Ihre Meinung zu: Britische Abgeordnete kandidieren aus Angst nicht mehr

5. November 2019 - 8:34 Uhr

In Großbritannien kandidieren mehrere Abgeordnete und Minister nicht mehr für ihr Amt, weil sie zunehmend bedroht werden. Ihnen allen ist noch die Ermordung der Labour-Abgeordneten Cox in Erinnerung. Von Imke Köhler.

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Kommentare

Das wundert mich nicht.

Ich denke jeder kann so einen Schritt rational nachvollziehen. Aber: Das ist ebenfalls ein Einknicken vor dem gewaltbereiten, i.d.R. kleinen Pöbel und Mob seitens extrem rechts oder links. Eine Entwicklung die in vielen "zivilisierten" Staaten zu beobachten ist. Gott sei Dank werden diese Bedrohungen nicht immer öffentlich gemacht, die Zahl der Angst verbreiteten Trittbrettfahrer wäre noch größer.
Hier entwickeln sich WWW und fehlgeleitete Demokratien vom Segen zum Fluch. Das WWW ist zum unkontrollierbaren, oft rechtsfreien Moloch verkommen und unsre Demokratien wird von Gerichten zugrunde geurteilt. Längst reicht es nicht mehr Recht zu haben ... Ein Menschenleben ist da oft nur ein paar tsd. Euro wert, verstehe das wer wolle.
Den Rest tragen die Parlamente selbst bei, mit Gezänk und profilierenden, parteipolitischen Gehabe statt Führung.
Das Resultat ist Gleichgültigkeit, der Bürger wendet sich in gefählicher Weise ab.
Wo steuern wir da hin??

Ich bin hin und her gerissen

Immerhin sind Politiker für die Zustände im Land mitverantwortlich. Diese sind halt jetzt zu ihnen durchgedrungen. Ich wünschte, der Aufschrei wäre viel früher gewesen.

Hoffentlich werden nun sinnvolle Präventionsmaßnahmen ergriffen. Sinnvoll für die ganze Gesellschaft, nicht für die Handvoll an Politikern. Nur so geht es.

Also auch dort!

Wann hat diese weltweite Verrohung durch Sprache und Handeln angefangen oder wodurch wurde sie beschleunigt? Sicher hat Trump erheblichen Anteil daran, und dann in seinem Gefolge wohl auch Farage, Salvini, Bolsonaro und letztlich auch Johnson mit seinen Lügen, natürlich auch Höcke bei uns hier. Aber außer diesen "Leuchttürmen" geht es ja schleichend weiter bis in einige Parteien und manchmal auch bis hier ins Forum.

Das kommt wenn man sich manipulieren lässt

Die Saat von Johnson, Farage und Johnson geht auf. Vor allem, wenn man deren Handlungs- und Ausdrucksweisen ungebremst als Vorbild nimmt und ohne Nachzudenken, wie schädlich so etwas auf den Zusammenhalt der Menschen wirkt, sich an Diskussionen beteiligt.
Hass und Lügen sind auf dem Vormarsch.
Mensch Kinder, fasst Euch mal an den Kopf.
Wo soll das noch hinführen ? Wenn schon Volksvertreter einen Polizeischutz brauchen, weil sie und ihre Familie von Chaoten bedroht werden, dann ist es schlimm um uns bestellt.
Von Morddrohungen zu Morden ist es nicht mehr weit. Und aus solchen Dingen können noch ganz andere Eruptionen entstehen.
Wacht endlich auf Leute und wehrt Euch gegen diese Verrohung der Gesellschaft. Schweigen und Wegsehen verschlimmert alles nur noch. Müssen wir uns eigentlich alles gefallen lassen. Wo sind die mahnenden Stimmen unserer Gesellschaft ?

schon krass

wie in Britannien bzw speziell England die Demokratie mit Füßen getreten wird. So gesehen haben die in der EU auch nichts zu suchen wenn man schon auf die Türkei, Polen und andere Länder mit dem Finger zeigt und schimpft... da ist England auch nicht viel besser wenn die gewählten Politiker schon Angst haben müssen die gewählten Interessen zu vertreten.

Wer Beleidigungen und Hasspost zusieht...

...und meint, solange es "die Anderen" betrifft, sei er nicht betroffen, und daher nichts dagegen tut, der wird irgendwann aufwachen und feststellen, dass niemand mehr frei ist, auch er selbst nicht.

Die Verrohung der

Die Verrohung der Gesellschaft ist ein Phänomen in vielen Ländern. Und es hat ganz eindeutig seine Wurzeln auch in der Verrohung der Sprache rechtspopulistische, völkisch-nationaler und auch rechtsextremer Gruppierungen, von denen Vertreter*innen sogar in den Parlamenten sitzen. Die Angst, die von deutschen Kommunalpolitiker*innen bis zu britischen Parlamentarier*innen reicht, ist nach den Morden an Frau Cox und Herrn Lübcke sehr verständlich. Und wer - wo auch immer - an Koalitionen mit geistigen Brandstiftern denkt, sollte noch mal in sich gehen.

So ist es, wenn Systeme Freiheit über alles stellen!

Jetzt in den westlichen Pseudodemokratien, aber auch bereits damals in der Weimarer Republik: Immer sind dann ziemlich bald der Hass und die Hetze aufgekommen... Darum liegen CDU/CDU, FDP und sogenannte vermeintliche AfD auch so grottenfalsch, wenn sie bei jedem Thema immer wieder auf der Freiheit herumreiten: Vielmehr sind endlich auch wieder Verantwortung, Verpflichtung und insbesondere Verbote vonnöten – also ein deutliches Zurückschrauben des Laissez-faire auf allen Ebenen und in allen Bereichen außer Liebe, Sexualität und Fortpflanzung oder Abtreibung: Hier und nur hier haben der Staat, Gesetze, Gerichte, Familien, Religionsgemeinschaften absolut nichts zu sagen.......

Auch hier ein

Zunehmendes Problem. Ob dem Problem tatsächlich mit mehr Polizei ... begegnet werden kann? Wichtig erscheint mir, dass Bedroher nicht erst Kontakt zu ihren Opfern erhalten und das Bedrohung (hier aber auch Stalking) weitaus härter bestraft werden. Die Folgen der Bedrohung / Stalking sind so gewaltig für die Opfer, da gibt es nichts zu beschönigen.

Tja..

Offenbar nicht nur ein deutsches Problem, dass Politiker Anfeindungen ausgesetzt sind.
Wo leben wir eigentlich? Ich dachte immer wir sind der kultivierte Westen! Diese Verrohung, der zunehmende Egoismus und der stetige Verlust einst verankerte soziale Werte in unserer Lebensgemeinschaft.
Wo ist das alles hin? Sind das Spätfolgen der 68er wo Kindern keine Grenzen mehr aufgezeigt werden müssen? Sind das Erwachsene Menschen den man als Kind schon beigebracht das sie ohne Zwänge und ohne Pädagogische Übermacht ein selbstbestimmte Leben führen sollen?

Wenn Abgeordnete aus Angst nicht mehr kandidieren

offenbart es die Begründung für eine Verrohung unserer Gesellschaft. Und diese Bedrohung und die Angst bezieht sich ja nicht nur auf Großbritannien.
Der Kampf um die Hoheit der Meinung wird seit einigen Jahren immer härter. Dieser Zustand ist in den westlichen Regionen immer offner zu beobachten. Bei den Politikern geht da zu oft weniger um den Dienst für die Menschen (die sie gewählt haben) sondern eher um Rechthaberei und Machtspiele. Beste Beispiele USA, (Demokraten u. Republikaner gleichauf) Brexit (Corbyn, Johnson gleichauf) AfD (alle Parteien geschlossen/AfD)
Das färbt ab und nun greifen auch einige nicht gewählte Personen nach der Macht, indem sie mit Angst und Schrecken agieren. Diese Entwicklung ist erschreckend. Politiker sollten dringend zur Sachlichkeit und konstruktiver Führung zurück finden. Die Ausgrenzung von Menschen mit anderer politischen Meinung - indem die eigene Meinung erhöht wird - ist falsch. M.M.n.

Sklavenaufstand?

Im alten Griechenland gab es schon Demokratie. Nur das da nur ein Teil der Bevölkerung betraf. Der Rest wurde diktatorisch und drakonisch behandelt.
Nun, wenn man das vergleicht erkennt man eventuell Parallelen?
In der Burg wird regiert, intrigiert, und vor allem werden die nicht gefragt um die es meistens geht, die müssen das dann nur ausbaden.
Wenn das so läuft, braucht niemand sich wundern wenn Durchgeknallte emporkommen und schlussendlich alles zum Teufel geht.

An die TS

Dieser Bericht zeigt zwar eine Situation auf,
enthält jedoch keine Information darüber wer hinter diesen Drohungen steckt.
Rechtsextremisten à la Deutschland?
Bitte mehr fundierte Daten!

größte Anstrengungen

Es fällt mir, als ein seit knapp 40 Jahren grünenwählenden Menschen schwer, dies zu schreiben aber es scheint notwendig zu werden, dass die Identität der User im Internet für die strafverfolgenden Behörden schnell erkennbar wird. Es müssen größte Anstrengungen unternommen werden, dass die User, die Hass verbreiten und Bedrohungen und Beleidigungen posten zügig ermittelt werden können und bestraft werden können.

Parallelen

Dieser Tage erschien ja eine ähnliche Meldung: In Deutschland werden auch immer mehr Politikerinnen und Politiker bedroht, und auch einige andere Länder weltweit werden unruhig.
Man fragt sich, was sind die Ursachen?! Was war zuerst da? Verrohung der Gesellschaft oder Fehlverhalten der Politik, was natürlich niemals Gewalt zur Folge haben sollte.
Dieser Tage habe ich bei dem Event „Deutschland spricht“ teilgenommen. SEHR GUT! Und ausbaufähig! Ich würde mich freuen, wenn wir alle wieder mehr in dieser Art miteinander sprechen würden, auf Augenhöhe. Die bei diesem Event verwendeten Kommunikationsregeln sollten Schulwissen sein, siehe Google ;) herzliche Grüße. R.

Twitter, Facebook

und sonstige asoziale Portale rigoros abschalten, wenn die es nicht gebacken kriegen Hassposts und Morddrohungen zu verhindern und die Täter nicht umgehend den Strafverfolgungsbehörden melden.

Brexit

und es kehrt wieder Ruhe ein... dieses hin und her führt genau zu diesen Problemen!

@Tada: Ich bin NICHT hin und her gerissen

Ich bin nicht hin- und hergerissen. Es gibt nicht "die Politiker" - es gibt Menschen, die sich politisch engagieren. Eine demokratische Gesellschaft lebt vom Mitmachen - in der Politik, aber z.B. auch im Ehrenamt.

Die Bedrohung der Parlamentarierer sind nur ein Teil einen größeren Problems: Auch Rettungskräfte, Lehrer, Kommunalpolitiker oder z.B. Vorstände von Vereinen müssen sich teilweise wüste Beschimpfungen gefallen lassen. Was aber, wenn dann irgendwann keiner mehr Lust hat, sich das noch bieten zu lassen?

Kommen dann die mutigen Maulhelden hinter ihren Bildschirmen hervor und engagieren sich für die Gesellschaft? Bestimmt nicht!

So schlimm wie Sie schreiben sind die Zustände in diesem Land übrigens gar nicht. Aber wir müssen uns tatsächlich wieder mehr als Gemeinschaft begreifen.

Wie wäre es, einen Schüleraustausch zwischen Stadt und Land oder München und Bottrop zu organisieren? Oder eine Art "Speeddating": 15min Gespräch mit Leuten, die man sonst nie treffen würde?

