon lange nicht mehr leisten.

Und die derzeit immer schneller voranschreitende Vernichtung wertvoller, nicht selten sogar unwiederbringlicher Naturressourcen - das alles, während man zugleich das riesige Potential des sogenannten Humankapitals bzw. das auf langer Erfahrung beruhende Können und Wissen und die Vielfalt an individuellen Begabungen viel zu vieler Bürger auf der Welt brachliegen lässt, weil dessen Förderung sich angeblich nicht „lohnt“ auch nicht.
Trotzdem läuft in der Wirtschaft fast alles noch wie eh und je. Wie lange „geht“ das noch?

@21:50 von Ist Wahr

"So, so, habe ich gedacht ... und den Herstellern Tschüß gesagt, nutze wie früher Herd+Topf+Kanne+Filteraufsatz u. meditiere so."

Auch vom hygienischen Standpunkt aus die bessere Variante.
Die Wassertanks in den Maschinen sind schwer zu säubern, da nutzt auch Entkalker nichts. Wenn ich nur nicht so faul wäre... Vielleicht folge ich Ihrem Beispiel, wenn meine Kaffeemaschine den Geist aufgibt.

Lieber verkaufen als reparieren.

Die Trommel meines Markentrockners drehte sich nicht mehr, ich rief meinen Händler an.
Erste Frage: “Wie alt?“
Ich wusste gleich, welche Antwort kommen würde.
Sie kam auch: “Lohnt sich nicht mehr!“
Ich schraubte die Rückwand auf und fand den gerissenen Antriebsriemen.
Damit fuhr ich zu meinem Händler, der mir einen Ersatzriemen bestellen sollte.
Er blätterte geschäftig in einem Katalog, dann: “Gibt es nicht mehr!“

Ich fuhr mit dem Riemen zu einem anderen Händler, fragte, ob er den Riemen besorgen könnte.
Antwort: “Klar, können Sie morgen hier abholen.“

Mein alter Händler ist nicht mehr mein Händler.

re schiebaer45

" Wenn ich mir hier z.B. an meinen Vorgänger Auto nur einmal das austauschen einer Scheinwerfer Glühlampe betrachte,das musste von der Werkstatt gemacht werden und kostete 70 Euro. An meinen alten VW Käfer konnte ich das noch selber machen."

Am VW Käfer war die ganze Technik Glühbirne in Glühbirnenfassung schrauben.

Dass heute kein Auto mit dem Funzellicht rumfährt hat eben zur Folge, dass ein Scheinwerfer mehr ist als ein Blech mit Glühbirnenfassung.

Wie alte Schuhe...

Ein T-Shirt hat zwei Ärmel und ein Leiboberteil... eine Hose hat zwei Hosenbeine, einen Reißverschluß und einen Verschlußknopf am Hosenbund. Und beides sollte neutral gestaltet und aus Material sein, das länger als nur 2-3 Maschinenwäschen hält... So stelle ich mir den Beginn einer intelligenten Revision bei Verbrauchsgütern vor. Und qualitativ gute T-Shirts usw. dürfen dann auch gerne mehr kosten ... sofern das Einkommen für die Näherinnen in Fernost auch entsprechend höher ausfällt. Und wer in DE dennoch nur Billigware liefert, der geht halt pleite. Punkt! Gleiches gilt für die irre hochpreisigen Apple-i-Phones und Nachahmer. Steve Jobs hatte mal eine innovative Produkt und Marketingidee - die aber inzwischen völlig ausgelutscht und real total überteuert ist. Der Produktwert beträgt nur 5-10%, denn das Geschäft wird mit Apps, Software und Providerkosten gemacht. Das geht aber auch mit Altgeräten, die reparabel und nachrüstbar sind... Wie gute Schuhe mit neuen Sohlen und Absätzen...

@Lynn, 19.26h

Da liegen Glück und Pech nahe beieinander.
Zur Geburt unserer Tochter 1967 kauften wir uns eine Waschmaschine aus DDR-Produktion.
Die überstand nicht einmal die Garantiezeit.
Unser gebrauchter Bosch-Kühlschrank hatte da schon 25 Jahr auf dem Buckel und hat noch weitere 10 Jahre gehalten.
Ein Mixer aus DDR-Produktion dagegen hat sehr lange gehalten.
Das steckt man nicht drin.
Aber haltbarer als das, was heute produziert wird, war das Alte allemal.

