Portugal: Aufstand gegen das "Weiße Gold"

19. September 2019 - 08:57 Uhr

Die Aussichten für die strukturschwache Region könnten blendender nicht sein: Durch den Abbau von Lithium würden im Norden Portugals zahlreiche Arbeitsplätze entstehen. Nur - die Anwohner wehren sich. Von Marc Dugge.

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Kommentare

Soweit ich weiß, hat ein

Soweit ich weiß, hat ein deutscher Wissenschaftler ein Verfahren entwickelt, um das Lithium mit Kohlensäure zu extrahieren.
Der Einsatz von giftigen Chemikalien wäre genau so unkalkulierbar wie bei Fracking.
Hoffe sie finden eine Lösung um das Li verträglich zu fördern. Große Löcher sollten es wenn man das Restmaterial wieder zurückführt nicht geben (0,1% Lithiumanteil)

Das E-Auto lässt grüßen.

Meine Frau und ich haben Portugal viele Male bereist, und gerade seinen Norden aufgrund seiner wunderschönen parkähnlichen und unter Naturschutz stehenden Landschaft mit ihren unglaublich freundlichen Menschen lieben gelernt.
Aber angesichts des herbeigeredeten E-Auto-Booms, (den ich überhaupt noch nicht kommen sehe) wird diese Landschaft, da bin ich sicher, dem Lithium geopfert werden - trotz des angekündigten und absolut verständlichen Widerstands der dortigen Bevölkerung.
Die Dollarzeichen stehen in den Augen Galambas, Umweltminister der Regierung in Lissabon...

Was im Sommer nicht abbrennt, wird gerodet. Diese Landschaftsschändung wäre unentschuldbar!

Sind das Goldene Aussichten?

>Eine Fläche von 700 Hektar soll dann von bis zu 600 Quadratmeter großen Löchern durchpflügt sein, die 150 Meter tief in die Erde reichen.<
Lithium ist nicht ungefährlich und überhaupt nicht "Grün". Zurück bleiben wird verbrannte Erde. (siehe Amazonas)
Die Erfahrung lehrt, das an solchen Projekten ausschliesslich die Investoren verdienen.
Und das alles um einen augenblicklichen Hype nach "weniger CO2" um jeden Preis(!) zu befriedigen.
Haupt-Ursache des "CO2-Problems" in der aktuellen Form sind doch Ideenlosigkeit und verplemperte 15-30 Jahre und Gier.

Der Artikel

passt wunderbar zur jetzigen Situation wo es um Klima und Naturschutz geht.

" All das in einer Gegend, die erst vor einem Jahr zum "Landwirtschaftlichen Welterbe" erklärt wurde. Nelson Gomes, Vorsitzender der Bürgerinitiative: "Wir haben diese Auszeichnung von der Welternährungsorganisation wegen der Qualität unserer landwirtschaftlichen Produkte bekommen, wegen unserer nachhaltigen Landwirtschaft. All das steht jetzt auf dem Spiel."

Stellt sich die Frage, was ist wichtiger im Leben, was zu essen ?.
Oder das Smarti, oder ein E-Auto was auch mit Gas oder anderem fahren kann.

Menschen sind schon eine recht eigenartige Spezies.

Eine portugiesische Region kämpft gegen geplanten Lithiuma...

Die Frage stellt sich dabei,was für Arbeitsplätze sollen da entstehen ?
Und wer soll die ökologischen Folgen tragen ?
Wird damit die Region später allein gelassen ?
Oder werden die Abbauunternehmen für die Kosten herangezogen ?
Letzteres scheint eher unwahrscheinlich.

Arbeitsplätze sind halt nicht alles

Klingt sehr vernünftig, was die Anwohner da sagen.

Und es zeigt wieder einmal, dass den Grünen mit ihrer Forderung nach Batteriemobilität Umweltzerstörung relativ egal ist, wenn es um ihre öko-populistischen Pläne geht.