Cameron, Farage, Johnson und

Cameron, Farage, Johnson und andere haben schwere Fehler gemacht, die Gesellschaft zu spalten. Es wird lange Zeit und Aufwand erfordern, das wieder zu kitten.

Es ist erschreckend und

Es ist erschreckend und abstoßend, dass hier den bedrohten Menschen die Schuld zugesprochen wird und den Bedrohern noch neue Legitimationsgrundlagen angeboten werden. Wenn schon bei einigen hier im Forum, die Maßstäbe für richtig und falsch entgleiten, sollten bitte die Administratioren ein bisschen gründlicher prüfen, was für antidemokratische Inhalte hier veröffentlicht werden. Im ersten Beitrag hier wird deutlich gesagt, dass die Bedrohungen schon hätten viel früher erfolgen sollen. Vielleicht geht ja in diesem Forum auch (bei der Häufung solcher Beiträge) das Maß bei der zulassenden Instanz verloren. Das wäre ebenfalls sehr traurig.

So ein Unsinn, nix als Hetze

So ein Unsinn, nix als Hetze gegen Brexit und den Premierminister. Keine realen Informationen

Bedrohungen

Die Bedrohung von Politiker ist durch nichts zu tolerieren.
Allerdings sollten die Unterhaus Abgeordneten mal darüber Nachdenken was für ein Erscheinungsbild sie in den letzten 3 Jahren abgeben haben. Schaden vom Volk fernhalten geht anders. Vielleicht sollten sich auch unsere Politiker mal überlegen ob man jeden Blödsinn in den sozialen Netzwerken kommentieren muß. In diesen Medien die nur Schlagzeilen beinhaltet kann man keine seriöse Politik betreiben.

Brexit - Gewalt

Ja vollkommen unmöglich seinen selbst gewählten PolitikerInnnen Gewalt anzudrohen/anzutun.
Und ja - ein Parlament in dem nicht mal jeder Parlamentarier einen Sitzplatz hat tut sich selber genug Rohes an....

Klingt komisch, wenn man legitime Herscher...

mag vieleicht usus sein, zeugt aber von mangelndem Benehmen allgemein.
Für mich in der Regel ein Grund, den ganzen Kommentar nicht weiter zu beachten, auch wenn ich leider bemerken muss, dass für immer mehr hier und in der Gesellschaft dies zum normalen Umgangston wird...

@Superschlau

Das sollte nirgends Usus sein. Politiker und insb. Regierungsvertreter müssen auch starke Kritik aushalten. Aber bei Ihrer abwertenden Wortwahl fängt das Problem schon an. Sie lässt eine Diskussion über Inhalte erst gar nicht zu. In einem Klima von Beleidigungen kann sie nicht aufkommen. Da hat am Ende keiner mehr Lust auf demokratische Politik. Wahrscheinlich ist das auch der Sinn der Sache, damit Autoritäre übernehmen können. Dagegen sollten wir alle aufstehen.

@ 09:02 von Superschlau

Das Ganze ist ein Teil der gesellschaftlichen Verrohung, die in vielen Ländern zu beobachten ist. Diese Verrohung wird durch das Internet begünstigt, weil die aggressivsten Menschen hier ihre Ansichten ungefiltert eine breiten Bevölkerung darbieten können und sich die Leute gegenseitig hochschaukeln.

Der Begriff Machthaber wird in TS auf Diktatoren angewendet, die den Anschein geben demokratisch legitimiert zu sein, obwohl in ihrem Land keine fairen und freien Wahlen stattfinden.
Man Diktaturen und Monarchien als faktisch akzeptieren ohne sie als legitim zu betrachten.

Vielleicht ist es in diesem

Vielleicht ist es in diesem Zusammenhang mal wichtig: Danke Herr Spahn für den Vorstoß zum Verbot der Umerziehungstherapie. Endlich wieder Politiker, die sich mutig für das Richtige einsetzen. Danke Groko, dass die Superverdiener weiterhin den Soli zahlen müssen. Danke Herr Seehofer, dass ihnen der Schlaf vom rechten Auge rieselt und Sie die Gefahr, durch rechtsextreme Gewalttäter erkennen. Es ist schön zu sehen, dass sich das politische Rad sich in die richtige Richtung drehen lässt. Die Richtung nennt sich Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität.

So geht die Freiheit zugrunde!

Solange Leute anderen Leuten mit Mord drohen und das keine Konsequenz hat, ist dem chaos tür und tor geöffnet.

Ich finde man sollte diejenigen verfolgen und vor Gericht bringen, die anderen mit Mord drohen.
Es gibt Grenzen innerhalb jeder Gesellschaft und wer diese mit gewaltbereiten Mitteln überschreitet muss sich auch auf gegengewalt einstellen.

Da sich das Britische Parlament nicht einigen kann, sollte Europa einfach die Zügel in die Hand nehmen.
Soll heißen solange die Briten ihren Affenzirkus da im Parlament abhalten, bekommen die Briten garnix und der Brexit muss durchgezogen werden-sollen sie in 10 Jahren nochmal wählen wenn sie wieder reinwollen.

Ich bin der Meinung das eine Entscheidung durch Volksentscheid bindend ist. Wie ernst soll man sonst die Britische Demokratie nehmen???

Die Demokratie in Europa ist dadurch gefährdet das sich die Länder nicht an die eigenen Regeln halten. :(
Das sie nicht konsequent genug sind gegen Verletzer der Regeln.

Motto: Mach ach lass mal!

Wer ist für uns gegen uns?

Im Artikel wird explizit erwähnt, dass die Morddrohung ein häufiger Vorwurf der des "Verräters" sei - auch Trump hat den Begriff neulich benutzt, als es um den Whistleblower ging.

Das ist ein gefährliches Indiz, denn es zeigt, dass es ein Gruppendenken gibt: Wer ist für uns und wer gegen uns? Wer ist loyal und wer nicht? Loyalität wird in diesem Sinne als vollständige Übereinstimmung mit den Ansichten der Gruppe definiert.

Das ist totalitäres Denken, die es im Faschismus und Kommunismus üblich war: Es gibt naturgegebene Gruppen (die Arbeiterklasse und die Kapitalisten, die Arier und die Juden etc.) und diese befinden sich in einem ewigen und unvermeidlichen Kampf.

Das Verständnis einer liberalen Demokratie dagegen ist das einer Gruppe, die sich aus freien Stücken zusammengeschlossen, und vänderbare Regeln des Zusammenlebens (Verfassungen) gegeben hat.

Das 21. Jahrhundert wird wohl doch nicht das der KI oder Gentechnik, sondern der Soziologie: Wie retten wir unsere Demokratien?

Gesucht: Anstand, Nachdenklichkeit, Mut zum Kompromiss

Eine Grundfeste in der Theorie der Demokratie ist der aufgeklärte Bürger. Er soll über alle notwendigen Informationen verfügen, damit er sich ein passendes Bild der Umstände und der Pläne der Politiker machen kann. Dann denkt er nach und bildet sich eine Meinung. Seine Meinung tut er kund in Wahlen un Demonstrationen.
Soweit die Theorie. Im Nebel der Fake News, der "Vereinfachung für den Bürger", der Meinungsmache statt Aufklärung findet die Meinungsbildung nicht mehr im Verstand sondern im Gefühl statt. Dann entwickeln wir uns vom Homo Sapiens zum Reptil. Wie Reptilien reagieren kann man im Zoo erleben. Oder in dem, was "Verrohung der Gesellschaft" genannt wird.
Wichtig sind die Vermittlung von Werten, Wissen und Denkvermögen. Ebenso wichtig ist die Kanalisierung der Meinungsäußerung in friedlichen Demonstrationen.
Anstand ist das, was fehlt. Und eine Prise Demut.
Mühsam, unbequem aber ungemein hilfreich.

@Bayuware

Lieber User "Bayuware",

vielen Dank für Ihren freundlichen Hinweis!

Mit besten Grüßen

Die Moderation

Verrohung der Gesellschaft?

Das Internet bringt nur zum Vorschein, was es immer schon gab. Saßen früher die Rassisten beim Bier zusammen und belästigten sich nur gegenseitig mit ihren dumpfen Sprüchen, so kann heute jeder anonym öffentlich seinen Müll verbreiten. Das ermutigt dann wieder Andere. Aber man muss schon vorher innerlich für Rassismus, Hass und Hetze empfänglich sein. Die Einen, wie ich ekeln sich, wenn sie solche Dinge lesen; Andere sind begeistert weil man "sowas ja wohl sagen darf".

Und weil es immer welche gibt, die glauben, sich besonders hervortun zu müssen, nimmt eben auch die Bedrohung mit den Möglichkeiten zu. Eine e-mail oder social-media-post ist schneller geschrieben als ein Brief und muss nicht frankiert und zur Post gebracht werden.

Also ich glaube, die Blödmänner und -frauen gab es schon immer, sie haben es heute nur leichter. Leider sind "die Menschen" im Schnitt nicht so edel und kultiviert, wie sie sich selbst gerne sehen. Auch nicht im angeblichen Volk der Dichter und Denker.

Ich staune....@Hummel,@Superschlau,@Tada......

Morddrohungen gegen missliebige Politiker stoßen auf Verständnis -
Das Internet ist an der Verrohung der Menschen schuld, nicht der, der diese Frechheiten postet -
Das Krönchen hat aber ein ganz Schlauer auf der, was für ein ungeheures Vokabular die demokratisch gewählte Regierung eines freien Staates:
"Machthaberin Merkel & Spiessgesellen ihres Regimes haben sowas bestimmt auch bekommen" -
nennt und findet, dass das so in Ordnung sei.
Wenn die Justiz weniger "politisch" wäre, sondern wie es sich gehört n u r nach den Gesetzen urteilen würde, wären solche Internet-Verbrecher längstens weggesperrt.
Solange aber Richter Beschimpfungen wie sie z.B. gegen Frau Kynast ausgestoßen wurden, achselzuckend als" hinnehmbar" absegnen, wird sich die Situation noch verschlimmern.
Wie es scheint sind die sog. Hochzivilisationen am Ende, stehen kurz vorm Urknall und alles könnte von Neuem beginnen wenn wir dem Planeten eine Chance ließen.

Kein politisches Instrument

Solche Gewaltandrohungen und verbalen Exzesse dienen nicht wirklich der Durchsetzung von politischen Interessen. Genau wie bei allen Formen des Terrorismus stehen dahinter eher frustrierte kleine Lichter, die ihre Minderwertigkeitsgefühle mit Agression kompensieren und sich durch Radikalität über andere erheben möchten.
Leider ist das eine Triebfeder, die immer mal wieder einzelne dazu bringt tatsächlich Gewalt auszuüben. Das Grundproblem ist aber ein Psychologisches.

Und warum werden sie bedroht?

Sind die Drohungen denn verdient?
In Deutschland gehören meiner Meinung nach alle Abgeordneten die für die Maut gestimmt haben lebenslänglich ins Gefängnis gesteckt und gäbe es eine Partei die sich das als Ziel setzt, meine Stimme bekäme sie.
Ich verachte die absolute Mehrheit unserer Abgeordneten. Ich kann durchaus verstehen dass jene die von der aktuellen Situation frustriert sind zu einer radikaleren Wortwahl greifen. Und die Engländer werden ja noch mehr belogen als wir, gemessen am Brexit sind Maut und co. ja richtiggehend harmlos.
Ich persönlich denke wir sollten das Gesetz ändern: Verdiente Drohungen sollten straffrei sein. Ich hätte das eine oder andere was ich Dobrindt und Scheuer gerne ungeblümt sagen würde!

Was sagen die Geheimdienste ?

