Ihre Meinung zu: EU-Strategie: Per Kreislaufwirtschaft zu mehr Nachhaltigkeit

11. März 2020 - 9:15 Uhr

Die EU-Kommission will im Rahmen ihrer Green-Deal-Offensive der Wegwerf-Mentalität von Elektrogeräten den Kampf ansagen - und Verbraucher mit weiteren Rechten ausstatten, um Müll zu vermeiden. Von Gudrun Engel.

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Kommentare

Gewährleistung

Was hilft es die Gewährleistung zu verlängern? Schon heute ist es so, dass für viele Elektrogeräte nur die gesetzlich vorgesehenen sechs Monate oder vom Hersteller zwölf Monate die volle Garantie gegeben werden. Danach heißt es, dass der Kunde zu beweisen hat, dass der Fehler dem Hersteller zuzuschreiben ist. Das kann der Kunde nicht.
Es wäre schon ein großer Gewinn, wenn der Hersteller für die zwei Jahre Gewährleistung eine volle Garantie zu geben hat, unabhängig davon, wo das Gerät gekauft wurde. Zusätzlich könnte man Strafzahlungen (die den Namen verdienen) einführen, wenn Produktausfälle in den drei Jahren nach Ablauf der Gewährleistung vermehrt auftreten. Abhängig vom Neupreis des Gerätes darf dieser Zeitraum auch länger sein.

Reparatur?

Die Reparatur kaputter Geräte ist das Eine. Aber wie viele Geräte liegen bei uns rum, die gar nicht kaputt sind? Einfach weil wir ein neues Handy „brauchen“, einen noch größeren Bildschirm.
Wenn ich die Statistik lese, wie viele Textilien „der/die Deutsche“ pro Jahr kauft wird mir schlecht. Das schaffe ich nicht mal, wenn ich jede Socke einzeln zähle. Dafür gibt es im Marketing den Begriff „fast fashion“. Jede Woche eine neue Kollektion, die von letzter Woche landet im Müll und der Kunde braucht T-Shirts eigentlich nicht zu waschen, weil er/sie den Fummel sowieso nur 1x trägt.
Dauerhafte Immobilien? In unserer Nachbarschaft werden reihenweise Häuser abgerissen, die 30-40 Jahre alt sind. Viel jüngere Bürogebäude werden ersetzt, weil man heute „anders arbeitet“.
Usw. Leute, einfach weniger kaufen. Dann reicht das Gehalt auch länger.

Kleiner Tipp - ein Handy, das es zum Vertrag dazu gibt, ist deswegen nicht umsonst.

Wiederverwendung !

Die EU sollte viel mehr und intensiver die Vermeidung von Müll und die Wiederverwertung voran treiben. Der größte Teil der Firmen muss gezwungen werden per Gesetz, alles dafür zu tun, dass Elektrogeräte länger halten, dass der größte Teil von Altgeräten wieder verwendet wird, und auf so viel wie nur möglich auf Verpackungen verzichtet wird.
Auch sollte die EU die Lebensmittelbranche zu mehr Ehrlichkeit und Offenheit auch per Gesetz verpflichten, um alle Kunden besser zu schützen.

Dann sollten...

...auch einmal unsere deutschen Autobauer anfangen nachhaltige Autos zu bauen. Mit nur 2-3 Jahren Garantie auf Neufahrzeuge hat man auch kein Interesse mehr Autos zu bauen die 8-10 Jahre durchhalten. Auch das spart eine Menge an Resourcen für die Produktion und schont die Umwelt.

Zum Beispiel ein Wagen mit dem Stern. Wieviele Edelmetalle und Legierungen werden in so einem Fahrzeug verwendet und verbaut? Mehr als 700! Wieviel wird davon wieder recycled? Nicht einmal 10%!!

Aber das ist die Lobby wohl wieder zu groß und zu viel linke Tasche, rechte Tasche.

