Ihre Meinung zu: EU senkt Fangquoten für Hering und Dorsch

15. Oktober 2019 - 7:02 Uhr

Die deutschen Ostsee-Fischer werden im kommenden Jahr seltener das Netz auswerfen dürfen. Die EU-Fischereiminister haben die Fangquoten für Hering und Dorsch deutlich gesenkt. Umweltschützer halten das für zu wenig.

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Kommentare

Katastrophal kurzsichtig

Wir werden noch alle Fischarten komplett ausrotten, die es überhaupt gibt.

Dank unseres kapitalistischen Systems, wonach Politik und Industrie nur den Profit morgen sehen und nie an übermorgen denken.

Langfristig wird diese Politik nämlich nicht nur zur Gesundschrumpfung der Fischerei-Industrie führen, sondern zu ihrer völligen Vernichtung.

Rettet das Geld...

...wer braucht schon in der Zukunft Fisch oder sonstige Umwelt...?!

PS: Sarkasmus ;-)

Wir lernen nichts dazu!

Es ist erschreckend! Unsere Politik geht immer weiter von den wirtschaftlichen Forderungen aus. Wenn der Bestand von Tierarten bedroht ist, spielt es allein ein Rolle wie der Bestand wieder aufgebaut werden kann. Wenn dabei Existenzen befroht werden ist das nicht schön. Es zeigt aber auch, dass in der Vergangenheit diese Fischer mehr gefangen haben als der Bestand hergab. Wir müssen endlich anfangen die Konsequenzen für unser Handeln zu tragen. Auch wenn dabei Opfer gebracht werden müssen.

Frage

Gibt es eigentlich eine Regel bei der die Fischerei wie beim Forst, Bäume gepflanzt werden müssen für jeden gefällten Baum, dies im Umkehrschluss gleichbedeutend die Fischereikonzerne für den Fischbestand und/oder Gewässer etwas tun müssen ?

Wenn nein, besteht hier dringend Handlungsbedarf.

Ähnliche Beispiele könnte man mit einem Bauer erklären der sich auch um seine Felder kümmern muss das etwas wächst.

Fangquoten hin oder her

Wo geht der Fisch hin und womit wird er ersetzt werden?

Es gibt immer mehr Menschen, nicht nur Weltweit sondern auch in Deutschland, auch wenn die Zunahme nicht so rasant ist.
Wie sollen die ernährt werden, wenn man Fischfang (sinnvollerweise) einschränkt, gleichzeitig aber in der Landwirtschaft nur noch Öko, Bio, CO2-neutral und Artgerecht produzieren soll?

@ Der Couch Kritiker

"Rettet das Geld......wer braucht schon in der Zukunft Fisch oder sonstige Umwelt...?!" Am 15. Oktober 2019 um 09:37 von Der Couch Kritiker

Wenn Sie das Geld so verabscheuen, dann können Sie Mal 1 Monat lang ohne leben. Fangen Sie mit Miete, Versicherungsbeiträgen und Essen an.

Sicher haben Sie etwas, mit dem Sie Tauschgeschäfte, wie vor 1000 Jahren machen können.

Konkrete Verbesserung haben Sie nämlich auch nicht vorgeschlagen.

Frau Klöckner

"Dies könnte einer Schließung des Angeltourismus an der deutschen Ostseeküste gleichkommen."
Wenn ich so etwas von einer Ministerin lese, "geht mir das Messer in der Tasche auf". Purer Lobbyismus, Quatsch und Panikmache. Wo hat sie diese Feststellung her? Sie sollte mal ihre Glaskugel putzen!

Und wieder bremst Deutschland... Stop it!

Frau Glöckner ist also gegen "all zu strenge" Fangquoten. Sie befürchte einen Einbruch im Angel-Tourismus...?! Wie absurd! Ein Lied, dass von dieser Regierung altbekannt ist. So wird es gesungen bei Abgasnormen und vielem anderen. Dabei ist der Zustand der Meere für uns essentiell und existenziell wichtig. Noch kennen wir gar nicht die volle Bedeutung des Ökosystems Ozean mit samt seiner Lebewesen. Vor allem ist Fischfang heute hoch industrialisiert, es werden Tonnen an Fisch aus dem Meer gefischt, immer auch andere Arten geschädigt.
Deutschland, höre bitte auf, in Puncto Umweltschutz und Artenerhalt zu bremsen, es geht um die Zukunft aller und nicht um ein paar reiche Touristen!

