Ihre Meinung zu: Studie: Mindestens jeder fünfte Europäer leidet unter Lärm

5. März 2020 - 12:15 Uhr

Autos, Flugzeuge, Züge, Industrieanlagen: Ein neuer Bericht der EU-Umweltagentur zeigt auf, dass Millionen Menschen gesundheitlich unter Lärm leiden. Künftig werde es wohl auch nicht leiser in Europa.

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Kommentare

Ohrenbetäubend ist oft schon die Natur selbst

Wenn Sie meine betagen Nachbarn fragen, leiden diese stets unter Kinderlärm.
Das fängt schon an, wenn Kinder die Spielstraße nutzen, oder andere am Abend gesellig an der Feuerschale sitzen.

Meiner Ansicht nach, ist das Nervenkostüm vieler sehr viel dünner geworden.
Da wird sich aufgeregt, wenn der Nachbar im Garten Rasen mäht, der Traktor beim Bauern zur Kaffeezeit um die Ecke fährt oder die Esel auf der Weide rufen.

Wenn Städter aufs Land ziehen, fühlen sie sich oft sogar dort gestört und leiden an den unerträglichen Lärmbelästigungen des ganz normalen Lebens.

Für mich ist das alles eine fürchterliche Überspitzung.

Wer A sagt, muss auch B sagen!

Da die Autoindustrie von nationalem Interesse ist, zudem der Straßenbau maximal gefördert wird, kommt es eben im "NEBENEFFEKT" zu einer gewissen Belastung der Innenstädte. Auch staunt man darüber, dass Lastwagen, Züge, Flugzeuge und Straßenbahnen keine strengeren Lärmschutzauflagen bekommen. Ja, das würde dann gewiss zu teuer. Dann lieber doch mehr Nerven- und Schlafprobleme über die Krankenkassen abwickeln, das kostet ja nur mehr Beiträge, also den Staat nix.

Nord-Süd Gefälle

Liegt bestimmt auch daran, dass im südlichen Europa wegen der Hitze die Fenster tagsüber und nachts offen stehen.

Das Thema "Lärm" sollte viel

Das Thema "Lärm" sollte viel mehr Beachtung bekommen, denn das ist die Umweltbelastung Nr. 1. Guter Willen vorausgesetzt, wäre es durchaus möglich, Lärmbelastungen zu reduzieren.
Insbesondere Motorräder dürften nur mit viel geringerer Lärm-Emmission zugelassen werden. Und die Strafe, wenn mal jemand erwischt wird, der darüber liegt, ist wie immer lächerlich. Ähnliches gilt natürlich auch für Autos und Geräte im Garten ect. Leider wird das mit Sicherheit nicht umgesetzt werden, denn der erwähnte gute Wille ist halt nicht vorhanden. Da sorgt dann schon die entsprechende Lobby dafür, dass Lärmbeschränkungen nicht eingeführt werden.

@yolo um 11:34 Uhr

"Ohrenbetäubend ist oft schon die Natur selbst....
Nachbarn ... leiden diese stets unter Kinderlärm.
Das fängt schon an, wenn Kinder die Spielstraße nutzen, oder andere am Abend gesellig an der Feuerschale sitzen."

Im Gegenteil, meine Nachbarn sind her aufs Land in die Natur gezogen und als Erstes viel ihnen diese ungeheure Stille auf.
Die Kinder in der angrenzenden Stadt lehre ich Geduld und Gleichmut beim königlichen Spiel - ein sehr ruhiges Spiel. Viele Raufbolde und quirlige Herumtreiber konnte ich so schon von der Strasse fernhalten. Und an der Feuerschale sitze ich vor allem verträumt und zum klaren Nachthimmel aufschauend, weil es in Mitteleuropa nichts schöneres gibt, als den Wintersternenhimmel. Nur die (unnatürlich existierenden) Flugzeuge machen öfter einen Strich durch die Rechnung dabei!

Volle Zustimmung

"Insbesondere Motorräder dürften nur mit viel geringerer Lärm-Emmission zugelassen werden. Und die Strafe, wenn mal jemand erwischt wird, der darüber liegt, ist wie immer lächerlich. Ähnliches gilt natürlich auch für Autos und Geräte im Garten ect. " @Zahnschmerzen
.
Motorräder, die beim Gasgeben voll abknattern und beim Gaswegnehmen laut knallende Fehlzündungen haben, kennen wir alle. Dazu heißt es, dass die Lärmmessungen bei einer gewissen Nenndrehzahl gemacht werden. Und getunte Autos nutzen den "Röhrende-Hirsch-Effekt" völlig ungehindert ebenfalls gerne. Kommt Polizei, fahren sie halt im "Flüstermodus".
.
Die über Kilometer weit hörbaren Laubbläser, die von der "Tüchtigkeit" des Nutzers zeugen etc., sind gar nicht auf dem Radar.

Wenn....

....demnächst die Windräder näher an die Dörfer rücken dürfen, wird das mit dem Lärm noch schlimmer, denn die Dinger brummen dauerhaft. Verkehrslärm ist ja zumindest nachts etwas weniger und Kinder sind dann auch keine auf der Straße.

Lärm: Autos, Flugzeuge, Züge usw.

alles richtig.
Ich persönlich leide besonders unter der "Filmmusik" bei fast jedem Film im Fernsehen. Meistens ist das nur eine Aneinanderreihung von unangenehmen Tönen die anscheinend die (oft nicht vorhandene) Spannung oder Dramatik erhöhen soll. Dabei gehen oft die Dialoge durch die laute "Musikbegleitung" unter. Für mich ist diese "Musikuntermalung" meistens eher eine unangenehme Lärmbelästigung denn eine Bereicherung.

@WM-Kasparov-Fan

"Die Kinder in der angrenzenden Stadt lehre ich Geduld und Gleichmut beim königlichen Spiel - ein sehr ruhiges Spiel. Viele Raufbolde und quirlige Herumtreiber konnte ich so schon von der Strasse fernhalten" Am 05. März 2020 um 11:49 von WM-Kasparov-Fan

Wie schrecklich für die Kinder!
In der Schule müssen sie ruhig sein, beim Essen müssen sie ruhig sein - nicht einmal beim Spielen dürfen sie toben, ihren Körper dabei kennenlernen, Muskel trainieren, Knochenwachstum dadurch stärken, Körpersprache untereinander üben und Selbstbewusstsein dadurch schöpfen um sich später im Leben behaupten zu können.