21:55 von Anna-Elisabeth 19:24 von lubbert

"" Ein Problem ist allerdings immer noch, dass Reparaturen oft nicht lohnen, bzw. die Neuanschaffung für den Käufer wirtschaftlicher ist. Für ältere Geräte fehlen oft die Ersatzteile.""
#
Damit haben Sie allerdings Recht.Man könnte vieles aber reparieren das würde dann aber den Neupreis übersteigen. Ich sehe da auf meine Verwandten aus Jena,da wurde es aber so gemacht.Lag aber auch an der schlechten Versorgung Lage in der ehemaligen DDR.

21:50 von Ist Wahr

Die Hersteller sind aber dazu übergegangen, Schrauben von "undefinierberer" Bauart und Schlitzform zu verwenden
.
womöglich macht das auch Sinn
das nicht jeder rumschraubt
ich will ja niemandem was unterstellen oder ihn herabwürdigen
aber so ein Elektriker muß 3 1/2 Jahre lernen
wenn also jeder Hinz und Kunz das genau so qualifiziert hinkriegt
dann frage ich mich schon, was der in der Zeit lernte

und Zitat : " kalten Lötstelle"
spricht ja schon für Fachkompetenz
ne kalte Lötstelle kommt nicht plötzlich ...
die war schon immer da und das Gerät funktionierte noch nie

@ Ist Wahr, um 21:50

Sollte meine Kaffeemaschine den Geist aufgegeben, werde ich es Ihnen gleichtun.
Soll sogar besser schmecken, auch “unmeditiert“. :-)

@20:30 von Lutz Jüncke

"Das produzierende Gewerbe wird seine Pfründe in Form von kurzen Produktionszyklen allerdings mit Zähnen und Klauen zu verteidigen versuchen."

Und die werden gewinnen. Es scheint aber noch weitere Probleme zu geben. Vor einiger Zeit hatte ich einen Artikel gelesen über einen jungen Mann in Berlin, der sehr erfolgreich einen Laden betrieb, in dem er Smartphones reparierte; bis sich Google weigerte, für seinen Laden Werbeanzeigen zu schalten, weil sich irgendeine Firma (die Smartphones vertreibt) darüber beklagt hatte. Leider weiß ich die genauen Umstände nicht mehr. Jedenfalls drohte dem jungen Mann daher die Pleite, weil so ein kleiner Laden ohne Werbung keinen ausreichend großen Kundenkreis erreicht.

21:59 von schiebaer45

und kostete 70 Euro.

da haben sie ja richtig Glück
ein Xenonscheinwerfer in meinem letzten Auto war kaputt
da kostet das Steuergerät 500 Euro und der Brenner nochmals 250
und das mit Werksangehörigenrabatt :-)
ich habe schon erheblich billigere Autos gefahren als hier das Licht kostet

@AbseitsdesMains, 20.19h

Was hat das Teilen von Waschmaschinen usw. mit sozialistischem Ansatz zu tun.
Die Menschen im real existierenden Sozialismus wären froh gewesen, sie hätten so etwas zu Teilen gehabt.
Abgesehen davon war es in großen Wohneinheiten im Westen (hier Stuttgart)durchaus üblich, dass es da Räume mit Gemeinschaftswaschmaschinen, Wäschetrocknern oder Heißmangeln gab.
Die Benutzermarken musste man beim Hausmeister kaufen.
Das hat schon funktioniert.

