Ihre Meinung zu: Syrien-Konflikt: EU sucht nach Möglichkeiten zu helfen

6. März 2020 - 12:23 Uhr

Was kann die EU zur Deeskalation in Syrien beitragen? Darüber beraten in Zagreb die Außenminister der Länder - nur wenige Stunden nach Beginn einer Waffenruhe. Dass diese hält, daran glaubt in der Region kaum jemand.

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Was tun? Geopolitische Interessen - Lage schwer zu beurteilen

Geopolitische Interessen stehen wirksamer Hilfe entgegen.
Gegen das Assad-Regime kämpfen nicht lauter demokratische Rebellen, sondern auch von der Türkei unterstützte islamistische Milizen. Die von Erdogan als terroristisch bezeichnete Kurdenpartei PYD hat sich nicht am syrischen Bürgerkrieg beteiligt und geht den Weg von Verhandlungen.

So entstand eine vor dem Einmarsch der Türkei relativ friedliche Region, in der laut kurdischen Quellen 1 Million Binnenflüchtlinge leben. Flüchtlinge aus dem Raum Idlib würden von islamistischen Milizen daran gehindert, in die selbstverwalteten Gebiete im Nordosten zu fliehen, so dass dies unlängst nur einigen tausend gelungen sei. Wer will das alles von hier aus beurteilen?

Würden geopolitische Macht- und Profitinteressen keine Rolle spielen, läge es eigentlich nahe, einen humanitären Korridor in die friedlichen selbstverwalteten Gebiete in Nord- und Ostsyrien zu schaffen und dort mit internationaler Hilfe die Binnenflüchtlinge zu versorgen.

Alles schaut nur auf Idlib

Alles schaut nur auf Idlib - über das wenige Kilometer entfernte durch den türkischen Einmarsch verursachte Flüchtlingselend wird kaum mehr in den Medien berichtet.

Die Bericherstattung ist nicht nur wegen der Kriegshandlungen schwierig, sondern auch, weil z.B. ausländische Journalisten nach dem Vorrücken der syrischen Armee in die selbstverwalteten Gebiete ohne offizielle Genehmigung aus Damaskus Schwierigkeiten befürchten müssen.

Genauso so geht es Hilfsorganisationen. Medico International hat deshalb nur noch ansässige Mitarbeiter dort und unterstützt die Arbeit des kurdischen roten Halbmonds.

Laut Angaben aus den selbsverwalteten Gebieten hat vor knapp einer Woche die Türkei das Wasserwerk Elok außer Betrieb gesetzt und den Großraum Hesekê von der Wasserversorgung abgeschnitten. Die UN und das Rote Kreuz wurden umgehend benachrichtigt, doch Hilfe bleibt aus.

"Was kann die EU zur Deeskalation in Syrien beitragen?"

Ganz einfach. Sanktionen gegen Syrien aufheben und das Beenden der Einmischung in Syrien in dem die Terroristen nicht mehr von den EU Staaten unterstützt werden.

Was erlaubt sich da Herr Maas?

>>"..Zudem sind laut Maas mehrere EU-Staaten bereit, Flüchtlinge aufzunehmen, die sich an der Grenze zu Griechenland aufhalten..."<<

"mehrere" bedeutet um es genau zu sagen 5 von 27! Und auch von den restlichen fünf laufen diese nicht alle auf der gleichen Spur wie Deutschland. Was erlaubt sich also ein Herr Maas einfach die Mehrheit der EU nicht für voll zu nehmen? Andersrum gesagt sollte sich Herr Maas nicht endlich mal daran gewöhnen den Willen Brüssels (keine Aufnahme) zu akzeptieren? Und auch in Deutschland steht Herr Maas so ziemlich alleine da. Die deutsche Bevölkerung ist nur (und nur) dann bereit Migranten (es handelt es sich wie bekannt hierbei nicht um Flüchtlinge per Def.) aufzunehmen wenn ALLE EU-Mitgliedsstaaten welche aufnehmen. Ist dies der Fall? Was für innerdeutsche und EU-weite Alleingänge mach denn hier der werte Herr Maas?