@um 11:49 von WM-Kasparov-Fan

Natürlich ist es auf dem Land nicht still, es sei denn, man lebt in einer Ecke, in der kein Gewerbe und Treiben zu erahnen ist.
Landwirtschaft macht Lärm, Tiere machen Lärm, Kinder machen Lärm, Geselligkeiten machen Lärm....und genau das ist vielen schon zu viel. Ich kann das nicht verstehen.
Wo gelebt wird, entsteht Lärm. Das ist noch nie anders gewesen.
Wer das heute nicht erträgt, hat die Möglichkeit sich Hörschutz zu besorgen, kann sich seine Geräusche per Kopfhörer gern einimpfen lassen und braucht über den Alltagslärm nicht mehr zu klagen.

Dass Flugzeuge, Windräder, Züge, Autobahnen, etc. überproportional Lärm verurschen ist nicht zu bezweifeln. Das macht sicherlich krank.
Aber wenn der Bürger sich schon über das Klopfen eines Kindes auf den Sandeimer beschwert und die Krähen wegen des Krächzens mit dem Luftgewehr drangsaliert, hört es definitiv auf.
Zur Ernte fahren eben viele Landmaschinen...da ist der Spruch:
Wegen der Ruhe bin ich aufs Land gezogen!, wohl eher lächerlich.

Die menschen sind einfach nur

Die menschen sind einfach nur verweichlicht bis dorthinaus. Ich stehe gerade in sichtweite zur autobahn. Man hört ein leises brummen. Deutlich leiser, als meeresbrandung. Es wird gejammert. Die kirche bimmelt; es wird gejammert. Kinder kreischen;es wird gejammert. Leute sitzen im biergarten; jammern. Das müllauto kommt; jammern.
Das ist kein Lärm, das ist das normale Leben.
Ohne das Recht, andere zu gängeln, würde sich darüber niemand aufregen.

Die Geister die ich rief...

So so, die EU Umweltagentur.

Ich finde es ja gut und schön, wenn man auf Probleme aufmerksam macht.

Aber gibt es nicht auch den Effekt: Da ist eine Agentur nun mal vorhanden, mit vielen bezahlten Mitarbeitern, die muss ja irgendwas machen.

Und die wird sicher keine Abhandlungen anfertigen wie schön und gut unsere ganze Umwelt ist. Dann bestände ja die Gefahr, dass sie wieder abgeschafft wird.

Klar ist das irgendwie ein Totschlagargument, aber ich glaube ganz sicher, wenn es viele "Agenturen" oder "Umwelthilfe-Vereine" gar nicht gäbe, wären viele Menschen viel glücklicher.

Das Lärm jetzt wirklich eines unserer wichtigen Probleme ist glaube ich einfach nicht.

Die Frage, die sich mir stellt: Wer filtert denn sinnvoll den Aktionismus von irgendwelchen Agenturen, die mal Politiker in bester Absicht installiert haben?

Die Medien sollten das tun, aber versagen hier kläglich, meiner Meinung nach... :(

12:48 von Bender Rodriguez

"Die menschen sind einfach nur verweichlicht bis dorthinaus."

,.,.,.

Bevor es dröhnende Fabriken etc. gab:

was war da mit den Menschen?
Sie lebten in der Natur - waren also nicht verweichlicht.

Ich vermute, dass der viele Hass Mit-Resultat des Lärms ist:
Unser angeborenes Nervenkostüm ist überfordert, und wir hassen blind darauf los.

Ihr Begriff "Verweichlichung" scheint mir auch ein Resultat davon.

Nicht nur Städter leiden...

Vor 2 Jahren kauften Freunde in einer ländlichen Gemeinde ein altes Landhaus, das sie mit viel Geld und Hingabe zum Schmuckstück renovierten. Dann kam der Sommer und die Biker-Saison... an schönen Wochenenden knattern im Halbstundentakt ganze Motorradrudel rund 50 Meter am Landhaus vorbei, in beiden Richtungen. Schilder der Gemeinde zwecks Lärmschutz werden ignoriert, und mobile Radarkontrollen sind selten. Hinzu kommt noch, daß die Ortsrtdurchfahrt als Ausweichstrecke gilt, wenn unter der Woche mal die nahe Autobahn beeinträchtigt ist, durch Baustellen oder Unfälle. Dann lärmen auch werktags morgens und abends schwere und laute LKW durch die Ortschaft.
_
Meine Freunde hatten sich das ruhige Landleben anders vorgestellt.! Da kann ich als Innenstadtbewohner noch von Glück reden... Hier gibts zwar außer Straßenlärm neuerdings an jeder Ecke irgendeine lärmende Baustelle, aber wenn´s mir stinkt, schließe ich die Fenster und drehe mein Radio lauter...

11:34 von yolo

"Wenn Sie meine betagen Nachbarn fragen, leiden diese stets unter Kinderlärm."

,.,.,

Menschen sind nicht für Lärm geschaffen.
Sie brauchen äußere Ruhe, um innere haben zu können.

Dass wir so enge Städte haben, dass man zum Beispiel dauerndes Kindergeschrei hören muss, konnte "die Natur" nicht wissen.

Jetzt haben wir den Salat. Unsere Nerven sind empfindsame Organe, und wir müssen einen Weg finden, sie zu schützen.

"Umwelt"belastung

Ja, Lärm als Belasungsquelle sollte man nicht unterschätzen. Gerade wenn man älter wird, sinkt auch die Toleranzschwelle für äußere Belastungsfaktoren. Und Lärm als einer dieser Faktoren wirkt sich natürlich auf unsere Psyche - zumeist in Form von Stress - aus.
Wobei man natürlich auch vermeintliche Lärmbelastung am Arbeitsplatz nicht unter den Teppich kehren sollte.
Solange man noch relativ jung ist, nimmt man Lärm zwar nicht so vordergründig wahr, aber ich bin davon überzeugt, dass es auch in diesem Fall zu Beeinträchtigungen führen kann - nur dass man es selbst u.U. gar nicht wahrnimmt, was sich aber mit dem Alter (wie gesagt) verändert.
D.h., zum einen sinkt mit dem Alter die Belastbarkeit, und zum anderen ist man äußeren Reizen gegenüber empfänglicher bzw. sensibler.

um 12:48 von Bender Rodriguez

*Die Menschen sind einfach nur verweichlicht bis dorthinaus*
Wahrscheinlicher finde ich, daß die Menschen einfach mehr gestresst sind.
Nicht zuletzt auch wegen der Reizüberflutung durch alle möglichen Geräuchkulissen. Richtig tragisch wird es dann Nachts. In Schienen- oder Autobahnnähe, noch schlimmer, in der Nähe von Flughäfen ohne Nachtflugverbot ist an normalen Erholungsschlaf nicht mehr zu denken.

