Ihre Meinung zu: Familienministerin Giffey kann Doktortitel behalten

30. Oktober 2019 - 20:31 Uhr

Monatelang hat die Freie Universität Berlin die Doktorarbeit von Familienministerin Giffey geprüft. Nun ist klar: Die SPD-Politikerin kann ihren Doktortitel behalten - und damit auch ihren Ministerposten.

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Kommentare

FU-Berlin

Die Übername ungekennzeichneter Passagen führte Bei CDU/CSU Politikern zum Entzug des Doktortitel.
*
Jetzt geht es auch mit Rügen.
*
Gut so.

ja dann sollte man diese frau

vormerken für die neue regierung hoffentlich zum jahreswechsel. aber ohne solche experten wie maas, scholz, altmeier, scheuer, seehofer, karlischeck, akk und einige ander, die man nicht namentlich kenntl

Frau wundert sich

Erstaunliche Entscheidung!
Eine neutrale Kommission wäre wohl besser gewesen, so bleibt ein intensives Genossengeschmäckle, pardon Genossinnengeschmäckle natürlich

Ich bin ganz zufrieden

das Frau Giffey ihren Doktortitel behalten darf . Mir geht es um ihre Arbeit die sie als Familien Ministerin macht und die schätze ich hoch ein. Und insofern braucht sie nicht zurück treten. Nun zum Doktortitel,ein wenig wird sie wohl abgeschrieben haben,aber es scheint nicht so viel zu sein um ihr den Doktor abzusprechen.

Die Übernahme von Boris.1945

Es ist immer eine Einzelfallprüfung und man kann nicht ausschließen, dass jede Uni etwas anders prüft. Es gibt dennoch Unterschiede. Das Machwerk des Baron von Guttenberg war sicher das schlimmste Beispiel. Mutmaßlich stammte damals kaum ein Wort von ihm selbst. Das erinnerte eher an Felix Krull. Damit kann man Giffey nicht verglichen. Sie hat hier Fehler gemacht, daher eher Freispruch 2. Klasse. Dennoch ist sie derzeit eine der begabtesten Politikerinnen, ein Lichtblick mit Bodenhaftung. Danach kann man aktuell sehr lange suchen.

20:45 von AClaus

Frau wundert sich

Erstaunliche Entscheidung!
Eine neutrale Kommission wäre wohl besser gewesen, so bleibt ein intensives Genossengeschmäckle, pardon Genossinnengeschmäckle natürlich
///
*
*
Seltsam, bei den Aberkennungen in der Vergangenheit, hat keiner die "Neutralität" dieser Figuren in Frage gestellt.
*
(Die ja damals bei der Beurteilung alle gepfuscht haben)

ja was denn nu?

Plagiatsjäger der Website "VroniPlag" hatten […] festgestellt, dass sogar auf mehr als jeder dritten Seite Plagiatstext zu finden sei.

Und:

Die Ministerin hatte ein bewusstes Plagiat immer zurückgewiesen

Kann man unbewusst abschreiben? Ich wüsste nicht, wie das gehen sollte. Kann man andere Autoren zitieren und schlicht vergessen, die Quellen zu nennen? Das ist noch unwahrscheinlicher, denn jeder Student bekommt vor seiner Doktorarbeit eigens beigebracht, wie man wissenschaftlich arbeitet. Ich habe das in meinem Studium schließlich auch gelernt und konnte mich daran halten.

Ich habe nichts gegen Frau Giffey und ihre Amtsführung einzuwenden. Und, das Argument kommt ja bestimmt, es trifft zu, dass man für ein politisches Amt keinen Doktortitel benötigt. Aber es zeugt von defizitärem Charakter, wenn jemand seine Karrierechancen durch Schwindeleien "optimiert". Und von so jemandem möchte ich nicht regiert werden.

Gut, dass es geklärt wurde

und trotzdem schade, bei allem Respekt vor Franziska Giffeys Entscheidung, die Prüfung abzuwarten und nicht für den SPD-Vorsitz anzutreten. Sie hätte eine gute SPD-Vorsitzende abgeben können. Eine Sozialdemokratin mit Herz UND Verstand, die auch in schwierigem Umfeld wie Neukölln klare Linie zeigte.

@Boris.1945, 20:34

Die Übername ungekennzeichneter Passagen führte Bei CDU/CSU Politikern zum Entzug des Doktortitel.