@Tada

Warum wird bei uns in D dann so viel an Lebensmittel weggeworfen? Warum muß heute jeder täglich Fleisch und Fisch essen? Wir sollten unseren Konsum endlich mal überdenken.
Unsere Agrarindustrie muß nicht Milch in alle Welt liefern, das sind alles vorgeschobene Argumente, weil die Gier einiger weniger immer größer wird.

Ach so.....

Die Weinkönigin halt. Man nennt sie auch Nestle-Klöckner und damit ist alles gesagt, wer ihre Herren sind.

Umweltschützer fordern komplettes Fangverbot

Wennschon dann weltweit.
Während die EU versucht, mit Pseudofangquoten die Fischbestände zu schützen, an denen sich alle Nicht EU-Länder, so oder so sich nicht halten.
Dort müssen die Umweltschützer tätig werden.

@09:32 von Erich Kästner

"Dank unseres kapitalistischen Systems, wonach Politik und Industrie nur den Profit morgen sehen und nie an übermorgen denken."

Raubbau an der Natur ist älter als der Kapitalismus. Das wissen schon die Bewohner der Osterinseln.
Die Schuld in unserem Wirtschaftssystem zu suchen halte ich für eine nicht sinnvolle Vereinfachung des Sachverhalts.

Den Fischen ist es egal wer sie wegfischt - ob staatlich finanzierte Fischfangflotten Chinas oder private Einzelunternehmer Europas. Wenn sie weg sind, sind sie weg - und wir müssen der Ignoranz und dem Egoismus zuvorkommen - zum Wohl aller.

@09:50 von David81

Das ist ja der eigentliche Witz an der ganzen Sache. Während Bauern ernten was sie gesäht haben fahren die Fischer einfach nach draußen und 'ernten' den Fisch, zu deren Entstehung sie nichts beigetragen haben.

Da kann man mindestens die Anforderung der Nachhaltigkeit stellen.

Nur eine Frage des Zeitpunkts

Eigentlich gibt es doch nur zwei Optionen, entweder man schränkt die Fangquoten zur Bestandserholung jetzt ein oder die Ostsee wird leer gefischt. Letzteres vielleicht nicht morgen sondern übermorgen aber dies wird in letzter Konsequenz geschehen. Und was dann?

Klöckner ist eine Katastrophe

Unsere Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft ist eine absolute Zumutung - sie ist das stereotypische Lobbyinstrument - ausschließlich ausgerichtet auf kurzfristige Gewinninteressen ihrer Klientel. Das ist absolut unwürdig für unser Land.

Ja, das Runterfahren der Fischerei ist für einige sicherlich hart. Aber es wird nicht einfacher, wenn die Fische komplett abgefischt sind. Hier wird nur erneut der nächsten Generation Steine in den Weg gelegt anstatt zu versuchen frühzeitig einen vertretbaren Weg zu gehen.
Es gibt keinen Mittelweg zwischen Forschungsergebnissen und Gewinninteressen - das gilt im Klima wie beim Fisch. Die Realität holt uns irgendwann einfach ein - ob unsere Ideologie das nun hergibt oder nicht.

Niemand kann behaupten, dass die abnehmenden Fischbestände irgendwen überraschen würden. Das Thema gibt es schon seit Ewigkeiten und es wird nur unbefriedigend angegangen.

@9:54 von Tada

„Es gibt immer mehr Menschen …“

Und genau da liegt das Problem, das aber niemand (mehr) anspricht (der ‚Club of Rome‘ hatte das vor langer Zeit mal getan). Und da liegt auf Dauer auch einzig die Lösung für nahezu alle Probleme, die wir haben.

@10:13 von SFX2145E

Das geht über Frau Klöckners Legislaturperiode hinaus und ist damit offensichtlich nicht ihr Problem.

Hat Frau Klöckner..

..im Ernst die Senkung der Quoten kritisiert? Ist Frau Ministerin mein Vorbild bezüglich nachhaltigen Handelns?
Natürlich könnte man alles so lassen wie es ist und dann staunen, wenn die komplette Fischereiwirtschaft am Boden ist, weil es nichts mehr zu fangen gibt. Merkwürdiger Ansatz..