Getunde Auspuffanlagen

Wer sich nicht schon über nervige "Lärmschutz"- Tempo-Limits geärgert und als Schikane verurteilt?
Gleichzeitig lässt der Gesetzgeber getunde Auspuffanlagen und s.g. Klappensteuerungen an Motorrädern zu und kontrolliert nicht konsequent die Vorschriften.
So zu sagen ist der Beitrag sinnlos und reine Unterhaltung.
Von der Einhaltung der öffentlichen Ruhezeiten in Gemeinden ganz zu schweigen.

@12:40 von yolo

Es geht doch gar nicht um den unvermeidlichen "Lärm des Lebens"... Den kann man gut ertragen, und manche bevorzugen statt ländlicher Stille sogar städtische Umtriebe...
_
Es geht vielmehr um die ständige Zunahme von Lärm, der Menschen auf Dauer nachweislich psychisch und physisch krank macht. Denn viele der Lärmquellen wären durchaus vermeidbar, speziell in Städten. Und damit meine ich nicht die gepriesene Umstellung auf Elektromobilität, die so eh nie funktionieren wird. Wenn allerdings städtische Verdichtungen dazu führen, daß Teile oder ganze Straßenzüge zu "lärmverstärkenden Echokammern" werden, läuft schon planerisch etwas falsch... etwas, das man später mit viel Geld wieder "reparieren" muß. Eine erste Aufgabe für Planer (Konzeptlösungen) wäre bspw., den Schwerlastverkehr von städtischen Tangentialen weitgehend fernzuhalten... und (auweija) inzwischen fast innerstädtische Gewerbegebiete nach außerhalb zu verlegen. So entstünde auch Platz für neue Wohnbebauung...

"Nachfrage nach Mobilität" ?

Lärm ist keine unvorhersehbare Naturkatastrophe, er ist menschengemacht.

"Künftig werde es wohl auch nicht leiser in Europa"

Mit diesem Fatalismus wird sich kaum etwas ändern.
Wenn der Straßenverkehr, wenig überraschend, die größte Lärmquelle darstellt, dann gilt es natürlich hier anzusetzen.

Die unsäglichen, "coolen" Motorräder fallen mir zuerst ein, dann die Motorroller mit ihrem grotesken Missverhältnis von Lärm zu Geschwindigkeit.
Dann die Sportwagen, die wie selbstverständlich einen "kernigen Sound" haben müssen.

Das alles sind Regelungslücken im Verkehrsministerium. Er wäre einfach, bei Neuzulassungen einen geringeren Lärmpegel vorzuschreiben, Innovation würde gefördert und die Hersteller preisen das schnell ein.
Aber ein paar lautstarke Lobbyhansel wissen ihr rücksichtsloses Hobby seit Jahren auf Kosten der Gesundheit der Restgesellschaft zu verteidigen.
Und dass Lärm krank machen kann, weiß man nicht erst seit gestern.

Lärm ist nicht gleich Lärm

Lärm kann sehr unterschiedlich sein. Deshalb können die 53 dB auch nur als Richtwert aufgefasst werden. Ein Güterzug aus mehr als 1 km Entfernung erreicht diesen Wert nicht, ist jedoch extrem störend. Ein gleichmäßig fließender Verkehr kann diesen Wert überschreiten, ist jedoch nicht so störend. Und wer eine schlaflose Nacht verleben möchte, dem empfehle ich ein Schlafzimmer mit im Sommer geöffnetem Fenster oberhalb einer shisha bar.

Gegenseitige Rücksichtnahme ist gefragt!

Und wesentlich ist, dass offensichtlich viele Menschen "Ruhe" gar nicht mehr aushalten, sondern rund um die Uhr bedudelt werden müssen, dass fängt im Supermarkt an und geht weiter Zuhause oder im Büro, wo permanent irgendeine Musik im Hintergund dudeln muss.
Motorräder oder Pkw, welche einen sportlichen Klang haben sind doch gar nicht so das Problem (kann ja auch mal Spaß machen).
Die Mittags- und Sonntagsruhe zum Beispiel wird aber doch oftmals belächelt, da viele gar nicht in der Lage sind einfach mal nichts oder etwas zu tun, was mal Ausnahmsweise keine Geräusche irgendeiner Art verursacht.

Und das geht bei vielen Menschen im Urlaub so weiter, wo sich die Frage stellt, was diese Menschen eigentlich arbeiten, um überhaupt kein Ruhebedürfnis zu haben.

Weiterdenken...

Diverse seriöse, neurologische Forschungen belegen die gesundheitlichen Auswirkungen von Streß durch Lärmbelastungen; bis hin zu psychischen Wesensveränderungen (Aggressivität).
_
Was aber kann man (Politik oder wer auch immer...) tun, um für Menschen schädliche Einflüsse einzudämmen oder ganz zu unterbinden..? Man bewegt sich nämlich im Spannungsfeld zwischen "Vorwärts zur Moderne auch mit Krawall...", oder "Vorwärts zur Moderne mit menschlichem Maß und Intelligenz...". Letzteres erfordert aber ein Umdenken, ein Verlassen althergebrachten Rendite- u. Wirtschaftlichkeitsdenkens. Das erfordert freilich ein Hinzulernen für heute angeblich allwissende Volks- u. Betriebswirtschaftler. Nämlich das Erdenken und Erlernen neuer = moderner Lebensgrundlagen für den "Homo Oeconomicus". Der trotz aller abgeforderten Funktionalität grundsätzlich immer noch ein Mensch bleibt... mit allen auch archaischen Bedürfnissen wie Ruhe, Entspannung und Regeneration...

Am 05. März 2020 um 13:03 von Zwicke

" Dann kam der Sommer und die Biker-Saison... an schönen Wochenenden knattern im Halbstundentakt ganze Motorradrudel rund 50 Meter am Landhaus vorbei, in beiden Richtungen. Schilder der Gemeinde zwecks Lärmschutz werden ignoriert, und mobile Radarkontrollen sind selten. "

Auf dem Land ist es eben sehr unterschiedlich, auch der Begriff ist nicht immer zielführend.
Ihre Bekannten wussten doch das Sie ein Haus an der Straße haben.
Bei mir auf dem Land ist es ganz ruhig, außer Vogelgezwitscher ist da nichts, also war die Wahl des Ortes entscheidend beim Umzug.
Wenn natürlich die Windmüller gewinnen, ist Umzug angesagt, Städter haben sich ihre Umgebung doch selber gewählt.
Land hat viele Nachteile, aber bei der richtigen Auswahl eben einen Vorteil, Ruhe und gute Luft.

