Ihre Meinung zu: Vor Abstimmung im Unterhaus: Johnson will den Brexit liefern

20. Dezember 2019 - 15:09 Uhr

Das britische Unterhaus stimmt in zweiter Lesung über den Brexit-Vertrag mit der EU ab. Für Johnson ist es das Einlösen seines größten Wahlkampfversprechens - mit breiter Mehrheit im Rücken. Von Thomas Spickhofen.

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Kommentare

Johnson will den Brexit liefern...

Im Januar könnte alles erledigt sein...
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Das wird nun auch endlich Zeit damit das Drama endlich ein Ende findet...

Freihandelsabkommen bis Ende 2020

Ich habe die Debatte verfolgt. Die Tories glauben, sie könnten ihre Ziele bei den kommenden Verhandlungen erreichen, wenn man der EU die Pistole auf die Brust setzt. Also Strategie nach Trumps Art... Ich hoffe, die EU macht bald und sehr deutlich klar, dass das mit uns - den Unions-Europäern, nicht zu machen ist. Letztlich, so glaube ich, braucht die Insel den Austausch mit der EU mehr, als umgekehrt. Deshalb, liebe Frau Kommissionspräsidentin, lieber Herr Barnier, zeigt dem Boris wo der Hammer hängt!

Johnson will den Brexit liefern

Gut so.

Er wird ander Nationen helfen gut und ohne EU bevormundung freie entscheidungen zu treffen.

Hoffentlich wird es bald auch bei uns eine solche Abstimmung geben.

15:37 von werner1955

dann wird man auch hierzulande in ein paar jahren wissen, ob es nicht besser gewesen wäre, den briten zu folgen

...den Brexit “liefern“...

Was für eine schreckliche Formulierung für einen nicht minder schrecklichen Vorgang.
Amazon, Ebay oder andere Versandhändler“liefern“, eine Spedition macht das, auch ein Geldtransporter.
Aber den Brexit “liefern“, es klingt wie GB ausliefern oder “ans Messer liefern“...

Nach wie vor wird Mr. Johnson aus meiner unmaßgeblichen Sicht nicht als großartiger “Brexitlieferer“ in die Annalen eingehen - ich finde es nur schlimm.

Das britische Volk hat gesprochen

... und danach kam Schweigen. Es steht zu erwarten, dass ein kleiner, aber gemeiner Konkurrent des europäischen Marktplatzes auf den Plan tritt. Der Masterplan steht seit drei Jahren auf der Agenda der Betreiber des Brexit:

1. Freihandel zwischen UK und Amerika.
2. UK lockt amerikanische Investoren und Unternehmen mit Niedrigsteuerpolitik und Subventionen.
3. Irland verliert als europäischer Warenumschlagplatz an Bedeutung....
4. .... wechselt u.U. die Seiten
5. Den Rest regelt der "freie Wettbewerb"

Würde sagen, Europa hatte bisher keine guten Karten bei dem bösen Spiel. Nur ein hemdsärmelig ausgefochtener Handelskrieg kann dieses Szenario noch abwenden.
Ich wünsche den Europäern clevere Strategen und jede Menge Kampfgeist

werner1955

>>Johnson will den Brexit liefern. Gut so. Er wird ander Nationen helfen gut und ohne EU bevormundung freie entscheidungen zu treffen.
Hoffentlich wird es bald auch bei uns eine solche Abstimmung geben.<<

Warum wollen Sie Deutschland schaden?

We'll find out soon

Nun, in wenigen Monaten wissen wir mehr.

Wer nicht mehr an Märchen glaubt (""Jetzt ist der Moment, in dem wir wieder zusammenkommen und ein neues, aufregendes Kapitel unserer Geschichte schreiben werden und der Heilungsprozess in unserer Nation beginnt, nach dem sich das ganze Land sehnt", sagte [Johnson]"), sollte sich allerdings besser auf eine Menge Stress gefasst machen.

Der schwierige Teil kommt noch...

Mit einer satten 80-Stimmen-Mehrheit im Rücken kann der Tory-Chef den Brexit nun endlich "durchziehen"...
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Und mit den Brexit steht auch die Frage über die künftige Beziehung zur EU. Hier kommen auf Johnson sicherlich noch viele Verhandlungen mit Brüssel auf ihn zu. Es würde mich nicht wundern wenn er wieder und erneut Zugeständnisse von der EU fordert. Denn noch immer ist einen harter Brexit durchaus möglich, mit Grentzkontrollen und hohen Zöllen für britische Waren. Ganz zu schweigen von den Innenpolitischen Problemen wie ein neues Unabhängigkeitsreferendum in Schottlands...

