Ihre Meinung zu: Corbyn will offenbar Johnson stürzen

15. August 2019 - 7:10 Uhr

Per Brief hat der britische Oppositionsführer Corbyn dazu aufgerufen, Premier Johnson zu stürzen und so den ungeregelten EU-Austritt zu verhindern. Der Appell stößt jedoch auf ein geteiltes Echo.

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Kommentare

rer Truman Welt

Das war und ist klar daß passieren wird. Es stellt sich nur die Frage, in welcher Konstellation und unter welchen Bedingungen wer die vorübergehende Führung übernehmen wird. Das wird die britische Tagespolitik in den nächsten Wochen bestimmen. Bobbele spielt in dieser Phase lediglich den Hofnarr. Ernst nimmt den eh keiner.
Ich könnte mir vorstellen, daß ein Misstrauensvotum erfolgreich sein wird - und das wird kommen und ist überhaupt keine Frage! -, aber sich dann keine Mehrheit findet für einen Übergangs-Premier. Für alles dagegen zu sein und nichts für was, damit kennen sich die Briten ja mittlerweile bestens aus.

Hat nicht unter May Corbyn

Hat nicht unter May Corbyn den geregelten Austritt verhindert? Was für eine Chaotentruppe.

Eigentlich

wünsche ich mir ja, dass der Brexit nicht ungeregelt von statten geht, aber dieses Rumgeeiner geht mir mittlerweile so auf den Zeiger, dass ich einfach nur will dass es rum ist.

Bei einem hartem Brexit hätten wir auch eine viel bessere Chance die Idee von Herrn Sonneborn umzusetzen:

Celtic Union of Ireland and Scottland.

Hätte nur Positives.

Keine Grenzkonflikte zwischen Nordirland und der Republik.
Schottland kann ohne langes Aufnahmeverfahren zurück in die EU.
Die Englischen Hardliner und Rechtsnationalisten würde die volle Härte der Konsequenzen für ihr dummes Handeln erfahren.

Aber egal wie bringt es endlich über die Bühne.

Gesundheitssystem?

"oder Boris Johnson, der das Referendum respektieren und mehr Geld für das (staatliche Gesundheitssystem) NHS und mehr Polizei auf unseren Straßen zur Verfügung stellen wird.""

Johnson hat doch schon mit Trump abgedealt, das britische Gesundheitssystem an Trump zu verkaufen?

Die liebe Güte....

Das Problem ist, das Corbyn zwar bei seiner Partei ganz gut ankommt, im Grunde aber genau so ein Zausel ist wie T. May oder Boris Johnson.

Wie lange hat er gebraucht um sich für oder gegen einen Brexit zu positionieren?
2 Jahre? Drei?

Zumindest in diesem Punkt war Boris Johnsen etwas schneller.

Corbyn will Johnson offenbar stürzen....

Nur zu.Und dann vielleicht noch ein zweites Brexit-Referendum ? Aber vorsicht,neueste Umfragen geben den Remainer da schlechte Karten(siehe t-online gestern).

Reine Machtspielchen

Das Ganze erinnert mich an Maria Stuart vs. Elisabeth I. Okay, hingerichtet wird nicht mehr, das war's aber auch schon. Und das Volk agiert nur nebenher

Da liegt der Hase im Pfeffer!

"Johnson will den vereinbarten Backstop im Abkommen streichen, was die EU ablehnt.
Der Backstop sieht vor, dass Großbritannien so lange Teil einer Zollunion mit der EU bleibt, bis das Problem anderweitig gelöst ist. Für Nordirland sollen zudem teilweise Regeln des Europäischen Binnenmarkts gelten. Johnson sieht in der Klausel ein "Instrument der Einkerkerung" Großbritanniens in Zollunion und Binnenmarkt."
Das ist des "Pudels Kern". Diese sogenannte Garantieklausel die verhindern soll, dass zwischen dem britischen Nordirland und dem EU-Mitglied Irland wieder Grenzkontrollen eingeführt werden müssen und das der alte Konflikt zwischen katholischen Befürwortern einer Vereinigung Irlands und protestantischen Loyalisten wieder schüren könnte, ist nur Vorwand.
Da hat der Johnson wohl recht. Die EU will GB in der Zollunion halten, das ist der wahre Grund, warum man nicht zu einer Einigung kommt.

Richtigstellung

Es gibt KEINEN fertigen Ausstiegsvertrag!
Es gibt nur einen VertragsENTWURF.

Und wie in jedem Gesetzgebungsprozess wird der Entwurf so lange geändert, bis er Zustimmung findet.

Nur für die EU scheint dies Neuland zu sein.

Die EU verhindert durch ihre halsstarrige Weigerung, nachzuverhandeln auch nicht die harte innerirische Grenze. Sie ist es, die beim harten Brexit unmissverständlich vom EU Mitglied Republik Irland die Errichtung einer harten Grenze fordert. Wenn es um den "Schutz" des Binnenmarktes geht, ist für die EU das Karfreitagsabkommen völlig nebensächlich.

Der Brexit-Alptraum

Langsam aber sicher merkt die britische Bevölkerung, was ein Brexit bedeutet! Ein Brexit mit Deal dämpft zwar die Folgen des Austrittes etwas ab, aber die spürbaren negativen Foglen bleiben. Ein No-Deal-Brexit ist wie das Springen in ein Schwimmbecken und das darin Aufschlagen ohne Wasser. Hat man großes Glück bricht man sich dabei nichts und kommt mit ein paar blauen Flecken davon, so Johnsons Philosophie. Und viele glauben ihm. Was sie aber nicht wissen, ist dasJohnson und seine Gleichgesinnten ihre Schäfchen bereits im Trockenen haben. Das Thema bleibt weiterhin sehr spannend. Bekanntlich haben Lügen kurze Beine. Corbyn und viele Brexitgegner Vermögen es aber leider nicht aufzudecken, wie kurz diese Lügenbeine tatsächlich sind. Zumal Corbyn selbst für ein Brexit war und immernoch ist. Die Glaubwürdigkeit beider Kontrahenten ist dahin. Eine Lösung des Dillemas bringen nur Neuwahlen, aber die will keiner! Leider!

Der Brexit-Alptraum

Langsam aber sicher merkt die britische Bevölkerung, was ein Brexit bedeutet! Ein Brexit mit Deal dämpft zwar die Folgen des Austrittes etwas ab, aber die spürbaren negativen Foglen bleiben. Ein No-Deal-Brexit ist wie das Springen in ein Schwimmbecken und das darin Aufschlagen ohne Wasser. Hat man großes Glück bricht man sich dabei nichts und kommt mit ein paar blauen Flecken davon, so Johnsons Philosophie. Und viele glauben ihm. Was sie aber nicht wissen, ist dasJohnson und seine Gleichgesinnten ihre Schäfchen bereits im Trockenen haben. Das Thema bleibt weiterhin sehr spannend. Bekanntlich haben Lügen kurze Beine. Corbyn und viele Brexitgegner Vermögen es aber leider nicht aufzudecken, wie kurz diese Lügenbeine tatsächlich sind. Zumal Corbyn selbst für ein Brexit war und immernoch ist. Die Glaubwürdigkeit beider Kontrahenten ist dahin. Eine Lösung des Dillemas bringen nur Neuwahlen, aber die will keiner! Leider!

Endlich

..... lässt Corbyn so etwas wie eine durchdachte Agenda erkennen. Bisher hat er wenig überzeugt - als Oppositionsführer die Regierung kritisiert, aber ohne eine alternative Lösung klar zu formulieren - also nur Taktik ohne Programm.
Meine Begeisterung für ihn hält sich daher in Grenzen, aber sogar er wäre besser für GB und Europa als Johnson mit seiner verantwortungslosen Politik.

Endlich

..... lässt Corbyn so etwas wie eine durchdachte Agenda erkennen. Bisher hat er wenig überzeugt - als Oppositionsführer die Regierung kritisiert, aber ohne eine alternative Lösung klar zu formulieren - also nur Taktik ohne Programm.
Meine Begeisterung für ihn hält sich daher in Grenzen, aber sogar er wäre besser für GB und Europa als Johnson mit seiner verantwortungslosen Politik.