Parks und Grünflächen auf dem Vormarsch

und in Deutschland werden jede Menge Kleingartenanlagen in den großen Städten (z.B. Berlin) geschlossen, um an den Stellen Straßen zu bauen. Ja, das ist gut für die Menschen und die Umwelt. So ist das, wenn es eine Praxis gibt, die der Theorie entgegengesetzt ist.

Lebensader statt Ruhezone

Die Autobahnen unserer Region werden beim Gütertransport zu Lasten der Bundesstraßen (kürzere Verbindung) gemieden. Die Bundesstraßen werden von 2 auf 4 Spuren ausgebaut, um das gestiegene Transportaufkommen tragen zu können. Für diese umgekehrte Logik unserer Mobilitätsexperten werden Wälder gerodet und Erholungsgebiete geopfert. Als Argument wird die Bundesstraße als "Lebensader für die Versorgung" bezeichnet obwohl bereits eine Autobahn vorhanden ist, die ebenfalls Lebensader ist.
Wer braucht solche Verkehrskonzepte ?
Übrigens: Für solche Konzepte gibt es hier eine landesweite Institution mit ungezählten Mitarbeitern. Die müssen eben auch irgend etwas treiben.

E-Mobilität

Und dann das: Pfiffige Ingenieure erfinden das E-Auto, das außer dem Reifenabrollgeräusch allenfalls ein leises Summen von sich gibt. Das ist die Lösung des Verkehrslärm-Problems! Stattdessen wird aber vorgeschrieben, dass E-Autos gefälligst laut zu sein haben, damit man sie im Straßenverkehr auch wahrnimmt.
Wäre es nicht besser, die lauten Fahrzeuge leiser zu machen, statt die Leisen lauter?

"Ist nur ein Tipp"...

Der menschliche Gehörsinn, übrigens auch im Schlaf hellwach, ist primär aufs menschliche Überleben programmiert... zb. zur Wahrnehmung bedrohlicher Geräusche. Ein erlernter Nebeneffekt ist das Hören nützlicher Geräusche, zb. Jagdwild oder Signale der eigenen Gruppe, auch Hilferufe und Schmerzäußerungen = Hilfsbereitschaft, bis hin zum Schnurren der Paarungspartnerin...
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Obwohl dieses archaische Hören lebenslang besteht, ist der heutige Mensch von allen gebotenen Höreindrücken längst überfordert... er reagiert mit psychischer Deformation und ganz unterschiedlich... Die einen brauchen noch mehr Lärm (Harleys + Discos), andere stören sich bereits an der Lebenslust spielender Kinder, oder an Kirchenglocken, oder am zu früh krähenden Hahn auf dem Mist...
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Ich habe keine Patentlösung, aber eine Empfehlung für Lärmgestresste zur Entspannung: Kopfhörer aufsetzen und die LP von Edvard Grieg anhören = Peer Gynt, Suite 1 + 2 ...

Vermeidbarer Lärm

Ich lebe im Zentrum einer mittleren Stadt. Da gibt es vermeidbaren Lärm und nicht vermeidbaren Lärm.
Was mir auffällt sind die nächtlichen Autofahrer, die offenbar ihren Auspuff auf sportlich gestellt und mit ihrer Fahrweise knallend eine Freude am Leute ärgern haben. Ist es Zufall, dass diese Fahrweise in etwa mit der Amtszeit unseres Bundes-Verkehrsministers gleichlaufend zugenommen hat? Hier sollten Lärmaufzeichnende Kameras diese zur Rechenschaft bringen.

@14:19 von wenigfahrer

>> Ihre Bekannten wussten doch das Sie ein Haus an der Straße haben. <<
_
Ja klar, aber die betreffende, eher wohlhabende Gemeinde ist als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen, und wirbt auch damit. Daß die landhausnahe Durchgangsstraße eine Biker-Rennstrecke ist, war wohl vorher nicht ersichtlich... Das Problem ist wohl eher die Frage, warum in DE Motorräder mit extremem Lärmpotenzial überhaupt eine ABE bekommen... und warum "Bastlermaschinen" nicht einfach aus dem Verkehr gezogen werden... Beim gelegentliochen LKW-Umleitungsverkehr wochentags läuft der politische Hase den üblichen Zickzack-Kurs ... obwohl es doch im Sinne der Bürger so einfach wäre... indem man die Mautgebühren für Landstraßen im Vergleich zur Autobahn einfach verdoppelt oder verdreifacht... mit Ausnahmen bei verkehrstechnisch unbedingt nötigen Maßnahmen wie Umleitungen bei AB-Unfällen. Kurzum - alles geht, wenn man will und das Bürgerwohl im Blick hat.

15:35 von Zwicke

andersrum gehts auch. bei uns wurde vor vielen jahren ein schickes wohnhaus in der kneipengegend hochgezogen. eingezogen sind die kneipengänger, überwiegend lehrer beamte und socialarbeiter. dann haben die solange geklagt über den lärm, daß das kneipenviertel, ähnlich wie die altstadt oder das bermuda-dreieck kaput gemacht war. war nicht viel anders mit dem biergarten in grosshesselohe

Um nachmal...

... auf die Ausgangsroblematik zurückzukommen, derzufolge jeder Fünfte in der EU - und ganz gewiß auch in DE - unter gesundsheitsschädlichen Lärmbelasungen leidet, ist doch ganz klar die Politik gefordert.! Weil einzelne Bürger, ob in Städten oder auf dem Land, rein gar nichts wirlich Wirksames tun können... außer weitere Reduzierung des Energieverbrauchs und Verzicht aufs eigene Auto... sofern zur Existenzsicherung überhaupt möglich.
_
Man muß die wirklichen Lärm- u, Schmutzverursacher ausschalten... und das ist indeutig der sich durch Städte wälzende LKW-Verkehr. Warum gibt es zb. an Wochenenden ohne LKW-Verkehr keine ständigen Staus in Städten (inkl. Schadstoff-Höchstwerte)...? Ab Montag verursachen dann LKW auch wieder höhere Schadstoffe von PKW, die notgedrungen im Stau stehen...
_
Es handelt sich also um ein politisches Wirtschaftslenkungsproblem, auf das noch so umweltbewusste Bürger überhaupt keinen Einfluß haben...

