Kommentare - Hamburgs Bildungssenator: "Mehr für Spracherwerb tun"

07. August 2019 - 14:02 Uhr

In der Debatte um Sprachförderung von Kindern hat Hamburgs Schulsenator Rabe einen Vorstoß von Unionsfraktionsvize Linnemann zurückgewiesen. Das sei in Teilen "vollkommener Unsinn", sagte er im ARD-Morgenmagazin.

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Kommentare

Wie denn?

Wie soll laut Rabe ein Kind in der Schule Rechtschreibung und Grammatik lernen ohne die grundlegenden Sprachgrundlagen zu beherrschen?

Was soll die Schule denn noch alles leisten?

Kinder die die Sprachgrundlagen nicht haben, verschlechtern das Lernumfeld für alle die sich einigermaßen normal entwickelt haben rapide, damit sinkt das Bildungsniveau und dann ist bald ganz Deutschland auf dem Niveau von NRW, Bremen oder Berlin.

Dafür braucht es einfach eine Sonderbeschulung. Man kann sein Kind anscheinend bald nur noch auf Privatschulen schicken, weil die Bildungssenatoren und Integrationsminister allesamt ihre Inkompetenz kaschieren müssen. Denn dieses Problem betrifft ja fast alle Bundesländer.

rer Truman Welt

Es sollten Themen differenziert betrachtet werden ->
Auch für die Grundschule gibt es einen Lehrplan und Lernziel, die jedes Jahr erreicht werden sollen und wozu Voraussetzungen notwendig sind, um diese Ziele zu erreichen. Wird das Ziel einer Jahrgangsstufe nicht erreicht, welche als Voraussetzung des nächsten Jahrgangs Bedingung ist mitzubringen, dann bleibt ein Schüler "sitzen".
Soweit ist das ja allgemein akzeptiert.
Daraus schlussfolgert sich die Frage: was sind die Eingangsvoraussetzungen für die 1. Klasse damit das Klassenziel erreichbar wird? Wo sind diese festgeschrieben, anhand wessen werden diese konkret gemessen bzw. festgestellt, welche InstitutIon hat diesen Auftrag / diese Aufgabe und welcher Prozeß wird wann dafür durchgeführt?
Und wenn festgestellt wird, daß die Eingangsvoraussetzungen nicht erfüllt sind, bekommt von wem, was, wann als Unterstützung?
Wie sieht dieses Konstrukt in Deutschland / in den Bundesländern aus? Ich kann es nicht beschreiben - Sie?

Karl Napf gibt sich keine Mühe 14:23

Jetzt lesen Sie dich mal das wirklich nicht allzu lange Interview durch. Herr Rabe macht nicht nur Vorschläge, sondern sagt auch wie es Hamburg handhabt mit den Vorschulen. Das Problem liegt doch nicht vornehmlich daran, das unser Schulsystem hier Jahrzehnte lang geschludert hat, sondern zumindest auch daran, dass die vielen Zuwanderkinder mehr Unterstützung brauchen als viele einheimische.

wer als Spitzenpolitiker öffentlich behauptet...

Kinder die nicht deutsch sprechen hätten in der Schule nichts verloren hat nicht verstanden das bestimmte Wahrheiten angegangen werden müssen ohne dass man sie laut ausspricht

"Auf welche Privatschule schicke ich mein Kind?"

Meine Frau und ich wohnen im Rhein-Main-Gebiet, in einem Stadtteil, wo mehr als ein Drittel der Bewohner Ausländer sind und mehr als die Hälfte einen Migrationshintergrund haben. Unter den hiesigen Eltern, die der Mittelschicht angehören, lautet ein häufig diskutiertes Gesprächsthema: "Auf welche Privatschule schicke ich mein Kind?" Und zwar wohlgemerkt auch bei vielen Eltern, die selbst einen Migrationshintergrund haben und Wert auf Bildung legen.

Die örtliche Grundschule, an der dem Vernehmen nach zahlreiche Erstklässler nur sehr mangelhaft Deutsch sprechen, wird wenn möglich gemieden.