Ich hoffe, es gelingt

Ich hoffe, es gelingt ihm.

Immerhin will Johnson das Parlament aushebeln mit einem hinterhältigen Plan.

Nein, er tut nur so

Wenn Corbyn wirklich in diesem Parliament eine andere Regierung sehen wollte, dann müsste er einsehen, dass er völlig ungeeignet wäre als Anführer einer breit aufgestellten Einheitsregierung, aufgrund seines bisherigen unbeholfenen Brexit-Agierens und aufgrund seiner Positionierung – eher der LINKE nahe als der SPD. Gemäßigte Konservativen werden ihn nie akzeptieren. Er spielt derzeit lediglich seine kleine Macht aus, denn als offizieller Anführer der Opposition ist er der einzige, der ein Misstrauensvotum erzwingen kann.

Endlich!

Seit vielen Jahren und Monaten endlich mal ein sinnvoller Vorschlag eines englischen Politikers bezüglich des Brexits.
Man kann nur hoffen, dass es zu einem 2. Referendum kommt: Dann ist der Geist 'Brexit' verflogen und die junge Generation, die den Schlamassel eines EU-Austritts hätte ausbaden müssen, gewinnt die politische Oberhand.

Hurra...

ein sachlicher, informativer, ausgewogener Bericht. Keine Kommentierung, keine Volkspädagogik, keine Meinungsmanipulation.

Zur Sache: B.J. liegt richtig. Der 'Backstop' lässt sich mit der Idee des Brexit nicht in Einklang bringen.

8:34 von StöRschall

Johnson hat doch schon mit Trump abgedealt, das britische Gesundheitssystem an Trump zu verkaufen?

RE
Wann Wo Wie oder Fake ? Bitte Belege .
Hauptsache Fake verbreiten ,etwas bleibt hängen .Sagen sie mir bitte wann es war !

Corbyn will PM werden

Wenn er sich nicht selber vorgeschlagen hätte, wäre die ganze Angelegenheit vielversprechender

Chaotisch

Die Engländer müssen den Tatsachen ins Auge sehen und einen weiteren Aufschub für den Austritt erwirken.

Der nächste Schritt ist ein neuerliches Referendum, um zu erfahren, ob die Mehrheit der Bevölkerung überhaupt noch hinter dem Brexit steht. Danach kommt alles andere.

Im Moment schadet sich das Land massiv selbst durch die selbst auferlegte Handlungsunfähigkeit. Die britische Wirtschaft taumelt deutlich, viele Firmen verlassen das Land. Ebenso suchen viele Fachkräfte ihr Heil im europäischen Ausland (Skandinavien, Portugal, Polen, etc.) oder in Übersee.

Da muss schnellstmöglich gegengesteuert werden, sonst hat das katastrophale Auswirkungen auf England. Grossbritannien ist ja bereits in Auflösung begriffen.

Sturm im Wasserglas

GB wird die EU natürlich verlassen-auch ohne Deal. Und es wird ihnen in absehbarer Zeit zum Vorteil gereichen.

Ein erneutes Referendum...

...wird keineswegs zu einem einvernehmlichen Ergebnis führen, dazu sind die Fronten inzwischen viel zu verhärtet.
Da die bisherige Luftnummer bisher mehr geschadet als genutzt hat und offensichtlich niemand klar zu berechnen in der Lage ist, wie sehr der Brexit wem schaden oder nutzen wird, kann ich mir nur vorstellen, dass bis zum 31. Okt. folgendes passiert:
Johnson wird weg sein vom Fenster, Corbyn oder wer auch immer wird an seiner Stelle sitzen. Ansonsten:
NICHTS.
Soll heißen, der “Status Quo“ bleibt wie er ist, GB will zwar raus, geht aber nicht. Das Gezerre geht weiter...

Sollte es zu einem

Neuen Referendum kommen, und tatsächlich die Mehrheit weiter für den brexit ist, wäre das doch auch völlig in Ordnung. Dann gehts auch ohne Abkommen.

Dann ist auch Schluss mit dem rumgetue, und man kann damit anfangen die Scherben aufzukehren.