Lärm im Fernsehen

Die akustische Reizüberflutung gibt es leider auch in manchen Fernsehsendungen. Ich meine hier nicht nur die meistens zu laute "Filmmusik", sondern auch die künstlichen Hintergrundgeräusche in vielen Ratgebersendungen (Klicken, Klingeln, Trommeln und andere willkürliche akustische Verschmutzungen). Die Konzentration auf die Wortbeiträge wird dadurch gestört. Ob sich die Mehrzahl der Zuschauer diese Hintergrundgeräusche wünscht, bezweifle ich.

@15:44 von Karl Napf

>> ...andersrum gehts auch. bei uns wurde vor vielen jahren ein schickes wohnhaus in der kneipengegend hochgezogen. eingezogen sind die kneipengänger, überwiegend lehrer beamte und socialarbeiter. dann haben die solange geklagt über den lärm, daß das kneipenviertel, ähnlich wie die altstadt oder das bermuda-dreieck kaput gemacht war. <<
_
Was Sie hier schildern ist eine Art neudeutscher Standardmentalität nach dem Motto "Wir sammeln Unterschriften, wollen aber ansonsten bitteschön in Ruhe gelassen werden...". Das gilt im bayrischen Großhesselohe wohl ebenso wie anderswo.
_
Gibt es überhaupt einen Umwelt- Klima- oder Lebensraumschutz, den nicht immer wieder nur die eh gebeutelten Normalos zu bezahlen haben..??

Alles harmlos, im

Vergleich zum Schießlärm aus dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr, aber da sind auch deutschen Politikern die Hände gebunden. Derzeit ist es besonders schlimm, da die USA Soldaten an den neuen Raketenwerfern ausbilden.

@15:03 von Birke

>> Und dann das: Pfiffige Ingenieure erfinden das E-Auto, das außer dem Reifenabrollgeräusch allenfalls ein leises Summen von sich gibt... <<
_
Das strädtische Lärmproblem sind nicht normale Fahrgeräusche von PKW (Motor, Abrollgeräusch), sondern deren Extreme (getunte Bikes u. Autos plus Huporgien...).
_
Flüsterleise E-Autos entsprächen nicht dem heute noch üblichen Verkehrsempfinden normaler Fußgänger ... die übrigens schon jetzt oft gefährdet sind von zügig von hinten vorbeipfeifenden Radfahrern auf Gehgwegen, die wegen eines günstigen Leistungsgewichts - oder einfach aus Geldmangel - per se auf eine Klingel verzichten... Na ja ... vielleicht sollte man E-Autos mit einer Handklingel ausstatten... die verbraucht auch keinen kostbaren Batteriestrom...

@yolo

Städter sind vermutlich schon extrem vorbelastet; es geht ja nicht nur um Verkehrslärm; es scheint als ob die Menschen insgesamt immer lauter werden, womöglich, um sich bei all dem Krach noch selbst wahrzunehmen. Kinder schreien seit Jahrzehnten immer mehr und lauter, Jugendliche kreischen, junge Leute sprechen laut auf den Straßen in ihre Smartphones, der Nachbar dreht seine Edel-HiFi-Anlage bis hinten auf (das alleine ist Psychoterror, weil er einem damit ja auch seine verschiedenen Stimmungen aufdrückt), Leute unterhalten sich auf Balkonen nicht gedämpft sondern richtig laut, in jedem Supermarkt dudelt bescheuerte Wabermusik aus der Decke. Das Gartenamt schickt seine Truppen mit Laubläsern durch die Gegend.

In Westeuropa gehen angeblich durch Lärm 1 Million Lebensjahre verloren. Aber da redet man lieber über Rauchverbote einerseits und die Legalisierung von Cannabis andererseits.
"Die spinnen, die Menschlichen!"
Zitat Obelix.

05. März 2020 um 16:45 von ex_Bayerndödel

>> Alles harmlos, im
.
Vergleich zum Schießlärm aus dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr, aber da sind auch deutschen Politikern die Hände gebunden. Derzeit ist es besonders schlimm, da die USA Soldaten an den neuen Raketenwerfern ausbilden. <<
.
.
Warum sind da deutschen Politikern die Hände gebunden?
.
Ich hätte zwar eine Antwort, nur würde die mit der Obrigkeitsmeinung nicht übereinstimmen.
.
Allerdings, die Gedanken sind (noch) frei.

Gestern und heute...

Ganz früher am Beginn der Automobilisierung gingen manche Landbewohner noch im Graben am Wegesrand in Deckung beim Herannahnen eines knatternden und stinkenden Automobils... Als dann später bei der Verbreitung des Automobils in Städten auch die Pferdeäpfel auf den Straßen immer weniger wurden war man froh über die Verminderung dieser stinkenden Fäkallasten in modern aufstrebenden Städten. Dann machtzen Hanry Ford und andere das Jedermannauto zum Synonym für bürgerlichen Aufstieg.
_
Wenn diese technisch-soziale Errungenschaft der Modernisierung und Mobilisierung soviel Gutes bewirkte, ist kaum verständlich, weshalb das nun heute alles "umgemodelt" werden soll... Jeder hablwegs intelligente Europäer weiß, daß jedes hier neue E-Auto ein konventionelles Gebrauchtauto in Drittländern bedeutet. ERGO: Jeder hiesige E-Mobil-Käufer, der seinen Diesel in Zahlung gibt, fördert nur anderswo das "Weiterso"... aber mit gutem Gewissen... oder..??

Am schlimmsten sind...

... die unsäglichen Laubbläser und andere Zweitakt-Gartenbaumaschinen und -Geräte. In den letzten 10 Jahren führen wir zunehmend einen Krieg gegen Grünzeug aller Art in den Städten. Das ist in meinen Augen nicht nur irre, sondern völlig überflüssig. Es wird höchte Zeit, diesen Entsetzlärm durch Verbote und Verordnungen zu stoppen. V.a. Laubbläser sind völlig daneben.

RE: yolo 5.3. - 11:34

Für mich das alles keine fürchterliche Überspitzung, sondern die Folge der Zunahme einer ganzen Unzahl von Lärmquellen, die weit über das gesunde Maß hinausgehen. In den letzten 10, 15 Jahren ist z.B. der permanente Lärmpegel in meiner Wohnstadt Tübingen um das gefühlt 10-fache gestiegen. Das ist krank und krank machend.

RE: Tada

Wie schrecklich für die Kinder! In der Schule müssen sie ruhig sein, beim Essen müssen sie ruhig sein - nicht einmal beim Spielen dürfen sie toben, ihren Körper dabei kennenlernen, ...