Nun kann man argumentieren: Dass jeder, der das Geld hat, seine Kinder auf eine elitäre Privatschule schickt, trägt doch zu der Misere bei! Stimmt. Aber die Leute sehen hier mittlerweile keinen anderen Ausweg mehr.

Linnemanns Vorschläge sind Unsinn - natürlich sollten alle Kinder eingeschult werden. Aber eine Vorschulpflicht für Kinder mit mangelnden Deutschkenntnissen halte ich für eine gute Idee.

Parallelgesellschaft

Man kann sich sein Elternhaus nicht aussuchen. Wer in Deutschland lebt und nicht auf den Gedanken kommt seinen Kindern eine gute Ausbildung zu ermöglichen, der schadet seinen Kindern. Leider sind die Kinder die Leidtragenden. Es gab noch nie Chancengleichheit, weder mit noch ohne Migranten. Wer es sich leisten kann und das Beste für seine Kinder will,schickt sie schon heute auf Privatschulen. Ich wollte nicht, dass meine Kinder Opfer von Schulexperimenten werden.

Kleinstaaterei

Der Föderalismus in allen Ehren, aber wirlich gleiche Bedingungen sind in den 16 Schulsystemen nicht realisierbar. Die Diskussion ist jetzt richtig, denn es deckt einen Misstand auf, der bei den Kleinsten schwelt. Sind die vielen Schulämter richtig aufgestellt? Ich meine nicht, Effizienz ist etwas anderes. Und um diesen Missstand schnell aufzulösen braucht es gute, treffsichere Lösungen. Also arbeitet zusammen und hört mit diesen dümmlichen Zahlen-Geschaukel auf. Alles halbherzige Schulamt-Statistken: die wissen ja nicht mal, wieviele Kinder in 2 Jahren eingeschult werden und was dann der Bedarf an Lehrern ist. Schafft tragfähige Strukturen: dafür bekommt ihr Sold und Ponsionen.

Ausgerechnet Hamburg, wo das

Ausgerechnet Hamburg, wo das Bildungsniveau jetzt schon niedrig ist und Abi-Noten schon eine Stufe heraufgesetzt wurden. Der Mann sollte sich ein Beispiel an z.B. der Vorgehensweise in Bayern nehmen, wo es deutlich mehr Flüchtlingskinder als in Hamburg gibt.

Einfachste Lösung: keine Barrieren und keine "Sonderwege" mehr

Unter der Meldung "Linnemann argumentiert mit falscher Zahl" schrieb der User @GeMe um 10:02 Uhr in seinem m.E. richtungsweisenden Kommentar:

"> Als Vergleich wurde ein VHS-Kurs angeführt, in dem 15 Deutsche z.B. Holländisch lernen. Die kommen danach in Holland auch nicht gut zurecht, wenn sie mit Holländern zusammenleben sollen.
>> Lernt man die Sprache aber von Holländern, dann lernt man viel schneller und besser.
>>> Gerade bei Kindern geht dieser Lernprozess sehr schnell, wenn sie viel Kontakt zu Deutschen haben"

Dass gerade Kinder eine Fremdsprache viel schneller lernen, wenn sie viel Kontakt mit "Einheimischen" haben, kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. U.a., weil ich bei meiner Einschulung im Ausland die Landessprache auch noch nicht richtig beherrschte. Das legte sich aber schnell - und fiel auch sonst nicht weiter auf, weil meine Klassenkameraden/innen mich einfach "mitgezogen" haben. Und auch sonst sehr offen und kommunikativ waren ("Sag' doch mal was auf Deutsch").

was erwartet man,

wenn Schulpolitik ein Tummelbecken von weltfremden Ideologien ist
einschließlich eines Teils der Lehrer, die die Schüler auf "den Ernst des Lebens" vorbereiten sollen, selbst aber keine Ahnung haben wie die Arbeitswelt außerhalb aussieht

Rätselrede

@ qpqr27:
... hat nicht verstanden das bestimmte Wahrheiten angegangen werden müssen ohne dass man sie laut ausspricht

Welche Wahrheiten und warum müssen sie "angegangen" werden? Und warum spricht man sie nicht laut aus? Spricht man sie zumindest leise aus? Würde ich die "Wahrheiten" akustisch überhaupt verstehen?
Fragen über Fragen.