„Jedes Jahr werden in der EU inzwischen mehr als 2,5 Milliarden Tonnen Abfall produziert - so kommen statistisch gesehen auf jeden einzelnen von uns etwa fünf Tonnen. Fast die Hälfte dieses gewaltigen Müllbergs, 46 Prozent, landet auf Deponien, wo er einfach liegen bleibt oder verbrannt wird, was wiederum die Umwelt belastet.
>>> Dabei wäre ein großer Teil des gigantischen Müllbergs vermeidbar“

Wenn er nicht vermieden wird, ersticken wir bald alle darin. Und die Umwelt, in (und von) der wir leben, gleich mit.

Wegwerfartikel

Wenn Elektroware schon für die großen Versender zum Schrott deklariert wird, nur weil die Originalverpackung verschlissen ist, braucht man sich nicht zu wundern, warum nicht mehr repariert wird. Und durch die Globalisierung werden zwar billig importierte Ware hier veramscht, aber es gibt noch keine Reparaturkolonnen in Billiglohnländer , die Ware wieder aufbereiten/reparieren können.
Ein erster Schritt wäre mal die gängige Praxis "Neuware" zu vernichten (nur weil sie zurückgesendet wurde und der logistische Aufwand für eine Wiedereinlagerung zu hoch ist) mit einer saftigen Steuer zu belegen, allen voran für die großen Versandhändler. Und im 2. Fall eine Ersatzteilverfügbarkeit und Softwarepflege von z.B. 10 Jahren für Elektroartikel vorzuschreiben. Erst dann können sich externe Reparaturhäuser auf Reparaturen spezialisieren, so wie im KFZ Markt , wo die Lebensdauer der Autos ja auch steigt und Gebrauchtwagen in einfacheren Märkten noch lange ihren Dienst tun können.

"Wenn ich die Statistik lese,

"Wenn ich die Statistik lese, wie viele Textilien „der/die Deutsche“ pro Jahr kauft wird mir schlecht."

Ja, die meist jungen und weiblichen Textilkäuferinnen sollten gezwungen werden sich nachhaltiger zu kleiden. Schon der Umwelt und des Klimas wegen.

Nachhaltigkeit

Kleines Beispiel für die Ernsthaftigkeit der Absicht:
Autos müssen nicht rosten!
Die deutsche Regierung kann die Zulassung von Kraftfahrzeugen von der Verwendung von rostfreien und fair gehandelten Materialen abhängig machen.

Das vorsätzliche Einbringen von Obsoleszenz, das bedeutet durch Herstellungsweise, Materialien usw. VORSÄTZLICH verursachte Defekte eines Produkts, das dadurch veraltet und oder unbrauchbar wird, wird mit empfindlichen Strafen belegt (siehe Beitrag Ritchi) bis hin zum Verkaufsverbot.

Das Produkt wird teurer, klar, aber es ist nicht notwendig eine Unzahl von Typen, z.B. Autos zu bauen und jedes Jahr mit Facelifting den "Neuen" auf den Markt zu bringen.

Für den Verbraucher wird es sogar sehr viel billiger. Weniger Werkstattbesuche, billigere und weniger Ersatzteile.

Last not least eine Fuel Cell (Brennstoffzelle) als Antrieb und wir haben ein sehr viel umweltverträglicheres Auto und ein gutes Gefühl wenn wir mit unserem guten Stück unterwegs sind.

Die Idee

ist im Prinzip gut, nur funktionieren wird es nicht, wer soll das reparieren, und wer soll das bezahlen können.
Früher wurde jeder Fernseher repariert, neue Röhre oder Kondensator rein und ging wieder, heute ist das meist alles eine Baugruppe.
Und Handwerkerstrunden sind fast unbezahlbar, wenn Reparaturen nicht preiswert sind, lässt das niemand machen.
Und die kleinen Firmen mit Meister und einem Mitarbeiter vor Ort, sind schon lange alle verschwunden.
Früher wurde solide gebaut, das auch lange hält, heute ist fast alles nur noch Plastik, ein Metallgetriebe in einer Küchenmaschine ist nur noch selten zu finden.
Aber ich weiß natürlich nicht, welche Dinge die EU im Blick hat, viel Vertrauen hab ich aber nicht.

