Ihre Meinung zu: Barnier: Brexit-Deal noch "diese Woche möglich"

15. Oktober 2019 - 10:18 Uhr

Die neuen Vorschläge des britischen Premiers Johnson haben offenbar Fortschritte in die Brexit-Verhandlungen gebracht. Aus Brüssel kommen immer mehr optimistische Töne, doch noch kurzfristig einen Deal hinzubekommen.

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Kommentare

Was verrät dieser Artikel,...

...was den geneigten Leser zu Optimismus verleiten könnte?
Leider nichts.
Der Österreicher würde das, was die Verhandler da haben verlauten lassen, als “Gschmäh“ bezeichnen.

Was passiert eigentlich wenn...

wenn GB nun aus der EU austritt, aber nach einiger Zeit die Grenzfrage zu Irland einseitig abgeändert wird, mit Grenzkontrollen als bessere Machbarkeitslösung und volle Wiedereingliederung Nordirlands nach GB? Wird dann GB wieder in die EU hineingeprügelt?

Das ist eine gute Nachricht

Konkurrenz belebt. UK und EU koennen sich neu auf stellen und beweisen.

Um Goethe zu zitieren:

"Ich hör´die Botschaft wohl - allein mir fehlt der Glaube!

Freue sich keiner zu früh..

Erst wenn alle Seiten zustimmen, erst dann gibt es einen Deal. Aber auch nur erst dann!!!

Brexit-Deal noch "diese Woche möglich"

Ja hoffentlich!

Dann hat das ewige Gezeter ein Ende und der Wähler-Wille wird endlich umgesetzt!

So ein Kaspertheater

da schmirgelt Boris Johnson, nach langem Zögern, ein klein wenig an den Kanten des Abkommens, das er unter Theresa May noch rundweg und empört abgelehnt hat und verkauft es am Ende als /seinen/ großartigen Deal.

Schon verrückt, mit welch seichtem Kaspertheater mancher einer durch kommt ...

Exit from Brexit: nur mit eine fundamentalen Reform der EU!

Eine eine vollständige EU ist nur mit Großbritannien möglich ist. Ich bin daher der Überzeugung, dass der Brexit nur mit einem neuen Angebot der EU an Großbritannien, einem „New Deal for Britain“, verhindert werden kann.

Ohne die fundamentalen Fehler, die im EU-Zentralismus und in der Tatsache, dass zu häufig die im Vertrag von Lissabon festgelegten Prinzipien wie Subsidiarität und Eigenverantwortung außer Acht gelassen wurden, zu verorten sind, wäre es nie zum Brexit gekommen.

Eine EU hat ohne GB sowieso keinen Bestand. GB ist eines der wenigen EU-Länder mit gesumden, pragmatischen Menschenverstand.

Den Prinzipien Subsidiarität, Eigenverantwortung, Freiheit und Wettbewerb, die man seit Jahren verletzt, müssen endlich wieder Rechnung getragen werden. Dieser Geist - der Geist eines Europas der Vaterländer - muss sich in einem "New Deal for Britain" wiederfinden.

Dann klappt es auch mit einem Exit vom Brexit!

Keine Eitelkeiten von EU-Politikern hegen.

Ist verständlich das Michael Barnier sich jetzt zur Schau stellt und auch insoweit inOrdnung.
Aber wichtig ist das ein Vertrag auch tragbar ist und es nun einfach keine Grenze gibt aber Großbritanien doch ausscheiden kann.
Man kennt das zu gut. In der Last-Minute-Hektik wird dann einfach über alles hinweggesehen. Ich bin wirklich gespannt was da alles schriftlich fixiert wird und ob das überhaupt tragbar ist. Ich halte es nicht für vereinbar keine Grenze zu haben aber aus der EU heraus zu sein. Michael Barnier wäre so die Quadratur des Kreises gelungen und ich bin wirklich mehr als gespannt und dann muß auch alles noch durch das Parlament in Großbritanien.?
Warum erfährt man eigentlich keine Details?

Was für eine Farce.

So wie es aussieht, wird der neue Kompromiss den Backstop auf Nordirland beschränken. Also genau dem ursprünglichen Vorschlag der EU zum Schutz des Karfreitagsabkommens entsprechen.
Da die DUP kein Mehrheitsbeschaffer mehr für die Konservativen sein kann, haben sie diesmal keine Möglichkeit mehr, diesen Plan zu blockieren, und siehe da, auf einmal sind sogar diese Erzkonservativen (gegen Homo-Ehe, Abtreibungen etc etc etc. ) zu einem Kompromiss bereit.

Die Lügenpre... Ich meine natürlich Medien werden trotzdem Boris Johnson für diesen Kompromiss loben, obwohl sie May, die diesem Vorschlag der EU ursprünglich zustimmte, dafür noch zerrissen haben. Jaja, die Macht der Propaganda sollte nie unterschätzt werden.

Achja, sollte das Unterhaus irgendeinem Deal zustimmen, ist der Weg für Boris Johnson frei, einen No-Deal Brexit durchzusetzen.

Realitätssinn gefragt

"Allerdings wirke eine Lösung für die irische Grenze wie eine Quadratur des Kreises, so Merkel"

Da hat sie den Sachverhalt durchaus treffend in Worte gefasst.

