Ihre Meinung zu: Deutsche Bahn: Niedrigere Preise, mehr Kunden

17. Februar 2020 - 8:58 Uhr

Die Senkung der Mehrwertsteuer hat sich bei der Bahn offenbar umgehend bemerkbar gemacht. Das Unternehmen teilte mit, dass im Januar die Fahrgastzahlen deutlich gestiegen sind. Bahnkritiker weisen aber auf einen Mangel hin.

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Kommentare

Wohin?

"Die Bahn will die Fahrgastzahlen bis 2030 nahezu verdoppeln. … Zudem ist die Anschaffung weiterer Hochgeschwindigkeitszüge geplant."

Bei den oftmals übervollen Zügen ist klar, dass für eine Verdopplung der Fahrgastzahlen auch die Zahl der Züge nahezu verdoppelt werden muss. Aber wo fahren dann diese Züge? Auch das Schienennetz ist hinsichtlich seiner Belegung völlig ausgereizt.

Da reichen 86 Milliarden € von und hinten nicht.

Wenn Lokführer fehlen, muss

Wenn Lokführer fehlen, muss man die nur ausbilden. Kann so schwer nicht sein, einen ordentlichen Lohn anzubieten. Ohne Patte könnte man auch keine BWL-Laberposten besetzen. Auch Manager gibts nicht ohne Schotter. Warum glauben dann die überbezahlen BWL-er, wo anders ginge es ohne Geld?

Löhne erhöhen

Wenn ich Fachleute brauche und nicht genügend verfügbar sind oder wollen, muss ich logischerweise einen Anreiz geben. Hier wäre der Anreiz sicherlich, höhere Löhne usw. zu bieten.
Mit Wunschansagen, man wolle viele Leute einstellen, ist es doch nicht getan. Das klappt auch nicht beim Lehrermangel in Niedersachsen.
In meinen Augen gibt es bezüglich der Zugverspätungen keine Ausreden mehr. So etwas hat etwas mit unfähigem Management zu tun.

Und wann im Nahverkehr?

Gerade unsere abgasbelasteten und verstopften Städte könnten Selbiges gebrauchen. Auch die Verkehrsbetriebe würden das Steuergeschenk gern annehmen.

Preis, Komfort, Pünktlichkeit

Drei Dinge scheinen mir wichtig, um die Bahn attraktiver zu machen: 1. Preis, 2. Komfort, 3. Verlässlichkeit/Pünktlichkeit. Dass sich bei den Preisen etwas tut, ist sehr positiv und wird auch meine Urlaubskasse entlasten. Beim Komfort ist nach wie vor Luft nach oben. Dazu zähle ich zum Beispiel die Möglichkeit, Fahrräder in ALLEN (!) ICE transportieren zu können. Größtes Problem ist für mich die mangelnde Zuverlässigkeit: Es ist sehr unangenehm, wenn einem die ständige Sorge im Nacken sitzt, man könnte den nächsten Anschluss verpassen. Entspanntes Reisen fühlt sich definitiv anders an. Ich kann mich noch an die Redewendung "pünktlich wie die Eisenbahn" erinnern (ja, sooo alt bin ich schon). Wäre schön, wenn man die Redewendung wieder guten Gewissens benutzen könnte.

Die Bahn steigert durch die

Die Bahn steigert durch die reduzierte MWSt ihre Kund*innenzahlen; als Vielfahrer ist mein Eindruck, dass Service und Kund*innenorientierung umgekehrt reziprok sinken: Züge sind marode, Heizungen funktionieren nicht, Züge fahren halbiert mit dem typischen Chaos fehlender Plätze, schlechte bis keine Informationen, überforderte und unfreundliche Bedienstete, Erstattungen laufen schleppend bis gar nicht und die eine Stelle weiß nicht, was die andere tut: beim letzten Erstattungswunsch habe ich die Unterlagen an drei verschiedene Stellen geschickt. Professionalität schaut anders aus, und das kann man auch nicht mehr allein auf die Mehdorn-Ausblutungs-Phase zurückführen.

Umsatzsteuer, nicht "Mehrwertsteuer"

Auch wenn es die Tagesschau-Redakteure hier wiederholt falsch schreiben: Es handelt sich um die Umsatzsteuer und nicht um "Mehrwertsteuer". Eine "Mehrwertsteuer" kennt das deutsche Umsatzsteuergesetz nicht. Und leider hat das offenbar auch nicht die Rechts- und Steuerabteilung der Deutschen Bahn AG erkannt, denn auf den Fahrausweisen wird seit Jahrzehnten falsch eine Mehrwertsteuer ausgewiesen. Der Fisch stinkt eben von Kopfe her.

Ist schön, geht in die richtige Richtung

Und wer jetzt meckert (Verspätungen, Löhne, Manager, allgemeiner Bahnschimpf), soll daran denken, dass die Bahn jahrzehntelang kaputtgespart wurde, weil "die Politik" (also die Mehrheit der Wähler/innen) das so wollte und lieber Auto fährt.

Und ganz vorbei ist das ja noch nicht, siehe Tempolimit.

@ 09:21 von joe70

"Und wann im Nahverkehr?
Gerade unsere abgasbelasteten und verstopften Städte könnten Selbiges gebrauchen. Auch die Verkehrsbetriebe würden das Steuergeschenk gern annehmen."

Ja warum sollen die Landbewohner Steuergeschenke machen wo es außer den Schulbus überhaut keinen Nahverkehr gibt, wir dürfen immer nur zahlen.

Fehlendes Personal? Fachkräftemangellüge!