@ werner1955, um 15:37

“Hoffentlich wird es bald auch bei uns eine solche Abstimmung geben.“

Zwei Fragen:
1. Was sind Ihre Gründe dafür, dass Deutschland aus der EU austreten sollte - neben den ausgeleierten Gründen “Gängelung und Gurkenradius“...?
Sind Sie persönlich beeinträchtigt?
2. Warum warten Sie mit der Äußerung dieses Wunsches nicht wenigstens so lange ab, bis man sieht, welche Erfolge GB mit dem Brexit eingefahren hat?

15:17 von Der freundliche...

«Johnson will den Brexit liefern...»

Ja - will er den Brexit liefern. Aber die EU ist nicht verpflichtet, alle Päckchen ungeöffnet-ungeprüft anzunehmen, die wer an der Haustür abgeben will –

«Im Januar könnte alles erledigt sein...
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Das wird nun auch endlich Zeit damit das Drama endlich ein Ende findet...»

Ab Januar 2020 wird erst einmal verhandelt werden, wie die Handels- und andere Beziehungen zur EU nach Ende der Übergangsfrist Ende 2020 weiter gehen sollen.

"Ende des Dramas" erst einmal nicht in Sicht.
Auch nicht mit einem Fernglas mit hohem Vergrößerungsfaktor …

No Deal

Warum setzt Johnson jetzt nicht den harten Brexit durch? Jetzt kann er doch eigentlich machen, was er will.

Der erste Schritt

auf dem Weg zum Brexit ist gegangen.Nun werden die weiteren nötigen Massnahmen auch kein Problem mehr werden.Johnson hat es geschafft was May nicht hinbekommen hat.

Brexit...

Am 20. Dezember 2019 um 15:37 von werner1955...
Hoffentlich wird es bald auch bei uns eine solche Abstimmung geben.
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Da muß ich Ihnen leider diese Hoffnung nehmen. In Deutschland sind solche (Volks) Abstimmungen bei Fragen der Politik laut Grundgesetz gar nicht möglich. Hierfür ist das Parlament zuständig.
Warum sollte Deutschland auch aus der EU Austreten ? Brüssel würde doch den größten Netto Zahler verlieren...

@15:48 von r0lt0


1. Freihandel zwischen UK und Amerika.
2. UK lockt amerikanische Investoren und Unternehmen mit Niedrigsteuerpolitik und Subventionen.
3. Irland verliert als europäischer Warenumschlagplatz an Bedeutung....
4. .... wechselt u.U. die Seiten

Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass Irland "die Seiten wechselt". Die Iren waren jahrhundertelang im UK zwangsvereinigt und haben sich ihre Unabhängigkeit teuer erkämpft. Das steckt tief im kollektiven Bewusstsein.

Und den Status als Warenumschlagplatz hat Irland nur deswegen, weil es in der EU ist.

Umgekehrt ist eine stärkere Bindung Englands an die USA möglich, sogar sehr wahrscheinlich. Aber was hilft es? Der Zugang zum Binnenmarkt ist futsch. Großbritannien kann sich höchstens als Offshoreplattform für US-Unternehmen anbieten und langfristig da fakto eine amerikanische Kolonie werden. Geht natürlich alles, aber ob das so gewollt ist?

15:37 von werner1955

«Hoffentlich wird es bald auch bei uns eine solche Abstimmung geben.»

Wozu …? Um Unfrieden zu stiften …?

Und als 83 Mio. Bevölkerungs-Land im Alleingang gegen 330 Mio. USA
und 1,4 Mrd. CHN "an zu stänkern" …? Das wird nicht nur Un-Spaß, sondern auch Misserfolg …

re werner1955

"Johnson will den Brexit liefern

Gut so.

Er wird ander Nationen helfen gut und ohne EU bevormundung freie entscheidungen zu treffen.

Hoffentlich wird es bald auch bei uns eine solche Abstimmung geben."

Erstens wird es nicht geben, und zweitens *würde* die klar pro EU ausgehen.

re kowalski

"No Deal

Warum setzt Johnson jetzt nicht den harten Brexit durch? Jetzt kann er doch eigentlich machen, was er will."

Dann bleiben aber die negativen Folgen an ihm hängen.

Wenn der harte Brexit am 1.1.2021 kommt, kann er es auf die EU schieben ... seit Jahrzehnten bewährte Ausrede britischer Politiker.

re schiebaer45

"Der erste Schritt

auf dem Weg zum Brexit ist gegangen.Nun werden die weiteren nötigen Massnahmen auch kein Problem mehr werden."

Kennen Sie ein großes Handelsabkommen, das in 11 Monaten ausgehandelt, beschlossen und ratifiziert wurde?

