Ihre Meinung zu: Rechtswidrige Beleidigung: Facebook muss suchen und löschen

3. Oktober 2019 - 10:34 Uhr

Wer auf Facebook oder anderen Online-Portalen beleidigt wird, kann verlangen, dass gleiche oder ähnliche Formulierungen gesucht und gelöscht werden - auch weltweit. Klaus Hempel berichtet über das EuGH-Urteil.

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Kommentare

Löschen von Beleidigungen

Beleidigungen müssen aus sozialen Netzwerken gelöscht werden. Darauf hat jeder Bürger ein Recht. Vor allem Politiker sind betroffen. Die Plattformen müssen in der Lage sein, in wenigen Sekunden zu reagieren.

Facebook muss suchen und löschen bei Beleidigungen

Bei uns, in Deutschland ,wird jede Menge gelöscht auch ohne jegliche Beleidigung und niemand interessiert für den Artikel 1 im Grundgesetz. Ist das wohl politisch gewollt ?
Ja,natürlich denn jeglicher Widerstand soll nicht sein. Na dann ....

Beleidigung: Facebook muss suchen...

wieder so ein Müll, genau wie das mit den Cookies, nichts als Müll … jetzt können Facebook Hasser sich schön austoben und Beleidigerzirkel gründen .. dabei ist es doch so einfach, zuerst müssen wir uns ein dickeres Fell wachsen lassen, dann können wir wieder einsteigen, dann müssen wir die ganzen "sozialen Netzwerke" endlich wieder in gemanagte Foren umwandeln und am Ende, wenn's dann immer noch nicht reicht, kann sich ja jeder nach eigenem Gutdünken aus dem Netzt verpieseln...

Rechtswidrig

Was dann eine rechtswidrige Beleidigung ist, entscheiden Gerichte. Solange aber deutsche Gerichte wie im "Fall Künast" urteilen, dürfte diese Entscheidung des EUGh nicht viel wert sein. Es gilt weiterhin die "Binsenweisheit": "Zwei Anwälte, drei Meinungen". Wenn es Personen, die in der Öffentlichkeit stehen, schon schwer haben, die Rechtswidrigkeit feststellen zu lassen, wie schwer muß es dann erst für den kleinen Mann bzw. die kleine Frau sein, sich gegen Verleumdungen zur Wehr zu setzen?

„Wer auf Facebook oder anderen Online-Portalen beleidigt wird, kann verlangen, dass gleiche oder ähnliche Formulierungen gesucht und löscht werden - auch weltweit“

Das sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Ist es aber offensichtlich leider nicht.

Rechtswidrige Beleidigung

"Miese Volksverräterin" darf man nicht sagen, es ist eine Beleidigung und muss gelöscht werden. Wie sieht es denn mit Bezeichnungen wie Nazi, Rechtsextremer, Rechtsradikaler aus? Sind diese Begriffe weiterhin von der Meinungstreiheit gedeckt?

War da nicht vor einiger Zeit

ein Urteil eines Berliner Gerichts, das Beleidigungen als "Meinungsäußerungen" angesehen hat?

Wie paßt das jetzt zu dem EuGH Urteil ?

Der Anfang...

...vom Ende. Mal sehen, was bald noch alles alles beleidigend, unpassend oder sonstwie unangemessen herausgekehrt wird. Zur freien Gesellschaft gehört auch, aushalten können zu müssen, wenn man sich für die Öffentlichkeit entscheidet. Zwei Seiten derselben Medaille Freiheit.

@ Peter Kock

Ist das wohl politisch gewollt ?
Ja,natürlich denn jeglicher Widerstand soll nicht sein. Na dann ....

Widerstand gegen was?
Aber einerlei, Sie müssen bitte auch ohne persönliche Beleidigungen widerstehen können.