Das wird super

Für den ursprünglichen EU Vertrag konnte man sich praktisch beliebig viel Zeit lassen und er hat so etwas banales wie einen Austritt aus der EU nicht klar und deutlich geregelt und jetzt wollen sie einen Vertrag für die Ewigkeit in 2 Wochen beschließen.
Meiner Meinung nach kann das nur in einem Krieg gipfeln.

Nordirlands Grenze

Da hat Merkel Recht, die Frage zur Grenze zu Nordirland lässt sich im Grunde genommen nicht lösen. Bis jetzt hört man nichts Konkretes. Bleibt nur zu hoffen das sich die EU nicht über den Tisch ziehen lässt.

Phantasia wird grausame Wirklichkeit

Es ist schon erstaunlich wie sehr auf einmal Premier Johnson und EU-Interessenvertreter Barnier aufeinander zurasen können und alles machbar erscheint. Entweder war alles bisher viel Show - oder die EU wird auch in wichtigen Punkten um des lieben Kapitalismusfrieden einknicken. Im übrigen bin ich ein ganz normaler Bürger - weder links noch rechts. An eine EU, die Durchsetzungsstärke zeigt, zugunsten der EU-Bürger glaube ich nicht. Der nächste Austrittskandidat Italien wird den Engländern mit noch lauterem Gepolter folgen. Wir werden künftig mehr Staaten erleben wo die Trumps, Johnsons, Orbans und Kasczynskis dieser Welt zu Lasten anderer Staaten Ihren Willen durchsetzen. Und die EU plaziert sich als ein netter Spielball.

Die Ansage von Fr.May wurde bis heute umgesetzt

im Gegensatz zu den Äußerungen der EU.
England wird weiterhin EU-Fördergelder erhalten wie bisher als EU-Mitglied auch ( nur zahlen sie keine EU-Beiträge mehr). Was die EU auf ihren offiziellen Seiten mitteilen und per Beschlußn auch fest machten.
Die bestehenden EU-Handelsverträge wurden von England kopiert und seperat neu abgeschlossen...
Was sagte Frau May damals und was wurde bis heute umgesetzt? Vieles kann man aus ihrer Rede vor Jahren nun heute als umgesetzt sehen und nun steht das optimale Freihandelsabkommen für England mit der EU auf dem Punkt. Und auch hier wird wieder die EU nachgeben.
Mit Begründung "der Friede ist wichtig", aber das die Türkei mit Militär in Syrien einfach einmaschierte und zivile Menschen dabei tötet ( Grund hin oder her ) - da ist der Friede nun doch nicht mehr so wichtig für die EU.... Vielleicht hat Hr. Barnier ohne es zu wissen, den Zerfall der EU eingeleitet.

Herr Barnier als Selbstdarsteller

Alles wird gut! Primär geht schon wie 1957
bei den Römischen Verträgen um die Zollunion! Die Minister der 4.Republik
( muss man mal nach denken) wollten damals
GB unbedingt dabei haben! Dann kam De Gaulle und hat es Jahre verhindert!
Nein , so geht es nicht! England ,so stellt sich
Lage heute dar ist keine Weltmacht mehr und
war es nach der Suez Krise nicht mehr!
Eisenhower hat damals erst nach langem Zögern erst Kredite für das Überleben gegeben! Wer soll das heute tun?
Donald Trump!
Das Überleben der Insel insgesamt hängt
vom Verbleiben in der Zollunion ab!
Ich bezweifle das ein Einstimmigkeitsbeschluss zustande kommt!

UK Verhandlungstaktik ist irre

Das britische Parlament hat den ausgehandelten Vertrag abgelehnt. Die britische Regierung hat seitdem keinen echten Vorschlag für eine Alternative gemacht. Was kann da Barnier tun?

UK würde der von Johnson angestrebte ungeregelte Austritt das Genick brechen. Denn es gibt keine Freihandelsabkommen. Er tut so als könne man die Europäer damit erpressen und als würde die EU ihm die Lösung liefern.

..na lieber ein bißchen Geld

..na lieber ein bißchen Geld als gar nix sagen sich die EU Kommissare...

Ein Beispiel für zukünftige

Ein Beispiel für zukünftige EU Länder die aussteigen wollen. In letzter Minute wird alles aufgeweicht. Hoffe, Herr Barnier lässt sich nicht über den Tisch ziehen. Beide Seiten hatten doch Zeit genug.

Was wird da wieder abseits der Bevölkerung verhandelt?

... und die Politiker müssten bis zu einem gewissen Grad empfänglich dafür sein., so Jacob Rees-Mogg.
Das Zitat zeigt doch die Überheblichkeit des konservativen Abgeordneten gegenüber der Meinung der Bevölkerung. Soll doch heißen, dass wiederum nur eine vermeintliche Mehrheit im Unterhaus über die Mehrheitsmeinung der Bevölkerung entscheidet. Oder lese ich das so falsch?
Aber gut. Das soll deren Problem sein und bleiben.
Aber noch etwa anderes, was der User "Strandy" auch geschrieben hat. Warum sind die Verhandlung eigentlich wieder so geheim, wo doch dem Vernehmen nach die wirtschaftliche Existenz der EU von einem Deal abhängt? Was wird da verhandelt? Wie und wo lässt sich die EU von Boris Johnson erpressen, nur eines Deals Willen? Ich kann mich noch sehr gut an die Verhandlungen für ein Handelsabkommen mit den USA erinnern. Komisch, nicht wahr?
Wie warb eigentlich die EU in GB für dessen Verbleib in der EU (2. Referendum?)?

@ morgentau19, um 11:42

Der “Wählerwille“ - ich kann es einfach nicht mehr hören.

Was auch immer verhandelt wird...

.... Johnson verfügt über keine Mehrheit im Unterhaus. Barnier täte daher gut daran, seinen Optimismus zu zügeln.
Johnson hat das Unterhaus mit seinem Versuch einer ungesetzlichen Prorogation zusätzlich gegen sich aufgebracht. Die 21 geschassten Tories werden ebenfalls gegen seine Vorlagen stimmen, was auch immer er aus dem Hut ziehen mag. Selbst ein gemässigter Brexit würde in diesem Haus keine Zustimmung erhalten. Jacob Reese Mogg kann Lügen über die Akzeptanz des Papiers im Unterhaus verbreiten bis er schwarz wird, es wird nicht helfen.
Die Messer sind gewetzt. Im britischen Unterhaus freut man sich bereits darauf, Johnsons "Deal" wie eine Bombe platzen zu lassen.

Gut,

wenn sich die EU konziliant gibt, aber in der Sache Irlands offener Grenzen hart bleibt & endlich rechtsverbindliche, kontrollierbare gesetzliche Bestimmungen von der englischen Seite erwartet. Damit ist -spieltechnisch gesehen- der Ball wieder bei den Leavern.
Leider geht es dabei nicht nur um Fußball oder Tennis!
Andererseits sollte die EU sich gut überlegen, ob sie weiter mit diesem Land, das so überaus uneins mit sich selbst ist , dem Konflikt zwischen arm & reich, gebildet & ungebildet, verantwortungsvoll & verantwortungslos & vor allem zwischen Jung & alt, schon nicht zurechtkommt & bis zur Paralyse politisch gelähmt ist-aus demokratischer Sicht betrachtet- gemeinsame zukunftsfähige EU-Reformen diskutieren will. Die EU wurde schon oft - pardon- missbraucht, zuerst EGKS, dann Ewg, schließlich die erweiterte EU ohne Angleichungen von Sozialstandards, Recht, Finanzwirtschaft, Steuern und Außenpolitik. Kleine EU Gleichgesinnter, mit starker, einiger Gemeinsamkeit geht! Union eben!

@ 11:50 von Bote_der_Wahrheit

Leider sind hier wie immer nur die Pessimisten unterwegs... und für Sie lieber Bote Ihrer Wahrheit:
Ich sehe das genau anders: Die EU hat Probleme wegen des Einstimmigkeitsprinzip!
Das ist undemokratisch!
Sie wollen eher nur eine EWG... dabei zeigen die USA seit Langem, das Föderalismus und Zentralismus z.B. für Ausenpolitik, Verteidigung etc. funktioniert... und selbst wenn mal ein Populist wie Herr Trump durch seine Lügen (und Russland) an die Macht kommt, kann er in einer Demokratie eben nicht machen was er will... gut so!

Brexit zum 3110.2019

Dann ist ja alles wunderbar! Ein gewichtiges Problem dieser Welt wäre gelöst!

Was passiert eigentlich wenn ..

der trickreiche Johnson den EU-Ministerrat nur an der Nase herumführt?
Dann werden die Schönschwätzer an die Medienfront geschickt und denen ird eine Menge Unsinn einfallen. Nachdem Trump die Nato geschrederrt hat macht sein Bruder im Geiste Johnson das Gleiche mit der EU. Aber der Tag ist nicht mehr weit, an dem China entlang der neuen Seidenstraße die Richtlinien der Politik bestimmen wird. Die neue Seidenstraße endet bekanntlich in Deutschland und damit im Zentrum der EU.
Na dann...

Wir hatten schon eine Einigung

... unter Mays Deal. Der ging aber nicht im britischen Unterhaus durch.

Und das droht auch wieder. Man kann sich mit Johnson wieder auf etwas einigen. Nur es muss durchs britische Unterhaus.

Und Johnson hat selbst mit der DUP keine Mehrheit mehr und selbst deren Zustimmung ist fraglich. Man muss also dem Parlament etwas anbieten, damit sie dem Deal zustimmen.

@11:50 von Bote_der_Wahrheit: Eigenverantwortung

In einem Punkt müssten ihnen die Brexit-Pläne der Briten doch zusagen gefallen.

Wie vorgestern berichtet wurde, werden die Briten nach dem Brexit für EU-Bürger die Visumspflicht wieder einführen.

Damit wird die Eigenverantwortung der Briten "Wer darf nach GB und wer nicht" gestärkt.

Mein Kollege aus GB, der unsere Kunden in GB und Irland betreut, "freut" sich schon. Von London aus mal kurz zu einem Kunden in Irland oder zu einem Meeting in der deutschen Zentrale zu reisen, ist dann nicht mehr möglich.

