Ihre Meinung zu: Künstliche Intelligenz: Mein Helfer, der Pflege-Roboter

10. März 2020 - 9:24 Uhr

In Deutschland gibt es verschiedene Pilotprojekte, in denen mithilfe von Robotern und KI Pflegeeinrichtungen unterstützt werden sollen. Der Ethikrat begrüßt die Innovation, stellt aber Bedingungen. Von Birthe Sönnichsen.

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Kommentare

Keine Chance

so schnell wird das keine menschlcihe Pflegekraft ersetzen können. Die Arbeiten und Anforderungen sind viel zu komplex.

Gute Idee und zur richtigen Zeit

Wenn die letzten Pflegekräfte, wegen fehlender Hygienekleidung und Mundschutz, wegen Überarbeitung und Erkrankung dahingerafft wurden, dann werden bestimmt nicht die geschätzen 1,2 Millionen politischen Amtsträger und deren Anhang, wie Sekretäre, Fahrer, Sicherungspersonal und Aktenkofferträger deren Arbeit übernehmen. Also ist der Roboter die nächst beste Wahl.
Getestet bei Privat Patienten, bezahlt von der Sozialkasse aller und bei ca. 50 Millionen Arbeitslosen absolut sinnvoll.
Ich möchte an dieser Stelle die Bundesbürger informieren, dass es in unserer Dialyse, wo wir als hochrisiko Patienten 3 mal die Woche dialysieren, bisher nichts an zusätzlichen Hygiene Vorschriften gab. Wir erhielten keine Masken, keine Desinfektionsspray, keine Überprüfung der Impfpässe bezüglich anderer Lungenkrankheiten, rein garnichts. Nicht einmal ein beruhigendes Gespräch der Ärzte. Trifft es uns sind wir tot. Aber die Wirtschaft wird jetzt schon gerettet.

Gut gemeint aber sinnvoll, Wünsche abzulehnen?

Zitat:

"Vielleicht möchte die demente Frau Müller um 3.20 Uhr einkaufen gehen. Und dann spricht er sie an und fragt 'Frau Müller, wo wollen Sie hin?' Und kann ihr sagen, dass das zum einkaufen nicht der richtige Zeitpunkt wäre. Und wenn sie trotzdem einkaufen gehen will, kann er halt das Pflegepersonal darüber informieren."

Das moderne Konzept der Betreuung Demenzkranker lautet:

"Vielleicht möchte die demente Frau Müller um 3.20 Uhr zu ihrer ( längst verstorbenen) Mutter nach Berlin fahren.Und dann spricht er sie an und fragt 'Frau Müller, wo wollen Sie hin?' Und kann ihr sagen, dass das eine tolle Sache wäre und er sie nachher zur Bushaltestelle bringen werde."

Die befindet sich mittlerweile bei vielen Pflegeheimen als "Attrappe" auf dem Heimgelände und hilft, unrealistische Erwartungen zu "erfüllen" und Aufregung zu vermeiden, wenn Wünsche abgelehnt werden.

Falsche Stelle

"Den Roboter im normalen Alltag in einer Pflegeeinrichung wird man so noch nicht vorfinden“, sagt Peter Tackenberg vom Deutschen Pflegerat“

Hoffentlich bleibt das so.

„Er bezweifelt, dass die Technik schnell für Entlastung sorgen wird.
"Robotik und KI sind tatsächlich nicht der Schlüssel, die Probleme im Gesundheits- und Pflegewesen zu beheben“

Das wären sie nur, wenn sie sich statt um die Patienten um den „Papierkram“ kümmern würden. Und die Pfleger Ruhe vor dem hätten.

Materialistisches Denken

Rein mechanische Versorgung ist nicht alles, kann aber zur Unterstützung des menschlichen Personals nützlich sein.
Auf emotionaler Ebene ist gerade bei alten Leuten Zuwendung notwendig und zwar durch Personen, die dem bisherigen Lebensumfeld möglichst nahe stehen.
Das einzige Gebiet, wo KI dringend nötig wäre, ist die Politik...

Nett

der Mensch ist keine Maschine, ohne Menschlichen Kontakt oder nur seltenen, werden die Alten sich nicht abspeisen lassen.
Da ist am Ende besser über sein Leben selber zu entscheiden, der Weg ist ja zumindest für den Anfang eingeleitet.
Das ist wie Gummipuppen als Frauenersatz aus meiner Sicht, und ich bin schon über 7, nein Danke.

@ Nettie

"Hoffentlich bleibt das so."

Bloß kein Fortschritt! Natürlich ist das Ganze ein heikles Thema, aber es handelt sich hier vorrangig um Assistenz- und Hilfssysteme. Die an meiner Uni damit forschenden Personen träumen nicht von einer Cyborgzukunft, sondern versuchen mit Technik das Führen eines selbstbestimmten Leben zu verbessern, die Pflege zu entlasten und die Kommunikation zu verbessern.

Perverser geht es nicht mehr

Wie kaputt müssen Hirne sein, die derartiges entwickeln.
Ich will von einem leibhaftigen Menschen betreut werden. Der ebenso Emotionen hat wie ich - das macht Menschlichkeit aus.

Und das nicht nur im Pflegebereich - im gesamten Dienstleistungssektor. Ich will mit einem Menschen sprechen und nicht mit einem Sprachcomputer.

08:51 von Nettie

«"Den Roboter im normalen Alltag in einer Pflegeeinrichung wird man so noch nicht vorfinden“, sagt Peter Tackenberg vom Deutschen Pflegerat».

«Hoffentlich bleibt das so.»

In einem tauglichen Konzept sollen Roboter menschliche Pflegekräfte ja nicht ersetzen. Sie sollen Menschen "ergänzen", und in bestimmten Arbeiten "entlasten". Ich halte es nicht für zielführend, sich dem "vehement" zu verwehren.

⦿

«"Robotik und KI sind tatsächlich nicht der Schlüssel, die Probleme im Gesundheits- und Pflegewesen zu beheben“.»

«Das wären sie nur, wenn sie sich statt um die Patienten um den „Papierkram“ kümmern würden. Und die Pfleger Ruhe vor dem hätten.»

Um Papierkram werden sich Roboter nicht kümmern können. Aber um "zeit-fressende" Routine-Tätigkeiten. Essensausgabe, Abräumen der Tabletts nach dem Essen. Portionierung von regelmäßig einzunehmenden Medikamenten.

In JAP ist Fachkräftemangel in Pflegeinrichtungen noch mehr als in DEU.
Dort übernimmt "KI" solche Tätigkeiten schon.

Pflegemesse

Solche Roboter habe ich auf der letzten Pflegemesse in Hannover (die diesjährige Pflegemesse ist sistiert) gesehen. Beeindruckend, was die können. Besonders hat mir die Implementierung einer Liederbox mit altengerechter Karaoke gefallen. Aus Altenheimen, die solche Karaoke einsetzen, hört man nur Begeisterung.
Dass die Begeisterung bei den Pflegekräften eher begrenzt ist, ist wenig verwunderlich. Ist doch die Furcht vor dem Verlust des Arbeitsplatzes wie bei den Webern groß. Für mich völlig unbegründet, ein Arrangement mit den kleinen weißen Kerlchen wird sicherlich für beide Seiten vorteilhaft sein, erfordert jedoch Neues zu lernen und anders als bisher zu arbeiten.
Nicht die Robbe, aber ein anderes aktives Kuschelfell habe ich auf der letzten Hannover Messe gesehen, präsentiert von einem japanischen start up – Unternehmen auf dem japanischen Gemeinschaftsstand. Ich war beeindruckt, wie angenehm es ist, so ein Fell zu streicheln und wünsche mir dies für das noch ferne Altenteil.

dieser Artikel gibt eine völlig falsche Idee ...

von den Einsatzmöglichkeiten von Robotern in Pflegeeinrichtungen: der liegt nämlich für die Pflege selbst bei genau 0. Roboter-gestützte Unterhaltung ist eher als ein Add-On, denn als Einsparung von Pflegekräften zu denken. Pflege selbst ist im übrigen ein so komplexes kognitives und manuelles Unterfangen, dass es dafür auf absehbare Zeit keine Roboter geben wird. Technische Unterstützung ist prinzipiell möglich, wäre aber sehr teuer, da sie pro Bett beschafft werden müsste (autonome Roboter sind in Pflegeeinrichtungen ebenso wie in Produktionsstätten zur Zeit noch nicht denkbar); ist also letztlich auch außer Reichweite bei der gerinfrequenten Nutzung pro Bett. KI könnte zur Verbesserung der Pflege eingesetzt werden, etwa durch Kamerasysteme und Modelle des Maschinenlernen zur Erkennung von Bedarfssituationen. - Leider hat Tagesschau.de keine gescheite Technikredaktion und erscheint in dieser Hinsicht altbacken.

@09:31 von asimo

Die an meiner Uni damit forschenden Personen träumen nicht von einer Cyborgzukunft, sondern versuchen mit Technik das Führen eines selbstbestimmten Leben zu verbessern, die Pflege zu entlasten und die Kommunikation zu verbessern.

Das ist die Tragik unserer Welt. Forscher und Ingenieure entwickeln fortschrittliche Technologien, die den Menschen helfen könnten und dann fällt diese Technologie Politikern und BWLern in die Hände.