Wir haben offiziell 2,5 Millionen Arbeitslose und inoffiziell ca doppelt so viele. Aber die Wirtschaft hat nur weniger als 1 Millionen freie Stellen!
Ca 30.000 Jugendliche haben trotz angeblichem Fachkräftemangel keinen Ausbildungsplatz bekommen. Im heutigen Bericht über das Erdbeben in Albanien wird bemängelt, dass zum dortigen Wiederaufbau ebenfalls Fachkräfte fehlen. Sind die alle nach Deutschland abgehauen?
Wenn Millionen von Menschen ohne Arbeitsplatz nicht aus - und weitergebildet werden, kann doch kein einziger Politiker oder Arbeitgeber über einen Mangel sprechen.
@ Tagesschau: Macht bitte einen Faktencheck dazu, warum das Millionenheer der Arbeits - und Ausbildungslosen keine attraktiven Arbeis - und Ausbildungsplätze angeboten bekommt?
Und natürlich auch, warum Arbeitslose weiterhin mit Harz4 abgespeist werden, obwohl gar nicht genug Arbeitsplätze zur Verfügung stehen. Man könnte diese Menschen auch in Rente schicken, wenn sie für die Arbeit gar nicht gebraucht werden.

Deutsche Bahn:Niedrigere Preise-mehr Kunden.........

Aber eine Verkehrswende ist das noch nicht:
Statt mehr Hochgeschwindigkeitstrassen(ICE),die Wiedereinführung der Interregios(Versorgung in der Fläche) und der vor einigen Jahren von der Deutschen Bahn abgeschafften,durchaus wirtschaftlichen Nachtzüge.
Und zur Stärkung der Bahn die Befreiung von der Mineralölsteuer.Luftverkehr und die Binnenschifffahrt sind-ökologisch widersinnig davon befreit .

09:37, Heinrich Lübke

Umsatzsteuer, nicht "Mehrwertsteuer"
Auch wenn es die Tagesschau-Redakteure hier wiederholt falsch schreiben: Es handelt sich um die Umsatzsteuer und nicht um "Mehrwertsteuer". Eine "Mehrwertsteuer" kennt das deutsche Umsatzsteuergesetz nicht. Und leider hat das offenbar auch nicht die Rechts- und Steuerabteilung der Deutschen Bahn AG erkannt, denn auf den Fahrausweisen wird seit Jahrzehnten falsch eine Mehrwertsteuer ausgewiesen. Der Fisch stinkt eben von Kopfe her.<<

Ich möchte dann doch mal Wikipedia zitieren, aus diesem Artikel hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Mehrwertsteuer

"Die Mehrwertsteuer ist der Umsatzsteuer ähnlich. Die in Deutschland und Österreich als „Umsatzsteuer“ bezeichnete Steuer ist dem fiskalischen Gehalt nach eine Mehrwertsteuer."

@nie wieder spd, 09.53h

Ausbildungsplätze gibt es genügend.
Was fehlt, sind Ausbildungsfähige und natürlich auch Ausbildungsbereite für "ungeliebte" Berufe im Handwerk.
Ich habe damals auch einen Beruf erlernt, der nicht meinem Wunsch entsprach und später dann in meinen Wunschberuf gewechselt.
Zwei erlernte Berufe haben sich nie zum Nachteil erwiesen.

@Bender Rodriguez vom 17. Februar 2020 um 09:15

> Wenn Lokführer fehlen, muss

> Wenn Lokführer fehlen, muss man die nur ausbilden. Kann so schwer nicht
> sein, einen ordentlichen Lohn anzubieten. Ohne Patte könnte man auch
> keine BWL-Laberposten besetzen. Auch Manager gibts nicht ohne Schotter.
> Warum glauben dann die überbezahlen BWL-er, wo anders ginge es ohne
> Geld?

Soweit ich es Verstanden habe wurden gut ausgebildete -weil sie fair bezahlt wurden- hoch motivierte Mitarbeiter, von den Unternehmenskapitänen, welche die Unternehmen in den Wirttschaftswunderjahren geführt hatten,als Vorteil, wenn nicht sogar als Vermögen, des Betriebes betrachtet

Inzwischen scheinen ausgebildete Mitarbeiter eher als ein Kostenfaktor zu gelten der, wenn es auf der Welt ein Unternehmen gibt welches geringere Lohnkosten hat,so niedrig wie möglich gehalten werden muss.

Eine, vom Gedanken Geiz-ist-Ge*** beinflusste, Nachfrage von Verbrauchern -wegen zu niedriger Gehälter inzwischen zu oft nötig- trägt vermutlich ihr übriges dazu bei

Vergleich

Frankfurt - Berlin 28.02.2020

Lufthansa Linienflug Econ. 59,25 Euro
Flugzeit 1 Std. 10 Min + 1 Std. früher am Flughafen = 2 Std. 10 Minuten, Sitzplatzgarantie, i.d.R. pünktlich, Service: gut

Bahn 2.Klasse: 95,90 Euro, Fahrzeit 4 Stunden 15 Minuten, Vetrspätung garantiert, Service: ungenügend!

Da kann ich über "Niedrigere Preise" einfach nur lachen.

@09:37 von Heinrich Lübke: Mehrwertsteuer

Die Mehrwertsteuer nennt sich deshalb Mehrwertsteuer, weil der vom Unternehmen geschaffene Mehrwert besteuert wird.

Ein Unternehmen kann die für Steuer, die es für eingekaufte Produkte gezahlt hat als Vorsteuer beim Finanzamt geltend machen. Mit dieser Verrechnet wird die Steuer, die das Unternehmen als Umsatzsteuer auf die Verkauften Produkte zahlen muss.

Wird etwas für 10 Euro netto eingekauft, so fallen darauf darauf 1,90 Euro Vorsteuer an. Der weiterverarbeitete Artikel wird dann für 16,- Euro netto verkauft. Es fallen darauf 3,04 Euro Umsatzsteuer an.
An das Finanzamt zu zahlen wären 1,14 Euro als Steuer auf den vom Unternehmen geschaffenen Mehrwert.

Los los Automatisieren

Wir werden weitere Fachkräftemangel erleben. Deswegen ist es jetzt wichtig die Züge zu Automatisieren deren Strecke die geringste Anforderungen an die Zugführenden stellen. Dadurch kann man viel gewinnen und schafft eine Grundstruktur für zukünftige Entwicklungen. Es werden dann andere, aber perspektivisch weniger Fachkräfte benötigt.