Meine Beobachtung: Die Schulen sind inzwischen "Schrei"-Schulen geworden, die Kinder werden ausdrücklich dazu animiert, so laut zu sein, wie sie können, überall wird getobt, geschrieben, gerauft...

Wie wäre es, wenn wir ALLE wieder Achtsamkeit lernen und lehren?

Wie wäre es mit:

ACHTSAMKEIT?

Die ist uns offensichtlich völlig verloren gegangen.

RE: yolo 5.3. - 12:40

M.E. verwechsen Sie Lärm-Täter und -Opfer. Früher waren es die Raucher, die den Nichtrauchern empfohlen haben, doch das Weite zu suchen - der Bewusstseinswandel zum Besseren und Richtigen hat Jahrzehnte gedauert. Und nun sollen also die Lärmgeplagten sich die Ohren zuhalten? Das meinen Sie doch nicht im Ernst, oder?

Ursachen...

Ja, wer ein wenig in der EU herumkommt, kann zum eigenen Leidwesen feststellen, daß in allen europäischen Städten die Verkehrsbelastung zunimmt ... und damit auch die Schmutz-u. Lärmbelasungen. Und was in südeuropäischen Großstädten schon früher lästig war, breitet sich heute auch in Mittel- u. Nordeuropa aus. Aber ... was sind die Ursachen..??
_
Ich meine, es sind die europäischen Varianten der Globalisierung = Just-in-Time = Güter auf die Straßen um Lagerkosten zu sparen... Dabei benutzen die Profiteure von allen Bürgern kommunal längst bezahlte Straßen quasi kostenfrei... mit Ausnahme einer moderaten Autobahnmaut. Und nur einheimische Spediteure sind per KFZ-Steuer mitbeteiligt... Kurzum: Keinen ausländischen Trucker interessieren deutsche Umweldstandards...
_
Obendrauf noch die Erkenntnis, daß - trotz Dieselskandal - der VW-Konzern auch in DE mehr SUV als jemals zuvor verkaufen kann... Sind das Panikkäufe ... wie damals, als Wohlhabende schnell noch eine Pferdekutsche kauften...??

Lärm um nix.

Ja, prima Idee, die öffentliche Nahverkehrsinfrastruktur kaputtzusparen oder dessen Ausbau zu blockieren und statt dessen mit privaten PKWs die Innenstädte lahmlegen. Dann kommt zum Lärm wenigstens noch Dreck und Unfallgefahr hinzu und das Warten an unsymmetrisch geschalteten roten Fußgängerampeln. Dass das Stauen durch Innenstädte selbst Autofahrer nervt, offenbart sich in der Aggressivität mit der das Recht auf private Mobilität eingefordert wird: Fußgänger haben stets Nachrang und gegebenenfalls zur Seite zu springen.
Da private Mobilität nichts mit Lebensqualität zu tun hat, wird durch diese Industrie auch kein echter Mehrwert erzeugt, sonder nur Resources zur Kapitalakkumulation vergeudet. Diese Gequatsche von Arbeitsplätzen kann man sich jedenfalls schenken: Lebensqualität schaffende Arbeit gäbe es ja genug. Man müsste halt mal eine gesellschaftliche Perspektive entwickeln, gell.

Hmm Lärm...

lässt sich nicht vermeiden, da wi ja alle Arbeiten müssen. Künftig gibt es ja Elektroautos, die sind zwar teuer aber leise.
Also Ihr wisst was Ihr zu tun habt und beklagt Euch nicht.

Vieles ist leiser geworden

Autos sind viel leiser geworden, Flugzeuge auch. Leider die Güter-Bahn überhaupt nicht - die haben immer noch das rollende Material aus Adolfs Zeiten (Räder ... usw). Auch LKWs sind leiser geworden - wenn auch nicht viel. Verbleiben die wenigen Fallus-Symbole: sog Sportwagen und Motorräder. Durch hirnrissige Prüf-Regeln kann so ein Unnutz-Gerät ätzend laut sein. Und die Dödel namens Fahrer drehen die Gänge nachts auch wirklich im Wohngebiet aus - und die Bevölkerung leidet. Das ist ein der Quellen für Lärm. Also schafft diesen Mumpitz rigoros ab! Nur mit einem CSU-Verkehrsminister ist so was nicht zu machen: der ADAC ist schließlich in München, BMW auch usw ...
---
Last but not least: die Drosselung auf 40 kmh wg Luftreinhaltung! So ein Stuss: jeder muss bei dieser Geschwindigkeit zurüchmkschalten - es wird lauter und dreckiger!! Aber dafür laufen nachts alle Ampeln und man muss ständig stoppen und neu anfahren: extrem dreckig und laut!!! Wo bleibt das Hirn im Land der Tüftler ?

16:18 von L-Protest

«Die akustische Reizüberflutung gibt es leider auch in manchen Fernsehsendungen. Ich meine hier nicht nur die meistens zu laute "Filmmusik", sondern auch die künstlichen Hintergrundgeräusche in vielen Ratgebersendungen.»

Ganz grauenhaft, wenn bspw. in TV-Krimis jedes Mal die Geigen jaulen, wenn der Bösewicht ums Haus schleicht.

Nur noch selten ist Filmmusik, die tatsächlich Stimmung des Films ausmacht (wie etwa bei: "Spiel mir das Lied vom Tod").

Noch unmotivierter ist bewusst unterlegtes Hintergrund-Getröte jeder Art, wenn Infos gegeben werden sollen. Tööröö - aufgepasst - jetzt kommt was Wichtiges ! Konnte man dann aber nicht verstehen, weil das Tööröö zu laut war.

Realsatire sind auch die Jogger, die in den ruhigen Wald gehen, um dort zu laufen. Dann aber mit Kopfhörern daher kommen, aus denen die Beats von Techno-Music zischeln. Sonst wär's ja auch viel zu ruhig im Wald. Könnte man ja sonst den Lärm der Vögel, oder gar das unverschämte Gehacke von Spechten hören müssen …

Am 05. März 2020 um 17:27 von Kein Einstein

"Warum sind da deutschen Politikern die Hände gebunden?
.
Ich hätte zwar eine Antwort, nur würde die mit der Obrigkeitsmeinung nicht übereinstimmen.
.
Allerdings, die Gedanken sind (noch) frei."

Ganz einfach, auf diesem Übungsplatz haben die USA die Rechtshoheit, wie auch auf dem Übungsplatz Hohenfels und diversen anderen hier in Deutschland.