In diesem Fall könnten Ihrer edlen Absichten bei den üblichen Controllern in Pflegeeinrichtungen dazu führen, dass man schlicht berechnet, um wie viel man den Personalschlüssel ausdünnen kann und wie lange es dann dauert, bis sich die Investition in die KI amortisiert. Falls meine Idee zu unrealistisch oder pessimistisch klingt, lasse ich mich gerne eines Besseren belehren.

tolle Sache

das ist wie mit den neuerdings in Massen rumstehenden E Rollern
sieht cool aus aber nützlich gar brauchbar sind sie nicht
oder wer will in den letzten Tagen seines Lebens mit ner Maschine verbringen
zumindest war "Maschine" bisher der Inbegriff für Horror/und Unmenschlichkeit
bisher wenigstens

Künstliche Intelligenz:Mein Helfer,-der Pflegeroboter....

Ob das die Lösung ist ? Und Fachkräfte ersetzt ?
Und die Bundesrepublik nicht in anderen Ländern mit tollen Versprechungen die Pflegekräfte abwirbt ?

Hintergrundinformationen?

Wie werden alte Menschen in den Heimen denn in anderen Ländern in der EU und Europa betreut und gepflegt?
So, wie es in anderen europäischen Ländern bessere Regelungen für die Rente gibt, Österreich, Schweiz, Holland, so gibt es bisher zumindest in Holland auch ein besseres Konzept zur Betreuung von alten Menschen.
Könnte dazu mal ein Faktenfinder gemacht werden?
Wir müssen doch nicht zu jedem Problem für viel Geld das Rad neu erfinden, wenn es schon bessere Möglichkeiten gibt, die nur kopiert u/o angepasst werden müssen.
Und auch hier könnte die EU sinnvoll tätig sein und die besten schon vorhanden Konzepte vergleichen und zusammenführen und Vorgaben für die Mitgliedsstaaten machen.
@ Tagesschau: ihr habt in jedem Land Journalisten. Warum können die dazu nicht jeweils Dokumentation machen und uns an den besseren Möglichkeiten anderer Länder teilhaben lassen?
Gerade unsere Politiker könnten so viel davon lernen.
Bitte mehr vergleichende Faktenchecks zu Lösungen für soziale Probleme.

09:37 von schabernack

wir sind keine Japaner !
und dem Fachkräftemangel sollte man anders begegnen
und wenn sie schreiben Routine-Tätigkeiten. Essensausgabe,
Abräumen der Tabletts nach dem Essen.
ist das Arbeit für ne hochqualifizierte "Fachkraft" ?
das kann jeder - und muß nicht arbeitslos zu hause versauern

re gulo polar

"Keine Chance

so schnell wird das keine menschlcihe Pflegekraft ersetzen können. Die Arbeiten und Anforderungen sind viel zu komplex."

Der typische technikfeindliche Reflex.
Von "menschliche Pflegekraft ersetzen" ist in dem Artikel überhaupt keine Rede.

@ um 09:31 von asimo

"@ Nettie
"Hoffentlich bleibt das so."

Bloß kein Fortschritt! Natürlich ist das Ganze ein heikles Thema, aber es handelt sich hier vorrangig um Assistenz- und Hilfssysteme. Die an meiner Uni damit forschenden Personen träumen nicht von einer Cyborgzukunft, sondern versuchen mit Technik das Führen eines selbstbestimmten Leben zu verbessern, die Pflege zu entlasten und die Kommunikation zu verbessern."

Danke für Ihre positiven Worte zu diesem Thema. Ich habe an der Charité auch einen Demenz – Themenkreis besucht und bin begeistert wie die Elektronik, angefangen von am Fernseher leicht bedienbarer Karaoke mit Volksliedern, bis hin zur KI von schon dementen älteren Menschen angenommen wird.
Ich habe einige Freunde, die bereits auf die 90 zu gehen. Fast alle nutzen Computer, Smartphones und Tablets. Sollten die mal in eine Pflegeeinrichtung gehen, werden sie moderne Technik gerne annehmen.
Wer bei der KI nicht aufspringt, wird später die billigere Pflege anbieten.

@Ritchi 09:41

Frage:
Sind sie ein Lebewesen?

Nach ihrer Ideologie schließt die "Ehe für alle" auch Roboter mit ein.

OHNE MICH

09:24 von wenigfahrer

«Das ist wie Gummipuppen als Frauenersatz aus meiner Sicht, und ich bin schon über 7 (wahrscheinlich: über 70), nein Danke.»

Sie sollten sich mal über "KI" ganz allgemein informieren. Bevor Ihnen gar nichts Besseres einfällt, als der "Rubber Doll for Sex" Vergleich.

Ich bin niemand, der bei "KI" Hurra schreit.
Nicht "Her damit !" bei selbstfahrenden KfZ ruft.
Oder knuffige kleine Roboter auf Rädern bejubelt.
Nur weil es sie gibt.

Es ist "traurig", dass in DEU auch in diesem Bereich der "KI" an vielen Stellen eine derartige "Fortschritts-Feindlickeit" vorherrscht. Fortschritt bringt immer nur das Mieseste des Denkbaren. Dass es auch Positives geben könnte, "interessiert dann keinen Hund hinter dem Ofen mehr".

Die Uni in Osaka, Japan, ist weltweit führend im Bereich: Forschung zu "KI". Theoretisch-ethisch + auch in praktischer Erprobung der Einsatzbereiche.
Ein ganz wichtiger ist Kranken- & Altenpflege.

Nicht um seelenlose Wesen die Arbeit der Menschen übernehmen zu lassen …!

rer Truman Welt

Das Thema, Einsatz von Robotern in der Pflege, ist so zu kurz gegriffen betrachtet.
Die Entwicklung der Robotik wurde an herausfordernden Ansprüchen vorgenkmmen, wobei die Simulation von Fussballspielen eine herausgehobene Rolle spielte, da dabei vielerlei Problemstellungen gemeistert werden mussten. Das war grundlegend für einen umfangreichen Einsatz.
Der Praxiseinsatz erfolgt jetzt auch ausserhalb vom Produktionsumfeld in einem herausfordernden Umfeld. Wenn dies gemeistert ist, kann die Substitution von Menschen in sämtlichen Services bzw. Dienstleistungen erfolgen. Nur wenig bis vielleicht sogar nichts bleibt dabei ausgeschlossen. Insofern sind sämtliche Tätigkeiten von qualifikationsarm bis sehr gut qualifizuert davon betroffen. Ärzte, sowohl bei Diagnostik bis zur OP stehen dabei bereits im Fokus. Deren Dienstleistung kann technisch heute bereits mit besserer Qualität durch KI und Robotik substituiert werden, das ist bewiesen.

So möchte ich

nicht auf meine alten Tage versorgt werden.Da fehlt die Menschlichkeit. Als Roboter in der Küche zum Kartoffel schälen da sage ich OK.

Krank.

Kranker kann man nicht mehr denken.
Mir fehlen echt die Worte.
"Künstliche Intelligenz" zur Pflege von Menschen.
Was für ein unfassbarer technokratischer Schwachsinn.
Ich fasse es wirklich nicht, auf was für abstruse Ideen Menschen kommen können.

Pflegekräfte...

... wird auch ein Roboter nie wirklich ersetzen können. Ich würde vorschlagen dass die Entscheider über sowas mal für mindestens 14 Tage in diversen Fachbereichen mitgehen und feststellen was Alte, Kranke und Pflegebedürftige wirklich brauchen. Empathie und Zuwendung. Das wird die KI nie erreichen. Ich sehe Roboter eher als Hilfe während OP oder im Servicebereich bei Essenverteilen etc.
Gruß aus der Krankenpflege - Fachbereich Dialyse / Nephrologie

re 6X66: Menschlichkeit

>>Wie kaputt müssen Hirne sein, die derartiges entwickeln.
Ich will von einem leibhaftigen Menschen betreut werden. Der ebenso Emotionen hat wie ich - das macht Menschlichkeit aus.<<

Ich denke, Sie gehen da zu streng sowohl mit den Entwicklern als auch mit den Betroffenen um. Wie Sie richtig sagen, machen Emotionen einen Menschen erst wertvoll und damit auch menschlich. Wo Emotionen verkümmern, da verkümmert die Menschlichkeit. Aktuelle politische Bezüge spare ich mir hier mal.

Umgekehrt ist es ein großes Glück und erfordert viel Stärke und Mut, sowohl Emotionen geben als auch empfangen zu können. Denn mit den Emotionen kommt sehr leicht die Angst vor einem Kontrollverlust.

Konkret: Wenn die Roboter neuen Raum geben für Emotionen, dann stellen sie einen Gewinn an Menschlichkeit dar. Es liegt an uns!

>>Ich will mit einem Menschen sprechen und nicht mit einem Sprachcomputer.<<
Im Grunde sprechen wir immer nur mit uns selbst.

Kurz: „Sowohl als auch“ statt „Entweder-Oder“!

Stefan P.

