Ihre Meinung zu: Indiens Premier verspricht Kaschmir Aufschwung

9. August 2019 - 8:40 Uhr

Nach dem Ende der Autonomierechte Kaschmirs hat Indiens Premier Modi der Region mehr Geld, Touristen und Wahlen versprochen. Doch die Bewohner fühlen sich wie Gefangene in ihren Häusern. Von Bernd Musch-Borowska.

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Kommentare

mehr Tourismus ?

ne Lachnummer
wer fährt denn in diese wirklich wunderschöne Gegend noch hin
wenn so fanatisierte Menschen, von Religion trunken / oder einfach kriminelle,
selbst wenn es nur ne verschwindende Minderheit ist, sich herumtreiben

Milch und Honig

Da müssen doch die Alarmglocken schrillen! Hier werden "blühende Landschaften" versprochen - aber ohne den Weg zu zeigen. Seltsam ist allerdings, dass Pakistan sich dazu so phlegmatische verhält - immerhin wurde deswegen schon 2mal Krieg geführt. ME gibt es einen schmutzigen Deal zw den beiden Nationen und Kaschmir wird jetzt mit Duldung von Pak. "integriert" oder "heim ins Reich" geführt oder einfach annektiert. Wie ist eigentlich die wirtsch. Lage Pakistans, deren Schuldenstand? Analog: Bis 89 wurde der DDR auch immer wieder Geld zugeschanzt gegen Zugeständnisse - bis sie dann endgültig pleite war. Parallelen?

Wenn man es genauer betrachtet, …

ist die geografische Region "Kaschmir" sogar eine, an der nicht nur 2, aber 3 Atommächte Anteil haben. Ca. 17% der Region gehören zu CHN.
Ca. 46% mit ca. 12,5 Mio. Einwohnern zu IND.
Recht wenig bei einer Gesamtbevölkerung IND von > 1,3 Mrd.

Das CHN Gebiet grenzt dann wiederum an Ladakh. Eine kulturell tibetisch-religiös geprägte Region mit (bisherigem) Sonderstatus im Sonderstatus des IND Bundesstaates Jammu & Kaschmir.. Ganz schön kompliziert-verzwickt …

Mr. Modi verspricht dem IND Kaschmir "Erblühen". PAK kritisiert die Entscheidung sehr. "Hindu-Nationalismus" vs. muslimische Mehrheits-Bevölkerung. Alle Voraussetzungen für "Erblühen" sehen i.d. Regel (ganz) anders aus.

"Kalkulatorisch geschickte Maßnahme" von Modi.

Das allererste Teilstück des CHN Projekts "Seidenstraße 2.0" führt aus CHN heraus durch den PAK Teil von Kaschmir. Darf keine Unruhe dort sein.
Könnte der Seidenstraße schaden.

Wird CHN schon für sorgen.
Dass sich PAK in dem Konflikt "(militärisch) zurück hält" …

Modi hat Recht. Ein

Modi hat Recht.
Ein Gegenbeispiel zu Indien Kaschmir Pakistan wäre Serbien Kosovo Albanien.

10:01 von zomil

«Ein Gegenbeispiel zu Indien Kaschmir Pakistan wäre Serbien Kosovo Albanien.»

Es gibt weltweit kein "Gegenbeispiel" zu Kaschmir.

Nicht nur deswegen nicht, weil die Region Kaschmir an der militär-strategisch bedeutsamsten Stelle des gesamten Himalaya-Massivs liegt.

«Modi hat Recht.»

Na klar doch. Alles ganz simpel zu lösen.
Dort in Kaschmir & Co. …

Die ganze Gegend Ladakh und

Die ganze Gegend Ladakh und Kashmir unterscheidet sich schon sehr vom Rest Indiens. Eine weitghende Autonomie wäre für Kashmir angebracht. Wenn das ein Brettspiel wäre, würde ich Jammu dem Punjab zuschlagen und dafür Teile Himachal Pradeshs zu Kashmir und Ladakh geben.
Diese Region sollet große Autonomoe genießen.
Aber das ist in der Praxis unrealistisch...