Griechenland helfen

Unsere griechischen Partner machen momentan einen harten und guten Job und unsere österreichischen EU-Freunde sind bereit Soldaten und Polizisten nach Griechenland zur Verstärkung des Grenzschutzes zu schicken. Ich denke es ist eine überfällige Maßnahmen das wir Deutschen ebenfalls Griechenland ein Kontingent an Soldaten zur Unterstützung der Grenzsicherung schicken denn nur so lässt sich die EU aus dem Erpressungsarm von Erdogan befreien. Parallel dazu sollten Wirtschaftssanktionen von der EU gegenüber der Türkei eingeführt werden und Erdogans Einfluss und Macht wird Stück für Stück schwinden. Keine Frage; kein Job für Weicheier ala Maas und Seehofer. Eine humanitäre Versorgung der Migranten sollte vor Ort erfolgen bis die Rückführungen eingeleitet werden können denn ein Asylanspruch besteht in keinem Fall da die Migranten aus der sicheren Türkei kamen und damit Migranten und keine Flüchtlinge sind (was aber der humanitären Hilfe vor Ort nicht abträglich sein sollte?.

Deeskalation in Syrien abbauen

Deeskalation in Syrien abzubauen ist ganz einfach. Die EU könnte im ersten Schritt die dort verhängten Sanktionen aufheben. Geht leider nicht, den da ist ja auch noch der große Waffenbruder USA, der unbedingt die Regierung (Assad) stürzen will, damit eine Demokratie im Land eingeführt werden kann. Hatte bisher leider in Ländern wie Irak, Iran, Libyen und Afghanistan auch keine Erfolg. Bin mal gespannt, ob man noch zu dieser Einsicht kommt.

re 13:41 laurisch._karsten: Alles Terroristen?

>>"Was kann die EU zur Deeskalation in Syrien beitragen?"
Ganz einfach. Sanktionen gegen Syrien aufheben und das Beenden der Einmischung in Syrien in dem die Terroristen nicht mehr von den EU Staaten unterstützt werden.<<

Die EU der Kriegstreiber in Syrien? 3,5 Mio. Terroristen? Assad, Putin und Erdogan als Friedensbewahrer?

Glauben Sie wirklich an sowas oder wollen Sie nur die Propaganda der obigen Ehrenmänner verbreiten?

13:41, laurisch._karsten

>>"Was kann die EU zur Deeskalation in Syrien beitragen?"
Ganz einfach. Sanktionen gegen Syrien aufheben und das Beenden der Einmischung in Syrien in dem die Terroristen nicht mehr von den EU Staaten unterstützt werden.<<

EU-Staaten unterstützen keine Terroristen und haben das auch nie getan.

Was tun?

Was die EU tun sollte?

- 1. die islamistischen Terroristen in Syrien zu bedingungsloser Kapitulation auffordern

-2.: die Türkei wegen Führung eines Angriffkriegs gegen Syrien vor dem internationalen Gerichtshof anklagen

3.: die syrische Regierung und Russland in allen Belangen zur Wiederherstellung des Friedens unterstützen.

4. jedwede Unterstützung der USA, Israels oder anderer Kriegstreiber zu unterlassen

Die Lösung wäre so einfach...

... aber die ist eben nicht im Sinne der politsch Korrekten Werteprediger.

1. Erdogans völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf Syrien stoppen und sanktionieren.

2. Verhandlungen mit dem rechtmäßigen Machthaber Syriens aufnehmen.

3. Geberkonferenz mit allen Beteiligten, auch Russlands, für den Wiederaufbau Syriens inkl. Rückführung der Migranten um beim Aufbau ihrer Heimat zu helfen.

4. In Zukunft sämtliche Regime-Change und "Demokratisierungsbemühungen" einstellen.

5. Umgehend selbiges Vorgehen im benachbarten Jemen, auch wenn da nach Auffassung des Werte-Westens die "richtigen" bombardieren.