Ja, das ist die traurige Wahrheit in D, dass die Wirtschaft gepimpert wird und der angeschlagene Bürger schauen kann, dass er durch kommt.
Ich kann es Ihnen nachempfinden.
Ich, auch als angeschlagener Patient unter 50, sorge mich nicht nur um Corona, sondern schon wegen der "normalen Grippe".
Wie sagte Merkel gestern, die Bürger müssen Geduld haben, warum sagt man das der Wirtschaft nicht?
Sonntag ist Wahl, da mach ich mein Kreuz entsprechend!

09:52 von Sisyphos3 / @schabernack

«wir sind keine Japaner !»

Und weil "wir" keine aus Land (x) oder (y) sind.

Ignorieren "wir" dann besser alles, was es in den Ländern (x) oder (y) so gibt.
Sind wir halt Deutsche. Und was anderswo sonst geschieht.
Das wissen "wir" sowieso schon längst so viel besser als alle anderen.
War schon immer so …

«Abräumen der Tabletts nach dem Essen.
ist das Arbeit für ne hochqualifizierte "Fachkraft" ?
das kann jeder - und muß nicht arbeitslos zu hause versauern.»

Dann lassen Sie mal die konstruktiv-realistischen Vorschläge schreibend hören, wie wer wie viele (x) Hilfskräfte zum Tabletts-Abräumen anheuert + bezahlt.

Damit keiner der Arbeitsunwilligen mehr zuhause versauern muss.
"Null Problemo !" hätte wohl ein zotteliger Außerirdischer dazu gesagt. Der meinte auch stets, alles zu wissen + besser zu können, als alle anderen sonst.

Musste nach bewiesenen Untaten häufig das Wohnzimmer renoviert, oder im Garten grob aufgeräumt + neu angepflanzt werden.

Augen zu - und durch …!

09:47 von Sisyphos3

«… oder wer will in den letzten Tagen seines Lebens mit ner Maschine verbringen
zumindest war "Maschine" bisher der Inbegriff für Horror/und Unmenschlichkeit …»

Ja. Beatmungs-Maschine.

Darum geht es aber in diesem Fall nicht …

@ um 09:52 von karwandler

Diese Roboter sollen natürlich die viel zu wenig vorhandenen Pflegekräfte entlasten.
Das könnte viel besser dadurch passieren, dass mehr menschliche Pflegekräfte eingestellt werden.
Da diese aber aus verschiedenen Gründen nicht eingestellt werden können sollen, sind die Roboter eine Ersatzlösung zur Verhinderung der Verbesserung der Arbeitszeiten, der Bezahlung.
Insofern sind Roboter genau aus dem Grund interessant: Nämlich um menschliche Pflegekräfte zu ersetzen. Bezüglich der Technikfeindlichkeit wissen Sie bestimmt, dass zB in Japan ein andere kulturelle Voraussetzungen dafür sorgen, dass alte Menschen in Pflegeeinrichtungen solche Roboter leichter akzeptieren.
Wenn Sie oder ich irgendwann mal in eine solche Einrichtung verbracht werden, wird das vielleicht schon anders sein.

@ 09:41 von Ritchi

"Dass die Begeisterung bei den Pflegekräften eher begrenzt ist, ist wenig verwunderlich. Ist doch die Furcht vor dem Verlust des Arbeitsplatzes wie bei den Webern groß."

Ich glaube dann haben sie von Pflege keine Ahnung.
Menschen die diesen Beruf bewusst und mit Freude gewählt haben, wollen sich um den Mensch kümmern. Mit ihm reden, zuhören auch mal singen. Sich nicht nur im Minutentakt um Wunden und Ausscheidungen kümmern.
Auf das läuft es aber hinaus.
Das Lächeln bekommt nun der Roboter geschenkt der einen Witz erzählt hat. Die Pflegekraft die stattdessen dem Patient beim Verbandswechsel unausweichlich auch Schmerzen zufügt wird dann angeraunzt.
Das trägt nicht zur Arbeitszufriedenheit bei!

09:43 von dr.bashir

«In diesem Fall könnten Ihrer edlen Absichten bei den üblichen Controllern in Pflegeeinrichtungen dazu führen, dass man schlicht berechnet, um wie viel man den Personalschlüssel ausdünnen kann und wie lange es dann dauert, bis sich die Investition in die KI amortisiert. Falls meine Idee zu unrealistisch oder pessimistisch klingt, lasse ich mich gerne eines Besseren belehren.»

Ich habe "aus der Hüfte" weder einen Titel zu einer Doku.
Noch irgendeinen Link dazu zur Hand.

Aber es muss nicht "so pessimistisch" sein, wie Sie es anklingen lassen. Es gibt bisher wenige Länder, in denen man Erfahrungen in größerem Umfang mit dem Einsatz von "KI" in Kranken- und / oder Altenpflege hätte.

Am meisten ist sie in JAP. Dort ist aber auch "die Aufgeschlossenheit" der Menschen gegenüber technologischen Entwicklungen (sehr viel) mehr als in EUR. Controlling hat nicht weniger Stellenwert.

"Pflege-KI" erzeugt gerade bei (leicht) dementen Menschen dort "kindliche Freude" + gute Laune bei allen …

ExoPflege

Warum redet man nicht mal einfach auf Augenhöhe mit den Pflegern und fragt wie man entlasten kann?
Ich denke es wäre schon sehr hilfreich wenn man die extreme körperliche Belastung mindert.
Viele machen sich den Rücken kaputt wenn sie jahrelang Menschen im Bett drehen, aus dem Bett holen etc
Eigentlich sollte man zu zweit sein, ist man aber kaum. Dann macht man es alleine und irgendwann ist man körperlich am Ende.
Man sollte Pflegeheime flächendeckend mit Exoskeltten ausstatten.
Wenn ich an KI und Pflege denke, dann frage ich mich, warum es nicht eine Art Waschanlage für Patienten gibt.
Sowas muss man doch entwickeln können.
Der Pfleger hätte weniger körperliche Belastung und mehr Zeit, der Patient weniger Schamgefühl. Und am Ende bliebe vielleicht Zeit dass der Pfleger mit dem Patient Witze macht und singt, statt der Roboter.

Viele haben hier wohl ein

Viele haben hier wohl ein recht falsches Bild von KI/Robotik und "Pflege".
Es geht primär um Assistenz- und Kommunikationssysteme.

Wer nutzt z.B. Siri oder Alexa? Denn auch wenn ich persönlich diese Assistenzsysteme gar nicht mag (nicht der eigentlichen Technik wegen, sondern der Firmen/des Datenschutzes wegen) und nicht nutze, zeigen sie, wie Assistenzsysteme angenommen werden. Das sind kommunikative Assistenzsysteme.

Oder zur körperlichen Pflege: Was ist ihne lieber? Von einer Pflegekraft den Popo abgewischt bekommen, weil ihre Arm-Bewegungsfreiheit das nicht mehr hergibt, oder eine Maschine zu bedienen, die das macht. Das gibt Autononie und Würde zurück. Wenn Sie auf die Toilette gehen, könne Sie unter Verwendung eines Assistenzsystems *allein* darüber entscheiden und sind auf niemand angewiesen. Das ist ein Riesenfortschritt!

Technik ist immer das was man daraus macht!

Roboter für alte Menschen,

Roboter für alte Menschen, ist das ein Psychofilm? Ein bisschen ethisches Maß oder Empfindung wäre schon gut, diese Dinger könnte man rosa oder lila anmalen und ein Smiley bitte auf die Frontstirn.

@ um 10:00 von 6X66

"@Ritchi 09:41
Frage:
Sind sie ein Lebewesen?

Nach ihrer Ideologie schließt die "Ehe für alle" auch Roboter mit ein.

OHNE MICH"

°_° oder was für eine Antwort erwarten Sie jetzt von mir? Ansonsten bin ich mir ganz sicher, dass ich kein Unmensch bin.

Irreführend

Der Begriff Pflege-Roboter ist eine fatale Irreführung.
Er impliziert ein Roboter könne Pflege ersetzen. Er kann aber weder Körperpflege durchführen, Essen anreichen, gesundheitliche Verschlechterung erkennen, bei Kleidung wechseln helfen usw, geschweige denn Stimmungslagen richtig deuten.
Viele Menschen äußern dass sie nicht von Pflegerobotern gepflegt werden wollen. Ich als Krankenpfleger kann sie entwarnen, diese Geräte sind weit...sehr weit davon entfernt auch nur die (für einen Menschen) einfachsten Tätigkeiten auszuführen.

Darüber ist dieser ganze Beitrag, dieses ganze Projekt kein Spaß. Das ist gefährlich. Denn Konzerne im Gesundheitswesen werden versuchen den Irrtum über die Bezeichnung dieser Geräte für sich ausnutzen und fehlende Stellen damit zu ersetzen.

@ Ablehner

Ich bin überrascht, wie viele ablehnende Stimmen hier mehr oder weniger sachlich ihre Haltung äußern.
Ich frage diese Ablehner der KI: waren Sie schon einmal auf einer Pflegemesse? Ganz ehrlich. Haben Sie sich einmal angesehen, mit was allem das Befinden von alten oder dementen Menschen verbessert werden kann?