Bei allen Politikern von CDU/CSU? Und bei allen anderen nicht? Das können Sie doch sicher belegen.

@ Boris.1945, um 20:34

Wenn Sie sich in der Lage fühlen, die verschiedenen Dissertationen bezüglich ihrer Schwere von Plagiaten vergleichend zu beurteilen, gratuliere ich Ihnen.
Ich meine damit, dass Ihr Vergleich (mit Arbeiten von CDU/CSU Politikern) unangebracht ist.

und wieder ein Vorschlag zur Güte :

Diese Anschuldigungen durch "VroniPlag" sind für unsere Parlamentarier eine große Belastung. Eine neutrale Kommission sollte darum eingesetzt werden, die bei unseren Politikern feststellt, ob ein Doktortitel wirklich zurecht geführt werden kann. Was VroniPlag kann, könnte dieses Gremium wohl auch - allerdings etwas diskreter. Der Leumund des Parlaments hat diesbezüglich in den letzten Jahren gelitten und sollte nicht weiter verschlechtert werden. Dem Wähler soll durch einen echten Doktortitel bewiesen werden , daß sein Träger sich wissenschaftlich betätigt hat und sein Können nun zum Wohle unseres Staates einsetzen will. Schwindler als Volksvertreter sind keine gute Empfehlung.

20:57 von frosthorn

wie man wissenschaftlich arbeitet.
.
um genau das geht es
zu wissen wo man seine Infos her hat
nicht mehr nicht weniger

21:06 von harry_up

@ Boris.1945, um 20:34

Wenn Sie sich in der Lage fühlen, die verschiedenen Dissertationen bezüglich ihrer Schwere von Plagiaten vergleichend zu beurteilen, gratuliere ich Ihnen.
Ich meine damit, dass Ihr Vergleich (mit Arbeiten von CDU/CSU Politikern) unangebracht ist.
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Ihre Fähigkeiten sind bei dem Problem also fundierter.
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Und die Parteizugehörigkeit ist also wirklich belanglos?
*
(richtig die damals fähigen Beurteilenden haben sich also heute daruf geeinigt unterschiedliche Fehler gemacht zu haben)

Die sympathische Ministerin

kann Frau Doktor bleiben.
Das ist gut so und ich freue mich darüber sehr.

Besser so

„Die FU kam nun zu dem Schluss, dass es in der Dissertation zwar Mängel gebe, dass das Gesamtbild der festgestellten Mängel die Entziehung des Doktorgrades aber nicht rechtfertige“

Außerdem: Wer von uns macht keine Fehler? Solange die nicht „System“ haben, sollte man wirklich darüber hinwegsehen können. Vor allem nach so langer Zeit.

@20:45 von AClaus

Wie begründen Sie Ihre Meinung, es habe sich nicht um eine neutrale Kommission gehandelt? Und wer soll denn sonst prüfen und vor allem entscheiden? VroniPlag prüft und weist auf Fehler hin, die FU greift das auf und prüft selbstverständlich selbst, da sie die Arbeit angenommen hatte und für sich Kriterien entwickelt hat. Des Weiteren fände ich es merkwürdig, dass die Kommission monatelang prüft, wenn es sich um eine Gefälligkeit handeln sollte. Die haben, mit Verlaub, Besseres zu tun...

Na klar

Die Kombination FU Berlin und SPD-Politikerin hat auch kaum einen anderen Ausgang erwarten lassen.
Welch durchsichtige Doppelmoral...

Das kommt davon, wenn man seine

Doktorarbeit selbst schreibt. Dann macht man auch solche Fehler. Kann bei der ersten Doktorarbeit schon mal vorkommen. Am besten engagiert man einen geübten Ghostwriter, der Erfahrung damit hat.

Da kann sich ja jeder selbst ein Bild machen....

Faszinierend wie viel Copy-Paste es in einer Diss offensichtlich braucht bis dann wirklich ein Doktorgrad aberkannt wird. Jedem zu empfehlen mal einen Blick darauf zu werfen, und es werden bei der Diss von Frau Giffey die Haare zu Berge stehen.

https://vroniplag.wikia.org/de/wiki/Home

20:59 von frosthorn

@Boris.1945, 20:34

Die Übername ungekennzeichneter Passagen führte Bei CDU/CSU Politikern zum Entzug des Doktortitel.