@11:36 von karlheinzfaltermeier

Wenn Sie schon meinen, sich mit einem Goethezitat schmücken zu müssen, sollten Sie wenigstens korrekt zitieren. Sonst ist es nur peinlich. Und falls Ihnen eine Ausgabe des Faust fehlen sollte: Google ist gern behilflich.

Wenn Diplomaten ...

... Anlass sehen, von "vorsichtigem Optimismus" bzgl eines Ergebnisses oder Zieles zu reden, darf man noch keinen spruchreifen Text erwarten, sondern bestenfalls die Auflösung von Verhandlungsblockaden in Verbindung mit sachorientierter, beiderlei Interessen im Blick habender, Grundstimmung der Verhandlungsdelegationen. Man wird beizeiten konkretes erfahren.

@Bote der (alternativen) Wahrheit
Es finden sehr häufig diejenigen ein Haar in der Suppe, die beständig ihren Kopf über dem Teller schütteln. Ein Europa der Vaterländer ist revisionistischer Unsinn, der den zukünftig geopolitisch immer wichtigeren äußeren Zusammenhalt der EU unnötig aufweicht. Das haben Millionen Europäer begriffen. Sie leider immer noch nicht. Einschränkungen des Subsidiaritätsprinzips durch die EU wiederum sind aus meiner Sicht hinzunehmen, wenn mit ihnen ein höherrangiger Zweck verfolgt wird.

Mal sehen

Nach allem, was man so hört, läuft es ja auf einen irgendwie gearteten Sonderstatus für NI raus, der eine Grenze auf der irischen Insel unnötig macht. Da müssen dann eben die Waren zwischen NI und dem Rest des UK kontrolliert werden.
Das muss vor allem anders heißen als "Zollunion", denn das war für die DUP bisher ein rotes Tuch. Den Vorschlag gab es ja schon; der wurde aber immer krachend abgelehnt. Dann eben "Zollpartnerschaft".
Ich bin bei den Details dann gespannt, was sich wirklich von all den Varianten unterscheidet, die die Briten bisher immer abgelehnt haben. Vermutlich nur die Namen.

Und das Unterhaus muss dann natürlich noch zustimmen. Aber evtl. sind genügend MPs inzwischen zu ermattet, um noch mal "No" zu sagen.

Eine unkontrollierte

Grenze zu Nordirland wäre die einzige Lösung. Dann wäre Boris am Ziel und auch die Autobauer würden profitieren weil sie darüber "legal" ind die EU einführen könnten. Ich glaube da ist ein Gaunerstück in Vorbereitung und alle Kritiker der EU fühlen jetzt schon den Wind unter den Flügeln.

/// Am 15. Oktober 2019 um

///
Am 15. Oktober 2019 um 11:50 von Bote_der_Wahrheit
Exit from Brexit: nur mit eine fundamentalen Reform der EU!
Eine eine vollständige EU ist nur mit Großbritannien möglich ist. Ich bin daher der Überzeugung, dass der Brexit nur mit einem neuen Angebot der EU an Großbritannien, einem „New Deal for Britain“, verhindert werden kann.///
.
Warum sollten 27 EU Länder ihre eigenen Interessen so weit zurückstecken, dass alle " Sonderwünsche " GB's erfüllt sind ? Im übrigen, alle Kompetenzübertragungen an die EU muss jeweils von jedem Mitgliedsland gutgeheissen werden. So wird die Balance in der Kompetenzaufteilung gewahrt. Von mangelnder Subsidiarität kann daher keine Rede sein.

Bote der Wahrheit 11:50h

Ja, den gesunden und pragmatischen Menschenverstand der britischen Politiker dürfen wir seit drei Jahren bewundern.

Eine Gemeinschaft ist erst dann eine Gemeinschaft, wenn sich ihre Mitglieder an ein gemeinsam erarbeitetes Regelwerk halten. Und ein so großer Staatenbund wie die EU braucht da schon etwas mehr als die Hausordung im Mietshaus oder die Satzung des Tennisclubs. Eine EU, in der jeder tun und lassen kann was er will oder - genauer gesagt - was der jeweiligen Regierung gerade in den Kram passt, braucht kein Mensch. Wir erleben das gerade auf eine sehr unangenehme Weise mit Italien und manchen Osteuropäern.

Zweites Referendum kommt

Da das Parlament auch verstanden hat, dass man das Volk nun auch zu den Konsequenzen aus dem Brexit befragen muss, wird PM Johnson nicht drumrum kommen, die EU um einen Aufschub des Brexits zu bitten, mit der Begründung ein Referendum vorzubereiten. So deute ich die Zeichen der letzten Wochen. Dann verstummen auch die Stimmen, die behaupten, die erste Volksbefragung zum Brexit wäre schon Volkswille gewesen, ohne die Folgen des Brexits zu kennen. Nun liegen die Fakten auf dem Tisch und die Wählerschaft kann sich ein Bild machen. Man muss nicht mehr aus dem Bauch heraus entscheiden.

"So wie es aussieht, wird der

"So wie es aussieht, wird der neue Kompromiss den Backstop auf Nordirland beschränken. Also genau dem ursprünglichen Vorschlag der EU zum Schutz des Karfreitagsabkommens entsprechen.
(...)