@sisyphos 9:52

"..und wenn sie schreiben Routine-Tätigkeiten. Essensausgabe,
Abräumen der Tabletts nach dem Essen.
ist das Arbeit für ne hochqualifizierte "Fachkraft" ?
das kann jeder - und muß nicht arbeitslos zu hause versauern"

nein,auch das kann nicht jeder..ein Mindestmaß an Empathie und Menschlichkeit ist notwendig, am Menschen zu arbeiten..

meint ein Fachkrankenpfleger für Psychiatrie

10:12 @Jujus11 .. Ich stimme ..

.. zu. Demenzkrank, Sprechen fällt schwer, schwerhörig, eventuell aggressiv, ...
Man kann sich als Mensch schon kaum vorstellen, was im Gehirn eines Demenzkranken vorgeht. Die Stimmung kippt von einer Minute zur anderen.
Dafür brauchen wir examinierte Fachkräfte.
Ich kann mir vorstellen, dass alte, demenzkranke Menschen eher einen Schock bekommen, wenn sie solche Roboter sehen.

re 10:16 Ih: Traurige Wahrheit?

>>Ja, das ist die traurige Wahrheit in D, dass die Wirtschaft gepimpert wird und der angeschlagene Bürger schauen kann, dass er durch kommt.<<

Nein, das ist keine „traurige Wahrheit“. Das ist nicht einmal eine „Wahrheit“, geschweige denn „die“.

Das Problem liegt in einer grundsätzlichen Unterscheidung zwischen „Wirtschaft“ und „Bürger“. Diese gibt es nämlich nicht, es sind schlicht die 2 unterschiedlich aussehenden Seiten der gleichen Münze.

Der Mensch ist ein - das ist trivial - wirtschaftendes Wesen und die „Wirtschaft“ ist schlicht die Organisationsform, in der dieses Wirtschaften stattfindet. Eines ohne das andere geht nicht.

Diese Organisationsform ist natürlich menschengemacht und unterliegt damit systemischen wie operativen Entscheidungen. Und bei jeder Entscheidung gibt es „Für“ und „Wider“, sonst bräuchte man keine Entscheidungen.

Wenn Sie es also nicht gut finden, dass „die Wirtschaft gepimpert“ wird, dann ist das keine “Wahrheit“, sondern eine Bewertung.

10:15 von teachers voice

«Konkret: Wenn die Roboter neuen Raum geben für Emotionen, dann stellen sie einen Gewinn an Menschlichkeit dar. Es liegt an uns!»

Neuer Raum für Emotionen auf Seiten des Pflegepersonals entsteht, wenn mehr "nicht verplante" Zeit beim Personal geschaffen wird. Dann ist auch für die Gepflegten überhaupt nur Zeit, Emotionen in zwischen-menschlichem Kontakt zeigen zu können.

Wenn es gelänge, Konzepte zu entwickeln, die das Pflegepersonal in nicht-emotionalen Tätigkeitsfeldern entlasten. Dann wäre auch ohne zusätzliches Personal "schon mal Emotion gewonnen". Und Pflege wäre besser …

Nicht die alleinige Patentlösung für alle Probleme in diesem Bereich.
Aber "KI + Robotik" kann ein (sehr) Nutzen bringender Baustein dazu sein.

«Es liegt an uns.»

Wie Sie sehr richtig schreiben …

Wann?

Wenn sie glauben dass eine KI die ärztliche Behandlung leitet zeugt das von ihrem fehlendem Sachverstand.
Sagen sie mir, wie viele Diagnosen haben sie gestellt? Wie viele Patienten behandelt? Wie vielen Schlaganfall Patienten auf Toilette geholfen?

Arm Bewegungsfreiheit

Ich als Pflegekraft kann ihnen sagen dass das Unvermögen den Popo abwischen nicht als isoliertes Defizit daherkommt. Selbst wenn es in Ausnahmefällen so wäre, sie wären erstaunt wie lange es noch dauert bis ein Gerät diese Tätigkeit durchführt. Gehen sie ins Bad und befassen sie sich mal damit.

Durchaus sinnvoll

Pflegeroboter können sicherlich im Umgang angenehmer als so mancher Mensch sein und die Pflegekräfte hoffentlich bei besonders schweren Tätigkeiten (Heben) entlasten. Vielleicht können sie auch zur Überwachung zur Verhinderung von Gewalt in der Pflege eingesetzt werden. Ein Kontakt zu "echten" Menschen sollte natürlich gewährleistet bleiben ...
Vor allem sollte eines sichergestellt sein: Wie in allen anderen Bereichen, in die KI vordringt (also bei sämtlichen Berufen), muss verhindert werden, dass dies zum Verlust von Arbeitsplätzen führt. Dies wird in den nächsten Jahren eine große Aufgabe für die Politik werden!
So könnte vorgeschrieben werden, dass Pflegekräfte die gewonnene Zeit für all das Wichtige nutzen dürfen, für das momentan sicherlich zu wenig Zeit verfügbar ist: für Gespräche, für Spaziergänge und Ausflüge (sofern möglich) usw.

Japanisches Vorbild Vorbild?

Alle bisherigen Berichte hierzu, überwiegend aus Japan, zeigten stets entzückte Rentner*innen, die die Robbe (und "Kollegen") als echte Bereicherung und Quell der Freude bezeichneten.
Doch jeder weiß im Grunde, dass ein künstliches Wesen niemals Emotionen haben wird und dadurch auch nur "virtuelle Emotionen" auslösen kann.
Im Grunde sind die so provozierten Gefühle nur ein Abklatsch echter (erinnerter) Gefühle.
Ich denke, jeder Hund, jede Katze wäre tausend mal besser und angemessener als Roboter und auch wenn sie noch so echt aussähen...
Mich wundert, dass die Grünen hier so engagiert sind. Doch vielleicht sitzen dort auch schon manche dort in einer virtuellen Wolke, die KI als den neuen grünen Messias feiert.
Ich glaube, dass dies nicht die Bedürfnisse der Alten trifft.

warum nicht ...

Solange es nicht nicht zum Nachteil für den Patient wird, kann man ja mal die Möglichkeiten solcher Assistenzsysteme testen.

Kurzfristig wird dies sicherlich den Pflegenotstand nicht beheben.
Zu groß war/ist das Versagen der Regierung, die es zu diesem Pflegenotstand hat kommen lassen. Dies wird umso offensichtlicher, da dieser Notstand nicht über Nacht kam, sonder schon jahrelang Thema ist.

10:52 OrwellAG

"Ist das ein Psychofilm?........"

Nein das ist die rosige Zukunft der "fortschrittlichen" Gesellschaft. Ein paar seltene Erden, ein bischen Metall umrahmt von einem Plastikgehäuse, abhängig von Stromzufuhr ist die Rettung für Kranke und Alte wahrhaft weit haben wir es gebracht.

10:52 von OrwellAG

«Roboter für alte Menschen, ist das ein Psychofilm?»

Es wäre einer, würfe man alte Menschen Robotern als Spielzeug zum Vergnügen der Roboter zu Füßen. Das tut man aber nicht.
Und das plant auch niemand …

«Ein bisschen ethisches Maß oder Empfindung wäre schon gut, diese Dinger könnte man rosa oder lila anmalen und ein Smiley bitte auf die Frontstirn.»

Es gibt in der KI-Forschung den Begriff: "Uncanny Valley".
(Unheimliches Tal / Gruselgraben / Akzeptanzlücke).
Ist auch ein Wiki-Artikel in DEU unter diesem Begriff.

Es geht um die Fragestellung, wie mit Menschen verbal kommunizierende "KI" gestaltet sein muss, um eine möglichst hohe Akzeptanz bei möglichst vielen Menschen zu finden.

Quintessenz: Wenn "KI" zu sehr menschen-ähnlich wird.
Im Aussehen, in den Bewegungen.
Alles vor allem in Form und Bewegung der Augen.

Dann fällt sie in das "Uncanny Valley".
Die Akzeptanzrate fällt mit in den Keller.

"Kunst ist", die "KI" kurz unter der Nicht-Mehr-Akzeptanz-Schwelle zu halten …

11:05 @Ritchi @ Ablehner

Haben Sie schon mal eine Demenzkranken erlebt, versucht, sich mit ihm zu unterhalten?
Ich schon, daher meine Skepsis

11:05 @Ritchi @ Ablehner

Haben Sie schon mal eine Demenzkranken erlebt, versucht, sich mit ihm zu unterhalten?
Ich schon, daher meine Skepsis

um 10:41 von FFpetra44

"@ 09:41 von Ritchi
"Dass die Begeisterung bei den Pflegekräften eher begrenzt ist, ist wenig verwunderlich. Ist doch die Furcht vor dem Verlust des Arbeitsplatzes wie bei den Webern groß."

Ich glaube dann haben sie von Pflege keine Ahnung.
Menschen die diesen Beruf bewusst und mit Freude gewählt haben, wollen sich um den Mensch kümmern. Mit ihm reden, zuhören auch mal singen. …"

Wenn Sie die Kommentare vor meinem lesen, werden Sie feststellen, dass einige sich hier für Weber halten. Und wenn Sie so gerne singen, haben sie dann auch mal für ältere Menschen geeignete Karaoke ausprobiert? Oder singen Sie mit in GEMA-Flatrate kopierten Notenblättern, die viele der älteren Menschen nicht mehr lesen können? Der Vorwurf "keine Ahnung" wird meist von denjenigen genutzt, die selbst unflexibel sind.