Die ganze Skala von Einschüchterungen bis Morde kennen wir ja aus den USA (Trump) und Russland (immer schon so gewesen).

Ist das nun in dem Vereinigten Königreich die nächste Stufe von dem aus dem Ausland geführten Cyber Kriegs ?

Die Cyber-Krieger finanzieren ja auch verschiedene Gruppierungen und Bewegungen in Europa.

Was sagen die Geheimdienste ?

Hallo -@Haehnchen wie war ...

"schon krass" mit Steinen werfen selber aber im Glashaus sitzen!
- Morddrohungen gegen grüne Politiker vor zwei Tagen & viele viele gegen Politiker aller Parteien in D-land- im Internet, schon vergessen?

Verrohungen !

Was Menschen wie Johnson, Farage und auch der Überflieger Trump anrichten, ist schlicht gesagt, eine Schweinerei.
Eigentlich sollten die vom Volk gewählten Politiker sich absolut bewusst sein, dass ihnen jeder auf die Finger sieht, von ihren Lippen abliest, und sich dem entsprechend zivilisiert verhalten. Man kann ja über Themen streiten, aber dies immer mit Achtung und Respekt.
Leider aber haben die oben genannten diese Tugenden irgend wo verloren, sonst dürfte ihnen mal bewusst werden, was sie durch ihre unmögliche Sprache und ihr Verhalten anrichten, dass sie durch ihre chaotische und destabilisierende Politik, Hass und Gewalt regelrecht provozieren.
Ich finde es bedauerlich, dass z. B. Herr Johnson für seine Tiraden im Unterhaus nicht vom "Speaker" raus geworfen wurde und deutliche Botschaft vom Parlament erhielt.
Leider sieht es in Amerika nicht besser aus, da kann der Präsident per Twitter seine unmöglichen Tweets senden und keiner verbietet es ihm. Was für eine Schande !

Dies ist das Ergebnis.......

wenn die Politik für ihre eigenen Posten und die Wiederwahl diffamiert, persönlich angreift, den Rechtsstaat nicht mehr durchsetzt. Und dies ist völlig unabhängig von der Seite.

Neben den Mord am Kasseler Regierungspräsdent, den Morddrohungen an Frau Roth und Herrn Özdemir, muss man auch auf die Morddrohungen gegen Herrn Höcke, Herrn Stürzenberger oder der Gewalt an Herrn Magnitz (den man fast totgeschlagen hat), Herrn Jung (den man Arm und Jochbein beim Zusammenschlagen gebrochen hat) reagieren.
Es ist eben egal, ob die Gewalt von rechts, links oder von Islamisten kommt. Der Staat mus auf ALLE Gewalt in gleicher Weise reagieren. Da darf man nicht selektieren ob es politisch genehm ist oder nicht.

Wir brauchen kein Gesetz gegen Rechts, wir brauchen ein Gesetz gegen alle Gewalt, verleumdungen und Diffamierungen. Und die Judikative soll endlich begreifen, dass deren Rechtsprechung über die gesellschaftliche Akzeptanz des Rechtsstaates entscheidet.

Ist den kommentatoren nicht

Ist den kommentatoren nicht in den Sinn gekommen, was ich ausdrücken will? Wer legitime Regierungschefs, Herrscher, als Machthaber, deren Regierung als Regime tituliert, ist an der Verrohung doch mit schuld. Wurde je von Honnecker, als Machtaber geredet? Der wurde immer mit seinem Titel in der Militärjunta angesprochen.
Die TS soll weniger die Betroffenheitsdrüse beanspruchen, die soll erstmal wieder zu Journalismus zurückkommen, der seinen Namen verdient. Für 12mrd€ gez darf ich das wohl erwarten. Sonst kauf ich mir die Bildzeitung. Das ist wenigstens das Original.

@mlz (09:30)

Ich hätte Ihren Beitrag gut geheißen.
Aber Sie selbst benutzten das Wort "Maulhelden". Ein "Maul" haben Tiere.
Inwiefern sind Sie also besser?

Keine Sorge, auch diejenigen,vdie jetzt Morddrohungen verschicken haben klein angefangen.

an von andererseits !

Sehr guter Kommentar, dem kann ich nur zustimmen.
Es ist aber auch ein Ausdruck von dem immer größer werdenden Egoismus, der an vielen Stellen des Alltags zu beobachten ist. Wenn man sieht, wie wenige wirklich z.B. Flüchtlingen wirklich helfen, wie so mancher von denen aus reinem Egoismus aus gebeutet werden. Wie Menschen sich im Straßenverkehr verhalten, rasen, drängeln, rechts überholen, ohne jede Rücksicht, bei Unfällen keine Rettungsgasse bilden, dumm rumstehen und filmen, anstatt zu helfen, und aus reiner Selbstsucht und Sensationsgier die Bilder und Filme ins Netz stellen.
Bei Fußballspielen Pyrotechnik mit bringen und abfeuern, ohne nach zu denken, Spieler und Schiedsrichter beleidigen, sich für Schlägereien verabreden, weil solche Dinge anscheinend toll und gerade "in" sind.
Wenn dann auch ein "kleiner" Politiker nicht in ihr Schema passt, drohen und mit Mord drohen. Krank, unmenschlich und völlig daneben.
Jeder einzelne ist nun gefragt, dies wieder zu verbessern.

@COJO

Also bei aller Liebe, aber Parallelen zwischen der aktuellen Situation in Deutschland und Sklaverei oder dem Mittelalter zu ziehen ist eine krude Wahrnehmung. Uns geht es viel besser!

Sicherlich ist uns als Gesellschaft das gegenseitige Verständnis füreinander abhanden gekommen: Ich kenne ihre Probleme nicht, sie nicht meine. Wahrscheinlich sind ihre schlimmer als meine.

Aber ich muss nicht genau wie sie leben, um mich für ihre Belange einzusetzen - viele frühe SPD Mitglieder stammten aus reichem Hause. Gerechtigkeit beispielsweise ist mir sehr wichtig und ich lasse mich gerne mit Argumenten überzeugen.

Theoretisch gibt es dank der sozialen Netzwerke die Möglichkeit, sich auch als "einfacher" Mensch Gehör zu verschaffen.

Aber wenn sie Politiker als "die da oben in der Burg" wahrnehmen, dann wird das nichs. Suchen Sie sich doch Poltiker aus, die von den Werten ihnen in etwa entsprechen und kontaktieren Sie diese mit ihren Anliegen. Sie werden erstaunt sein, wie gut das geht!

09:02, Tada

>>Ich bin hin und her gerissen
Immerhin sind Politiker für die Zustände im Land mitverantwortlich. Diese sind halt jetzt zu ihnen durchgedrungen. Ich wünschte, der Aufschrei wäre viel früher gewesen.

Hoffentlich werden nun sinnvolle Präventionsmaßnahmen ergriffen. Sinnvoll für die ganze Gesellschaft, nicht für die Handvoll an Politikern. Nur so geht es.<<

Der Punkt ist erreicht, wo ich Ihnen wirklich nicht mehr folgen kann.

Da werden Morddrohungen ausgestoßen, und das nennen Sie Aufschrei? Sie sind hin- und hergerissen und neigen der Meinung zu, "die Politiker" hätten so etwas verdient?

Ihre Verachtung für Politiker treibt üble Blüten.

Re klausewitz

"Keine realen Informationen"

Die Verdopplung der Straftaten gegen Abgeordnete ist also nicht real??

Die Todesdrohungen und Beleidigungen sind da ja gar nicht mit eingerechnet.
Aber vielleicht haben die Betroffenen die sich ja auch nur eingebildet ...

Ihre Resonanz gegenüber Fakten, welche Ihnen nicht passen ist bemerkenswert.

das ist wie in SAchsen,..

wo die AfD nicht alle Mandate besetzen kann ,,,weil die Kandidaten bedroht werden...

Am 05. November 2019 um 09:12 von andererseits

"Die Verrohung der Gesellschaft ist ein Phänomen in vielen Ländern. Und es hat ganz eindeutig seine Wurzeln auch in der Verrohung der Sprache rechtspopulistische, völkisch-nationaler und auch rechtsextremer Gruppierungen..."
#
#
Die Wurzeln dieser Verrohung sind viel tiefer und auch früher zu suchen, das wollen aber weder die Politiker noch die Medien und auch Sie nicht. Je mehr Menschen zu Verlierer werden, um so einfacher sind diese manipulierbar.
Noch immer sind unsere Politiker in DE & der EU auf dem Holzweg und glauben man muss nur besser erklären. Wer glaubt denn wirklich, das es Herrn oder Frau Mustermann besser geht, wenn er/sie versteht warum weniger Geld in seiner Tasche ist.
Um vor den eigenen Fehlleistungen abzulenken, wird auf die Brut gezeigt, die man an der eigenen Brust groß gezogen hat.
Glaubt den wirklich jemand, ein zufriedenes Volk würde Trump oder den Brexit wählen? Die AfD hat trotz Höcke einen Wahlerfolg erzielt.

aber wie...

soll der Bürger/Wähler denn dafür sorgen das in GB der beschlossene Austritt aus der EU endlich vollzogen wird...der Bürger beschließt etwas und die Politiker weigern sich ,sich daran zu halten...das ist schon irgendwie Verrat am Wähler...

Verrohungen !

Ja es ist schon richtig, diese User gehören bestraft, und zwar ziemlich hart.
Aber es gibt ja noch den Datenschutzbeauftragten, der dies bezüglich so manches verhindert und mit Sicherheit viele Menschen, die dann laut aufschreien, wenn es den Behörden erlaubt wird, auf bestimmte Daten zu zu greifen.
Da ist eine falsch verstandene Solidarität. Es sollen nur die üblen Brandstifter und die Personen gefunden werden, die dauernd, unter dem Deckmantel des Anonymen ihre Hass- und Hetzbotschaften zu senden und mit Mord drohen.
Auch tun viele leider nichts dagegen, sie lesen es und lassen es zu und denken nicht weiter, was dadurch auf Dauer für ein Schaden an der Demokratie an gerichtet wird.
Grundsätzlich hat jeder bei uns das Recht zu kritisieren, aber bitte mit Achtung und Respekt .

@mlz

"Das ist ein gefährliches Indiz, denn es zeigt, dass es ein Gruppendenken gibt" Am 05. November 2019 um 09:45 von mlz

Warum soll Gruppendenken gefährlich sein?
Was ist an Gruppenbildung schlecht?

Man muss auch nicht für diejenigen denken, die der Gruppe gar nicht angehören wollen.

Ohne Gruppenbildung gibt es nur noch die graue Masse und Anonymität, in der eben jeder meint Morddrohungen ausstoßen zu dürfen.

Es gibt Untersuchungen dazu. Ein Mensch kann bis zu etwa 152 Personen gut kennen (Familie eingeschlossen), danach ist Schluss. Da braucht man Rituale (ev. Traditionen), um mit wildfremden Menschen gut zurecht zu kommen. Diese Rituale bilden sich in Gruppen aus.
Denken Sie an das Händeschütteln. Das ist nicht überall auf der Welt selbstverständlich.

Dies sind die Folgen....

einer Politik, die sich selber nicht mehr an die eigenen Regeln hält. Und es betrifft nicht nur Großbritannien.

Die Regierungen Europa biegen sich die Gesetze hin, wie es ihnen politisch passt.
- Der Brexit war in einer Volksabstimmung beschlossen. UK hätte lt. europäischen Verträgen am 31.03.2019 die EU verlassen müssen.

- Für den Euro gibt es ein "no bail out". Herr Draghi hat mit Billigung der Staatslenker massiv dagegen verstossen

- Der Schengenvertrag besagt, dass innere Grenzen offen und äußere geschlossen sein müssen.

