Ihre Meinung zu: Einigung der Bundesländer: Online-Glücksspiele künftig legal

22. Januar 2020 - 13:14 Uhr

Online pokern oder in virtuellen Casinos spielen - ab Mitte 2021 soll das erlaubt sein. Die Bundesländer einigten sich auf einen neuen Glücksspiel-Staatsvertrag. Doch grenzenlosem Zocken wollen sie einen Riegel vorschieben.

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Kommentare

Ist doch schon lange legal.

Ist doch schon lange legal. Zwar nicht Poker etc, aber zocken an Börsen mit Finanzprodukten ist doch letztlich das gleiche in grün.

Glückspiele machen süchtig...

dies ist allgemein bekannt. Das ist sogar dem Bundesgesundheitsministerium bekannt. Wie ist es möglich, dass die Politik, ausgerechnet zu dieser Droge alle Schleusen öffnet?

@Alexander K.

Glückspiele machen süchtig dies ist allgemein bekannt. Das ist sogar dem Bundesgesundheitsministerium bekannt. Wie ist es möglich, dass die Politik, ausgerechnet zu dieser Droge alle Schleusen öffnet?

Diese Frage ist sehr berechtigt und sollte vor den nächsten Wahlen auch den Politikern gestellt werden ...

@Landespolitiker

Für Glücksspiele im Internet darf künftig unter bestimmten Voraussetzungen auch Werbung gemacht werden.

Was für ein Anachronismus! Endlich, nach vielen Jahres vergeblichen Kampfes soll jetzt endlich die Werbung für Tabakprodukte verboten werden - und gleichzeitig soll die bisher verbotene Werbung für eine andere "Droge", ein anderes Suchtmittel legalisiert werden. Was soll der Mist?

12:30 von Alexander K.

>>>Glückspiele machen süchtig...
dies ist allgemein bekannt. Das ist sogar dem Bundesgesundheitsministerium bekannt. Wie ist es möglich, dass die Politik, ausgerechnet zu dieser Droge alle Schleusen öffnet?<<<

Kann man so sehen. Aber es ist nicht einzusehen warum der Staat die scheußlichste Form nämlich Spielautomaten erlaubt, darüber hinaus Casinos erlaubt, Online-Skat erlaubt, Sportwetten erlaubt aber an anderer Stelle dann wieder komplett restriktiv auftritt. Wenn man etwas tut dann bitte grundsätzlich und gleich.

Sie werden die Leute nicht von solchen Angeboten fernhalten mit einem Verbot. Sie liefern diese Leute mit einem Verbot aber haufenweisen unseriösen Anbietern und Betrügern aus. Die Legalisierung, ist tatsächlich der beste Weg Leute zu schützen, da man so überhaupt erst Zugriffs- und Regelungsmöglichkeiten schafft.

Das darf nicht kommen!

Zufällig habe ich Kenntnisse in dieser Branche. Danach steht für mich fest, dass das Online-Spiel keinesfalls legalisiert werden darf. Hier locken anscheinend Steuereinnahmen in beträchtlicher Höhe. Doch von denen sollten sich Bund und Länder keinesfalls verführen lassen. Das ist nach meiner festen Überzeugung nicht zu verantworten!

Glücksspiele sind

Glücksspiele sind Unglücksspiele, sonst würden sie nicht angeboten werden. Der Verdienst geht an die glücklichen und reichen Unternehmer und über die Steuern (nicht zuletzt, auch weil Arbeitsplätze geschaffen werden) in die Staatskassen. Das Geld will sich bewegen, seine Umschlagshäufigkeit erhöhen, raus aus den Null-Zins-Sparkonten. Die mit ihrem Geld nichts anzufangen wissen, sollen ruhig spielen. Sie verlieren es (so ist das G-Spiel angelegt), es wird unter den schlaueren Investoren verteilt, von diesen gerne aufgesogen. Und mit einer höheren Rendite erneut angelegt und investiert. Glücksspiel ist so gesehen okay. Eine Vermögensumverteilung, die nicht nur von unten nach oben geht, erst einmal, am Schluss aber doch. Das Glück ist nicht gerecht, aber das Leben auch njet.

Glücksspiel macht nicht glücklich

Glücksspiel verdient den Namen nicht, da es die Meisten unglücklich macht, sprich die Meisten immer verlieren, ebenso wie bei Lotto, Totto usw.
Aber es passt halt in unser kapitalistische System, und wenn dann noch Werbung erlaubt ist, dann erst recht. Das bringt Umsätze, Wachstum und Gewinne, zumindest für Wenige. Den Allermeisten bringt es nur Unglück, aber wen interessiert das schon. Es geht uns ums Bruttosozialprodukt und nicht ums Bruttosozialglück.

„Diese [Neuregelung] ist notwendig, weil es in den vergangenen Jahren massive Veränderungen gegeben hat mit einem Boom von bisher nicht regulierten Glücksspielen im Internet“

Dieser „Boom“ ist aber nicht die Ursache, sondern nur Folge des eigentlichen Problems: Das ganze Leben wird von immer mehr Menschen als eine Art virtuelles „Spiel“ wahrgenommen, derweil der Bezug zur Realität immer mehr verloren geht.

Mit lebensbedrohlichen Konsequenzen; siehe die Meldung "Warnung vor "Globaler Gesundheitskrise“: „Für die Entwicklung neuer Antibiotika wird zu wenig unternommen (...) Dabei wären solche Mittel dringend nötig“

Warum wird dafür zu wenig unternommen? Weil sich der „Einsatz“ (die Investitionen) in einer durch und durch von "Gewinn"-Streben gesteuerten Wirtschaft für die Pharmabranche schlicht nicht „auszahlt“.
"Fazit: Rückläufige (...) Investitionen und mangelnde Innovationen bei der Entwicklung neuer Antibiotika würden die Bemühungen zur Bekämpfung der Resistenzen untergraben (...)"

@Glücksspiele sind Unglücksspiele 14:57 von Ist Wahr

Für die meisten, ja.
Besonders für die, die sich nicht wehren können.
Das sind Kinder und Jugendliche.

Während man im 'staatlich konzessionierten' Casino, Jugendliche fernhalten kann,
geht das Online nicht.
Mal ganz abgesehn von der mangelnden Kontrolle des Spielablaufs selbst.

Ich habe selbst als Student einen Croupier-Kurs in der Spielbank BadHomburg
absolviert, und weiss was abläuft.

Aber was will man vom Staat erwarten, wenn selbst seine Lotto-Gesellschaften
online die Leute mit Werbung zumüllen.

Non olet ist das Credo der Endzeit.

Entsetzlich..

Glücksspiele machen süchtig.
Da hilft auch kein Limit. Ein verlogenes Geschäft, auf Kosten schwacher Menschen, denen sowieso schon Langeweile oder ein schwaches soziales Umfeld plagen.

@um 12:30 von Alexander K

"ausgerechnet zu dieser Droge alle Schleusen öffnet"
Alkohol macht süchtig!
Nikotin macht "süchtig"!
Zucker macht süchtig!
Gewaltspiele machen süchtig!
Pornos machen süchtig!
...
Wollen sie alles was süchtig macht wirklich verbieten?
Schon Paracellsus sagte das es immer auf die Menge ankommt.

Was sollen sie auch machen?

Wir haben einen Steuerüberschuss. Und wie immer bei Überschüssen, so stehen dräuende Gewitterwolken eines Abschwungs am Himmel. Und angesichts dieser drohenden Gefahr muss so ein Politiker doch nach Einnahmequellen suchen. Und wenn man Glücksspiel ausweitet, dann natürlich um der Spielsucht einen Riegel vorzuschieben. Soweit doch alles voll logisch!

...Bundesländer: Online-Glücksspiele ...

Allein der Traum, die simple Vorstellung vom Glück schafft Umsatz - nicht der Hoffnung, eher der Langeweile halber, die uns eisern im Griff hält.