KI und das Echte

Demenz ist vielleicht der einzige Ausweg, um dieser heillos verrückten Welt zu entkommen. Konsequent in einer Kultur, die Altern schon früh kaserniert hat, weil das unschön ist und unrentabel. Was da alles schiefgelaufen sein muß, daß es (auch mit löblichen Ausnahmen) Normalität ist, fern von Familie und vertrauter Umgebung mit fremden Leuten und mit Professionellen irgendwas entgegenzugehen, was bei uns noch unpopulärer ist. In vielen Kulturen der Welt ist es undenkbar, Alternde zu isolieren,schon garnicht aus Gründen irgendeiner Ökonomie.

Wenn es aber schon so ist, daß die Unterbringung im Pflegeheim aus 100 guten Gründen "unvermeidbar" ist, könnte man ja mal auf die auch ökonomisch langfristig aufgehende Idee kommen, den Beruf durch ernstzunehmende Gehaltsverbesserungen und einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen attraktiv zu machen. Stattdessen K I. Das wird vielleicht den Beziehungen gerecht zwischen den Generationen, die keine "echten" Bindungen haben aufbauen können.

11:07 von 91541matthias

nein,auch das kann nicht jeder..ein Mindestmaß an Empathie und Menschlichkeit ist notwendig, am Menschen zu arbeiten..
.
immer die gleichen Sprüche

es gibt hierzulande 2 ... 3 Mill Arbeitslose (offiziell)
da werden doch ein paar tausend darunter sein, die entweder im Schlachthof arbeiten können ohne seelisch zu zerbrechen
oder in der Pflege tätig sein ...
ebenso werden einige gipsen können, Fliesen legen oder Straße kehren .....
niemand hat hier behauptet jeder kann in der Pflege arbeiten !
aber einige wird es sicher geben - wie sie
der dafür vielleicht andere Tätigkeiten nicht ausfüllen kann

Der Sinn der Sache kann

Der Sinn der Sache kann eigentlich nur sein, dass jede einzelne Pflegekraft einen solchen Roboter zur Seite gestellt bekommt, der mit seinen Fähigkeiten, zB der Gesichtserkennung, denn mentalen und gesundheitlichen Zustand des Pflegebedürftigen erkennt und, wie schon vorhandene medizinische Datenbanken, an einer zu versorgenden Wunde (Dekubitus) auch sofort deren aktuellen Bedarf an Versorgung ermitteln kann. Unter Einbeziehung all dieser Erkenntnisse, die ja von KI heute schon realistisch eingeschätzt werden können, kann ein Roboter dann auch sehr gut Berichte dazu schreiben, sich mit Ärzten austauschen und beraten, Termine vereinbaren und dem Personal die zeitaufwendigen Verwaltungstätigkeiten abnehmen. Wenn er zwischendurch einen Witz erzählt oder ein Liedchen singt, oder sonstwie als Entertainer auftritt, tut das der Atmosphäre sicher keinen Abbruch.
Solche Roboter müßten aber zusätzlich(!) zum auf jeden Fall aufzustockenden menschlichen Personal eingestellt werden.

@ um 11:26 von David KR

"Arm Bewegungsfreiheit
Ich als Pflegekraft kann ihnen sagen dass das Unvermögen den Popo abwischen nicht als isoliertes Defizit daherkommt. Selbst wenn es in Ausnahmefällen so wäre, sie wären erstaunt wie lange es noch dauert bis ein Gerät diese Tätigkeit durchführt. Gehen sie ins Bad und befassen sie sich mal damit."

Ich empfehle Ihnen mal den Test einer modernen japanischen Toilette. Die kommen ganz ohne "Arm Bewegungsfreiheit" aus. Vor wenigen Jahren noch von einer Komödiantin belächelt, heute auch von ihr gerne genutzt. Zunehmend kommen diese Dinger auch nach Deutschland, aber fünf mal teurer als in Japan und daher noch kein Standard in Pflegeheimen. Sollten diese äußerst hilfreichen stillen Örtchen aber sein.

@teachers voice um 11:13

Ihre betriebswirtschaftliche Sicht auf die Welt ist ebenfalls auch nur Ihre Meinung. Auch diese Sichtweise ist weder "die" noch irgendeine Wahrheit. Es gibt daneben noch zahlreiche andere Perspektiven! Ich finde nicht ok, wie Sie den anderen User abkanzeln, nur weil Ihnen seine Meinung nicht passt.

@ David KR

Das mit dem Arm war ein anschauliches, aber fiktives Beispiel.
Assistenzssysteme zur Bewegungsunterstützmg bzw. stellevrtretenden Ausführungen von Bewegungen sind in der Entwicklung. Bis zur Marktreife dauert es aber in der Tat noch ein Weilchen.

Und wie weit man da ist (bzw. nicht ist), weiß ich ganz gut, da das duchaus mein wissenschaftliches Forschungsfeld berührt (Tipp: mein Nickname ist nicht ganz zufällig gewählt!) und meine Universität in diesem Bereich recht weit vorn ist.

11:31 von Quereinwerfer

Japanisches Vorbild Vorbild?
.
jedes Land, jede Kultur muß seinen/ihren individuellen Weg finden ...
das darauf herunter brechen zu wollen auf
"wir wissen es besser" ist reichlich naiv

Pflegeroboter

Mein Mann ist schwer dement, ich könnte wirklich mehr Unterstützung brauchen, aber ich kann mir nicht vorstellen, wie das mit einem Roboter funktionieren soll. Zum Beispiel habe ich die Absage von einem Seniorenheim bekommen, weil mein Mann weglaufgegfährdet ist. Dafür will/kann man nicht die Verantwortung übernehmen. Bis ein Roboter das Personal informiert, ist es bestimmt oft zu spät. Er sieht auch nicht so aus, als könnte er einen Menschen zurückhalten oder zum Beispiel nach einem Sturz aufheben. Außerdem erkennt auch ein Demenzpatient, dass das kein Mensch ist - und er wird sich von ihm nichts sagen lassen.

@ um 11:31 von Quereinwerfer

"Japanisches Vorbild Vorbild?
Alle bisherigen Berichte hierzu, überwiegend aus Japan, zeigten stets entzückte Rentner*innen, die die Robbe (und "Kollegen") als echte Bereicherung und Quell der Freude bezeichneten.
Doch jeder weiß im Grunde, dass ein künstliches Wesen niemals Emotionen haben wird und dadurch auch nur "virtuelle Emotionen" auslösen kann.
Im Grunde sind die so provozierten Gefühle nur ein Abklatsch echter (erinnerter) Gefühle.
Ich denke, jeder Hund, jede Katze wäre tausend mal besser und angemessener als Roboter und auch wenn sie noch so echt aussähen...
…"

Keine Frage, der echte Hund ist besser. Allerdings in der Pflege eher selten realisierbar.
Wenn ich vor der Wahl stehe 'kein Hund' oder 'eine aufmunternde KI-Robbe', dann wähle ich Letztere.

@ um 11:27 von J. Noll

Keine KI oder sonstige digitale Errungenschaft darf darauf eingerichtet sein, menschliche Arbeitsplätze zu erhalten. Im Gegenteil. Da wo sie menschliche Arbeitskräfte ersetzt, setzt sie auch menschliche Ressourcen frei, die andere Dinge tun könnten. Und sei es, mal ein ganzes Jahr bezahlten Urlaub zu machen.
Oder in jeder Pflegeeinrichtung mehr Personal für das Zwischenmenschliche zu haben, als heutige Personalschlüssel vorgeben.
Oder die Arbeitszeiten für alle zu verkürzen, Schulklassen auf eine Größe von 10 Schülern zu begrenzen & trotzdem für jede Klasse 2 oder gar 3 Lehrer pro Unterrichtsstunde zur Verfügung zu stellen. Zusätzlich zu einem Roboter, der als „lebendes“ Lexikon jede(!) Frage beantworten könnte & mit Hilfe von Gesichtserkennung auch die aktuelle Befindlichkeit von Schülern realistisch beurteilen & damit auch den Lehrern helfen könnte.
Natürlich will das niemand bezahlen, der das aktuelle Wirtschaftssystem anbetet.
Aber auch darüber können wir hinwegkommen.
Mit KI

Mein Helfer, der Pflege-Roboter

Warum aus anderen Ländern deren Fachkräfte nach Deutschland holen, die den Lohndumping forcieren?!

Mit Roboter wird zukünftig der Fachkräftemangel behoben!

Und die kosten nichts- alle 2 Jahre Wartung, vielleicht ein bisschen Öl, - das war´s.

Keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, kein Urlaubs- und Weihnachtsgeld, kein Streik, keine Gewerkschaft, kein Gemecker wegen mehr Geld......

Und Aktionäre freuen sich.....

Der Mensch bleibt auf der Strecke?!

Wen interessiert´s.....Hauptsache die Kasse klingelt....

Schöne neue Welt.....