- Reisefreiheit innerhalb der EU gibt es nur für EU Bürger, nicht für Bürger aus Drittländern

Ich könnte die Liste unendlich verlängern, bei der Politiker massiv das Recht beugen (oder brechen?). Dies nur, weil sie sich um unangenehme Entscheidungen drücken oder keine demokratische Legitimation in den Ländern haben.

Und in dieser Situation wundert man sich, wenn es Idioten und Gewalttäter gibt, die meinen das Recht selber in die Hand nehmen zu müssen?

@H.Hummel um 08.55Uhr

Absolute Zustimmung, obwohl sicherlich nicht alle Hintergründe angesprochen werden konnten. Die Grenzen der individuellen Freiheit werden von den Gerichten immer weiter hinausgeschoben, weil auch der Gesetzgeber nicht den Mut hat, rote Linien zu ziehen, sondern auch pausenlos von allen Arten von "Freiheit" redet, sei es dümmliche Wahlkrampfreden oder sogenannte "social media" usw. Überall wird sofort Mißbrauch und Polizeistaat vermutet! Aber wenn dann, natürlich anonym, Morddrohungen etc. ausgesprochen werden, ja dann ist das Geheul und Geschrei groß!

Kessl, 10:01

Ich persönlich denke wir sollten das Gesetz ändern: Verdiente Drohungen sollten straffrei sein.

Es gibt keine "verdienten" Drohungen, schon gar keine "verdienten" Morddrohungen.

In Deutschland gehören meiner Meinung nach alle Abgeordneten die für die Maut gestimmt haben lebenslänglich ins Gefängnis gesteckt

Was für ein unreifer Unfug! "Lebenslänglich" ist die Strafe für Mord - Sie bagatellisieren Morde, indem Sie die selbe Strafe für Wirtschaftsvergehen fordern.

Bei den Lehrern fängt es an

Was sich Lehrer gefallen lassen müssen geht auf keine Kuhhaut.

Lehrer haben es jetzt mit Rechtsanwälten zu tun. Da würden die Lehrer natürlich meist gewinnen. Aber welcher Lehrer hat schon die Nerven und die Zeit für einen Rechtsstreit.

Es entsteht die wahrscheinlich nicht erwünschte Lage dass durch Drohen mit dem Gericht widerrechtliches Verhalten gefördert werden kann!

kandidieren aus Angst ?

ich glaube das gibt es hier in D auch schon sehr oft.

@ Klausewitz 09:33 Uhr

"Keine realen Informationen"
---
Dem Artikel entnehme ich:

Information:
In Großbritannien kandidieren mehrere Abgeordnete und Minister nicht mehr für ihr Amt.
Information zum Grund:
Sie werden zunehmend bedroht.

Information über eine konkrete Ministerin:
Nicky Morgan, die im Kabinett von Premierminister Boris Johnson für Digitales, Kultur, Medien und Sport zuständig ist, will sich bei der Unterhauswahl nicht mehr aufstellen lassen.
Hintergrundinformation dazu:
Zu massive Bedrohung für sie und ihre Familie.

Information:
Die Zahl der Straftaten, die sich gegen Abgeordnete richteten, hat sich von 2017 auf 2018 mehr als verdoppelt.

Information:
Im vergangenen Jahr wurden 342 solcher Straftaten registriert.

Information:
Einem Bericht des Institute for Government zufolge ist der Betrag, der für die Sicherheit der Abgeordneten ausgegeben werden muss, zwischen 2016 und 2018 von gut 170.000 Pfund auf vier Millionen Pfund gestiegen.

Alles reine Informationen, keine Hetze, wie Sie meinen.

10:17, Tada

>>@mlz (09:30)
Ich hätte Ihren Beitrag gut geheißen.
Aber Sie selbst benutzten das Wort "Maulhelden". Ein "Maul" haben Tiere.
Inwiefern sind Sie also besser?<<

Der Begriff "Maulhelden" ist ein gebräuchliches Wort der deutschen Sprache und hat mit Tieren nichts zu tun.

>>Keine Sorge, auch diejenigen,vdie jetzt Morddrohungen verschicken haben klein angefangen.<<

Es trägt Sie aus der Kurve.

Es wurde zu spät reagiert

Die Politiker werden jetzt von einem Phänomen eingeholt, dass sie über viel zu lange Zeit ignoriert u. dessen Auswirkung sie anscheinend auch massiv unterschätzt haben. Die Anonymität des Internets bringt eigentlich nur das zutage, was schon lange existiert. Eine immer asozialere Gesellschaft, in der der Besitz, die Gesundheit oder auch das Leben anderer Menschen nichts mehr zählt u. nicht mehr respektiert wird. Das darf man auf keinen Fall Trump oder ausschließlich den Rechten zuordnen. Wir müssen damit aufhören, Straftaten zu verharmlosen, wenn uns der Grund für die Tat gefällt oder politisch gerade gelegen kommt. Straftat ist Straftat u. kein ziviler Ungehorsam oder jetzt gerade mal nicht so schlimm. Sowas motiviert dann sehr schnell, einfach mal eine E-Mail unter Pseudonym zu schreiben, zu beschimpfen oder gar körperlich zu attackieren. Alles muss Konsequenzen haben. Die Rückverfolgung von E-Mails oder Postings z.B. muss möglich gemacht werden, ob es uns jetzt passt oder nicht.

@dummschwätzer

>> Und die Judikative soll endlich begreifen, dass deren Rechtsprechung über die gesellschaftliche Akzeptanz des Rechtsstaates entscheidet.<<

Bitte nicht! Die Rechtsprechung hat gerade unabhängig von den laut aus der "Mitte" unserer Gesellschaft gebrüllten Forderungen zu sein.

Sie hat Recht zu sprechen. Leider vergessen manchmal auch unsere Politiker, dass man die Rechtsprechung nicht an jeden beliebigen Fall anpassen sollte - sondern dankbar dafür sein soll, dass eine noch weitestgehend unabhängige Instanz die Dinge gegen eine Basis wie die Menschenrechte abwägt. Und das unabhängig wie wir über den Einzelfall denken, da wir sonst längst wieder staatlichen Totschlag und Mord hätten.

10:11, dummschwaetzer

>>Dies ist das Ergebnis.......
wenn die Politik für ihre eigenen Posten und die Wiederwahl diffamiert, persönlich angreift, den Rechtsstaat nicht mehr durchsetzt. Und dies ist völlig unabhängig von der Seite.<<

Die Politiker sind also selbst schuld?

Ihre Diffamierungen sind unerträglich.

an von Kessl !

was du da schreibst, ist in meinen Augen ziemlich daneben.
Wenn ein Politiker wie Herr Scheuer da einen richtigen Bock schießt, dann sollte er dafür auch gerade stehen, dass heißt, er muss zahlen, nicht der Steuerzahler.
Auch ich bin von unserer Regierung und vielen Abgeordneten auch nicht begeistert, aber hier zu schreiben, "ich hasse sie alle" ist einfach nur total daneben.
Verachtung leitet sich ja ab von Achtung, die fehlt dir anscheinend komplett und jeglicher Respekt.
Denke mal ernsthaft über deine Sichtweise nach und komme zurück auf den Pfad der Tugend und des Miteinanders.

Re kessl

Verdiente Todesdrohungen?
Geht's noch?!

Sie relativieren ja noch nicht mal, Sie legitimieren diese Bedrohungen sogar...
Da bleibt man einfach nur sprachlos zurück.

10:01 von Kessl

"Verdiente Bedrohungen sollen straffrei sein."
Und wer entscheidet, wer was verdient? Aufhängen oder doch nur Federn und Teeren?

Wer nicht in der Lage ist, in einer solchen Diskussion (hier um die Abstimmung zur Maut) sachlich zu argumentieren, sondern zu Drohungen und letztlich zu Gewalt zu greifen, verspielt m.E. sein Recht, in der Demokratie mitzuwirken.

Sie sind doch sicher in der Lage, auch ohne Drohungen unverblümt die Wahrheit zu sagen.

Dann engagieren Sie sich doch politisch. Aber da läuft man natürlich Gefahr, angefeindet oder angegriffen zu werden.

@Tada

Inwiefern ich besser bin?

Eigentlich gar nicht. Ich bin ein Mensch, sie auch. Ich wollte sie damit jedenfalls nicht beleidigen. Entschuldigung!

Ich habe das als Begriff für "Angeber" benutzt, weil mir das für jemanden der Bedrohungen verschickt nicht angemessen erschien - besonders, da ich anzweifle, dass diese Leute die Verantwortung und den Stress eines Politikerlebens aushalten würden. Den Terminplan der Kanzlerin wollte ich nicht haben.

Welches Wort würden Sie empfehlen?

PS: Keine Sorge, ich werde auch in Zukunft keine Morddrohungen verschicken. In dieser Hinsicht nehme ich dann doch für mich in Anspruch, besser zu sein, als diejenigen die Morddrohungen oder Hassrede posten und verschicken.

09:30 von mlz

Ganz Ihrer Meinung.

@09:02 von Tada

>>Immerhin sind Politiker für die Zustände im Land mitverantwortlich. ..<<

Sie wollen damit nun nicht andeuten, dass die Politiker für solche Drohungen selber verantwortlich sind, oder?
Es kann doch wohl nicht wahr sein, das es Menschen gibt, die solche Drohungen aussprechen und vielleicht auch noch ernst meinen! Dem muss jeder zivilisierte Mensch entschieden entgegen treten. Wo soll das denn enden?
Daher kann es nicht sein, dass man die Opfer auch noch selber verantwortlich mach!
Prävention fängt bei jedem selber an! Soll sich doch bitte mal jeder selber fragen, ob er mit seinen Aussagen und Äußerungen, nicht solche Drohungen fördert!
Ach ne, ich hab es vergessen: Schuld sind ja immer die Anderen!

10:01 von Kessl

Sie würden also alle Abgeordneten, die entgegen Ihrer Meinung gestimmt haben, lebenslänglich einlochen? Die Moderatoren werden einen Grund gehabt haben, Ihren Post freizuschalten. Würde Ihre Einstellung Schule machen, wäre es das Ende der Demokratie. Aber keine Sorge, wer solche Positionen verträte, wäre als Partei nicht zugelassen. Ihr Verständnis für Mörder in allen Ehren, aber den Tod hat niemand verdient.
Jeder, der solche Gedanken nicht nur denkt, sondern offen äußert, hat Teil der Verrohung, die der Artikel beweist.
Dieser Pest kann nur begegnet werden, wenn jeder, der es begriffen hat, seine eigenen Gedanken kontrolliert und seine Umgebung zum Guten beeinflusst.

@Superdemokrat (10:19):

>>das ist wie in SAchsen,..
wo die AfD nicht alle Mandate besetzen kann ,,,weil die Kandidaten bedroht werden...<<

Sie bringen da ein wenig was durcheinander. Die AfD kann in Sachsen nicht alle gewonnenen Mandate besetzen, weil sie zu unfähig war, ihre Kandidaten gesetzeskonform aufzustellen. Bedroht werden in letzter Zeit vor allem die Gegner der AfD, wie man zuletzt an Cem Özdemir und Claudia Roth sehen konnte. Den Fall Lübcke werde ich Ihnen wohl nicht erst schildern müssen.