Qpqr regt sich auf 14:29 und 14:53

Was regen Sie sich auf? Mit Linnemann hat sich ein Aussenseiter in der Cdu, dem sowohl in der eigenen Partei als auch bei anderen die deutliche Mehrheit ggübersteht. Selbst Linnemann hat bestimmten Kindern nicht den Schulzugang verwehrt, sondern schiebt diesen auf. Irgendwie ist es doch auch legitim nachzudenken, wie führe ich die häufig migrantischen Kinder an die deutsche Sorache heran, sorge aber gleichzeitig auch für die anderen guten Schüler für ein mehr als ausreichendes Schulniveau. Da ist doch die Idee mit den Vorschulen keine schlechte.

Mehr für Spracherwerb tun...

Hamburgs Bildungssenator: Natürlich müssen wir mehr für die Sprachförderung tun. 
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Stimmt . Diese Aussage kann man so stehen lassen... Aber der CDU- Vize Linnemann sieht das vollkommen richtig und realistisch !Das ist durchaus kein Unsinn den wer von Haus aus die Deutsche Sprache nicht beherrscht und versteht gehört nicht auf eine normale Grundschule sondern für 1-2 Jahre auf eine Sonderschule ! Und das ist nicht nur für 5-6 jährige Schüler besser sondern auch für schon ältere Jahrgänge ! In den heute schon zu großen Klassen mit über 30 Kindern und mehr ist eine Sprachförderung durch den Lehrer praktisch gar nicht mehr möglich ohne das ohnehin schon niedrige Niveau für alle anderen noch weiter zu senken. Das sollte Hamburgs Bildungssenator doch wissen, sollte man meinen !

Wie immer

einer sagt was eigentlich was richtig ist, und der Lehrerverband steht hinter Ihm.
Dann das üblich Zahlen verwirr Spiel wenn es um Migranten geht, wenn zu Hause nicht perfekt Deutsch gesprochen wird, sonder nur gebrochen oder gar nicht.
Wo sollen die Kinder dann den Grundstock mitbringen, also muss was getan werden damit sie in die Schule gehen können.
Jeder der etwas zu Migranten äußert wird irgendwie sofort in Pfanne gehauen und nach Rechts geschoben.

Die Realität sieht aber anders aus, warten wir mal noch 10 Jahre, bis die Fehler zu Tage treten.
Dann ist aber zu spät.

@ Advokat76

Irgendwie ist es doch auch legitim nachzudenken, wie führe ich die häufig migrantischen Kinder an die deutsche Sorache heran ...

Sorry, als Mensch mit Migrationshintergrund lese ich bei solchem Quatsch schon nicht mehr weiter.

DE, das Land des "da drücken wir ein Auge zu"

Der Zeitpunkt dieser Diskussion ist recht erstaunlich. Das hätte man bereits vor 30 Jahren klären müssen.
Es sollte selbstverständlich sein, dass man die Sprache des Landes, in dem man dauerhaft leben möchte lernt. (Das hat etwas mit Integration zu tun) Noch selbstverständlicher sollte es sein, dass Kinder die Sprache in der der Schulunterricht abgehalten wird verstehen und sprechen.
Das jetzt wieder die Politiker erst aus allen Wolken und dann über einander her-fallen ist ein unglaublicher Vorgang.
Was ist bloß in Deutschland los!?

@ Sisyphos3

... einschließlich eines Teils der Lehrer, die die Schüler auf "den Ernst des Lebens" vorbereiten sollen, selbst aber keine Ahnung haben wie die Arbeitswelt außerhalb aussieht

Das empfinde ich als verlogen, wenn man ankreidet, dass Lehrer angeblich noch nicht an der Werkbank gestanden haben. Natürlich haben sie das nicht. Warum auch, was sollen sie dort? Eine Lehrerausbildung führt von der Schule an die Uni und danach übers Referendariat wieder an die Schule. Und das ist ja auch vernünftig.