11:27 von J. Noll

für Gespräche, für Spaziergänge
.
da wäre ein Roboter sogar überlegen
dem wird nicht langweilig
der verliert die Geduld nicht
auch wenn die demente Oma 20 mal das gleiche quatscht/fragt
kurzum der bleibt in allen Situationen cool :-)

@91541matthias 11.07

nein,auch das kann nicht jeder..ein Mindestmaß an Empathie und Menschlichkeit ist notwendig, am Menschen zu arbeiten.."
So ist es! Meine Mutter ist alt und krank, kommt kaum noch vor die Tür und braucht Unterstützung beim Anziehen, Duschen, beim Einkauf. Ich bin froh, dass es einen Pflegedienst gibt mit Menschen. So hat sie zumindest etwas Kontakt und Ansprache. Das kann kein Roboter ersetzen

@ um 11:40 von Leipzigerin59 11:05

"11:05 @Ritchi @ Ablehner
Haben Sie schon mal eine Demenzkranken erlebt, versucht, sich mit ihm zu unterhalten?
Ich schon, daher meine Skepsis"

Ja, habe ich. Daher weiß ich auch, dass es hier sehr unterschiedliche Typen an Demenzerkrankungen gibt. Und da ich auch manche entsprechende Forschung mit Demenzkranken kenne, stehe ich hier der KI sehr positiv gegenüber.

re 11:31 Quereinwerfer: Virtuelle Gefühle

>>Alle bisherigen Berichte hierzu, überwiegend aus Japan, zeigten stets entzückte Rentner*innen, die die Robbe (und "Kollegen") als echte Bereicherung und Quell der Freude bezeichneten.

Das genau Gleiche können Sie jeden Tag „real“ sehen, wenn Sie Kindern und Erwachsenen neue „Spielzeuge“ geben. Wobei die Erwachsenen sehr viel mehr „Spielzeuge“ brauchen als Kinder. Vor allem immer wieder neue.

>>Doch jeder weiß im Grunde, dass ein künstliches Wesen niemals Emotionen haben wird und dadurch auch nur "virtuelle Emotionen" auslösen kann.<<

Nein, es gibt keine „virtuellen Emotionen“. Was Sie wohl meinen, sind „virtuelle Erlebnisse“. Diese lösen zwar echte, allerdings einseitige Gefühle aus und verschwinden oft wieder wie die „Erlebnisse“ verschwinden. Vor allem, wenn sie sofort von neuen „Erlebnissen“ abgelöst werden.

Es sei denn, sie können mit „realen Erlebnissen“ verknüpft werden. Dann mutiert sozusagen ein „virtuelles“ Erlebnis zu einem „realen“.
Man braucht also Beides!

11:31 von Quereinwerfer

«Japanisches Vorbild ?

Alle bisherigen Berichte hierzu, überwiegend aus Japan, zeigten stets entzückte Rentner*innen, die die Robbe (und "Kollegen") als echte Bereicherung und Quell der Freude bezeichneten.»

Japan hat "allerbeste" kulturelle Voraussetzungen.
Um eine hohe Akzeptanz von "KI" zu erreichen.

Die 2 Hauptpunkte in meiner Erfahrung sind:

1. Japaner sind in der überwiegenden Mehrheit (sehr) neugierig.
Im besten Fall so eine Art von: "Kleinkind bis ins höchste Alter".

2. Die Religion des "Shintō" ist in ihren Grundlagen eine animistische.
Allen Dingen der Natur ist eine (eigene-besondere) Seele zugewiesen.
Kiesel am Ufer der Bäche haben eine Seele. Bäume, Tiere, Gras, Wasser, …

Es fällt Japanern sehr meist leicht, auch künstlich erschaffene Dinge, die ihnen nützlich sind, "zu beseelen". "KI" ist wie die Flussgeister "Kappa".

Begegnet man denen freundlich & offen.
Weisen sie den Weg zur sicheren Fluss-Überquerung.
Ist man abweisend. Führen sie zu den miesen Tiefen.

11:40 von Leipzigerin59

denke da geht es darum dass man mit dem nur quatscht
nicht aufbrausend ist wenn er 100 mal das gleiche sagt ....
eben eine "eselsgeduld" hat und nicht widerspricht
ich habe das nicht ...
wohl aber mein Anrufbeantworter

@11:31 von Quereinwerfer

>>Alle bisherigen Berichte hierzu, überwiegend aus Japan, zeigten stets entzückte Rentner*innen, die die Robbe (und "Kollegen") als echte Bereicherung und Quell der Freude bezeichneten.
Doch jeder weiß im Grunde, dass ein künstliches Wesen niemals Emotionen haben wird und dadurch auch nur "virtuelle Emotionen" auslösen kann.<<

Es gibt bei Menschen keine virtuellen Emotionen. Sie sind da oder sie sind nicht da.
Es ist völlig egal was im "Hirn" der Maschine vor sich geht - entscheidend ist die Reaktion des Gegenübers.

Sie wissen ja auch nicht genau was bei einer Katze im Hinterstübchen vor sich geht. Evtl. sind Sie der emotional völlig egal und werden nur entsprechend von ihr manipuliert um die nächste Futterdose zu öffnen.
Der Zuneigung des Besitzers tut das keinen Abbruch.

@dr.bashir - 09:43

"Das ist die Tragik unserer Welt. Forscher und Ingenieure entwickeln fortschrittliche Technologien, die den Menschen helfen könnten und dann fällt diese Technologie Politikern und BWLern in die Hände."

Dann kann Pepper demnächst auch im Parlament eingesetzt werden, um dort die Mangelerscheinungen an menschlicher Intelligenz durch die künstliche aufzufrischen.

Beispiel:
Landwirtschaftsministerin: "Wir müssen die Anwendungszeit für Glyphosat nochmal um 10 Jahre verlängern."

Pepper: "Du musst dann aber eine Menge Arbeitsplätze zum Bestäuben wichtiger Pflanzen organisieren. Die Bienen und Hummeln, die das sonst gemacht haben, gibt es dann nicht mehr".

@09:37 von schabernack

>>Um Papierkram werden sich Roboter nicht kümmern können. Aber um "zeit-fressende" Routine-Tätigkeiten. Essensausgabe, Abräumen der Tabletts nach dem Essen. Portionierung von regelmäßig einzunehmenden Medikamenten.<<

Auch der Routinekram wird dokumentiert. Wenn die Roboter das entsprechend durchführen können sie die Durchführung natürlich auch erfassen.
Bei der Dokumentation gibt es durchaus Optimierungsbedarf - und auch hier lässt sich oftmals technisch unterstützen.

Und wieder einen Schritt weiter

Und wieder einen Schritt weiter, auf dem Weg zur automatisierten Kriegsführung. Es müssen halt noch en paar Erfahrungen in Bezug auf das Erkennen von menschlichen Emotionen gesammelt werden, das wird schon. Sicher beinhaltet die dtsch. Version des Pflegeroboters die App. "Sterben auf Verlangen". Damit hätten dann Google&Co. endlich ein "ausführendes Organ" in der Hand, um die gesammelten Daten in Handlungen zu überführen. In Kombination mit dem sog. "Automatisierten Fahren" - und mit einer etwas anderen "Software", kann die Menschheit endlich auch so unangenehme Dinge wie z.B. selbst Denken komplett an Maschinen delegieren.
Man kann sehr froh sein über diesen Fortschritt!

re bambergerin

" Er sieht auch nicht so aus, als könnte er einen Menschen zurückhalten oder zum Beispiel nach einem Sturz aufheben."

Aber er könnte den Sturz melden, bevor die Nachtwache nach drei Stunden mal vorbeikommt.

Wirklich erstaunlicher Mangel an Phantasie.

@09:43 von dr.bashir

>>In diesem Fall könnten Ihrer edlen Absichten bei den üblichen Controllern in Pflegeeinrichtungen dazu führen, dass man schlicht berechnet, um wie viel man den Personalschlüssel ausdünnen kann und wie lange es dann dauert, bis sich die Investition in die KI amortisiert.<<

Es gibt gesetzlich festgelegte Personalschlüssel die nicht umgangen werden können. Daran müssen sich dann auch die fiesesten aller Controller halten.

Auf der anderen Seite müssen alle diese Ideen und Vorstellungen auf ökonomische Realisierbarkeit abgeklopft werden.
Die Robbe ist wahrscheinlich nicht besser als ein Therapiehund. Aber die Robbe kostet nur 5.000€, muss nicht schlafen und hat keine eigenen Bedürfnisse (außer Energie).
Ein trainierter Hund kostet das Vielfache, braucht Ewigkeiten für die Ausbildung und ist ggf. auch ein Hygieneproblem.

Am Ende muss man sich entscheiden - ein Hund der 1x pro Woche besucht - oder 2 Robben die permanent verfügbar sind.

re schabernack: Akzeptanz

>>Wenn "KI" zu sehr menschen-ähnlich wird.
Im Aussehen, in den Bewegungen.
Alles vor allem in Form und Bewegung der Augen.
Dann fällt sie in das "Uncanny Valley".
Die Akzeptanzrate fällt mit in den Keller.
"Kunst ist", die "KI" kurz unter der Nicht-Mehr-Akzeptanz-Schwelle zu halten …<<

„Uncanny valley“, den Begriff merk ich mir. Danke hierfür!
Ich denke, jeder Mensch muss aufpassen, dass sich Phantasie und Realität nicht so sehr vermischen, dass man sie nicht mehr unterscheiden kann. Und das geht leichter und schneller als man selber oft vermutet.