@ 09:33 von Klausewitz

„So ein Unsinn, nix als Hetze
So ein Unsinn, nix als Hetze gegen Brexit und den Premierminister. Keine realen Informationen“
///
Das Problem sind Egozentriker in der Politik, die mit ‚alternativen Wahrheiten‘ und Hasstiraden einen aggressiven Stil hoffähig gemacht haben. Ganz vorne dabei auch genau der von Ihnen in Schutz genommene Premierminister Johnson! Es geht diesen Populisten nur um‘s eigene Ego. Ein Konsens ist nicht beabsichtigt. Diese Egozentriker leben von der Spaltung der Gesellschaft, und damit fühlen sich auch kleine Geister zu Hass und Gewalt aufgerufen. Daran sollte jeder denken, der solchen Politiker eine Stimme gibt. Am Schluss fällt es auf uns alle zurück!

Risiken und Nebenwirkungen

...von Populismus.

Wenn man über Jahre Debatten führt, in denen gelogen wird, wann immer die Argumente knapp werden und die politischen Gegner zu Fans von Fremdbestimmung erklärt, während man selbst "die Freiheit" verteidigt - tja, dann kommt, ganz und gar faktenbefreit, sowas raus. Es gibt eben viele, die sich viel lieber aufregen und sich dann noch im Recht fühlen ("kämpfen"), anstatt sich ein differenziertes Urteil zu bilden. Die gibt es hier leider auch.

Und das Ausmaß an Chauvinismus, Rassismus und Feindseligkeit, das diese Brexit-Kampagnen in der britischen Gesellschaft freigelegt haben, ist erschreckend und widerlich, aber leider nicht neu.

@09:33 klausewitz

Sie finden die Tatsache, dass Politiker*innen bedroht werden und nicht zuletzt wegen konkreter Mordfälle nicht mehr kandidieren, ist "nix als Hetze gegen Brexit und den Premierminister"? Sie sollten - milde formuliert - Ihr Verständnis von Hetze überprüfen.

@09:15 von schokoschnauzer

>>...Bei den Politikern geht da zu oft weniger um den Dienst für die Menschen (die sie gewählt haben) sondern eher um Rechthaberei und Machtspiele....<<

Also mal ehrlich, wenn ich als Politiker von einer/meiner Meinung überzeugt bin, dann sollte es doch selbstverständlich sein, sich genau für diese Meinung einzusetzen und den Diskurs mit anderen suchen, um sie zu überzeugen.
Das hat aber doch mit Rechthaberei und Machspielen nichts zu tun.

09:30 von mlz, 09:45 von mlz

Das waren zwei starke Diskussionsbeiträge von Ihnen. Glückwunsch und dankeschön!

Beendigung der Einschüchterungen

Wann endlich geschieht etwas, wann enden diese unsäglichen Hassmail‘s, Morddrohungen, Beschimpfungen oder sonstigen Verunglimpfungen?
Warum kann man sich in einem Netzwerk ohne Realnamen, Adresse, Telefonnummer und ggf. nur mit E-Mail-Adresse anmelden?
Neben dem gebräuchlichen Nikename, der hier von jedem benutzt wird, muss dem Netzwerk der reale Name und die Adresse bekannt sein. Ein Kontrollmechanismus, Brief, Anruf, Codezusendung oder andere Möglichkeiten, sollten doch heute kein Problem sein. Ich wette darauf, dass dieser Hass bei drohender Strafverfolgung erheblich nachlässt.

@09:20 von B. Pfluger

>>Dieser Bericht zeigt zwar eine Situation auf,
enthält jedoch keine Information darüber wer hinter diesen Drohungen steckt.
Rechtsextremisten à la Deutschland?
Bitte mehr fundierte Daten!<<

ist doch völlig egal, wer hinter den Drohungen steckt! Solche Drohungen gehen überhaupt nicht! Egal woher!

09:13 Jautaealis Freiheit über alles

Ich muss Ihrem Kommentar zustimmen. Die praktisch uneingeschränkte Freiheit hat im Wesentlichen mit der Aufklärung zu tun, die man nicht grundsätzlich infrage stellen muss, sondern an die Besonderheiten und Herausforderungen der Neuzeit anpassen muss. Eine grenzenlose Freiheit führt eh ins Chaos.
Die aktuelle Bedrohung, die nicht nur in Großbritannien, sondern praktisch mit gleicher Entwicklung auch in Deutschland und anderen Staaten zu beobachten ist, bedroht unsere Demokratie an der Basis. Hier ist die Politik gefordert. Bisher hat sie noch keine überzeugende Antwort gefunden und mit den üblichen Plattitüden lassen sich diese Probleme nicht lösen. Halbheiten, wie Gesetze, die nicht effektiv umzusetzen sind, helfen nicht weiter.

@ kommentator_02

"Twitter, Facebook
und sonstige asoziale Portale rigoros abschalten"
Es bringt doch nichts, ein, zwei Plattformen abzuschalten. Dann nutzen sie eben andere Plattformen oder machen sich selbst welche - was ohnehin schon geschieht. Wir leben im Jahr 2019.

@werner1955

Sie meinen wohl nicht kandidieren aus Angst. Ehrlich gesagt sollten diese sich dann einen anderen Job suchen, ein Polizist, ein Soldat und auch ein Politiker sollte im Vorfeld sich im Klaren der Gefahren sein, bevor man den Job annimmt. Wenn die aus Angst nicht kandidieren, dann halt zurücktreten und Platz für mutige machen.

@09:23 von Ralli777

>>...Ich würde mich freuen, wenn wir alle wieder mehr in dieser Art miteinander sprechen würden, auf Augenhöhe. Die bei diesem Event verwendeten Kommunikationsregeln sollten Schulwissen sein, siehe Google ;)..<<

Sehr gut. Aber genau deshalb ist ein "Fehlverhalten der Politiker" völlig egal. Denn auch vermeidliches Fehlverhalten kann man in sachlichem Ton anmahnen und braucht dafür keine Drohungen aussprechen!

Konsequent gegensteuern

Persönlich absolut nachzuvollziehen, dass sich Politker nach massiven Bedrohungen zurückziehen, aber damit ist das Ziel dieser Verbalterrotisten, den Andersdenkenden auszuschalten, natürlich auch erreicht. Und so sollte man diese Täter, wenn man ihnen habhaft wird, auch behandeln, als Terroristen. Denn mit dieser Art Straftaten wird die Demokratie und der Rechtsstaat in seinen Grundfesten bedroht. Hier ist die volle Härte des Gesetzes anzuwenden.

Angst

Der Bäcker sollte keine Brötchen und Brot backen, aus Angst das er sich am Ofen verbrennen könnte? Oder der Dachdecker steigt nicht mehr aufs Dach, weil sind ja etliche Dachdecker schon vom Dach gestürzt und hat Angst? Dann wird man dem Job aber nicht mehr gerecht und sollte nicht mehr dafür bezahlt werden.

@09:30 von mlz

Vielen Dank für Ihren Beitrag! Sie sprechen mir aus dem Herzen!

10:28 von dummschwaetzer

"Der Brexit war in einer Volksabstimmung beschlossen. UK hätte lt. europäischen Verträgen am 31.03.2019 die EU verlassen müssen. "
Die Volksabstimmung ist keine gesetzgebende Veranstaltung. Der Austritt muss von der Regierung beschlossen werden, und die muss das in Großbritannien durch das Parlament bekommen.
Es ist kaum vorstellbar, dass die "europäischen Verträge" das anders regeln. Leider bin ich nicht so firm darin, vielleicht können Sie mir da helfen?

Und ich wundere mich, dass es Menschen gibt, die über Idioten und Gewalttäter nicht so urteilen, wie man es nach Strafrecht sollte, sondern sogar Verständnis dafür aufbringen.

10:19, Superdemokrat

>>das ist wie in SAchsen,..
wo die AfD nicht alle Mandate besetzen kann ,,,weil die Kandidaten bedroht werden<<

Quatsch.

In Sachsen kann die AfD nicht alle Mandate besetzen, weil ihre Kandatenliste nicht gesetzeskonform aufgestellt wurde.

Das ist allgemein bekannt, mit Sicherheit auch Ihnen.

10:37 von Rapanzel

Ich vertrete Ihre Meinung und bin dafür, wie auch hier von mir veröffentlicht, die Anonymität unmöglich zu machen.

@ Kessl

"Ich persönlich denke wir sollten das Gesetz ändern: Verdiente Drohungen sollten straffrei sein" Am 05. November 2019 um 10:01 von Kessl

Das wäre Selbstjustiz und die geht in einer Zivilisation schon Mal gar nicht.
Ich kann meine Kinder auch nicht alle Streitigkeiten selbst regeln lassen und Drohen und Beschimpfungen gehen auch nicht. Für mögliche Strafen bin ich zuständig, und nicht die Kinder untereinander.

Wenn jemand etwas verdient hat, dann muss er verklagt werden. Nicht anders.

*

Direkte Selbstverteidigung ist etwas anderes. Niemand muss es erdulden, dass sein Körper durch Taten oder seine Ehre durch Beschimpfungen oder Begrapschen verletzt werden.

Die Abgehobenheit der

Die Abgehobenheit der Parlamentarier ist an der Verzwanzigfachung der Mittel für deren körperliche Unversehrtheit zu erkennen. Sie verdienen nicht nur um etwa diesen Faktor mehr als der Durchschnittsbürger - sie müssen nun auch mit einem riesigen Finanzaufwand (vermutlich aus Steuermitteln) v o r den Bürgern geschützt werden. Der ganz normale Mensch hat aber keinen Anspruch auf einen Objekt- oder Personenschutz, obwohl er oftmals auch an Leib und Leben bedroht wird (und muß dann eben zusehen, wie er damit fertigwird). Die Ursachen für den sich verschlechternden zwischenmenschlichen Umgang sind zahlreich, woran unsere Politiker nicht ganz unschuldig sind. Fairneß und freundlicher Umgang miteinander ist oft in derselben Fraktion nicht mehr vorhanden- ganz zu schweigen vom Umgang mit gegnerischen Parteien.

@ um 10:21 von Superdemokrat

Ihre Aussagen kollidieren irgendwie mit Ihrem Namen. Eine Demokratie lebt von der friedlichen politischen Auseinandersetzung. Wenn man jeden Politiker bedroht, der nicht die Meinung der Wähler bedient, dann hat die Demokratie ausgedient.

@10:01 von Kessl

Nur weil Sie persönlich eine andere Meinung haben, sollten Abgeordnete lebenslänglich ins Gefängnis?
Wie kann man eine Drohung "verdienen"?
Genau solche Aussagen wie Ihre tragen zur Verrohung entscheidend bei!
Genau gegen solche Aussagen wie von Ihnen muss man sich vehement stemmen!
Sie sollten sich mal hinterfragen, verehrte/r Herr/Frau Kessel.

unsere demokratie wurde durche eben diese politiker missbraucht

und ignoriert. sicher sind morddrohungen nicht werwünschenswert.

dennoch sind die politiker die ursachen für die zunehmende gewallt. wenn ein volk seine vertreter wählt aber von ihnen jedes mal im stich gelassen wird und deren versprechen nicht einhalten, dann giebt es eine zunehmende linke und rechte gewalt. wir sind schon in der weimaer politik angekommen. und wenn ich sehe wie die bevölkerung immer so bevormundet wird, dann hat man einst erreicht, nähmlich die gewaltbereitschaft im menschen geweckt da sie nicht mehr anders können. schlimm sehr schlimm. all diese politik ist nur noch lobbyismus und hat nichts mehr mit dem wohlsorgen der menschen zu tun. und england hat gewählt raus aus der eu und nach fast vier jahren ein dilemma! mich graut es vor der zukunkft und die naturellen ereignisse wie erderwärmung, die hier auch noch missbraucht werden um geld und poilitik zu machen, ist nichts dagegen was auf uns zukommen wird. nähmlich gewalt, hass, anfeindung und spaltung. zu späht!