Pünktlichkeit

Egal ob es an fehlenden Lokführern oder der desolaten Infrastruktur liegt: wenn ich nicht mal annähernd die Verspätung einplanen kann - oder anders herum: wieviele Verbindungen früher ich los muss, um einen Termin zu halten - solange ist die Bahn KEINE Alternative. Selbst erlebt: Stuttgart-Saarbrücken: S-Bahn immer unpünktlich, also 1 früher. Die war aber pünktlich, dafür hatte der ICE 5, dann 10, dann letztlich 15 min Verspätung. Dafür habe ich Regionalzug in Mannheim gerade noch wegfahren sehen (die 3min Umsteigen hätte das Ding doch noch warten können). Die spätere Alternative fuhr dann nach Kaiserslautern auch wieder 10min Verspätung ein, damit war der Anschluss in KL nach SB wieder weg. Ich hatte insgesamt 1 Stunde Luft eingeplant, erhielt aber 1,5 h Verspätung und kam reichlich zu spät zu meinem Termin. Einzelfall? Leider nein. Und das macht das Bahnfahren KEINESFALLS entspannt, sondern zum nervenaufreibenden Glücksspiel und Alternativen-Suchen. Denn Hilfe gibt's nicht.

Lokführer ist kein Ausbildungsberuf

Man braucht eine technische Grundausbildung. Energieelektroniker können z. B. Lokführer werden. Die bilden Handwerk und Industrie aus. Aber die werden auch für andere Dinge gebraucht und finden selten den Weg zur Bahn. Interessant wäre es zu wissen wieviele Energieelektroniker die Bahn selbst ausbildet.

@09:53 von nie wieder spd: 30000 Jugendliche

"Ca 30.000 Jugendliche haben trotz angeblichem Fachkräftemangel keinen Ausbildungsplatz bekommen."

Am Stichtag 30.09.2019 standen für 572.000 gemeldete Ausbildungsplätze in Deutschland 511.800 Auszubildende gegenüber.

Zu diesem Zeitpunkt gab es noch 24.500 unversorgte Bewerber und 53.100 offen Stellen.

Wenn die Bewerber nicht zu den Stellen passen, dann kommt es zu solchen Zahlen. Was nützt einem Azubi aus Bayern die freie Stelle in Hamburg oder auch umgekehrt?

Was nützt es einem Azubi, der Kfz-Mechatroniker werden will, dass am Ort noch zwei Bäcker und ein Friseur gesucht werden?

Das gleich gilt auch für einen großen Teil der Arbeitslosen. Wer im Erzgebirge arbeitslos ist, hat vermutlich kein großes Interesse einen Arbeitsplatz in Schleswig-Holstein anzunehmen, wenn er ggf. durch Familie oder Haus an seinen Wohnort gebunden ist.

Es geht doch !!

Man muss nur wollen. Die Menschen wollen öffentliche Verkehrsmittel. Preis, Komfort und Pünktlichkeit müssen aber stimmen. Also 11 % mehr Reisenden, da kann man doch in der Bahn investieren. Der Beweis ist geliefert.

09:21 von joe70 Und wann im Nahverkehr?

"" Gerade unsere abgasbelasteten und verstopften Städte könnten Selbiges gebrauchen. Auch die Verkehrsbetriebe würden das Steuergeschenk gern annehmen.""
#
Da stimme ich zu,denn ich halte es sogar noch viel wichtiger als nur den Fernverkehr steuerlich zu entlasten.

Das Problem mit den Lokführern ist schon länger bekannt

Ordentliche Ausbildung anständiges Gehalt und das ganze rechtzeitig hätten die Probleme längst beseitigen können. Aber der Staatsbetrieb hat ja keine soziale Verantwortung, ist ja privatisiert. Post, Bahn, Strom, Wasser und Telekommunikation gehören in Staatshand, dann klappt’s auch mit den Lokführern und Funklöchern und Strompreisen und und und, alles Sachen, die früher mal gut liefen.

Hochgeschwindigkeitszüge in Spanien

fahren so gut wie immer pünktlich. Auch wenn ich immer wieder arrogante Kommentare lese, die den EU-Süden als Bananenrepubliken oder -monarchien bezeichnen, so sollten die sich mal in einen spanischen AVE setzen. Unser Hochgeschwindigkeitsnetz ist weltweit nach China das umfangreichste und trotzdem stets zuverlässig, bezahlbar, pünktlich, sauber und hat einen ausgezeichneten Service mit Speisen, die für einen kleinen Aufpreis am Sitzplatz von freundlichen Zugbegleitern serviert werden.

Niedrigere Preise?

Da bei den viel Ausfälen, unpünktlichkeiten und mangelhaften leistungen gerade im Nahverkehr ist der Preis unwichtig.

Sehr viel können ohne eigen PKW ihren Lebensunterhalt nicht erhalten und so wie Rentner sind sie zwingen auf einen PKW angewiesen und so,it spielen die Kosten dann auch keine Rolle mehr.

Ich fahre immer, die Bahn und der ÖPNV leider nicht.

Menschliche Logik

Da hat man jahrzehntelang ÖVNP gepredig und den Autokauf gefördert (Abwrackprämie, e-Auto-Prämie). Das kann jeder sehen, wenn er sich durch die Stadt bewegt: verstopfte Straßen und Auto an Auto geparkt.
.
Unsere "tolle" Autoindustrie hätte mit all dem Geld gut und gerne öffentliche Verkehrsmittel bauen können. Aber lieber blättert fast jeder 30.000 Euro hin, damit was "repräsentatives" vor der Haustür steht und er jederzeit dahin fahren kann, was ihm gerade in den Kopf gekommen ist. Denn dass das mit öff. Verkehrsmitteln nicht so einfach ist, ist Ergebnis dieser Auto-Politik.

@10:29 von Gassi: Pünklichkeit

Wenn man mehrmals umsteigen muss, hat man oft Probleme, weil die Zeiten oft zu knapp bemessen sind.

