Ihre Meinung zu: Rackete in Brüssel: Applaus und Polemik im EU-Parlament

3. Oktober 2019 - 14:15 Uhr

Der Auftritt der ehemaligen Kapitänin Rackete vor dem EU-Parlament hat wieder einmal die Zerrissenheit der Abgeordneten gezeigt: einerseits Ovationen, andererseits verbale Attacken. Von Malte Pieper.

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Kommentare

Die Kapitänin Frau Rackete

Die Kapitänin Frau Rackete steht für die europäischen Werte des Humanismus mit seinen verschiedenen Wurzeln in Christentum, Judentum, Islam, im europäischen Humanismus und anderen Quellen. Ich ziehe meinen Hut vor ihrem Engagement und dem der Crew und vieler anderer Schiffe der NGOs, die dem Europäischen Parlament und Rat vor Augen führen, dass die Politik hier in den letzten Jahren versagt hat - nicht zuletzt aufgrund nationalistischer und völkisch und rassistisch motivierter Blockaden derer, die heute meinten, Frau Rackete verbal attackieren zu müssen.

Als Seenotretterin Rackete schließlich fertig ist

andere bezeichnen sie als Fluchthelferin
wie soll man die jetzt sehen ?
also ich persönlich glaube nicht, dass jemanden vor dem Ertrinken zu retten
ihn aus dem Wasser ziehen auch noch den Anspruch beinhaltet
ihn dann noch in ein bestimmtes Land bringen zu müssen
aber es wird ja hier kontrovers diskutiert

Ungewollte Aufmerksamkeit?

Zitat Rackete: ""Ich bekam eine ganze Menge ungewollter Aufmerksamkeit, eine ganze Menge Einladungen, Ehrungen aus verschiedenen europäischen Ländern, nachdem wir im Hafen angekommen waren", sagt sie. "

Ungewollt? Warum bitte hat man dann ein Kamerateam an Bord?
Glaubwürdigkeit sieht anders aus.

Ganz davon abgesehen:
Seenotrettung vor der libyschen Küste sollte auch nicht durch Europäer erfolgen, die dort vor der Küste kreuzen.

Seenotretter sollten auch nicht die Unterstützer der Schlepper sein, die die Position der Seenotretter in Echtzeit im Internet verfolgen können und die Rettungsbote direkt vor die Nase der Retter absetzen.
Leider ist das längst gängige Praxis.

Diese sogenannte Seenotrettung die keine ist, sind Handlanger der illegalen Schlepper und Wassertaxis nach Europa.
Ob nun gewollt oder nicht.
Oder es eben zumindest billigend in Kauf nehmen.

Aus dem Artikel:

>>So geht das immer mal wieder hin und her, ohne dass es einen echten, nach vorne blickenden Austausch gibt.<<

Natürlich nicht.

Denn ein echter, nach vorne blickender Austausch ist mit rechtsextremen Menschenfeinden nun einmal nicht möglich.

Diese Tatsache muss man akzeptieren.

Joachim Fest

war zwar durchaus dem bürgerlich-konservativen Spektrum zuzuordnen. Ich glaube aber nicht, daß er auf seinen Sohn Nikolaus stolz wäre.

Eine bewundernswerte Frau!

Sie ist nicht nur eine Seenotretterin, was ohnehin schon bemwerkenswert genug wäre.

Sie engagiert sich auch für den Klimaschutz bei "Extinction Rebellion".

Doppelter Respekt von mir dafür!

Denn Klimakrise und Flucht hängen extrem eng zusammen.

Die EU leidet leider unter ...

.. zunehmenden Nationalismus. Von den "Vereinigten Staaten von Europa" sind wir weiter entfern denn je. Dabei wären sie heute wichtiger als je angenommen.
Außen- und Innenpolitisch, Wirtschaftlich, Militärisch ja, eigentlich in allen wichtigen Bereichen kocht- und hütet jeder sein Süppchen. Dadurch steht die EU ziemlich wackelig auf der Weltbühne. Und wenn sich das Mittelfristig nicht ändern sollte, läutet die EU ihren eigenen Abgesang ein, fällt weltpolitisch hinter den schwarzen Kontinent zurück. Denn der wird sich in den nächsten Jahren wie z. B. Indien oder China entwickeln.
Wer darauf setzt, gehört zu den zukünftigen Gewinnern.

Rackete in Brüssel

Das diese Frau, die nicht weiß was sie tut außer im Rampenlicht der Öffentlichkeit zu stehen, auch noch Beifall bekommt, kann ich nicht nachvollziehen. Und das auch noch von Politikern, die eigentlich wissen müßten, daß diese Unterstützung für Schlepper, die sich ja auch Weltweit herumspricht, unkalkulierbare Folgen haben wird. Seehofer hat doch letzte Woche erklärt, daß wieder mehr Menschen unkontrolliert einreisen.

Es gibt ganz normale legale Wege Asylanträge zu stellen

bei Botschaften z.B. . Es sollte auch die Möglichkeit geschaffen werden, daß Menschen vor irgendwelchen riskanten Bootsfahrten ausserhalb der EU Asylanträge allerdingst unter Identitäts- und Herkunftslandsnachweis sowie des Nachweises besonderen Asylwürdigkeit erbringen. Dann könnte für die geringe Anzahl asylberechtigter eine gefahrlose geordnete Überfahrt ausserhalb der Schlepperaktivitäten garantiert werden.

Rackete

Warum und wer hat sie eingeladen?
Ich denke es waren nicht die Kritiker der Fluechtlingspolitik. Gesetztesbruch ist da willkommen wo es der eigene Meinung entspricht.
Ich bin auch gegen die Fluechtlingpolitik aber wie andere Kritiker nicht gegen Seenotrettung , auch aus selbstverursachter Seenot. Dieses Argument der Befuerworter wird genutzt um die Kritiker zu diffamieren. Denen geht es ueberwiegend um die Verbringung nach Europa, angeblich der einzige sichere Hafen. Was kuemmert es die angeblichen Retter da schon wenn man Recht und Regeln bricht? Man fuehlt sich moralisch auf der richtien Seite.
Damit wird kein Problem in Afrika beseitigt, nicht die Armut, nicht die Korruption, nicht die fehlende Bildung und schlechte Arbeitssituasion.
Was geschiet mit den Menschen die aufgenommen werden , viele sind jung, maennlich, stark. Werden sie zurueckgeschickt wenn sie nicht asylberechtigt sind? Geht es eigentlich nur um Migration und gesetzseswidrige Einreise? Fuer mich versagt der Staa

...Zuspruch und Polemik im EU-Parlament...

"...einerseits Ovationen, andererseits verbale Attacken." Attacken - von oben, von Parlamentariern, die sich hinter ihrem Wählervotum verstecken können - da zeigt sich wohin wir gekommen sind, nach oben katzbuckeln und nach unten treten, das ist die verbreitete Moral auch unter Politikern.
Frau Rackete ist doch weder die Bedrohung, noch auch nur ein Symbol, es sei denn für das, für das auch unsere Politiker stehen sollten, die Wahrnehmung von Verantwortung.
Unsere Parlamentarier sollten derlei Besuche lieber nutzen um in sich zu gehen und unser aller Situation zu überdenken. Allein die Negation von Realität wird auf die Dauer nämlich nicht helfen.

Eine Frage der Perspektive

Richtig. Die Seenotrettung sollte wieder als das angesehen werden wofür sie eigentlich vorgesehen ist, nämlich Menschen zu retten, die sich auf See in akuter Not zu sinken befinden. Die Seenotrettung als Zugang nach Europa umzudeuten, entspricht sicherlich nicht der Mission der SNR.

Die vor Libyen geretteten

Die vor Libyen geretteten Personen sind alle völlig zu Recht gerettet worden. Allerdings gehören die in den nächsten Hafen gebracht. Meinetwegen in den übernächsten Hafen wenn zu erwarten ist, daß ihnen Unbill zugefügt wird. Aber keinesfalls nach Europa.

"Populist" - eine unzulässige Wertung!

Die einen sind nach Meinung des/der Artikelschreibers/in "Populisten". Die anderen offensichtlich nicht. Mit welcher Berechtigung werden derartige Wertungen in Berichte eingebaut? Soll damit ausgedrückt werden, dass die Meinung der GRÜNEN politisch durchdacht ist und die derjenigen, die keine weitere Zuwanderung wollen, es nicht ist?
Ich widerspreche!

@fathaland slim

"Denn ein echter, nach vorne blickender Austausch ist mit rechtsextremen Menschenfeinden nun einmal nicht möglich. Diese Tatsache muss man akzeptieren." Am 03. Oktober 2019 um 15:28 von fathaland slim

Linksextremismus oder Extremismus anderer Art ist allerdings auch keine Alternative.

Und es ist Extremismus, wenn man Gesetze nicht beachtet und mit dem Kopf durch die Wand Menschen in ein Land bringt, obwohl die Einreise verweigert wurde.

Das mal abgesehen davon, dass die Existenz von Staatsgrenzen und Regeln bei deren Übertritt kein Rechtsextremismus ist.

Seenot, aber absehbar

Der Begriff "Seenot" wird leider ad absurdum geführt, denn die Seenot geht hier auf systematische Fahrlässigkeit, wenn nicht sogar Vorsatz zurück.
Im Fall der bemitleidenswerten Migranten, die in nicht hochseetüchtigen, teils beschädigten Booten in See stechen, ist mindestens von Fahrlässigkeit zu sprechen.
Werden dann auch noch Beschädigungen selbst herbeigeführt, trifft Vorsatz zu.

Was die Abgeordneten des EU-Parlaments betrifft, erscheint der Begriff "Zerrissenheit" fehl am Platze.
Es zeigt sich vielmehr die Meinungsvielfalt zu diesem umstrittenen Thema der Mittelmeerroute.

Seenotrettung vs. Schleppergeschäft

Hier wird das hohe Gut Seenotrettung mit Unterstützung krimineller und menschenverachtender Schlepperei gleichgesetzt. Diese Verdrehung der Tatsachen sind das Problem für viele Bürger. Dann wäre es doch sinnvoller, wenn die sogenannten Seenotretter die ausreisewilligen Migranten direkt in den nordafrikanischen Häfen abholen und für eine Weiterversorgung in den Aufnahmeländern bereit stehen.

Zum jetzigen Zeitpunkt lehnen 22 Mitgliedsstaaten...

Zum jetzigen Zeitpunkt lehnen 22 Mitgliedsstaaten die Aufnahme illegaler Migranten aus Nordafrika kategorisch ab. Ich denke im Sinne der EU-Demokratie sollte sich Deutschland dieser Meinung anschließen anstatt wie Frau Rackete hier wieder, einen Keil der Spaltung in die EU zu treiben? Wir Deutsche sollten endlich mal lernen das wir zwar ein EU-Mitglied sind, aber mitnichten andere Länder unseren Willen aufzwingen sollten?

@ sosprach

"Damit wird kein Problem in Afrika beseitigt, nicht die Armut, nicht die Korruption, nicht die fehlende Bildung und schlechte Arbeitssituasion." Am 03. Oktober 2019 um 15:50 von sosprach
Rackete

Ich Ergänze um die schlechte Behandlung der Frauen in manchen Ländern.

Wenn man sich das genauer ansieht, dann fliehen die Menschen nicht aus allen Ländern gleichermaßen, obwohl die Armut ähnlich verbreitet ist.

Allerdings ist die Kultur und der Umgang miteinander in den Ländern aus denen geflohen wird nicht der beste, insbesondere die Behandlung der weiblichen Hälfte der Einwohner. (Von der Bildung ausgeschlossen, beschnitten, früh zwangsverheiratet, im Falle von Vergewaltigung von eigenem Dorf verjagt.)

Das wird nicht behoben, indem hauptsächlich Männer in die EU fliehen.

@ Duzfreund

" Attacken - von oben, von Parlamentariern, die sich hinter ihrem Wählervotum verstecken können" Am 03. Oktober 2019 um 15:56 von Duzfreund

Hä?
Was soll das denn sein, "hinter ihrem Wählervotum verstecken".
Ihr Verständnis von Demokratie müssen Sie mir noch bitte erklären.

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