Da hast du Recht mlz!

Die Frage ist nur wie mit solchen radikalen Leuten umgehen???

Also 1. Wenn jemand als Verräter bezeichnet wird muss es beweise geben die ihn des Verrats beschuldigen bzw. einer sachlichen Aufarbeitung auch standhalten.

Ein Leitspruch von mir: " Derjenige der zuerst zuhaut ist der Arsch"!

Ja das Gruppendenken ist dem freien Denken in bezug des durchsetzungsvermögens überlegen.

Die Leute müssen aufeinander aufpassen oder die gesellschaft verbessert sich nicht.
Gerade Kinder müssen nach gewissen regeln erzogen werden, sonst fängt die Saat der Zwietracht an dort zu wachsen.
Kinder die nie regeln kannten werden dies auch nicht als erwachsene kennen, dann ist dem Chaos tür und tor geöffnet.

Also der Staat hat auch in vielem versagt.
Ja Demokratie,Meinungsfreiheit und Rechtstaatlichkeit sind eine gute Sache wenn sie auch verteidigt werden darf.
Lehrer dürfen ja heute nix mehr und die Schüler wissen das.

Das System Demokratie wird doch von ihnen heraus morsch.

@ 10:11 von dummschwaetzer

Es sind die populistischen Hetzer, die die Gewalt in Teilen der Gesellschaft herbeireden. Gewalt darf niemals eine Lösung sein. Das ist Konsens aller demokratischen Parteien. Nur Vertreter EINER Partei reden in diesem Land von "ganz menschlichen Reaktionen", um Gewaltexzesse zu bagatellisieren.

Re mister_X 10:19 Korrektur

Es sollte natürlich Resistenz statt Resonanz heißen ;)

@10:21 von Superdemokrat

>>...der Bürger beschließt etwas und die Politiker weigern sich..<<

Wer ist denn dieser ominöse Bürger, der etwas beschließt, was dann alle Politiker umsetzen "müssen"?
Ist es nicht eher so, dass das britische Parlament die Bevölkerung widerspiegelt? Und sich eben genau daraus die Probleme mit dem Austritt ergeben?
Genau das ist doch das Problem in GB.

09:12 von andererseits

"Und es hat ganz eindeutig seine Wurzeln auch in der Verrohung der Sprache rechtspopulistische, völkisch-nationaler und auch rechtsextremer Gruppierungen"

Hier muss ich einmal widersprechen, um der Redlichkeit willen. "Eindeutig" ist hier nämlich wirklich nichts.
Es gibt keine Statistiken, keine Nachweise der Wurzeln. Das ist alles reine Behauptung.

Und genau diese reinen Behauptungen nennt man heute "populistisch".

Es ist genauso gut möglich, dass die erwähnte Verrohung der Sprache UND die Morddrohungen eine GEMEINSAME Wurzel haben, die noch gar nicht erkannt ist.

Denn die populistischen Parteien sind ja alle gewählt worden - und möglicherweise WEGEN ihrer verwerflichen Gesinnung. Man erwartet von ihnen also das, was wir jetzt haben.

Die Verrohung der

Die Verrohung der Gesellschaft fing doch schon vor 15 Jahren spürbar an. Das ist ein gesamtgesellschaftliches Phänomen. Sportvereine, die früher zum Beispiel Stützen der Gesellschaft waren u der Jugend ein zu Hause gegeben haben, um sie auch zu sozialisieren u sie als Teil eines Teams zu machen, haben erschreckend rückläufige Mitgliederzahlen.
Noch vor 15 Jahren hatte jeder Dorfverein eine Mannschaft pro Altersklasse. Heute müssen sich vier Vereine zusammen tun, um mit Not eine Mannschaft für den Spielbetrieb zu melden.
Die Jugend verbringt täglich Stunden alleine im Netz u wird fehlgeleitet. Die Auswüchse dessen kann man sich überall angucken. Gewaltbereite Leute mit kurzer Zündschnur im Bus u in der Bahn. Auf linken u rechten Demos. Vor dem Fußballstadion.
Noch vor 15 Jahren konnte man in meiner Stadt nachts alleine nach Hause gehen. Heute muss man bestimmte Bereiche meiden. Die Chance Opfer eines Raubes zu werden ist greifbar. Viele Freunde sind es aktuell bereits geworden

11:03, adorno @10:28 von dummschwaetzer

>>1"Der Brexit war in einer Volksabstimmung beschlossen. UK hätte lt. europäischen Verträgen am 31.03.2019 die EU verlassen müssen. "
Die Volksabstimmung ist keine gesetzgebende Veranstaltung. Der Austritt muss von der Regierung beschlossen werden, und die muss das in Großbritannien durch das Parlament bekommen.
Es ist kaum vorstellbar, dass die "europäischen Verträge" das anders regeln. Leider bin ich nicht so firm darin, vielleicht können Sie mir da helfen?

Und ich wundere mich, dass es Menschen gibt, die über Idioten und Gewalttäter nicht so urteilen, wie man es nach Strafrecht sollte, sondern sogar Verständnis dafür aufbringen.<<

Der von Ihnen zitierte Post ist exemplarisch für die Geisteshaltung, die in letzter Konsequenz zu den Exzessen führt, die der Artikel beschreibt. Nämlich empörte Selbstgerechtigkeit. Man legt sich eine Rechtsauffassung zu, die man absolut setzt und erkennt gar nicht, daß sie an den Haaren herbeigezogen ist. Aber wer sie nicht teilt, ist ein Verbrecher.

Ein kleiner Prozentsatz der Internetuser

gehört zu den Kategorien Hater, Beleidiger, Droher usw.
Durch die Medien werden diese auch noch unterstützt, weil über sie in allen Kanälen berichtet wird.
Ich war vor vielen Jahren auch mal ein intensiver User von Facebook, Instagram, Twitter und Co.
Das habe ich mittlerweile aufgegeben, weil es mir einfach zuviel Negatives dort zu lesen gab.
Totschweigen kann man die o.a. Personen nicht, aber ignorieren.
Die Gesetze müssen einfach in allen EU-Staaten verschärft werden. Anonymität ja, aber nicht bei Straftaten.

re nicht superschlau

"Wurde je von Honnecker, als Machtaber geredet? Der wurde immer mit seinem Titel in der Militärjunta angesprochen."

Das wurde er garantiert nicht, weil es in der DDR keine Militärjunta gab.

@11:02 von Hackonya2

>>Der Bäcker sollte keine Brötchen und Brot backen, aus Angst das er sich am Ofen verbrennen könnte? Oder der Dachdecker steigt nicht mehr aufs Dach, weil sind ja etliche Dachdecker schon vom Dach gestürzt und hat Angst? Dann wird man dem Job aber nicht mehr gerecht und sollte nicht mehr dafür bezahlt werden.<<

Der Bäcker hat keine Angst, sich zu verbrennen, der Dachdecker hat keine Angst vor dem Herunterfallen und der Politiker hat keine Angst vor... ja welche Gefahren muss er denn aushalten?
Sie verharmlosen die Drohungen als "normales Berufsrisiko".

re tada

"Immerhin sind Politiker für die Zustände im Land mitverantwortlich. Diese sind halt jetzt zu ihnen durchgedrungen. Ich wünschte, der Aufschrei wäre viel früher gewesen."

Welche Zustände rechtfertigen denn Morddrohungen? So jedenfalls liest sich Ihr Kommentar.

re kessl

"Ich persönlich denke wir sollten das Gesetz ändern: Verdiente Drohungen sollten straffrei sein."

Und natürlich bestimmen Sie dann, welche verdient sind ...

Was machen Sie bloß, wenn andere die für unverdient halten? Wird dann gelost?

11:10, Quakbüdel

>>Die Abgehobenheit der Parlamentarier ist an der Verzwanzigfachung der Mittel für deren körperliche Unversehrtheit zu erkennen.<<

Sie bezeichnen die objektive Bedrohungslage als Abgehobenheit?

>>Sie verdienen nicht nur um etwa diesen Faktor mehr als der Durchschnittsbürger - sie müssen nun auch mit einem riesigen Finanzaufwand (vermutlich aus Steuermitteln) v o r den Bürgern geschützt werden.<<

Vor den Bürgern?

Lässt diese Wortwahl Rückschlüsse auf die Kreise zu, in denen Sie verkehren?

Und selbstverständlich werden Funktionsträger des Staates aus Steuermitteln geschützt.

>> Der ganz normale Mensch hat aber keinen Anspruch auf einen Objekt- oder Personenschutz, obwohl er oftmals auch an Leib und Leben bedroht wird (und muß dann eben zusehen, wie er damit fertigwird).<<

Ich wurde bisher nicht bedroht, bin dann wohl kein ganz normaler Mensch.

Abgesehen davon werden auch Nichtpolitiker von der Polizei geschützt, wenn die Gefahrenlage es erfordert.

@10:21 tagesschlau2012

Die Quintessenz Ihrer Antwort auf meinen Kommentar ist, dass Sie sprachliche Verrohung, Drohungen, Beschimpfungen und Gewalt gegen Politiker*innen rechtfertigen mit dem Terminus "wenn Menschen zu Verlierern werden": Das unterscheidet sich tatsächlich diametral von meinem Verständnis von Demokratie und von meinen Grundwerten. Ich kenne genügend "Verlierer*innen" der aktuellen Politik, mir und ohne Flucht- und Migrationshintergrund: Da gilt es, politisch und gesellschaftlich zu argumentieren und zu arbeiten - den Respekt vor Andersdenkenden zu verlieren, schadet letztlich nicht nur anderen sondern einem selbst und spielt denen in die Hände, die Demokratie und offene Gesellschaft ablehnen oder bekämpfen.

09:56 von dr.bashir

"Verrohung der Gesellschaft?

Das Internet bringt nur zum Vorschein, was es immer schon gab."

In diese Richtung geht meine Überlegung auch.

"Saßen früher die Rassisten beim Bier zusammen und belästigten sich nur gegenseitig mit ihren dumpfen Sprüchen, so kann heute jeder anonym öffentlich seinen Müll verbreiten."

Das zumindest scheint nachweisbar zu sein.

"Das ermutigt dann wieder Andere."

Das, denke ich, stimmt ebenfalls.

Zu Beginn der öffentl. Foren war der Hass-Sprech noch nicht so ausgeprägt.
Und wurde dann immer ausgeprägter, als man realisierte, dass der Staat da - bisher zumindest - nicht eingreifen kann.

"Leider sind "die Menschen" im Schnitt nicht so edel und kultiviert, wie sie sich selbst gerne sehen."

Ich bin zwar der Überzeugung, dass 'die Menschheit' sich Richtung Menschlichkeit immer mehr entwickelt -
aber der schmutzige Bodensatz kann erst mal hochkochen, wenn die Gelegenheit es ermöglicht.

Da solche Menschen meist auch feige sind, sind Gesetze nötig.

11:19, Petersons

>>unsere demokratie wurde durche eben diese politiker missbraucht
und ignoriert. sicher sind morddrohungen nicht werwünschenswert.

dennoch sind die politiker die ursachen für die zunehmende gewallt. wenn ein volk seine vertreter wählt aber von ihnen jedes mal im stich gelassen wird und deren versprechen nicht einhalten, dann giebt es eine zunehmende linke und rechte gewalt<<

Es wird immer Menschen wie Sie geben, die mit den Entscheidungen von Politikern nicht konform gehen und ihre Meinung zur "Volksmeinung" erklären, sie also absolut setzen.

Der nächste Schritt ist dann, sich berufen zu fühlen, dieser Meinung stellvertretend für "das Volk" Geltung zu verschaffen.

Notfalls mit Gewalt.