Bei allen Politikern von CDU/CSU? Und bei allen anderen nicht? Das können Sie doch sicher belegen.
///
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https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_deutscher_Dissertationen_mit_Plagiaten

@20:57 von frosthorn

"Aber es zeugt von defizitärem Charakter, wenn jemand seine Karrierechancen durch Schwindeleien "optimiert". Und von so jemandem möchte ich nicht regiert werden."

"...zeugt von defizitärem Charakter" finde jetzt doch reichlich übertrieben. Ist irgendjemand von uns frei von Verfehlungen?

Ich hatte hier schon einmal von Ärzten geschrieben, die die Ideen ihrer Doktoranden als ihre eigenen ausgeben. Das finde ich persönlich mindestens ebenso verwerflich. Da könnte ich auch sagen: Von so einem möchte ich nicht behandelt werden. Nur als Patientin weiß ich in der Regel nichts über den Charakter des Arztes. Wenn ich gut behandelt werde, will ich auch nicht mehr über diesen Menschen wissen.

Gute Nachricht

Franziska Giffey ist ein Mensch, der unserer Politik guttut: Sie ist empathisch und hört zu, scheut - wenn nötig - keine Konflikte und macht einen guten Job. Deshalb freue ich mich, dass sie Ministerin bleibt. Auch für die SPD dürfte das seit längerer Zeit mal wieder eine gute Nachricht sein.

21:27 von nelumbo

Das kommt davon, wenn man seine

Doktorarbeit selbst schreibt. Dann macht man auch solche Fehler. Kann bei der ersten Doktorarbeit schon mal vorkommen. Am besten engagiert man einen geübten Ghostwriter, der Erfahrung damit hat.
///
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*
Kein Wunder, jetzt ist es doch logisch.
*
Unsere Pleiten- Pech- und Pannenrepublik, die wird nicht von den Ghostwritern gemanaged.

Große Erleichterung

Denn diese Frau ist eine der wenigen echt guten Politikerinnen in Deutschland. Davon müssten wir mehr haben, meinetwegen auch ohne Dr.

Neutrales Urteil

@ AClaus:
Eine neutrale Kommission wäre wohl besser gewesen

Die Kommission war neutral und hat nur nach wissenschaftlichen Aspekten entschieden.

Franziska Giffey bitte nicht verschleißen!

Ich finde die bisherige Entwicklung für Franziska Giffey gut.
Wenn sie sich jetzt erfolgreich für den SPD-Vorsitz beworben hätte, wäre sie dort bestimmt verschlissen und zerrieben worden.
Frau Giffey muss noch ein wenig reifen, in schwierigeren Ministerien ihre Frau stehen und dort den Spagat zwischen Macht und ihrer gewinnenden Art finden / ausbalancieren.
Langfristig traue ich ihr großes zu, aber eben noch nicht jetzt.

@Boris.1945, 21:33 re @frosthorn

Tut mir leid, aber der Link, den Sie als Beweis anführen, belegt nun ihre Behauptung ganz und gar nicht, dass Politikern der Union die Titel stets aberkannt worden seien und anderen nicht. Dort finden sich ganz im Gegenteil ganz prominente VertreterInnen der CDU/CSU, die ihren Doktor trotz Plagiat behalten durften.

Klasse Frau

Ich bin über das Ergebnis sehr erleichtert, denn Frau Giffey ist eine klasse Politikerin. Jetzt kann sie wieder unbeschwert von Vorwürfen die deutsche Familienpolitik mitgestalten. Super. Danke.

Ich gehe

eigentlich davon aus, dass JEDE Doktorarbeit hinreichend geprüft wird, wenn sie abgegeben wird, egal von wem sie kommt. Zumindest sollte man davon ausgehen können...anscheinend ist das nicht immer der Fall, dann sollte man aber diejenigen, die dafür zuständig sind zur Rechenschaft ziehen, wenn ein Doktortitel zu Unrecht verliehen wurde und nicht den entsprechenden Doktoranden selbst.

@ nelumbo

Am besten engagiert man einen geübten Ghostwriter, der Erfahrung damit hat.

In Physik können Sie das vergessen. Die zu Grunde liegende experimentelle Forschung wäre dem Ghostwriter viel zu aufwändig und ein Ghostwriter, der es drauf hätte, verdient in der Wirtschaft viel mehr und lässt sich für so einen Quatsch nicht gewinnen.