Die Lügenpre... Ich meine natürlich Medien werden trotzdem Boris Johnson für diesen Kompromiss loben, obwohl sie May, die diesem Vorschlag der EU ursprünglich zustimmte, dafür noch zerrissen haben."

Die hiesige oder die Presse in UK? Denn das hier irgendjemand May dafür zerrissen hätte, dass sie versuchte einen Vertrag durchzukriegen ist mir unbekannt. Sie wurde (zu Recht) für ganz andere Dinge kritisiert.

"Achja, sollte das Unterhaus irgendeinem Deal zustimmen, ist der Weg für Boris Johnson frei, einen No-Deal Brexit durchzusetzen."

Die Logik verstehe ich nicht. Wenn das Unterhaus einem Deal zustimmt kann Johnson ohne Deal austreten?

@12:14 von Tralafit

"UK Verhandlungstaktik ist irre
(...)
UK würde der von Johnson angestrebte ungeregelte Austritt das Genick brechen. Denn es gibt keine Freihandelsabkommen. Er tut so als könne man die Europäer damit erpressen und als würde die EU ihm die Lösung liefern."

Um das kurz festzuhalten: UK hat keine Verhandlungstaktik. Dafür bräuchte man ein irgendwie geartetes halbwegs realistisches Ziel. Das gibt es allerdings nicht.

Teilweise wurde darauf spekuliert, dass die EU überbordende Zugeständnisse machen würde, da sie UK auch in der Vergangenheit teils über die Maße entgegenkam. Es hat sich sehr früh herausgestellt, dass man sich damit wohl völlig verkalkuliert hat.
Die ganze Brexitgeschichte basiert u.A. auf einem absurden Zerrbild der EU. Wer unter diesen Voraussetzungen versucht mit der EU zu handeln muss daran scheitern.

@12:11 von grüner Drache

"Die Ansage von Fr.May wurde bis heute umgesetzt

im Gegensatz zu den Äußerungen der EU.
England wird weiterhin EU-Fördergelder erhalten wie bisher als EU-Mitglied auch ( nur zahlen sie keine EU-Beiträge mehr)."

Ist das eine Mutmaßung ohne jede Basis oder haben Sie dafür eine Quelle? Bisher deutet aus meiner Sicht nichts darauf hin, dass Sie mit dieser Aussage Recht haben.

@ 11:43 maplecut_ts

Sie treffen den Nagel auf den Kopf.
Einerseits beweist die EU in der Solidarität zu ihrem auch künftigen Mitgliedsland Irland einen langen Atem und hat dabei auch mit "Kasperle"figuren Geduld, die sich zudem für Hulk halten.
Andererseits ist der Deal noch lange nicht in trockenen Tüchern, auch in GB nicht. Ich halte es für höchst wahrscheinlich, dass das Abkommen nicht vor dem 31.10. durchzubringen ist, und daslängst überschritten ist. In einem anstehenden Wahlkampf werden die Karten auch in Bezug auf den Brexit und ein neues fundiertes Referendum neu gemischt.
Das Thema schreibt noch ein paar Kapitel und begleitet uns weiter, wenn auch ab November mit einigen neuen Figuren.

12:41 von Egleichhmalf

"Wenn Sie schon meinen, sich mit einem Goethezitat schmücken zu müssen, sollten Sie wenigstens korrekt zitieren. Sonst ist es nur peinlich."

Der Sinn bleibt dennoch der gleiche.
Da ist nichts peinlich, bloß weil man die Reihenfolge von Subjekt und Objekt dem modernen Sprachgebrauch angepasst hat.

Unangenehmer finde ich, dass man den Hintergrund dieses Zitates ignoriert und auf jeden Quark anwendet.
Allerdings mache ich das auch manchmal...

11:53 von Ingerimmson

«Achja, sollte das Unterhaus irgendeinem Deal zustimmen, ist der Weg für Boris Johnson frei, einen No-Deal Brexit durchzusetzen.»

Sollte das Unterhaus irgend einem anderen Deal als dem No-Deal-Brexit zustimmen. Dann ist der No-Deal-Brexit so zu sagen "in der Irischen See ertrunken".

Der Weg ist frei, ihn zu bergen. Auch der Versuch, ihn wieder zu beleben.
Wird dem No-Deal-Brexit dann aber auch nicht wieder auf die Beine helfen …

Was soll das Palaver

Die Briten wollten raus aus der EU, lasst sie und meinetwegen auch mit hartem Brexit. Wichtig ist doch, daß dieses Schmierentheater ein Ende hat und die EU nicht noch weiter in den Sumpf ala Johnson rutschen.

12:51 von Werner40 "Warum

12:51 von Werner40
"Warum sollten 27 EU Länder ihre eigenen Interessen so weit zurückstecken, dass alle " Sonderwünsche " GB's erfüllt sind ?"

Da haben Sie den Knackpunkt des nationalistischen Populismus erfasst. Alle Anderen müssen Ihre Bedürfnisse zurückstecken um einen selbst glücklich zu machen - nur man selbst muss natürlich keine Zugeständnisse machen.
Kooperationen können so nicht funktionieren - und wenn zwei Länder so denken kann es natürlich keinerlei internationale Zusammenarbeit geben die über Oberflächlichkeiten hinausgeht..

re tomsorg

"Der nächste Austrittskandidat Italien wird den Engländern mit noch lauterem Gepolter folgen."