Viele Produkte sind heute

Viele Produkte sind heute komplexer und ein Ganzes von Systemen (z. B. Autoelektronik). Nicht immer ein Fall von Reparaturunfreundlichkeit. Aber schon ärgerlich, wenn man nicht nachvollziehen kann, wenn ich die Autobatterie selber auswechsle, weil ich sonst in der Wertstatt das 2x bis zum dreifachen bezahlen müsste, dann aber von Türscheiben, Aussenspiegel, Musikanlage und noch andere Systeme gefragt werde, ich solle sie bitte irgendwie (ja wie?) neu anlernen (weil der Stromausfall ein paar Speicherinhalte gelöscht hat) oder doch in die Werkstatt fahren. Ich weiß doch dass die in der Werstatt mich dann nur auslachen. Gut dass ich mich nicht so leicht beirren lasse, hartnäckig bin und diesen Systemen Beine gemacht habe. Hat aber nen halben Tag gedauert. Mein fast erstes Auto war ne Ente (mit 23 PS), hatte nie derartige Probleme, bloß wegen der Batterie. 10 Minuten (ach was, 5!) und ich konnte die Seitenfenster aufklappen wie ich wollte. Und das ganze System waren 2 Zilynder, luftgekühlt

21:35 von r0lt0

auch ne Kostenrechnung
Montagekosten / Reparaturkosten
wie oft geht ne Bremslampe kaputt
also an meinem letzten Auto im 12 Jahr
war das nie der Fall - lediglich die Xenonsache
von daher ist das vernachlässigbar - wenn man kein Pech hat

@Hackonya2, 20.24h

Was ist das für eine Rechnung.
Wenn es Lebensmittel in verschiedenen
Ausführungen gibt, wird auch nicht mehr gegessen, als bei einer Sorte.
Wo wird da Müll gespart?

Früher in den 70ziger Jahren

gab es mal eine Typ entsprechende Reparatur Anweisung mit dem Titel: " Jetzt helfe ich mir selbst. " Auch einfacher Ersatzteile konnte man sogar in Kaufhäusern erwerben. Das ist leider alles verschwunden.Ich vermute das die Automobil Lobby da gegen war um die Werkstätten nicht arbeitslos zu machen.

@21:34 von deutlich

"Stiftung Warentest testet doch Alles und kassiert dafür ordentlich aus Steuermitteln: Fiel oder fällt das denen nicht auf?"

Ich lese das Heft nur sporadisch. Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, haben die das Thema immer wieder mal aufgegriffen und bei den Tests führten solche Mängel auch zur Abwertung. Mehr können die wahrscheinlich nicht ausrichten. Die Verbraucherzentralen scheinen in vielerlei Hinsicht auch nicht gehört zu werden.
Und ob man Telefonnummern der Netzagentur meldet oder die Linde rauscht - alles dasselbe.

@20:52 von Tada @ Hackonya2

Was die zig verschiedenen Sorten an Lebensmitteln betrifft, hat Hackonya aber nicht ganz unrecht. Wozu z.B. brauche ich von fünf verschiedenen Anbietern H-Milch mit dem gleichen Fettanteil im Regal? Warum brauche ich in Norddeutschland Milch aus Bayern? Wieviele LKW-Fahrten könnte man unterlassen, wenn man bei so einfachen Dingen etwas regionaler Handel treiben würde?

Schritt in die richtige Richtung

Wenn das auch nix bringt, müssen radikalere Maßnahmen her.

Es kann nicht sein, dass die Industrie unsere Umwelt verdreckt. Verbote müssen drastisch ausgeweitet werden.

@19:26 von Lyn

Hallo ... Ihre Erfahrung mit Qualitäts-Küchengeräten kann ich bestätigen... habe auch noch einiges aus den 70er-Jahren in klaglosem Gebrauch. Allerdings - nicht nur die Industrie konzipiert inzwischen terminierte Sollbruchstellen... auch der Staat in Kooperation mit Telekomunternehmen agiert als massiver Preis- u. Kostentreiber. Ein Beispiel: Sogar PC mit alten Windows-Systemen können heute noch einigermaßen laufen, weil neueste Windwos-Systeme immer auf den alten aufbauen. Ganz anders aber ist das bei der staatlich geregelten Mobiltelefonie. Ich habe noch voll funktionsfähige C- und D-Netz-Mobiltelefone (zB. Siemens S-10), deren Frequenzen aber abgeschaltet wurden, weil inzwischen nur noch der Q-3-4-Standard gilt = Smartphones... und demnächt Q-5... Sentimental wie ich bin habe ich meine alten Mobiltelefone aufbewahrt... aber viele Millionen andere dürften wohl im Elektromüll gelandet sein... inklusive Spielekonsolen etc... ach ja - das alte Video-Ping-Pong-Spiel habe ich auch noch...