@Am 30. Oktober 2019 um 20:57 von frosthorn

Das gibt ja eben das Geschmäckle von Bevorteilung oder Kungelei. Ganz offensichtlich hat Frau Giffey mehr Quellen genutzt als sie angeben hat und schließlich dadurch als ihre eigene Wissenschaftliche Arbeit ausgegeben. Wissen ist zwar nicht gebunden an eine Person aber ein Titel schon.

Warum prüft denn nicht mal eine andere Universität? So eine Art Amtsarzt für Doktorarbeiten. ;P

Ich glaube, wer über 20 Stellen einer Wissenschaftlichen Arbeit abgeschrieben hat und diese nicht nur Nebensächlichkeiten behandeln sondern den Kern der Arbeit, der sollte kein Doktortitel tragen dürfen. Wo ist denn der Wissenschaftliche Mehrwert ihrer Arbeit? Wenn man diese abgeschrieben scheinenden Stellen aus der Arbeit entfernt, was bleibt dann von ihrer Arbeit?

Aber Doktor und Professorenwürde ist ja auch nicht alles. :D Leider aber schon bei Anstellungen...xD

um 21:27 von Messi

Faszinierend wie viel Copy-Paste es in einer Diss offensichtlich braucht bis dann wirklich ein Doktorgrad aberkannt wird.

Noch viel faszienierender, dass Sie zwar Vroniplag verlinken, aber ganz offensichtlich nicht einmal einen Blick auf die bemängelten stellen geworfen haben. Andernfalls hätte ihnen auffallen müssen, dass da nichts mit Copy & Paste ist. Die bemängelten Stellen beziehen sich auf kürzere Textabschnitte, die Inhalte anderer Werke ohne Kennzeichnung wiedergeben.

Wenn man viel Quellmaterial liest und dann beim schreiben nicht extrem aufpasst, kann so etwas ganz unbewusst passieren. Das verdient natürlich keine Spitzennote, aber für eine Aberkennung muss die Qualität schon schlechter als 4 sein. Guttenberg hat als Gegenbeispiel ganze Textpassagen wortwörtlich übernommen, ohne sie als Zitat zu kennzeichnen.

Darf sich gern Doktor nennen ...

... wenn das ihre Arbeit beflügeln würde. Warum fallen mir gerade keine Highlights dieser Ministerin ein? Ahh, es liegt bestimmt an meiner Vergesslichkeit oder der schlechten Kommunikation.

21:48 von frosthorn

@Boris.1945, 21:33 re @frosthorn

Tut mir leid, aber der Link, den Sie als Beweis anführen, belegt nun ihre Behauptung ganz und gar nicht, dass Politikern der Union die Titel stets aberkannt worden seien und anderen nicht. Dort finden sich ganz im Gegenteil ganz prominente VertreterInnen der CDU/CSU, die ihren Doktor trotz Plagiat behalten durften.
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Aber haben Sie einen der SPD-Politiker gefunden, dem der Titel entzogen wurde?
*
Aber richtig, nicht nur CDU/CSU von der FDP war auchEiner dabei.

Ministerin für alle

@ frosthorn:
... wenn jemand seine Karrierechancen durch Schwindeleien "optimiert". Und von so jemandem möchte ich nicht regiert werden.

Man kann sich nicht aussuchen, von wem man höchst selbst regiert werden möchte. Das ist ja kein Wunschkonzert, denn es gibt Millionen von Wählerinnen und Wählern, die ihre Stimme abgeben, und die Mehrheit zählt.

um 20:45 von AClaus

Erstaunliche Entscheidung!

Ich finde da nichts erstaunlich dran. Die bemängelten Stellen sind nicht wortgleich, es kann also sein, dass Frau Giffey unbewusst Inhalte aus Werken übernommen hat, die sie las. Wenn nicht von Vorsatz ausgehen kann, muss die die gesamte Qualität der Doktorarbeit schon mangelhaft sein, also in Schulnoten eine 5, um den Titel zu entziehen.

Na das ist ja noch einmal gut

Na das ist ja noch einmal gut gegangen. Aber überhaupt, auf eine Peinlichkeit mehr oder weniger, kommt es ja in den Regierungskreisen der letzten Jahre schon lange nicht mehr an und wer weiß , vielleicht erhöht solches Verhalten ja noch die Reputation dieser Politiker. Was kümmert die auch die Konsequenzen, die solches Verhalten für Wissenschaft, Forschung und Lehre bringen werden. Demnächst gibt‘s dann vielleicht auch Promotionen und Habilitationen aus der Wundertüte für ein paar Pfennige, nä sind ja Cent geworden. Kein Wunder auch, bei solchen Wunder- Doktoren/innen und ihren Zauber-Professoren/innen als Doktorväter/innen.