Ein Lieblingsspiel der EU-Gegner ist: Wer tritt wohl als nächster aus?

Nur sind das lauter Luftblasen.

von Werner40 12:51

Was wären denn die "Sonderwünsche GB´s" ?
Und was die (Sonder)wünsche der EU ?
Decken die sich zufälligerweise mit den Wünschen der deutschen Exportwirtschaft ?

14:12 von Bernd Kevesligeti

sie sind heute wieder richtig heimtückisch
:-)

Einigungen in letzter Minute

Ich hoffe EU und DUP lassen sich von Johnsons Hinhaltetaktik nicht im letzten Moment noch zu einer schlechten Brexit-Vereinbarung überreden. Der Brexit ist und bleibt eine Katastrophe, mit Vereinbarung wahrscheinlich weniger schlimm als ohne. Zünftige Generationen von EU und GB Bürgern werden Johnson seine Brexit-Kampanie nicht danken!

12:09 von tomsorg

«Der nächste Austrittskandidat Italien wird den Engländern mit noch lauterem Gepolter folgen. Wir werden künftig mehr Staaten erleben wo die Trumps, Johnsons, Orbans und Kasczynskis dieser Welt zu Lasten anderer Staaten Ihren Willen durchsetzen.»

In POL waren vorgestern Wahlen. Nicht der leiseste Ton war dort im Wahlkampf zu vernehmen, die PiS würde POL aus der EU führen wollen.

Wäre auch dämlich zum Quadrat, wären dann ja alle Gelder aus der EU (u.a) für Infrastruktur-Maßnehmen futsch. Nix länger mehr mit recht guter Wirtschaftslage in POL, mit staatlichen Mitteln für mehr Kindergeld & Co.

Das gleiche Prinzip in UNG + ITA. Gar nix mehr mit "Autostrada Calabrese", die schon mit EU-Zahlungen Sankt-Nimmerleins-Baustelle ist.

Und so werden es immer weniger EU-Staaten, die nur darauf warten, dem glorreichen Vorbild UK nachzueifern. Exakt beziffert sind es Null …

re bernd kevesligeti

"von Werner40 12:51

Was wären denn die "Sonderwünsche GB´s" ?
Und was die (Sonder)wünsche der EU ?
Decken die sich zufälligerweise mit den Wünschen der deutschen Exportwirtschaft ?"

Die Volkswirtschaft mit dem höchsten Anteil an GB Export ist die irische ...

von Sisyphos3 14:18

Also,Fragen stellen ist "heimtückisch" ?

@ Gewissenswurm 12:01 Uhr

"Nordirlands Grenze" + "Bleibt nur zu hoffen das sich die EU nicht über den Tisch ziehen lässt."
Warum sollte sich die EU dieses Mal nicht über den Tisch ziehen lassen?
Mit Sicherheit wird eine spätere einseitige Regeländerung IR vs NordIR/GB eine Tatsache werden. Zumal hier die BK Frau Merkel doch Recht hat mit ihrer Feststellung einer (derzeit) unlösbaren Grenzregelung.

re mawo

"Mit Sicherheit wird eine spätere einseitige Regeländerung IR vs NordIR/GB eine Tatsache werden."

Was Sie nicht alles "mit Sicherheit" wissen.

@14:02 von Aufmerksamleser

"Die Briten wollten raus aus der EU, lasst sie und meinetwegen auch mit hartem Brexit."

Wenn es so einfach wäre...

Mal davon abgesehen, dass die EU keine Lust auf die wirtschaftlichen Folgen eine harten Brexits hätte würde der ja automatisch auch eine harte Grenze in Irland bedingen. Ohne Abkommen ist das UK ein Drittstaat mit dem es keinerlei Vereinbarung gibt, der direkt an die EU grenzt. Ohne weitere Gespräche gilt dann sogar eine Visumspflicht, so lange die jeweiligen Einreisebestimmungen nicht geändert werden.

Verhindern kann die EU den harten Austritt allerdings nur durch Verhandlungen. Damit spielt BJ ja. Deswegen droht er seit seinem Amtsantritt genau damit und deswegen beharrt er auch so stur auf dem 31.10.

Wenn die EU auch stur bliebe und Johnson keinen Verlängerungsantrag stellen würde, dann würde der harte Brexit automatisch eintreten. Er muss nur die Uhr herunterlaufen lassen und das Gesetz ignorieren, dass das Unterhaus kürzlich beschlossen hat.

14:12 von Bernd Kevesligeti

«Und was [wären] die (Sonder)wünsche der EU ?
Decken die sich zufälligerweise mit den Wünschen der deutschen Exportwirtschaft ?»

"Der Lieblingsfeind" deutsche Exportwirtschaft.

