Ihre Meinung zu: Historiker über Dresden: Die Frage der Verantwortung

13. Februar 2020 - 14:28 Uhr

Der britische Historiker McKay hat eine Studie über die Luftangriffe auf Dresden veröffentlicht - und sich dabei auch mit der Rolle des Bomberkommandeurs Harris beschäftigt. Von Jens-Peter Marquardt.

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Kommentare

Die Bombadierung Dresdens wird Hoch diskutiert.

Wie oft erwähnt Starben in Hamburg deutlich mehr Menschen als in Dresden und es wurden andere Städte viel umfassender zerstört.

Dresdens Zerstörung so schrecklich es war, wurde letztendlich von denen verursacht, als der Erben sich die sehen die es zu Propagandazwecken ausschalten wollen.
Den Nazis.

Die Frage die wir und aus geografischen Gründen vor allem die Sachen stellen müssen, ist folgende:
Wollen wir riskieren, dass so etwas noch einmal geschieht?
Da ist die geistig gesunde Antwort in jedem Fall nein!
Daraus resultiert aber gleich die nächste Frage:
Warum lasst gerade ihr zu, dass eine Partei immer mächtiger wird, die sich der gleichen Bauernfängerei und Hassparolen bedient wie die Nazis damals?

Es ist mir ein Rätsel...

Diese Rechnungen

25.000 hier, 35.000 dort, aber so oder so und in England und wer ist schuld usw.
kann man das nicht endlich lassen und nur der Opfer und Menschen Gedenken die dies durchmachen mussten.

Das Leid des Einzelnen sollte im Mittelpunkt stehen, denn der Einzelne hatte keine Chance sein Schicksal/Leid zu beeinflussen.

Sollten wir nicht daraus fuer die Neuzeit lernen. Tun wir das?

Dass unsere Rechtsextremen

sich bei der Frage nach den Opferzahlen lieber bei Goebbels als bei seriösen Historikern bedienen überrascht doch keinen.

Verantwortung und Notwendigkeit

Verantwortlich kann doch wohl nur immer der sein, der die Bombe schmeisst! Die Frage ist doch viel mehr, ob dieser Angriff in den letzten Wochen des Krieges in einem solchen Ausmass noch notwendig gewesen ist. Und wenn dieses einigermassen sicher beantwortet werden kann, dann darf man auch nach den Verantwortlichen fragen!

War es von der Wehrmachtsführung unbedingt notwendig, Truppen durch Dresden zu führen muss dann genauso hinterfragt werden wie die Frage, ob ein Bombenangriff die richtige Antwort darauf gewesen ist. Waren überhaupt militärische Ziele vorhanden? Hatte man auf deutscher Seite bedacht, was das für Dresden bedeuten könnte, angesichts der Vielzahl an Bombenangriffen? Hat man auf alliierter Seite bedacht, dass es vor allem eher die zivile Bevölkerung trifft? Und und und...die Suche nach der Verantwortung muss wo ganz anders beginnen!

nichts gelernt

aus der Verganganheit, denn gerade Dresden sollte sich erinnern.
Ja, es waren die Briten, die Elbflorenz in Schutt und Asche gelegt haben, aber das war die Folge des "Coventrierens" durch die deutsche Luftwaffe, deren verbrecherische Befehlshaber heute in den Augen der AFD nur ein "Fliegenschiss" in der deutschen Geschichte darstellen.
Auch an solche Ansagen sollten sich die Dresdner erinnern, wenn sie für die AFD und Pegida auf die Straße gehen.
...... alles nur ein Fliegenschiss

Bombardierung

Fakt ist und bleibt,das DE diesen Krieg begonnen hat-und nur DE!
DE hat auch als erstes andere Städte bombardiert.
Die Frage ist ob zu diesem Zeitpunkt dieser Angriff noch sein musste und das Truppen durch Dresden gen Osten verschoben wurden-eigentlich ging es zu diesem Zeitpunkt ja von Ost nach West.
Ich erachte den Angriff zur damligen Zeit als sinnlos

Man sollte......

der AfD und besonders Höcke & Co. das Thema Dresden nicht alleine überlassen, denn es dürfte klar sein, wofür es von Höcke & Co. mißbraucht wird! Man sollte es aber auch nicht britischen , national inspirierten Historikern überlassen! Man sollte unterscheiden zwischen militärischer und politischer Veranlassung! Jeder ernsthafte Militärhistoriker wird nicht bestreiten, daß Dresden und Angriffe auf andere kriegsunwichtige Städte militärisch sinnlos und nur politisch motiviert waren. Anders war die Situation beim Ruhrgebiet oder Hamburg usw. Es gibt Dokumente darüber, daß die Zielsetzung der Luftangriffe umstritten war. Ich verweise da u.a. auf das Buch "... mit Kurs auf Leuna"! Darin wird die Sinnlosigkeit der Flächenbombardements aufgezeigt und gleichzeitig die verpasste Chance mit der Ausschaltung der Raffinerien die Wehrmacht zur Bewegungslosigkeit zu verdammen und den Krieg um einige Monate früher zu beenden. Herrn Steinmeier würde ich mangels YadVashem von Aktionen dringend abraten

Bomben auf die Zivilbevölkerung sind ein Problem

Doch mussten sich die Alliierten gegen einen furchtbaren Angreifer erwehren. Dennoch müssen sich die Alliierten die Frage stellen, ob man nicht unnötige, also nicht wirklich (mehr) dem Ziel dienende Gewalt angewandt hat. Einfach weil man die Gewalten, die man entfesselt hatte, nicht wieder bändigen konnte. Die Verluste an Menschen standen leider auch nicht im Vordergrund: Die Zerstörung der Kunstschätze scheinen oft mehr Empörung hervorgerufen zu haben. Die Frauenkirche konnte man wieder aufbauen, aber keinen Menschen mehr zum Leben erwecken. Bei den westlichen Alliierten war sonst durchaus ein gewisser Hang feststellbar, Zivilpersonen nicht unnötig leiden zu lassen, allerdings nur, soweit dies nicht mit dem Leben der eigenen Leute erkauft wurde - dies war der Grund für die Atombomben. Rücksichtslose Regime, für die Krieg ein legitimes Mittel zur Machterweiterung ist, wird man immer irgendwie stoppen müssen, auch wenn sich sie sich hinter Zivilisten verstecken.

Gedenken

Wir sollten uns doch hier so langsam davon trennen; wer, wie, was.
Wichtig ist doch das nie vergessen wird was hier den Menschen angetan worden ist, und
das wir alle demokratischen Mittel und Hebel in Bewegung setzen das es sich nicht wiederholt.
Und gerade deshalb muss man sich fragen warum ist es möglich das Menschen die diese Vergangenheit verleugnen, als Fliegenschiss bezeichnen jetzt immer mehr
Anerkennung erfahren.
Haben wir nicht genug Leid verteilt und auch ertragen.
Soll sich solch ein Drama nicht wiederholen dann sollten wir auch entsprechend handeln.

@13:42 von Deeskalator

"Warum lasst gerade ihr zu, dass eine Partei immer mächtiger wird, die sich der gleichen Bauernfängerei und Hassparolen bedient wie die Nazis damals?"

Warum instrumentalisieren sie das Leid von Menschen um politische Gegner loszuwerden.

Nicht nur die, die Sie beschimpfen, ich denke Sie haben auch nicht viel gelernt.

Totaler Krieg

Dresden, Würzburg, Heilbronn, Pforzheim...einige der Städte, die noch kurz vor Kriegsende bombardiert und in Schutt und Asche gelegt wurden. Warschau, Rotterdam, Coventry...einige Städte, die zu Beginn des Krieges bombardiert und in Schutt und Asche gelegt wurden. Und warum? Weil ein größenwahnsinniger Führer und sein nationalistisch besoffenes Volk die Weltherrschaft wollten. Wie rief Goebbels 1943 im Sportpalast? "Wollt Ihr den totalen Krieg, wollt Ihr ihn noch totaler, als Ihr ihn Euch vorstellen könnt?" Und die Menge grölte "Sieg Heil". Das Ende ist bekannt!

re skydiver-sr

"Ich erachte den Angriff zur damligen Zeit als sinnlos"

Sinnlos war es in erster Linie von deutscher Seite, den Krieg weiterzuführen, als können-wir-nicht-gewinnen feststand.

Spätestens ab Stalingrad.

Hallo Faktencheck!

Wurden die Zahlen von John Overy mal verifiziert?

Das penetrante Schönschreiben der englischen Kriegsverbrechen nützt nur der AFD und NPD und nicht der Wahrheitsfindung.

Der Gipfel ist, das Massaker in DD auch noch Stalin in die Schuhe schieben zu wollen.