Mindestens jeder fünfte Europäer leidet unter Lärm

denke das spielt sich im Kopf ab ....
wenn ich in Asien bin und sehe wie der Fernseher in voller Lautstärke ebenso wie das Radio läuft
ob einer krank ist oder ein Kind schläft, da nimmt keiner Rücksicht
und wenn ich mir (etwas anderes Thema) das Neckartor in Stuttgart betrachte der Dreck wird immer mehr
- so wird behauptet - dabei ging der Feinstaub die letzten 30 Jahre um 97 % zurück ebenso wie das NOx
man redet sich vieles ein

17:37 von Q1

In den letzten 10, 15 Jahren ist z.B. der permanente Lärmpegel in meiner Wohnstadt Tübingen um das gefühlt 10-fache gestiegen
.
sie schreiben es ja .... " das gefühlte "
ist es denn so oder bildet man es sich nur ein

15:03 von Birke

«Und dann das: Pfiffige Ingenieure erfinden das E-Auto, das außer dem Reifenabrollgeräusch allenfalls ein leises Summen von sich gibt. Das ist die Lösung des Verkehrslärm-Problems! Stattdessen wird aber vorgeschrieben, dass E-Autos gefälligst laut zu sein haben, damit man sie im Straßenverkehr auch wahrnimmt.»

Nun hatte es die Evolution bisher nicht vorgesehen, dass sich irgendwas mit schneller als Fahrrad-Fahrer-Tempo so gut wie lautlos fortbewegt.

Ist der Hörsinn des Menschen, der zur Orientierung im Raum mit entscheidend ist, "auch nicht für ausgelegt". Was im Hinblick auf E-Mobile im Straßenverkehr nicht eben ungefährlich ist.

Plattgefahren ohne Lärm vorher.
Ist eben auch platt gefahren, mit den gleichen miesen Konsequenzen.

Bekäme man alle Verkehrsteilnehmer auf das Niveau der Lärmverursachung abgesenkt, auf das man E-Mobile anzuheben gedenkt. Dann wär's in Städten sehr viel ruhiger, als es heute ist.

Aber Auto fahren ohne "Brooaaar" mögen viele ja dann auch gar nicht …

@13:04 von Sausevind 11:34 von yolo

"Unsere Nerven sind empfindsame Organe, und wir müssen einen Weg finden, sie zu schützen."

So ist es. Wir hatten mal am Arbeitsplatz über Monate einen höllischen Baulärm, der selbst das Telefonieren unmöglich machte und teilweise auch Untersuchungen wie z.B. Ultraschall (Dopplersonographie) oder EMG. Wer dann seine Pause in der Kantine machte musste zu Stoßzeiten mit Lärmspitzen von 80 dB klarkommen (hat der Personalrat mal messen lassen). Wenn man dann nach Hause kommt und der Vermieter im Keller noch Arbeiten mit dem Presslufthammer durchführt, ist man abends 'durch'. Wenn hingegen mein Nachbar, der kleine Joannes (3 Jahre) brüllt - und das kann er z.Zt. richtig gut - bin ich einfach nur froh, dass ich mich nicht drum kümmern muss.
Insgesamt ist es wohl auch ein Unterschied, ob man Lärm für vermeidbar hält oder nicht und auch, ob es eine vorübergehende Belästigung ist oder ein Dauerzustand.

Am 05. März 2020 um 18:49 von schabernack

"Ganz grauenhaft, wenn bspw. in TV-Krimis jedes Mal die Geigen jaulen, wenn der Bösewicht ums Haus schleicht.
Nur noch selten ist Filmmusik, die tatsächlich Stimmung des Films ausmacht (wie etwa bei: "Spiel mir das Lied vom Tod")."

Ihr Kommentar, wieder sehr gut getroffen.

Und was trifft, das trifft auch zu.

Besonders Absatz 2.
Könnte ich mir noch zig mal ansehen.

17:14 von Kokolores2017

«Städter sind vermutlich schon extrem vorbelastet; es geht ja nicht nur um Verkehrslärm; es scheint als ob die Menschen insgesamt immer lauter werden …»

"Zusammenballung" von Menschen im Lebenensraum Stadt / Großstadt / Metropolregion bringt es zwangsläufig mit sich, dass der allgemein entstehende / vorhandene Lärmpegel ansteigt.

Ich lebte + arbeitete einst in Tokyo.
Das ist dort, wo auch der Lärm wohnt.
Der haust da 24 Std. / Tag + 365 Tage / Jahr umher.
Und die Mentalität der Japaner ist noch eher die der leisen Art.

Immer mehr "Verstädterung" der Menschheit wird nie zu weniger Lärm in Ballungsräumen führen (können). Und auch wenn mehr des Verkehrs vom KfZ / LkW auf die Bahn "verlagert wird". Kann das in einzelnen Regionen weniger Lärm bedeuten. In anderen aber mehr (dort, wo dann die Bahn ist, wo vorher keine war).

KfZ-Verkehr ist in Tokyo relativ (viel) weniger als in DEU (bspw. Ruhrgebiet). "Aber immer fast überall" fährt irgendwo 'ne Bahn. Und die sind auch nicht lautlos.

@15:04 von Zwicke

"Ich habe keine Patentlösung.."

Ich auch nicht, aber ich gehe Lärm, soweit möglich, aus dem Weg und benutze auch häufig Ohrstöpsel. Selbst in Kinos wird der Ton viel zu weit aufgedreht. Viele Jugendliche haben bereits ein vermindertes Hörvermögen, ebenso Orchestermusiker. Für Letztere hat man allerdings schon speziellen Gehörschutz entwickelt. Ein Berufsmusiker, der mit seiner Bratsche vor den Bläsern sitzt, sagte mal: "Das ist keine Musik, das ist Kameradenschändung."
Ich kann mich erinnern, dass ich das im Chor einmal ähnlich empfunden hatte - bei der Neunten von Beethoven. Wer da die eigene Stimme noch wahrgenommen hat, muss falsch gesungen haben.

@17:14 von Kokolores2017 @yolo

"Städter sind vermutlich schon extrem vorbelastet; es geht ja nicht nur um Verkehrslärm; es scheint als ob die Menschen insgesamt immer lauter werden, womöglich, um sich bei all dem Krach noch selbst wahrzunehmen...."