Ich habe meiner Tochter (in

Ich habe meiner Tochter (in England lebend) empfohlen, ihre Kinder in einer kirchliche Schule anzumelden, wohl wissend, das in dieser weniger ausländische Kinder sein werden.
Das Niveau wird durch Kinder, die dem Unterricht schon rein sprachlich nicht folgen erheblich gedrückt.
Nun kann ich Kinder, die mit 7-8 Jahre kommen, nicht in einen Kindergarten stecken, eingeschult werden müssen sie jedoch auch. Da hilft nur die Einrichtung von Sonder-/Sprachschulen mit entsprechend ausgebildeten Lehrern.

Es ist einfach unglaublich

@ sisiphos

mit welcher Regelmäßigkeit Sie hier ihr von Halbwissen und Vorurteilen geprägtes und völlig realitätsfremdes Weltbild von sich geben ...
einfach mal alle Lehrer in eine Tonne treten! Unser Land hat sehr gute Lehrer, denn sonst ginge es uns nicht so verdammt gut im Vergleich zu so gut wie allen anderen Ländern! Es tut mir leid, wir haben hier das Recht auf freie Meinungsäußerung, aber das was sie von sich regelmäßig von sich geben, kann man kaum als Meinung bezeichnen, dafür ist das ganze nämlich einfach nicht durchdacht genug. Es gibt Leute, die rechte Standpunkte posten und die bringen einen ins Nachdenken, aber sie tun das nicht

Alles klar, Herr Rabe,

die Zahlen des Lehrerverbandes scheinen Ihnen zu hoch gegriffen? Mal die Fakten anzweifeln, um besser beschwichtigen und verharmlosen zu können? Die Lehrer sind aber vor Ort mit der Situation konfrontiert, im Gegensatz zu Rabe...
Ist eigentlich den Kindern, die kein Deutsch und damit dem Unterricht nicht folgen können mit der Negierung der Probleme geholfen? Oder denen, die Deutsch beherrschen, für die aber auch kein sinnvoller Unterricht dadurch stattfinden kann? Wem also ist geholfen, wenn Diskussionen unterdrückt und Probleme klein geredet werden?

Am 07. August 2019 um 14:37

Am 07. August 2019 um 14:37 von Meinung zu unse...rer Truman Welt.
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Ganz meiner Meinung. Dieser Kommentar zum Lehrplan und den Lernziel sowie die Vorraussetzung zum erfolgreichen Besuch einer Grundschule ist vollkommen richtig ! Die Eingangsvoraussetzungen muß das Sprechen und verstehen der Deutschen Sprache sein ! Aber hier sieht man mal wieder, das sich die Politik wie hier der Hamburger Bildungssenator wieder mal völlig weit von der Realität entfernt hat.

@ qpqr27

"wenn jetzt schon Kindern ohne Deutschkenntnisse... die Schule verweigert werden soll zeigt das doch nur wie weit rechtes Gedankengut schon in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist" Am 07. August 2019 um 14:29 von qpqr27

Das wird immer wieder falsch wiedergegeben.

In Deutschland haben wir Schulpflicht und daher kann niemandem die Schule verweigert werden.

Es geht um angemessene Fördermaßnahmen, Sprachlernklassen, noch ein zusätzliches Jahr Vorschule, statt der ersten Klasse, oder Rückstufungen, damit die Kinder mehr Zeit haben (abwertend als "sitzen bleiben" bezeichnet und irrtümlicher Weise als Strafe empfunden) usw.

Das muss sicher je nach Schulgröße und Anzahl der Kinder, die davon profitieren sollen flexibel geregelt werden können.

Es ist auch nicht mit dem üblichen Förderunterricht zu verwechseln, der normal nebenbei noch bei Kindern mit Schwächen stattfindet.