Eigentlich ist man ja gegen Gewalt, aber die Politikerkaste, die da oben, das Establishment, die Elite und was dergleichen Bezeichnungen mehr sind lässt einem ja keine andere Wahl...

Es ist aber nur Selbstüberhöhung. Sonst nichts.

Ist das nach den in allen

Ist das nach den in allen EU-Ländern mittlerweile entstandenen Superrechtschauvinismus die nächste Veränderung in den politischen Gegebenheiten, die dann auch wieder so nach und nach in allen weiteren Staaten auftauchen wird, dieses Politikerbedrohen? Dann Adieu Demokratie! Und das alles nur, weil die, die jetzt bedroht werden, das Entstehen dieser Gefahren mit ihrer falschen Politik, die eher nur eigene Willensumsetzung, statt Politik zum Vorteil von Staat und Gesellschaft sein muss, ermöglicht haben. Aber diese Einsicht wird genauso weiterhin fehlen, wie der Umschwung aus dieser notwendigen Einsicht, der nötig wäre, um uns alle vor dem weiteren Erstarken der Rechten zu retten. "So kam das Böse in alle Welt hinaus..."

"Immer wieder taucht auch das Wort "traitor", Verräter, auf"

Rechtsextremisten und sonstige Demokratiefeinde sehen seit jeher jeden als "Verräter" an, der es wagt, in aller Öffentlichkeit auf ihnen nicht "genehme" Tatsachen hinzuweisen oder unbequeme Wahrheiten auszusprechen. Oder auf politische Skandale hinzuweisen, wie es z.B. Edward Snowden, Chelsea Manning oder die Journalisten, die Panama- und Paradise Papers "aufgedeckt" haben getan haben.

Verrohung der Gesellschaft?

Verrohung der Gesellschaft? Ändert sich die Natur des Menschen? Habe ich in meiner Umgebung und bei mir nicht festgestellt.
Dass das Kapital seine Interssen immer unverblümmter durchsetzt und hierzu auch Politiker und Medien nutzt, die Menschen gegeneinander hetzt und unmenschliche Konkurrenz im Arbeitsbereich, in Konsum und Freizeit fördert und fordert - das ist was zu sehen ist. Die angebliche Verrohung der Gesellschaft (also uns aller) ist eine Ablenkung von den eigentlichen Interessen, die dahinter stehen. Parteien wie AFD, andere organisierte Bewegungen in anderen Ländern, der sog. Rechtsruck, sind Instrumente einer Interessensvertretung.
Die Demokratie steht einigen im Wege, die ihre Rendite und ihre Vormachtstellung durch die Forderungen nach Gleichheit und Gerechtigkeit, nach sozialer Sicherheit, Freundlichkeit, Frieden und Solidarität gefährden sehen. Sie wollen stattdessen weniger Steuern zahlen, mehr Entscheidungsbefugnisse, mehr Geld für sich, und benutzen die Anfeindungen.

11:39 von karwandler

re tada

"Immerhin sind Politiker für die Zustände im Land mitverantwortlich. Diese sind halt jetzt zu ihnen durchgedrungen. Ich wünschte, der Aufschrei wäre viel früher gewesen."

Welche Zustände rechtfertigen denn Morddrohungen? So jedenfalls liest sich Ihr Kommentar.
///
*
*
Das habe ich mich in den 60ern auch immer gefragt.
*
Aber damals gab es auch jede Menge Symphatisanten.

@karwandler(11:39) zu @Tada

Eigentlich beinhaltet das Wort "Zustände" , das ich benutzt habe umgangssprachlich schon einen Mangel an Regeln und Ordnung.

Jetzt haben die Politiker die Zustände mitbekommen.

Soll heißen, das hätten die Politiker schon früher sehen und entsprechend agieren müssen.

um 09:08 von OlliH

"Die Saat von Johnson, Farage und Johnson geht auf."

Ich vermute mal, Sie meinen einmal Trump und nicht zweimal Johnson!

Ich folge Ihnen da nur zum Teil. Denn Johnson, Farage und Trump sind nur eine Folge ungereglter Praktiken, die wir alle seit Jahren vor allem im Internet erleben. Wer am lautesten schreit, am besten pöbelt und am härtesten beleidigt bekommt die Aufmerksamkeit, die der langweilige Backkurs nebenan eben nicht erhält. Und das machen sich Politiker, die nicht soviel Moral und Anstand besitzen, dann gerne zu eigen, wenn es um das eigene Vorankommen geht. Immerhin ist das Internet inzwischen mit eines der wichtigsten Sprachrohre für Öffentlichkeitsarbeit. Und solange wir da nicht eindeutige, gesetzlich festgelegte Regeln finden und auch durchsetzen, solange wird der Hass ungehemmt weitergehen und die Spinner und Frustrierten können sich weiter hochschaukeln, bis etwas passiert.

"Wacht endlich auf Leute und wehrt Euch gegen diese Verrohung der Gesellschaft."

Richtig so!

11:00 von Hackonya2

"Wenn die aus Angst nicht kandidieren, dann halt zurücktreten und Platz für mutige machen." Das machen sie, Ihr Wunsch wird ja durch das "nicht kandidieren" erfüllt.

Nur: das kann nicht der Weg sein! Wer will noch kandidieren, wenn er seine Familie bedroht sieht oder tatsächlich ermordet wird? So bekommen die Extremisten es doch hin, missliebige Politiker wegzumobben. Ist ja auch in der kleinen Lokalpolitik bereits in D passiert. Und wer kommt als Ersatz? Kaltschnäuzige Machos, die über Leichen gehen?

Zu den Gefahren, die ein Politiker im Vorfeld kennen muss, gehörten bislang noch keine Morddrohungen. Jedenfalls nicht hier in Deutschland. Allenfalls bei besonders exponierten Politikern war Polizeischutz erfoderlich. Die Zunahme der Sicherheitsvorkehrungen (im Artikel wurde ja die Zunahme für GB dargelegt) zeigt, dass das Problem wächst und nicht schon immer zu berücksichtigen war.

Ach: Schiedsrichter im Fußball sollten auch eine Kampfsportausbildung bekommen...

Ohnmacht

Lügen, Intrigen, Klüngeleien, Lobbyismus, Korruption, nicht halten von Wahlversprechen, Intransparenz, Entscheidungen nicht zum Wohle der Bevölkerung, Misswirtschaft, Unfähigkeit ....

sind doch heute Teil der Regierenden. Da kommt schnell das Gefühl der Ohnmacht und Wut auf, was natürlich diese Drohungen/Ausraster nicht entschuldigt, aber vielleicht erklären.

Außerdem, die jahrelange Brexitdebatte und Zeitverschwendung hierzu lähmt doch das ganze Land, andere wichtige Themen bleiben auf der Strecke.

Mehr Demokratie sprich Volksentscheide nach schweizer Vorbild sind auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung. Nur mit einer schnellen Umsetzung hat es bei den Briten gehapert.

Verrohung der Gesellschaft

Die Radikalisierung der Gesellschaft, so wie wir sie zunehmend in Deutschland und anderen Ländern erleben, ist erschreckend. Hass- und Hetzbotschaften, Beleidigungen und Bedrohungen wurden in den sozialen Medien und unter dem Schutz der Anonymität viel zu lange toleriert. Die Verrohung der Sprache hat zur Verrohung der Strasse geführt. Auch im Bundestag, wo Begriffe wie Volksverräter verwendet werden, der Geburtstag von Kanzlerin Merkel von einer AFD-Abgeordneten "verflucht" wird und die Naziherrschaft von Gauland als Vogelschiss der Geschichte verharmlost wird, wird Agitation mit Argumentation verwechselt. Es wird höchste Zeit, sich dagegen zur Wehr zu setzen, auch im Alltag, an Stammtischen und in den Foren.

11:26, berelsbub

>>Noch vor 15 Jahren konnte man in meiner Stadt nachts alleine nach Hause gehen. Heute muss man bestimmte Bereiche meiden. Die Chance Opfer eines Raubes zu werden ist greifbar. Viele Freunde sind es aktuell bereits geworden<<

Auch vor vierzig Jahren hatte ich nachts in gewissen Gegenden ein ungutes Gefühl. Mittlerweile habe ich weniger Angst als damals.

Und Leute, die Opfer von Übergriffen der unterschiedlichsten Art im öffentlichen Raum wurden, die kannte ich immer schon.

Aber da ist meiner Wahrnehmung offensichtlich zu den Wahrnehmungen, die man in Kommentarspalten, Blogs etc. lesen darf, gegenläufig. Diese Wahrnehmungen werden immer hysterischer, meine wird immer gelassener.

Ich fühle mich jedenfalls mit meiner gelassenen Wahrnehmung entschieden wohler und bin froh, daß die grassierende Hysterie mich bisher nicht angesteckt hat.

Ebenfalls bin ich froh, kein Politiker zu sein. Denn dann hätte eine subjektive Wahrnehmung von Unsicherheit eine rationale Grundlage.

@ fathaland slim

"Der Begriff "Maulhelden" ist ein gebräuchliches Wort der deutschen Sprache und hat mit Tieren nichts zu tun." Am 05. November 2019 um 10:36 von fathaland slim

Nicht hier.

Und das "aus der Kurve tragen" erklären Sie mir nicht?

Man darf nicht vergessen,

Man darf nicht vergessen, dass es das Parlament ist, dass seit Jahren gegen den demokratisch legitimierten Brexit und damit gegen das Volk putscht: Immer wieder werden Gesetze verabschiedet, die den Brexit verlängern und hinauszögern, wie beispielsweise der zuletzt verabschiedete „Benn-Act”, der den Brexit am 31.10. erfolgreich torpedieren konnte. Dieses Gesetz wird zurecht von der Regierung als „Surrender Act” (to surrender: sich ergeben/aufgeben) bezeichnet. Die Oppositionsparteien wie Labour, SNP oder die LibDems sind darüber verärgert und wundern sich nun, dass sie deswegen angegriffen werden, dabei erfahren diese nun lediglich die Reaktion auf ihre zutiefst antidemokratische Verhaltensweisen.

Am 05. November 2019 um 09:33 von Klausewitz

Wenn ich Ihren Post lese, brauche ich mir die Frage nicht zu stellen, ob Deutschland Menschen ähnlicher Gesinnung hat.

Aber Ihr Stil ist im Forum ja hinlänglich bekannt.

11:58, Polyfoam

>>Und das alles nur, weil die, die jetzt bedroht werden, das Entstehen dieser Gefahren mit ihrer falschen Politik, die eher nur eigene Willensumsetzung, statt Politik zum Vorteil von Staat und Gesellschaft sein muss, ermöglicht haben. <<

Sie sind also selbst schuld, diese Politiker. Weil sie Ihrer Ansicht nach falsche Politik betreiben.

Nichts anderes schreiben Sie.

Andere Menschen betrachten aber vielleicht das, was Sie für falsch halten, als richtig. Ist Ihnen dieser Gedanke schon einmal gekommen?

Britische Abgeordnete kandidieren aus Angst nicht mehr

Besser kann man eine gespaltene und sich darin auflösende Gesellschaft nicht dokumentieren, und Deutschland ist knapp dahinter.

@ Hansi Glück

"@Tada...... Morddrohungen gegen missliebige Politiker stoßen auf Verständnis" Am 05. November 2019 um 09:56 von Hansi Glück

Unsinn.

Zu erkennen, dass die Verrohrung nun bei den "ganz Oben" angekommen ist, oder gar da mitverschuldet wurde, ist noch lange kein Zeichen von Verständnis für die Verrohrung. Weder für die "oben" noch "unten".

