Ihre Meinung zu: Neues Gesetz soll Verträge auf ein Jahr befristen

16. August 2019 - 13:46 Uhr

Bundesjustizministerin Lambrecht will die Rechte von Kunden von Mobilfunkunternehmen oder Fitnessstudios stärken. Laut einem Gesetzentwurf sollen unter anderem die Vertragslaufzeiten deutlich gesenkt werden.

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Kommentare

Gute Idee. Ferner sollten

Gute Idee. Ferner sollten auch gleich die Fußnoten bzw. Fuss angeln bei Angeboten und Verträgen in gleicher Schriftgröße dargestellt werden. Einer geringeren Vertragslaufzeit und Verlängerung wäre wirklich zu begrüßen.

Großartig

Gratulation zu diesem Gestetzentwurf. Noch besser wäre ein Opt-in (schriftliche Bestätigung) auch für Vertragsverlängerungen vorzunehmen. In allen Fällen (also auch für telefonische Vertragsabschlüsse) eine E-Mail schicken über die ich die Verlängerung oder den Vertrag per Klick bestätigen muss, nachdem ich die Konditionen per Checkbox als gelesen markiert habe.

Die Krähen sind am Werk

Zitat: "Bei den Inkassokosten müsse noch nachgearbeitet werden..."

Natürlich muss da noch nachgearbeitet werden. Inhaber und/oder Partner von Inkassounternehmen sind in aller Regel Juristen.
Die Mehrheit unserer Parlamentarier sind Juristen. Wie war da noch die schöne deutsche Redewendung: "Eine Krähe....".
Wie schon in den diversen Prozessordnungen nach 2005 sollen wohl auch hier die Einkommensmöglichkeiten der "Kollegen" nicht zu deren Nachteil verändert werden.

Stärken oder "stärken"?

Bundesjustizministerin Lambrecht will die Rechte von Kunden von Mobilfunkunternehmen oder Fitnessstudios stärken.

Stärken oder "stärken"?

"Wir werden die zulässigen Vertragslaufzeiten verkürzen und stärken so die Wahlfreiheit der Kunden", fügte sie hinzu.

Nein, im Gegenteil, so schränkt man die Wahlfreiheit der Kunden ein. Durch längere Vertragslaufzeiten können Anbieter den Kunden niedrigere Preise anbieten. Diese Option wird man als Kunde dann nicht mehr haben.

Es kann es mir nur so erklären: die Bundesministerin will für die SPD Grün&Linkewähler (die auch nichts von wirtschaftlichen Zusammenhängen verstehen) zurückgewinnen.

Wo ist der Sinn?

Eine zweijährige Vertragslaufzeit im Sportstudio ist pro Monat spürbar billiger als eine einjährige. Wo liegt der Sinn? Wer will, kann doch auch monatlich zahlen.

Aber wenn ich schon im Voraus

Aber wenn ich schon im Voraus weiß, dass ich nächstes Jahr nicht mehr an diesem Ort wohnen werde (zB. Ende des Studiums), und keine andere Wahl habe, als einen 2-jährigen Vertrag einzugehen, dann ist das schon ziemlich arg. Daher sollte durchaus die Möglichkeit bestehen, auch 1-jährige Verträge eingehen zu dürfen. Längerfristige Verträge könnten ja weiterhin angeboten werden.

Deutsche Bahn und Internet Anbieter auch so

gibt es dann eine 3 monats Bahnkarte?

Endlich mal ein wirksames Instrument gegen "Cold Calls"

"Um Betrug zu vermeiden, sollten Kunden telefonisch vereinbarte Verträge künftig schriftlich bestätigen müssen"

Das wurde aber auch Zeit.

Richtig u. überfällig !

Jeder Verbraucher, der jemals das zweifelhafte Vergnügen hatte, den Service od. die "Service"-Hotline eines der fragl. Anbieter nutzen zu wollen/müssen, wird diese und jede andere Regelung, die die Verbraucherrechte gegenüber den Konzernen/Anbietern stärkt - so wie auch ich - begrüssen ! Wenigstens einige der Fussangeln und Maschen, mit denen man als Kunde schamlos über den Tisch gezogen, ausgebeutet, abgezockt wird, entfallen od. werden zumindest erschwert. Die Reglung erleichtert den Wechsel, was per se positiv ist, da man Kunden nun nicht mehr f. 24 Monate als Opfer binden und beliebig ausnehmen kann ...
Bitte mehr davon !
MfG. B.W.

Gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht...

Wenn ich so etwas lese kann ich nicht an mir halten: Telekommunikationsanbieter sind Wirtschaftsunternehmen und müssen Geld verdienen (u. a. um 5G-Netzausbau vor-finanzieren zu können).
Mit der Kombination von 24-Monats-(Handy-)Vertrag UND Hardware lassen sich günstige Bundels schnüren. Damit hat das Unternehmen Planungssicherheit und der Kunde kann sich idR. die Hardeware günstigst über den mtl. Tarif "finanzieren". Somit kann sich jemand auch Hardeware "beschaffen", die er/sie ansonsten nicht kaufen könnte. Bei Verkürzung der Vertragslaufzeiten müssen die Unternehmen anders kalkulieren und die Hardeware über 12 anstatt 24 Monaten "refinanzieren". Somit dürften die Bundle-Angebot wohl eher teurer werden. Und wer keine Hardeware finanzieren will, findet auch heute schon günstige Verträge mit 1 Monat Laufzeit.
Ein Verbot von 24-Monatsverträgen ist m. E. eher ein Kundennachteil. So viel auch zum "mündigen Bürger", der sich nicht überlegen kann was er möchte.

@Gelenkte-Dem-DE

"Nein, im Gegenteil, so schränkt man die Wahlfreiheit der Kunden ein. Durch längere Vertragslaufzeiten können Anbieter den Kunden niedrigere Preise anbieten. Diese Option wird man als Kunde dann nicht mehr haben."

Sie vergessen dabei, dass die Unternehmen immer noch in Konkurrenz zueinander stehen. Da wird dann (genau wie jetzt) versucht, dem anderen die Kunden abzujagen. Und das geht normalerweise nur über den Preis.

@14:20 von Gelenkte-Dem-DE

"Nein, im Gegenteil, so schränkt man die Wahlfreiheit der Kunden ein. Durch längere Vertragslaufzeiten können Anbieter den Kunden niedrigere Preise anbieten. Diese Option wird man als Kunde dann nicht mehr haben.

Es kann es mir nur so erklären: die Bundesministerin will für die SPD Grün&Linkewähler (die auch nichts von wirtschaftlichen Zusammenhängen verstehen) zurückgewinnen."

Ein Verringerung der Mindestvertragslaufzeit hat doch keinen Einfluss auf die Anzahl der Anbieter und damit der Wahlmöglichkeiten.
Eventuell könnten die Preise erst mal steigen wegen geringerer Kalkulationssicherheit, aber das pendelt sich wieder ein. Selbst "Grün&Linkewähler" (denen Sie hier anscheinend Naivität in Wirtschaftsfragen vorwerfen, was zugegebenermaßen sehr anmaßend ist) wissen so viel über den Kapitalismus, als dass sich der freie Markt in seinen gesetzlich gegebenen Grenzen selbst reguliert.

@ 15:58 von Leviathan11

Sie vergessen dabei, dass die Unternehmen immer noch in Konkurrenz zueinander stehen. Da wird dann (genau wie jetzt) versucht, dem anderen die Kunden abzujagen. Und das geht normalerweise nur über den Preis.

Das habe ich nicht vergessen.
Die Firmen werden auch alle weniger Einkommenssicherheit haben, und dementsprechend nicht so gute Angebote machen können.

14:55 von Dr.Hans

wahrscheinlich wollte sich diese spd dame mal der öffentlichkeit vorstellen. das ist ja nun dank der qualitätsmedien auch gelungen. sie kann ja nicht den ganzen unsinn der svenja überlassen

@14:20 von Gelenkte-Dem-DE

„Durch längere Vertragslaufzeiten können Anbieter den Kunden niedrigere Preise anbieten.“

Das könnten sie zwar, das tun sie aber nicht. Während ein 2-Jahres-Mobilfunkvertrag läuft, kommen in aller Regel neue Vertragsvarianten z.B. mit mehr Datenvolumen zum gleichen Preis etc. ins Angebot. Der Altkunde bleibt aber auf seinen Konditionen festgenagelt. Es sei denn, er „verlängert vorzeitig“ – wieder um 2 Jahre, selbstredend.

Und die günstigen Handys? Die sind per Ratenzahlung über die Vertragslaufzeit hinweg in aller Regel teurer, als wenn man sie separat im Handel kauft. Kann man sich den Preis nicht auf einen Schlag leisten, dann kann man ebenso gut anderswo auf Kredit kaufen. Oder sich einfach mal das verkneifen, was man sich nicht leisten kann – wäre ja auch eine Möglichkeit.

Sturm im Wasserglas?

Es gibt doch Prepaid-Angebote mit monatlicher Zahlung wie Sand am Meer.
Geht es nur um den Ratenvertrag für ein bei zwei Jahren Laufzeit meist "eingeschlossenes" Mobiltelefon? Subventioniert ist da auch nix, nur gut versteckt.

Das kann nicht wahr sein

Wenn ich doch zufrieden bin mit meinem Telefonie- und Internetvertrag (der schon viele Jahre läuft), soll oder muss ich next kündigen und von Monat zu Monat hetzen & mir immer wieder neue 'Anbieter' suchen???

Ich glaub ich krieg die Krise!

Verträge auf ein Jahr befristen ...

Verträge sollten grundsätzlich dauerhaft wirken, sofern nichts anderes vereinbart ist und von beiden Seiten mit Monatsfrist zum jeweiligen Quartal zu kündigen sein, das wäre es. Abweichungen hievon ausschließlich gegen Geld und unter der Bedingung einer besonderen Prüfung der Gründe.

Super!!!

Vor allem angeblich geschlossene Verträg, die per Telefon geschlossen werden, wenn irgendwelche Call Center anrufen, sind da durch schnell vom Tisch.

Die Verbrauch müssen vor allem wenn es um ihre persönlichen Daten geht besser geschützt werden!

Vertrag

Noch besser wären monatlich kündbare Verträge.

@Dr.Hans

Vielleicht merkt jemand, das diese Aktivität doch nichts ist für einen, muss aber trotzdem zwei Jahre dann zahlen?

Was die Ministerin nicht bedacht hat

und die Anbieter zu Recht ansprechen: es gibt im Telefon- und Internetbereich bereits kürzere Vertragslaufzeiten. Nur sind die eben teurer. Anbieter müssen nämlich auch investieren, deshalb ist ihnen längerfristig sicherer Cashflow wichtig und sie kommen den Kunden preislich entgegen.
Ist bei Fitnessstudios ähnlich, da geht es um beträchtliche Fixkosten. Aber das kann eine Berufspolitikerin ohne Schnittpunkte mit dem Geschäftsleben wohl nicht einschätzen. Einfache Lösungen, die leicht Pluspunkte bei den einfacher gestrickten bringen- wie nennt man das?

zu 20:37 von Hackonya2 ... und der Verbraucher zahlt

Noch besser wären monatlich kündbare Verträge.

Auch diese Medaille hat zwei Seiten. Je kürzer die Verträge, je teuerer werden sie.
Das sagt die Bundesjustizministerin dem mündigen Verbraucher nicht.

Auch was die Gas- und Stromanbieter betrifft, sind die hochgelobten Stadtwerke oft immer noch in Monopolstellung. Nur so als Beispiel, die Konzessionsabgabe gibt es noch. Man hat diese Milliarden-Quelle aus der monopolistischen Zeitrechnung trickreich mit "Gesetzgebungkunst" herübergerettet.
Am Ende zahlt der Verbraucher, nicht die Stadtwerke. Für die ist das ein durchlaufender Posten, Verbraucher zahlt, die eigene Kommune kassiert, so oder so.

Wer grundversorgt wird, wird über Gebühr zur Kasse gebeten.

Nicht die Vertragsbindungen sind das Problem, es sind die Preise, die zum Großteil staatlich sanktioniert sind. Der Wettbewerb hat für die Verbraucher wenig gebracht. Nicht die Verträge, die im Vergleich höchste und ständigt steigende Strompreise sind hier das Problem.

Vertragslaufzeiten

Ich bin Verbraucher, auch von Handyverträgen und verstehe gut, dass eine 24monatige Laufzeit ärgerlich ist. Ich bin aber auch Selbständig mit einer Karateschule, die auf eine lange Vertragslaufzeit angewiesen ist! Ohne die Planungssicherheit von Jahresverträgen könnte ich unsere kleine Karateschule mit einem Angestellten, der davon lebt, nicht mehr am Leben halten. Ich muss mich als Gewerblicher unter Umständen 10 Jahre an eine teuere Gewerbeummobilie binden, Steuern, Krankenkasse, Rentenversicherung etc. bezahlen.
Sind wir nicht alle mündig und in der Lage Kündigungsfristen einzuhalten? Wenn ich schon bei Vertagsabschluss die Absicht habe mich nicht so lange zu binden, kann ich sofort nach dem Abschluss kündigen! Ansonsten muss ich mich eben um meine Vertragsabschlüsse kümmern und sie im Auge behalten.
Viele Kleinstunternehmen, wie wir, werden sonst aussterben.
Denkt doch mal nicht nur an die großen Unternehmen, sondern auch daran, was das für die Kleinstunternehm bedeutet.

HöREn 21.12

Danke für diesen praxisnahen Beitrag! Das wollte ich auch ausdrücken, betrifft nämlich Fitnessstudios ebenso. Und bei Vertragsabschluss wählen die Kunden zunächst die längere Laufzeit, weil günstiger. Nachher jammern sie, aber Geiz ist eben geil. Und die Verbraucherschützer wie auch die Ministerin kennen die Geschäftswelt und ihre Verpflichtungen nicht und behandeln die Verbraucher als unmündige Kinder. So wie die Wähler oft auch. Nur sind nicht Alle unmündig und mit dem Verstand von 4-jährigen unterwegs

Verbraucherbevormundung statt - Schutz.

Als Kunde möchte ich bewusst zwischen kurz- und langfristigen Verträgen wählen können. Der Vorschlag von Frau Lambrecht hat mit Verbraucherschutz nichts zu tun, denn er zielt auf eine Bevormundung aller, nur um einige Wenige zu schützen, die die Folgen ihres Handelns nicht überblicken können.

Schmarn

Jedenfalls für Mobilfunk

Was die Dame nicht beachtet ist, dass sehr viele Handys über den Tarif refinanziert werden. Sollte die Tarife wirklich auf ein Jahr begrenzt werden, würdest bei Bundles (also Tarife mit Handy) deutliche Preiserhöhungen geben. Was entweder den Tarif oder die Zuzahlung fürs Handy betrifft.

Abgesehen davon bietet jeder Provider momentan monatlich Kündbare Verträge an.

Was Frau Lamprecht da vorhat wird definitiv nach hinten losgehen.

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