Klimmairrsinn

Man kann nur hoffen, dass sich die Bewohner durchsetzen und diesen Irrsinn verhindern. Es ist eine beispiellose Frechheit und Arroganz, wie unsere Politik E-Autos fördert und damit die Umweltzerstörung in anderen Ländern dafür in Kauf nimmt. Hauptsache bei uns entsteht keine CO2 Emission und wir können uns als Klassenprimus präsentieren. Das in anderen Länder CO2 zur Herstellung der Batterien produziert wird, dass in anderen Ländern das Trinkwasser knapp wird (für 1 Kg Lithium werden 2 Mio Liter Wasser verbraucht) und die Menschen und Tiere auch noch mit den Chemikalien vergiftet werden ist unseren Politikern anscheinend egal. Moral geht anders.
Dabei arbeiten bereits viele Unternehmen an Batterietypen ohne Kobalt und Lithium. Auch die Wasserstofftechnologie ist bisher kaum gefördert worden weil die Technologie nicht effizient genug sei.
Allein im letzten Jahr wurden 5,5 Gigawattstunden grüner Strom abgeriegelt, also quasi auf den Müll gekippt.

Dringend nötiger Widerstand - die Portugiesen machen ihn vor

„Auf immer und ewig: Nein. Unsere Antwort ist Nein, das ist der Wille der Bevölkerung. Und wir werden alles tun, unseren und den Willen der Betroffenen durchzusetzen“

Dass wirtschaftliche Aktivitäten jeder Art von den Bedürfnissen und dem Willen derjenigen ausgehen (bzw. „gesteuert“ werden), sollte eigentlich zu selbstverständlich sein, um überhaupt diskutiert werden zu müssen. Und dass ein Faktor von bleibendem Wert - die Umwelt - Vorrang vor „temporären“ wie Geld (bzw. „Arbeitsplätze“) hat, auch:

„Der Lithiumabbau könnte für Steuereinnahmen und Arbeitsplätze sorgen (...) Aber die Sorgen um die Umwelt überwiegen - nicht ohne Grund. Tatsächlich muss für ein Kilo Lithium etwa eine Tonne Granit (...) ausgewaschen werden. Das geht nur mit (...). Für die ersten Erderkundungsarbeiten wurden schon Waldstücke gerodet (...). All das in einer Gegend, die erst vor einem Jahr (...)“

„Nicht um jeden Preis" - dieses Prinzip müsste eigentlich für die Rohstoffgewinnung ÜBERALL auf der Welt gelten.

Das System ist überholt

Ich denke die Menschen haben es satt sich dem Dogma eines shareholder orientierten Wertesystems unterzuordnen, dass ihr Bedürfnisses hinsichtlich einer zukünftigen Lebensqualität konsequent ignoriert. Wir können nicht im Juli die Ressourcen eines Jahres verbraucht habe und das für ganz normal halten und weiter Vollgas geben. Das weiß jeder der selber Haushalten muss.

Das Problem

Lithium wird dringend gebraucht, u.a. für die herbei gesehnte E-mobilität.

Auf der anderen Seite verstehe ich absolut die Haltung der Bewohner der Region. Ich würde das persönlich nicht anders sehen.

Unterm Strich - wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass...

Denke ich an Energie, denke ich an Greta

Wie viele Akkus alleine werden benötigt, um den Hype um die Klimaretterin Greta global anzuheizen. Wie viele Kameras, Blitzlicht- und Beleuchtungsgeräte, Handys, Aufnahmegeräte etc. sind bei jedem Auftritt, jeder Konferenz, jedem Medium-Ereignis im Einsatz; der Greta-Hype bewirkt eigentlich nichts Grundsätzliches, sondern er sorgt nur dafür, dass für Akkus und Batterien der Planet weiter und weiter angeknabbert wird. Greta ist ein einziger Angstmacher.