09:36 von Sisyphos3

«… wer fährt denn in diese wirklich wunderschöne Gegend noch hin
wenn so fanatisierte Menschen, von Religion trunken … sich herumtreiben»

Wer ist denn "von Religion trunken"? Ist stärker trunken …

Die Muslime in Kaschmir?
Oder die Hindus von Mr. Modis Partei "Bharatiya Janata Party (BJP)".

"Hinduistisch-nationalistisch-konservative Partei".
In sinngemäßer Übertragung ins Deutsche …

Nicht nur die Bürger Kaschmirs werden für dumm verkauft

"Nach dem Ende der Autonomierechte Kaschmirs hat Indiens Premier Modi der Region mehr Geld, Touristen und Wahlen versprochen. Doch die Bewohner fühlen sich wie Gefangene in ihren Häusern"

Auf diese Art "Aufschwung" können nicht nur die Bewohner Kaschmirs locker verzichten.

Die wollen kein Geld, sondern Freiheit und Selbstbestimmung.

Wenn sie die haben, werden sie schon bestens alleine klarkommen.

09:48 von Gassi

«ME gibt es einen schmutzigen Deal zw den beiden Nationen und Kaschmir wird jetzt mit Duldung von Pak. "integriert" oder "heim ins Reich" geführt oder einfach annektiert.»

Das nun vom Entzug des Autonomie-Status betroffene Jammu & Kaschmir ist doch längst einer der Bundesstaten Indiens. "Annexion" ist da kaum möglich, und ganz sicher nicht treffend …

Diskriminierung

In Europa wäre die jahrelange Diskriminierung der Hindus in Kaschmir als Indischem Bundesstaat schon lange vor Gericht gelandet - wegen Benachteiligung aus religiösen Gründen. Die Aufhebung religiöser Gründe für jedwelche staatlichen Maßnahmen ist eigentlich längst überfällig und in der UN-Meschenrechtsdeklaration festgeschrieben, oder?

10:35 von schabernack

da sind die einen nicht besser als die anderen
so meine Erfahrungen aus 7 Reisen (in meiner Jugend)
mit dem Rucksack Zug und Bus in diesem Kontinent

10:52 von Nettie

«Die wollen kein Geld, sondern Freiheit und Selbstbestimmung.
Wenn sie die haben, werden sie schon bestens alleine klarkommen.»

Alle Regionen, die dem geographischen Begriff "Kaschmir" zuzurechnen sind, haben in den jeweiligen Ländern, zu denen sie gehören, politischen + verwaltungs-rechtlichen "Sonderstatus".

In IND, in PAK, in CHN.
Im CHN Kaschmir leben nur sehr wenige Menschen.
Das PAK Kaschmir steht unter direkter Bundesverwaltung.
Grenzt auch an Afghanistan.
Alles im Himalaya-Hochgebirge.
Sehr unwegsam. Äußerst schwierig zu kontrollieren.

Kaschmir ist die einzige Region der Erde, in der 3 Atommächte direkt aneinander grenzen (Nord-Korea außen vor). Von äußerst wichtiger strategischer Bedeutung in Asien. Für IND, PAK, CHN.

Das IND Kaschmir hatte bisher die größte Art von Autonomie + Selbstverwaltung aller Regionen des Kaschmir.

Nirgendwo im Kaschmir ist es realistisch, dass die jweiligen Bevölkerungen "selbst entscheiden". Das konnten sie in der Geschichte dort noch nie …

@schabernack, 10:00

"Kompliziert" stimmt. Viel zu kompliziert.

Dass an Ihrer Version der ebenso "ausgeklügelten" wie ekelhaften Machtspielchen diverser "Staatsführungen" auf dem Rücken und auf Kosten sämtlicher Bürger "was dran" sein könnte, ist zumindest nicht ganz unwahrscheinlich.

11:32 von Sisyphos3

«Religiöse Trunkenheit Muslime vs. Hindus in Indien»

«da sind die einen nicht besser als die anderen
so meine Erfahrungen aus 7 Reisen (in meiner Jugend)
mit dem Rucksack Zug und Bus in diesem Kontinent»

In Indien war ich nie.
Werde aber regelmäßig "mit New Stories versorgt".