Auf dass sie nieder gehen möge, und alle anderen Länder in EUR wie Phoenix aus der Asche erblühen werden. Weil ja nichts anderes sie nirgendwo am Erblühen hindert als die deutsche Exportwirtschaft …

rer Truman Welt

Na ja, Johnson ist ja nun sicher keine Leuchte, aber er ist gerissen.
Ich vermute, er weiß, daß er wahrscheinlich nicht gewählt würde, wenn er Großbritannien nicht zum 31.10. aus der EU bringt. Er weiß, ohne Vertrag bekommt er es nicht hin. Also braucht er einen Vertrag. Denn wenn er einen Vertrag ins Parlament bringt und die Opposition ihn ablehnt, steigt er in der Wählergunst signifikant.
Das weiß auch die Opposition, weshalb die im Dilemma stecken würde, wenn das passiert.
Würde ein Vertrag das Parlament jedoch tatsächlich passieren, dann muß Johnson dafür Sorge tragen, daß er ihn einfach einseitig ändern könnte, z. B . einfach später eine Grenze errichten, um den Zustand zu erreichen, welchen er vorhat, zu erreichen. Somit muß die EU aufpassen, die Kontrolle auch wirklich über den Inhalt des Vertrages zu behalten. Johnson muss kontrollierbar bleiben. Wer ihm vertraut hat im selben Moment verloren.

Ich wünsche mir, daß der

Ich wünsche mir, daß der Brexit endlich in die Tat umgesetzt wird. Johnson kann gern am 1.11.d.J. einen Antrag auf Wiederaufnahme stellen, wo dann die Bedingungen neu verhandelt werden müssen. Die jetzige Rumeierei ist einfach peinlich für beide Seiten.

12:53 von Thomas D

Und ein so großer Staatenbund wie die EU
.
könnte da nicht das Problem bestehen
der Laden ist ganz einfach zu groß geworden
Gemeinsamkeiten zu finden wird immer schwieriger

@ Aufmerksamleser, um 14:02

Wichtiger als die Beendigung “dieses Schmierentheaters“ sind die wirtschaftlichen Konsequenzen, die ein ungeregelter Brexit mit sich brächte - davon hat man in der EU bisher allenfalls einen leichten Vorgeschmack, aber kennen und seriös abschätzen kann sie bis heute niemand.
Obwohl GB noch nicht ausgetreten ist, jammern bereits jetzt Unternehmen diesseits und jenseits des Kanals über zurückgehende Aufträge.
Kann man jeden Tag im FS verfolgen.
“Sumpf ala Johnson“ ist dagegen eine trübe Brühe und eher nebensächlich.

14:41 von Sisyphos3

«könnte da nicht das Problem bestehen
der Laden [die EU] ist ganz einfach zu groß geworden
Gemeinsamkeiten zu finden wird immer schwieriger»

Hinsichtlich des Brexit waren über nun fast exakt 3,5 Jahre bei 27 Staaten gar keine gravierenden Unstimmigkeiten zu vernehmen, die eine gemeinsame Haltung schwierig machten …

von schabernack 14:37

Ja,aber Sie fühlen Sie sich doch irgendwie getroffen.

Und wenn Sie möchten,dann können Sie dazu Zahlen und Fakten nachlesen.Im Buch von J.Kronauer,"Allzeit bereit-Die neue deutsche Weltpolitik und ihre Stützen" und im "Memorandum
Alternative Wirtschaftspolitik".

@ Sisyphos3, 14:41

re 12:53 von Thomas D

Ja, Sie haben natürlich Recht, dass es umso schwieriger wird, Gemeinsamkeiten zu finden, je größer “der Laden“ wird.

Das macht jede Verhandlung langwierig, und die Ergebnisse können zwangsläufig nicht alle glücklich machen - trotzdem möchte ich diesen “Staatenbund EU“ keinen Tag in Frage stellen, geschweige ihn aufgelöst wissen.

Sollte die EU ihre Blockadepolitik aufgegeben haben?

Es geschehen noch Zeichen und Wunder.

Zeitdruck

Warum muss eigentlich alles unter Zeitdruck passieren? Johnson hätte seine Vorschläge auch schon Wochen vorher an die EU schicken können. Er hätte sie sogar schon zu Mays Zeiten machen können, aber dann wäre er nicht PM geworden. Also hat er sie mal an die Wand fahren lassen.

Jetzt ist es knapp. Man kann schon wieder von einem weiteren EU-Sondergipfel lesen, weil es wohl bis übermorgen sehr knapp wird.

Die Politik ist manchmal was das Hinausschieben von unangenehmen Dingen angeht noch schlimmer als ich bei meiner Steuererklärung.

"EU-Chefunterhändler Barnier

"EU-Chefunterhändler Barnier Brexit-Deal noch "diese Woche möglich" "
-
Das ist wundervoll, also husch husch seht zu.

14:53 von harry_up

es gibt ja einiges an Möglichkeiten
etwas komplett in Frage zu stellen
oder es etwas lockerer gestalten

@14:53 von Einfach Unglaublich

"Sollte die EU ihre Blockadepolitik aufgegeben haben?"

Man könnte auch sagen, dass zum ersten Mal ein Vorschlag aus London kam. Was hätte denn die EU vorher machen sollen, außer zuzusehen, wie die Briten jeden Vorschlag ablehnen?

Warum der Vorschlag, wie gut oder schlecht er auch immer ist, erst jetzt kam, muss man die britische Seite fragen.

Verhandeln kann man nur, wenn man weiß worüber.

Nicht ohne zweites Referendum!

Ganz gleich, was jetzt herauskommt-der Deal sollte nicht ohne ein zweites Referendum umgesetzt werden!