Da hat die TS ja den

Da hat die TS ja den "Richtigen Schulsenator " aus Hamburg gefragt.
Hamburg das Bundesland, wo man lange Abitur ohne MINT-Fächer ablegen konnte (Musische und darstellende Fächer usw.). Dann studieren solche "Abiturienten" dann ein MINT-Fach und fallen auf die Nase.
Und im PISA Ranking steht Hamburg neben Bremen, Berlin, etc) auf nur auf den hinteren Rängen.
Nehmt euch ein Beispiel an Bayern, da ist das Abitur noch was wert.
Die deutsche Sprache ist hierzulande für unsere Kommunikation wichtig. Wer die nicht lernen will, oder kann, für den ist hier kein Platz, denn er belastet lediglich unser Sozialsystem.
Ich bin selbst Ausländer, hier zur Schule gegangen, Abitur gemacht vor 53 Jahren und erfolgreich studiert und gearbeitet. Das geht nur durch Anpassung an das Land, in dem man lebt.

Es gab in den 60ern und den 80ern Eingangsvoraussetzungen

Als ich in den 60ern und meine Kinder in den 80ern eingeschult wurden, gab es verstandesmäßige, psychische und physische Voraussetzungen, die ohne Wenn und Aber erfüllt werden mussten. Genügte man diesen nicht, wurde man ein Jahr zurückgestellt. Ohne großes Geschrei. - Und die Kompetenz der Lehrer mit fremdsprachigen Kindern habe ich als langjähriges Mitglied des Elternbeirats ausreichend kennengelernt. Sie war zumindest in den 80ern und 90ern so gut wie nicht vorhanden. - Warum wird man von Kritikern in Deutschland gleich in die rechte Ecke gestellt, wenn man mal einen nachdenkenswerten Vorschlag macht?

@ Der freundliche...

"Die Eingangsvoraussetzungen muß das Sprechen und verstehen der Deutschen Sprache sein !" Am 07. August 2019 um 15:46 von Der freundliche...

Bei 1-2 Schülern ohne Deutschkenntnisse pro Klasse ist es sicher kein Problem, die Schüler einfach "in die Klasse zu werfen". Sie werden das schon lernen.

Problematisch wird es, wenn es 5, 10 oder 15 Schüler sind.

Für Sprachlernklassen müssen natürlich auch Lehrer da sein. In machen Schulen fallen auch so schon Unterrichtsstunden aus.

15:24 von russische Seele

Advokat76: «Irgendwie ist es doch auch legitim nachzudenken, wie führe ich die häufig migrantischen Kinder an die deutsche Sprache heran ...»

«Sorry, als Mensch mit Migrationshintergrund lese ich bei solchem Quatsch schon nicht mehr weiter.»

"So'n Quatsch" ist das doch gar nicht.

Es gibt Elternhäuser, in denen die Deutsch-Kenntnise der Erwachsenen eher gering sind. Die Kinder können nix dafür, aber es gereicht ihnen zum Nachteil, wenn sie in die Schule kommen.

Da sind "Vorschulen" ab ca. 4 Jahren doch eine sehr gut geeignete Möglichkeit, die Situation in dieser Richtung zu verbessern. Kommt den Kindern in eben solchen Elternhäusern zugute. Letztlich allen Kindern in den Schulen, wenn die sprachlichen Voraussetzungen bei Schul-Eintritt möglichst ähnlich sind.

Gibt es in anderen Ländern auch. Mit guten Erfahrungen.
Hat dann auch "Rückkoppelungen" in diese Elternhäuser hinein.
Wenn die Kinder möglichst früh, möglichst gut DEU sprechen, verstehen, lesen, schreiben können …

Kein neues Problem

Ich bin Jahrgang 1943, in Hamburg als Kind Einheimischer geboren. Als ich 1949 in Hamburg eingeschult wurde, waren ca. ein Drittel bis die Hälfte meiner Klassenkameraden (m/w) Kinder von Flüchtlingen bzw. Vertriebenen, deren Sprachgebräuche je nach Herkunft häufig deutlich von dem verschieden waren, was in Hamburg als üblich und vor Allem als richtig bzw. verständlich angesehen wurde. Für eine besondere Förderung dieser Kinder fehlte bei Klassenstärken von 40 und mehr bei gleichzeitigem eklatanten Mangel an Lehrkräften und Schulräumen jede Möglichkeit. Dass diese Kinder nach 2 bis 3 Jahren sich vollständig sprachlich an ihre Umgebung angepasst hatten, war also allein ihrer Einbettung in ein Umfeld gleichaltriger Mitschüler zu verdanken. Kindergarten oder Vorschule als Reparaturbetrieb waren zu dieser Zeit völlig undenkbar.