Die Mutter der besten Freundin meiner Freundin lebt seit ca. 30 Jahren in Indien. Einst "Baghwan-Jüngerin", in jungen Jahren Familie verlassen, nach Indien gegangen. Unterrichtet seit langem DEU + ENG an einer "religionslosen" Schule im Land.

Indien war prinzipiell ein Land, in dem -zig verschiedene Religionen mit sehr wenig "Trunkenheit" recht einvernehmlich miteinander auskamen.

Hat sich geändert, seit die BJP von Premier Modi die Regierung stellt.
"Die Mutter" berichtet, nie in ihren 30 Jahren in Indien sei in Zeitungen je zuvor über so viele durch religiöse Hintergründe ausgelöste Vorfälle / Straftaten berichtet worden.

Weit überwiegend von Hindus gegen Muslime.
"Viel seltener anders herum" …

09:48 von Gassi

“Seltsam ist allerdings, dass Pakistan sich dazu so phlegmatische verhält - immerhin wurde deswegen schon 2mal Krieg geführt.“

Sie nennen es seltsam phlegmatisch, ich bin froh, dass Herr Khan so ein besonnener Kopf ist. Er hat schon zu Beginn seiner Regierung gesagt, dass er mit niemand Krieg führen will. Die Menschen in Pakistan sind mit seiner Regierung ziemlich zufrieden.
Ich vermute aber, dass Indien nach Krieg gelüstet. Es muss von ziemlich vielen Problemen im Lans abgelenkt werden.
Was ich aber seltsam finde ist, dass sich Politiker, die sonst immer gleich jedes Mikrophon finden um ihre Ansichten und Maßregelungen kund zutun, gegenüber Indien so leise sind.

10:01 von zomil

;Modi hat Recht.
Ein Gegenbeispiel zu Indien Kaschmir Pakistan wäre Serbien Kosovo Albanien.“

Und deshalb MUSS Herr Modi dafür sorgen, dass die 80% der Bevölkerung die Muslime sind, unter der Minderheit der hindu-nationalistischen Regierung Indiens leven muss.
Ich kann Ihnen eines sagen: zu Ruhe und Frieden führt das nicht.
Eigentlich geht es Herrn Modi um etwas ganz anderes. Indischer Geldadel hat auf Kashmir (neue Seidenstrasse) ein Auge geworfen und will sich einkaufen.

Randnotiz: Vor kurzen gab es eine Reportage über Kosovo/Albanien/Serbien und “ruhig“ es dort ist. Ein Funke genügt.

12:20 von schabernack

“Weit überwiegend von Hindus gegen Muslime.
"Viel seltener anders herum" …“

Nicht nur gegen Muslime. Alle Minderheiten stehen seit Herrn Modis Regierung unter Druck und sind ständigen Repressalien ausgesetzt - Christen, Sikhs, Naturreligionen usw. Auch die Gangart gegenüber den “Unberührbaren“, die es von Gesetz wegen (Kastenwesen) eigentlich gar nicht mehr geben dürfe, ist ziemlich hart. Hütten werden einfach abgefackelt um Baugebieten für Neureiche Platz zu machen.
Niemand, absolut niemand klopft dieser Regierung auf die Finger. Noch nicht einmal westliche Politiker, die sonst immer schnell sind mit Maßregelungen.
Für die Kashmirfrage hat sich Herr Modi beim G20Gipfel 2019 beraten. Hat man nun gesehen, was besprochen wurde.

Stinkt da was?

Indiens Premier Modi weiß wovon er spricht. In keinem anderen Land der Welt fließen Milch und Honig so süß und frisch wie durch die Straßen der Slums seines Subkontinets. Der duftige Honig streift sogar, über alle Kasten hin, bis zu den auf der Straße sonnenbadenden Unberührbaren.
Da riecht es gut in diesem Paradiese.

Die Versprecher

Hand hoch welcher Politiker nicht schon den Aufschwung versprochen hat. Premierminister Modi befindet sich in guter Gesellschaft mit anderen Aufschwung-Versprechern wie Putin, Trump, Erdogan und Konsorten.

@ zomil

Modi hat Recht.
Ein Gegenbeispiel zu Indien Kaschmir Pakistan wäre Serbien Kosovo Albanien.

Wobei der Kosovo nie zu Serbien gehört hat, höchstens zu Jugoslawien.

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