Zur Sachlichkeit gehört

das das eigentliche Problem nicht unsere Fischkutter sind, sondern die großen Fangfische/schwimmenden Fangfabriken. Die aber kommen aus China, Indien, USA, Russland und sind mit Mega-Fangschiffen unterwegs. Auch die EU-Staaten machen gleiches vor der afrikanischen Küste. Die heimischen Fischer sind hier und da jetzt nur die Bauernopfer, aber an die Großen müsste man heran.

Na prima

heimischer Fisch war die Alternative zu Fleisch als Eiweißlieferant, Kürzung bedeutet das das Preis erheblich steigen wird.
Dann kommt noch der CO2 Preis dazu, und Strom wird im nächsten Jahr durch die EEG Umlage auch teurer, die steigt nämlich um 5,5 Prozent.

Also so gut wie alles wird teurer, und bei Kürzungen von 60 und mehr Prozent, werden nicht alle Fischer überleben. Wenn die Angeltouristen im Frühjahr nur zwei Fische mitnehmen dürfen, dann zahlen die nicht 150 Euro und mehr für eine Schiffstour.

Wird ein richtig gutes Jahr für die Bürger, eins war auch klar, mehr Bürger sind auch mehr Verbrauch, das die Fischbestände das nicht aushalten, ist seit langen bekannt.

Wie alles auf der Welt, die Menge die vorhanden ist, und die Menge die benötigt wird, sind der entscheidende Punkt.
Aber das will ja niemand zugeben, Wachstum in die Unendlichkeit und Geld machen ohne Ende ist wichtig.

@ "erich kaestner", etc.

Die MfS-affinen Kommentatoren wie "Erich Kästner" ( der berühmte Schriftsteller dieses Namens war viel toleranter- warum also nicht gleich "Erich Honecker "?) mögen sich an das Handeln der " Großen Sowjetunion " vor den Küsten Afrikas erinnern : " Staubsauger-Schiffe" saugten alles lebendige im Meer ein und verarbeiteten es zu Fischmehl als Tierfutter in den Kolchosen.
Aber das war ja "gutes ", weil ideologisch begründetes Fischmehl!

Kurzsichtig

Wenn man ein Gewässer überfischt, dann sinken über kurz oder lang die Mengen, die die Fischer fangen. Irgendwann ist es so wenig, dass sich die Sache nicht mehr lohnt. Dann sind die Arbeitsplätze auch weg aber eben zusätzlich auch noch die Fische. Das scheint aber nicht jede(r) begreifen zu können.

Die großen Fangflotten ziehen dann weiter und fischen auch die letzten Flecken noch leer und die lokalen Fischer sind dann eben weg.

Angeltourismus? Ich lach´ mich tot. Wie lange müssen ein paar Touristen auf einem Boot wohl ihre Angel ins Wasser halten, bis sie nur annähernd die Menge an Fisch gefangen haben, die ein großen Schleppnetz aus dem Meer zieht? Als wenn die EU die Interessen der Angeltouristen im Sinn hätte.

@um 09:58 von Tada

Gestern kam ich leider nicht dazu beim Container- Verbot Artikel zu kommentieren...

Ein Satz darin, wo der Bundesrat beschlossen hat (keine 35 Stimmen Mehrheit), das überschüssige Nahrungsmittel NICHT an allgemeinnützige Einrichtungen gespendet werden sollen, hat mich am Meisten verärgert- das wäre ein sinnvoller Anfang- wo ich persönlich gerne auch bereit wäre ein paar cent pro Produkt mehr zu bezahlen...

Des weiteren bin ich im sehr engen Austausch mit der Fischerei Industrie, die Momentan sehr viel Geld und Expertise einsetzt, um endlich Meeresfarmen Umweltschonender zu machen...
Klugschei**en kann man schnell und viel...Lösungen entwickeln kostet Zeit, Geld und eine Menge Hirnschmalz - da muss die Politik helfen...aber mit Frau Klöckner wird das nicht einfach... ;)

Wut Wut Wut

Ich lese diese Beiträge hier, und irgendwie verstehe ich sie alle nicht: außer dass eine unfassbare Wut sich ausdrückt.

Worüber ist man so unfassbar wütend?
Darüber, dass die Fischquoten gesenkt wurden?

Oder darüber, dass Frau Klöckner das "im Vorfeld" kritisiert hat?

Oder darüber, dass überhaupt noch gefischt werden darf?

Oder nimmt man die Quotensenkung als Anlass, allgemein über den Kapitalismus zu schimpfen?

Die Problematik dürfte doch klar sein:
einerseits müssen wir Menschen leben, andererseits dürfen die Fische nicht ausgerottet werden.

Also ist eine Lösung schwierig.
Warum gibt es hier keine - sachlichen - Vorschläge dafür?

Braucht der Mensch tatsächlich unbedingt Tiere zum Essen?

Ich glaube, nein.

@Ih

"@Tada Warum wird bei uns in D dann so viel an Lebensmittel weggeworfen? Warum muß heute jeder täglich Fleisch und Fisch essen? " Am 15. Oktober 2019 um 10:02 von lh

Tja. Der Frage nach "warum" kann man sich durchaus witmen.

Ich bezweifle, dass gutes Essen weggeworfen wird. Wäre ja sinnfrei und würde zusätzlich Kosten verursachen.

Was den Fleischkonsumanteil angeht:
Den haben mir schon Kommunisten im Ostblock vorgeschrieben. Sind Sie ein Überbleibsel?
Soweit ich erfahren habe war Planwirtschaft NICHT umweltfreundlich und die Haltung NICHT Artgerecht.
Jeder Mensch hat einen anderen Fleischbedarf, das können Sie nicht vorschreiben.

Fisch zu Tierfutter?

Ist doch logisch, dass der Bestand überfischt wird. Als Fischmehl wird es gerne eingesetzt, weil scheinbar billig. Blödsinn. Eiweiss lässt sich besser durch Insekten herstellen und wahrscheinlich sogar günstiger. Nur haben diese Nicht-Umdenker dahin gar noch nicht gedacht. Aus falsch verstandener Tradition heraus und aus Mangel an Flexibilität arbeitet man "konservativ". Erinnert mich irgendwie an der Stein- und Braunkohle-Ausstieg. Nun gut, der dt. Staat will die Insekten-Option offenbar gar nicht, weil das ja die konservative, heimische Industrie bis hin zu Groß-Agrariern Geld kostet anstatt weiterhin Profit zu bringen. Jedenfalls sind die Gesetze diesbezüglich hierzulande völlig antiquiert - da ist die rechte Schweiz schon weiter.

"Ein Satz darin, wo der

"Ein Satz darin, wo der Bundesrat beschlossen hat (keine 35 Stimmen Mehrheit), das überschüssige Nahrungsmittel NICHT an allgemeinnützige Einrichtungen gespendet werden sollen" Am 15. Oktober 2019 um 11:00 von Der Couch Kritiker

Vorschreiben sollte die Politik das auch nicht, zumal es eh schon gemacht wird. Aber es muss eine Organisation da sein, die es auch abholt.

Meist wird alles eh vor dem Ablauf des MHD reduziert oder verschenkt. Was in der Tonne landet ist wirklich nicht mehr an den Mann zu bringen.

Dass da paar Studis Containern zu coolen Lebensweise erklären ändert nichts daran. Mülltonnen sind keine Armenküchen, aus Mülltonnen essen Waschbären und Ratten. Menschen sollten anders versorgt werden.

In einem Fernsehbericht über

In einem Fernsehbericht über Dorsche sah ich einmal einen Beitrag, der aufzeigte, dass rund 40% aller Dorsche von Privatpersonen gefischt werden. Nur 60% sind industriell und gewerblich gefangen worden.

Für mich war das eine erstaunliche Erkenntnis, nämlich dass einfache Angler, die wir hier oft an der Küste stehen sehen, für soviel Fang verantwortlich sein sollen.
Er ist nicht durch den Klimawandel bedroht, sondern durch die Überfischung.

Dorsche sind vom Aussterben bedroht.
Die Zunahme von Vegetariern,bzw. Pescetariern, hat den Fischverzehr zudem angekurbelt. Das finden einige peinlich, wenn man auf die geschundene Fischwelt schaut, während Rinder zur Genüge vorhanden wären.

Wie auch immer: Das Fangverbot für den Dorsch finde ich richtig. Heringe gab es hier mal im Überfluss und war ein richtig billiges Essen für arme Leute. Heute zahlt man viel für Fisch. Diese Teuerung konnte ihn aber nicht retten. Dann müssen eben Schonzeiten her.
Schlimm für den Fischer selbst ist es aber.

re tada

"Jeder Mensch hat einen anderen Fleischbedarf, das können Sie nicht vorschreiben."

Fleischbedarf hat gar keiner. Sie können ja über Ernährungsgewohnheiten schreiben, aber Bedarf im Sinne von: ohne ist ungesund, ist Unsinn.

Das Essen reicht für alle - aber Wohlstand braucht Umdenken

Wir können die Weltbevölkerung* nachhaltig ernähren: Das Essen reicht. Aber es braucht Umdenken, natürlich auch von denen, die z.Zt. viel Fleisch und Fisch essen. (Niemand hat biologisch gesehen einen "Fleischbedarf", Tada - jeder Mensch kann vegan leben. Muß er aber gar nicht, das Essen reicht auch für Sonntagsbraten & Co. für alle! :-))

Wichtig ist, daß wir als Wohlstandsnationen ein insgesamt (!) nachhaltiges System entwickeln. Schnell. Zumal in der Ostsee meines Wissens eh keine chinesischen Fangflotten fischen... Denn armen Staaten vorzuschreiben, wie sie zu leben haben, um einen von uns verhunzten Planeten zu retten, funktioniert nicht. Zumal wir in vieler Hinsicht die größten Umweltsünder pro Kopf sind. Also: Jetzt nachhaltigen Wohlstand schaffen!

* Zur globalen Bevölkerungsentwicklung (und allg. zum seriösen Umgang mit Daten) empfehle ich mantra-artig das Buch "Factfulness". Nein, die Weltbevölkerung steigt nicht ewig explosionsartig, die Entwicklung ist längst im Gang.

"Für den Dorsch in der östlichen Ostsee sei ein absolutes Fangverbot nötig, um den dezimierten Bestand zu retten, teilte die Meeresschutzorganisation Oceana mit. Auch für den westlichen Hering müsse ein Fangverbot verhängt werden, um gravierende Folgen zu verhindern. Die Reduzierungen beim westlichen Dorsch seien hingegen zu begrüßen, erklärte Oceana-Europadirektorin Pascale Moehrle"

Wie man hier sieht, folgt die Meeresschutzorganisation objektiven Kriterien und differenziert demzufolge.

Es seien schwierige aber notwendige Entscheidungen gewesen, sagte EU-Fischereikommissar Karmenu Vella nach der Einigung. "Viele baltischen Fischbestände und Ökosysteme sind in einem alarmierenden Zustand"
Es geht schlicht darum, ob man will, dass uns auch in Zukunft noch gesunde Fischbestände zur Verfügung stehen oder ob wir die bedrohten bestehenden jetzt gleich wirtschaftlich "verwerten" und damit womöglich ausrotten wollen ("Es wird ernste kurzfristige Wirtschaftsfolgen für einige Fischer geben").

@Tada 11:28 "@Ih" - doch, gutes Essen wird weggeworfen

Ich bezweifle, dass gutes Essen weggeworfen wird. Wäre ja sinnfrei und würde zusätzlich Kosten verursachen.

Einfach mal im Supermarkt nachfragen oder -schauen. Weggeworfen wird
- weil Mindesthaltbarkeitsdaten (die in Dtld. bekannterweise großzügig sind) abgelaufen sind
- weil z.B. Gemüse den hohen Standards der Käufer nicht mehr genügt (wenn die Tomaten weich oder die Bananen braun sind, werden sie kaum noch gekauft; aber auch, wenn der Apfel an einer Stelle angematscht ist, wird er komplett weggeworfen; wenn in einer Packung ein Obst gammelt, fliegt die ganze Packung weg)
- weil unansehnlich oder kaputt (z.B. gerade aufgerissener Käse)

In Kantinen, Hotels usw. darf Essen von Buffets nicht wiederverwertet werden, wenn es die hygienische Küche verlassen hat. Aber auch Koch-Reste landen oft im Müll.

Problem: Weiterverwendung kostet... Spenden macht Umstände... und Unternehmen werden verantwortlich gemacht, wenn doch mal (auch gespendete) Ware schlecht ist = Negativwerbung

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