Fördern und fordern

Ich komme viel herum, auch an diversen Flüchtlingsunterküften. Ich habe aber noch nie vernommen, das diese Flüchtlinge sich in Deutsch unterhalten. Das gilt auch für solche, die Deutschkurse besuchen, und nach Verlassen der Bildungsanstalten sich sofort wieder in ihrer Muttersprache unterhalten. Und da darf dann ja wohl davon ausgegangen werden, das sie zu Hause bei ihren kleinen Kindern die Erlernung der Deutschen Sprache auch nicht fördern. Das mag nicht für alle gelten, aber für diejenigen, die mir und meinem Bekanntenkreis begegnen. Und wie heißt es so schön "Fördern und fordern." Ohne eine gewisse Mitarbeit der Flüchtlinge geht es nämlich nicht.

Richtig oder falsch?

Beide Positionen sind einseitig und reduzieren das bestehende Problem.

Richtig ist, dass es Familien gibt, in denen wenig oder kein Deutsch gesprochen wird und es somit die Kinder extrem schwer haben, überhaupt in der Schule mitzukommen. Die Frage ist, ob dann die Bereitschaft der Eltern besteht, ebenfalls die Sprache zu lernen und sich zu integrieren. Leider ist das nicht immer der Fall.

Richtig ist auch, dass eine zu hohe Anzahl von lernschwachen Schülern die Stärkeren blockiert und somit auch deren Chancen reduziert.

Falsch bleibt die Kleinstaaterei und das Beharren auf dem vermeintlich richtigen Weg - Hauptsache mein Kultusministerium hat hier was zu sagen.

Und welches andere Land versucht fälschlicherweise alle (Bildungs-)Probleme für alle Bevölkerungsschichten zu lösen und dabei nicht PISA im Blick zu behalten?

Rabe

Ist der SPD oder Grüne oder was?

Am Beispiel NRW kann man sehen, wie diese Parteien Schulen kaputt gespart und durch ideologische "Reformen " katastrophale Ergebnisse verursacht haben.

Bremen ist auch so ein Beispiel für die rote Laterne in der Bildungspolitik und Hamburg wohl auch nicht besser.

Solche Leute haben uns also gar nichts zu erzählen.

Vernünftiger hört dich schon Linnemanns Vorschlag an, Kinder die kein Deutsch verstehen nicht in der Regelschule zu unterrichten.

Eigentlich logisch wenn man drüber nachdenkt.

Auch meine Tochter

hat ihre Kinder hier in HH auf eine Privat Schule angemeldet. Da ist das Bildung Niveau viel höher und es muss nicht soweit abgesengt werden bis auch der / die allerletzten Schüler mitkommen. Da langweilen sich nur die Schüler die es bereits gelernt haben und stören den Unterricht nur noch.

Schule !

Keinem Kind soll und darf sie Schule verweigert werden, sondern es muss an dem System der Integration mehr getan werden.
Menschen die, warum auch immer, zu uns gekommen sind und noch kommen, sollten schneller und besser auf genommen werden.
Wenn ein vernünftiges System des Fördern und aber auch Fordern endlich mal ein gerichtet werden würde, könnte dies für alle deutlich besser laufen.
Den "neuen" Menschen muss deutlich und klar gemacht werden, wie wichtig es auch für sie ist, sich hier in unserer Sprache zu unter halten, erst recht für die Kinder, die ein Recht haben, etwas zu lernen. Je früher und je besser sie unsere Sprache lernen, umso besser kommen sie dann auch mit.
Das muss den Eltern aller hier weilenden und vielleicht auch bleibenden Neuankömmlingen vermittelt werden, sich auch in ihren vier Wänden so oft wie möglich die deutsche Sprache zu üben, auch gerade für ihre Kinder.
Dieses Larifari das bei uns herrscht muss endlich strukturiert werden.

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