@09:19 von Jim456

...hat man auch kein Interesse mehr Autos zu bauen die 8-10 Jahre durchhalten

Meine Erfahrungen sind andere. Ich kaufe mein ganzes Leben schon junge gebrauchte Autos, wenn sie ungefähr die Hälfte des Neupreises kosten. Dann sind sie 3-4 Jahre alt und ich fahre die zwanglos noch 10 Jahre. Und das waren durchweg keine Premium-Fahrzeuge und ich bin kein Bastler. Dann hätte ich alle noch mal durch den TÜV gebracht. Rost war, außer bei meinem ersten Auto vor vielen Jahren, kein Problem

Aber mit dem Glauben kann man sich als chronischer Neuwagenkäufer darüber hinwegtrösten, dass man in 3 Jahren genau so viel Geld für den Wertverlust verschwendet hat, wie ich in 10.

Ein Witz

Will die EU das Rad neu erfinden?Alles was in diesem Papier steht gab es schon...in der DDR.
Mein Mixer RG 28 läuft wie am ersten Tag,Stereoanlage auch und die MZ rollt besser denn je.Auch im Westen gab es solche Produkte-langhin!!
Zur Mülltrennung...ich sammle fleißig Gelbe Säcke um sie zu entsorgen-Recycling und so.Dann gebe ich sie beim Wertstoffhof ab und von da aus fahren sie direkt in die Müllverbrennung.
An diesem Bsp erkennt man-es dauert 30Jahre bis in Brüssel es klick macht und man merkt was richtig sein sollte!

Was nützt unser Umweltschutz

... wenn man dann die Wegwerfmentalität in Südostasien sieht. Da bleibt einem die Luft weg. Nicht nur weil sie so verschmutzt ist.

Die Industrie hat sich auf "gesteuertes Wachstum" ...

.. eingestellt, und dieses Rad dreht keiner mehr zurück. Alles bekommt eine bestimmte Lebenszeit konstruiert, alles was danach kommt ist wirtschaftliches Glück. Nur ständiger Absatz hält diese Maschine am laufen.
Wenn ich mir z. B. mein Handy anschaue" ein Jahre altes S7, ohne jeden Kratzer, völlig intakt. Ein neuer Akku kostet 70 (!!) Euro, eingebaut. Soll's danach wieder wasserdicht sein 130 Euro. Früher kostete der Akku 12 Euro ... Klappe auf, raus, rein und fertig ... früher.
Mit dem PC verhält es sich teils ähnlich: reparieren? Wer denn? Die können/wollen nicht mal den Akku auf dem Board tauschen. Und durch immer aufgeblasenere Software wird der Leistungshunger weiter angestachelt. Dabei nutzen Bediener bestimmter Office- Pakete nicht einmal 10% dessen, wozu die Programme in der Lage wären.
Und wo landet der Schrott? In Afrika. Dort brennen Kinder die Isolation von den Drähten ... bei einer Lebenserwartung von 40 +/- Jahren. Und das wird Dank uns allen auch so bleiben.

08:58, dr.bashir

>>Leute, einfach weniger kaufen. Dann reicht das Gehalt auch länger.<<

So trivial dieser Ratschlag ist, so wahr ist er.

Ich wundere mich immer wieder, mit wie viel Geld die Leute nicht auskommen können.