Ich war zu einem Lehrgang in Frankfurt. Von Köln mit dem ICE kommt man da sehr schnell hin. Mein Regionalzug war auch pünklich, die 7 Minuten zum Umsteigen reichten aus.

Zurück gab es dann Probleme. Mein Lehrgang war 2 Stunden früher beendet als geplant. Ich war Stunden früher auf dem Bahnhof. Ich hätte zwei frühere Züge nehmen können, wenn ich kein Ticket mit Zugbindung gehabt hätte. Diese ließ sich aber nicht umbuchen. Es wäre verfallen, wenn ich ein neues Ticket gekauft hätte.

Als dann mein Zug kam, fehlten drei Wagen. Es hieß man möge, wenn möglich einen anderen Zug nehmen.
Der Zug platzte aus allen Nähten, das Ein- und Aussteigen dauerte sehr lange und am Ende hatten wir 15 Minuten Verspätung als wir Köln erreichten. Mein Anschlusszug war weg und ich musste 40 Minuten auf den nächsten warten.

Was mich geärgert hat, war die Aussage, dass ich mein Ticket nicht umtauschen konnte.

Lokführer?

Fehlende Lokführer sind ein Problem? Warum eigentlich? In Zeiten, wo wir über autonome Autos reden müssten führerlose Züge doch ein Leichtes sein.

Ein autonomes Auto muss sehr komplexe Lösungen finden für das "Gewusel" auf den Straßen. Ein Zug fährt auf Schienen, ohne "Kreuz- und Querverkehr", Fußgänger, Fahrradfahrer, 2.-Reihe-Parker usw.

Angeblich steigt bei konsequenter Digitalisierung auch die Kapazität der Strecken. Weniger Abstand zwischen den Zügen ist möglich.

Aber solange es noch Zugunglücke gibt, weil ein am Handy daddelnder Fahrdienstleiter die Weiche falsch stellt ist es vermutlich realistischer, dass ein Porsche selbstständig durch Berlin fährt. Das erklärt auch, warum "künstliche" Intelligenz die Zukunft ist.

immer pünktlich

Willi Vegas @
das sehe ich auch so. Wir nehemn nur bei Ausbeutung und Bevormund unsere nachbarn immer als Vorbild. Siehr Tempo 130.

Bei Leistung und Eigenveratwurtung die in andern Länder zu tollen ergebnissen führen,
zucken unser Politiker immer mit den Schultern.

@ dr.bashir Re: Lokführer?

Nee, es gibt keine Kreuzungen nur Weichen, auf denen andere Züge die Gleise "queren" und Fußgänger gibt es im Bahnverkehr auch nicht, nur Verspätungen wegen Personen im Gleis und solche die sich vor fahrenden Zügen schmeißen. Falschparker gibt es, bis auf die paar, die auf einem Bahnübergang stehen bleiben auch nicht, genau so wenig wie Wildwechsel, entlaufene Schafe usw. Und wie fiel Schienenkilometer und Züge hat die Bahn die durch Sensoren und entsprechender Technik aufgerüstet werden müssen? Ja ja, die "künstliche Intelligenz" denkt manchmal weiter als mancher Mensch.

11:18 von dr.bashir

ohne Lokführer fahren schon U-Bahnen z. B. in Nürnberg.

10:29, Gassi

Ihre Probleme kenne ich als langjähriger Bahncard 100-Inhaber sämtlichst. Wenn ich einen Termin habe, dann kalkuliere ich immer mindestens eine Stunde Karenzzeit ein, vermeide Umsteigezeiten von weniger als 20 Minuten und suche mir eine Verbindung mit so wenig Umstiegen wie möglich. Meistens klappt das dann.

Hilfe kriegt man auf größeren Bahnhöfen am sogenannten Service Point. Auf kleinen Bahnhöfen ist man natürlich aufgeschmissen. Da braucht man ein Dumbphone o.ä., um ins Netz gehen und auf bahn.de Alternativen suchen zu können.

Als ich noch weite Strecken mit dem Auto fuhr, musste ich bei unflexiblen Terminen immer zwei Stunden Karenzzeit einkalkulieren, vor allem an Wochenenden. Und selbst damit kam ich oft nicht hin.

Bahnfahren für Behinderte nicht attraktiv

Im Nahbereich werden immer wieder Züge eingesetzt, die einen so großen Abstand zum Bahnsteig haben, dass man aus dem Zug herausspringen muss. D. h. nicht nur die Abstand in der Waagerechten sondern auch in der Senkrechten (letzte Stufe) zum Bahnsteig ist hoch.
Menschen mit Gehbehinderung haben dann ein Problem damit, aus dem Zug heraus zu kommen.
Ebenso gibt es immer noch Bahnhöfe, die keine Aufzüge an den Bahngleisen haben und bei denen man nur über hohe Treppen den Bahnsteig erreichen kann.
Wie soll jemand mit Rollator oder Rollstuhl dann in den Zug kommen?
Die Toiletten auf den Bahnhöfen sind so eng, dass man einen mitgeführten Trolley nicht mal mit auf die Toilette nehmen kann! Die großen (Behiderten)Toiletten sind teils dann noch verschlossen.
Da man vor Antritt der Fahrt diese geschilderten Probleme aber nicht wissen kann, können Behinderte die Bahn kaum nutzen.

an sprutz: falsch verstanden

das ganze Thema. Es geht hier darum, die Umwelt zu entlasten, nicht die Bürger.

@ Eres...

...treffender kann man das nicht auf den Punkt bringen. Die Preise bei der Bahn interessieren mich überhaupt nicht. Die einzigen Punkte, die für mich relevant sind, sind Zuverlässigkeit und Zeit...in der Reihenfolge. Wenn man das Pech hat mehr als einmal auf einer Reise umsteigen zu müssen, kann man den Begriff "Zuverlässigkeit" ohne Übertreibung durch "Glücksspiel" ersetzen. Ich pendele jetzt seit einem Jahr fast wöchentllich zwischen dem Rhein-Main Gebiet und Oberschwaben. In weniger als 20% der Fälle war ich pünktlich am Ziel...in mehr als 50% der Fälle mit einer Verspätung von einer Stunde oder mehr. Gäbe es eine Flugverbindung, ich würde sie ab morgen ohne zu überlegen nutzen.