Entweder ist in 10 Jahren GB wieder Mitglied in der eu, weil es daneben ging, oder eben nicht. Aber alles ist besser als diese Hängepartie...

@karlderkuehne

"Johnson will den vereinbarten Backstop im Abkommen streichen, was die EU ablehnt.
Der Backstop sieht vor, dass Großbritannien so lange Teil einer Zollunion mit der EU bleibt, bis das Problem anderweitig gelöst ist. Für Nordirland sollen zudem teilweise Regeln des Europäischen Binnenmarkts gelten. Johnson sieht in der Klausel ein "Instrument der Einkerkerung" Großbritanniens in Zollunion und Binnenmarkt."

Soweit ich das noch in Erinnerung habe, brachte die britische Regierung das Thema Zollunion ins Gespräch und nicht Brüssel.

@ Super-Brain, um 09:07

Wenn Sie sich da mal nicht täuschen.
Glauben Sie allen Ernstes, dass Ruhe einkehrt im Königreich, sollten bei einem erneuten Referendum die Remainer die Nase vorn haben?
Die Entschlossenheit der Brexiteers sollte niemand unterschätzen.

Brexitproblemstik

Der Brexit ist und bleibt wie man es dreht und wendet ein Verlusstgeschäft für GB und die EU. Nur hat die EU die größere und stabilere Wirtschaft um die Brexitkrise zu überstehen. GB wird nach einem Austritt eine harte Zeit durchmachen.
Deshalb begrüße ich die Idee Corbyns, der endlich einen klaren Fahrplan hin zu einem zweiten Referendum aufgestellt hat. Das ist meiner Meinung nach notwendig um einen echten Volksenscheid herbeizuführen. Beim ersten Referendum, dachte die Mehrheit (Die EU eingeschlossen) das ein Brexit nur populistische Spinnerei sei und niemals durchkommen würde. Die Briten sollten jetzt alle ehrlich abstimmen.

Boris Johnson

Boris Johnson ist eben wie sein Vorbild, Winston Churchill - ein Hasardeur

um 08:56 von Einfach Unglaublich

"Die EU verhindert durch ihre halsstarrige Weigerung, nachzuverhandeln auch nicht die harte innerirische Grenze."

Ich weiß, ich habe es ihnen schon einige male versucht, es zu erklären. Ich werde es wieder machen.....

Das Karfreitagsabkommen ist ein internationales Friedensabkommen.
Würde die EU auf den Backstop verzichten (der übrigens ein Vorschlag der Briten war), dann kann man es als Bruch eben jenes Abkommens betrachten.

Noch einmal. Die erste Vertragspartei (UK oder die EU), die einem Verzicht des Backstops zustimmt, bricht ein internationales Friedensabkommen.

Zudem hat die Republik Irland signalisiert, dass sie einer Entfernung des Backstops niemals zustimmen wird.

Jegliche Änderung des Abkommens muss von jedem einzelnen EU-Mitglied befürwortet werden.
Wenn die Repubik Irland ihre Zustimmung verweigert, gibt es auch kein Abkommen.

@ einfach unglaublich

1. GB hat den breit gefordert nicht die EU. Daher ist der forderer in der Pflicht mehr dafür zu tun.
2. Es gab Verhandlungen die zu Anfang nicht ernst genommen wurden und jetzt gibt es keine mehr weil es gegen BJ Plan ist.
3. Die gestellten Forderungen GB waren sie sowieso utopisch. Oder meinen das ein Arbeitgeber böse ist weil der Arbeitnehmer den Arbeitsvertrag mit null Arbeitsstunden nicht bekommt?

Backstop?

Viele der Kommentatoren vergessen recht leichtfertig, dass der Backstop auf Bestreben der Engländer in den Vertrag kam und nicht von der EU!

Taeglich gruesst das Murmeltier?

Kommt mir alles zu bekannt vor. Die werden noch 22 Staffeln daraus machen und sich als South Park umbenennen. South Park hat schon in Staffel 20 (2016) vorhergesagt das Johnson PM wird. Vielleicht ist "Vielleicht" der neue Permanente EU Status von Brittanien und das ist ein Teil des Dramas ihrer Soap Opera.