Stilles Gedenken

"Fast Food" und "Fast Fashion", schneller wohnen, arbeiten, "heuern und feuern", schneller anschaffen, schneller wegschmeissen. Da ist der Mülleimer - rein und weg. Aus den Augen aus dem Sinn. Nur wenig unserer Welt ist auf Nachhaltigkeit ausgelegt unser Leben selbst ist schnelllebig, heute verliebt bis über beide Ohren, morgen gelangweilt oder enttäuscht oder beides. Die schnelle Extase und die Enttäuschung danach, wenn es denn überhaupt eine gibt. So sehr haben wir uns schon an das schnelle "kommen und gehen" gewöhnt. Beständigkeit ist altmodisch und langweilig. Der schnelle, immer neue Kick, ist das goldene Kalb um das gerade alle tanzen. Das verbraucht uns und unsere Welt. Und eines Tages ist beides alle. Dann sind wir nicht am Ziel (da kommen wir nie hin) aber zumindest am Ende. Die letzten Überlebenden werden (in jeder Hinsicht) etwas besonderes sein aber es wird keiner da sein der sie beneiden kann. Und wären wir noch da wären wir entsetzt, was aus uns geworden ist.
Aufwachen!

von dr.bashir @09:19 von Jim456

"" Meine Erfahrungen sind andere. Ich kaufe mein ganzes Leben schon junge gebrauchte Autos, wenn sie ungefähr die Hälfte des Neupreises kosten. Dann sind sie 3-4 Jahre alt und ich fahre die zwanglos noch 10 Jahre. Und das waren durchweg keine Premium-Fahrzeuge und ich bin kein Bastler.""
#
Diese Erfahrungen habe ich auch gemacht.Mein letztes Auto habe ich 20 Jahre gefahren und bei Km 220 ,000 dann meinen Enkel geschenkt zum üben denn er hat den Füherschein gerade gemacht.

Wie wäre es einfach mal mit

Wie wäre es einfach mal mit weniger und nachhaltiger kaufen? Und ein bischen mehr auf Qualität achten?
Statt dem bunten 1€-Shirt aus dem Primaten-Markt, was nach der Wäsche kaputt ist, mal 10€ investieren und ein Jahr tragen?
Geiz ist nicht geil!
Warum brauche ich jedes Jahr ein neues Eier-Telefon? Weil das noch flacher ist? Mit flacher kann ich besser telefonieren? Immer ein neues Ladegerät, die ganzen Ladegeräte fliegen dann in irgendwelchen Wohnzimmer-Schubladen rum.....
Amazon- und Zalando-Parties? Kostet ja nix! Kann frau alles zurück schicken.....
Reparieren? Geht nicht! Vergossene Teile, ein Popelsteil durchgebrannt, muss direkt eine neue Platine her. Mit Einbau kostet das oft mehr, als ein Neugerät.
Wer läßt seine 5 Jahre alte Waschmaschine für 350€ reparieren, wenn er eine neue für 500€ bekommt?
Das Problem ist das Konsumverhalten. Muss ja alles billig sein. Wir brauchen ja eine Inflation von 2%, sonst werden wir untergehen.

Überfluss- und Wegwerfkultur.

Da hat doch der Gesetzgeber geschlafen und die EU total. Wie einfach wäre es gewesen hier zu einer Vereinheitlichung vieler Geräte und Systeme oder mindest Qualitätsnormen und Lebensdauer zu kommen. Aber die Problematik liegt ja auch bei den Parlamenten und deren Parlamentarier die hier ihre Industrieinteressen zu vertreten haben. Im übrigen es hat auch was positives für den Verbraucher, so manches Gebrauchtes lässt sich extrem billig kaufen in Zeiten des vermeintlichen Überflusses.

Vor drei Monate ging unsere

Vor drei Monate ging unsere Waschmaschine kaputt, kein Problem dachte ich mir. Im Internet nach einem Reparaturservice gesucht und im Großraum Frankfurt nur "eine" Adresse gefunden. Die Tel. Nr. angerufen, bei der die Mitteilung hinterlassen war, bitte später anrufen. Nach drei Tagen aufgegeben und ein Neugerät gekauft.
Liebe EU und Politiker das ist das größte Problem, es rechnet sich nicht mehr Geräte zu reparieren. Die Mieten und die Steuerabgaben für kleine Handwerker sind zu hoch. Die können Ihre Steuern nicht in Steueroasen bezahlen wie die nur noch wenigen Megakonzerne.

Mehr Nachhaltigkeit?