Und es ist tatsächlich so, dass es der Job der Politik ist für die Ordnung mitzusorgen.

Wenn sie das nicht kann : Wofür braucht man sie denn noch?

Bislang höre ich nur, wie die Politiker jammern, dass sie nun auch betroffen sind. Jammern kann ich selber.

Zum Arzt meiner Wahl gehe ich auch nicht, um zu hören, dass er ebenfalls Kopfschmerzen hat.

Politiker

sind ein Teil dieser Gesellschaft und ihnen gebührt Schutz vor solchen Auswüchsen.
Und der Hinweis auf die Verantwortung für Zustände relativiert Übergriffe auf gefährliche Art und Weise.

10:21, Superdemokrat

aber wie soll der Bürger/Wähler denn dafür sorgen das in GB der beschlossene Austritt aus der EU endlich vollzogen wird...der Bürger beschließt etwas und die Politiker weigern sich ,sich daran zu halten

Ganz sicher nicht mittels Morddrohungen!

Im Übrigen wurde vom Bürger/Wähler (welchen genau meinen Sie hier eigentlich) kein Austritt aus der EU beschloßen, da es niemals einen Bürger/Wählerbeschluß zum Brexit gab. Weiß jede(r) Demokrat(in), ganz ohne "Super".

Re: Nemesis87

Ich würde nicht sagen, dass Kinder heutzutage nicht mehr nach Regeln erzogen werden. Prinzipiell wissen wir alle, dass menschliches Leid schlecht ist und streben nach Gerechtigkeit. Wir diskutieren vielleicht darüber, was gerecht ist, aber können uns darauf einigen, dass es was Gutes ist.

Solche Dinge wie Respekt vor Autoriäten sind eher variabel: Manche sagen, dass es moralisch richtig ist, andere nicht. Für eine funktionierende Gesellschaft braucht es ein Mittelding zwischen Anarchie und dem blinden Gehorsam.

Das Internet + Smartphone hat erst mal nur die Geschwindigkeit und Reichweite von Kommunikation beschleunigt: Das spontane und fluide Zusammenschließen von Gruppen durch gemeinsame Ideale und Ängste wie Fridays for Future oder auch Pegida ist eine Herausforderung für Demokratien, die noch zu langsam agieren und in eingetragenen Vereinen und Parteien denken. Deswegen bin ich ein Befürworter von Liquid Democracy Konzepten, die dem Rechnung tragen.

11:23, Clemens Jacobs

>>@10:21 von Superdemokrat
"...der Bürger beschließt etwas und die Politiker weigern sich.."

Wer ist denn dieser ominöse Bürger, der etwas beschließt, was dann alle Politiker umsetzen "müssen"?
Ist es nicht eher so, dass das britische Parlament die Bevölkerung widerspiegelt? Und sich eben genau daraus die Probleme mit dem Austritt ergeben?
Genau das ist doch das Problem in GB.<<

Aus der Wortwahl des Foristen können Sie ableiten, daß es für ihn nur einen, nämlich "den" Bürger gibt, und als Gegensatz zu diesem "die" Politiker.

"Der" Bürger hat eine einheitliche Eigenschaft, und "die" Politiker ebenfalls.

Ich nenne dies ein binär-kollektivistisches Weltbild. Individuen kommen in ihm auf beiden Seiten nicht vor. Wobei "der Bürger" sozusagen ein kollektives Überindividuum ist.

Diane Abbott

Vorweg: Ich möchte in keiner Weise gutheißen, dass Diane Abbott (oder irgendjemand sonst) bedroht wurde oder wird.
Mir geht es um die journalistische Qualität.

Für den Beitrag ist der Fall von Diane Abbott sicherlich kein gut gewähltes Beispiel. Dem durchschnittlichen deutschen Rezipienten dürfte nicht bekannt sein, dass Diane Abbott als Politikerin u.a. wegen ihres scheinheiligen Verhaltens für nicht wenige eine Reizfigur ist und darüber hinaus seit den 90er Jahren selbst immer wieder durch rassistische Äußerungen aufgefallen ist.

Wen es interessiert, der findet in der englischsprachigen Wikipedia einige erste Ansatzpunkte für weiterführende Recherchen:
https://en.wikipedia.org/wiki/Diane_Abbott#Political_controversies

Man hätte sicherlich ein besseres Beispiel finden können, um den Sachverhalt zu illustrieren, als das einer Politikerin, die selbst zur Verwilderung der politischen Sitten in Großbritannien einen gewissen Beitrag geleistet hat.

Britische Abgeordnete kandidieren aus Angst nicht mehr

Am Ende ist halt jedem das Hemd näher als der Rock, das heißt, der Einsatz ist das Ergebnis nicht mehr wert. So einfach ist das. Und wir können von Glück reden, dass in jetzigen Zeit ein solches Problem nicht mit einem Krieg gelöst, beseitigt wird. Das ist das einzig Positive. Aber man soll nie nie sagen.

dummschwaetzer, 10:28

Der Brexit war in einer Volksabstimmung beschlossen.

Nein, das ist dummes Geschwätz. Es gab niemals eine bindende Volksabstimmung zum Brexit, ist in GB auch rechtlich gar nicht möglich.

Ein "Facepalm" reicht manchmal nicht....

Mit Fassungslosigkeit lese ich hier einige Kommentare.

Da wird natürlich eingeräumt, das Morddrohungen schlecht sind.
Und gleichzeitig aber auch relativiert, dass man diese Morddrohungen ja auch verstehen könne.

Und als Ursache für die Verrohung kommt dann so Allgemeinplätze wie Internet, Gaming etc.....

Was für ein Blödsinn!

Morddrohungen sind absolut inakzeptabel! Und anstatt diese zu verurteilen, wird so ein unwürdiges Verhalten von einigen Leuten hier toleriert.

Und genau diese "toleranten" Leute sind das Problem. Denn sie geben diesen Verbrechern Entschuldigun und sogar Bestätigung!
Durch dieses wohlwollende Abnicken von Morddrohungen macht man diese gesellschaftlich akzeptabel! Und was akzetabel ist, verbreitet sich.

Diese "wohlmeinenden" Bürger sind das Problem, dass es diese "Verrohung der Gesellschaft" gibt. Weil sie den wenigen "Randpersonen" einen Persilschein gibt.

Unsere Politiker fanden Bedrohungen im Ausland als nicht erwähn-

-enswert.
Als in der Ukraine Parteibüros der früher stärksten Partei verwüstet, zum Teil in Brand gesetzt wurden, ebenso die Wohnungen von deren Politikern, oder ein Präsidentschaftskandidat wegen Todesdrohungen seine Kandidatur zurückziehen musste (vgl. Bundestagsdebatte mit Hunko) gab es keine Proteste unserer Bundesregierung.
Die Wahl Poroschenkos wurde einfach anerkannt.
Ich erwarte überall die Verurteilung von Gewalt. Und falls möglich - in der Ukraine wäre das möglich - auch Konsequenzen, z.B. wirtschaftlicher Art, zumindest keine weitere Unterstützung.

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Am 05. November 2019 um 11:00

Am 05. November 2019 um 11:00 von Hackonya2

"...Ehrlich gesagt sollten diese sich dann einen anderen Job suchen, ein Polizist, ein Soldat und auch ein Politiker sollte im Vorfeld sich im Klaren der Gefahren sein, bevor man den Job annimmt. Wenn die aus Angst nicht kandidieren, dann halt zurücktreten und Platz für mutige machen."

"Platz für Mutige..." Soso, so wie Sie vielleicht?
Daß keine Angst vor Hass und Gewalt zu haben für Politiker zu so etwas wie einem Einstiegskriterium werden soll, ist das Ihr Wunsch? Leicht gesagt für einen Heckenschützen im Kommentatorenwald mit Pseudonym.

Hätten Sie auch nur einen Hauch von Ahnung, was es für jemanden bedeutet, so aus der Anonymität eines Mobs bedroht zu werden, hätten Sie wahrscheinlich auch die Empathie die benötigt wird, um Lösungen in einem Gemeinwesen zu finden, möglichst für alle.

Dagehtnochwas, 10:59

Es bringt doch nichts, ein, zwei Plattformen abzuschalten.

Richtig, deswegen schrieb ich ja "Twitter, Facebook und sonstige asoziale Portale". "Und sonstige" umfasst alle, welche nicht aktiv und unmittelbar Hassposts unterbinden.

Dann nutzen sie eben andere Plattformen oder machen sich selbst welche - was ohnehin schon geschieht.

Logischerweise blieben keine Hass-tolerierenden Plattformen mehr übrig. Und die selbst gemachten können ebenfalls abgeschaltet werden.

Wir leben im Jahr 2019.

Eine bahnbrechende Erkenntnis!
Für Sie bedeutet das, dass jeder Mist geduldet werden muss? Und demnach 2020 noch mehr Hass, usw. usf., bis jeder jeden umbringt?

Nein,

die 68er haben übermächtige selbsternannte Autoritäten in Frage gestellt und den *kleinen Mann/die kleineFrau* empanzipiert. Allerdings gehört dazu auch Verantwortung, der die Empanzipierten leider nicht mehr nachkommen, verhetzt, freiwillig entmündigt geben sie ihre staatsbürgerliche Verantwortung ab.
Die Erziehung durch die 68er sollte zu mehr Verantwortung und zu mehr Freiheit führen, das ist offenbar bei einen Teil der Bevölkerung gescheitert. Es ist schon kurios, wenn man die gefühlte Bedrohung durch *wasauchimmer* betrachtet (und die Statistiken daneben lebt) und die damit einhergehende Akzeptanz von Gewalt gegen andere - egal ob Polizisten, Notärzte, Politiker, Flüchtlinge --- einfach nur noch entsetzlich und dann waren es die 68er - nein es sind die Kuschelbürger, die *aufrechten* Vertreter von Sicherheit und wasauchimmer. Es fehlt uns an Streitkultur, um die Gleichgültigkeit und die zunehmende Akzeptanz von Gewalt einzudämmen.

12:11 von Ist Wahr

"Verrohung der Gesellschaft? Ändert sich die Natur des Menschen? Habe ich in meiner Umgebung und bei mir nicht festgestellt."

Dann sind Sie vielleicht noch im Schulalter.
Wer älter als 20 ist, kann im Internet locker feststellen, wie stark sich das Verhalten verändert hat.

Die "Natur des Menschen" verändert sich langfristiger als das Verhalten. Da muss man mehrere Jahrhunderte zu überblicken suchen, was aber nicht schwer ist, da es dazu zahlreiche Untersuchungen gibt.

12:40 von witch of endor

"Und genau diese "toleranten" Leute sind das Problem. Denn sie geben diesen Verbrechern Entschuldigun und sogar Bestätigung!
Durch dieses wohlwollende Abnicken von Morddrohungen macht man diese gesellschaftlich akzeptabel! Und was akzetabel ist, verbreitet sich.

Diese "wohlmeinenden" Bürger sind das Problem, dass es diese "Verrohung der Gesellschaft" gibt. Weil sie den wenigen "Randpersonen" einen Persilschein gibt."

.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-

Ja, sicher, die sind das Problem.
Nur: was wollen Sie mit diesen Bürgern jetzt machen?

Merkwürdigerweise finden sich

Merkwürdigerweise finden sich immer wieder Kandidaten für den Posten des US-Präsidenten, obwohl bereits drei US-Präsidenten ermordet wurden.
Also kandidieren britische Abgeordnete wirklich deshalb nicht mehr, weil eine Abgeordnete ermordet wurde?

Falls die erwähnten Morddrohungen allerdings von "Economic Hitman" kommen, tun die betroffen Abgeordneten gut daran, sie ernst zunehmen.

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