@laurisch._karsten

Sie haben vollkommen Recht. Und nachdem die türkische Offensive (wir werden bis Damascus durchfahren..) kläglich gescheitert ist, ursprüngliche Geländegewinne schnell wieder verloren gingen und Hr. Erdogan in Moskau kapitulierte (Freigabe der M4 Autobahn im Rebellengebiet) wäre nun ein guter Zeitpunkt für die EU die Beziehungen zu Syrien zu normalisieren.

„Was kann die EU zur Deeskalation in Syrien beitragen? (...) Dass diese hält, daran glaubt in der Region kaum jemand“

Logisch. Die meisten verfolgen ja nicht erst seit gestern die Nachrichten. Und zur Deeskalation beitragen kann die EU ganz sicher nicht mit „Appellen“ an die Kriegstreiber, sondern nur, indem sie denen ihre auf obsolete Statuten und Waffen gestützte "Gestaltungsmacht" in der Weltpolitik entzieht.

Darauf, was despotische Menschenverächter und deren Brüder im Geiste (u.a. der IS) "unter sich" ausmachen, sollte kein vernünftiger Mensch mehr etwas geben.

Das einzig Zielführende, was er tun kann, damit tatsächlich endlich Ruhe einkehrt, ist, sich mit allen Mitmenschen, die ebenfalls das Bedürfnis danach (und auf eine auf Selbstbestimmung beruhende lebenswerte Existenzgrundlage) verspüren zusammenzutun, um dann mit vereinten Kräften dafür zu sorgen, dass man sie schnellstmöglich los wird.

Das setzt allerdings die Bereitschaft, "feste Überzeugungen" zu hinterfragen voraus.

Berichterstattung

Ich möchte mich bei der TS über den Parallelbeitrag über Schweden in Bezug auf Migranten bedanken, berichtet dieser doch endlich mal über eine andere Facette als die dauernde "alles arme Menschen, WIR müssen aufnehmen, WIR MÜSSEN, WIR MÜSSEN... (ich kann es nicht mehr hören). Die EU besteht wie bekannt aus jetzt 27 Mitgliedsstatten und wenn man es mit der EU ernst meint, sollte man auch die Meinung der EU respektieren denke ich und da lautet bei der Mehrheit (22 von 27) nunmal die Auffassung, keine weitere Migranten. Ich komme mir hier in Deutschland in Bezug der Berichterstattung wie in der ehemaligen DDR vor? Alles "ausgerichtet". Möchte ich mir eine neutrale Meinung einholen, so muss ich die Presse unserer EU-Partner lesen. Das kann es doch aber nicht sein? Wie wäre es mal mit einem Beitrag wie die Auffassung in Bezug zur Aufnahme von Migranten und deren Versorgung von unseren EU-Partnerstaaten ist? Würde ich mal interessanter finden als immer das wir müssen-Szenario?

13:41 laurisch. karsten

"Was kann die EU zur Deeskalation in Syrin beitragen....."

Ganz einfach....
schließe mich ihnen an.

Außerdem massiven Druck auf die diversen "Rebellengruppen" ausüben und den Herren Mustafa Natschi und Jussif Hammund empfehlen die weiße
Fahne zu hissen. Anschließend bereit sein zu Friedensgesprächen.

13:44 von eine_anmerkung

auch die deutsche bereitschaft (wenn, dann) wurde von vielen medien ja als alternativlose zustimmung ausgerufen. wir können nur hoffen, daß nicht unter dem nebel des virus unsere politische elite wieder einknickt und unser land endgültig spaltet

re 13:28 Atze Grauer: Geopolitische Interessen?

>>Was tun? Geopolitische Interessen - Lage schwer zu beurteilen
Geopolitische Interessen stehen wirksamer Hilfe entgegen.<<

Diese sogenannten geopolitischen Interessen sind doch ein Allgemeinplatz, mit dem Sie auch jeden Vorgartenstreit erklären könnten.

Nein, es sind keine „geopolitischen“ Interessen, es sind schlichte „persönliche“ Interessen. Und zwar ausschließlich von Denen, die immer im Namen ihres Volkes handeln, diese aber tunlichst nicht hierzu fragen wollen. Weil sie die „Besten“ sind!

Anders: Es geht nicht um Interessen, es geht um Macht. Interessen sind immer an einem Ausgleich interessiert, Macht immer an Unterdrückung. Manche finden diese reizvoll. Warum wohl?

Nicht nur die Einmischung von aussen...

...sollte ein Ende finden. All diese Rebellengruppen sollten einsehen, dass sie verloren haben. Sie sollten - um weitere zivile Opfer zu vermeiden - die Waffen strecken und das Gebiet verlassen. Dann kann in Syrien Frieden einkehren und das Land wieder aufgebaut werden. Herr Assad bleibt an der Macht - ja, so ist das bei Rebellionen, Revolten und Bürgerkriegen: die einen gewinnen, die anderen verlieren...Jedenfalls besser, als wenn der IS sich dort auf Dauer etabliert hätte

Menschenrechte von Kriegsteilnehmern einfordern

In Syrien besteht ein innerarabischer Krieg, bei dem viele mitmachen, Russland, Saudiarabien, Iran ...
Daher gehören die (islamischen) Flüchtlinge auch nach Russland, Iran usw. denn die islamischen Staaten sind für die islamischen Flüchtlinge zuständig!
Zudem haben diese Staaten/Scheichs genug Geld für Protzbauen und Waffen. Davon sollen sie bitte etwas für ihre Flüchtlinge abzweigen.
Europa hat keine Verpflichtung: Es ist agressiv, wenn Europa für diese Flüchtlinge sorgen soll, damit die arab. Staaten noch mehr Geld für Waffen übrig haben!

Die EU sucht nach Lösungen?

Ich denke es wäre richtig darauf zu achten den Geldfluss und sonstige Unterstützung an militante Gruppen in Syrien zu unterbinden.
Denn diese bewaffneten Gruppierungen verbreiten in der Bevölkerung Angst und Schrecken und haben einen Anteil an Flucht und Vertreibung der Zivilbevölkerung. Auf der anderen Seite kann man aber auch nicht Assad unterstützen. Das ist beinahe unmöglich eine Lösung zu finden. Bei mir Ratlosigkeit!

Menschen werden zum Spielball

Wie pervers ist doch die Vorgehensweise von Erdogan? Um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen, schiebt er Migranten (Menschen) vor mit der er die EU nach eigenen Angaben überfluten werde. Innerlich hatten wir alle Angst davor und das wackelige Abkommen hat ja die letzten Jahre eigentlich gehalten (und es wurde der Fehler gemacht die Situation weiter auszusitzen). Jetzt wurde aus der Drohung Wahrheit und was passiert? Siehe da, der EU bisher nichts; nichts, so lange die Außengrenzen der EU halten. Das hatte sich aber Erdogan so nicht vorgestellt und schickt fleissig Polizisten und weitere Busse an die Grenze um Migranten wie Vieh zur Grenze zu treiben. Das perverse Spiel von Erdogan geht (Gottseidank) bis jetzt nicht auf und leidtragende sind die Migranten. Es sollten humanitäre Maßnahmen zur Versorgung der Migranten vor Ort an der Grenze getroffen werden und ich denke dies ist kurzfristig möglich? Eine Öffnung der Grenze wäre alleine schon aus politischen Gründen der falsche Weg.

Jägliche Unterstützung für Islamisten einstellen

Ich habe mir seit Jahren nicht so viele Sorgen über internationale Politik gemacht, wie für unsere Politik in Idlib.
Wir unterstützen indirekt terroristische Kampfgruppen dort.
Ich habe ein sehr schlechtes Gefühl dabei. So beunruhigt war ich zuletzt über die Demokratie-Offensive in Lybien und die EU-Politik in der Ukraine am Anfang der Ukraine Kriese. Es gibt kein gutes Szenario für unsere Politik in Idlib! Wir sollen jägliche indirekte Unterstützung für jihadistische Kämpfergruppen dort einstellen und Syrien beim Wiederaufbau helfen. Koste es wad es wolle. Auch wenn wir die Türkei damit kränken.

13:59 von fathaland slim

"EU-Staaten unterstützen keine Terroristen und haben das auch nie getan."

Das ist der Satz des Tages!