@09:21 von joe70 - "Und wann im Nahverkehr?"

Statt den Nahverkehr, den Güterverkehr und Nebenstrecken auf dem Land auszubauen, wird mit "Stuttgart 21" für voraussichtlich 10 Milliarden Euro der 16-gleisige Hauptbahnhof unter die Erde gebuddelt, reduziert auf 8 Gleise.

@11:37 von Klabautermann 08

Alle Ihre Einwände sind mir auch ohne künstliche Intelligenz selbst klar. Und trotz alledem glaube ich weiterhin, dass Weichen und Schafe weniger komplexe Probleme sind, als das, was auf unseren Straßen los ist. Zumal auf den Straßen für einen Übergangszeitraum von ca. 15 Jahren noch ganz viele Altfahrzeuge unterwegs wären, die "nur" mit natürlicher Intelligenz gesteuert werden.

Natürlich müsste Strecken und Züge mit Sensoren, Steuerungstechnik usw. ausgerüstet werden. Aber damit müsste man eben mal anfangen. Wie ein anderer User so richtig schreibt funktioniert das bei der U-Bahn in Nürnberg seit Jahren.

Bei einem Schaf auf der Schiene bremst übrigens auch ein menschlicher Lokführer nicht rechtzeitig.

11:18, dr.bashir

>>Aber solange es noch Zugunglücke gibt, weil ein am Handy daddelnder Fahrdienstleiter die Weiche falsch stellt<<

Das ist so gut wie unmöglich. Eine falsch gestellte Weiche macht die Strecke signaltechnisch unbefahrbar. Das sind dann die berühmten, bei Reisenden so freudig begrüßten Signalstörungen, die oftmals als Grund dafür durchgesagt werden, warum der Zug jetzt auf freier Strecke hält, während der Anschlusszug im nächsten Bahnhof gerade abfährt.

Was meinen Sie, wie viele Zugunglücke es sonst gäbe, bei all den Weichenstellvorgängen, die täglich in Deutschland anfallen. Es sind Millionen.

@ 11:50 von joe70

"Es geht hier darum, die Umwelt zu entlasten, nicht die Bürger."

Oh dann hätten wir bei der Bahn auch eine Tempo 130 Diskussion der Umwelt zu liebe.

10:12, Eres

>>Vergleich
Frankfurt - Berlin 28.02.2020

Lufthansa Linienflug Econ. 59,25 Euro
Flugzeit 1 Std. 10 Min + 1 Std. früher am Flughafen = 2 Std. 10 Minuten, Sitzplatzgarantie, i.d.R. pünktlich, Service: gut

Bahn 2.Klasse: 95,90 Euro, Fahrzeit 4 Stunden 15 Minuten, Vetrspätung garantiert, Service: ungenügend!

Da kann ich über "Niedrigere Preise" einfach nur lachen.<<

Ein Normaltarifflug bei der Lufthansa kostet wesentlich mehr und ein Sparpreisangebot bei der Bahn wesentlich weniger.

Jetzt erst recht: Mehr Bahn

Bahn ist angenehmer Klimaschutz. Grundsätzlich ist das richtig. Allein die Erleichterung, die unsinnliche Duty-Free-Billlig-Flieger-Konsum-Passagiererniedrigungs-Welt nicht mehr betreten zu müssen. ABER: Die Bahn hinkt dem eigenen Potential schmerzlich hinterher. Umsteigen ist Roulette, Sitzplatz-Reservierung auch. Ganz verrückt: Daß Auto- und Nachtzüge kaputtgespart wurden. Da ist Bedarf, und Kapazität auf den Schienen.

17. Februar 2020 um 11:09 von DeHahn

"
Menschliche Logik
Da hat man jahrzehntelang ÖVNP gepredig und den Autokauf gefördert (Abwrackprämie, e-Auto-Prämie). Das kann jeder sehen, wenn er sich durch die Stadt bewegt: verstopfte Straßen und Auto an Auto geparkt.
...
"
Zur Rushhour ist an der Hauptstraße vor meinem Fenster Stau. Davon kann ich gut 500 Meter einsehen.
Wenn ich in die Autos hineinschaue, dann sind 95% mit je nur einer Person belegt. Alle diese Einzelfahrer benötigen natürlich auch Parkplätze. Wenn jeder einen Smart fahren würde, wäre der Stau schon kürzer, aber die Autos würden trotzdem alleine 5,4 km² belegen. Sind nur nicht alles Smarts und den Freiraum zum Öffnen der Türen habe ich auch nicht einberechnet.
Viele Autofahrer in der Stadt sind selbst Schuld an der Enge und da meine ich nicht die wirklich notwendigen Fahrzeuge.
Die Paketdienste mit ihrem wilden Parken tun ihr übriges um den Verkehrsfluss zu stören. Nur mal eine Minute falsch stehen hält in Berlin mehrere Fahrer auf.

@ um 10:42 von GeMe

Wenn der Fachkräftemangel so groß ist, wie kolportiert wird, dann müssen all den Menschen, die Sie erwähnen, eben passende Bedingungen geschaffen werden. Wenn Menschen angeblich nicht Ausbildungsfähig sind, dann müssen Sie Unterstützung und Hilfe bekommen, bis sie das sind. Abgesehen von den Problemen des Ausbildungsmarktes lässt sich aber nicht bestreiten, dass trotz 2,5 Millionen offiziell Arbeitslosen von der Wirtschaft momentan nur ca 1 Millionen freie Stellen angeboten werden.
Selbst für diese 1 Millionen freie Stellen werden die Arbeitsbedingungen & Gehälter nicht den Anforderungen des Fachkräftemangels angepasst.
Das bedeutet, das die Wirtschaft und die Politik uns sehenden Auges in die Krise laufen lassen, weil sie zu dumm & zu geizig sind, irgendetwas zu verbessern.
Eines ist sicher: Die Arbeitslosen trifft da nicht die geringste Schuld. Wenn so viel Arbeitslose nicht zu gebrauchen sind, dann müssen die in eine auskömmliche Rente geschickt werden, statt in Harz4 - Almosen.