@21:41 von P. Nis

"Große Erleichterung
Denn diese Frau ist eine der wenigen echt guten Politikerinnen in Deutschland. Davon müssten wir mehr haben, meinetwegen auch ohne Dr."

Auch ich bin erleichtert. So paradox das im Zusammenhang mit der Doktorarbeit klingen mag: Ich halte sie insgesamt für eine ehrliche Haut. Akademische Titel sagen auch nicht viel über die verschiedenen Fähigkeiten einer Person aus. Es gibt ja auch Allgemeinmediziner ohne Doktor-Titel, die sehr gute Arbeit leisten und zu Recht das Vertrauen ihrer Patienten genießen.

Fuer gewoehnlich besteht jede

wissenschaftlche Arbeit aus (vereinfacht) Titel, Zusammenfassung, Einfuehrung ins Thema, Literaturuebersicht und Stand des Arbeitsgebietes, eigene Fragestellung, Hypothesen, Material und Methoden, Ergebnisse, Erlaeuterung der Ergebnisse, Anerkennungen nund Literatur.

Fragestellung, Hypothesen, Material und Methoden, Ergebnisse und Schlussfolgerungen sollten nach meiner Vorstellung weitgehend ohne fremde Texte auskommen.

Welche Konsequenz erwartet Professoren

welche die Arbeit passieren liessen?

Wurde die Arbeit nachtraeglich heruntergestuft, oder beleibt die urspruengliche Note, trotz der jetzigen Ruege?

Seite 4 der Doktorarbeit:

Zitat:

"ERKLÄRUNG

Hiermit erkläre ich gemäß § 7 (4) der
Promotionsordnung zum Dr. rer. pol. in
Politikwissenschaft des Fachbereichs
Politik- und Sozialwissenschaften der
Freien Universität Berlin vom
14. März 2008, dass ich alle
verwendeten Hilfsmittel und Hilfen
angegeben und auf dieser Grundlage
die vorliegende Arbeit selbständig verfasst
habe.

Berlin, den 30. Oktober 2009
Franziska Giffey"

Zitatende.
Sagt doch eigentlich alles.

...wenn man zuviel will

Frau Giffey hat zuviel gemacht und gewollt...unter Karrierestress kann man oft nicht konzentriert promovieren...da liegt es nahe, auch mal nicht so sorgfältig zu arbeiten und Fremdmaterial zuviel zu verwenden. Auch heute heisst es da...mach Seiten. Frau Ministerin hat Glück gehabt...

Natürlich gibt es auch SPD-Politiker...

...denen der Doktorgrad entzogen wurde. Zum Beispiel der ehemalige Innensenator von Hamburg, Michael Neumann. Bei einem anderen, Uwe Brinkmann, gibt es widersprüchliche Angaben im Netz. Aber die anderen Parteien überwiegen hier trotzdem sehr deutlich.

@ Boris.1945

Aber haben Sie einen der SPD-Politiker gefunden, dem der Titel entzogen wurde?

Die gibt es ja auch kaum. In den Führungsgremien ist der Anteil der Leute mit Dr. Titel bei der CDU fast 10x so hoch wie bei der SPD.

* und-nachts-da-ruft 22:08

Ein Plagiat zeichnet sich aber nicht dadurch aus, dass es wortgleich ist. Es mag ja sein, dass man sich mal an irgendwas erinnert, was man mal gelesen oder gehört hat und dadurch ein unbeabsichtigtes Plagiat entsteht. In der Häufung, wie in dieser Arbeit, ist das aber extrem unwahrscheinlich.

Da frag ich mich auf welcher Grundlage die FU urteilt

Sorry, aber das Instrument einer "Rüge" geben weder das Verwaltungsrecht noch die Promotionsordnung her. Man hätte angesichts der Menge an Fehlern nur 2 Möglichkeiten gehabt. Entweder den Doktorgrad entziehen oder aber die Note auf "rite" heruntersetzen. Alles andere ist Mauschelei. Die Entscheidung ist ein Schlag ins Gesicht jedes Doktoranden der sauber gearbeitet hat.