08:56 von Einfach Unglaublich

«Es gibt KEINEN fertigen Ausstiegsvertrag!
Es gibt nur einen VertragsENTWURF.

Und wie in jedem Gesetzgebungsprozess wird der Entwurf so lange geändert, bis er Zustimmung findet.

Nur für die EU scheint dies Neuland zu sein.»

Der (mögliche) Austrittsvertrag zw. GB + EU ist kein Gesetzgebungsprozess, wie man ihn aus nationalen Parlamenten kennt. Aber auch da wird nicht stets so lange "rum verhandelt + geändert", bis es passt. Nicht wenige Entwürfe scheiterten, weil es eben nicht passend gemacht werden konnte.

Der Austrittsvertrag bedarf der Zustimmung beider Verhandlungspartner.
Hatte der zw. Mrs. May + der EU-Kommission ausgehandelte Entwurf (Verhandlungsführer EU: Herr Barnier).

Dann braucht er die Billigung durch das EU-Parlament.
Wohl im bestehenden Status kein Problem.

Und die Billigung durch das House of Commons in London.
Hat bisher in jeder Abstimmung: "No way" gesagt.

It's up to the Britains. Wenn schon "Neuland".
Dann aber für die "Nix-Kapieren-Brexiteers" …

The Backstop is a no- go area!

An den Backstop darf nicht gerüttelt werden, egal was für ein Brexit herauskommt. Für die Engländer war das irische Volk immer zweitklassig, und konsequenter Weise sollte es aufgeopfert werden für die Grossmannssucht der Engländer. Das sollte keinesfalls passieren.

Linksextremer

Möchte die Nation ins Chaos stürzen. Wird ihm nicht gelingen. Im Oktober wird ausgetreten und dies ist gut so.

Letzte Umfrage

" Rund 54 Prozent der Befragten stimmten der Formulierung "Brexit auf jeden Fall" zu, wie eine Erhebung des Meinungsforschungsinstituts ComRes im Auftrag der Zeitung "Daily Telegraph" ergab. "

Hat also nichts geändert, und da die EU sich aus bekannten Gründen nicht bewegen will.
Sollten die Briten einfach gehen, die Unendliche Geschichte muss auch mal ein Ende haben, die Briten kommen wieder auf die Beine, die EU wird den Schaden auch irgendwann kompensieren.
Den Handel unter den Ländern gab es doch vorher auch, und der klappte auch sehr gut.
Die Schwarzmalerei der EU muss auch mal aufhören, der Rest der Welt ist auch nicht in der EU und Handel klappt prima.

@ThomasG.: BJ ist ja selbst schuld am Backstop

Der Backstop wäre ja nicht nötig gewesen, wenn die Briten - damals noch mit BJ als Außenminister - so rechtzeitig in die Verhandlungen eingetreten wären, dass man auch dieses Thema hätte bearbeiten können. Und seit der Vertragsentwurf inkl. Backstop vorliegt, wettert BJ nur dagegen, statt konstruktive Vorschläge zur Auflösung des Problems zu machen oder auch nur zu diskutieren. Dabei wäre in den letzten Monaten Zeit gewesen, den Backstop aufzulösen durch ein Folgeabkommen.

Der Brexit wird so oder so ruinös für Großbritannien, ohne Austrittsabkommen aber wird er auch noch chaotisch. Die britische Industrie hängt ohnehin schon weitgehend am europäischen Tropf, der Dienstleistungssektor - also insbesondere dem Finanzplatz London - verliert mit dem Brexit den Zugang zu seinen wichtigsten Kunden und Märkten. In der EU war GB ein beliebter Standort für englisch-sprachige Konzern-Niederlassungen als Standbein in der EU - die wandern nun alle ab.

Letzte Chance?

Zunächst einmal hätten die Wahlberechtigten bei einem erneuten Referendum nun die Möglichkeit eine qualifizierte Entscheidung zu treffen. Der Brexit-Vertrag liegt vor und die Folgen Pro oder Contra sollten den Briten nun bekannt sein. Bei der Abstimmung 2016 sind Wähler massiv per Fake News manipuliert worden (Testlauf für die Trump-Wahl, gesteuert von Stephen Bannon / Breitbart, Cambridge Analytica etc. und unterstützt von einigen Superreichen). Die Manipulationsversuche wird es auch sicher bei einem 2. Referendum geben. Nur diesmal kann man sich darauf einstellen und wer 2 mal auf die gleichen Lügner reinfällt dem ist nicht mehr zu helfen.