Hier liegt auch die Gefahr vermenschlichter Roboter. Wenn man sie nicht mehr als Werk- oder Spielzeug erkennen kann, wird es gefährlich. Und da muss man besonders bei alten oder gar demenzkranken Menschen sehr vorsichtig sein, denn auf eine reale „Beglückung“ folgt dann schnell eine reale und tiefwirkende Enttäuschung.
Gerade demenzkranke Menschen haben ein sehr reales und intensives Gefühl dafür, betrogen zu werden.

Verluste und Lust

Je nach Qualität, Pflegegrad ist das Thema doch spezifisch zu bewerten. Mein Vater (mitochondriale Zytopatie) benötigte persönliche Ansprache und (!) Körperkontakt. Die Haut, als wichtigstes Sinnesorgan. Sie zu berühren beruhigt ungemein. Auch bei Demenz. Auch der nahe, warme Atem. Alles schon vergessen? Geht es nur um "das Praktische", Finanzierbare ..? Die Entwicklung hin zum Vergessen eines Urkreislaufs des Lebens - es beginnt mit dem Abwischen des Popos .. und endet auch damit halte ich für bedenklich. Für uns als Mensch, im tiefsten Wortsinne. In nächster Konsequenz und zur ausbalancierten Diskussion kommt die robotale Unterstützung des Kleinkindes - um so die Eltern zu entlasten. Und dann gibt es noch den Aspekt von FFPetra44: einen SINNhaften Beruf wählen zu wollen. KI - wir müssen acht geben, was wir aus der Hand geben und uns fragen, welche Entwicklung wir nähren wollen.

Ja, wenn man die Menschheit abschaffen will,

ist es sicher ein schneller Weg, menschliche Zuwendung, noch dazu in Situationen der Hilflosigkeit, abzuschaffen und durch einen Satz Algorithmen mit Kulleraugen zu ersetzen.

(Da spielt es keine Rolle, wie ausgeklügelt und technisch hochentwickelt die Algorithmen sind.)

Warum wollen Menschen eigentlich Menschen zunehmend ersetzen? Sie tun das sogar bei der menschlichsten aller Ausdrucksformen, der Sprache. Sie erfinden Programme, die übersetzen von einer Sprache in die andere. Und was - inzwischen - bestenfalls dabei herauskommt, ist Informationsübermittlung, jedoch kein menschlicher Austausch. Wahrscheinlich ist auch vieles der "Musik" (von Supermarktschmalz bis "Schwermetall wird butterweich gekloppt"), die uns überall zugemutet wird, bereits ganz selbständig von Computerprogrammen zusammengerührt, und deshalb so öd und leer.

Warum ist es so schwer, Technik einfach als Hilfsmittel zu schätzen und zu nutzen, aber nicht als letzte Entwicklungsstufe der Menschheit zu sehen?

11:58 @Bambergerin .. Pflegeroboter

Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Kraft. Ich sehe das genauso.
Demenzkranke lassen sich zeitweise nicht mal von den Angehörigen etwas sagen. Es ist traurig, aber wahr.

@ um 11:58 von Ritchi

„Keine Frage, der echte Hund ist besser. Allerdings in der Pflege eher selten realisierbar.“
Man könnte sich auch fragen, warum das nicht realisierbar ist?
Weil es tierisches und menschliches Personal und damit Geld erfordert, dass unser System ganz vorsätzlich nicht bezahlen will.
Weil Menschlichkeit kein wirtschaftlicher Wert ist. Wie krank kann eine Gesellschaft sein?
Und genau das ist doch gerade im Pflegebereich das Problem. Aber nicht nur da.
In allen Bereichen wurde gestrichen und gespart. Wie fatal das war und ist, sehen wir aktuell beim Coronavirus.
Vielleicht hilft uns KI, dass zu ändern?
Wenn wir mit natürlicher Intelligenz nicht darauf kommen.

re 11:56 Sisyphos3: Besserwisserei?

>>jedes Land, jede Kultur muß seinen/ihren individuellen Weg finden ...
das darauf herunter brechen zu wollen auf
"wir wissen es besser" ist reichlich naiv<<

Ich will Ihnen wirklich nicht zu nahe treten und erst recht nicht besserwisserisch wirken, aber dieser Gedanke scheint Sie permanent umzutreiben. Damit bremsen Sie aber oft Gedanken mehr als das Sie diese anregen.

Gerade weil „Jeder“ seinen „individuellen Weg finden“ muss, muss sich auch jeder mit den „Wegen der Anderen“ beschäftigen. Das bedeutet voneinander und miteinander zu lernen. Denn keine „Kultur“ ist ein Zustand, sie ist immer nur eine in ständiger Veränderung befindliche Momentaufnahme. Das gilt für Ihre eigene Kultur mindestens so viel wie für die der „Anderen“.

Also seien Sie bitte etwas großzügiger zu sich selbst und „uns Anderen“!

11:55 von asimo

«Und wie weit man da ist (bzw. nicht ist), weiß ich ganz gut, da das duchaus mein wissenschaftliches Forschungsfeld berührt (Tipp: mein Nickname ist nicht ganz zufällig gewählt!).»

Advanced Step in Innovative MObility.

To the honour of Isaac Asimov … the name has been chosen.

Wäre ich nicht "von alleine" drauf gekommen.
Den Begriff kannte ich bisher nicht.
Auch war mir nicht bewusst, dass "ASIMO" der Name eines Humanoiden Roboters der Fa. Honda aus dem Jahr 2000 ist …

re 11:54 Quereinwerfer: Meinung und Wahrheit

>>@teachers voice um 11:13
Ihre betriebswirtschaftliche Sicht auf die Welt ist ebenfalls auch nur Ihre Meinung. Auch diese Sichtweise ist weder "die" noch irgendeine Wahrheit. Es gibt daneben noch zahlreiche andere Perspektiven!<<

Selbstverständlich gibt es die und genau darauf wollte ich hinweisen. Meinerseits wirklich ungeteilte Zustimmung!

>>Ich finde nicht ok, wie Sie den anderen User abkanzeln, nur weil Ihnen seine Meinung nicht passt.<<

Pardon, falls ich jemand „abgekanzelt“ haben sollte. Das wäre das Letzte, was ich will.
Und es ist auch nicht so, dass mir „seine Meinung nicht passt“. Im Gegenteil, wenn ich mich nicht über diese Meinung freuen würde, hätte ich nicht geantwortet.

Echte Intelligenz

Da die Pflegesystematik in Deutschland schon gelernt hat, Menschenverstand als systemgefährdend und als nicht marktkompatibel ins verarbeitende Gedächtnis einzuspeichern, kann man bereits von ersten Erfolgen der K. I. in diesem Bereich sprechen.

Kann man sich noch mehr distanzieren vom Prozess des Alterns? Was man sich nicht alles für teure Dinge einfallen läßt, um bloß die seit über 20 Jahren fällige, endlich ernstzunehmende Verbesserung bei Gehalt und Arbeitsbedingungen zu ermöglichen.

Da so lange ein guter Wille überhaupt nicht erkennbar war, muß ich mich letztlich fragen, was die Ursache für soviel Böswilligkeit und Geiz sein kann und ob es nicht eine Zusammenhänglichkeit in der parallel verlaufenden Generationenfeindschaft in großen Teilen unserer Gesellschaft gibt.

Deutschland hat früh nach amerikanischem Vorbild das Altern kaserniert, um die Jungen bei der Karriere nicht zu stören. In vielen Kulturen der Welt ist das undenkbar. Und jetzt noch sprechendes Plastik...

12:00 von morgentau19

«Mit Roboter wird zukünftig der Fachkräftemangel behoben!
Und die kosten nichts- alle 2 Jahre Wartung, vielleicht ein bisschen Öl, - das war´s.»

Öl in die Elektronik rein kippen.
Das bekommt dem Roboter ganz besonders gut …

um 12:28 von karwandler

Dann braucht jeder sturzgefährdete im Heim einen solchen Roboter o.ä., oder so eine Robbe, klein, damit der Patient sie immer bei sich hat.

Fachkräftemangel

Den Fachkräftemangel in der Pflege lösen wir ohnehin nur mit Automatisierung und Robotertechnik.

12:21 von WiPoEthik / @schabernack

«Auch der Routinekram wird dokumentiert. Wenn die Roboter das entsprechend durchführen können sie die Durchführung natürlich auch erfassen.
Bei der Dokumentation gibt es durchaus Optimierungsbedarf - und auch hier lässt sich oftmals technisch unterstützen.»

Ist sicherlich richtig.

Die Roboter können (elektronisch) aufzeichnen, was sie taten.
Aber an den Computer anstöpseln zur Übertragung der Datenerfassung können sie sich nicht selbst.

Ob sie das je können sollten. Sehr fraglich …
Jede Art auch dieser Personal-Entlastung ist prinzipell "wert zu begrüßen" …

@13:00 von melancholeriker

Die Basis für unser Renten- und Pflegesystem ist allerdings ein völlig anderes als noch vor 100 Jahren. Es gibt eben anteilig an der Bevölkerung bedeutend mehr Alte als früher. Wir haben also eine geringere Leistungsbasis und eine größere Kostenbasis.
Das muss irgendwie gestemmt werden.