Repaircafe's

dann schau mal ins Netz und suche Repaircafes o.Ä.
Gruß
Georg

Das Grundsätzliche Problem

Das Grundsätzliche Problem besteht nicht darin, dass Reparaturen zu teuer sind, sondern darin, dass Hersteller überhaupt keinen Anreiz haben Produkte zu entwickeln, die sich einfach und kostengünstig reparieren lassen. Wenn beispielsweise VW keine Autos mehr verkaufen würde, sondern einfach nur 200000km Fahrleistung als Dienstleitung, dann wäre auch VW für die Instandhaltung der Fahrzeuge verantwortlich. In diesem Fall wäre ein Modell, bei dem für jeden Birnenwechsel 70€ anfallen wohl kaum rentabel.
Im Endeffekt wollen die meisten Kunden mit ihrem Auto auch einfach nur zuverlässig von A nach B kommen. Es ergibt einfach keinen Sinn durch einen Autokauf Besitzer sämtlicher Rohstoffe (und sämtlicher giftiger Chemikalien) zu werden, die in dem Auto stecken. Dadurch wird der Gewinn privatisiert und das Risiko trägt immer die Allgemeinheit.

@21:20 von CaptainGreybeard

"Mit einer Abschaffung oder weitgehenden Einschränkung der geplanten Obsoleszenz werden nicht nur Produkte länger leben, sondern auch das Wirtschaftswachstum zurückgehen und Arbeitsplätze verloren gehen."

Es würden aber sicher Arbeitsplätze im Reparaturwesen entstehen. An elektrische Geräte würde ich mich z.B. nie heranwagen.

Ewiges Wachstum kann eh nicht funtionieren. Umdenken müssen wir so oder so. Das muss aber nicht zwangsläufig ein zurück in die vorindustrielle Zeit bedeuten. Ich habe da großes Vertrauen in Wissenschaft und Forschung. In der Materialwissenschaft zum Beispiel gibt es riesige Fortschritte und auch bei künftiger Energieerzeugung bin ich zuversichtlich. Not (auch "Klimanotstand") macht erfinderisch.

@ um 21:20 von CaptainGreybeard

Das mit den Arbeitsplätzen ist ja auch nur ein vorgeschobenes Argument/Problem.
Ich persönlich komme sehr gut ohne Arbeit aus.
Das tatsächliche Problem ist, dass ich Geld benötige.
Zwar nicht wirklich viel, aber irgendwo muss es herkommen.
Und da ist eben fast jeder leider erpressbar.
Deshalb hoffe ich auch, dass die Digitalisierung möglichst viele Arbeitsplätze dahinrafft und uns von dieser Bürde erlöst.

Dann würde ich auch bestimmte Sachen wieder kaufen

Wenn das wirklich so kommt, dann würde ich auch bestimmte Sachen wieder kaufen.
Vor vielen Jahren habe ich beschlossen, bestimmte Dinge einfach grundsätzlich nicht mehr zu kaufen. Dazu gehören beispielsweise "neuere" Autos, Drucker, Laptops und Smartphones. Sachen, die in der Reparatur einfach zu teuer oder zu aufwendig geworden sind. Ich mag es nicht, wenn man mich ver***. Da kann ich ziemlich nachtragend und konsequent sein. Glücklicherweise kommen auch Open Source Produkte auf den Markt, die sich leicht selbst reparieren oder nachrüsten lassen.
Beispielsweise der Laptop. Da gebe ich dann auch mal gerne "unverhältnissmäßig" / deutlich mehr Geld aus.
Märkte regulieren sich nicht selbst. Die Staat en müssen leider Grenzen setzen. Sowohl im Umweltschutz aber auch der Kapitalismus sollte Grenzen haben. Mit dem "ausschließlichen" Fokus auf der "Wirtschaftlichkeit" wurde der volkswirtschaftliche Schaden zu groß.