@ rokaleh 12:37

"Wie sieht es denn mit Bezeichnungen wie Nazi, Rechtsextremer, Rechtsradikaler aus? Sind diese Begriffe weiterhin von der Meinungstreiheit gedeckt?"
Für eine Gesellschaft, die auf Pluralismus aufgebaut ist, ist die Meinungsfreiheit ein hohes und schützenswertes Gut.
Die Toleranzgrenze ist allerdings da erreicht, wo Gruppen nach Schutz der Meinungsfreiheit schreien, die eben diesen Pluralismus abschaffen wollten. Umso brisanter wird, es wenn diese Gruppen mehr und mehr zum Einsatz von Gewalt tendieren (=Terror), weil ihnen dämmert, dass sie mit demokratischen Mitteln nicht weiterkommen, weil sie eben nur in einer Minderheit sind.

12:37 von rokaleh

"Miese Volksverräterin" darf man nicht sagen, es ist eine Beleidigung und muss gelöscht werden. Wie sieht es denn mit Bezeichnungen wie Nazi, Rechtsextremer, Rechtsradikaler aus? Sind diese Begriffe weiterhin von der Meinungstreiheit gedeckt?"

Die von Ihnen ins Spiel gebrachten Begriffe sind ganz anderer Art als "miese Volksverräterin".

Wenn jemand ein Nationalsozialist ist, dann kann man ihn auch so bezeichnen.
Frage ist nur, ob diese Bezeichnung in dem Fall berechtigt ist.

Das Gleiche gilt für die anderen beiden von Ihnen genannten Begriffe.

Aber "miese Volksverräterin" ist faktisch niemals belegbar, weil das grundsätzlich eine ideologische Sicht ist, die abqualifizieren soll.

Presserecht

Es wird Zeit, daß für facebook und Co. das ganz normale Presserecht gilt.
Werden auf fb Beleidigungen veröffentlicht, hat fb in vollem Umfang zu haften.
Wie bei jedem anderen Presseorgan auch!

Sehr kurioses Rechtsverständnis

Sehe ich mehr als skeptisch; Probleme ergeben sich aus dem Sachverhalt, was evtl. eine Beleidigung darstellt? Dies sollte, sofern nicht eindeutig, ausschließlich unseren Gerichten vorbehalten bleiben. Des weiteren, was evtl. in Deutschland eine Beleidigung darstellt muss in einem anderen Staat nicht zwangsläufig eine Beleidigung darstellen. Beispiele in der Praxis gibt es genügend. Bleibt auch die Frage, wie die EU aufgrund angeblichem internationalem Rechts ihre Praxis weltweit begründet. Ich jedenfalls kenne solch eine Rechtsvorschrift nicht. Es ist und bleibt Fakt; steht ein Server außerhalb der EU so "hat" die EU diesbezüglich keine rechtliche Möglichkeit! Weiteres, wenn nicht rechtlich (bidirektional) begründet, stellt nur eine propagandistische Äußerung dar.

12:37 von rokaleh ...mal einfach ...

das "Miese" weglassen und den Nazi aushalten, wenn man einer ist oder sich so benimmt … aber was ist mit Kinderschänder oder Klassenfeind, was mit dumm und doof oder werden wir gerade alle zu kleinen Mädchen erzogen.. apropos, was wäre mit "anrüchigem Genital" oder höflicher "Du Trump", wo ist die Grenze, wollen wir wirklich Obleute oder Richter mit solch einem "Sch***" befassen … Was ist mit Rohheiten gegen öffentliche Personen, die im allgemeinen Funktionen wahrnehmen, für die wir uns zu schade oder für die wir gerade zu vielbeschäftigt sind … Drohungen gegen solche sollten nicht auf Anzeige, sondern im öffentlichen Interesse verfolgt werden, selbst dann, wenn die Drohung unterschwellig daher kommt, denn Hass ist ja nicht ungefährlicher, nur weil der ummäntelt schwelt.
Nur, soll Wut und Hass jetzt ein Delikt sein?? was für einen Unsinn beschwören wir gerad herauf?

Tja......

Wie wäre es mit Facebook löschen?
Probleme beseitigt.