Schön das nach

3 Jahren es endlich mal einen Schritt voran geht, das Drama hat ja lange genug gedauert.
Wie es dann wirklich ausgeht, werden wir 1 Jahr später dann sehen, bei den ganzen Vorhaben welche die EU so hat, werden wir erleben wer besser kommt.
Artikel was die EU will, gibt es ja reichlich, auch kritische, Ideen und deren Auswirkungen lassen sich nicht immer abschätzen.

16:45 von karwandler

re schiebaer45

"Der erste Schritt

auf dem Weg zum Brexit ist gegangen.Nun werden die weiteren nötigen Massnahmen auch kein Problem mehr werden."

Kennen Sie ein großes Handelsabkommen, das in 11 Monaten ausgehandelt, beschlossen und ratifiziert wurde?
////
*
*
Kanzlerin Merkel:
*
Schon zum Jahresende 2020 müssten sie fertig sein, falls nicht im Sommer eine Verlängerung der Übergangsphase vereinbart werde. "Es wird vor allem darauf ankommen, dass wir sehr schnell und präzise arbeiten."
*
Quelle:
https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-12/eu-gipfel-brexit-grossbritan...
*
Schnell und präzise, das schaffen die doch immer?

re von Kowalski 16:15

Keine Sorge,nur Geduld.Er kommt(Ende 2020) und mit ihm lange Gesichter in Ber.....

Wenn ich könnte

würde ich auch aus der EU austreten! Dieses Fantasiegebilde kostet nur Geld und entmündigt seine einzelnen Staaten. Der Geist einer ehemaligen EWG ist längst dahin.

Es werden einige Briten

noch hart auf dem Boden der Realität aufschlagen.

Wenn mal mal bei youtube reinhört, was da unter der Überschrift "They need us more than we need them" für ein chauvinistischer Blödsinn verzapft wird, kann man als Europäer nur noch mit den Augen rollen.

@ Kowalski, um 16:15

“Warum setzt Johnson jetzt nicht den harten Brexit durch? Jetzt kann er doch eigentlich machen, was er will.“

Vielleicht ist Johnson ja doch nicht so blauäugig wie mancher Kommentator?

@ Bote, um 17:08

Sie können aus der EU austreten.
Wenn Ihnen das ernst ist, easy:

Ab 01.02.20 nach England übersiedeln.
Da wird Sie aber vielleicht ein ganz anderer Geist einkriegen :-).

re bernd kevesligeti

"re von Kowalski 16:15

Keine Sorge,nur Geduld.Er kommt(Ende 2020) und mit ihm lange Gesichter in Ber....."

Ich dachte, Sie setzen auf eine windelweiche EU, die vor allen Forderungen Johnsons einknickt?

Hat sich bisher immer so angehört.

15:37 von Muad Er ...in der Tat geht es..

in der Politik (in wirklicher Politik) eben nicht um Erpressung oder Abwatschen, sondern um Kooperation, um Gewinne, um ein friedliches Miteinander. Wenn ein Handelsabkommen hilfreich ist, wird man eines machen - es ist doch klar, dass die Einleitung des Brexit unter der Vorstellung eines kommenden TTIP geschah und das Trump da einigen einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Wenn nun London seine wilde Hoffnung, neben einem "Bankenzentrum" auch noch eines der internationalen "Schiedsgerichtsbarkeit" sein zu können zu erfüllen sucht, wer will ihnen das verdenken.

Irland - Warenumschlagplatz @Wielstadt

Zitat: "Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, dass Irland "die Seiten wechselt". Die Iren waren jahrhundertelang im UK zwangsvereinigt und haben sich ihre Unabhängigkeit teuer erkämpft. Das steckt tief im kollektiven Bewusstsein.
Und den Status als Warenumschlagplatz hat Irland nur deswegen, weil es in der EU ist." Zitat Ende

Ich teile ihre Hoffnung, aber die Fakten liegen leider anders. Der Standort Irland bleibt unter der Prämisse einer "Freihandelszone Amerika-UK" nur Drehkreuz, wenn es sich "dreht". Warenströme von Amerika nach Eu, die die Insel passieren, werden künftig kontrolliert. Die Briten haben dann alle Chancen die Waren des Konkurrenten zu blockieren, mittels Maut zu verteuern oder zu verzögern.
Waren von Amerika nach EU gehen also zukünftig über deutsche und französische Häfen. Und die Iren verlieren nach Inkrafttreten der Amerikanisch-Britischen Handelsallianz unwiederbringlich ihre Bedeutung als europäische Handelsbrücke.