Mr. Möchtegern und

Mr. Möchtegern und Wahlverlierer versucht es noch mal. Einige auf dem Kontinent hoffen wohl dass GB deswegen in der EU bleiben könnte.

um 10:06 von wenigfahrer

"Hat also nichts geändert, und da die EU sich aus bekannten Gründen nicht bewegen will."

Meine Güte.....Die EU kann sich nicht bewegen.

Sie würde sonst das Karfreitagsabkommen brechen.....

Wenn Johnson jetzt auch sein Abkommen, nämlich den harten Brexit, durchzieht, ist es genauso. Wenn man beides aber abwägt, entspricht Johnson eindeutig klarer einem echten Brexit.
Die EU hat in dem Entwurf einen Pferdefuß eingebaut, wohl wissend, daß das so nicht durchgehen kann. Schon die Formulierung: "Backstop, bis eine andere Lösung gefunden ist", deckt doch die EU-Taktik voll auf: Es wird nie eine andere Lösung geben, wie wir es ja gerade in den letzten Monaten gesehen haben, weil die EU sie verhindert, gar nicht verhandeln WILL.
Dies dürfte nun dem Letzten klar geworden sein: Die EU muß sich bewegen.

10:03 von Sternenkind

«Linksextremer. Möchte die Nation ins Chaos stürzen. Wird ihm nicht gelingen.»

Ist ja auch gar nicht mehr nötig.

Haben Cameron, Farage, Johnson und Konsorten ja bereits im Frühjahr / Juni 2016 besorgt.

«Im Oktober wird ausgetreten und dies ist gut so.»

Ohne dass das House of Commons mit Mehrheit zustimmt, wird im Oktober allenfalls von Pferden, Eseln, und Giraffen in Zoos im UK ausgetreten.

Und ja - das ist auch sehr gut so …

"Bäumchen-Wechsle-Dich-Spiel"

"Linksextremer Möchte die Nation ins Chaos stürzen. Wird ihm nicht gelingen. Im Oktober wird ausgetreten und dies ist gut so." @Sternenkind
.
Ich dachte, der Corbyn wäre von Labour. Seit wann ist denn Labour "linksextrem"? Etwa seit Maggy Thatcher, die den Neoliberalismus in Europa salonfähig gemacht hat?
.
Aber es handelt sich hier um das berühmte "Bäumchen-Wechsle-Dich-Spiel":
- Wer mich als "rechts" bezeichnet, ist linksextrem!
- Wer Andersmeinende als linksextrem bezeichnet, ist rechts.
Enemenemuh, und raus bist du!

So lange sich Johnsons Gegner nicht einig sind,

können sie den Brexit nicht verhindern.
Corbyn wird genauso wenig eine Mehrheit im Parlament finden wie May mit ihren vergeblichen Versuchen einen harten Brexit zu verhindern.

@Immerhin will Johnson das Parlament aushebeln 9:05 Störschall

"mit einem hinterhältigen Plan."

Aber da ist doch der Speaker vor.
Der gehört doch zu Johnsons Partei.
Und der hat ihn gewarnt:
Falls er das Parlamnet umgehen sollte, käme er es mit ihm zu tun.
https://www.welt.de/politik/ausland/article198513393/Brexit-Bercow-will-...
kurz: https://is.gd/w025OI

10:06 von wenigfahrer

Ich halte eine einfache Mehrheit bei der Befragung für brandgefährlich. Es heißt doch nichts anderes, als das fast die Hälfte aller Briten in der EU bleiben wollen und dies spaltet die Nation. Solche Fragen, mit weitreichenden Folgen, sollten grundsätzlich mit einer 2/3 Mehrheit entschieden werden. Das ist der Webfehler, den die Regierung von GB beim ersten Referendum gemacht haben. Das ist auch der Grund, des unsäglichen Eiertanzes, den wir hier erleben!

@Seebaer1

Genau! Das sind die Parolen, die jeglicher Realität entbehren und die Grundlage einer sachlichen wirtschaftlichen und politische Analyse vermissen lassen!
Das ist Brexit-Polemik gemäß BJ!

@harry_up

Sie haben Recht! Man weiß nie...
ich hoffe jedoch dass die Brexit-Befürworter prozentual in der Minderheit sein werden (es reichen ja schon knapp über 50%) , auch wenn sie natürlich eine nicht-gerine prozentuale Bedeutung besitzen...

10:06 von wenigfahrer

«Sollten die Briten einfach gehen, die Unendliche Geschichte muss auch mal ein Ende haben …»

Es gibt in Britain aber keine Mehrheit im Parlament für "einfach gehen" …

Runde 12!

...und schon kommt der nächste (wieder) aus der Deckung und möchte die aktuell gesetzten Fristen torpedieren. Ich weiß nicht ob mir die Briten mehr leid tun weil sie das ertragen müssen seit jetzt schon Jahren oder ob wir uns leid tun sollten, weil es kein Ende nimmt.

Hauptsache Teil des tollen Corbyn Planes ist, dass er erst einmal Premier Minister wird. Da erkennt man doch auf den ersten Blick sofort auch bei ihm, dass die Politiker in GB nur zum Wohle des Vereinigten Königsreichs agieren!

an Trump zu verkaufen?

Das wäre ja dann ein guter Weg die unzumutbaren Zustände in GB zu verbessern.

USA haben ja anerkannt die besten Kliniken und Ärtze. Tausenden kann nur dort geholfen werden weil dort Menschen noch selbstbestimmt und eigenverantwortlich Arbeiten und leben dürfen.

@ einfach unglaublich

Sie machen es sich aber schön eunfach, oder? GB, oder England, möchte austreten. Die EU ist nicht der Bittsteller. Ausserdem verwenden Sie schon ganz korrekt das Wort "nachverhandeln". Nachverhandeln ist eine weitverbreitete Unart, ein ausverhandeltes Abkommen im Nachhinein noch zu seinen Gunsten verandern zu wollen. Ich persönlich breche in solchen Fällen die Verhandlung ab. Die EU sollte das auch machen, wenn Sie seriös bleiben möchte. Wenn die Briten, pardon Engländer, nicht wissen was sie wollen, dann ist das ihr Problem. Ausserdem muss sich die EU nicht um das Karfreitagsabkommen scheren. Das ist die Folge der agressiven englischen unterjochungspolitik vergangener Jahrhunderte. Ergo, deren Problem.

um 10:33 von paule2

"Dies dürfte nun dem Letzten klar geworden sein: Die EU muß sich bewegen."

Auch für Sie....Die EU kann sich nicht bewegen, weil sie sonst Vertragsbrüchig wird.

Und die Briten haben diesen "Pferdefuß" eingebaut.

Übrigens, meine Theorie ist, dass die ganzen "Brexit-Ultras" der "European Research Group" (ERG - der erzkonservative Teil der erzkonservativen Tories) unbedingt einen No-Deal benötigen.
Und deswegen den Fokus auf den Backstop gelegt haben.

Warum? Nun, die EU ist kurz davor neue Regelungen für Steuern, Steuerhinterziehung , Transparenz usw. umzusetzen.
Und u.a. mit den Kanalinseln hat UK ein paar treffliche Steueroasen.

Diesen Regelungen müsste sich die UK unterziehen, sollte es zu einem Vertragsabschluss kommen.

Aber das wollen natürlich die Leute von der ERG nicht. Das sind ausschliesslich Superreiche.
Das letzte was die wollen ist, dass man erfährt, wie reich und mächtig die wirklich sind.

Wie gesagt, nur eine Theorie von mir.

re karlderkühne

"Die EU will GB in der Zollunion halten, das ist der wahre Grund, warum man nicht zu einer Einigung kommt."

Da übersehen Sie eine Kleinigkeit: Der Backstop war eine britische Idee bei den Vertragsverhandlungen. Die EU hatte andere Vorschläge, z.B. die EU-GB Zollgrenze in der Irischen See.

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