Glücksspiele künftig legal ?

Also nooch ein "Droge" für jugendliche und Kinder mehr die nicht wirklich kontrolliert werden kann.

Oder intressiert sich nur der Finazminister für mehr einnahmen?

wie Spanien?

Die neue Regierung in Spanien will energisch gegen Glücksspiel vorgehen: hier haben sich seit der Krise 2007 viele Leute in den Ruin gespielt. Schüler spielen in der Pause, da die Lokale um die Ecke sind und ganztags geöffnet. Im Fernsehn wird sehr viel geworben, v.a. mit sehr bekannten Gesichtern.

Vielleicht sollten die Länder der EU mal um sich sehen und aus den Erfahrungen anderer Länder lernen. Online ist es sehr schwierig zu regulieren.

Die meisten Leute spielen wohl nicht, wenn sie Arbeit haben und ein vernünftiges Einkommen. Da sollte der Staat mal an einem anderen Punkt anfangen!

Ah. Der Staat braucht mal

Ah. Der Staat braucht mal wieder eine Geldquelle. Bei derartigem Zocken fällt selbstverständlich jede Menge Umsatz und Vergnügngssteuer an.
Komisch, das diese sucht, wie Alkohol auch, legalisiert werden soll. Bei allen anderen Drogen ziert man sich aber. Inkonsequent und deshalb nicht zu verstehen.

Lässt sich schon abschätzen,

wie hoch die Steuereinnahmen davon sind? Das würde diese “Einigung“ erklärbar machen.
Zu allen legalen Suchtmöglichkeiten (Alkohol, Zigaretten, Medikamente) kommt nun auch noch das. Bei der Legalisierung von Cannabis tun sich Politiker und ein großer Teil der Bevölkerung furchtbar schwer. Selbst Kranke haben enorme Probleme an ein Rezept zu kommen.
Ich verstehe es nicht wirklich.

Glücksspiele können süchtig machen

- aber spülen Steuergelder in die Kassen

- die Suchtheilung wird dann von dem Krankenkassen bezahlt - warum nicht von den Spieleanbietern?

@dermulla am 22. Januar, 12:21

Solche Kommentare sind es, die von grossem Unverständnis und Ignoranz zeugen. Bitte machen Sie sich erst schlau und schreiben dann. Danke.

@ artist22 (15:20) Re

"Aber was will man vom Staat erwarten, wenn selbst seine Lotto-Gesellschaften
online die Leute mit Werbung zumüllen.

Non olet ist das Credo der Endzeit."
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finis terre, fin del mundo? No creo! In Bad Homburg ist die Luft zu gut. Da rollt der Rubel, ich weiß. An der Spielbank lief ich immer vorbei, draußen im Kurpark: besondere Champagnerluft, sehr bekömmlich. Wo einst Kaiser mit seinen Fürsten herum lief. Nicht zu vergleichen mit der stickigen Luft in Spielhöllen oder zuhause, wenn man unentwegt, bei geschlossenen Fenstern zockt und am Schluss nur verliert. So lassen sich in in Bad Homburg eher die erwähnten, glücklichen Gewinner nieder. Ihre Kinder lassen sie viel lieber mit teuren Pferden reiten, Tennis oder Golf spielen oder mit hohen Beteiligungen auch mit Aktien. Weltliteratur entstand wegen des Kasinos; Dostojewski hätte wegen Lotto nicht geschrieben: "Wen ich vernünftig und kalt wie eine Marmorplatte bleibe, unmenschlich vorsichtig ... werde ich zweifellos gewinnen."

Süchte schaffen

Je mehr der Staat Probleme mit seinen Staatsbürgern befürchtet,
desto mehr muß er ihnen Vergnügen bieten.
Brot und Spiele.
Online-Spiele,
Sportwetten,
Lotto-Toto,
Rauschgift Freigabe und anderes.
Das lenkt ab und niemand geht mehr auf die Straße.

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