Längst überfällig, die Rückkehr zum Reparieren

So war es früher schon mal.
Ein TV wurde vom Radio Fernsehtechniker repariert. Dann fiel die Mauer, China kam...kein Geld da...schlechte Löhne, alles aus China billig billig.
Diese Probleme waren alle hausgemacht und kamen erst mit China und dem Aus von guter Bezahlung so richtig in Fahrt, "Geiz ist Geil" war "in". Paradoxerweise kaufen derweil die Chinesen die teuren hochwertigen deutschen Produkte und wir sind teils noch immer auf der billig Schiene.
Man muß zurück finden zum Made in Germany. Das ging früher auch schon ohne kompliziertes Design for Recycling etc. Aber um so besser wenn man noch ein Alleinstellungsmerkmal hat. Zurück zur guten, langlebigen Made in Germany Qualität !!! :-)

Lets do it...

Sah vor Jahren mal einen TV-Bericht einer Firma in Afrika, die dorthin exportierten Elektroschrott (Computer etc.) zunächst händisch zerlegte und dann technisch recycelte... und dachte zuerst - hey, keine schlechte Geschäftsidee... weil u.a. auch ein gewisser Anteil Gold und andere Edelmetalle aus Platinen und anderen Bauteilen zurückgewonnen wurde. Als ich mich dann aber mal näher schlau machte und erfuhr, daß die Recyclingrenditen für Edelmetall und wiederverwertbare Kunststoffe mal gerade fürs trockene Brot der Arbeiter reichten - und auch die Firmenbetreiber eher ärmlich blieben - erkannte ich das perfide Entsorgungssystem der Überflußländer...
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Ich begrüße die neue EU-Initiative für eine nachaltigere, längerfristige Nutzung von Elektronikprodukten. Mir wäre es dann auch egal, ob ein deutscher IT-Techniker oder ein afrikanischer Tüftler im Laden in meiner Stadt meinen düsenverstopften PC-Drucker (ständiges Ärgernis!) oder mein Laptop aufgemotzt wieder zum Laufen bringt...

@Schiebaer45

Auch einfacher Ersatzteile konnte man sogar in Kaufhäusern erwerben. Das ist leider alles verschwunden"
Heute ist es viel Schlimmer. Da werden Billigstteile aus Fernost per Internet bestellt und verbaut. Auch sicherheitsrelevante Teile, um Geld zu sparen. Das ist unverantwortlich und lebensgefährlich, auch für Andere!

@ um 22:22 von Sisyphos3

Ein Elektriker wird heutzutage kaum noch kleine Elektrogeräte reparieren. Die verkaufen doch mittlerweile auch lieber ein neues.
Und zu Reparatur solcher Geräte reichte es bis in die 1970er Jahre aus, wenn man im Physikunterricht aufgepasst und seinem Vater beim Heimwerken gelegentlich über die Schulter gesehen hat.
Für einen Elektriker war auch schon damals oft nicht genug Einkommen vorhanden.
Ganz abgesehen davon, dass man fast alles auch so konstruieren und bauen kann, dass es niemals kaputt geht.
Eigentlich müsste das das Ziel sein. Schon aus Umweltschutzgründen.

22:13 von karwandler re schiebaer45

"" Am VW Käfer war die ganze Technik Glühbirne in Glühbirnenfassung schrauben.

Dass heute kein Auto mit dem Funzellicht rumfährt hat eben zur Folge, dass ein Scheinwerfer mehr ist als ein Blech mit Glühbirnenfassung.""
#
So ist es eben nicht, und hat mit dem " Funzellicht " nichts zu tun.- Aber es muss doch aus Sicherheit Gründen,wenn eine Glühlampe einmal ausgetauscht werden muss,das ich damit auch an eine Tankstelle fahren kann,und der Tankwart mir die Glühlampe austauschen kann. Das hat ja auch schon der ADAC moniert das viele Autos für einen Glühlampen austausch so verbaut sind,das das halbe Auto auseinander genommen werden muss.

22:34 von schiebaer45

" Jetzt helfe ich mir selbst. "
.
es waren auch andere Zeiten ....
da ließ man das Altöl auch überm Gully rauslaufen
ein Auto fuhr selten 200
und an den Bremsen rumbasteln wurde schon immer kritisch gesehen
eben eine sehr hemdsärmliche Zeit

Am 11. März 2020 um 22:06 von r0lt0 @schiebaer -Profis

Da stimme ich Ihnen zu.Man muss schon Profi sein und auch dann scheitert man an einigen Baugruppen im PC oder Smartphone.

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