@ 11:57 Peter Kock

Sie glauben wirklich, dass durch den Kampf gegen Beleidigungen bei Facebook und Co politischer Widerstand verhindert werden soll? Aha.
Und Sie haben Informationen, dass "bei uns in Deutschland jede Menge gelöscht wird auch ohne Beleidigungen"? Interessant; da gibt es zwei Möglichkeiten:
a) Sie haben spezielle Kenntnisse; die sollten Sie dann an die entsprechenden Stellen weitergeben.
b) Sie sitzen Verschwörungstheorien auf.

@um 11:57 von Peter Kock

"Bei uns, in Deutschland ,wird jede Menge gelöscht auch ohne jegliche Beleidigung und niemand interessiert für den Artikel 1 im Grundgesetz."

Also wenn man so in div. Foren, div.Gruppen/Accounts bei FB u.ä. oder Kommentarspalten blaubraungefärbter Social-Mediaauftritte wie JF, E.T. oder Märchenerzähler Tichy&Co querliest, kann man ihren Vorwurf als haltlos abtun.
Auch Youtube ist sehr beliebt in der Hass- und Hetzgemeinde.
Außerdem erkennen viele gar net mehr, daß sie gerade am hetzen, lügen und beleidigen sind. Die sind schon so tief in ihrer Filterblase gefangen, daß sie das gar net mehr mitbekommen und erst recht nie zugeben würden. Z.B. ...versifft ist eine Beleidigung, trotzdem lesen wir dieses Wort selbst hier auf meta zuhauf.
Also immer schön den Ball flach halten bei Anschuldigungen.

@um 12:37 von rokaleh

Ganz einfach, "miese Volksverräterin" ist eine Beleidigung -allein schon wegen dem Wort "miese".
Nazi/Faschist oder Rechtsradikaler ist eine Zuordnung im polit. Spektrum wie auch Sozi, Linksradikaler o.ä. Begriffe.

12:53 von Niemand

"War da nicht vor einiger Zeit
ein Urteil eines Berliner Gerichts, das Beleidigungen als "Meinungsäußerungen" angesehen hat?

Wie paßt das jetzt zu dem EuGH Urteil ?"

Es passt nicht.
Das Berliner Urteil ist in meinen Augen von Vertretern - und dadurch Förderern - der Hass-Sprache gefällt worden.

Quasi unterwandert.

Also eine EU-weite Sperre

Im Urteil steht: "zu entfernen oder den Zugang zu ihnen zu sperren".

Der EuGH weiß, dass der EU-Markt Facebook nicht wichtig genug ist, um dafür weltweit Kommentare zu löschen oder sperren. Deswegen steht: "oder zu sperren" und lediglich: "im Rahmen des einschlägigen internationalen Rechts weltweit", weil ein Gericht in der EU nur für das eigene Territorium entscheiden kann was "internationales Recht" ist.

Also werden die "Hass"-Kommentare für Personen mit IP-Adressen im dem entsprechenden EU-Land (oder in der ganzen EU) unsichtbar gemacht.
Anderswo wird man weiterhin seine Meinung zu EU-Politikern, soweit es Menschen außerhalb der EU überhaupt interessiert, auf Facebook veröffentlichen können.

12:57 von Der_Mahner

"Zur freien Gesellschaft gehört auch, aushalten können zu müssen, wenn man sich für die Öffentlichkeit entscheidet. Zwei Seiten derselben Medaille Freiheit."

Mitnichten.

Sie definieren Freiheit um, damit gehetzt werden darf.

13:30 von Miezekatze

"Tja......
Wie wäre es mit Facebook löschen?"

Ich bin gegen Zensur. Aber da sich mittlerweile herausstellt, das Facebook zu (Twitter auch) einem Affenstall wird, dann sollte man den ganzen Stall schliessen, damit die Affen wieder im Geaest ihrer Baeume verschwinden. Solange die Mehrheit der Affen sich nicht endlich zur Evolution entschliesst ist das Internet ein Schuss in den Ofen. In den Anfangszeiten des Internets war das anders. Aber da hatte auch nicht jeder Affe Zutritt - weil Zuckerberg und Co (auch Apple hat mit dem Smaprtphone seinen Anteil an der Massenverbloedung zu verschulden) nicht wahllos Zucker ausgelegt hatten um auch wirklich jeden reinzulocken. So wurde die Buechse der Pandora geoeffnet fuer eine (noch) unreife Gesellschaft. Manche Sachen sollten besser einfach elitaer bleiben. Traurig ist es.

Die Probleme

mit Fratzenbuch habe ich nicht, weil ich auf den Quatsch verzichten kann- im Gegensatz zu denen, die jede Lebenssituation mit aller Welt teilen müssen und zwanghaft möglichst große Öffentlichkeit suchen. Kritisch sehe ich allerdings, dass hier öffentliche Aufgaben an ein privates Unternehmen ausgelagert werden- was eigentlich der Strafverfolgung obliegt, wird jetzt an Zensur delegiert. So werden Aushilfsjobber zu Nebenberufsstaatsanwälten und -richtern gemacht.

13:21 von Duzfreund

"Nur, soll Wut und Hass jetzt ein Delikt sein??"

Nein.
Nur das öffentliche Abreagieren derselben an anderen Personen.

"was für einen Unsinn beschwören wir gerad herauf?"

Das ist kein Unsinn, sondern das Ziehen einer Notbremse.

Die Hassdrohungen gegen Politiker steigen und steigen.
Und das in einem Staat, wo am wenigsten Grund dafür ist.

Unsere Gesellschaft ist gefährdet - das erkennt man auch daran, wenn User darum kämpfen, weiterhin öffentlich beleidigen zu dürfen.

13:19 von Bigbirl Presserecht

Das gerade sie sich für das Presserecht einsetzen finde ich drollig. Ansonsten sind sie doch das Sprachrohr von linken Diktaturen wie der KP China usw.

13:53 von Wolfes74 @um 12:37 von rokaleh

Ganz einfach, "miese Volksverräterin" ist eine Beleidigung -allein schon wegen dem Wort "miese".

Das Wort "miese" ist perse keine Beleidigung. Wenn ich "miese Laune" habe ist das eine Feststellung und keine Beleidigung.

11:53 von Ligeti

Darauf hat jeder Bürger ein Recht. Vor allem Politiker sind betroffen.

Ich schaue mir nahezu regelmäßig die ZDF-Heute-Show am Freitag-Spätabend an und wenn ich sehe/höre, welche Kraftausdrücke gegen Politiker hier oftmals verwendet werden, dann frage ich mich, in wie weit dies mit Meinungs- und Pressefreiheit zu tun hat.

1 Berliner "Richter" und 2 "Richterinnen" in Berlin

sagen nun aber, das so gut wie alles an Beleidigungen einen Sachbezug haben könnte. Und was wir hier so lapidar als "Beleidigung" anprangern, das ist laut Landgericht Berlin und seinen Richtern Holger Thiel, Sonja Hurek und Katharina Saar oftmals einfach hinzunehmen. Selbst die "Drecksfotze" ist haarscharf an einer Beleidigung vorbei. Und was macht man nun mit diesem EuGH Urteil?

Hasskommentare bleiben stehen! Praktisch immer!

Völlig absurd das Ganze. Muss man jetzt zum obersten Gericht, um 1 Hasskommentar zu löschen?

So ziemlich jeder Hasskommentar bleibt stehen. Facebook löscht fast nie. Youtube löscht sogar nach meiner Erfahrung wirklich niemals. Andere soziale Medien auch nicht.

Im Internet ist man Hass weiter völlig ungeschützt ausgesetzt.

Wer klagt schon wegen 1 Hasskommentars, wenn die im Sekundentakt eintrudeln? Und was bringt es, die Kommentare nach x Wochen zu löschen, wenn sie eh von allen bereits gelesen wurden?

Die Politik versagt auf ganzer Linie. Nicht nur in Österreich.

12:08 von kiam

Was dann eine rechtswidrige Beleidigung ist, entscheiden Gerichte.

Bei dem Urteil wurde die Tatsache in das Spiel gebracht, dass Künast in 1986 während einer Debatte um Pädophilie geäußert haben soll, dass die Strafandrohung wegen sexuellen Handlungen an Kindern aufgehoben werden soll. Nach dem Berliner Landgericht hat die Öffentlichkeit Künasts Einwurf als Zustimmung zu dem Beschluss der NRW-Grünen wahrgenommen. Es heißt: „Von einer Schmähung kann nicht ausgegangen werden, wenn die Äußerung in dem Kontext einer Sachauseinandersetzung steht."

Dennoch bin ich der Ansicht, dass hier eine Beleidigung vorliegt, was keine Meinungfreiheit mehr begründet.

@14:06 Sausevind

Ich stimme Ihrer Argumentation und Haltung zu den Hasskommentaren im Netz völlig zu; und das Urteil in der Causa Künast ist katastrophal und hält hoffentlich der Prüfung anderer Instanzen nicht Stand.
Hinzufügen möchte ich, dass ausgerechnet User, die bei nahezu jeder argumentativen Auseinandersetzung mit den Rechtsextremen und Rechtspopulisten gleich aufheulen und sich marktschreierisch als Opfer stilisieren wollen, Hasskommentare und Beleidigungen aus der eigenen Ecke gleichzeitig verteidigen. Das durchschauen allerdings immer mehr Menschen.

13:57 von Sausevind

re12:57 von Der_Mahner
.
"Zur freien Gesellschaft gehört auch, aushalten können zu müssen, wenn man sich für die Öffentlichkeit entscheidet. Zwei Seiten derselben Medaille Freiheit."
.
Mitnichten.
.
Sie definieren Freiheit um, damit gehetzt werden darf.

Was ist Hetze, was ist Beleidigung? Wo beginnt sie und wo hört sie auf?

Böhmermanns bekanntes Schmähgedicht über Erdogan wurde sogar als satirisches Kunstwerk gepriesen (vor allem an der Stelle mit den Ziegen).

Mein Eindruck: Heutzutage

Mein Eindruck: Heutzutage wird so gut wie alles als Beleidigung aufgefasst, was nicht politisch korrekt ist.

Wer im Licht der Öffentlichkeit steht und kräftig austeilt, muss auchkräftig einstecken können wie Frau Weidel/Künast und viele andere.....

Dass allerbeste ist kein Account bei facebook zu eröffnen! Das sogenannte soziale Netzwerk, was für mich mittlerweile zum a-sozialen Netzwerk mutiert, zu meiden, nach dem Motto: was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß!

PS. facebook löscht - wie ich schon mehrfach gehört habe- auch politisch korrekt.

Frueher...

Wir in Deutschland koennten genauso gut wieder auf Printmedien gehen. Da gab es Lektoren und Ueberpruefungen, und es gab eine alternative Szene mit Copyshop-medien. Man hat noch richtig geabeitet an der Information(u. Verbreitung). Es war gewissermahssen ausgewogen und natuergesetzlich an der gesunden Entschleunigung ausgerichtet. Was aber bleibt, um den Zensurgedanken auszutarieren - in Laendern, die es brauchen, da gibt es TOR, tunneln und all die Tricks. Auch dort braeuchte man keine sozialen Medien, behaupte ich mal. Facebook, Twitter - weg damit. Bin dafuer. Braucht man nicht. Wer will kann sich eine Website ja selber bauen. Soweit die Vision fuer heute. Morgen suchen wir uns dafuer einen neuen Planeten...

Beleidigungen ....

also dieses Gerichtsurteil kann ich nicht nachvollziehen
obwohl ich zugegebenermaßen vieles eher locker sehe
beispielsweise an nem Laternenmast : "hier könnte auch ein Nazi hängen"
gehe ich mal davon aus, das ist nicht ernst gemeint ....
aber das bei der Künast geht doch ziemlich unter die Gürtellinie
übrigens freundlich war auch damals der Spruch des H. Joschka über den Bundestagspräsidenten Stücklen : " mit Verlaub gesagt ..." nicht gerade
lediglich war die Möglichkeit zu beleidigen eher begrenzt,
es gab keine sozialen Netzwerke wie aktuell, was uns heute unterscheidet

An alle, die hier

An alle, die hier Hasskommentare und Beleidigungen verteidigen: Die Testfrage (dreiteilig) dafür ist ganz einfach...
a) Finden Sie es in Ordnung, Politike*rinnen als "Drecksfotze" und "Stück Scheiße" zu bezeichnen?
b) Finden Sie in Ordnung, Richter*innen, die diese Begriffe als Teil der freien Meinungsäußerung rechtfertigen, mit den gleichen Begriffen zu bezeichnen?
c) Finden Sie in Ordnung, dass Sie selbst ggf. solche Beleidigungen und Beschimpfungen bei Facebook und Co als tolerierbare Meinungsäußerung hinnehmen müssten?

Selbstkontrolle im engen Raum, Danke

Werden wir viele Gutachter brauchen? Wann kommt die An- und Aufforderung: "Bitte sprechen sie korrekt!"(?).
Oder wie man hier in Deutschland korrekt kleine Kinder auf das Erwachsen sein "erzieht": Wie sagt man? Bitte, Bitte, Bitte.
Und: Ich will brav sein, brav, brav, brav. Schlimme Anrede und Worte hat der Fürst nicht gern. Da helfen ihm seine §§ zum Stopfen freiheitsliebender Maulhelden. Wenn der lernt, sich schon beim Sprechen und Schreiben zu kontrollieren, wird er auch nach und nach seine weiteren freien Fähigkeiten akkomodieren.
Kleines Beleidigungsspiel:
Fall 1: Vermieter beleidigt seinen Mieter. Welches Recht hat der Mieter?
Fall 2: Mieter beleidigt seinen Vermieter. Welches Recht hat der Vermieter?
Wem nützt und schützt hier der Beleidigungs-§?

Was ist so schön an Beleidigungen?

In der „guten alten Zeit“ haben es doch die meisten von uns auch geschafft, uns über politische Themen zu streiten, ohne uns mit Tiernamen oder Wörtern unter der Gürtellinie zu titulieren. Jeder wusste auch, wo Beleidigung anfängt. Und die Paar, die damit Probleme hatten galten zu Recht als Asoziale, die nur noch mit Ihresgleichen Kontakt hatten.

Warum ist das heute anders? Warum wird diese asoziale Form der Kommunikation sogar hier noch von manchen verteidigt?

Ist das die Art, wie die Angehörigen eines gebildeten Volkes, einer angeblichen Kulturnation miteinander umgehen. Drücken Fäkalausdrücke die christlichen Werte aus?

Es geht doch auch ohne den Mist. Was hier auf TS nach den roten Balken übrig bleibt drückt doch auch eine Vielfalt von Meinungen aus, von AfD bis links.

Deswegen habe ich auch keinen FB- oder sonstigen Account in asozialen Medien. Und ich lebe trotzdem.

14:39 von Thomas Mainthal

aktuell überlegt man sich, Anschriften von Politikern/
Medienvertretern geheim zu halten, um sie und ihre Familien zu schützen
Sie veröffentlichen die Namen von Richtern.
Was bezwecken sie damit ?
-
... übrigens ich fand das Urteil auch nicht besonders gelungen

14:49 von rareri

<< 13:57 von Sausevind
re12:57 von Der_Mahner
.
"Zur freien Gesellschaft gehört auch, aushalten können zu müssen, wenn man sich für die Öffentlichkeit entscheidet. Zwei Seiten derselben Medaille Freiheit."
.
Mitnichten.
.
Sie definieren Freiheit um, damit gehetzt werden darf. <<

"Was ist Hetze, was ist Beleidigung? Wo beginnt sie und wo hört sie auf?"
.

Das ist eigentlich sonnenklar.
Vor allem, wenn man es - wie ich oben - von der "Freiheit" des Menschen abgrenzt.

In der Regel - damit spreche ich jetzt nicht Sie an - wollen nur die nicht wissen, wo Hetze und Hassbotschaft beginnen, die sie frei benutzen wollen.

Wer immer berücksichtigt - was auch ich nicht selten vergesse -, dass die eigene Freiheit da aufhört, wo ich einen anderen notgedrungen verletze, kann da nicht fehl gehen.

Über den Daumen gepeilt:
Meine Kritik muss konstruktiv für den anderen sein, nicht destruktiv.

weltweite Löschung ? . Hatte

weltweite Löschung ?
.
Hatte der EuGh nicht erst kürzlich entschieden, dass er Urteile mit Rechtskraft nur innerhalb Europas fällen kann ?

14:51 von morgentau19

"Mein Eindruck: Heutzutage wird so gut wie alles als Beleidigung aufgefasst, was nicht politisch korrekt ist."

Wie entsteht so ein Eindruck?
Wenn mich ein Fremder "ein Stück Scheiße" nennt: wieso ist das jetzt POLITISCH nicht korrekt?

Ich denke, wer Kultur in sich hat, unterlässt solche "Anreden" schon von sich aus.

Reden und Taten

Die verbale Verrohung ist deutlich erkennbar, aber mit ruhigem Gemüt locker zu ertragen.

Mich stört hauptsächlich die Verrohung im handelnden Alltag der Menschen, die geringer werdende Hilfsbereitschaft. Mütter mit Kinderwagen, ältere Bürger mit "Gehhilfe", Behinderte usw. werden nicht unterstützt, z.B. beim Treppenlaufen, Einstieg in Strassenbahnen oder Busse, Schwangeren wird kein Sitzplatz angeboten. Einkaufsbeutel tragen helfen, sich einfach Zeit für Hilfe an Mitbürgern nehmen, im Strassenverkehr vorsichtig und höflich zuvorkommend fahren usw. Was läuft verkehrt bei der heutigen Erziehung des Nachwuchses?

Verrohung der Sprache führt zur Gewalt der Strasse

Hass- und Hetzbotschaften, Beleidigungen und andere strafbewehrte Verhaltensweisen sind in keinster Weise durch das Recht auf freie Meinungsäußerung geschützt und müssen deshalb gelöscht bzw. geahndet werden. In der Vergangenheit wurde hierüber z.T. großzügig hinweggegangen. Folge war eine zunehmende Verrohung der Sprache, die auch zur Verrohung im Umgang mit Andersdenkenden geführt hat. Morddrohungen gegen Politiker, das Mitführen von Galgen auf Pegida-Demonstrationen, aber auch Morde sind das Ergebnis dieser Entwicklung. Grundsätzlich gilt: Argumentation darf nicht durch Agitation ersetzt werden.

15:50 von WM-Kasparov-Fan

"Die verbale Verrohung ist deutlich erkennbar, aber mit ruhigem Gemüt locker zu ertragen."

Wenn Sie Politiker wären und einen Brief kriegten, dass man Ihren Kinder einen Finger abschneiden wird, falls Sie nicht Ihre Politik ändern - da hört dann rasch das ruhige Gemüt auf:
es geht nämlich immer um die physischen Folgen solcher Verrohung bei ANDEREN.

"Mich stört hauptsächlich die Verrohung im handelnden Alltag der Menschen, die geringer werdende Hilfsbereitschaft. Mütter mit Kinderwagen, ältere Bürger mit "Gehhilfe", Behinderte usw. werden nicht unterstützt, z.B. beim Treppenlaufen, Einstieg in Strassenbahnen oder Busse, Schwangeren wird kein Sitzplatz angeboten"

Sehen Sie: und das erlebe ich komplett gegenteilig.
Noch nie in meinem langen Leben sind die Mitmenschen so hilfreich zueinander gewesen wie heute.

Das fällt mir vor allem bei den jungen Leuten auf.
Und INSBESONDERE bei unseren ausländischen Mitbürgern.
Und deren Verhalten scheint auf Deutsche abzufärben.

@morgentau19, 14.51 Uhr

Die Sprache in den sozialen Medien, aber auch bei Demonstrationen extremistischer Gruppen ist zunehmend verroht. In den sozialen Netzwerken verstecken sich die Spalter der Gesellschaft, Hass- und Hetzprediger gerne hinter der Anonymität des Internets. Ihnen kommt es nicht auf Kritik an der Regierung, sondern auf ein tumbes Schlechtreden der Zustände an. Andererseits erkennen die Bürger damit natürlich auch politische Richtungen, die sich in Teilbereichen einer Radikalisierung verschrieben haben und damit alles andere als Patriotismus pflegen.

@andererseits 15.15

vorab- ich finde es unterirdisch, Politiker, Richter und/oder ganz "Normale" im Internet anonym zu beleidigen oder auch sonstwo. Aber, Hand aufs Herz: gilt das bei Ihnen auch für Frau Weidel, wenn die im ÖR in "Satiresendungen" als Nazischlampe tituliert wird? Oder zählt das für Sie zur Kategorie wird man wohl noch sagen dürfen"?

Anderes Social Medien werden Folgen

Juristin Kamala Harris hat Twitter-Chef Jack Dorsey gemäß der eigenen Twitter-Regeln
zu Maßnahmen gegen US-Präsident Donald Trump wegen dessen aggressiver Tweets aufgefordert.

15:48 von Sausevind

Recht haben sie!

Ich kann mich allerdings nicht erinnern, dass medial bei Frau Weidel, die man offiziell als Nazi-Schlampe bezeichnet werden darf, so ein Bohei gemacht wurde!

@15:26 von dr.bashir

"Ist das die Art, wie die Angehörigen eines gebildeten Volkes, einer angeblichen Kulturnation miteinander umgehen. Drücken Fäkalausdrücke die christlichen Werte aus?"

Sorry, aber Beleidigungen der übelsten Art habe ich in meinem Berufsleben und teilweise auch auf der Straße sehr häufig aus einer anderen "Kulturecke" erlebt.
Nein, es ist KEIN Privileg der Deutschen, sich unterirdisch zu verhalten!
Und ich bitte Sie meinen Einspruch nicht dahingehend umzudeuten, dass ich asoziales Verhalten - von wem auch immer - relativiere oder gar gutheiße.

Gerade als Politiker oder

Gerade als Politiker oder Medienschaffender könnte man ja auch mal überlegen, wie verzweifelt ein Mensch sein muss, dass er zu Verbalinjurien greift, die zumindest im Falle von Frau Kühnert immerhin keine(!) Beleidigung darstellen?
Eine abfällige Umgangssprache war früher, als es noch Kneipen gab, an den Stammtischen Gang und Gäbe. Doch da haben sich Politiker und Journalisten nur seltenst blicken lassen.
Die haben das höchstens mal in bayerischen Bierzelten und CSU - Parteitagen bemerkt und geglaubt, das wäre Folklore. Aber das muss man sich eben auch anhören, wenn man dem Volk aufs Maul schauen will.
Seltsam an solchen Problemen ist aber, dass wieder mal erst dann etwas unternommen wird, wenn Politiker betroffen sind. So wars zu den Zeiten der RAF und sowieso bei den zahllosen Naziverbrechen in der BRD. Und nun, da die Pöbelei tatsächlich mal die politisch Verantwortlichen trifft, wird per Gesetz eingeschritten.
Das Vertrauen in Politik und Medien wird so allerdings nicht gestärkt.

Beleidigungen auf Facebook

Die Auswüchse an Beleidigungen zu hemmen, ist sicher wichtig. Ob das gelingen kann, bezweifle ich.

In Moderierten Kommentarspalten wie hier ufern die - für mich oft unerträglich negativen - Kommentare aus. Dem Einhalt gebieten ist schwer, wer soll das alles Kontrollieren? Computer-Programme mit welchen Vorgaben?

Wenn die Kommentare nicht für eine Stimmungsmache verantwortlich wären (die Menge macht es!), würde ich toleranter sein. So nicht.

14:06 von Sausevind 13:21 von Duzfreund

"Unsere Gesellschaft ist gefährdet - das erkennt man auch daran, wenn User darum kämpfen, weiterhin öffentlich beleidigen zu dürfen."

Ich überlege immer wieder bei diesen Diskussionen, ob vielleicht nicht doch die Anonymität das größte Problem ist.
Die jenigen die beleidigt werden stehen in der Öffentlichkeit, dann sollten deren Angreifer nicht anonym bleiben dürfen.

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