Ihre Meinung zu: China Cables: Bundesregierung besorgt, aber weiter im Dialog

25. November 2019 - 15:39 Uhr

Die Bundesregierung hat sich besorgt über die Berichte zu Internierungslagern in China geäußert und Zugang zu den angeblichen "Bildungszenten" gefordert. China bezeichnete die vorgelegten Dokumente indes als Fälschungen.

Artikel auf tagesschau.de
Bewertung:
1.666665
Durchschnitt: 1.7 (9 votes)
Schlagwörter der Meldung:
Geo-Schlagwörter der Meldung:

Kommentare

Was hat Deutschland da zu

Was hat Deutschland da zu fordern?
Was würden wir schreien, wenn china plötzlich einsicht in unsere Gefängnisse haben wollte?

Fakten

Ich verstehe ja noch, dass man bei den Lagern in Nordkorea auf Satellitenbilder zurückgreifen muss um deren Existenz zu belegen. In diesem Fall verstehe ich aber nicht, dass es Dokumenten aus anonymer Quelle bedarf um den Beweis zu führen. China ist doch wesentlich zugänglicher als Nordkorea und es handelt sich angeblich um über 1000 Lager und mindestens 1 Mio Menschen die direkt betroffen sind um das schon längst vor Ort zu recherchieren und zweifelsfrei zu belegen.
Dass man diese anonym gelieferten Dokumente so feiert und gleich noch mit einem "china cables" Label versieht während China sie ganz einfach als Fake hinstellt belegt einen Mangel.

rer Truman Welt

Wir sehen hier deutlich die Problematik: ja, wir wissen von Amnesty International über die jährlichen Erschießungen in China. Ja, wir wissen um Umerziehungslager. Wir wissen um Rechtslosigkeit in China. Ja, wir wissen um das in Probe befindliche soziale Punktesystem. Und, und, und, …. . Ja, wissen alle, aber was machen? Sanktionieren? Hm, dann donnert unsere Wirtschaft aber sowas von in die Rezession und wirft uns nach hinten, weil andere Staaten uns in China ersetzen werden. Ja, was machen? Ja, wir sind in Gespräche, ja, wir bitten und fordern auch mal. Aber, …… aber das interessiert China so viel wie wenn - jetzt mal - in Indien ein Sack Reis umfällt. Ohne China läuft welthandelspolitisch nirgendwo mehr etwas. Wir müssen uns klar sein, das wir politisch, rechtlich und gesellschaftlich es mit dem anderen Ende unseres Werte-Kontinuums zutun haben. Wir unterstützen sie mit unserem Handel, ja was denn sonst. Das Feigenblatt sind halt Gespräche, aber bewirken werden die gar nichts!

Bundesregierung besorgt, aber weiter im Dialog

was denn sonst
die sind ja - obgleich mit unseren Weltbild nicht einverstanden - auch im Dialog

„Außenministerium hofft auf "weiteren Dialog"“

Die chinesische streitet das Offensichtliche rundweg ab und verweist ansonsten wie gehabt auf „innere Angelegenheiten“.

Auf welcher Basis - und vor allem: mit welchen Erwartungen - will man dann mit solchen Verbrechern einen „Dialog“ führen?

wer hätte das gedacht

da wollte merkel anfangen , mit china zu kuscheln, um dem trump zu zeigen, wer wir sind. und nun stellen irgendwelche leute fest, daß es dort lager gibt. für unsere kanzlerin ist das selbstverständlich neuland

@ Sisyphos3

Als wir das Thema gestern diskutierten, fragten Sie: "wie soll ich ihre Antwort auf meinen Beitrag verstehen ?"

Ich dachte, Ihr "da können wir ja hierzulande froh und dankbar sein..." war ironisch gemeint.

Tut mir leid, wenn ich das falsch verstanden habe.

Wenn diese Dokumente angeblich Fälschungen sind,

warum darf dann dort niemand hinreisen (um sich mit eigenen Augen ein Bild zu machen), egal ob Bundestagsabgeordneter oder Journalist?
Dieses Festhalten am chinesischen Menschenbild, in welchem alle Bürger nur willenlose Wesen sind, die nur als kleine Rädchen in einer großen Ordnung - ohne Abweichung - zu funktionieren haben, ist äußerst entwürdigend! Es wird Zeit, dass die KP in Peking das einsieht.
(Auch wenn das Menschenbild der totalen Freiheit, welches die USA zelebrieren nicht viel besser ist, da es individuelle Gewaltexzesse beinhaltet; Stichpunkt Waffen(-anwendung).)

rer Truman Welt

Das diktatorisch-kapitalistische chinesische Wirtschaftssystem schein das allen anderen Wirtschaftssystemen überlegenere zu sein. Das ist das Problem der westlichen demokratischen Wirtschaftsmächte. Politisch ist China undemokratisch, diktatorisch und damit auf dem anderen Ende eines Kontinuums der auf dem anderen Ende befindlichen freiheitlich-demokratischen Gesellschaften. China ist somit das Gegenteil von dem was Demokratie bedeutet. Demokratie und Freiheit ist jedoch den westlichen Gesellschaften wichtig und grundsätzlich. Nun ist jedoch China bereits groß, mächtig und offensichtlich der Markt der Zukunft auch für den Westen. Sie werden größer und größer und damit mächtiger und mächtiger. Der Westen unterstützt sie mit Handel. Der Westen braucht China für das eigene Wachstum. Das ist das Dilemma: wir machen groß und stark und auf Dauer uns überlegen, was wir eigentlich so nicht wollen. Aber China wird die Welt beherrschen, das ist bereits gut erkennbar.

Werte-Gemeinschaft? Grotesk...

hier zeigt es sich überdeutlich. Die Regierung unter der CDU/CSU/SPD mit einer konturlosen Angela Merkel schwingt gern Sonntagsreden. Wohlfeil. Vom Blatt ablesend. Der BDI ganz genauso. Nur leider ist nichts dahinter. Garnichts.

Tut mir leid Uriguren, ihr

Tut mir leid Uriguren, ihr seit halt keine Währung wie Dollar, Euro usw.

Ich schäme mich mal wieder fremd.

Das Besorgniserregende für mich ist, ...

dass unsere Regierung immer nur Besorgt ist, wenn es um Menschenrechtsverletzungen bei unseren Partnern geht. Weitere Konsequenzen gibt es nicht.
Geht es um unsere Widersacher ist man mit Sanktionen viel schneller, auch bei dürftiger Beweislage.

Darstellung: