Brexit-Abstimmung: Johnson will das Land "heilen"

19. Oktober 2019 - 11:39 Uhr

Der britische Premier Johnson hat das Parlament um Zustimmung zu seinem Brexit-Deal gebeten. Er sprach von einer "historischen Gelegenheit". Oppositionschef Corbyn kritisierte, das Abkommen sei schlimmer als frühere Vereinbarungen.

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Kommentare

Nun ja

Nicht nur heilen auch schützen - das nächste 2015 steht vor der Tür. Erdogan wird die Grenzen öffnen. Die Briten werden davor beschützt. Mein Dank an Herrn Johnson

Historische Gelegenheit ???

Also das Brexit Verfahren läuft schon seit mehreren Jahren und was sollte hierbei noch "Historisch" sein ?
Die Bevölkerung in England und in Europa sehen es wohl mehr als "Segen" an wenn das Brexit Abkommen zum Einverständnis der Bevölkerung durch Neuwahl entschieden wird und nicht durch ein paar Parlamentärier.
Dann wäre es eindeutig und "Historisch" so bleiben immer Zweifel und wird wohl wieder ein Desaster werden.

"Lasst uns den Deal umsetzen, der das Land heilen kann"

Sehr witzig von einem, der die Spaltung des Landes nach Kräften inszeniert hat, mit dem einzigen Ziel des eigenen politischen Aufstiegs.

Und gespalten ist nicht nur das ganze Land in feindliche Lager, die Sezession Schottlands zeichnet sich ab.

Zum Glück ist Balmoral königlicher Privatbesitz. Sie kann also auch dann die Sommerfrische dort verbringen, wenn auch im Ausland ...

Zauberer, wohin man sieht

Ein Ja für den Vertrag werde dem Land "die Kontrolle zurück" über seine Grenzen, die Fischerei und den Handel geben tönt Johnson.
Da versucht einer, alte Erinnerungen an die Allmacht des United Kingdom wieder zu erwecken. Mag sein, dass das bei einem Teil der Briten verfängt, die Mehrheit jedoch dürfte mit der Zeit gegangen sein und wissen, dass die globale Wirtschaft so nicht mehr funktioniert. Und Groß-Britannien nun mal alles andere als eine die Welt beherrschende Großmacht mehr ist.
Derweil darf sich Corbyn als moderner Schutzpatron der Entrechteten gerieren:
Johnsons Beteuerungen, Arbeitnehmerrechte und Umweltstandards nicht zu senken, seien "leere Versprechungen", sagte Corbyn.
Das stimmt zwar. Aber Arbeitnehmerrechte und Umweltstandards sind auch bei der britischen Opposition alles andere als in guten Händen.

Der Brexit wird das Land schon heilen

Durch den Brexit werden die Briten enorm viel Steuern einsparen, die ansonsten nach Brüssel geflossen wären. Außerdem gehen keine Garantien u. Steuergelder mehr an reformunwillige Pleitestaaten ("Faß ohne Boden").

Die eingesparten Milliarden können dann für Forschung u. Entwicklung ausgegeben werden. Auch für die Gesundheitsversicherung dürften noch Gelder übrig bleiben. Und das Jahr für Jahr! Daneben können hohe Importzölle dabei helfen die eigene Industrie wieder wettbewerbsfähig machen. Für mich klingt das nach positiver Zukunft.

Es gibt sie vielleicht noch, die ehrlichen Volksvertreter

Boris Johnson macht all denjenigen Menschen Hoffnung, die den Glauben an die Integrität der Volksvertreter und deren Umgang mit der Demokratie verloren haben.

Nachdem es dem Premierminister dank Geschlossenheit in seiner Regierung und ausgezeichnetem Verhandlungsgeschick gelungen ist, innert kürzester Zeit einen neuen Vertrag ohne diesen unsäglichen Backstop auszuhandeln, ist nun das Parlament gefordert.

Die Regierung ist geschlossen (nach all den Rücktritten während der Regierung May), der Vertrag substantiell besser und innerhalb der verbliebenen Frist ausgehandelt. Nach all den medialen Tiraden gegen Boris Johnson durch die kontinentaleuropäischen Medien stehen die Fakten: Boris hat innerhalb der Frist Substanz geliefert.

Heute geht es um den Respekt des Parlaments vor dem Willen des Volkes. Es ist für mich eigentlich unvorstellbar, dass sich ein Parlament permanent über den Entscheid des Volkes hinweg setzen kann.

Grüsse aus der Schweiz

Was mich mal interessieren

würde, ist der jetzige Brexit Vertrag überhaupt mit EU Recht vereinbar? Denn ein nicht EU Land würde Kontrollieren was in ein EU Land kommt. Sprich von England nach Irland. Und Dinge die gegebenenfalls nicht in der EU zugelassen sind könnten über Nordirland in die EU Kommen. Da es ja keine Grenzkontrollen zwischen Nordirland und Irland gibt.

EU hat schlecht verhandelt

Die EU hat schlecht verhandelt. Man hätte den Briten mit hohen Zöllen drohen sollen.

Johnson will das Land "heilen" ....

dann steht zu hoffen, das seine Medizin tauglich ist - Heilen heißt ja die Wunden sich schließen zu lassen - für gewöhnlich reißen Konservative doch aber durch ihr reines konservativ sein, neue. Zumindest wäre das der normale Lauf der Dinge. Sollte man dem Mann also trauen?

Böser Junker?

Oppositionschef Corbyn kritisierte, das Abkommen sei schlechter als frühere Vereinbarungen.
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Da hat die EU und der "es gibt keinen Grund für weitere Verlängerungen Junker aber was angerichtet?
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Aber das mit dem keine Verlängerungen hatte ja auch nur wenige Stunden Halbwertzeit.
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Man muss den britischen Wähler doch ganz EU zur Umkehr nerven?

12:14 von Messi ...Es gibt sie vielleicht ..

"Es gibt sie vielleicht noch, die ehrlichen Volksvertreter" … ganz sicher sogar, aber niemals im konservativen Lager und schon gar nicht im Schoße des Populismus sitzend.
"Boris Johnson macht all denjenigen Menschen Hoffnung … die nicht recht bei Sinnen sind und ein X für en U nehmen, weil gerade passt.

12:14 von Messi

Es gibt sie vielleicht noch, die ehrlichen Volksvertreter

Boris Johnson macht all denjenigen Menschen Hoffnung, die den Glauben an die Integrität der Volksvertreter und deren Umgang mit der Demokratie verloren haben.

Nachdem es dem Premierminister dank Geschlossenheit in seiner Regierung und ausgezeichnetem Verhandlungsgeschick gelungen ist, innert kürzester Zeit einen neuen Vertrag ohne diesen unsäglichen Backstop auszuhandeln, ist nun das Parlament gefordert.
.......
Heute geht es um den Respekt des Parlaments vor dem Willen des Volkes. Es ist für mich eigentlich unvorstellbar, dass sich ein Parlament permanent über den Entscheid des Volkes hinweg setzen kann.

Grüsse aus der Schweiz
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Scharlatane, die ein noch nirgendwo funktionierendes System zugunsten der überall Gleicheren verkaufen, die können Sie mit ehrlich ja nicht gemeint haben.
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Die zudem vor drei Jahren teilweise Pro-Brexit gestimmt haben?

Wenn dem Brexit jetzt nicht

Wenn dem Brexit jetzt nicht zugestimmt wird, sollten es die Briten ganz sein lassen.

Die EU hat nun wirklich alles getan um das Narrativ von Johnson zu unterstützen. Der Premier kann behaupten, dass das gesamte UK austritt, was es defacto nicht tut und er kann behaupten, dass es sein Deal oder kein Deal gibt.

Mehr Wahlkampfhilfe für einen Populisten und bekannten Lügner kann es nicht geben.

Ob sich die EU damit einen Gefallen tut, bezweifle ich allerdings.

11:52 von Sternenkind

Zitat:"Erdogan wird die Grenzen öffnen. Die Briten werden davor beschützt. Mein Dank an Herrn Johnson"

Sind Sie Brite/Britin? Wovor werden Sie dann beschützt? Im Übrigen ist das UK nie dem Schengen-Abkommen beigetreten, hat seine Grenzen also auch bisher "geschützt". Der Brexit ändert daran gar nichts. Nur Sie konnten mal wieder Ihr Thema einbringen...

@ Kritikstar, um 12:20

Was soll dieser unsinnige Vorschlag im Zusammenhang mit dem Brexit?

@Messi 12:14

Boris Johnson ist der unehrlichste Mensch Großbritanniens neben Nigel Farage. Wie Sie diesen Mann als ehrlichen Volksvertreter bezeichnen können ist schon sehr interessant. Das Parlament wird keinen Deal akzeptieren der Großbritannien schadet und dies tut dieser Deal. Er ist noch schlechter als der Deal von Frau May, diesbezüglich hat Corbyn sogar mal recht.
Mediale Tiraden gegen Johnson? Absolut lächerlich, Tiraden gibt es in diesem Forum und zwar durch die Bank gegen die EU und dies seit Beginn der Brexit Geschichte. Hier wird ein blinder Hass verbreitet der mit Sachlichkeit nichts zu tun hat.
Als Schweizer Staatsbürger finde ich auch den Handelsvertrag mit den Briten daneben. Der hilft und überhaupt nicht. Wir brauchen diese Insel nicht, die bieten uns nichts und produzieren auch nichts was für uns in irgendeiner Weise wertvoll ist. Gleiches gilt im Übrigen für die USA, die sind auch überflüssig. Den Ton in der Wirtschaft geben andere an und mit den muss man Handel betreiben.

@12:13 von Petersons

"ich bin nicht schadenfroh im gegenteil, aber villeicht wachen die eurokraten auf und auch deutschland mit seiner dominierenden poilitk der arroganze der grösste und reichste zu sein."

Das wird sich bald ändern. Da wären einmal die weltweit wieder eingeführten Zölle (Gott sei Dank!) und die neuerliche Konkurrenz von Staaten außerhalb der EU. Der Exportweltmeister wird auch in Zukunft nicht mehr europäisch sein.

Magfrad, 12:39

Als Schweizer Staatsbürger finde ich ...

Seit wann sind Sie denn Schweizer?

re pxslo

"Daneben können hohe Importzölle dabei helfen die eigene Industrie wieder wettbewerbsfähig machen."

Und wohin exportiert dann die wettbewerbsfähige eigene Industrie?

In die Länder, deren Exporte mit hohen Importzöllen ausgesperrt werden?

Und die Geschenke bringt der Weihnachtsmann ...

@harry_up

Mit dem Brexit hat das viel zu tun. Sie wären dann wohl in der EU geblieben, dass wir da sie wohl auch von dem Handel mit den europäischen Ländern abhängig sind

@12:27 von Ist Wahr

"Langfristig werden wir aber um eine gemeinsame Währungs-, Wirtschafts- und Finazpolitik nicht herum kommen."

Ja, vielleicht wird es eine gemeinsame Währung geben, aber die wird global stattfinden u. nicht auf Europa begrenzt sein (Krypotwährungen, E-commerce).

"Die EU als Gemeinschaft der Europäer ist aber alternativlos".

Das sehe ich völlig anders. Eine Union mit so vielen unterschiedlichen Sprachen (20+) und entsprechenden Mentalitäten versuchen zu einigen, ist für mich die reinste Utopie. Man sollte hier auch aus der Geschichte lernen.

Wenn Johnson das Land

Wenn Johnson das Land "heilen" will, sollte er seinen Rücktritt einstreichen: Kaum jemand hat in den vergangenen Jahren mehr für Spaltung und Verwundung Pate gestanden als er.

@Magfrad 12.39

Boris Johnson ist der unehrlichste MenschGroßbritanniens neben Nigel Farage"
Erstaunlich, dass Sie das aus D, wahlweise der Schweiz oder den USA beurteilen können;-) Sie scheinen ja Millionen Briten sehr gut zu kennen...
Wie dem auch sei, es gibt ein Brexit-Referendum, das Johnson umsetzen will wie vorher Frau May. Es gibt natürlich auch Stimmen in der Politik, die sagen man solle nicht immer das Volk fragen.

@um 12:39 von Magfrad

Boris Johnson ist der unehrlichste Mensch Großbritanniens neben Nigel Farage. Wie Sie diesen Mann als ehrlichen Volksvertreter bezeichnen können ist schon sehr interessant.

Mir ist völlig egal als was die Medien diesen Mann bezeichnen. Ich schaue mir nur an was er in der Realität liefert. Daraus leite ich Glaubwürdigkeit und Ehrlichkeit ab - nicht von schönen Worten und Zuschreibungen durch Dritte. Was er liefert ist ein verbesserter Vertrag zum Austritt von Grossbritannien aus der EU. Und bei Ablehnung den Austritt ohne Vertrag. Es geht um den Austritt zum 31. Oktober, den Austritt den das britische Volk vor drei Jahren entschieden hat - es erwartet die Umsetzung - Johnson liefert.

@Kritikstar 12:20

Die EU hat absolut nicht schlecht verhandelt. Man hat alles richtig gemacht. Man ist auf alle Szenarien vorbereitet. Egal was für ein Brexit kommt. Egal ob mit Deal oder ohne Deal. Schlecht verhandelt haben die Briten und die sind amateurhaft vorbereitet und haben gezeigt, dass sie absolut nicht ernstzunehmende Verhandler sind.
Trump wird dies gesehen haben und sich die Hände reiben bei der Amateurhaftigkeit der Briten, der wartet nur darauf Großbritannien und Boris Johnson über den Tisch zu ziehen.

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