Noch nicht mal im Schatten von Nato und USA?

Einfach mal googeln, wer das so wenn wo unterstützt.

Flüchtlinge; 13:44 von eine_anmerkung

Also für mich sind das Flüchtlinge. Ich meine die Syrer. Nicht die Afghanen, Marokkaner und anderen, die "im Strom" Richtung EU mitschwimmen... Migranten verlassen ihre Heimat aus freien Stücken, um ein besseres Leben anderswo zu suchen. Die Syrer hingegen fliehen vor Krieg.

Übrigens sollten wir Deutschen ein grosses Herz haben, denn 1933-1945 sind viele unserer Landsleute vor dem Nazi-Terror geflohen. Auch jemand aus meiner Familie, weil er Sozialdemokrat war. Und ich bin der Tschechoslowakei und Grossbritannien dankbar, dass sie ihn damals aufgenommen haben...

@13:56 von seifensieder

"Die EU könnte im ersten Schritt die dort verhängten Sanktionen aufheben. Geht leider nicht, den da ist ja auch noch der große Waffenbruder USA, der unbedingt die Regierung (Assad) stürzen will, damit eine Demokratie im Land eingeführt werden kann."

Wer eine Demokratisierung Syriens erreichen will, sollte besser die Kräfte der selbstverwalteten Gebiete in Nord- und Ostsyrien unterstützen, die in Verhandlungen mit Damaskus ein föderales Syrien fordern.

Islamisten

An der seite von assad kämpft die schiitische Organisation hizbollah , die vom Verfassungsschutz als eine islamistische terrororganisation eingestuft wurde.die pkk und ihre Ableger ypg und co sind auch terrororganisationen.wieso werden nur die Rebellen die an Seite der Türkei kämpfen als terroristen dargestellt?

re bigbirl: Intelligenz?

>>3.: die syrische Regierung und Russland in allen Belangen zur Wiederherstellung des Friedens unterstützen.<<

Sie meinen, wir sollten uns an der Bombardierung der syrischen Städte beteiligen? Vielleicht noch ein paar Fassbombomben liefern? Und noch ein paar Millionen Terroristen aus dem Land treiben? Und vor allen Dingen die Kriegstreiber EU und UN raushalten?

Die EU kann nichts als Reden,

Die EU kann nichts als Reden, reden, reden. Derweil schaffen andere Tatsachen. Das ist die EU.
MfG

13:56, seifensieder

>>Deeskalation in Syrien abzubauen ist ganz einfach. Die EU könnte im ersten Schritt die dort verhängten Sanktionen aufheben. Geht leider nicht, den da ist ja auch noch der große Waffenbruder USA, der unbedingt die Regierung (Assad) stürzen will, damit eine Demokratie im Land eingeführt werden kann. Hatte bisher leider in Ländern wie Irak, Iran, Libyen und Afghanistan auch keine Erfolg. Bin mal gespannt, ob man noch zu dieser Einsicht kommt.<<

Sie wollen gewiss keine Deeskalation abbauen, oder?

Zu Assad:

Solange die russische Armee in Syrien ist und Assad Waffenhilfe von Putin bekommt, wird er sich an der Macht halten können.

Genau so lange.

Und nicht länger.

Putin muss also so lange in Syrien bleiben, wie er Assad an der Macht halten möchte.

Ich nehme an, daß er dieses Dilemma dergestalt lösen wird, daß er einen geordneten Übergang zu einer Regierung orchestrieren wird, die sich auch ohne äußere Einmischung an der Macht halten kann.

Assad kann das nicht.

@13:58 von teachers voice

"Die EU der Kriegstreiber in Syrien? 3,5 Mio. Terroristen? Assad, Putin und Erdogan als Friedensbewahrer?

Glauben Sie wirklich an sowas oder wollen Sie nur die Propaganda der obigen Ehrenmänner verbreiten?"

Fragen sie mal das WWW.

Was war Assad bevor das VOLK ihn geholt hat seines Vaters Stelle zu übernehmen?

Tipp von meiner Seite GB, Augenarzt.....