Grüne Politik

Wie so oft zeigt sich, dass die Grünen eine Politik verfolgen, ohne an die Folgen zu denken. Das sieht man jetzt wie sie mit aller Macht die Einführung von E-Autos verfolgen und dabei sich keinerlei Gedanken über die Herkunft und Beschaffung der dafür notwendigen Rohstoffe machen. Da werden die Kernkraftwerke als das größte Übel der Welt verfolgt und dafür die Landschaft mit Windmühlen zugepflastert. Ob dadurch viele Vögel geschreddert werden, spielt doch keine Rolle mehr. Ebensowenig der Mindestabstand zu Wohngebieten. Die Rodung von großen Waldflächen dafür interessiert die Grünen auch nicht. Durch die Monokultur beim Maisanbau für Biostrom haben wir ein massives Insektensterben und auch den Vögeln wird die Lebensgrundlage entzogen. Das nennt sich dann grüne Politik.

Geld regiert die Welt

Was interessiert dann der Umweltschutz ?
Die E-Auto Hysterie zB lässt die Kassen klingeln, jeder will was vom Kuchen abhaben unter dem Deckmantel des Klimaschutzes.

Exessive Rohstoffgewinnung ist immer umweltschädlich.

@10:16 Einfach Unglaublich

2 Fragen:
Wie kommen Sie darauf, dass den Grünen die Interessen der Menschen im Norden Portugals egal sind?
Nehmen Sie die Anliegen der Menschen in unseren Tagebau-Kohlegebieten genauso ernst?

Es ist nicht möglich, die Interessen und die Kosten für eine zukunftsfähige Energieversorgung in schwarz-weiß-Denken zu lösen; es braucht Abwägung und Interessensausgleich.

Die Rohstoffe gehören der

Die Rohstoffe gehören der Erde, und ein Raubbau muss durch verantwortungsvollen, im bestmöglich umweltschonender Weise getan sein. Eine Hinterlassung von Wüsten bestrafungswürdig sein, das heisst, man muss die Natur wieder aufforsten, helfen. Was mich aufregt ist die Ignoranz der meisten Leute, die merken ja nicht mal, dass es kaum noch Vögel gibt wegen dem organisierten Insektenmord durch Pestizide. Die würden auch nicht merken, wenn es keine Erde mehr gebe.

Was Elektroautos angeht, ist das auch für mich der falsche Weg. Es muss (!) grundsätzlicher über das Gesellschaftsmodell nachgedacht werden. Und von anderen Stellen gibt es alternative Entwürfe, die ja nur schon in der Diskussion scheitern aus den berühmten Sachzwängen bzw. Realität der Unternehmerschaft. Ich weiss , wir sind nicht hier, um zu arbeiten und Geld zu verdienen, wir sind hier um zu leben. Und wer jetzt meint, das sei utopisch, wir müssen Heizung usw haben: Ja, aber doch nicht wie es heute gemacht wird.

re denke (?)

"Denke ich an Energie, denke ich an Greta

Wie viele Akkus alleine werden benötigt, um den Hype um die Klimaretterin Greta global anzuheizen. Wie viele Kameras, Blitzlicht- und Beleuchtungsgeräte, Handys, Aufnahmegeräte etc. sind bei jedem Auftritt, jeder Konferenz, jedem Medium-Ereignis im Einsatz"

Dieser Kommentar ist ja wohl der Brüller des Vormittags.

Bashing von Ökoindustrien

Wann immer irgendetwas mit der Energiewende zu tun hat, wird gemeckert, was das Zeug hält.

Was ist denn die Alternative?
Herkömmliche Autos sind doch nicht sauberer.
Der Abbau von Erzen und Kohle schädigt die Umwelt kein bisschen weniger. Die Umweltschäden durch die Erdölförderung sind katastrophal.

Wegen den angeblich geschredderten Vögeln wird lamentiert, aber beim Steinekohlebergbau sterben Menschen und werden krank.
Sind die heimischen Vögel so viel mehr Wert als chinesische oder ukrainische Bergarbeiter?

Umweltzerstörung

Ganz sicher werden auch viele Grünen gegen die Umweltzerstörung durch Abbau von Lithium in Portugal oder im Erzgebirge sein. Es ist ja völlig ausreichend, wenn für unsere 'saubere' Luft die Umwelt in Südamerika (oder anderswo weit weg) zerstört wird.

Deckmantel Klimaschutz

Ich wünsche den Portugiesen viel Kraft und Durchhaltevermögen, fürchte aber, dass der Mammon siegt. Jedem kann ich nur raten, schaut Euch jetzt die Naturwunder in der Welt an (auch Bolivien mit dem Salar de Uyuni), sie werden immer schneller unwiederbringlich verschwinden

1 Tonne

Ist der Li-Gehalt wirklich so hoch, 1 kg pro Tonne ? Ein Goldvorkommen mit 1 Gramm pro Tonne gilt schon als abbauwürdig.

Ich verstehe die Aufregung nicht

Wo ist der Unterschied, zum Braunkohle Tagebau in Deutschland. Mit dem Lithium macht man wenigstens etwas sinnvolles. Und mir der Braunkohle ?

Landwirtschaftliche Produkte

Lt. Wikipedia ist der Boden in dieser Region unfruchtbar, besteht überwiegend aus Granit und Schiefer. Das einzig nennenswerte Produkt ist anscheinend der Wein. Diese Region zählt zu den ärmsten Gebieten in Portugal. Die Menschen wandern ab. Schon jetzt werden mehrere Dörfer zum Verkauf angeboten. Da wäre doch etwas Industrie ein Gewinn für die "Hinterbergler".

Das Gemeinwohl sollte das

Das Gemeinwohl sollte das Interesse der Anwohner überwiegen.

Tatsache ist, die negativen

Tatsache ist, die negativen ökologischen Folgen sind höher als der Gewinn für die Umwelt und der E Fahrzeuge. Finde es gut das die infrage kommenen Regionen dagegen sind. Die Portugiesen haben schon aus dem Desaster der flammenden Eukalyptuswälder gelernt. Wenn man ihnen jetzt noch das Grundwasser abdreht und dazu die Umwelt mit Chemikalien verseucht, ist die Region nach Jahren tot.

Zu viele Fragen offen

Hier treffen verschiedene Aspekte zusammen:

Einerseits landwirtschaftliches Welterbe - allein das sollte jeglichen Abbau verbieten.

Irrweg Akku - auch der Akku braucht Strom, um aufgeladen zu werden, der Ladeprozess ist zeitaufwändig und ein Akku gibt einen großen Teil seiner Energie nie wieder her. Von daher ist durchaus fraglich, ob E-Autos wirklich zukunftsträchtig sind.

Anwohnerproteste und der Landrat - aus ernster und echter Besorgnis? Oder nur, weil man - vermutlich zu recht - fürchtet, die Beeinträchtigungen hinnehmen zu müssen, verbrannte Erde hinterlassen zu bekommen, aber nicht oder nur in sehr geringem Umfang selbst zu profitieren? Leider weiß ich zudem nicht, ob und ggf. welche Form eines Finanzausgleiches es in Portugal gibt.

Ich habe schon Verständnis, wenn man nicht möchte, dass eine einzigartige Landschaft unwiederbringlich zerstört wird. Aber irgendwie sind zu viele Fragen offen, um sich wirklich eine Meinung bilden zu können.

Fuer's Klima muessen halt

Fuer's Klima muessen halt alle Opfer bringen! Die EU sollte die portugisische Region ggf. zwingen den Abbau des umweltfreundlichen Materials zuzulassen!

Arbeitsplätze sind so viel

Arbeitsplätze sind so viel wichtiger als eine intakte Natur.
Das muss man den Portugiesen nur besser erklären.

@Carlos12 1117 Uhr

MMn auf jeden Fall, denn die Vögel, das behaupte ich jetzt, ohne es beweisen zu können, fliegen nicht freiwillig in die Schreddermaschinen, die chinesischen und ukrainischen Bergarbeiter sind aber sehr wohl freiwillig im Steinkohlebergbau.

Im Übrigen wurde es von einem anderen Kommentator bereits beschrieben: 15 - 30 Jahre sinnlos verschwendet und jetzt voller Panik vor dem Wahlvolk wieder irgendwelche unausgegorenen Dinge in die Wege leiten. Politik sollte vorausschauend sein, ist sie in D aber seit Jahrzehnten nicht mehr - der allgemein herrschende Fachkräftemangel eben.

@Tarek94

Zwingen? Nein, das ist viel zu hart, die Bundesregierung setzt in Sachen Klimarettung nicht auf Zwang oder Verbote, so wichtig ist das Ganze dann doch nicht.

Kleiner Nachtrag. Das EAuto

Kleiner Nachtrag.
Das EAuto ist genauso
eine Überganglösung wie die progandierte mit Quecksilber gefüllte Energiesparlampe. Anstelle unserer Politiker würde ich raten,den Verbrauch von Benzin und Diesel jedes Jahr, egal was für ein Neufahrzeug, um 1 ltr Verbrauch auf 100km zu reduzieren, vieles ist machbar, schauen wir mal, was möglich würde.
Alles, andere ist nur halbherzig.

Tatsache ist, die negativen

Tatsache ist, die negativen ökologischen Folgen sind höher als der Gewinn für die Umwelt und der E Fahrzeuge. Finde es gut das die infrage kommenen Regionen dagegen sind. Die Portugiesen haben schon aus dem Desaster der flammenden Eukalyptuswälder gelernt. Wenn man ihnen jetzt noch das Grundwasser abdreht und dazu die Umwelt mit Chemikalien verseucht, ist die Region nach Jahren tot.

@ Gogreen, um 09:50

Können Sie sich überhaupt nicht vorstellen, wie ein Naturpark aussehen wird, wenn man dort derartige Löcher gegraben hat? Was im Sommer nicht abbrennt, wird abgeholzt... Es würde Jahrzehnte brauchen, das Gelände einigermaßen zu renaturieren.

Und was die Reingewinnung des Li angeht: Das hängt sehr von der Verbindung ab, in der es vorliegt; mit Kohlensäure aus dem gemahlenen Granit wird das kaum funktionieren - im Artikel ist die Rede von “teils aggressiven Chemikalien“, also eine ganz andere Hausnummer als beispielsweise in Chile.
Der Wasserverbrauch ist da wie dort ebenfalls enorm, da taucht dann das nächste Problem auf.
“Einigermaßen verträglich“ ist Lithium nicht zu gewinnen, das steht fest.

Alle gegen die Grünen?

Die Grünen sind nicht meine Partei, aber was ihnen hier so alles angehängt wird ist haarsträubend. Das geht nur mit klaren Feindbildern.

1. wurden die Grünen hier nicht einmal erwähnt - und sie sind in Portugal auch nicht in der Regierung. Haben sie denn gesagt, dass man für den Abbau von Lithium Naturschutzgebiete plattwalzen soll oder entspringt das einfach den Fantasien einiger Forenteilnehmer?

2. müssen wir für den Schutz des Klimas einen Preis zahlen. Keine Alternative ist frei von Problemen. Und wenn wir ein paar Wälder plattmachen und einige Vögel schreddern müssen, damit nicht noch viel größere Lebensräume absterben und die Vögel ohnehin ihren Lebensraum verlieren, dann ist das halt so.

Wenn die Feuerwehr das brennende Haus löscht, verklagt man sie doch auch nicht wegen des Wasserschadens.

@ denke, um 10:49

Na ja, d a s ist ja vergleichsweise das geringste Übel, denke ich.

re von Werner40 11:57

Und was ist das "Gemeinwohl" ?
Das Wohl von einem Prozent ?
Die Anwohner haben danach die Aufgabe die Umweltfolgen zu tragen oder für sie zu bezahlen.

@Werner40

Das Gemeinwohl und das Interesse der Anwohner sind in diesem Fall identisch.

Gemeinwohl hat mehr mit intakter Natur als der nur für sehr Wenige extrem profitablen Ausbeutung von Rohstoffen zu tun.

Lieber arm als krank

Bei uns in Connamara gibt es-mal wieder- eine ähnliche Situation : Australische und Kanadische Bergbaufirmen haben es auf die Edelmetallvorkommen. abgesehen und Dublin ist, da weit entfernt und schon immer auf Ausbeutung des Hinterlandes getrimmt, natürlich völlig dafür.
Dabei rechnen sie aber nicht mit den keltischen Einheimischen, die lieber ihre Kultur (die die germanischen Planters nicht haben)und Umwelt bewahren wollen, als den auf kurzfristigen Gewinn orientierten Materialisten auf den Leim zu gehen.
Lithiumtechnologie liegt natürlich im Trend des (von den Chinesen angetriebenen) Klimahypes ist aber keineswegs nachhaltig!

@12:11 von Ishihori

"MMn auf jeden Fall, denn die Vögel, das behaupte ich jetzt, ohne es beweisen zu können, fliegen nicht freiwillig in die Schreddermaschinen, die chinesischen und ukrainischen Bergarbeiter sind aber sehr wohl freiwillig im Steinkohlebergbau."

Klar, die chinesischen Bergarbeiter machen das natürlich aus Spaß an der Freude nebenher um sich das Medizinstudium zu finanzieren und nicht, weil sie in abgelegenen Regionen leben in der das Leben einfach immens hart ist und es an Alternativen mangelt.

"Im Übrigen wurde es von einem anderen Kommentator bereits beschrieben: 15 - 30 Jahre sinnlos verschwendet und jetzt voller Panik vor dem Wahlvolk wieder irgendwelche unausgegorenen Dinge in die Wege leiten."

Das hat mit Klimaschutz doch nichts zu tun. Hätten sie dort Erdöl gefunden würden sie halt versuchen das Erdöl zu fördern.

10:49 von denke

Da schließe ich mich Karwandler an mit den Worten:

Wieviel Energie in Form von Lithium-Akkus Ihres Smartphones oder Laptops ist wohl draufgegangen für einen derart gegenstandslosen Kommentar.

Um auch noch etwas konstruktives beizutragen;
Ich war vor einer Woche mit meiner Freundin in Portugal und wir haben auch durch Wanderungen die Schönheit des Landes kennengelernt.

Es ist für mich unbegreiflich wie man so etwas für kurzfristiges Wachstum, kurzfristige Rendite aufopfern kann.

Grüße

@ Bernburger49, um 11:33

Li wird zwar als “weißes Gold“ bezeichnet, ist aber halt keins - und da es viel häufiger als Gold in der Erdkruste vorkommt (sogar häufiger als z. B.Blei), ist es auch billiger.

verstehe

"Tatsächlich muss für ein Kilo Lithium etwa eine Tonne Granit zerkleinert und ausgewaschen werden."
Dies macht auch verständlicher, dass ein E-Auto bei seiner Fertigstellung für 200 Tonnen CO2 verantwortlich ist. Das hat ein Benziner inklusive Produktion erst nach einer Laufleistung von 200.000 km.

Mit E-Autos setzen wir aufs falsche Pferd:
- lange Ladezeiten - Reichweitenproblem - schwer - teuer …
- der Ladestrom wird in der CO2-Bilanz faktisch nicht berücksichtigt
- die Akkus lassen sich zwar recyceln, aber das ist aus Umweltsicht keine saubere Geschichte.

Wasserstoff ist die wesentlich bessere Alternative, Japan macht es uns vor und baut konsequent das Tankstellennetz aus.
- mit Überkapazitäten aus Wind-/Sonnenkraftwerken kann man Wasserstoff produzieren (somit ist gleichzeitig das Speicherproblem gelöst)
- Wasser als Abgas

@ Werner40, um 11:57

Ihren Kommentar muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen...

Naturschutz vs Klimaschutz?

Ein schönes Beispiel dafür, dass Klimaschutz durch E-Mobilität auch das Mikroklima und damit wahrscheinlich Makroklima schädigt! E-Mobilität ist reiner Populismus hinter dem eine Lobby steckt, die damit eine Menge Geld verdient.
Wer den Grünen hinterher läuft, läuft der Lobby hinterher bzw vorweg!
Der augenscheinlich beste Weg ist eben nicht immer das was er verspricht!
Der verengte Fokus auf Batterien versperrt Alternativen den Weg, bei denen die Forschung in den Mittelpunkt gerückt werden muss! Brennstoffzelle als Beispiel, Sonnenenergie exklusive Photovoltaik, effizientere Atomenergie... alles muss auf den Prüfstand!
Die Antwort auf die Vielen Fragen die der Klimaschutz mit sich bringt sind nicht so einfach wie es die Grünen Populisten vortäuschen!

@ Tarek94, um 12:08

Sie sollten Ihren mit Sicherheit ironisch gemeinten Beitrag zumindest mit einem Smiley versehen, um den Verdacht auszuräumen, Sie könnten ihn ernst gemeint haben.

Obwohl - wenn ich an manchen Ihrer sonstigen Kommentare denke...

Was nun

frage ich mich, CO2 ist schlecht Lithium auch (selbst wenn es nicht aus Portugal kommt die Attacamawüste kann ein Lied davon singen (21 Mio.l täglich...) und dann sind da ja noch die Seltenenerden für die Magnetproduktion- die Mine in China lässt Vergleiche zum Mond durchaus pausibel erscheinen....
Und was nun? Wie wäre es mit Wasserstoff? Nur ein Vorschlag am Rande? Die Probleme/ Risiken Hochdruckspeicher (und das ist ein echter Speicher) explosives Gefahrgut und nicht zuletzt die fehlende Infrastruktur. Auf der "Habenseite" ein Leitungsnetz ist vorhanden (Ölpipelines). Was die Machbarkeit betrifft das müsste nach geklärt werden... Gruß

Wofür Lithium?

Wofür wird das Lithium wohl benötigt?
Wahrscheinlich für Akkus, die Smartphones oder Autos versorgen sollen.

Für E-Autos wir wohl mehr Lithium benötigt werden. Wenn ich mir jetzt vorstelle, wieviele E-Autos wohl gebraucht werden, dann kann ich mir nur sehr schwer vorstellen wo her das ganze Lithium kommen soll, was plötzlich benötigt wird.

Irgendwie erscheint mir, dass Leute die E-Autos fordern und als Lösung ansehen, noch nicht darüber nachgedacht haben, woher die Rohstoffe kommen sollen und welche Umweltschäden dafür verursacht werden müssten.

Tragödie für die Region - egal wie

Die Ausbeutung wird am Ende eine Tragödie für die Region. Die Arbeitsplätze sind ja nur so lange da, wie der Abbau lohnenswert ist. Am Ende verliert die Region das einzige, was sie im Moment hat - die Landschaft.

Aber nach 4°C Klimaerwärmung steht dann da auch kein Baum mehr...

Kompromisse - Fehlanzeige

Mir wird übel, wenn ich sehe wie hier wieder Umweltschutz gegen Klimaschutz ausgespielt werden soll. Wahr ist doch, sobald erzkapitalistische Interessen und und der damit verbundenen Lobbyismus Entscheidungen über die Köpfe der Betroffenen hinweg treffen, gibt es im Staatswesen nur noch Verlierer. Der Politiker verliert seine Glaubwürdigkeit und die betroffenen Menschen ihre Heimat, während der Investor irgendwo auf der Welt den Reibach macht. Ich bezweifle, dass unser derzeitiges Wirtschaftsystem das jemals überwinden kann.

@werner40

Dann hoffe ich mal das Sie nicht neben einem Flughafen oder auf einem Kiesabbau wohnen.
Denn 24 Stunden Flugbetrieb oder der Kies für den Straßenbau sind auch zum Wohle der Gemeinschaft.

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