13:42 von Deeskalator

das liegt offenbar daran, daß die parteien niemandern mehr haben, der weiter als zur nächsten wahl denken kann, und auch zusammenhänge erkennen. früher gab es vordenker in der spd wie (name fehlt, kurzer name knorrig) oder struck und eppler. in der cdu den jungen geisler oder die fdp dame hamm-brücher. heute gibt es nur noch die kevins und amthors

...nicht vergessen, aber nichts gelernt

Ich stelle mir manchmal die Frage, ob wir mit all den Jahrestagen wirklich Mahnmale bauen oder "normale" deutsche Menschen, die meisten nach dem Krieg geboren, in die Arme derer treiben, die wir versuchen zu bekämpfen.
Ich bin 1961 geboren, habe eine Universität besucht und würde mich politisch eher links, als mittig rechts einordnen. Obwohl mir eigentliche diese Einteilung auch missfällt! Aber ich spüre innerlich, dass ich Ärger und Frustration spüre, immer und immer wieder ermahnt zu werden, nicht zu vergessen und ich innerlich eine Pose des Schuldigen einnehme, die eigentlich keinen Sinn macht. Ich kann diesen inneren Widerspruch verarbeiten, aber viele können es nicht und finden Erlösung bei denen, die die Verbrechen der Väter und Grossväter leugnen. Wenn ich dann das Gefühl bekomme,bzw. mir eingeredet wird, dass es grenzwertig ist die Politik Israels in den besetzten Gebieten zu kritisieren, da es als Antisemitismus ausgelegt werden könnte, falle ich fast in Ohnmacht, ... und Sie?

@13. Februar 2020 um 14:14 von seid bereit imm...

Da leben auch nicht so viele Neonazis!

Das Volk, das den "totalen Krieg " wollte, bekam damals die entsprechende Antwort. Kapiert haben es die Nazis erst als alles in Schutt und Asche lag.
Aber wer weiß, vielleicht kriegt das die afD noch einmal hin.

Ihren Einwand teile ich.

"Ich zögere, die Bezeichnung

"Ich zögere, die Bezeichnung Kriegsverbrechen zu benutzen"

Und das ist ein Fehler, genauso wie die Weigerung der Medien die US-Drohnenmorde konsequent als Kriegsverbrechen zu bezeichnen.
Eine solche Bezeichnung muss sachgerecht sein und darf nicht politisch motiviert sein.

McKay tut nichts anderes als Belege für die These zu liefern, dass Historiker zuweilen politische Motive für ihre Geschichtsschreibung haben.

Es war Rache

"McKay ist auch nicht der Meinung, dass man die Verantwortung für die Bombardierung Dresdens allein dem damaligen Kommandeur der britischen Bomberflotte Arthur Harris zuschieben könne."

Das hat auch noch nie einer behauptet, jeder der des Lesens mächtig ist, weiß, dass Churchill, Stalin etc. auf der Konferenz von Jalta die Bombardierung deutscher Städte beschlossen haben. Perfider weise gingen sie nach dem Kriterium vor, wo es am besten brennt, Primärziel war die Zivilbevölkerung!

Ich möchte nichts verharmlosen oder relativieren, jedoch kann ich die Analyse dieses engl. Historikers nicht nachvollziehen, wenn der meint, dies sei kein Kriegsverbrechen, aus meiner Sicht war es das.
Allein der Begriff des "moral bombings" der zu dieser Zeit da die Runde machte und das "Hamburgisieren Dresdens" zeigen welches geistes Kind die waren. Aus meiner Sicht war das verständlicher weise und man sollte es auch ganz einfach so benennen, RACHE, nix weiter.

@ 13:54 von heige1953

"...aber das war die Folge des "Coventrierens" durch die deutsche Luftwaffe, deren verbrecherische Befehlshaber heute in den Augen der AFD nur ein "Fliegenschiss" in der deutschen Geschichte darstellen."

Nicht nur das. Ein ziemlich hohes Mitglied in der AfD (der mit der Dackelkrawatte) und auch viele andere dieser Partei meinen, darauf - also auf die Leistungen der verbrech. und völkermordenden Wehrmacht - sollte man auch noch stolz sein.

Soviel dazu ...

Die ersten Bomben auf eine Stadt

trafen Wilhelmshafen oder Friedrichshafen. Danach erst wurde Coventry wegen der Rüstungsindustrie und London bombardiert. In Coventry wohnten die Arbeiter direkt neben den Fabriken.