Eine wunderbar treffende Feststellung. Es geht bei menschlicher Lautstärke aber auch um die vermeintliche Wichtigkeit der eigenen Person. So verpasst zum Beispiel im Bus kein Fahrgast, wenn Medizinstudenten 'an Bord' sind. Selbst in Aufzügen im Krankenhaus und in der Kantine ist das diesbezügliche Mitteilungsbedürfnis groß. Und wenn man in der Kantine freundlich bittet, die Lautstärke der unappetitlichen Geschichten aus dem sogenannten Prep-Kurs (eine Art Leichenfledderei) zu reduzieren, bekommt man als 'akademische' Antwort: "Wäwäwäh..."

@ Lesewütiger, um 13:18

“...zum einen sinkt mit dem Alter die Belastbarkeit, und zum anderen ist man äußeren Reizen gegenüber empfänglicher bzw. sensibler.“

Manchmal ist das Schicksal etwas gnädig und beschert dem älteren Menschen einfach Schwerhörigkeit.
Wie bei mir :-).

@19:08 von schabernack

"Bekäme man alle Verkehrsteilnehmer auf das Niveau der Lärmverursachung abgesenkt, auf das man E-Mobile anzuheben gedenkt. Dann wär's in Städten sehr viel ruhiger, als es heute ist."

Ich stelle mir gerade vor: Der A7-Deckel ist fertig und es fahren nur noch E-Autos. Das hieße: Millionen versenkt.
Aber egal, so schnell wird der Umstieg von laut auf leise (mit welcher Technik auch immer) wohl nichts werden.

@Gassi

"Autos sind viel leiser geworden, Flugzeuge auch. Leider die Güter-Bahn überhaupt nicht - die haben immer noch das rollende Material aus Adolfs Zeiten (Räder ... usw)."

So viel zum Thema 'Halbwahrheiten'.
Autos sind zwar etwas leiser geworden, aber viel mehr. Der Lärm ist dadurch gestiegen. Kann Ihnen jeder Stadtbewohner bestätigen.
Flugzeuge sind zwar leiser geworden, aber viel mehr. Der Lärm ist dadurch gestiegen. Fragen Sie mal die Millionen Leute, die in der Nähe eines Flughafens leben.

Ich bin in einer sehr ruhigen Gegend aufgewachsen. In dem Viertel selbst ist es zwar immer noch ruhig, das bringt aber nichts, weil es drumherum so laut geworden ist, dass die herrliche Ruhe, die es dort mal gab, inzwischen völlig ausgestorben ist.

19:57 von Anna-Elisabeth

«Es geht bei menschlicher Lautstärke aber auch um die vermeintliche Wichtigkeit der eigenen Person.»

Hängt auch davon ab, welche Sprache gesprochen wird. Unabhängig davon, wie wichtig sich einzelne Personen in der Ausdrucksweise nehmen.

Deutsch ist eine eher "laute" Sprache.
Lautschatz der Worte + Sprachmelodie.
Leiser in dieser Beziehung als Spanisch.

Portugiesisch ist "sehr weich + leise".
Viele halb-verschluckte + nasalisierte Laute.
Spiegelt sich in allgemeiner Hintergrund-Lautstärke.
Bspw. in Restaurants & Co. als "mäßigend".

Und (die allermeisten) Japaner neigen gar nicht dazu, ihre eigene Person in irgendeiner Art in den Vordergrund der Wichtigkeit zu stellen. Aber sie sprechen eine Sprache, deren Sprachmelodie + Intonation ich stets "Maschinen-Gewehr-Feuer" nenne. Man muss erst mal lernen, derart mega-schnell sprechen zu lernen. Dem entsprechend laut ist es dort überall, wo viele Menschen zusammen sind. Also so gut wie überall.

Aber grundsätzlich "liegen Sie richtig".

Merkwürdig

trotzdem drängen Alle in die Städte und beklagen sich dann über hohe Mieten, Wohnungsmangel, Lärm und schlechte Luft. Aber natürlich will man schon gute Verkehrsverbindungen, einen Flughafen und Bahnhof in der Nähe. Nur der Lärm und die Abgase sollen draußen auf dem Land bleiben. Da ist ja noch Platz;-)

Ich gebe zu,

ich lebe u.a. wegen der Ruhe in einem kleinen Dorf. Lärm ist allerdings nicht gleich Lärm und nicht jeden stört dasselbe.
Ich freue mich z.B. schon wieder auf das nächtliche Quakkonzert und finde es traumhaft dabei einzuschlafen, während einige unserer Nachbarn am liebsten mit dem Gewehr den Fröschen zu Leibe rücken würden.
Nahezu alle Anwohner hier in der Gegend (vor allem diejenigen, die an der Hauptstraße wohnen), sind total abgenervt von den Motorradfahrern im Sommer, während die selbst sich am höchsten Punkt der Serpentinen sammeln und jeden bejubeln, der knatternd rauf und runter fährt.
Keine Ahnung, wie man das regeln soll...knattert abseits von Dörfern und zieht nicht aufs Land, wenn euch Frösche und spielende Kinder stören? Bleibt mit Krach in den Städten? Alles abschaffen was Krach macht?

@deutlich

"Merkwürdig
trotzdem drängen Alle in die Städte und beklagen sich dann über hohe Mieten, Wohnungsmangel, Lärm und schlechte Luft. Aber natürlich will man schon gute Verkehrsverbindungen, einen Flughafen und Bahnhof in der Nähe. Nur der Lärm und die Abgase sollen draußen auf dem Land bleiben."

Polemik ist ja gut und schön, aber ein wenig sollte sie schon mit den Fakten zu tun haben.
Viele Menschen wollen nicht unbedingt in der Stadt leben, die Lebensumstände zwingen sie aber dazu.
Ich bin ein solcher Fall. Und ich weiß, dass ich damit nicht alleine bin.

@Gytha

"Keine Ahnung, wie man das regeln soll...knattert abseits von Dörfern und zieht nicht aufs Land, wenn euch Frösche und spielende Kinder stören? Bleibt mit Krach in den Städten? Alles abschaffen was Krach macht?"

Nein, nicht abschaffen, sondern nur den Lärm abschaffen, so ähnlich wie bei der Luftverschmutzung.

Motorräder kann man auch so bauen, dass sie nicht knattern. Man müsste lediglich entsprechende Gesetze erlassen. Und das gilt für einen Großteil des städtischen Lärms.
Schwieriger ist es natürlich mit den Fröschen und den spielenden Kindern.
Allerdings bin ich mir auch bei den Kindern sicher, dass deren Spiel in den letzten Jahren an Lautstärke zugenommen hat. Selbst dort ist die gegenseitige Rücksichtnahme nicht mehr gefragt ...

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