Denn schließlich hat sich das damals fehl-und irregeführte Volk für einen Brexit entschieden. Deshalb sollte es jetzt auch darüber abstimmen dürfen!

14:46 von harry_up

«Wichtiger … sind die wirtschaftlichen Konsequenzen, die ein ungeregelter Brexit mit sich brächte - davon hat man in der EU bisher allenfalls einen leichten Vorgeschmack, aber kennen und seriös abschätzen kann sie bis heute niemand … Obwohl GB noch nicht ausgetreten ist, jammern bereits jetzt Unternehmen diesseits und jenseits des Kanals über zurückgehende Aufträge.
Kann man jeden Tag im FS verfolgen.»

Die meisten Unternehmen, die in das Unternehmen bestimmendem Maß vom Handel mit GB betroffen sind, haben inzw. wohl einen "recht tauglichen" Überblick darüber, was Brexit … so / so … für ihre Geschäfte bedeutet.
So mein Eindruck.

Sah kürzlich einen Bericht über 3 Unternehmen in GB / DEU im TV.

1 Engl. Hersteller von hand-gemachten Seifen im UK.
Zusätzl. Produktionsstätte in DEU. 85 Mitarbeiter + Familien im UK nahmen das Angebot an, nach DEU zu wechseln.

2 UK-Bagger-Hersteller. Verlegung des Hauptlagers nach DEU.

3 "British Foods" in DEU. Sorge um Frischwaren wg. Zollzeiten.

@Am 15. Oktober 2019 um 12:53 von Thomas D.

Zitat: "Eine Gemeinschaft ist erst dann eine Gemeinschaft, wenn sich ihre Mitglieder an ein gemeinsam erarbeitetes Regelwerk halten. Und ein so großer Staatenbund wie die EU braucht da schon etwas mehr als die Hausordung im Mietshaus oder die Satzung des Tennisclubs. Eine EU, in der jeder tun und lassen kann was er will oder - genauer gesagt - was der jeweiligen Regierung gerade in den Kram passt, braucht kein Mensch."

Mein Reden seit Jahren!!

Sie sind mein Mann!!

Genau das sage ich doch seit Jahren:

1. Maastrichter Kriterien: interessiert kein Mensch. Die Länder der Eurozone haben bereits mehr als 384 Mal dagegen verstoßen!

2. Gem Art. 123 & 125 AEUV wird gegen die Bailout-Klausel und direkte Staatsfinanzierung materiell durch die EZB verstoßen

3. Die EU-Außengrenzen, die gem. Abk. von Schengen zu schützen sind, sind ofen!

Zum Glück halten sich wenigstens Polen, Ungarn oder Tschechien daran.

Sie sind doch nicht etwas einer dieser AfD-Wähler?

14:52 von Bernd Kevesligeti / @schabernack

«Ja,aber Sie fühlen Sie sich doch irgendwie getroffen.
[Deutsche Exportwirtschaft]»

Direkt persönlich betroffen fühle ich mich gar nicht. Aber mir geht das ständige einseitige Mies-Gerede der deutschen Exportwirtschaft sehr auf den Senkel.

Sie hat "2 Seiten". Teils fast konkurrenzlose Produkte. 100 & mehr "Hidden Champions" mit exzellentem Know-How im Mittelstand. Viele inhaber-geführte Familien-Unternehmen dabei. "The Heart of the Industry", mit zus. mehr Beschäftigten als die Großkozerne.

Unter denen gibt es allerdings so manche "Problembären". Gut finde ich das ganz und gar nicht. Aber "Abwickeln" hilft gar niemand. Weder in DEU, noch irgendwo sonst in der EU / in EUR / anderswo in der Welt.

In 24 Std. Festanstellung arbeite ich bei einem weltweit tätigen Mittelstands-Maschinenbauer in DEU im Verbund mehrerer Unternehmen in 7 Ländern der EU (als Photo-Ingenieur / Fotograf).

Mir ist die Problematik bewusst, auch wenn ich kein expliziter Kenner in wirtschaftl. Belangen bin …

@Am 15. Oktober 2019 um 12:43 von QuantaCosta

Zitat: " Ein Europa der Vaterländer ist revisionistischer Unsinn, der den zukünftig geopolitisch immer wichtigeren äußeren Zusammenhalt der EU unnötig aufweicht. Das haben Millionen Europäer begriffen"

Den "Zusammenhalt" in Europa sieht man ja sehr gut daran, dasss

- Adenauer bei seinem Staatsbesuch in Athen von den Griechen freudig 1954 begrüßt wurden (obwohl die Deutschen dort Kriegsverbrechen verübt hatten)

- Merkel "musste" von 70.000 Polizisten beschützt werden, da der Euro Europa in den Norden der Gläubiger aufteilt, die durch die EZB enteignet werden und über "faule Südeuropäer" schimpfen und in einen Süden Schuldner, die in einem Sumpf aus Schulden, Arbeitlosigkeit und Armut von deutschen "Nazis" sich diktieren lassen müssen, wie sie ihr Land organisieren.

Toller "Zusammenhalt", den die EU hier verursachT!

Und wenn Nationalstaaten so ein "revisionistischer Unsinn" ist, dann verstehe ich nicht, warum der dt. Staat 2 Mio. "Flüchtlinge" finanzieren soll.

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