16:24 von schabernack

aber wir würden es uns ersparen, über 150 mio mitzufinanzieren und zu beköstigen

re von karwandler 17:25

Wieso "windelweiche" EU ? Darum geht es nicht.
Und die Regelungen,die für die Übergangszeit bis Ende 2020 gelten,die sind doch eher im Interesse der EU(weiter einzahlen,Zollunion).

r0lt0

"Waren von Amerika nach EU gehen also zukünftig über deutsche und französische Häfen. Und die Iren verlieren nach Inkrafttreten der Amerikanisch-Britischen Handelsallianz unwiederbringlich ihre Bedeutung als europäische Handelsbrücke."

Sehr phantasievoll.

Warum sollten amerikanische Einfuhren in die EU erst in Irland ausgepackt, umgeladen und dann weiter in den Binnenmarkt transportiert werden?

Das passiert bisher nicht und wird folglich künftig erst recht keine Rolle spielen.

re bernd kevesligeti

"Und die Regelungen,die für die Übergangszeit bis Ende 2020 gelten,die sind doch eher im Interesse der EU(weiter einzahlen,Zollunion)."

Das mal was im Interesse beider Seiten liegt kommt in Ihrer Denke einfach nicht vor ...

Nationale Freiheit statt Solidarität

@ werner1955:
Er wird ander Nationen helfen gut und ohne EU bevormundung freie entscheidungen zu treffen.

Und wenn es nur die Freiheit ist, gegen die anderen Länder die Ellbogen einzusetzen und sich mit Sozialdumping wirtschaftlich nach obern zu wurschteln.
Ohne die EU wird GB an Bedeutung und an Unterstützung verlieren.

16:24 von schabernack

ja der berühmte Vergleich
Pest oder Cholera

eine etwas reformierte EU
die auch kulturelle Eigenheiten und Werte akzeptiert
wäre doch auch ne Option
statt den Eintopf von Sizilien bis fast ans Nordkap
aber das soll jeder für sich entscheiden
was ihm so vorschwebt

man fährt doch auch nicht nach Indien wenn es dort aussieht wie im bayrischen Wald
und die Menschen genauso rumlaufen und denken wie in Castro Brauxel

@ Bernd Kevesligeti

Und die Regelungen,die für die Übergangszeit bis Ende 2020 gelten,die sind doch eher im Interesse der EU(weiter einzahlen,Zollunion).

Der EU kann es egal sein. Die EU wird in Ruhe verhandeln. Wenn GB am Ende mit dem harten Schnitt raus geht, wird es für GB um ein Vielfaches schmerzhafter als für die EU. Der Rechtspopulist Johnson überschätzt sich maßlos. Auf Arbeitnehmerinteressen achtet niemand mehr, die hat Labour durch eine altbacken linke Taktik verspielt.

@karwander

Zitat: "Warum sollten amerikanische Einfuhren in die EU erst in Irland ausgepackt, umgeladen und dann weiter in den Binnenmarkt transportiert werden?" Zitat Ende

Einfach mal auf die Rechnung ihres im Apple Store gekauften Iphone schauen. Das Gerät kommt .... ups .... aus Irland. Natürlich wurde es dort nicht "ausgepackt", keine Sorge. Aber Apple haben in Irland ihre "Europaniederlassung". Naja aus steuerlichen Gründen, ist doch klar.
Aber trösten sie sich. Keiner hier versteht, wie die EU funktioniert. Wäre echt hilfreich, das Thema in den Schulunterricht zu integrieren.

17:49 von karwandler

re bernd kevesligeti

"Und die Regelungen,die für die Übergangszeit bis Ende 2020 gelten,die sind doch eher im Interesse der EU(weiter einzahlen,Zollunion)."

Das mal was im Interesse beider Seiten liegt kommt in Ihrer Denke einfach nicht vor
...
//
*
*
Also weiter zahlen, dann bleibt alles beim Alten?
*
Was für eine Denke, nach der heutigen Abstimmung.

@ r0lt0

Und die Iren verlieren nach Inkrafttreten der Amerikanisch-Britischen Handelsallianz unwiederbringlich ihre Bedeutung als europäische Handelsbrücke.

Wenn es überhaupt zu einer Handelsallianz USA-GB kommt, wird sie für GB deutlich schlechter ausfallen als sie noch zur Zeit ist. GB agiert aus einer Position der Schwäche heraus. Das werden Leute wie Trump brutal ausnutzen. Wie war sein Wahlspruch nochmal? *** first?

re von karwandler 17:49

Aber um die Interessen "beider Seiten",da geht es Ihnen doch nicht.