Was ist wirklich wichtig

Es sind doch so viele Städte bombadiert worden. München, Hamburg, Dresden, Prag, Warschau, Danzig, Rom, Paris, London,
Stalingrad, Oslo, usw.
Was spielt das für eine Rolle.
Wichtig ist doch nur die Erkenntnis das hier die Menschheit ein wahnsinniges völlig überflüssiges Leid ertragen musste.
Und es ist auch egal ob Russe, Deutscher,Pole, Engländer, Belgier oder Holländer und auch egal ob Muslime, Christ, Jude, Katholik usw.
Nur eines ist wichtig, das wir als Mensch so etwas nie wieder zulassen.
Daher sollten wir ganz stark darauf achten das Menschen wie Höcke, Gauland nie die
Möglichkeit bekommen, das was wir in 70 Jahren aufgebaut haben, innerhalb von 5 Jahren wieder völlig zerstören.
Ich glaube nicht das wir noch mal die Chance bekommen werden uns der totalen Vernichtung entziehen zu können.

14:21, karwandler

>>re skydiver-sr
"Ich erachte den Angriff zur damligen Zeit als sinnlos"

Sinnlos war es in erster Linie von deutscher Seite, den Krieg weiterzuführen, als können-wir-nicht-gewinnen feststand.

Spätestens ab Stalingrad.<<

Ohne das Organisationstalent von Albert Speer, der es schaffte, Deutschland logistisch und wirtschaftlich über Wasser zu halten, wäre der Krieg mindestens ein Jahr früher zuende gewesen, und viele Millionen Tote hätte es nicht gegeben.

Das letzte Kriegsjahr war mörderischer als die ersten fünf zusammengerechnet.

Erinnerungen

Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich bei meinen Verwandtenbesuchen in Dresden immer von offizieller (also Propaganda-Seite) hören musste, Dresden sei " von Anglo-Amerikanischen Terrorbombern" völlig zerstört worden.
Im Übrigen gibt das Buch von Irving einen guten, faktischen und nicht- ideologischen Einblick in das Ereignis und seine Hintergründe.
PS: meine Mutter war mitten im Feuersturm!

Auch Hamburg

wurde 1943 in Schutt und Asche gelegt. Unser Nikolai Kirche ist als Mahnmal stehen geblieben und dient heute auch als Gedenkstätte.

IGITT

Die Diskussion im Forum ist, in Anbetracht der vielen Toten unabhängig wo, einfach erbärmlich und beschämend.
Aber ein Ausdruck unserer Zeit.

re underwatercam

"Wenn ich dann das Gefühl bekomme,bzw. mir eingeredet wird, dass es grenzwertig ist die Politik Israels in den besetzten Gebieten zu kritisieren, da es als Antisemitismus ausgelegt werden könnte, falle ich fast in Ohnmacht, ... und Sie?"

Das ist hier zwar off topic, aber wenn Sie schon fragen:

Nein, ich falle nicht in Ohnmacht. Ich registriere intellektuelle Armut bei denen, die sich mit dieser Auslegung behelfen müssen.

Das halte ich nicht für richtig.

Zitat: "Ich zögere, die Bezeichnung Kriegsverbrechen zu benutzen", sagt er. "Ich akzeptiere sie nicht, vor allem, weil rechtsextreme Kräfte in Dresden damit versuchen, das Nazi-Regime und die Alliierten moralisch auf eine Stufe zu stellen."

Das halte ich nicht für richtig.

Richtig ist es, denke ich, im Zusammenhang der Bombardierung Dresdens von einem Kriegsverbrechen zu sprechen. Meines Wissens war die Bombardierung Dresdens aus militärischer Sicht nicht mehr notwendig. Es ging wohl eher darum, Rache und Vergeltung dafür zu suchen, dass die Nazis fünf Jahr zuvor in Europa gewütet hatten, was aber nichts daran ändert, dass es sich um ein Kriegsverbrechen handelt.

Die Bombardierung Dresdens durch die Allierten mit den Verbrechen des Nazi-Regimes auf eine Stufe zu stellen, dazu gibt es weder die Magnitude noch der Grad der Abscheulichkeit der Nazi-Verbrechen betreffend keine nachvollziehbare Grundlage.

Das Gedanken an die Bombardierung Dresdens mahnt uns alle: nie wieder Krieg.