Bevor diese sogenannte Opposition von der Türkei und anderen unter Waffen gesetzt wurde herrschet dort Frieden Kultur usw. Im TV war schon häufiger zu sehen das hiesige Flüchtlinge in ihrer Heimat Urlaub machten usw.

Was wollte / will die sogenannte Opposition dort errichten? War das nicht ein sogenannter Gottesstaat?!

Ich glaube nicht jede Behauptung, egal von wem.
Ich glaube auch nicht an Samthandschuhen bei Soldaten, egal für wen diese ihr Handwerk ausüben.

14:01, mcintyre

>>Die Lösung wäre so einfach...
... aber die ist eben nicht im Sinne der politsch Korrekten Werteprediger.<<

Schlagwort-Framing.

>>1. Erdogans völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf Syrien stoppen und sanktionieren.

2. Verhandlungen mit dem rechtmäßigen Machthaber Syriens aufnehmen.<<

Der tasächliche Machthaber Syriens hat sich aber gerade mit Erdogan geeinigt. Der angeblich rechtmäßige wurde gar nicht gefragt.

>>3. Geberkonferenz mit allen Beteiligten, auch Russlands, für den Wiederaufbau Syriens inkl. Rückführung der Migranten um beim Aufbau ihrer Heimat zu helfen.<<

Und wenn die gar nicht in ein Assad-dominiertes Syrien zurückwollen? Wollten sie das, dann wären sie längst zurück.

>>4.In Zukunft sämtliche Regime-Change und "Demokratisierungsbemühungen" einstellen.

5.Umgehend selbiges Vorgehen im benachbarten Jemen, auch wenn da nach Auffassung des Werte-Westens die "richtigen" bombardieren.<<

Wer ist denn dieser ominöse Wertewesten? Wer behauptet, dort bombten die Richtigen?

@ 14:07 von Netti

"Darauf, was despotische Menschenverächter und deren Brüder im Geiste (u.a. der IS) "unter sich" ausmachen, sollte kein vernünftiger Mensch mehr etwas geben."
Ich verstehe Ihren Frust, aber immerhin haben Putin und Erdogan einen Waffenstillstand verhandelt.
Putin? Ja. Er ist der Einzige völkerrechtlich Berechtigte auf syrischem Boden.
Erdogan? Hat sich noch niemand darüber gewundert, dass sein Einfluss soweit reicht, dass er islamistische Rebellenmilizen in Idlib befehligen kann?
Putin scheint es begriffen zu haben, sonst hätte er nicht 6 Stunden mit ihm verhandelt.

14:25, seifensieder

>>13:59 von fathaland slim
"EU-Staaten unterstützen keine Terroristen und haben das auch nie getan."

Das ist der Satz des Tages!

Noch nicht mal im Schatten von Nato und USA?

Einfach mal googeln, wer das so wenn wo unterstützt.<<

Nein, Europa unterstützt keine Terroristen, auch nicht im Schatten von irgendwem.

Behauptungen auf russischen Propagandaseiten und von selbigen inspirierten Portalen kenne ich natürlich.

Außenminister Maas betont die

Außenminister Maas betont die Übereinstimmung "...in großer Einigkeit, dass wir uns nicht erpressen lassen von der Türkei". Das ist zu wenig und - hart gesagt - nicht mehr als eine Worthülse: die EU lässt sich seit Jahren erpressen von eigenen Mitgliedsstaaten wie Ungarn, Polen und auch Österreich, die eine praktikable solidarische humane Flüchtlingspolitik brutal blockieren (z.T. Länder, in denen es mit Pressefreiheit, unabhängiger Justiz, Gleichbehandlung von Menschen unterschiedlicher Kultur, Religion und Herkunft nicht immer zum besten bestellt ist) - Leidtragende sind die geflüchteten Menschen auf den griechischen Inseln, an der türkisch-griechischen Grenze und auch andernorts. Es wird auch höchste Zeit, die Dublin-Regelungen wieder so zu ändern, dass sie einerseits praktikabel sind und andererseits die himmelschreiende Ungerechtigkeit beseitigen, dass die Länder mit südlichen Außengrenzen der EU die gesamte Last tragen. vdLeyen, Michel u.a.: Wo ist da ihr klares Engagement?