Ja bitte!
Dass ständig neue Gegenstände, die keinen Sachmangel aufweisen weggeworfen werden, belastet nicht nur die Umwelt, sondern erweckt den Eindruck von Dekadenz. Es ist ja so, dass die Entsorgung der Geräte vorgezogen wird, als dass man die Gegenstände den Menschen überlässt, die die Sachen brauchen, aber nicht kaufen können. Eine gute Idee hieran etwas ändern zu wollen.
Bei aller Kritik an der EU, aber für die Verbraucher setzt die EU sich ein!
Ein großes Lob!

mmh

Wir können ja mal versuchen nur noch Gebrauchtwagen zu bauen .

@09:26 von Tarek94

>>Ja, die meist jungen und weiblichen Textilkäuferinnen sollten gezwungen werden sich nachhaltiger zu kleiden. Schon der Umwelt und des Klimas wegen.<<

Die Zuschreibung mag generell in die richtige Richtung gehen. Allerdings - ebenso wie Frauen in vielen Bereichen (den Guten wie den Schlechten) aufholen, tun das die Männer ebenso.
Einer der größten Ramsch-Modeketten in Deutschland hat auch eine große Männerabteilung - und das nicht aus Gründen der Gleichberechtigung, sondern weil es sich auch bei denen lohnt.

@09:27 von Tjunrayder

>>Autos müssen nicht rosten!
Die deutsche Regierung kann die Zulassung von Kraftfahrzeugen von der Verwendung von rostfreien und fair gehandelten Materialen abhängig machen.<<

Auch rostfreier Stahl kann rosten. Nicht von allein, aber Rost kann von anderen Metallen überspringen.

>>Das vorsätzliche Einbringen von Obsoleszenz, ...<<

Geplante Obsoleszenz werden Sie im Regelfall nicht nachweisen können. Wenn Sie jedes Produkt bis in die kleinste Schraube durchanalysieren um das zu prüfen haben Sie einen Bürokratieaufwand ohne Ende - und selbst dann können Sie sicher keinen Vorsatz nachweisen.

>>Das Produkt wird teurer, klar, aber es ist nicht notwendig eine Unzahl von Typen, z.B. Autos zu bauen und jedes Jahr mit Facelifting den "Neuen" auf den Markt zu bringen.<<

Facelift ist dem Bedürfnis des Kunden geschuldete die etwas neues wollen, selbst wenn es nichts neues gibt. Alte Modelle werden meist günstiger verkauft, auch wenn ansonsten quasi identisch.

Mehr Nachhaltigkeit ..

Exzelente Absichten, sage ich da nur!
Endlich wieder Waschmaschinen, Computer und unendlich viele andere Elektrogeräte die von den Herstellern ...nicht mehr... mit heimlich vorgefertigten Verfallsdaten verkauft werden können. Und vielleicht gibt es endlich wieder, wie einst, Kleiderbügel aus Plastik die Jahrzehnte lang stabil und ansehnlich im selben Kleiderschrank bleiben. Statt nach wenigen Monaten zu zerbröseln oder abzubrechen. Wodurch Konsumzwang extrem provoziert wird. Viele junge Leute wissen nicht mal, dass etwa ältere Waschmaschinen und TV´s ca. 20 Jahre hielten. Da ging es nicht nur um Hausfrauqualitäten.. sondern zuerst um Produktqualitäten! Natürlich kann sich auch die Möbelbranche an die eigenen Elementverarbeitungen fassen. - Wie dem auch sei: Auch ich werde begeistert jene ...Wirtschaftlichen Qualitätserblühungen... mit Argusaugen freudig, falls finanzierbare Produkte, mit einbeziehen. Solange es nicht um Trauerschwarze Farbware geht.
11.03.2020 Gruß: Frau D. Brauer

eine wahnsinns gute Idee Elektomüll zu vermeiden

also in der Klasse meiner Tochter gab es ein tolles Projekt

diese elektrischen Roller die aktuell bei uns in der Gegend auf den Gehwegen rumstehen
Durchschnittliche Lebensdauer 7 Monate wie die Schüler reserschierten
davor braucht es keiner wirklich
danach ist es Schrott mit nem Akku drin
wäre das vielleicht ein Ansatzpunkt ...
übrigens wer Beispiele braucht für unnützes

meine Kaffeemaschine hat nen Papierfilter drin mit dem Kaffeesatz 100 % recyclebar
die Alternative sind diese kleinen Pads aus Kunststoff oder Alu
wer erfindet so was unsinniges ?
oder die Angewohnheit mit nem Kaffeebecher rumlaufen zu müssen

Wie soll das denn funktionieren?