Sie machen den Eindruck eines schlechten Verlierers.Das andere Länder und Völker anders abstimmen wie Sie es gerne sehen,werden Sie in Zukunft aber noch öfters sehen.

@ r0lt0

Waren von Amerika nach EU gehen also zukünftig über deutsche und französische Häfen. Und die Iren verlieren nach Inkrafttreten der Amerikanisch-Britischen Handelsallianz unwiederbringlich ihre Bedeutung als europäische Handelsbrücke.

Amerikanische Waren für Deutschland, Frankreich oder Spanien sind noch nie in Irland ausgeladen worden. Wozu so umständlich?

Der Brexit kommt. Okay. Pech

Der Brexit kommt. Okay. Pech für die Brit*innen, denen man das blaue vom Himmel versprochen und vorgelogen hat; Pech für die Schott*innen; hoffentlich nicht eine neue blutige Phase für die irische Insel.
Johnson wird allen seriösen Prognosen gemäß scheitern, weil weder wirtschaftlicher Aufschwung noch neuer gesellschaftlicher Zusammenhalt noch neues Vertrauen in Parlament und Premier folgen werden. Aber Johnson wird auch dann den Sündenbock wieder jenseits des Ärmelkanals ausmachen.

Der Lichtblick

Nigel Farage wird ab Februar keine Diäten der EU mehr erhalten.
Überhaupt hat die Brexit Party keinen einzigen Sitz mehr, weder in Europa noch in Westminster.

Hauptgrund für den Brexit: Sozial- und Steuerdumping

@ r0lt0:
Das britische Volk hat gesprochen
... und danach kam Schweigen. Es steht zu erwarten, dass ein kleiner, aber gemeiner Konkurrent des europäischen Marktplatzes auf den Plan tritt.

Ein Brexit für Sozialdumping, Steuerdumping und Umweltdumping? Das würde in die Phantasie der Rechtspopulisten und Lobbyisten passen wie die Faust aufs Auge.


Der Masterplan steht seit drei Jahren auf der Agenda der Betreiber des Brexit:
1. Freihandel zwischen UK und Amerika.

Daran haben die USA nun mit Sicherheit kein Interesse. Und daher wird das auch nie so kommen. Und außerdem: Bei vielen Gütern aus USA hat nicht einmal GB ein Interesse am Wegfall der Zölle.

16:24 von Der freundliche...

"Warum sollte Deutschland auch aus der EU Austreten ? Brüssel würde doch den größten Netto Zahler verlieren..."

.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.

Das Argument verstehe ich nicht.

Das klingt ja fast so, als ob hier geglaubt wird, dass Brüssel entscheidet, wer austritt und wer nicht.

Es gibt allerdings viele User hier, dass das auch bei GB angenommen haben.
Da wurde oftmals der EU vorgeworfen wurde, dass die GB 'nicht rauslässt'.

Kein Wunder, dass so viele gegen die EU sind, weil sie die EU offenbar mit einer Diktatur verwechseln, die ihre Mitgliedstaaten nicht rauslässt.

um 17:08 von Bote

"Wenn ich könnte
würde ich auch aus der EU austreten!"

Kein Problem. Sie müssen lediglich freiwillig Ihre Staatsbürgerschaft aufgeben und schon sind Sie raus.

Kopfschüttel

Meinen die Millionen abhängig Beschäftigten in England wirklich dass die Tories unter Johnson wirklich Ihre Interessen vertreten?Es war doch die Politik der Tories schon seit Thatcher die Arbeitnehmer ins Elend zu stürzen.Millionen können in England von einer Arbeitsstelle gar nicht leben.

re von Kowalski 18:04

Es geht Ihnen um "Arbeitnehmerinteressen" ?
Kaum zu glauben.
Und Labour hat verspielt,ja aber vor allem in den nordenglischen Arbeiterwahlkreisen,die für den Brexit sind.

Am 20. Dezember 2019 um 17:32 von r0lt0

"Ich teile ihre Hoffnung, aber die Fakten liegen leider anders. Der Standort Irland bleibt unter der Prämisse einer "Freihandelszone Amerika-UK" nur Drehkreuz, wenn es sich "dreht". Warenströme von Amerika nach Eu, die die Insel passieren, werden künftig kontrolliert. Die Briten haben dann alle Chancen die Waren des Konkurrenten zu blockieren, mittels Maut zu verteuern oder zu verzögern.
Waren von Amerika nach EU gehen also zukünftig über deutsche und französische Häfen. Und die Iren verlieren nach Inkrafttreten der Amerik"

Sie haben Recht.