17. Februar 2020 um 11:37 von Klabautermann 08

"
...
Und wie fiel Schienenkilometer und Züge hat die Bahn die durch Sensoren und entsprechender Technik aufgerüstet werden müssen?
...
"
Darüber habe ich schon nachgedacht und das ist ein hoher Kostenfaktor. Die Züge müssen mit der Technik ausgerüstet werden, dann braucht man auf der Strecke nur minimalistische Anpassungen um die Sicherheit zu erhöhen, aber eigentlich kann man alles in der Lok verbauen was man benötigt (und etwas in den Waggons).

@fathaland slim - 11:58

"Das ist so gut wie unmöglich."
Eben, aber eben nur "so gut wie" unmöglich. Denn der am Handy daddelnde Fahrdienstleiter hat es trotz aller Sicherheitsschaltungen (die er, "einfach 'mal so", eigenständig außer Kraft setzten konnte) geschafft, dass sich zwei Züge auf einer eingleisigen Strecke entgegenkamen. #Bad Aibling

Integraler Taktfahrplan ITF

Von der Schweiz könnte man sich inpunkto Bahn so einiges abgucken, z.B. Zuverlässigkeit und gute Anschlüsse durch den Integralen Taktfahrplan ITF. Dieser wird mit S21 in Stuttgart nicht möglich sein.

Duch einen Ausbau des bestehenden Bahnhofs, der mit seinen 16 Gleisen genug Kapazität für einen ITF-Vollknoten aufgewiesen hätte, wäre ITF möglich. Stuttgart 21 wird als Durchgangsbahnhof jedoch nur 8 Gleise haben, weswegen nicht alle Züge gleichzeitig im Bahnhof halten können und im nicht erweiterbaren Durchgangsbahnhof nach einer vergleichsweise kurzen Stehzeit wieder ausfahren müssen.

Danke Bahn für besten Transport

Dieses Jahr bin ich bereits 2600km mit der Bahn gefahren. Es hat alles bestens geklappt, alle Verbindungen konnte ich erreichen. Dazu waren die Tickets sehr günstig, z.B. Landshut Hamburg für 112 Euro hin und zurück mit Gepäck. Der Service war perfekt. Ich musste mich nicht in einen engen Flugzeugsitz quetschen und nicht drängeln um mein Gepäck im Flugzeug noch unterzubringen. Es gab auch keinen Autostress und verletzt wurde ich nicht wie Zehntausende Autofahrer.

Wer die Bahn nicht schätzt muss meines Erachtens blind sein. Blind dafür was die anderen Verkehrdmittel soan Verspätungen, Gefahren, Kosten und Stress verursachen.

@sprutz - 11:58

"Oh dann hätten wir bei der Bahn auch eine Tempo 130 Diskussion der Umwelt zu liebe."
Tempo 130 der Umwelt zuliebe, ist ja auch Blödsinn. Tempo 130 soll der Verkehrssicherheit diesen. Wenn dies vernünftig kommuniziert werden würde, fände sich auch eine breite Zustimmung. Tempo-130-der-Umwelt-zuliebe-Apologeten tun ja, so, als würde jeder, der auf einer Autobahn ohne Tempolimit fährt, dies ausschließlich mit Vollgas tun. Fakt ist aber, dass das niemand tut. Wenn Vollgas, dann 'mal für kurze Zeit. Die meisten fahren ohnehin zwischen 90 und 140 km/h.
Die Durchschnittsgeschwindigkeit von Pkw auf deutschen Autobahnen liegt übrigens bei 117 km/h.

10:12 von Eres

Ihr Vergleich hinkt etwas. Die Fahrzeiten zum Flughafen und zurück dürfen Sie nicht unterschlagen, denn da kommen je nach Wohnort oder Ziel nochmal locker zwei bis drei Stunden dazu. Bahnhöfe liegen in der Regel mitten in der Stadt. Die Reisezeiten innerhalb Deutschlands sind für Bahn und Flugzeug nach meiner Erfahrung durchaus vergleichbar, wenn es einem nicht auf eine halbe Stunde ankommt. Das gilt allerdings nur für Direktverbindungen, bei Umsteigeverbindungen wird die Ankunft leicht zum Lotteriespiel.

@ dr.bashir

Sie haben schon recht, die Bahn ist theoretisch wesentlich einfacher vom Führerpersonal zu trennen. Nur fehlt dafür jegliche Infrastruktur komplett. Man hat 20 Jahre gebraucht, um Standards für ETCS europaweit zu entwickeln. Jetzt braucht es sicher weitere 20 Jahre, um die Sicherungstechnik für ETCS in allen Bereichen der Bahn (Stellwerke, Signalwesen, Fermeldewesen, Gleistechnik, Maschinenwirtschaft) zu modernisieren. Und wenn das mal funktionieren sollte ( ja G5 Masten fehlen ja auch noch alle km ) gibts es dann mal die Ausbaustufe 3. Bei dieser kommt einem schon der Gedanke, daß man damit liebäugelte, dann die ungeliebten Lokführer obsolet zu machen. Und sollte das wirklich passieren, bin ich vllt. schon tod und wünsche Ihnen viel Spaß mit ihrem autonomen Porsche in dieser Welt. Ich brauche dann weder die Bahn noch ein Fahrzeug von Europas größten ########################. Zensiert von mir.

@Ritchi, 09:12

„Bei den oftmals übervollen Zügen ist klar, dass für eine Verdopplung der Fahrgastzahlen auch die Zahl der Züge nahezu verdoppelt werden muss. Aber wo fahren dann diese Züge?“

Da, wo jetzt Autos und LKW fahren? Naja, war nur mal so eine spontane Idee.