Unser Wirtschaftssystem lebt davon, daß fortlaufend immer mehr und noch mehr verkauft werden muß. Wo kämen wir denn hin, wennauf einmal alle Geräte deutlich länger benutzbar oder gar leichter reparierbar wären? Bei dem bloßen Gedanken muß Konzernbossen und Wirtschaftsministern das große Schaudern kommen.

um 09:23 von noemu

>>Ein erster Schritt wäre mal die gängige Praxis "Neuware" zu vernichten (nur weil sie zurückgesendet wurde und der logistische Aufwand für eine Wiedereinlagerung zu hoch ist) mit einer saftigen Steuer zu belegen, allen voran für die großen Versandhändler<<

Steuererhöhungen gehen immer zu Lasten der Verbraucher.Wenn ich aber die Leute bestrafe die Neuware zurücksenden treffe ich die Verursacher.
Ich habe noch nie ein Elektrogerät zurück gesendet, allerdings habe ich vorher überlegt was ich kaufen will.

@WiPoEthik

Genau diese Bedenkenträger, zu denen Sie meiner Meinung nach gehören, verhindern eine Veränderung.
Meine Antwort: Probieren geht über studieren.

Das gute an Bedenken: Man muss nix tun, kann aber viel (mit-)reden, auch wenn nichts dabei heraus kommt.

11:19 von Frau Brauer 1 S...

dass etwa ältere Waschmaschinen und TV´s ca. 20 Jahre hielten.
.
ach ja

meine Miele Waschmaschine war 25 Jahre alt - vor der Verschrottung
die "Neue" versieht ihren Dienst auch schon 20 Jahre
zugegeben die hat auch nicht 249 Euro gekostet wie heute vielfach im Angebot zu sehen

um 09:48 von KowaIski

"Was nützt unser Umweltschutz
... wenn man dann die Wegwerfmentalität in Südostasien sieht. Da bleibt einem die Luft weg. Nicht nur weil sie so verschmutzt ist."
.
Wie wollen Sie das Problem in "Südostasien" ändern? Wegwerfmentalität gibt es bei uns mindestens genau so. Und immer nur mit dem Finger auf andere zeigen und sagen "Wenn der nix macht, dann mache ich auch nix" ist einfach nur billig.

Geplante Obsoleszenz

Es gibt einen sehr guten Dokumentarfilm mit dem deutschen Titel "Kaufen für die Müllhalde", welcher sich mit dem Thema "geplante Obsoleszenz" auseinandersetzt und sehr gut zu diesem Thema/diesem Artikel passt. Unbedingt sehenswert!

@11:56 von Tjunrayder

>>Das gute an Bedenken: Man muss nix tun, kann aber viel (mit-)reden, auch wenn nichts dabei heraus kommt.<<

Das muss man bei unrealistischen Vorschlägen auch nicht. ;-)

Aber zurück zur sachlichen Auseinandersetzung.
Bestimmte Vorgaben sind durchaus sinnvoll - hier zu kleinteilig zu regulieren lässt jedoch meist viele Schlupflöcher und ist ein bürokratischer Riesenaufwand.
Das mag ein Riesenkonzern stemmen können - aber zu viel Regularien sind eben besonders für Markteinsteiger ein Hindernis und kann im schlimmsten Fall auch innovationshemmend sein (wobei das auch immer mal wieder nur vorgeschoben wird).