@fathaland slim

Sie scheinen ja ein wahrhaftiger Syrien-Experte zu sein. Da ich selbst in den letzten Jahren oft in der Region und auch in Syrien unterwegs war, würde mich mal interessieren, woher Sie denn ihr scheinbar übermächtiges Wissen über Syrien, was die Syrer wollen und wer sich wann wie lange an der Macht halten kann bzw. wird her haben?

Meine Erfahrung nach eingehenden Austausch mit Menschen in der Region war vielmehr, dass Assad nicht unbedingt als Volksheld verehrt wird, aber man ist sich weitgehend einig, dass es ohne ihn wohl wesentlich ungemütlicher wäre, insbesondere ein Islamistischer Gottesstaat unter IS Architektur wird dort nicht wirklich positiv gesehen. Denn unter Assad und seinem Vater war Syrien ein vergleichsweise moderner und vor allem säkulärer Staat, wie es übrigens auch mal der Libanon war, in dem die verschiedenen Religionen halbwegs friedlich nebeneinander leben konnten.

Was kann die EU tun?

Schwierig, jetzt, wo das Kind in den Brunnen gefallen ist. Richtig wäre es gewesen, sich von vorn herein rauszuhalten und es den Syrern selbst überlassen. Aber nein, die USA und auch europäische Mächte haben ja unbedingt zugunsten der Aufständischen Partei ergreifen müssen, obwohl diese in viele Interessengruppen gespalten waren und man gar nicht wusste, wen man eigentlich unterstützt. Spätestens mit dem Eingreifen Russlands hätten Amerikaner und Europäer erkennen müssen, dass die Rebellion gescheitert ist, denn Putin zieht durch, was er mal begonnen hat. Ich denke, dass die EU jetzt brav die Arme verschränken und das ganze Erdogan und Putin miteinander klären lassen.
Diese beiden führen Krieg und sind somit auch für die humanitären Folgen verantwortlich. Da hauen zwei alles in Schutt und Asche und für die Folgen sollen andere verantwortlich sein? Das kanns nun aber auch nicht sein.

@fathaland

Sie können Ihre Behauptungen von 14.52 Uhr natürlich alle belegen und beweisen?

Dann mal Butter bei de Fisch, von anderen verlangen Sie schließlich auch immer Belege und Beweise.

@14:52 von fathaland slim

"Nein, Europa unterstützt keine Terroristen, auch nicht im Schatten von irgendwem."

Oh doch wir sogar und das schon 2012.

welt.de/politik/ausland/article108682338/Deutsches-Spionageschiff-hilft-syrischen-Rebellen.html

@fathaland

Und um jegliche polemische Nachfrage über meine Aufenthalte in Syrien vorzubeugen, teile ich Ihnen gleich prophylaktisch mit, dass die TS leider keine Upload-Funktion anbietet, die es mir ermöglichen würde, ihnen Kopien meiner Visa und Tickets nach Syrien und den angrenzenden Staaten der Region zur Verfügung zu stellen.

Südliche Landesteile

Warum zieht sich die Zivilbevölkerung nicht in den Süden des Landes zurück, wo nicht gekämpft wird?
Wird sie von den Rebellen als Schutzschild benutzt, so wie an anderer Stelle zuvor?

Ich sehe eine große Schuld auf Seiten der Rebellen, die die Waffen niederlegen und sich ergeben sollten. Dann wären die offizielle Begründung der Fluchtbewegung eine andere.

Nur meine Meinung.

15:07 von mcintyre

Diesen ihren Ausführungen stimme ich im vollen Umfang zu. Auch ich bin zu dieser Erkenntnis gekommen, dass Assad reguläre Wahlen mit überwältigender Mehrheit gewinnen würde.