„Zu den Grundpfeilern der Europäischen Union zählt, dass im EU-Binnenmarkt Waren und Dienstleistungen frei und ohne Zölle angeboten und angenommen werden dürfen.“

Bestes Beispiel ist die Firma mit dem angebissenen Apfel.
Durch Steuervergünstigungen hat Irland dieser Firma Milliarden Euro erlassen.

Dadurch macht es Sinn, Waren und Dienstleistungen über Irland in die EU einzuführen.

Ohne EU-Mitgliedschaft, macht das keinen Sinn mehr.

re r0lt0

"Einfach mal auf die Rechnung ihres im Apple Store gekauften Iphone schauen. Das Gerät kommt .... ups .... aus Irland. Natürlich wurde es dort nicht "ausgepackt", keine Sorge. Aber Apple haben in Irland ihre "Europaniederlassung". Naja aus steuerlichen Gründen, ist doch klar."

Und was für ein Hindernis liegt künftig zwischen dem Iphone in Irland und dem deutschen Laden?

Es gibt Fähren, die zwischen Irland und Kontinentaleurop verkehren. Die nehmen sogar LKW mit.

Oder die LKW nehmen die Fähre nach England und dann die Fähre nach Calais. Verplombter Transit.

Ihr Problem bleibt rätselhaft.

re bernd kevesligeti

"Aber um die Interessen "beider Seiten",da geht es Ihnen doch nicht."

Um was es mir geht ist nicht die Frage, wenn ich Tatsachen referiere. Aber Ihr diesbezügliches Verständnisproblem kenne ich, leider.

"Sie machen den Eindruck eines schlechten Verlierers.Das andere Länder und Völker anders abstimmen wie Sie es gerne sehen,werden Sie in Zukunft aber noch öfters sehen."

Ich habe gar nichts verloren. Sie kapieren es nicht

@18:16 karwandler

Das ist ein Lichtblick, indead. Allerdings verdunkelt er sich gleich wieder, wenn man bedenkt, wie sich Farage an der Brexit-Chose bereichert hat. „Es ist traurige Ironie, dass die Europafeinde aus Großbritannien und Italien sich in Brüssel die Taschen vollmachen. Es braucht hier strengere Regeln und mehr Kontrollen, damit es nicht zu Interessenkonflikten und Korruption kommt“, sagte der grüne EU-Parlamentarier Daniel Freund (tinyurl.com/vb4zxe8).

Brexit

Wann wird dem deutschen Bürger endlich mitgeteilt welche zusätzlichen finanziellen Belastung für den deutschen Steuerzahler entstehen werden. UK war schließlich Nettozahler, sprich hat mehr in den EU-Topf eingezahlt als erhalten. Im EU-Haushalt werden Milliarden Euro fehlen. Faktenfinder, Herr Gensing, bitte liefern Sie uns konkrete Zahlen. Bisher wurde dieser Fakt komplett ausgeblendet. Bewusst? Ein Schelm der Böses dabei denkt.

Season greetings,

Karlpeter Ahrens
Kapitän i.R.

19:29 von karwandler

Ich habe den Eindruck, daß sie das größere Problem haben. Sie verteidigen mit Händen und Füßen eine Ideologie, die bei dem Volk immer mehr nicht gewollt ist. Siehe Wahlergebnisse.

19:35 von Kapt. Ahrens AFNI

solche fakten zu finden ist nicht die aufgabe unseres faktenfinders

@ 18:07 von r0lt0

„ Einfach mal auf die Rechnung ihres im Apple Store gekauften Iphone schauen. Das Gerät kommt .... ups .... aus Irland“

Kleiner Tipp - das Gerät war nie in Irland und nie in den USA. Das kommt schlicht im Container aus ... ups ... China.

Das bleibt so, egal was in GB passiert.

Aber das UK hat demnächst kein Handelsabkommen mit China mehr.

re kapt.ahrens

"Wann wird dem deutschen Bürger endlich mitgeteilt welche zusätzlichen finanziellen Belastung für den deutschen Steuerzahler entstehen werden. UK war schließlich Nettozahler, sprich hat mehr in den EU-Topf eingezahlt als erhalten. Im EU-Haushalt werden Milliarden Euro fehlen. Faktenfinder, Herr Gensing, bitte liefern Sie uns konkrete Zahlen. Bisher wurde dieser Fakt komplett ausgeblendet. Bewusst? Ein Schelm der Böses dabei denkt."

Keine Faktenfinder wird das Rätsel lösen, weil um den nächsten EU Haushalt derzeit verhandelt wird.

Ja, UND!?

NUR(!!) 27 der immerhin 47 europäischen Staaten sind überhaupt in der EU!

Und beiden SOGAR mit Abstand größten Staaten Europas, Russland und die Ukraine sind ebenfalls NICHT in der EU!