Ich frage mich was schwerer

Ich frage mich was schwerer wiegt, bewusst schummeln oder schummeln, ohne es zu bemerken. Zudem frage ich mich, auf welche Weise diese Dissertation ursprünglich geprüft wurde.
MfG

21:36 von Anna-Elisabeth @20:57 von frosthorn

"" Nur als Patientin weiß ich in der Regel nichts über den Charakter des Arztes. Wenn ich gut behandelt werde, will ich auch nicht mehr über diesen Menschen wissen.""
#
Und ich habe nur meine Genesung im Blickfeld,ob Arzt mit Doktortitel oder ohne ist mir völlig wurscht.

Ich...

finde diese Entscheidung gut und menschlich. Heutzutage wird ein Mensch der Fehler macht gnadenlos fertig gemacht. Der Mensch ist eben keine Maschine. Kein Mensch ist fehlerlos. Eine menschliche Entscheidung.

@22:05 Boris.1945

Die Liste enthält für Sie zu wenige SPD-PolitikerInnen? Aha. Auf die Idee, dass das damit zu tun haben könnte, dass diese nicht betrogen haben und keine Plagiate verzapfen, könnte man auch kommen. Nur mal so als Vorschlag eines Perspektivwechsels, auch wenn der ideologisch für Sie schwierig sein könnte.

Wie soll es auch sein

Glaubt man wirklich , sie hat sich ihre Arbeitsthesen ganz alleine ausgedacht. Schafft diesen aus der Zeit gefallenen Titel einfach ab.

22:32 von Marsu Pilami

Seite 4 der Doktorarbeit:

Zitat:

"ERKLÄRUNG

Hiermit erkläre ich gemäß § 7 (4) der
Promotionsordnung zum Dr. rer. pol. in
Politikwissenschaft des Fachbereichs
Politik- und Sozialwissenschaften der
Freien Universität Berlin vom
14. März 2008, dass ich alle
verwendeten Hilfsmittel und Hilfen
angegeben und auf dieser Grundlage
die vorliegende Arbeit selbständig verfasst
habe.

Berlin, den 30. Oktober 2009
Franziska Giffey"

Zitatende.
Sagt doch eigentlich alles.
///
*
*
Klingt wie nach bestem Gewissen, denn gerügt wurde doch?

Goethe

... hatte auch keinen "Titel", aber soll ein Dichter und Denker gewesen sein. Sozusagen : Geschichte ! Historisch und nicht inflationär betrachtet, nicht wie bei Eisprüngen, auf dem überfluteten Bidet.

Berlin schafft zweiten Doktorgrad

Doktor ohne Rüge und Doktor mit Rüge, passt in unser Rechtssystem. Wenn das ordentliche Recht nicht hinhaut, wird es angepasst. Natürlich nicht bei Jedermann. Was für ein Vorbild. Übrigens für viele Kommentare, Doktorarbeit und politischen Arbeit sind zweierlei. Sonst lassen sich die Argumente leicht umkehren und das für Jedermann der eine besonders gute Leistung erbringt, dann auch im Handwerk.

20:57 von frosthorn

<< "Plagiatsjäger der Website "VroniPlag" hatten […] festgestellt, dass sogar auf mehr als jeder dritten Seite Plagiatstext zu finden sei."

Und:

"Die Ministerin hatte ein bewusstes Plagiat immer zurückgewiesen"

Kann man unbewusst abschreiben? <<

Man kann Gedanken, Argumente und Schlussfolgerungen als eigene niederschreiben, weil man sie selbstständig entwickelt hat.

Dass schon ein anderer vorher zu ähnlichen oder gleichen Ergebnissen gekommen ist, kann man nicht immer in Erfahrung bringen.

Das ist der Albtraum jedes Doktoranden.

Man schreibt also redlichen Wollens, ist aber doch in eine Falle geraten, weil irgendwo in der Welt Ähnliches schon publiziert ist:
aber man hat es nicht herausgekriegt.

Zum Beispiel, weil es in einer Sprache geschrieben wurde, die der Doktorand nicht beherrscht.

Verantwortung von Doktorväter und Universitäten?

Ich frage mich, wer eigentlich mal die Universitäten für ihre schlampige Arbeit rügt?!
Diese machen sich bei all den Plagiatsfällen in den vergangenen Jahren einen sehr schlanken Fuß.
Ich habe bislang noch nicht gelesen, dass sich Universitäten mal öffentliche Gedanken über ihr Qualitätsmanagement machen.
Wäre definitiv an der Zeit.

Darstellung: