Ihre Meinung zu: Anklage gegen VW-Manager wegen Marktmanipulation

24. September 2019 - 15:59 Uhr

Die Staatsanwaltschaft Braunschweig hat VW-Chef Diess, Aufsichtsratschef Pötsch und Ex-Konzernchef Winterkorn angeklagt. Der Vorwurf: Marktmanipulation. Ihre Anwälte weisen das zurück.

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Kommentare

Richtig und wichtig

Diese Anklage ist richtig und wichtig, da sie die Weichen für die Klagen der Aktionäre stellt. Allerdings ist die Notwendigkeit einer Ad-hoc Mitteilung nicht klar geregelt, so dass sich diese Manager darauf berufen können, dass sie, solange sie in den USA auf Verhandlungen hoffen konnten, keine Ad-hoc Mitteilung machen mussten.
Ich vermute, dass die Klage abgewiesen wird.

Geht ja schon

etwas länger, und passieren wird am Ende nichts. In vielen Ländern hat VW Strafzahlungen geleistet, nur in Deutschland sind die Kunden die dummen gewesen.
Mal sehen ob das auch so ist, wenn es um internationale Anleger geht.

Sowas ist durchaus eine Straftat

Also wenn das so ist wie es die Ankläger sagen, dann ist die Anklage gerechtfertigt. Denn ich habe den Fall auf anderen Nachrichtensendern verfolgt und sowas ist durchaus eine Straftat, wenn diese drei VW-Bosse die Anleger vorsätzlich geschädigt haben sollten:

https://www.tagesschau.de/wirtschaft/vw-anklage-101.html

Die Behörde schreibt in einer offiziellen Mitteilung, dass den drei ehemaligen oder amtierenden Vorstandsmitgliedern der Volkswagen AG vorgeworfen werde, entgegen der ihnen "obliegenden gesetzlichen Pflicht den Kapitalmarkt vorsätzlich zu spät über die aus dem Aufdecken des sogenannten Diesel-Skandals resultierenden erheblichen Zahlungsverpflichtungen des Konzerns in Milliardenhöhe informiert" zu haben. Damit sollen die ehemaligen Konzern-Manager im Jahr 2015 rechtswidrig Einfluss auf den Börsenkurs des Unternehmens genommen haben.

Denn wenn das zutreffend ist, dann haben die Anleger Schadenersatzansprueche.

Warum ich als Aktionärin von Autoaktien abrate

Warum ich persönlich - als Aktionärin - derzeit die Finger von Autoaktien lassen wuerde:

1. die Risiken wegen EU-Strafen sind zu hoch
2. die Risiken wegen weiterer Bestrafungen - wie heute gegen Daimler mit dieser 870 Millionen-Euro-Buße - sind derzeit zu hoch
3. dazu kommen mögliche massive Kursverluste wenn jetzt noch mehr Diesel-Autos manipuliert sein sollten (Euronorm 6-Fahrzeuge; da laufen ja jetzt auch Ermittlungen)
4. die Kosten fuer die ganzen Nachruestungen
5. das Risiko eines Totalverlustes beim Wert des Fahrzeugs
6. dieser mehrfache Betrug war kein Versehen sondern Vorsatz und nichts anderes.

Deswegen rate ich allen Aktionären, ihre Autoaktien abzustoßen. Wovon Aktionäre derzeit auch besser die Finger lassen sollten, sind Aktien von Ruestungskonzernen. Geht lieber rueber in sichere Werte wie Flughäfen, Airliner, Triebwerkshersteller, Pharmakonzerne wie Merk (aber NICHT Bayer), Internet-Aktien wie Freenet, O2, Optiker-Aktien wie Fielmann und Jenoptik.

VW musste Bußgelder zahlen,

Mercedes nun auch. Alle zahlen Bußgelder an den Staat.
Und der Käufer, der das "geschummelte" Auto gekauft hat, muss zusehen, wie er zurecht kommt.
Wenn schon die Regierung solches Handeln "Schummelei" nennt, weiß man, dass man als einfacher Bürger gegen die Autoriesen keine Chance hat. Denn das war keine Schummelei, sondern handfester vorsätzlicher Betrug. Wenn ein kleiner Handwerker das macht und einige Kunden betrügt, geht er ins Gefängnis, wenn er Pech hat.
Machen das die "Guten" von VW, Mercedes, Audi oder Porsche, dann ist das Schummeln und läßt die "Beschummelten" allein.
Es hängen aber auch sehr viele Arbeitsplätze und auch Spendengelder an den "Guten".

Ich hoffe, dass diese Betrüger schwer bestraft werden!

Sie haben jeden Dieselfahrer geschadet und die Aktien-Anleger dazu!

Na Ja

Es wird nichts dabei herauskommen und keiner zur Rechenschaft gezogen. Bei einer im schlimmsten Fall Aufhebung des Arbeitsvertrages winken zig Millionen Abfindung. Mehr als ein einfacher Facharbeiter netto in 45 Jahren Arbeit Einkommen erzielt. Solche Leute werden sicher zusätzlich mit einer hohen Betriebsrente versorgt ;-)

Der Spruch die Kleinen hängt man, die Großen lässt man ziehen wird auch hier zutreffen.

Warum fällt so etwas nicht unter organisierte Kriminalität?

man beachte

dass Anklage nicht wegen Betruges erhoben wird, sondern wegen Fehlverhaltens als Vorstände einer Aktiengesellschaft; denn hier klagen finanzstarke Interessengruppen. Mit dieser Klage bestätigt sich, dass die deutsche Staatsanwaltschaft nur aufgrund massivem Druck gegen die Autoindustrie tätig wird.

@Demokratieschue...

Warum ich von Aktien abrate:
Wer zuviel pokert, verliert meistens.

Ja, spannend

wird sein, ob der Nachweis erbracht werden kann, dass die Beschuldigten die Aktionäre zu spät über kursrelevante Entwicklungen informierten. Dann wären nach den Börsengesetzen spürbare Strafen angezeigt und Diess nicht zu halten

18:02 von Defender411

deshalb erstaunt es, daß vom land NS als grossaktionär kein böses wort kommt

Am 24. September 2019 um 19:15 von Hackonya2

"Warum ich von Aktien abrate:
Wer zuviel pokert, verliert meistens."

Sie haben natürlich Recht,

aber es heißt auch:

"Wer Glück im Spiel hat, hat auch Geld für die Liebe."

Bei dieser Kursschwankung kann was nicht stimmen

Denn ich als Aktionärin beobachte ja auch die Aktienkurse. Ein oder zwei Prozent Kursgewinn am Tag sind normal. Das ist nicht groß der Rede wert. Auch bei den Kursverlusten von bis zu drei Prozent an einem Tag können normal sein. Aber: wenn ein Kurs an einem Tag oder an zwei Tagen um mehr als das fuenffache zulegt, dann stimmt irgendwas nicht. Da sage ich auch ganz deutlich dass da auf jeden Fall eine Manipulation dahintersteckt.

Bei sowas sollten bei jedem Aktionär die Alarmglocken klineln, auch bei den Gerichten.

@Demokratieschue... 19.53

das mag stimmen, hat aber mit VW und dem Fall hier nichts zu tun! Wir sprechen hier von VW und der jüngeren Vergangenheit nach dem Dieselgate

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