Vorübergehende Schließung

Liebe User,

wegen der hohen Anzahl der Kommentare auf meta.tagesschau.de kann diese Meldung im Moment nicht kommentiert werden.
Wir bitten um Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen
Die Moderation

12:21, Totengräber

>>@fathaland slim - 11:58
"Das ist so gut wie unmöglich."
Eben, aber eben nur "so gut wie" unmöglich. Denn der am Handy daddelnde Fahrdienstleiter hat es trotz aller Sicherheitsschaltungen (die er, "einfach 'mal so", eigenständig außer Kraft setzten konnte) geschafft, dass sich zwei Züge auf einer eingleisigen Strecke entgegenkamen. #Bad Aibling<<

Das war ein Weckruf für die Bahn, endlich auch auf solchen Strecken Signaltechnik einzubauen, die dem Stand der Technik entspricht.

Die Strecke in Bad Aibling war zwar mit Indusi, also der induktiven Zugsicherung, einem System, das es seit 1934 gibt, ausgestattet. Die war aber von Hand ausgeschaltet worden, um noch einen Triebwagen "schnell durchzuwinken".

Mittlerweile ist die Zugsicherungstechnik entschieden weiter. Mit einem modernen System hätte der Unfall nicht passieren können.

@12:01 von fathaland slim

>>Ein Normaltarifflug bei der Lufthansa kostet wesentlich mehr und ein Sparpreisangebot bei der Bahn wesentlich weniger.<<

Die Grundaussage bleibt aber richtig.
Flüge sind regelmäßig bedeutend günstiger als die Alternative mit der Bahn. Häufig kostet die Reise mit dem Flugzeug fast die Hälfte.

Günstiger unterwegs ist man mit dem Fernbus.

@11:57 von dr.bashir

>>Und trotz alledem glaube ich weiterhin, dass Weichen und Schafe weniger komplexe Probleme sind, als das, was auf unseren Straßen los ist.<<

Das stimmt zwar erstmal, die Probleme sind aber einfach anders gelagert. Züge fahren auch durch die Pampa - wenn Sie für die KI-Lösung eine Internetverbindung benötigen können Sie das häufig vergessen. Das heißt Sie brauchen das ganze 'Hirn' im Zug.

Zudem bleibt die Frage wie Sie einen Zug im Notfall evakuieren - ganz ohne Personal wird das nicht laufen.

>>Natürlich müsste Strecken und Züge mit Sensoren, Steuerungstechnik usw. ausgerüstet werden.<<

UBahnen sind von der Dimension nicht mit der Bahn vergleichbar, zudem sind sie 'abgeschirmt'.
Sensortechnik im Zug bringt nicht viel, denn wenn die Sensoren es erfassen können kann der Zug schon nicht mehr rechtzeitig reagieren. Man müsste also die Strecken "pimpen" - das stell ich mir nicht so einfach vor.
Zudem wird das deutsche Zugnetz auch international genutzt - Standardisierung ist da schwer

Augenwischerei...

meines Wissens gilt die MWST Senkung nur für Fernreisen. Klar, da machen ein paar Euro nicht soviel aus. Die zahlt man locker mehr. Aber wie sieht es im Nahverkehr aus??? Stecken stillgelegt, am WE keine Verbindungen und zudem immer noch sehr teuer im Vergl. zum Auto. Hier macht man sich selber froh ohne das Problem zu lösen. Der Leser wird wieder hinter die Fichte geführt...

@11:58 von fathaland slim

>>Aber solange es noch Zugunglücke gibt, weil ein am Handy daddelnder Fahrdienstleiter die Weiche falsch stellt<<

Das ist so gut wie unmöglich. Eine falsch gestellte Weiche macht die Strecke signaltechnisch unbefahrbar.

Ersetzen Sie "Weiche" durch "Signal" und wir sind bei dem Unglück von 2017 in Bad Aibling. Der Fahrdienstleiter wurde zu Gefängnis verurteilt und es wäre technisch nicht schwierig, solche Fehler auszuschließen. Aber natürlich nicht bei Steuerungstechnik aus der Kaiserzeit.

Noch was...

Personalmangel, und dann die Fahrgastzahlen verdoppeln wollen. Ein Unding. Züge völlig überfüllt, keine Ansprechpartner, rowdyhaftes Benehmen der Fahrgäste, Gewalt gegen Sachen und Personen, total verdreckte Toiletten etc. Hier sollte die Bahn erst mal für Ordnung sorgen, dann klappt es vielleicht auch mal mit den Fahrgastzahlen!

13:48, WiPoEthik

>>@12:01 von fathaland slim
>>Ein Normaltarifflug bei der Lufthansa kostet wesentlich mehr und ein Sparpreisangebot bei der Bahn wesentlich weniger.<<

Die Grundaussage bleibt aber richtig.
Flüge sind regelmäßig bedeutend günstiger als die Alternative mit der Bahn. Häufig kostet die Reise mit dem Flugzeug fast die Hälfte.<<

Zu einer solchen Einschätzung kommt man nur, wenn man sich mit den Sparangeboten der Bahn nicht beschäftigt. Einfach mal eine Verbindunganfrage bei bahn.de stellen, mit ein paar Tagen Vorlauf. Sie werden überrascht sein, wie günstig Sie reisen können. Wenn Sie natürlich kurz entschlossen einsteigen wollen, dann zahlen Sie viel Geld. Aber das ist beim Flieger nicht anders.

>>Günstiger unterwegs ist man mit dem Fernbus.<<

Das stimmt.

@13:48 von WiPoEthik

Flüge sind regelmäßig bedeutend günstiger als die Alternative mit der Bahn. Häufig kostet die Reise mit dem Flugzeug fast die Hälfte.

Günstiger unterwegs ist man mit dem Fernbus.