Und die EU ist deshalb auch nicht untergegangen!

Daher mein Fazit:
Auch OHNE Großbritannien geht die Wel... ähm die EU auch nicht dauerhaft unter!

re barbarossa 2

"Ich habe den Eindruck, daß sie das größere Problem haben. Sie verteidigen mit Händen und Füßen eine Ideologie, die bei dem Volk immer mehr nicht gewollt ist. Siehe Wahlergebnisse."

Sagen Sie mir, welche Ideologie ich verteidige. Ich komm nicht drauf.

Erst dann kann ich dazu Wahlergebnisse in Beziehung setzen. Oder Ihren "Volkswillen".

20:02 von karwandler

ich helfe gerne, mein herr! es ist ihre überbordende selbstüberschätzung, alles besser zu wissen. falls Ich das hier so offen sagen darf.

re karl napf

"20:02 von karwandler

ich helfe gerne, mein herr!"

Tun Sie's doch. Ich finde hier nichts, was auf "20:02 von karwandler" Bezug nimmt.

Oder ist es die Ankündigung, dass noch was kommt?

20:02 von karwandler

Sagen Sie mir, welche Ideologie ich verteidige. Ich komm nicht drauf.

Ja wenn sie keiner Ideologie anhängen, dann würde das ja bedeuten, daß sie einfach nur einen Job erledigen. Schade eigentlich.

Am 20. Dezember 2019 um 19:35 von Kapt. Ahrens AFNI

"Wann wird dem deutschen Bürger endlich mitgeteilt welche zusätzlichen finanziellen Belastung für den deutschen Steuerzahler entstehen werden.
Bisher wurde dieser Fakt komplett ausgeblendet. Bewusst? Ein Schelm der Böses dabei denkt.

Season greetings,"

Gute Frage, ist aber bereits bekannt.

Deutschland ist aber anders als andere Nettozahler freiwillig bereit, mehr in den EU-Haushalt einzuzahlen,
wurde so bereits im Koalitionsvertrag vereinbart.

DE soll 15 Milliarden Euro mehr zahlen.

Aber weil Großbritannien eine Ermäßigung seiner Beiträge erstritten hatte,
beträgt die Erhöhung durch den BREXI „nur“ 10 Milliarden Euro.

Hinzu kommen Ausgaben für „neue“ Aufgaben wie den Grenzschutz und Sicherheit etc.

Soeben wurden erst die Kosten für den Klimapakt festgelegt.

Muss sein, weil “the seasons are just out of time”

Entspricht in etwa der Zusatzzahlung für DE.

Nettozahler

irgendeiner wird wohl die 7 Mrd des britischen Beitragsanteils bezahlen

re barbarossa 2

" 20:02 von karwandler

Sagen Sie mir, welche Ideologie ich verteidige. Ich komm nicht drauf.

Ja wenn sie keiner Ideologie anhängen, dann würde das ja bedeuten, daß sie einfach nur einen Job erledigen. Schade eigentlich."

Also wer hier in einem Kommentar schreibt, ich würde eine Ideologie verteidigen, sollte die schlichte Frage beantworten können, von welcher Ideologie er spricht.

Scheint aber ganz schwer zu sein.

16:45 von karwandler re schiebaer45

"" Kennen Sie ein großes Handelsabkommen, das in 11 Monaten ausgehandelt, beschlossen und ratifiziert wurde?""
#
Nein das kenne ich nicht,aber ich bin mir sicher das es mit guten Willen klappen könnte.

„Ideologie“

Es kommt vor, dass Menschen und manchmal auch Gruppen, den Begriff „Ideologie“
zur Rechtfertigung und Bewertung eigener und fremder Handlungen verwenden.

Der Grund ist, weil man sich nicht an guten Argumenten orientieren möchte.

Ich bin sehr froh, dass der Werte Forist @karwandler, wie auch andere geschätzte Foristen, hier sehr oft mit guten Argumenten lenkend eingreifen.

21:13 von karwandler

Nein, ist nicht schwer, aber eben unerwünscht.

20:39 von Sisyphos3

"" Nettozahler irgendeiner wird wohl die 7 Mrd des britischen Beitragsanteils bezahlen""
#
Die bei dem Ausscheiden von GB wegfallenden Zahlungen an die EU werden Anteilsmäßig auf die Netto zahlenden EU Mitglieder verteilt,wobei es das Prinzip ist : Starke Schultern tragen mehr.

Irland

[r0lt0]Einfach mal auf die Rechnung ihres im Apple Store gekauften Iphone schauen. Das Gerät kommt .... ups .... aus Irland. Natürlich wurde es dort nicht "ausgepackt", keine Sorge. Aber Apple haben in Irland ihre "Europaniederlassung". Naja aus steuerlichen Gründen, ist doch klar.