@ 14:26 Fidelis

Gestatten Sie mir eine Anmerkung oder Korrektur: die Afghanen u.a. "schwimmen nicht im Strom Richtung EU mit" - es gab und gibt in Afghanistan politische wie ethnische Verfolgung und immer noch Gefahr für Leib und Leben, die Menschen in die Flucht geschlagen hat. Nach Syrien ist es das Land, aus dem die meisten Menschen fliehen (2016: 2,5 Millionen) – und aus dem, ebenfalls nach Syrien, die meisten Asylanträge gestellt werden. Afghanen werden schon seit Jahrzehnten vertrieben, manche leben seit mehr als drei Dekaden in einem anderen Land. Der nach wie vor andauernde Krieg zwischen Taliban und dem Militär der amerikanischen und afghanischen Regierung sowie der Nato-Staaten hat viele Regionen unbewohnbar gemacht. Ich meine, das sollte man nicht vergessen, verdrängen oder übersehen.

Es gibt eine ganz einfache und radikale Möglichkeit, Herr Maas!

Weil die Menschheitsgeschichte und deren Griff nach Gewaltanwendung infolge Herrschaftsstreben so bisher so ungeheuerlich blutig verlief, wagt man es wohl bis heute nicht, so ein extremes, aber zutiefst humanes und herzliches Risiko einzugehen:
Sämtliche deutsche Rüstungsindustrie aufgeben, vorhandene Waffen zu friedlichen Werkzeugen schmieden, nicht auf den Besitz von Land und Grenzen pochen, Verteidigung als unnötig erklären, Bundeswehr schließen, Geben und Teilen in allen Belangen mit allen anderen.
Tiefes Vertrauen auf diesen beispielhaften Akt des Friedens, dass alle anderen Gesellschaften der Erde ihm folgen mögen!
Ich würde dieses Risiko eingehen, ein Minister eines Staates leider wohl nicht. Warum nur bin ich nicht Aussenminister?

15:07, mcintyre

>>Meine Erfahrung nach eingehenden Austausch mit Menschen in der Region war vielmehr, dass Assad nicht unbedingt als Volksheld verehrt wird, aber man ist sich weitgehend einig, dass es ohne ihn wohl wesentlich ungemütlicher wäre, insbesondere ein Islamistischer Gottesstaat unter IS Architektur wird dort nicht wirklich positiv gesehen.<<

Daß die Alternative in Syrien entweder Assad oder IS wäre, das wird oft behauptet. Von Nichtsyrern.

>>Denn unter Assad und seinem Vater war Syrien ein vergleichsweise moderner und vor allem säkulärer Staat, wie es übrigens auch mal der Libanon war, in dem die verschiedenen Religionen halbwegs friedlich nebeneinander leben konnten.<<

Religion war bis vor kurzem nirgendwo das bestimmende Thema in der Region. Außer natürlich in den beiden "Gottesstaaten" Iran und Saudi-Arabien. Ersterer ist übrigens immer ein Assad-Unterstützer gewesen. Und über Assad auch immer im Libanon aktiv gewesen.

Die goldenen Zeiten, die hier gern beschworen werden, gab es nie.

@ 13:44 und 13:55 eine_anmerkung

Permanent verdrängen Sie, dass die Blockierer einer humanen und abgestimmten solidarischen Flüchtlingspolitik in Budapest, Warschau, Wien etc. sitzen. Und natürlich passt Ihnen auch nicht, dass 5 deutsche Großstädte und mehrere Kommunen "die Eier" haben, klare Signale für die Aufnahme geflüchteter Kinder, Minderjähriger und Familien zu setzen und die Bundesregierung auffordern, dafür die Rahmenbedingungen zu schaffen. Die "Weicheier" (um Ihren Begriff zu verwenden) sind übrigens die, die keinen Mumm und keine Bereitschaft zeigen, geflüchtete Menschen aufzunehmen und zu integrieren, bis diese dann - im Falle der Kriegsflüchtlinge, nicht im Falle von politischer, ethnischer Verfolgung etc. - in ihr Land zurückgehen können, wenn das anstände. Und dass aus der plumpen Abschottungsecke immer wieder auf "Dublin" verwiesen wird, zeigt, wie wichtig es ist, Dublin zu reformieren, um endlich die politische wie rechtliche Grundlage und Handlungsfähigkeit für eine gerechte Verteilung zu schaffen.

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