Flugzeuge bekommen ihren Sprit steuerfrei, Flughäfen bekommen die Verluste, die sie machen (alle bis auf FRA und MUC) aus dem Steuersäckel ausgeglichen. Auf diese Art können Sie mit reduzierten Gebühren Airlines subventionieren. FRA und MUC subventionieren Airlines immerhin aus ihrem Gewinn.

Fernbusse bezahlen keine LKW-Maut.

Wenn man die Bahn von den Streckenkosten und dem Unterhalt der Bahnhöfe befreite, könnte sie auch andere Preise anbieten.

dr.bashir @ der Nonsens Züge mit Sensoren, Steuerungstechnik

Was glauben Sie was ein Zug macht, wenn eine Wild$au entlang der Hochgeschwindigkeitsstrecken ins Mikrofon grunzt ?

Hurra Vollbremsung,Verspätung, Zug steht,
bis einer die Strecke abgelaufen hat :-)
Vogel fliegt gegen Frontscheibe :-) etc....

Solches ist in einem U-Bahntunnel wohl nicht zu erwarten. Ohne Faktor Mensch welcher die Technik überwacht und wieder gemäß der Sicherheitsstandarts den Verkehr regelt,
wird es auch zukünftig nicht gehen.

Egal ob im Zug oder in den Stellwerken

13:59 von glogos

Zitat:"rowdyhaftes Benehmen der Fahrgäste, Gewalt gegen Sachen und Personen, total verdreckte Toiletten..."
Das können Sie aber der Bahn nur bedingt in die Schuhe schieben. Das liegt wohl eher an den Fahr"gästen", die sich nicht zu benehmen wissen.

@ Totengräber

Setzen, Falsch! Ein Fahrdienstleiter kann die PZB (Indusi) nicht ausschalten. Die Notbremswirkung der PZB kann nur der Lokführer auf der Lok unwirksam schalten. Das darf er aber nur dann machen, wenn er vom Fdl. einen Fahrauftrag erhalten hat (Ersatzsignal, Befehl, Linksfahrauftragssignal, mdl. bzw. fmdl). Diesen hat der Lokführer in Bad Aibling auch erhalten und ist daraufhin ohne Zwangsbremsung durch PZB am Halt zeigendem AusfSig. vorbeigefahren. Der Fdl. hat den Gegenzug fälschlicherweise für eine Blockstörung gehalten (was bei den uralten Gleiszählern wohl öfter vorkommt). Nur war diesmal eben nicht der Block durch fehlerhaftes Auslesen der Achsen gestört, sondern von einem Zug belegt, der mit dem aus Bad Aibling ausfahrenden Zug kollidierte. Merke: Wo ein Zug fährt, fährt kein Zweiter. Man bedient in Bad Aibling nicht nur einen Bahnhof, man hat auch garantiert jede Menge Störungen in der Leit- und Sicherungstechnik. Da wird es schnell komplex. Weil es ja trotzdem weiterrollen muß.

Billiger?

Berlin-BrandenburgTicket 10% teurer.

Und Preisreduktion ist nicht

Und Preisreduktion ist nicht das einzige. An diesem Wochenende auf der Fahrt von Berlin nach Stuttgart, wohlbemerkt in der ersten Klasse, erlebt: von drei Toiletten zwei kaputt, man frage nicht, wie dieeinzig funktionsfähige nach 600 km Fahrt aussah, keinerlei Service in der ersten Klasse, die Abteils waren schmutzig und haben gestunken usw. Und das alles für sage und schreibe 150€ Sonderpreis, einfache Fahrt, die im Gegensatz zu z.B. Frankreich hier immer noch fünf Stunden gedauert hat? Sorry gegen wen soll das konkurenzfähig sein? Da ist man doch hinterher froh, dass man für den Rückweg eine viel günstigere Flugpassage gefunden hat. Das nächste Mal nehme ich wieder den Dienstwagen!

Ein Nachwurf zu den fehlenden Lokführern

Ein Lokführer fällt nicht so von de Bäumersch. Zu DDR-Zeiten dauerte die Ausbildung zum Lokführer (Tfz.-Führer) 3 Jahre. Dann ging es auf die 106 zum Rangieren und Bewähren. Damals mußte ein Lokführer die ganze DV408 die DV301 sowie die technischen DVs aus dem FF kennen. Ich weiß nicht, wie die heutigen Schnellbesohlungen qualitativ sind. Aber wenn jemand aus einem anderen Gewerbe zur Bahn wechselt, um dann als Lokführer zu arbeiten, der hat sich was vorgenommen uff. Dazu kommt das Zigeunerleben auf der Bahn, die vergleichsweise schlechte Bezahlung und die hohen Mieten in Arbeitsplatznähe. Die bahneigenen Wohnungsbestände hat man ja von den Waisen der Ökonomie verhökern lassen.
Zitat:
„Kapitalismus ist "der erstaunliche Glaube, dass die gemeinsten Motive, der gemeinsten Menschen, auf irgendeine Art die besten Ergebnisse in der besten aller möglichen Welten bringen werden."“

Referenz: https://beruhmte-zitate.de/zitate/129050-john-maynard-keynes

@ 12:01 fathaland slim @ 10:12 Eres

Unser gemeinsames Haus Erde wird wahrscheinlich auch an dem unsäglichen unsinnigen Diktat schräger Preisvergleiche mit zugrunde gehen.

Doch ist es. Die Bahn bildet

Doch ist es. Die Bahn bildet nämlich zum "Industrieelektriker und Lokführer" drei Jahre lang aus, man lernt beides. Voraussetzung ist ein Schulabschluss, keine vorhandene Ausbildung. Dazu gibt es noch die Möglichkeit der Umschulung, elf Monate, wenn man eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf, z.B. im gewerblich-technischen Bereich (als Elektriker, Mechatroniker, Schlosser o.ä.).

14:48, andererseits

>>@ 12:01 fathaland slim @ 10:12 Eres
Unser gemeinsames Haus Erde wird wahrscheinlich auch an dem unsäglichen unsinnigen Diktat schräger Preisvergleiche mit zugrunde gehen.<<

Da könnte was dran sein.

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