Geräte werden in Cork z.T. tatsächlich umgepackt, aber die kommen aus China, Korea etc.
Apple produziert derzeit nicht wirklich was in den USA was dann hier in Europa verkauft wird.
Und selbst wenn - was hat das dann mit UK zu tun?

Aber trösten sie sich. Keiner hier versteht, wie die EU funktioniert. Wäre echt hilfreich, das Thema in den Schulunterricht zu integrieren.

Dem stimme ich zu - sieht man ja, dass es gut wäre.

17:35 von Karl Napf / @schabernack, 16:24

«aber wir würden es uns ersparen, über 150 mio mitzufinanzieren und zu beköstigen»

Kein einziges Mitgiedsland der EU hat in allen Aspekten nur Vorteile aus der Mitgliedschaft. Erst recht nicht nur Nachteile.

DEU mag "mit finanzieren und beköstigen müssen". Dafür hat es viele Absatzmärkte ohne Zollgedöne in den Mitgliedsländern.

Bspw. Rumänien erhält mehr Fördergelder aus der EU als seine Beitragszahlungen betragen. Dafür gingen Milllionen Rumänen ins EU-+ anderes Ausland. Waren einst 23 Mio. Einwohner, sind jetzt 17 Mio.
100.000-ende Kinder in RUM wachsen ohne Eltern auf, die sie 1 bis 2 Mal im Jahr sehen, wenn sie zu Besuch kommen.

"Beköstigungs-Rechnungen" sind nicht das, was Vor- und Nachteile der EU-Mitgliedschaft annähernd abbilden. Nicht für DEU, nicht für RUM.

Dabei schaut man dann auch nur auf finanzielle Aspekte. EU-Mitgliedsland sein ist aber weit mehr als das, was man "beköstigend einzahlt", oder aber aus dem EU-Haushalt "raus beköstigt bekommt".

Gilt auch für GB …

re von Werner Krauss 21:46

"Geschätzte Foristen,die lenkend eingreifen".

Und das völlig ideologiefrei,sozusagen frei schwebend,über den Klassen und Schichten.

Und eben deshalb ergreifen die auch immer so
konsequent Partei.

18:00 von Sisyphos3 / @schabernack, 16:24

«ja der berühmte Vergleich
Pest oder Cholera”

Was sollte Pest sein, was Cholera …?
Muss EU-Mitgliedschaft das eine sein.
Nicht-Mitgliedschaft das andere.

Und der Weg ohne schwere Krankheit wäre für DEU welcher?
51. Bundesstaat der USA … oder weit extra-territoriale Provinz von CHN?

«eine etwas reformierte EU
die auch kulturelle Eigenheiten und Werte akzeptiert
wäre doch auch ne Option
statt den Eintopf von Sizilien bis fast ans Nordkap»

War ich schon ganz im Süden von Sizilien.
Und ganz im Norden von FIN (am Nordkap nicht).

Kann ich Ihnen versichern, dass sich diese beiden Regionen exorbitant unterscheiden. In so gut wie allen Aspekten. Sprache, Mentalität der Menschen, Essen. Der Winter, der Sommer, der Wald, der Strand.

Ist auf Sizilien niemals hell die ganze Nacht durch. Dafür gibt es in FIN keine Vulkane. Kann man auf Sizilien aber nicht Eishockey auf zugefrorenen Seen spielen. Trinkt man dort auch nicht Kaffee im Massen nach Mitternacht. Und kein Polarlicht am Ätna …

19:43 von Barbarossa 2

«… eine Ideologie, die bei dem Volk immer mehr nicht gewollt ist. Siehe Wahlergebnisse.»

Die letzten Wahlen in DEU, wo zur EU entschieden wurde, waren die Europawahlen im Sommer 2019.

Da erreichte "der Anti-EU-Volkswillen" in DEU 11,0%. Ca. 1 Stimme von 10.
Überwältigend Pro-EU, diese Stimmenvergabe. Und Ideologie "mit Zähnefletschen" war eh nur von den 11%. 89% Entspannung, 11% "aufgeregter Hühnerhaufen" im Karnevals-Sommer-Adlerkostüm. Muss ja was hermachen, der Volkswillen der 11% …

Als im Herbst in Görlitz, Zittau, und an der Wartburg gewählt wurde.
Ging es nicht um die EU, sondern um Landespolitik in 3 Bundesländern im Osten von DEU. Kann der Volkswillen bei Landtagswahlen zur EU gar nix bestimmen. Auch nicht im Elefantenkostüm …

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