Der Krieg kehrte 1944 zurück...

...in das Land von dem er ausgegangen war. Was hatten die Deutschen denn für ihre hochmobile Menschenverachtung erwartet? Den "Endsieg"über den Rest der Welt? Weil wir so tolle Typen waren ?
Diesen machtgeilen Herrenmenschen-Kokolores hatten den Deutschen die gleichen Ohrenbläser eingegeben die sich heute wieder aufplustern und die Lehren der Geschichte negieren. Wieder ungestraft, weil die Politik pennt, wie damals schon, als die Lehren des ersten Weltkrieges negiert und in das Gegenteil verkehrt wurden, womit man dem zweiten Weltkrieg und dem Holocaust den Boden bereitete. Da Geschichte nirgendwo besonders gern oder gar gründlich bewältigt wird, fallen alle regelmäßig auf die egomanen Machtphrasen der Faschisten herein. "Schluss mit den alten Geschichten... man darf uns nicht an der Vergangenheit messen." heisst es. Doch, darf man, wenn wir gerade wieder dabei sind, von vorn anzufangen, Geschichte zu leugnen und braunen Auswurf in alle Welt zu husten. Aufpassen! Nicht schon wieder!

14:35, Felina2

>>Die ersten Bomben auf eine Stadt
trafen Wilhelmshafen oder Friedrichshafen. Danach erst wurde Coventry wegen der Rüstungsindustrie und London bombardiert. In Coventry wohnten die Arbeiter direkt neben den Fabriken.<<

Sie können es drehen und wenden wie Sie wollen, der Angriff auf Coventry war der erste, bei dem massiv zivile Ziele bombardiert wurden. Die britischen Angriffe auf Wilhelmshaven 1939 richteten nur geringe Schäden an, Tote gab es, wenn überhaupt, dann nur wenige.

Friedrichshafen wurde erst am 28.4.1944 bombardiert.

interssante fragen

meine mutter (1928-1972)und meine oma (1895-1986) haben dresden überlebt, ihr haus stand danach nicht mehr, meine oma träumte 40 jahre später immer noch von der bombardierung, die brüder meiner mutter starben im krieg, es sollte alles versucht werden, um kriege zu verhindern, bisher leider eine utopie,

stalin - gibt es dafür belege, daß er sich für diese bombardierung aussprach,
aber dennoch sollten die über 27 millionen sowjetischen toten nicht vergessen werden, wie auch alle anderen nicht,
aber auch nicht vergessen, wer am 01.09.39 den ersten schuß abgab,

14:35 von Felina2

Zitat:" In Coventry wohnten die Arbeiter direkt neben den Fabriken."
Das war im Ruhrgebiet nicht anders. Im Übrigen ist Ihre Reihenfolge unrichtig. Die ersten Bomben auf eine Stadt trafen Warschau und andere polnische Städte, da hat niemand in Deutschland die "armen Zivilisten" bedauert. Relativierungen sind zum Glück leicht zu erkennen. Und ja, für mich sind Flächenbombardierungen von bewohnten Gebieten, egal wo und egal von wem, Kriegsverbrechen. Aber man sollte Ursache und Folge nicht verwechseln (wollen).

Die Verantwortung trägt jeder, der Krieg nicht verhindert

Kriege sind immer ein Verbrechen. Die furchtbaren "Konsequenzen" und grausigen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die sie unweigerlich mit sich bringen, logischerweise auch.

@hellmutant

Natürlich wurden die Zahlen verifiziert (so gut das bei historischen Ereignissen eben möglich ist). Selbst interne Dokumente der Nationalsozialisten sprechen von ca. 25.000 Toten, Goebbels wusste sehr genau, dass er log, als er die Opferzahl kurzerhand verzehnfachte.

Was daran Schönfärberei sein soll, wenn man sich auf Zahlen beruft, die von BEIDEN Seiten behördentlich so geschätzt wurden, müssen sie erst einmal erklären.

Im Gegenteil nutzt es der AfD und der NPD nur, diese Zahlen immer wieder als "Schönfärberei" in Zweifel zu ziehen.

Abgesehen davon ist es auch historisch korrekt zu erwähnen, dass Stalin die Westalliierten durchaus um die Bombardierung Dresdens gebeten hat. Mit "in die Schuhe schieben" hat das nichts zu tun, es behauptet ja keiner, dass es deswegen Stalins (Allein-)Schuld gewesen wäre.

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