Die Frage ist doch auch was wir erreichen wollen. Soll wirklich alles einfach länger halten? Auch der 30-jährige Stromfresser? oder geht es um Müllvermeidung?
Der lässe sich besser vermeiden, wenn die Entsorgung schon bei der Produktion mitgedacht würde.
Es gibt da ein interessantes Konzept das sich cradle to cradle nennt.

11:29 @buckgodot

"... dem bloßen Gedanken muß Konzernbossen und Wirtschaftsministern das große Schaudern kommen. "
Das darf es gerne, denn die Wegwerfgesellschaft wird irgendwann an sich zu Grunde gehen. Qualität vor Quantität und Nachhaltigkeit. Der Bürger gibt summa summarum für viel Billigware über die Zeit mehr Geld aus als für wenige Male gute Qualität zu kaufen.

@09:57 von H. Hummel

>>Wenn ich mir z. B. mein Handy anschaue" ein Jahre altes S7, ohne jeden Kratzer, völlig intakt. Ein neuer Akku kostet 70 (!!) Euro, eingebaut. Soll's danach wieder wasserdicht sein 130 Euro. Früher kostete der Akku 12 Euro ... Klappe auf, raus, rein und fertig ... früher.<<

Das waren noch Zeiten...

Allerdings lassen sich die Akkus noch immer wechseln - ist nur ein entsprechender Aufwand. Mein Handy ist gebraucht - von einem Hersteller, der nicht unbedingt dafür bekannt ist, dass er so tolle Akkus herstellt.
Den Akku habe ich vor ca. einem Jahr ausgetauscht - die kits dafür finden Sie im Netz - und die Anleitungen ebenfalls. Das kostet dann so um die 30€. Den Akku für Ihr Modell finden Sie für ca. 15€.

Man muss nur wollen - und sich trauen.

Garantiert auf 10 Jahre

Garantiert auf 10 Jahre setzen. Heute fällt alles mögliche nach der Garantiezeit aus. Autos werden sogar absichtlich entwertet. Jedes Jahr neue ,höhere steuern für altautos. Und gegen deutsche autolobby macht Brüssel gar nichts

Die Probleme mit dem Recycling...

Es wurde angesprochen, dass z.B. Kleidung recycled werden sollen. Das Problem ist jedoch, wenn minderwertige Rohstoffe verwendet zugefügt werden.
Befinden sich z.B. Schwermetalle in den Farben sind die Stoffe für bestimmte Zwecke nicht mehr geeignet.
Will man nur Naturfasern, sind Mischgewebe ein Problem.

Das sieht man besonders gut bei Glas. Glas lässt sich eigentlich exzellent recyclen. Ein Problem hat man jedoch, wenn irgendein Genie Bleikristall in den Container wirft - oder Buntglas in den Container für Weißglas. Dann ist die ganze Charge "verseucht" und für bestimmte Anwendungen nicht mehr geeignet.
Die Frage ist wie wir das verhindern können, damit unsere Rohstoffe nicht über die Zeit immer minderwertiger werden.

Per Kreislaufwirtschaft zu mehr ...

also das wussten wir schon, das die Wirtschaft auch nach den Physiokraten einen Kreislauf besitzt und das es niemandem zugute kommt, wenn dieser zerrissen wird.
Das vom schnellen Dreh offenbar alle profitieren, hat sich wohl auch gezeigt - was könnte man sich alles schönes kaufen, wenn Schuhe wie früher wieder fünf Jahre halten, wenn das Telefon, die Kamera, wieder eine Anschaffung für Leben wäre, und der Fernseher wenigstens ein bis zwei Jahrzehnte hält und das Programm so hinreichend wäre, das man kein weiteres zum Zukaufen bräuchte.
Mit anderen Worten, wenn die Zeit halten würde, was allenthalben versprochen wird, nämlich das alles besser wird (oder zumindest gut bleibt). Dann hätten wir alle weit weniger Einkommen (vermutlich) aber auch deutlich weniger Ausgaben nur für die Profiteure aus Gewinnen und Steuern wäre das halt ziemlich blöd.

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