Einfach nur mehr für alle zu fordern bringt uns dabei nicht weiter, da dies eben auch Konsequenzen mit sich zieht und es finanziell schon haarig wird wenn alle beim gleichen Verdienst bleiben.

Auf der anderen Seite verweisen Sie auf Kulturen bei denen die Pflege in der Familie bleibt und man Menschen nicht in "Kasernen" abschiebt.
In einer Großfamilie bei der alle anpacken mag das klappen, aber hier heißt das meist: Die Frau kümmert sich darum.

Und es ist egal wie aufopferungsbereit ein Mensch ist - es gibt körperliche und psychische Grenzen.
Wenn Sie kein Auge zu tun, weil ihr Schützling evtl. um 4 Uhr morgens nackt auf die Straße läuft ist die irgendwann erreicht und die totale Erschöpfung da.

@ 12:18 von Wanderfalke

"Dann kann Pepper demnächst auch im Parlament eingesetzt werden, um dort die Mangelerscheinungen an menschlicher Intelligenz durch die künstliche aufzufrischen."

Grins ... der war gut ... auch das Beispiel dazu. Oder war das vielleicht gar keine Witz?

Fragiles Spielzeug

Ein ganzheitlich denkender Mensch wird sehr schnell erkennen, dass es sich bei diesen kleinen Robotern um sehr fragiles Spielzeug handelt, das nur zusätzlich Kosten verursacht und keinerlei Entlastung bringt. Wie auch, wenn wir uns nur die Technologie genauer betrachten. Ein Haufen Plastik und Elektronik, der bei kleinsten Hindernissen umfällt und nach kurzer Zeit auf dem Müll landet. Wie dumm sind wir denn geworden, dass wir an solchen Unfug glauben? Wir produzieren immer mehr Schrott und verkaufen diesen Mist als Weltrettung. Es ist zum Haareraufen wie süchtig wir nach Technologie geworden sind. Und es ist zum Todlachen. Als alter Mensch würde ich einen Pflegeroboter einfach mal kurz die Treppe hinunter stoßen, denn ich würde mich ungeliebt und verstoßen fühlen.

@ um 13:11 von Leipzigerin59

Dazu braucht es keine Roboter, das können heutzutage smarte Armbanduhren.
Die Sensoren dafür lassen sich bestimmt auch in andere Gegenstände einbauen oder demnächst implantieren. So wie ein Chip für Haustiere. Für Pfennigbeträge.
Da können sich die Betriebswirte, die solche Pflegeeinrichtungen seltsamer Weise leiten, sogar den Roboter sparen.

um 12:58 von schlimmerblödsinn .. ja klar,

Das Thema ist traurig, doch bei Ihrem Beitrag musste ich herzhaft lachen, Drehbuch für eine Filmkomödie

von eine sex in latein 13:15

Richtig,da treffen Sie ja eine echt wissenschaftliche Einschätzung.Und in der Arbeitswelt,da kennen Sie sich aus.Oder doch nicht ?

13:34 @nie wieder spd

Danke für den Tipp.

Automatisierung bei Dienstleistungen

Wir müssen den Dienstleistungsbereich jedenfalls weiter automatisieren, dazu gehört auch die Pflege. Ein Roboter könnte mit einem dementen Patienten z.B. spazieren gehen.

@ Ablehner

Ich habe den Eindruck, dass zumindest sehr viele von denen, die sich hier ablehnend äußern, den Artikel nicht ganz gelesen haben.
Schauen Sie doch bitte nochmal in den Artikel und lesen Sie den Absatz
"Ethikrat setzt Grenzen für den Roboter-Einsatz"

Pflege Pflegefall

um 13:26 von WiPoEthik
@13:00 von melancholeriker

Erstmal Dankeschön für die Stellungnahme.

"Einfach nur mehr für alle zu fordern bringt uns dabei nicht weiter, da dies eben auch Konsequenzen mit sich zieht und es finanziell schon haarig wird wenn alle beim gleichen Verdienst bleiben."

Ich habe schon in vielen Berufen gearbeitet, aber die Pflege ist und bleibt die mit Abstand anstrengendste und unterbewertetste/unterbezahlteste, nicht nur gemessen am Nutzen für das Gesamtwohl. Darüber wird nicht mal diskutiert. Aber da sämtliche Betroffenen keine Lobby haben, können sich die Verantwortlichen gegenseitig die Hände binden und unterm Tisch die Konditionen auskungeln, wie man mit aktiver Verwahrlosung noch gut verdienen kann auf dem Rücken der Beschäftigten. Das Signal an die kritischen Beobachter und vor allem an junge Menschen, die trotz diesem Wahnsinn vielleicht diesen Beruf erlernen möchten: Man muß krank sein, um sich das anzutun. Entsprechend die gesellschaftliche Anerkennung.

13:00 von melancholeriker

Deutschland hat früh nach amerikanischem Vorbild das Altern kaserniert,
-
trauen sie sich zu ihre demenzkranke Oma zu haus zu pflegen
ich nicht !
und auch ner "Polin" kann nicht 24 h am Tag und 7 Tage die Woche auf 1 Person aufpassen
aber auf 3 ... 4 Omas dann 8 Stunden am Tag, das wäre machbar
und das Gesellschaftsmodel :
Vater Mutter Kind ne Oma und Uroma
dazu noch unter einem Dach
ist wohl schon lange unpopulär

@ um 13:58 von eine sex in latein

Man könnte evtl Verwandten einen zusätzlichen Tag bezahlten Urlaub geben, damit er das tuen kann.
Oder zusätzlich ein paar Hundertausend arbeitslose Menschen dafür zu einem hervorragenden Gehalt einstellen.
Oder Kindergärten und Schulen direkt in Alten - und Pflegeeinrichtungen bauen und alle zusammen etwas unternehmen lassen. Und dann auch potentiellen Nachwuchs für den Pflegejob finden.
Das Problem ist mittlerweile über 30 Jahre alt.
Man könnte so viel verbessern, wenn man wollte.
Will man aber nicht.
Weder mit, noch ohne KI.

Zwiegespalten

Hmm, ich finde die hier geführte Diskussion sehr fair und breit gefächert. (Danke Teacher's voice) Aber ich sehe dennoch Kritikpunkte, sowohl, was das "Beseelen" toter Gegenstände als auch die Gleichsetzung echter mit "virtuellen" Gefühle gleichsetze.
Ein Stein oder Stück Holz ist IMO etwas anderes als eine Maschine, eben weil es etwas Natürliches ist. Wie man eine Maschine beseelen kann, erschließt sich mir nicht. Für mich grenzt das an psychotisches Erleben. Ursprünglich bezog sich diese Vorstellung ja auch auf Dinge, die natürlich waren oder einen nahen Bezug dazu hatten.
Doch, ich glaube, dass es virtuelle Gefühle gibt, die, an der engl. Bedeutung orientiert, eben nicht echt sind. Es sind nur "so-zu-sagen"-Gefühle. Wer jemals ein Adventure-Spiel auf dem PC gespielt hat, wird sehen, dass Freude, Wut etc., die virtuell provoziert sind, sehr viel schwächer und oberflächlicher sind als real hervorgerufene. Ja, ich weiß, was ist real, kommt nun. Doch mein Punkt dürfte klar geworden sein

um 12:58 von

um 12:58 von schlimmerblödsinn

"ne, diesen alten Leuten verdanken wir den Wohlstand in dem wir leben. Die brauchen gutes zufriedenes Personal und keine frisierten Staubsauger.
Gruß"

Ihr realsatirischer Beitrag bringt es auf den Punkt.

Man muß fast dankbar sein für solche Ideen, die das Fehlen sozialer Reife für ganze Teile von Generationen schmerzhaft bewußt machen. Dann ist es leider so.

Indem die Arbeit der Pflege entwertet wird durch schlechte Bezahlung und unmenschliche Arbeitsbedingungen (streitet niemand ab außer den Heimbetreibern) wird kollektiv unbewusst auch das Altern überhaupt zu einem lebensperspektivisch irrelevanten Bereich reduziert, der nur stört und nicht ernstzunehmen ist.

@melancholeriker um 13.00

Was das System der Kasernierung, des Verdrängens etc. angeht, so sprechen Sie mir aus der Seele! Klar, für die einen ist es halt schlichtweg lästig auf dem Weg zur Karriere, sich um Alte daheim zu kümmern. Andere jedoch können dies gar nicht leisten aus mannigfaltigen Gründen, sei es, weil kein Platz da ist, Kinder die Aufmerksamkeit brauchen, sie selbst krank sind, die Entfernung zu groß etc.
Anderseits kämpfen tag für Tag zigtausende Pflegekräfte darum, das Leben der Alten etwas angenehmer zu machen. Und ja, sie werden ausgebeutet, was am Sozialberuf schlechthin hängt. Man hat das lange Zeit als billige Leistung eingekauft, dachte, soziale Menschen wollen ja von sich aus helfen und bekommen sogar noch Geld dafür. Für viele war das lange keine "richtige Arbeit".
Erst jetzt so langsam, weil wahlrelevant, rücken Pflegekräfte in den Fokus. Doch davor war D. so sehr auf Erfolg und Wachstum fixiert, hat die Wirtschaft ins Zentrum gerückt, da war "für so etwas" kein Platz. War so!!!

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